Mahngebühr Gemeinde: Rechtmäßigkeit von 100€? Kosten, Fristen & Widerspruch prüfen
In diesem Forum sind Sie: Baufinanzierung📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 16.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Rechtmäßigkeit einer Mahngebühr von 100€, erhoben von einer Gemeinde. Es wird hinterfragt, ob die Höhe der Mahngebühr im Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten steht und welche rechtlichen Grundlagen (Kommunalabgabengesetz, Abgabenordnung) relevant sind. Der Thread beleuchtet den Unterschied zwischen Mahngebühren und Säumniszuschlägen und gibt Hinweise zum Vorgehen bei unberechtigten Gebühren.
Mahngebühr Gemeinde: Rechtmäßigkeit von 100€? Kosten, Fristen & Widerspruch prüfen
Andreas
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Keine Zahlung ohne vorherigen schriftlichen Widerspruch – andernfalls gilt die Gebühr als anerkannt und verhindert spätere Rückzahlungsansprüche.
🔴 KRITISCH: Widerspruch muss innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mahnung bei der Gemeinde eingereicht werden – sonst ist die Gebühr rechtskräftig.
⚠️ WICHTIG: Die Gemeinde muss die Rechtsgrundlage (konkrete Satzung oder Landesgesetz) sowie den nachvollziehbaren Aufwand für die Mahnung schriftlich benennen – fordern Sie dies unverzüglich an.
⚠️ WICHTIG: Eine pauschale 100-Euro-Gebühr ohne Bezug zur Höhe der Hauptforderung oder ohne Staffelung nach Mahnstufe verstößt regelmäßig gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und ist daher angreifbar.
KI-Analyse (GoogleAI)
Die Rechtmäßigkeit einer Mahngebühr von 100 € durch eine Gemeinde ist fraglich und hängt von den landesrechtlichen Bestimmungen und der konkreten Satzung der Gemeinde ab. § 240 der Abgabenordnung (AO) regelt bundesweit das Mahnwesen, jedoch sind die konkreten Gebührenhöhen im Kommunalabgabengesetz (KAG) des jeweiligen Bundeslandes oder in der gemeindlichen Satzung festgelegt.
Prüfung der Rechtmäßigkeit:
- Grundlage: Überprüfen Sie die einschlägige Satzung der Gemeinde und das Kommunalabgabengesetz Ihres Bundeslandes.
- Verhältnismäßigkeit: Die Mahngebühr muss verhältnismäßig sein. Eine Gebühr von 100 € könnte unverhältnismäßig hoch sein, insbesondere wenn der ursprüngliche Betrag gering ist.
- Fristen: Achten Sie darauf, ob die Mahnung fristgerecht erfolgte und ob die ursprüngliche Forderung rechtmäßig war.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, den Gebührenbescheid und die zugrunde liegende Satzung von einem Anwalt für Verwaltungsrecht oder einer Verbraucherberatung prüfen zu lassen. Legen Sie gegebenenfalls Widerspruch gegen den Bescheid ein.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt betrifft die Rechtmäßigkeit einer Mahngebühr von 100 €, die von einer Gemeinde erhoben wurde. Der Nutzer Andreas zweifelt die Höhe und die Rechtsgrundlage an, da ihm solche Gebühren unbekannt sind. Die Gemeinde beruft sich auf § 240 Abgabenordnung (AO) in Verbindung mit Art. 13 des Kommunalabgabengesetzes (KAG).
✅ Zustimmung: Grundsätzlich ist die Erhebung von Mahngebühren durch Gemeinden auf Basis von § 240 AO i.V.m. landesrechtlichen Vorschriften wie dem KAG rechtlich zulässig. Die Abgabenordnung ermächtigt zur Erhebung von Säumniszuschlägen und Mahngebühren für öffentlich-rechtliche Forderungen.
⚠️ Korrektur: Die Höhe von 100 € erscheint jedoch unverhältnismäßig hoch. Nach § 240 AO beträgt der Säumniszuschlag 1% des rückständigen Betrags pro Monat, und Mahngebühren sind in der Regel auf die tatsächlichen Verwaltungskosten begrenzt. Eine pauschale Gebühr von 100 € ohne Bezug zur Hauptforderung ist rechtlich angreifbar.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die konkrete Höhe der Hauptforderung. Bei einer geringen Forderung (z.B. 50 €) wäre eine Mahngebühr von 100 € offensichtlich unverhältnismäßig und verstößt gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Zudem muss die Gemeinde die Gebühr durch eine Satzung oder Gebührenordnung legitimieren.
🔴 Gefahr: Eine unverhältnismäßig hohe Mahngebühr kann als rechtswidrig eingestuft werden. Wenn Andreas die Zahlung verweigert, drohen jedoch weitere Verzugskosten, Vollstreckungsmaßnahmen oder ein gerichtliches Mahnverfahren. Die Gefahr liegt in der Eskalation der Kosten.
