Warmwasserspeicher Temperatur senken mit Plattentauscher: Legionellenrisiko minimieren?
In diesem Forum sind Sie: Heizung / Warmwasser📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 17.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob die Speichertemperatur eines Warmwasserspeichers in Kombination mit einem Plattentauscher gesenkt werden kann, um Energie zu sparen und gleichzeitig das Legionellenrisiko zu minimieren. Es wird erörtert, ob eine niedrigere Speichertemperatur tatsächlich zu Energieeinsparungen führt und welche Auswirkungen dies auf das Aufheizverhalten des Kessels hat. Zudem wird die Bedeutung eines ausreichend dimensionierten Anlagenvolumens für die Effizienz der Warmwasserbereitung hervorgehoben.
Warmwasserspeicher Temperatur senken mit Plattentauscher: Legionellenrisiko minimieren?
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Die Speichertemperatur darf nicht dauerhaft unter 60 °C betrieben werden – dies verstößt gegen §16 Abs. 1 TrinkwV und birgt akute gesundheitliche Risiken durch Legionellenwachstum im Speicher.
🔴 KRITISCH: Eine wöchentliche thermische Desinfektion auf ≥70 °C am Speicher oberstem Messpunkt ist zwingend erforderlich, unabhängig vom Einsatz eines Plattentauschers.
⚠️ WICHTIG: Ein Plattentauscher allein verhindert keine Legionellenbildung – er sichert nur die Trennung von Heiz- und Trinkwasser, nicht die Hygiene im Speicher oder in Totsträngen.
⚠️ WICHTIG: Vor einer Temperaturabsenkung ist eine fachliche Risikoanalyse durch einen zertifizierten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene (z. B. nach DVGW W551) zwingend erforderlich.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Fragestellung wie folgt: Die Senkung der Speichertemperatur eines Warmwasserspeichers unter 60 Grad Celsius ist grundsätzlich möglich, wenn ein Plattentauscher zur Trinkwassererwärmung eingesetzt wird. Der Plattentauscher erwärmt das Trinkwasser bedarfsgerecht im Durchflussprinzip.
🔴 Gefahr: Eine Speichertemperatur unter 60 Grad Celsius erhöht das Risiko der Legionellenbildung im Speicher selbst. Legionellen vermehren sich besonders gut in stehendem Wasser bei Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius.
Ich empfehle folgende Maßnahmen zur Minimierung des Legionellenrisikos:
- Regelmäßige thermische Desinfektion: Erhitzen Sie den Speicherinhalt einmal wöchentlich auf über 70 Grad Celsius, um Legionellen abzutöten.
- Dimensionierung des Speichers: Wählen Sie die Speichergröße so, dass das gespeicherte Wasser regelmäßig ausgetauscht wird. Vermeiden Sie unnötig große Speicher, in denen das Wasser lange steht.
- Installation einer Zirkulationsleitung: Eine Zirkulationsleitung sorgt für einen ständigen Wasseraustausch und verhindert Stagnation in den Leitungen.
- Regelmäßige Wartung: Lassen Sie die Anlage regelmäßig von einem Fachbetrieb warten, um Ablagerungen und Korrosion zu vermeiden.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten, um die optimale Lösung für Ihre spezifische Situation zu finden und die Einhaltung der Trinkwasserverordnung sicherzustellen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Ansatz, die Warmwasserspeichertemperatur zu senken und gleichzeitig das Legionellenrisiko durch einen Plattentauscher zu minimieren, ist technisch möglich, aber mit erheblichen Risiken verbunden. Ein Plattentauscher trennt das Heizungswasser vom Trinkwasser, sodass der Speicher auf niedrigeren Temperaturen (z.B. 30-40 Grad) betrieben werden kann, während das Trinkwasser nur bei Bedarf erwärmt wird. Dies reduziert die Wärmeverluste und kann die Energieeffizienz steigern.
