Situation: Bei einem Altbau aus dem Jahr 1912 mit Vollziegelwand (ca. 30-40 cm dick) ist in der 1. Etage an der Hausecke innen in der Wohnung ein leichter Schimmelbefall festgestellt worden. Bei der ursachensuche wurde ein Schaden an der Außenwand festgestellt. An der Außenwand ist in Höhe des Zimmerbodens des 1. OGAbk. ein kleiner Sims angebracht der einmal ums Haus läuft. Genau oberhalb des Simses ist der Putz der Außenwand bis ca. 15 cm über den Sims gerissen und es waren lose "Putzschollen" die lose noch an der Wand säßen. Sprich hier ist wohl das Wasser eingedrungen. Als erste Hilfe wurde der lose Putz entfernt, eine Wochen ab lüften lassen und neu verputzt.
Der dann hinzugezogene (und nach 2 Wochen endlich aufgetauchte) Anstreicher stellte in der Wohnung eine durchfeuchtete Wand bis in etwa 50 cm Höhe über den Boden fest. Seine Aussage zu einer Sanierung war, dass die Außen liegenden Fehlstellen mit Armierungsgewebe verstärkt werden müsste und der Komplette Teil der Außenwand (sprich ab Sims 1. OG bis Sims 2. OG auf kompletter Außenwandfläche) neu verputzt werden müsse. Natürlich komplett mit Gerüst, etc. Für mich als Laie stellen sich jetzt hier ein paar Fragen, die Ihr mir hoffentlich beantworten könnt. Da ich als Eigentümer leider auch aus finanzieller Sicht gezwungen bin hier den kostengünstigsten Weg finden zu müssen, da die Immobilie offen gesagt auch nicht so viel, bis gar nichts abwirft.
- Ich finde die vom Anstreicher vorgeschlagenen Arbeiten etwas überzogen. Ich habe mal von Möglichkeiten gehört mit Chemie und entsprechendem Anstrich so eine Wand zu versiegeln. Sowas müsste doch einfacher und günstiger zu realisieren sein.
- Wenn der Anstreicher "nur" die Wand neu verputzt und streicht verstehe ich nicht wie die jetzt feuchte Wand trocknen soll. Damit sperre ich doch eher die Feuchtigkeit ein, oder?
- Müsste nicht eher der jetzt feuchte Putz abgeschlagen werden, die Mauer getrocknet werden und erst dann neu mit Putz aufgebaut werden?
- Habt Ihr vielleicht noch eine Idee?
