Zeitweise aufstauendes Sickerwasser nach DIN 18195: Wann liegt der Lastfall vor?

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 17.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die korrekte Interpretation des Lastfalls "zeitweise aufstauendes Sickerwasser" nach DIN 18195 bei einem Hauskauf. Ein Gutachten stellt fest, dass der Keller nicht wasserdicht ist, was zu Schadenersatzforderungen führt. Die Bodenbeschaffenheit (Kies) und die Wirksamkeit der KMB-Abdichtung spielen eine entscheidende Rolle. Es wird diskutiert, ob Starkregenereignisse den Lastfall auslösen und welche Maßnahmen zur Abdichtung erforderlich sind.

⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung

Zeitweise aufstauendes Sickerwasser nach DIN 18195: Wann liegt der Lastfall vor?

Bei einem verkauften Haus wurde von einem Sachverständigen ein Gutachten erstellt, das nachweist, dass kein wasserdichter Keller vorliegt. Damit kann Wasser "bei genügend hohem Aufstau von Grund- und Sickerwasser (Grundwasser, Sickerwasser) eindringen". Aus dieser Tatsache will der Käufer nun Schadenersatzansprüche ableiten.
Der Gutachter geht bei den Untersuchungen vom "Lastfall drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser" aus.
Nun besteht der Boden aber aus Kies und ist damit stark durchlässig. Das Grundwasser liegt in der Regel unter der Kellersohle. Bei extremen Regenfällen dringt aber trotzdem Wasser in den Keller.
Nun meine Frage: Liegt in diesem Fall wirklich "aufstauendes Sickerwasser" nach DINAbk. 18195-6 vor, oder gibt es nach dieser DIN auch die Möglichkeit eines kurzfristigen Aufstaus?
Welcher Lastfall liegt dann vor?
Falls jemand diese kompliziert Sache versteht und Antworten mag, wäre ich sehr dankbar.
Gruß, Himmelblau
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  • Himmelblau
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

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    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Keine pauschale Gleichsetzung von Wassereintrag bei Regen mit „drückendem Wasser“ – dies widerspricht DINAbk. 18195-6 und kann zu rechtlich unzulässigen oder bauphysikalisch ungeeigneten Maßnahmen führen.

    🔴 KRITISCH: Zeitweises Aufstauen von Sickerwasser erfordert eine spezifische Abdichtung nach DIN 18533 (Nachfolgenorm zu DIN 18195), nicht die für drückendes Wasser vorgeschriebenen Maßnahmen.

    ⚠️ WICHTIG: Ein Kiesboden mit tiefem Grundwasserspiegel schließt „drückendes Wasser“ aus – doch bei Extremregen kann trotzdem kurzfristig ein erheblicher Sickerwasserstrom auftreten, der Feuchteschäden und Schimmel begünstigt.

    ⚠️ WICHTIG: Die Dauer des Wasseranfalls ist entscheidend: Nur bei zeitlich begrenztem Aufstau (z. B. nach Starkregen) liegt der Lastfall „aufstauendes Sickerwasser“ vor – eine dauerhafte Feuchte deutet auf andere Ursachen (z. B. fehlende Oberflächenentwässerung) hin.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich beurteile die Frage nach dem Lastfall "zeitweise aufstauendes Sickerwasser" nach DIN 18195 wie folgt:

    Der Lastfall "zeitweise aufstauendes Sickerwasser" nach DIN 18195-6 liegt vor, wenn sich Sickerwasser an der Kellersohle oder den Kellerwänden zeitweise aufstaut. Dies ist der Fall, wenn die Versickerungsfähigkeit des Bodens geringer ist als die Wassermenge, die durch Niederschläge oder andere Quellen (z.B. Hangwasser) zugeführt wird.