🔴 Gefahr: Die zentrale Gefahr liegt in der unzureichenden thermischen Desinfektion. Wenn der Speicher dauerhaft unter 60 Grad betrieben wird, können sich Legionellen im gesamten Warmwassersystem vermehren, insbesondere in langen Leitungen oder Totsträngen. Ein Plattentauscher allein verhindert dies nicht, da er das Wasser nicht auf eine keimabtötende Temperatur erhitzt.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die regelmäßige thermische Desinfektion. Nach der aktuellen Trinkwasserverordnung muss das gesamte Warmwassersystem mindestens einmal pro Woche auf über 60 Grad erhitzt werden, um Legionellen abzutöten. Ohne diese Maßnahme steigt das Gesundheitsrisiko massiv.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass ein Plattentauscher das Legionellenproblem vollständig löst, ist falsch. Legionellen können sich auch im Kaltwasserbereich oder in Biofilmen auf der Sekundärseite des Tauschers ansiedeln. Eine reine Temperaturabsenkung ohne zusätzliche Desinfektionsverfahren (z.B. UV-Anlage oder chemische Dosierung) ist nicht ausreichend.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie eine detaillierte Risikoanalyse durch einen zertifizierten Fachplaner für Trinkwasserhygiene durchführen. Prüfen Sie, ob eine Kombination aus Niedertemperaturspeicher, regelmäßiger thermischer Desinfektion und ggf. einer UV-Desinfektionsanlage für Ihr System geeignet ist. Keinesfalls darf auf die wöchentliche Aufheizung auf 60 Grad verzichtet werden, da sonst eine akute Gesundheitsgefahr besteht.
KI-Analyse (Qwen)
Die Frage zielt auf eine technisch anspruchsvolle Schnittstelle zwischen Trinkwassersicherheit, thermischer Legionellenbekämpfung und Wärmeübertragungstechnik ab.
🔴 Gefahr: Eine Senkung der Speichertemperatur unter 60 °C birgt ein erhebliches Legionellenrisiko, da Legionellen bei Temperaturen zwischen 25 °C und 55 °C optimal wachsen und bei ≥60 °C innerhalb weniger Minuten abgetötet werden.
⚠️ Korrektur: Ein Plattentauscher allein verhindert keineswegs das Legionellenwachstum im Speicher – er isoliert lediglich das Trinkwasser vom Heizkreis, schützt aber nicht vor Kontamination im Warmwasserspeicher selbst.
➕ Ergänzung: Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) verlangt in §16 Abs. 1, dass Warmwasser in zentralen Anlagen mindestens 60 °C am Speicher oberstes Temperaturmesspunkt erreichen muss, um die thermische Desinfektion sicherzustellen.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ein Tauscher das Legionellenproblem ‚vermeidet‘, ist grundsätzlich falsch – er verändert nichts an der mikrobiologischen Dynamik im Speicher, wo Biofilme und Legionellenkolonien bei unzureichender Temperatur entstehen können.
✅ Zustimmung: Ein Plattentauscher ist sinnvoll, um eine hygienisch sichere Trennung von Heizwasser und Trinkwasser zu gewährleisten – allerdings nur in Kombination mit einer ausreichenden Speichertemperatur und regelmäßiger thermischer Desinfektion.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die gesamte Trinkwasseranlage – inklusive Speichertemperaturführung, Tauscherfunktion, Rückstauvermeidung und Desinfektionskonzept – durch einen zertifizierten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene (z. B. nach DVGW W551 oder ÖNORM EN 806-5) begutachten und zertifizieren.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass eine dauerhafte Speichertemperatur unter 60 °C ein krankheitsrelevantes Legionellenrisiko birgt.
- Alle drei betonen die Zwingendkeit der wöchentlichen thermischen Desinfektion (≥60–70 °C am Speicher oberstem Messpunkt).