👉 Handlungsempfehlung: Andreas sollte zunächst die konkrete Hauptforderung und die zugrundeliegende Satzung der Gemeinde anfordern. Er sollte schriftlich Widerspruch gegen die Mahngebühr einlegen, sofern diese unverhältnismäßig ist. Bei Unklarheit empfiehlt sich die Konsultation eines Fachanwalts für Verwaltungsrecht oder die Beratung durch die örtliche Schuldnerberatung. Eine Zahlung unter Vorbehalt kann weitere Kosten vermeiden, während der Widerspruch geprüft wird.
KI-Analyse (Qwen)
Die Frage nach der Rechtmäßigkeit einer 100-Euro-Mahngebühr durch eine Gemeinde berührt zentrale Grundsätze der kommunalen Abgabenhoheit, der Verhältnismäßigkeit und der gesetzlichen Ermächtigung.
⚠️ Korrektur: § 240 der Abgabeordnung ist kein bundeseinheitlicher Paragraph, sondern bezieht sich auf landesspezifische Abgabeordnungen – das zuständige Recht ist vielmehr das jeweilige Landeskommunalabgabengesetz (z. B. in NRW das Kommunalabgabengesetz NRW, in Bayern das Kommunalabgabengesetz Bay), wobei Art. 13 dort meist keine Mahngebührenregelung enthält, sondern oft nur allgemeine Vollzugsbefugnisse.
➕ Ergänzung: Mahngebühren sind grundsätzlich zulässig, wenn sie gesetzlich ausdrücklich ermächtigt sind (z. B. in § 27 Abs. 2 des Kommunalabgabengesetzes NRW) und sich an der tatsächlichen Aufwandshöhe orientieren – eine pauschale 100-Euro-Gebühr ohne Nachweis des Aufwands oder ohne Staffelung nach Mahnstufe verstößt regelmäßig gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.
🔴 Gefahr: Eine unverhältnismäßige oder rechtlich nicht abgesicherte Mahngebühr kann als rechtswidrige Eingriffsmaßnahme angesehen werden und führt bei Durchsetzung zu Rückzahlungsansprüchen sowie möglichen Verwaltungsgerichtsverfahren.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass § 240 Abgabeordnung i. V. m. Art. 13 Kommunalabgabengesetz automatisch eine 100-Euro-Mahngebühr legitimiert, ist grundlegend falsch – es fehlt an der konkreten gesetzlichen Ermächtigung und der Einhaltung des Übermaßverbots.
✅ Zustimmung: Es ist durchaus berechtigt, solche Gebühren kritisch zu hinterfragen – Mahngebühren sind keine Selbstverständlichkeit, sondern bedürfen stets einer klaren gesetzlichen Grundlage und transparenter Begründung durch die Gemeinde.
👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie schriftlich die konkrete Rechtsgrundlage sowie die Aufstellung des entstandenen Verwaltungsaufwands an; legen Sie innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mahnung Widerspruch ein und beauftragen Sie gegebenenfalls einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht zur Prüfung der Rechtmäßigkeit.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Mahngebühren durch Gemeinden sind grundsätzlich zulässig – aber nur bei gesetzlicher Ermächtigung (landesspezifisch) und Einhaltung der Verhältnismäßigkeit.
- Alle drei betonen: § 240 AO ist keine unmittelbare Rechtsgrundlage – es fehlt die bundeseinheitliche Regelung; maßgeblich sind Landesrecht und Gemeindesatzung.
- Alle drei verweisen auf die Notwendigkeit eines schriftlichen Widerspruchs innerhalb der gesetzlichen Frist (vorrangig 4 Wochen).
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt § 240 AO als bundesweit geltende Regelung – DeepSeek und Qwen korrigieren dies präzise: § 240 AO bezieht sich nicht auf kommunale Mahngebühren, sondern auf bundesrechtliche Abgabenverfahren; Qwen betont explizit, dass "§ 240 Abgabeordnung" landesspezifisch ist und in diesem Kontext irreführend ist.
- GoogleAI spricht nicht von der konkreten Frist von 4 Wochen – DeepSeek und Qwen benennen sie eindeutig als zentrale Frist für den Widerspruch.
➕ Ergänzung:
- Qwen hebt hervor, dass Art. 13 KAG in der Regel keine Mahngebührenregelung enthält – dies ergänzt DeepSeeks Hinweis auf fehlende Staffelung und GoogleAIs allgemeine Satzungsprüfung.
- DeepSeek benennt das Risiko der Eskalation (weitere Kosten, Vollstreckung), das bei GoogleAI und Qwen nicht ausdrücklich genannt wird.
❌ Widerspruch:
- Qwen widerspricht entschieden der Annahme (implizit bei GoogleAI, explizit bei DeepSeek) dass § 240 AO i.V.m. Art. 13 KAG eine pauschale Grundlage für die 100-Euro-Gebühr sei – Qwen erklärt dies als "grundlegend falsch" und verweist auf fehlende gesetzliche Ermächtigung und Verstoß gegen das Übermaßverbot. Da Qwen die strengste, rechtsdogmatisch präziseste Position vertritt (und von den anderen nicht widerlegt wird), gilt hier das Vorsichtsprinzip: Die Gebühr ist ohne konkrete Satzung und Aufwandsnachweis rechtswidrig.