    Ein Gutachter kann diesen Lastfall feststellen, indem er den Boden untersucht und die Wasserverhältnisse beurteilt. Wichtig sind dabei die Durchlässigkeit des Bodens (k_f-Wert), die Höhe des Grundwasserspiegels und die zu erwartenden Niederschlagsmengen. Anzeichen für aufstauendes Sickerwasser können feuchte Kellerwände oder eine feuchte Kellersohle sein, auch wenn kein Grundwasser vorhanden ist.

    🔴 Gefahr: Ein nicht wasserdichter Keller in Kombination mit aufstauendem Sickerwasser kann zu erheblichen Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung führen.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Abdichtung des Kellers von einem Fachbetrieb überprüfen und gegebenenfalls sanieren. Klären Sie die Ursache des aufstauenden Sickerwassers und verbessern Sie gegebenenfalls die Drainage.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen Keller, der bei extremen Regenfällen Wasser eintreten lässt, obwohl der Boden aus stark durchlässigem Kies besteht und der Grundwasserspiegel in der Regel unter der Kellersohle liegt. Der Gutachter hat den Lastfall "drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser" angenommen, was aus fachlicher Sicht zu hinterfragen ist.

    ⚠️ Korrektur: Die Annahme des Lastfalls "drückendes Wasser" ist bei einem Kiesboden mit tiefem Grundwasserspiegel in der Regel nicht zutreffend. Drückendes Wasser setzt einen dauerhaften oder saisonal anstehenden Grundwasserspiegel voraus, der hier nicht gegeben ist.

    ➕ Ergänzung: Bei stark durchlässigen Böden wie Kies kann es bei Starkregen zu einem kurzzeitigen, aber intensiven Sickerwasserstrom kommen. Die DIN 18195-6 unterscheidet zwischen ständigem und nicht ständigem Aufstau. Ein "zeitweise aufstauendes Sickerwasser" liegt vor, wenn das Wasser nur temporär, z.B. nach Extremregen, ansteht und nicht dauerhaft drückt.

    🔴 Gefahr: Die entscheidende Gefahr liegt in der Fehlinterpretation des Lastfalls. Wird fälschlicherweise von drückendem Wasser ausgegangen, kann dies zu einer Überdimensionierung der Abdichtung führen oder im Gegenteil zu einer unzureichenden Maßnahme, wenn der tatsächliche Lastfall des zeitweisen Aufstaus nicht korrekt bewertet wird.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie ein ergänzendes Gutachten erstellen, das speziell die Bodenverhältnisse (Kies, Grundwasserflurabstand) und die Dauer der Wasserbelastung bei Starkregen berücksichtigt. Ein Geotechniker oder ein auf Abdichtung spezialisierter Bauingenieur kann den korrekten Lastfall nach aktueller Norm (DIN 18533) bestimmen. Nur so kann eine rechtssichere Bewertung der Schadenersatzansprüche erfolgen.

    KI-Analyse (Qwen)

    DIN 18195-6 unterscheidet klar zwischen "drückendem Wasser" (statischer hydrostatischer Druck durch Grundwasser oberhalb der Kellersohle) und "aufstauendem Sickerwasser" (zeitlich begrenzter, kapillar- und gravitationsbedingter Wassertransport durch durchlässige Böden bei extremen Niederschlägen, ohne dauerhaften Grundwasserspiegel über der Sohle).

    🔴 Gefahr: Die Annahme eines "Lastfalls drückendes Wasser" bei einem kiesigen, stark durchlässigen Boden mit regelmäßigem Grundwasserspiegel unter der Kellersohle ist fachlich nicht haltbar und birgt die Gefahr einer falschen bauphysikalischen Einordnung — dies kann zu unangemessenen Sanierungsmaßnahmen oder rechtlichen Fehleinschätzungen führen.

    ⚠️ Korrektur: Ein kurzfristiger, regenbedingter Wasserzufluss in den Keller stellt per Definition keinen Lastfall nach DIN 18195-6 Abs. 3.2.2 "drückendes Wasser" dar, sondern fällt unter den Lastfall "aufstauendes Sickerwasser", der explizit zeitlich begrenzt und von der Bodendurchlässigkeit sowie der Dauer der Niederschläge abhängt.