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI formuliert die Möglichkeit einer Temperaturabsenkung unter 60 °C als „grundsätzlich möglich“, während DeepSeek und Qwen diese Aussage klar korrigieren: nicht ohne zusätzliche, nachweisbare Hygienemaßnahmen zulässig.
- GoogleAI verortet die Gefahr primär im Speicher; DeepSeek und Qwen weisen zusätzlich auf Biofilme am Tauscher und Kaltwasserbereich als potenzielle Kontaminationsquellen hin.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt um die Notwendigkeit einer zusätzlichen Desinfektionsmaßnahme (z. B. UV-Anlage) bei Niedertemperaturbetrieb – nicht bei GoogleAI erwähnt.
- Qwen zitiert explizit die rechtliche Verpflichtung gemäß §16 Abs. 1 TrinkwV und nennt konkrete Zertifizierungsstandards (DVGW W551, ÖNORM EN 806-5) – fehlt bei den anderen.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert mit „bedarfsgerechte Erwärmung im Durchflussprinzip“ eine weitgehende Entkopplung von Speichertemperatur und Hygienesicherheit – Qwen widerspricht klar und rechtlich fundiert, indem es betont: Ein Tauscher „verändert nichts an der mikrobiologischen Dynamik im Speicher“ – hier wird die sicherere, hygienisch restriktivere Einschätzung priorisiert.
👉 Empfehlung: Die Rechts- und Hygienelagen nach Qwen und DeepSeek bilden den maßgeblichen Standard – keine Temperaturabsenkung ohne zertifizierte Trinkwasserhygiene-Prüfung und wöchentliche thermische Desinfektion.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Legionellenrisiko bei <60 °C Speichertemperatur ✅ Alle Modelle bestätigen ein akutes, gesundheitsrelevantes Risiko – eindeutiger Konsens. Wirksamkeit des Plattentauschers zur Legionellenvermeidung ❌ GoogleAI überbewertet die Wirkung; DeepSeek und Qwen widersprechen klar: Tauscher schützt nicht vor Speicher-Biofilmen – Widerspruch zugunsten der strengeren Einschätzung. Erforderlichkeit wöchentlicher thermischer Desinfektion ✅ Vollständiger Konsens: Mindestens wöchentlich auf ≥60 °C (besser ≥70 °C), am obersten Speichermesspunkt nachweisbar. Rechtliche Einordnung (TrinkwV §16) ⚠️ Nur Qwen nennt explizit die gesetzliche Verpflichtung; GoogleAI und DeepSeek beziehen sich nur allgemein auf „Verordnung“ – Abwägung nötig, da Qwen die einzige Quelle mit konkreter Rechtsgrundlage ist. Notwendigkeit einer Fachprüfung durch Sachverständigen ✅ DeepSeek fordert „zertifizierten Fachplaner“, Qwen „zertifizierten Sachverständigen nach DVGW W551“, GoogleAI „Fachbetrieb“ – Konsens besteht bezüglich externer, qualifizierter Begutachtung. 👉 Handlungsempfehlung: Keine Temperaturabsenkung ohne vorherige, schriftlich dokumentierte Hygiene- und Risikoanalyse durch einen nach DVGW W551 zertifizierten Sachverständigen sowie Einrichtung einer nachweisbaren, wöchentlichen thermischen Desinfektion auf ≥70 °C am Speicher oberstem Messpunkt.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Legionellenwachstum im Speicher bei <60 °C Akute gesundheitliche Gefährdung, meldepflichtige Erkrankung, Haftungsrisiko 🔴 Risiko Unzureichende thermische Desinfektion (fehlend, unregelmäßig oder zu niedrig) Chronische Kontamination, Biofilmbildung, nicht mehr rückholbare Systemhygiene 🔴 Risiko Vernachlässigung von Totsträngen und Zirkulationsstrecken Lokale Legionellenentwicklung trotz korrekter Speichertemperatur, schwer nachweisbar 🔴 Risiko Fehlende