wir haben uns hier in Nürnberg ein Reihenhaus Baujahr 1964 gekauft.
Hier gibt es in Sachen "mögliche Schadstoffe" zwei Baustellen:
1. Schwarzer, asbesthaltiger Bitumen-Kleber unter Floor-Flex-Platten
Die Platten lassen wir sachgemäß entfernen. Die Frage ist, was mit dem Kleber geschieht. Abschleifen erscheint uns zu aufwendig, weshalb wir zum "Versiegeln" tendieren. Den schwarzen Kleber haben wir bislang auf Asbest testen lassen (fiel positiv aus), nicht aber auf PAK und PCB. Unsere Überlegung ist die, dass wir uns die Kosten für letztere Tests sparen können, wenn wir den Kleber ohnehin gut versiegeln lassen. Hierfür sind mir bislang zwei Vorgehensweisen bekannt:
- a) Unser Bausachverständiger empfiehlt Bestreichen mit Neoprenkleber und einer zementhaltigen Ausgleichsmasse.
- b) Im Internet bin ich als Alternative auf das Restfaserbindemittel Arctic FB-30 gest0ßen:
- Web-Link
Darauf kommt dann in jedem Fall eine Trittschalldämmung und Laminat.
Frage an die hier anwesenden Fachleute: Genügt eine oder beide dieser Vorgehensweisen, um den Kleber sachgemäß zu "versiegeln", auch falls PAK und PCB enthalten sind? (unser Sachverständiger konnte das nicht definitiv sagen, er ist wohl eher ein sehr guter Allrounder als ein Schadstoffexperte) Welche der beiden Lösungen ist vorziehen? Gibt es evtl. noch andere Lösungen?
2. Parket mit braunem Kleber darunter
Wir haben diesen Kleber noch nicht untersuchen lassen. Bei Test auf Asbest, PCB und PAK wären gleich wieder mehrere Hundert € beisammen. Wir würden das Parkett aber sehr gerne abschleifen lassen und behalten. Der Sachverständige hat im Anschluss an das Abschleifen eine Hartz- / Polyurethanversiegelung vorgeschlagen, kann aber abermals nicht mit Sicherheit garantieren, ob diese PCB- und PAK- undurchlässig sind. Sind wir bei so einer Versiegelung einigermaßen auf der sicheren Seite, was PCB, PAK und Asbest betrifft?
Oder wäre es doch sinnvoll, den Kleber erst einmal testen zu lassen? Hierzu wären wir natürlich bereit. Die Frage ist nur, ob die Tests finanziell verhältnismäßig sind, wenn wir das Parkett ohnehin versiegeln.
Als kleine Info am Rande sei noch erwähnt, dass wir in das Haus erst im August einziehen und auch Malerarbeiten noch komplett ausstehen, sodass wir mögliche Freisetzungen von Schadstoffen in geringen Mengen (z.B. beim Abschleifen des Parketts) etwas gelassener sehen, als wenn das Haus bewohnt wäre.
Vielen Dank für eure Hilfe!