    ➕ Ergänzung: DIN 18195-6 definiert "aufstauendes Sickerwasser" als Wasser, das infolge von Niederschlägen oder oberflächennahen Wasseransammlungen in den Boden eindringt und durch kapillare und gravitative Kräfte zeitweise bis zur Kellerinnenfläche aufsteigt — unabhängig vom dauerhaften Grundwasserspiegel.

    ✅ Zustimmung: Die Beobachtung, dass bei extremen Regenfällen trotz tiefliegendem Grundwasser Wasser eindringt, ist konsistent mit dem Verhalten kiesiger Böden und entspricht exakt dem in DIN 18195-6 beschriebenen Verhalten für den Lastfall "aufstauendes Sickerwasser".

    ❌ Widerspruch: Die pauschale Gleichsetzung von "Wassereintrag bei Regen" mit "drückendem Wasser" widerspricht DIN 18195-6, da letzterer Lastfall nur bei nachweislich dauerhaftem Grundwasserspiegel oberhalb der Kellersohle vorliegt — was hier ausdrücklich ausgeschlossen ist.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Bauphysik oder Geotechnik, der die konkreten hydrogeologischen Verhältnisse, die Niederschlagsstatistik und die Bodenparameter vor Ort auswertet, um den korrekten Lastfall nach DIN 18195-6 abschließend zu klassifizieren und eine rechtskonforme Bewertung der Abdichtungspflicht zu liefern.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen, dass „aufstauendes Sickerwasser“ nach DIN 18195-6 zeitlich begrenzt ist und durch Niederschläge in durchlässigen Böden (z. B. Kies) entsteht – ohne dauerhaften Grundwasserspiegel über der Kellersohle.
    • Alle Modelle warnen vor gesundheitlichen und baulichen Risiken (Schimmel, Bauschäden) bei unzureichender Abdichtung im Lastfall aufstauendes Sickerwasser.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI fokussiert auf die Praxis der Feststellung (Bodenuntersuchung, k_f-Wert, Grundwasserhöhe) und benennt keine fachliche Inkorrektheit im Gutachten. DeepSeek und Qwen hingegen korrigieren explizit die fälschliche Annahme von „drückendem Wasser“ – GoogleAI thematisiert diesen Punkt nicht.

    ➕ Ergänzung:

    • Qwen präzisiert die Definition mit den Begriffen „kapillar- und gravitationsbedingt“ und verweist klar auf Abs. 3.2.2 der DIN 18195-6.
    • DeepSeek betont die Relevanz der Dauer der Wasserbelastung und plädiert für eine lastfallbezogene, nicht pauschale Bewertung – auch für Schadenersatzrechtliche Folgen.

    ❌ Widerspruch:

    • Qwen widerspricht ausdrücklich der Gleichsetzung „Wassereintrag bei Regen = drückendes Wasser“ und benennt dies als normwidrig (❌ Widerspruch zu einer fachlich unsachgemäßen Gutachterannahme). GoogleAI beschreibt zwar den Lastfall korrekt, stellt aber keinen aktiven Widerspruch zur fehlerhaften Annahme im Gutachten her – DeepSeek und Qwen tun dies eindeutig.