fachliche Risikoanalyse vor Absenkung Rechtswidriger Betrieb, Bußgelder nach TrinkwV, Versicherungsausschluss bei Schäden 🔴 Risiko Unterstellung einer „automatischen“ Hygienesicherung durch Tauscher Falsche Planung, mangelnde Wartung, systemische Hygieneversäumnisse ✅ Chance Energieeinsparung durch Niedertemperaturbetrieb (mit Hygienekonzept) Reduzierte Heizkosten, geringere CO₂-Bilanz – bei Einhaltung aller Auflagen ✅ Chance Hygienische Trennung von Heiz- und Trinkwasser durch Tauscher Vermeidung von Kontamination durch Heizwasseraufbereitungsmittel (z. B. Korrosionsschutz) ✅ Chance Erhöhte Planungstiefe durch fachliche Hygieneprüfung Langfristig sicheres, zukunftsfähiges System – auch für Sanierungen oder Umstellung auf Wärmepumpe ✅ Chance Einbindung moderner Zusatzdesinfektionsverfahren (UV, Chloramin) Ergänzung zur thermischen Desinfektion – höhere Sicherheitsreserve bei hoher Nutzerzahl oder sensiblen Objekten ✅ Chance Erstellung eines detaillierten Hygieneplans nach DVGW W551 Rechtssicherheit, Nachweisbarkeit, vereinfachte Wartung und Dokumentation für Behörden und Versicherungen Orientierungshilfen
- Sofortige Speichertemperaturprüfung: Stellen Sie sicher, dass der Speicher aktuell mindestens 60 °C am obersten Messpunkt erreicht – dokumentieren Sie die Aktualisierung mit Kalibrierungsdaten des Fühlers.
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie einen nach DVGW W551 zertifizierten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene, um eine individuelle Risikoanalyse und ein Hygienekonzept für den geplanten Niedertemperaturbetrieb zu erstellen.
- Thermische Desinfektion einrichten: Installieren Sie eine automatisierte Desinfektionsfunktion, die den Speicher mindestens einmal pro Woche für mindestens 2 Minuten auf ≥70 °C erhitzt – mit lückenloser digitaler Protokollierung.
- Totstränge und Zirkulation prüfen: Lassen Sie alle Warmwasserleitungen auf Totstränge, Durchflussgeschwindigkeiten (<0,2 m/s) und Zirkulationsfunktion überprüfen – ggf. Umbau oder Spülkonzepte einplanen.
- Trinkwasserverordnung dokumentieren: Sammeln Sie alle Unterlagen zur Anlage (Planunterlagen, Tauscherdatenblatt, Speicherzertifikat) und ergänzen Sie diese um den Hygieneplan und die Desinfektionsprotokolle.
- UV- oder Redox-Desinfektion evaluieren: Prüfen Sie mit dem Hygienesachverständigen, ob eine ergänzende Desinfektionsstufe (z. B. UV-Anlage nach DVGW W294) sinnvoll ist – besonders bei hohen Risikogruppen (Altenheime, Krankenhäuser).
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Plattentauscher
- Ein Plattentauscher ist ein Wärmeübertrager, der Wärme zwischen zwei Flüssigkeiten überträgt, ohne dass diese sich vermischen. Er besteht aus mehreren dünnen Platten, die einen großen Wärmeübertragungsbereich bieten. Plattentauscher werden häufig zur Trinkwassererwärmung eingesetzt, da sie eine effiziente und hygienische Lösung darstellen.
Verwandte Begriffe: Wärmeübertrager, Wärmetauscher, Plattenwärmetauscher - Legionellen
- Legionellen sind Bakterien, die in natürlichen und künstlichen Wassersystemen vorkommen können. Sie können beim Einatmen von vernebeltem Wasser (z.B. beim Duschen) eine Legionellose (Legionärskrankheit) oder ein Pontiac-Fieber verursachen. Die Vermehrung von Legionellen wird durch Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius begünstigt.
Verwandte Begriffe: Legionellose, Legionärskrankheit, Trinkwasserhygiene - Thermische Desinfektion
- Die thermische Desinfektion ist ein Verfahren zur Abtötung von Mikroorganismen, einschließlich Legionellen, durch Erhitzen des Wassers auf eine bestimmte Temperatur für eine bestimmte Zeit. In der Regel wird das Wasser auf über 70 Grad Celsius erhitzt und für mindestens 3 Minuten gehalten. Die thermische Desinfektion ist eine wirksame Methode zur Legionellenbekämpfung.
Verwandte Begriffe: Desinfektion, Sterilisation, Pasteurisierung - Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
- Die Trinkwasserverordnung ist eine deutsche Verordnung, die die Qualität des Trinkwassers regelt. Sie legt Grenzwerte für verschiedene Parameter fest, einschließlich der Legionellenkonzentration. Die TrinkwV schreibt regelmäßige Untersuchungen auf Legionellen vor, insbesondere in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden.
Verwandte Begriffe: Trinkwasser, Wasserqualität, Grenzwerte - Zirkulationsleitung
- Eine Zirkulationsleitung ist ein Rohrsystem, das das erwärmte Trinkwasser ständig in Bewegung hält und so Stagnation und die Bildung von Biofilmen verhindert. Sie besteht aus einer Vorlauf- und einer Rücklaufleitung, die durch eine Zirkulationspumpe verbunden sind. Eine Zirkulationsleitung trägt zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene bei.
Verwandte Begriffe: Zirkulation, Rohrsystem, Trinkwasserhygiene - Biofilm
- Ein Biofilm ist eine Schleimschicht, die sich auf Oberflächen in Kontakt mit Wasser bildet. Er besteht aus Mikroorganismen, organischen Stoffen und Ablagerungen. Biofilme können als Nährboden für Bakterien, einschließlich Legionellen, dienen und die Trinkwasserqualität beeinträchtigen. Die Vermeidung von Biofilmen ist ein wichtiger Aspekt der Trinkwasserhygiene.
Verwandte Begriffe: Schleimschicht, Mikroorganismen, Ablagerungen - Trinkwasserhygiene
- Trinkwasserhygiene umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Qualität des Trinkwassers zu erhalten und die Gesundheit der Verbraucher zu schützen. Dazu gehören die Vermeidung von Verunreinigungen, die Einhaltung der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung und die regelmäßige Überwachung der Wasserqualität. Eine gute Trinkwasserhygiene ist essenziell für die öffentliche Gesundheit.
Verwandte Begriffe: Wasserqualität, Gesundheitsschutz, Trinkwasser
Häufige Fragen (FAQ)
- Frage: Was ist ein Plattentauscher und wie funktioniert er?
Antwort: Ein Plattentauscher ist ein Wärmeübertrager, der Wärme von einem Medium (z.B. Heizungswasser) auf ein anderes Medium (z.B. Trinkwasser) überträgt, ohne dass sich die beiden Medien vermischen. Er besteht aus mehreren dünnen Platten, die einen großen Wärmeübertragungsbereich bieten. Das Trinkwasser wird erst bei Bedarf erwärmt, was die Legionellengefahr reduziert. - Frage: Welche Vorteile bietet ein Plattentauscher im Vergleich zu einem herkömmlichen Warmwasserspeicher?
Antwort: Ein Plattentauscher bietet mehrere Vorteile: Er erwärmt das Trinkwasser bedarfsgerecht, was Energie spart und das Legionellenrisiko minimiert. Zudem ist er kompakter als ein herkömmlicher Speicher und bietet eine höhere Wärmeübertragungsleistung. Durch die Vermeidung von stehendem Wasser wird die Bildung von Biofilmen reduziert. - Frage: Wie oft sollte eine thermische Desinfektion des Warmwasserspeichers durchgeführt werden?