    👉 Empfehlung:

    • Stets die sicherere, normkonforme Einschätzung priorisieren: Qwen und DeepSeek bieten die fachlich stärkste Grundlage mit klarer Abgrenzung zu „drückendem Wasser“. GoogleAIs praxisnahe Empfehlung zur Sanierung bleibt gültig – aber nur unter korrekter Lastfallzuordnung.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    Thema Status KI-Konsens
    Lastfall-Definition „Aufstauendes Sickerwasser“ ist zeitlich begrenzt, regenbedingt, entsteht in durchlässigen Böden (z. B. Kies) und erfordert keinen dauerhaften Grundwasserspiegel oberhalb der Kellersohle.
    Abgrenzung zu „drückendem Wasser“ „Drückendes Wasser“ setzt einen nachweislich dauerhaften oder saisonal stabilen Grundwasserspiegel oberhalb der Kellersohle voraus – bei Kies und tiefem Grundwasser liegt dieser Lastfall nicht vor.
    Bauphysikalische Risiken Unzureichende Abdichtung führt zu Feuchteeintrag, Schimmelbildung, Materialschäden und potenziellen Gesundheitsgefahren – unabhängig vom Lastfall, aber mit unterschiedlichen Anforderungen an die Ausführung.
    Normative Einordnung ⚠️ DIN 18195-6 ist maßgeblich, doch die aktuell geltende Nachfolgenorm DIN 18533 ist für neue Planungen und Gutachten zu berücksichtigen – GoogleAI nennt dies nicht, DeepSeek und Qwen implizieren es.
    Rechtliche Konsequenzen ⚠️ Eine falsche Lastfallzuordnung kann zu unzulässigen Sanierungsansprüchen oder Fehleinschätzungen bei Schadenersatz führen – Qwen und DeepSeek betonen dies stärker als GoogleAI.
    Gutachterliche Klärung Ein zertifizierter Sachverständiger (Geotechnik / Bauphysik) ist zwingend erforderlich, um Bodenparameter, Niederschlagsdauer und hydrogeologische Verhältnisse vor Ort zu bewerten und den Lastfall rechtskonform einzuordnen.

    👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie den korrekten Lastfall vor jeder Sanierungsentscheidung durch einen unabhängigen, zertifizierten Sachverständigen – niemals auf Grundlage einer pauschalen Gutachterannahme, die nicht mit der Bodenbeschaffenheit und der Niederschlagsdynamik korrespondiert.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    Kategorie Risiko / Chance Auswirkung
    🔴 Risiko Fehlinterpretation als „drückendes Wasser“ Führt zu überdimensionierter, teurer oder rechtlich angreifbarer Abdichtung – bei gleichzeitiger Vernachlässigung der realen Sickerwasserlast.
    🔴 Risiko Langfristige Feuchteschäden ohne fachgerechte Maßnahmen Zerstörung von Putz, Mauerwerk, Estrich und Dämmung; erhöhte Schimmelbelastung mit nachweislichen gesundheitlichen Folgen.
    🔴 Risiko Ausbleiben einer normkonformen Drainageerweiterung Wiederholter Wassereintrag bei Extremregen – verstärkt durch fehlende Oberflächenentwässerung oder verstopfte Drainrohre.
    🔴 Risiko Rechtliche Haftung bei falscher Eigentümerberatung Falsche Informationen an Mieter oder Käufer können zu Schadenersatzansprüchen führen – besonders bei unklarer Lastfalleinordnung.
    🔴 Risiko Unterlassen einer k_f-Wert-Ermittlung vor Sanierung Keine fachliche Grundlage für die Wahl der Abdichtungsart (z. B. Innen- vs. Außenschutz), was zu unwirksamen Maßnahmen führt.
    ✅ Chance Klare Abgrenzung zu drückendem Wasser Ermöglicht kostengünstigere, normgerechte Sanierung (z. B. nach DIN 18533 Teil 5) statt teurer Spundwand- oder Injektionsmaßnahmen.
    ✅ Chance Nutzung der Bodenbeschaffenheit (Kies) Kiesboden ermöglicht effiziente Entwässerung mittels Ringdrainage – bei richtiger Ausführung ist die Sanierung langfristig zuverlässig und wirtschaftlich.
    ✅ Chance Präventive Maßnahmen bei Neubau oder Umbau Gezielte Anpassung der Geländegestaltung, Fallrohr- und Oberflächenentwässerung kann Sickerwasserlast deutlich reduzieren – bereits vor dem nächsten Starkregen.
    ✅ Chance Rechtssichere Dokumentation Eine fachlich abgesicherte, lastfallgenaue Gutachtenerstellung schafft Klarheit für Versicherungen, Behörden und Gerichte – reduziert Streitpotenzial.
    ✅ Chance Interdisziplinäre Zusammenarbeit Abstimmung zwischen Geotechnik, Bauphysik und Architektur ermöglicht ganzheitliche Lösungen (z. B. Kombination aus Drainage, Bodenverbesserung und Innenabdichtung).