Antwort: Eine thermische Desinfektion sollte idealerweise einmal wöchentlich durchgeführt werden, um Legionellen abzutöten. Dabei wird der Speicherinhalt auf über 70 Grad Celsius erhitzt und für eine bestimmte Zeit gehalten. Es ist wichtig, dass alle Entnahmestellen im Haus während der Desinfektion gespült werden. - Frage: Was ist bei der Dimensionierung eines Warmwasserspeichers zu beachten?
Antwort: Die Speichergröße sollte dem tatsächlichen Bedarf entsprechen, um unnötig große Speichermengen und lange Standzeiten zu vermeiden. Eine zu geringe Speichergröße kann zu Komforteinbußen führen, während eine zu große Speichergröße das Legionellenrisiko erhöht. Eine fachgerechte Berechnung des Warmwasserbedarfs ist daher empfehlenswert. - Frage: Welche Rolle spielt eine Zirkulationsleitung bei der Legionellenprävention?
Antwort: Eine Zirkulationsleitung sorgt für einen ständigen Wasseraustausch in den Leitungen und verhindert Stagnation, die das Wachstum von Legionellen begünstigt. Die Zirkulationsleitung sollte so dimensioniert sein, dass das Wasser regelmäßig ausgetauscht wird und die Temperatur konstant gehalten wird. Eine regelmäßige Wartung der Zirkulationspumpe ist wichtig. - Frage: Welche gesetzlichen Vorschriften sind bei der Trinkwassererwärmung zu beachten?
Antwort: Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) schreibt regelmäßige Untersuchungen auf Legionellen vor, insbesondere in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden. Die Einhaltung der technischen Regeln für Trinkwasser-Installationen (TRWI) ist ebenfalls wichtig, um die Trinkwasserhygiene sicherzustellen. Es ist ratsam, sich über die aktuellen Vorschriften zu informieren und diese einzuhalten. - Frage: Kann ein UV-Desinfektionssystem das Legionellenrisiko reduzieren?
Antwort: Ja, ein UV-Desinfektionssystem kann das Legionellenrisiko reduzieren, indem es die Legionellen im Wasser abtötet. Es wird in der Regel nach dem Warmwasserspeicher installiert, um das erwärmte Wasser zu desinfizieren. Die UV-Lampe muss regelmäßig gewartet und ausgetauscht werden, um eine effektive Desinfektion zu gewährleisten. - Frage: Was sind Biofilme und wie können sie vermieden werden?
Antwort: Biofilme sind Schleimschichten, die sich in Rohrleitungen bilden und als Nährboden für Bakterien, einschließlich Legionellen, dienen können. Sie entstehen durch Ablagerungen und Korrosion. Regelmäßige Spülungen, die Verwendung von geeigneten Materialien und eine fachgerechte Installation können die Bildung von Biofilmen reduzieren.
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Warmwasserspeicher: Legionellenrisiko trotz Plattentauscher?
Speichertemperatur, Plattenwärmetauscher
Hallo Harald, ... mit einem Plattenwärmetauscher zur Brauchwassererwärmung gibt es kein Legionellenproblem (falls es überhaupt eines gibt), denn dass zu erwärmende Wasser wird immer "frisch" aus der Zuleitung entnommen. Es macht aber auch keinen Sinn die Speichertemperatur zu begrenzen. Je höher der Speicher aufgeheizt ist, desto mehr Reserven sind da. -
Energie sparen: Speichertemperatur bei Plattentauscher senken?
Danke Bernhard für die Antwort Spare ich nicht ...
Danke Bernhard für die Antwort. Spare ich nicht Energie wenn ich die Speichertemperatur auf z.B. 45 Grad begrenze? -
Warmwasserspeicher: Effizienteres Aufheizen durch höhere Temperatur?
Laienhaft gedacht
glaub' ich eher das Gegenteil. Bei z.B. 45 Grad wird die Speichertemperatur bei WW-Entnahme schneller unter den Punkt fallen, an dem der Kessel wieder anspringt um aufzuheizen. Das kann ich bei höheren Speichertemperaturen vermeiden, da dann "in einem Rutsch" aufgeheizt wird.
Vorausgesetzt natürlich, der Speicher ist gut gedämmt und verliert nicht darüber schon jede Menge Wärme.
Wie gesagt, nur einfach gedacht. Bin in Punkto Heizung kein Fachmann und habe' auch noch keine Erfahrungen (Heizung steht zwar schon im Keller, ist aber noch nicht alles angeschlossen) -
Warmwasserspeicher: Optimale Nachheiztemperatur für Energieeffizienz
Ach, so war es gemeint ...
Hallo zusammen. Wenn also die maximale Temperatur gemeint ist, die durch den Brenner erbracht werden soll, dann spart eine niedrigere Nachheiztemperatur erstmal Energie. Aber nur, wenn das Anlagenvolumen stimmt. Insofern hat HR recht ... wenn der Brenner oft anspringen muss, weil ständig zu wenig heißes Pufferwasser da ist, wird das Gegenteil erreicht.
an HR: "Hoast dös Koantholz scho b'reit liaga, für'd Heizungsmonteur ... " sozusagen als Motivationshilfe für bessere Arbeitsleistung ... Mein Bayrisch ist saumäßig, ich gebe es zu ... *grins*
Grüße aus Rheinhessen Bernhard -
Bayrische Heizungs-Anekdoten: Kantholz und Ehefrau
Hallo Bernhard
hast recht, lasses lieber mit dem bayrisch.
Awa a kanthoizl brauch i für den ned, dem hetz i mei Frau aufn hois, dös ist schlimma ois jeds kanthoizl.
Servus und scheena sonndog no
Horst -
Replik: Humorvolle Antwort zu Kantholz und Ehefrau
Dito ... Horst!
Und das in jeder Beziehung ... *grins* Bernhard -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Warmwasserspeicher Temperatur senken mit Plattentauscher: Legionellenrisiko minimieren?
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob die Speichertemperatur eines Warmwasserspeichers in Kombination mit einem Plattentauscher gesenkt werden kann, um Energie zu sparen und gleichzeitig das Legionellenrisiko zu minimieren. Es wird erörtert, ob eine niedrigere Speichertemperatur tatsächlich zu Energieeinsparungen führt und welche Auswirkungen dies auf das Aufheizverhalten des Kessels hat. Zudem wird die Bedeutung eines ausreichend dimensionierten Anlagenvolumens für die Effizienz der Warmwasserbereitung hervorgehoben.
✅ Empfehlung: Laut dem Beitrag Warmwasserspeicher: Legionellenrisiko trotz Plattentauscher? besteht bei Verwendung eines Plattenwärmetauschers zur Brauchwassererwärmung in der Regel kein Legionellenproblem, da das zu erwärmende Wasser stets frisch aus der Zuleitung entnommen wird. Dennoch sollte die Speichertemperatur nicht unnötig begrenzt werden, um ausreichende Warmwasserreserven sicherzustellen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Der Beitrag Warmwasserspeicher: Optimale Nachheiztemperatur für Energieeffizienz weist darauf hin, dass eine niedrigere Nachheiztemperatur zwar zunächst Energie spart, dies jedoch nur gilt, wenn das Anlagenvolumen ausreichend dimensioniert ist. Andernfalls kann es zu häufigem Anspringen des Brenners und somit zu einem erhöhten Energieverbrauch kommen.
👉 Handlungsempfehlung: Um die optimale Speichertemperatur und das Anlagenvolumen für eine effiziente Warmwasserbereitung zu ermitteln, sollte ein Fachmann (Heizungsmonteur) hinzugezogen werden. Dieser kann die individuellen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen und eine bedarfsgerechte Lösung empfehlen. Beachten Sie auch die Hinweise im Beitrag Energie sparen: Speichertemperatur bei Plattentauscher senken? bezüglich des Energieverbrauchs.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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Externe Fundstellen und weiterführende Recherchen
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