    Orientierungshilfen

    1. Experten beauftragen: Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Bauphysik oder Geotechnik – nicht den ursprünglichen Gutachter – zur neutrale Überprüfung des Lastfalls nach DIN 18533.
    2. Bodenparameter klären: Lassen Sie vor Ort den k_f-Wert bestimmen und den Grundwasserspiegel über mehrere Monate mittels Pegelrohr dokumentieren.
    3. Drainage überprüfen: Prüfen Sie die bestehende Ringdrainage auf Verstopfungen, Gefälle und Anschluss an ein Ablaufsystem – lassen Sie sie gegebenenfalls mit Hochdruck reinigen und ergänzen.
    4. Niederschlagsdaten einbeziehen: Fordern Sie die lokale Niederschlagsstatistik (Intensität, Dauer, Jährlichkeit) beim Deutschen Wetterdienst an und leiten Sie diese an den Sachverständigen weiter.
    5. Abdichtung normgerecht auswählen: Entscheiden Sie sich nur nach vorliegendem, lastfallgeprüftem Gutachten für eine Abdichtungsart – bei „aufstauendem Sickerwasser“ ist z. B. eine Außenschutzabdichtung nach DIN 18533-5 ausreichend, keine Innenabdichtung nach DIN 18533-4.
    6. Gelände und Fallrohre optimieren: Sorgen Sie für ein Gefälle von mindestens 2 % vom Haus weg und leiten Sie alle Fallrohre über ein separates Rohrsystem in die Drainage oder eine Versickerungsanlage.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Aufstauendes Sickerwasser
    Sickerwasser, das sich aufgrund ungünstiger Bodenverhältnisse oder mangelnder Versickerungsmöglichkeiten anstaut. Es kann zu Feuchtigkeitsschäden an Bauwerken führen.
    Verwandte Begriffe: Grundwasser, Drainage, Wasserdurchlässigkeit
    DIN 18195
    Deutsche Industrienorm, die die Abdichtung von Bauwerken gegen Bodenfeuchtigkeit und Wasser regelt. Sie definiert verschiedene Lastfälle und die entsprechenden Anforderungen an die Abdichtung.
    Verwandte Begriffe: Lastfall, Abdichtung, Bauwerksabdichtung
    Lastfall
    Eine definierte Situation, die auf ein Bauwerk einwirkt und bei der Planung und Ausführung berücksichtigt werden muss. Im Zusammenhang mit DIN 18195 beschreibt der Lastfall die Art und Intensität der Wassereinwirkung.
    Verwandte Begriffe: Einwirkung, Bemessung, Norm
    Kellersohle
    Die unterste Ebene eines Kellers, die direkt auf dem Erdreich aufliegt. Sie ist besonders anfällig für Feuchtigkeitsschäden durch aufsteigendes Wasser oder eindringendes Sickerwasser.
    Verwandte Begriffe: Fundament, Bodenplatte, Kellerboden
    Drainage
    Ein System zur Ableitung von Wasser, um zu verhindern, dass es sich anstaut oder in Bauwerke eindringt. Eine Drainage kann aus Rohren, Kies oder anderen wasserdurchlässigen Materialien bestehen.
    Verwandte Begriffe: Entwässerung, Versickerung, Dränrohr
    Baugrundgutachten
    Eine Untersuchung des Baugrunds, um seine Eigenschaften und Eignung für die Bebauung zu beurteilen. Es gibt Auskunft über die Bodenbeschaffenheit, die Tragfähigkeit und die Wasserverhältnisse.
    Verwandte Begriffe: Bodengutachten, Geotechnik, Baugrund
    Wasserdurchlässigkeit
    Die Fähigkeit eines Bodens, Wasser hindurchzulassen. Sie wird durch den kf-Wert (Durchlässigkeitsbeiwert) beschrieben. Ein geringer kf-Wert deutet auf eine geringe Wasserdurchlässigkeit hin.
    Verwandte Begriffe: kf-Wert, Versickerungsfähigkeit, Bodenart

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was bedeutet "zeitweise aufstauendes Sickerwasser"?
      Zeitweise aufstauendes Sickerwasser bedeutet, dass sich Wasser im Boden ansammelt und einen gewissen Pegel erreicht, der über einen bestimmten Zeitraum bestehen bleibt. Dies geschieht, wenn die natürliche Versickerung des Wassers behindert ist, beispielsweise durch eine undurchlässige Bodenschicht.
    2. Wie wird der Lastfall "zeitweise aufstauendes Sickerwasser" festgestellt?
      Ein Bodengutachten gibt Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit und die Wasserdurchlässigkeit. Der Gutachter beurteilt, ob die Möglichkeit eines Wasseraufstaus besteht. Auch die Beobachtung von Feuchtigkeitsschäden am Gebäude kann ein Hinweis sein.
    3. Welche Konsequenzen hat aufstauendes Sickerwasser für den Keller?
      Aufstauendes Sickerwasser kann zu Feuchtigkeitsschäden im Keller führen, wie z.B. feuchte Wände, Schimmelbildung und Ausblühungen. Im schlimmsten Fall kann Wasser in den Keller eindringen und die Bausubstanz schädigen.
    4. Was ist der Unterschied zwischen Grundwasser und Sickerwasser?
      Grundwasser ist Wasser, das sich unterirdisch in wasserführenden Schichten befindet. Sickerwasser hingegen ist Niederschlagswasser, das durch den Boden sickert und sich zeitweise anstauen kann, bevor es ins Grundwasser gelangt oder abfließt.
    5. Welche Maßnahmen können gegen aufstauendes Sickerwasser ergriffen werden?
      Geeignete Maßnahmen sind beispielsweise eine Drainage, die das Wasser ableitet, oder eine Abdichtung des Kellers, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Auch eine Verbesserung der Versickerungsfähigkeit des Bodens kann helfen.
    6. Was bedeutet DIN 18195?
      DIN 18195 ist eine deutsche Norm, die die Abdichtung von Bauwerken regelt. Sie legt fest, welche Anforderungen an die Abdichtung von Bauteilen gestellt werden, um sie vor Feuchtigkeit und Wasser zu schützen.
    7. Wer kann ein Gutachten zum Thema aufstauendes Sickerwasser erstellen?
      Ein Bausachverständiger oder ein Geotechniker kann ein Gutachten erstellen, um die Bodenverhältnisse und die Möglichkeit von aufstauendem Sickerwasser zu beurteilen.
    8. Wie oft sollte die Drainage geprüft werden?
      Eine Drainage sollte regelmäßig, idealerweise jährlich, auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Verstopfungen oder Beschädigungen sollten umgehend behoben werden, um einen ordnungsgemäßen Wasserabfluss zu gewährleisten.

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      Unterscheidung und Auswirkungen der verschiedenen Feuchtigkeitsarten im Baugrund.
  2. DIN 18195: Lastfall bei durchlässigem Boden und Starkregen?

    Foto von Stefan Ibold

    hmm
    Moin,
    nur mal so nachgefragt: Das Bodengutachten hat ergeben, dass der Grund aus Kies und weiteren leicht durchlässigen Materialien besteht? Der Keller wurde demnach als "normaler" Keller ohne besondere Maßnahmen erstellt.
    Nun kommt bei Starkregenereignissen Wasser in den Keller? Das führt der SV auf einen nicht wasserdichten Keller zurück? Er "verlangt" einen Aufbau nach DINAbk. 18195-6, sprich weiße oder schwarze Wanne.
    Für mich hört sich das nach Schichtenwasser an. Kann es sein, dass das Gebäude in leichter Hanglage liegt und auf dem Grundstück auch im gesamten Oberflächenbereich ein umfangreicher Bodenaustausch erfolgte?
    Kann es sein, dass das Wasser durch Lichtschächte eindringt?
    Wurde eine Dränung entsprechend der DIN 4095 angeordnet?
    Wie tief unterhalb der Sohle steht im Regelfall das Grundwasser?
    Off topic: Ist Ihr Name mit BMW in Verbindung zu bringen?
    Grüße
    Stefan Ibold
  3. KMB-Abdichtung: Reicht Dicke bei Sickerwasser nach DIN 18195?

    Erst mal herzlichsten Dank für die Reaktion. Zu ...
    Erst mal herzlichsten Dank für die Reaktion.
    Zu der Nachfrage:
    Es wurden Bodenproben entnommen, darunter befand sich Kies ohne Ende. Vor einigen Jahren wurde außen eine KMB aufgetragen  -  laut SV zwar nicht überall dick genug, aber immerhin durchgängig.
    Ob das Gebäude in Hanglage liegt?  -  die Gegend ist so eben wie ein Pfannkuchen, aber der Garten ist  -  von der Straße ausgehend zum Haus hin um ca. 50 cm ansteigend.
    Die Kellerfenste liegen über der angrenzenden Geländeoberkante.
    Interessant das Grundwasser: das steht normalerweise (lt Grundwassermessstand an einem 1 km entfernten Ort ca. 1,5 m unter der Kellersohle  -  es war aber im für uns entscheidenden Jahr um fast 1 m angestiegen.
    Mein Name ist leider nicht mit BMW, eher mit Toyota in Verbindung zu bringen.
    Gruß und nochmals Danke für die bisherigen Bemühungen, Himmelblau
  4. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026

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    Zeitweise aufstauendes Sickerwasser: Lastfall nach DINAbk. 18195

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die korrekte Interpretation des Lastfalls "zeitweise aufstauendes Sickerwasser" nach DIN 18195 bei einem Hauskauf. Ein Gutachten stellt fest, dass der Keller nicht wasserdicht ist, was zu Schadenersatzforderungen führt. Die Bodenbeschaffenheit (Kies) und die Wirksamkeit der KMB-Abdichtung spielen eine entscheidende Rolle. Es wird diskutiert, ob Starkregenereignisse den Lastfall auslösen und welche Maßnahmen zur Abdichtung erforderlich sind.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Beitrag von DIN 18195: Lastfall bei durchlässigem Boden und Starkregen? ist die Beschaffenheit des Bodens (Kies) und das Auftreten von Starkregenereignissen entscheidend für die Beurteilung des Lastfalls.

    ✅ Zusatzinfo: Im Beitrag KMB-Abdichtung: Reicht Dicke bei Sickerwasser nach DIN 18195? wird die vorhandene KMB-Abdichtung thematisiert und deren ausreichende Dicke in Frage gestellt, um den Keller vor eindringendem Sickerwasser zu schützen.

    👉 Handlungsempfehlung: Eine detaillierte Prüfung des Bodengutachtens und der KMB-Abdichtung ist erforderlich, um den Lastfall gemäß DIN 18195 korrekt zu beurteilen. Gegebenenfalls muss ein weiterer Sachverständiger hinzugezogen werden, um die Wasserdichtigkeit des Kellers zu überprüfen und Sanierungsmaßnahmen zu planen. Die korrekte Ausführung der Kellerabdichtung ist entscheidend, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.

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Suche nach: Aufstauendes Sickerwasser: Lastfall nach DIN 18195
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