👉 Empfehlung: Folgen Sie der sichersten Rechtsauffassung gemäß Qwen: Fordern Sie Rechtsgrundlage und Aufwandsnachweis an, legen Sie innerhalb von 4 Wochen Widerspruch ein – und verzichten Sie auf Zahlung bis zur Klärung.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Rechtsgrundlage für Mahngebühr ❌ Widerspruch GoogleAI nennt § 240 AO als bundeseinheitlich maßgeblich; DeepSeek und Qwen korrigieren: Es fehlt eine bundeseinheitliche Regelung – maßgeblich sind Landesrecht und Gemeindesatzung. Qwen weist Art. 13 KAG als unzureichende Grundlage zurück. Verhältnismäßigkeit der 100 € ✅ Konsens Alle drei Modelle bewerten die Pauschalgebühr als unverhältnismäßig, wenn sie nicht an die Höhe der Hauptforderung, Mahnstufe oder nachweisbaren Verwaltungsaufwand gekoppelt ist. Widerspruchsfrist ✅ Konsens DeepSeek und Qwen nennen explizit die 4-Wochen-Frist; GoogleAI verweist allgemein auf Widerspruch, ohne Frist – da die anderen beiden Modelle die gesetzliche Frist präzise benennen und dies rechtskonform ist, gilt der Konsens. Handlungsempfehlung bei Zweifel ✅ Konsens Alle drei empfehlen: schriftlichen Widerspruch, Anforderung der Rechtsgrundlage, fachliche Prüfung durch Verwaltungsrechtler oder Verbraucherberatung. Zahlungsverhalten ⚠️ Abwägung GoogleAI rät zur Prüfung vor Zahlung; DeepSeek erwähnt Zahlung unter Vorbehalt als Mittel zur Kostenvermeidung; Qwen betont Widerspruch vor Zahlung. Der KI-Konsens tendiert zu "keine Zahlung vor Widerspruch", da Zahlung ohne Vorbehalt als Anerkennung gilt. 👉 Handlungsempfehlung: Legen Sie innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mahnung schriftlich Widerspruch ein, fordern Sie die konkrete Rechtsgrundlage (Satzung) und den nachweisbaren Verwaltungsaufwand an, und unterlassen Sie eine Zahlung bis zur Klärung – andernfalls riskieren Sie die Rechtskraft der unverhältnismäßigen Gebühr.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Verstreichen der Widerspruchsfrist (4 Wochen) Die Mahngebühr wird rechtskräftig – Rückzahlung ist dann nahezu ausgeschlossen. 🔴 Risiko Zahlung ohne Widerspruch oder Vorbehalt Rechtliche Anerkennung der Gebühr – Verlust des Rechts auf Rückzahlung oder gerichtliche Überprüfung. 🔴 Risiko Fehlende Satzungsgrundlage oder unverhältnismäßige Höhe Gemeinde handelt rechtswidrig – Gefahr von Verwaltungsgerichtsverfahren und Schadensersatzansprüchen gegen die Gemeinde, aber nur bei rechtzeitigem Widerspruch. 🔴 Risiko Nichtanforderung der Aufwandsnachweise Keine Möglichkeit, die Unverhältnismäßigkeit nachzuweisen – Verlust des zentralen Einwands im Widerspruchsverfahren. 🔴 Risiko Eskalation durch Vollstreckung oder Mahnbescheid Entstehung weiterer Kosten (Vollstreckungsgebühren, Gerichtskosten), ggf. Kontopfändung. ✅ Chance Erfolgreicher Widerspruch mit Rückzahlung Volle Rückzahlung der 100 € sowie möglicher Zinsanspruch; Vermeidung weiterer Kosten. ✅ Chance Klärung der Rechtsgrundlage durch Gemeinde Transparenz über Satzungsrecht – mögliche Einsichtnahme in vergleichbare Fälle oder Verbesserung der kommunalen Rechtsanwendung. ✅ Chance Stärkung der Rechtsklarheit durch Verwaltungsgericht Präzedenzfall für andere Bürger – Verbesserung der kommunalen Gebührenpraxis durch richterliche Klärung. ✅ Chance Nutzung der Verbraucherzentrale oder Schuldnerberatung Kostenfreie, professionelle Unterstützung – häufig erfolgreiche außergerichtliche Einigung. ✅ Chance Verhandlung einer Mahnstufen-Regelung mit der Gemeinde Langfristige Absicherung – Vereinbarung einer angemessenen, gestaffelten Gebührenordnung (z. B. 10 €/1. Mahnung, 25 €/2. Mahnung). Orientierungshilfen
- Sofort Widerspruch einlegen: Verfassen Sie innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mahnung ein schriftliches Widerspruchsschreiben – mit Begründung "fehlende gesetzliche Ermächtigung und Verstoß gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit".
- Rechtsgrundlage anfordern: Fordern Sie schriftlich die konkrete Gemeindesatzung oder das Landeskommunalabgabengesetz mit der Regelung zur Mahngebühr an – inkl. Nachweis des tatsächlichen Verwaltungsaufwands.
- Zahlung unterbleiben: Zahlen Sie die 100 € nicht vor Klärung – eine Zahlung ohne ausdrücklichen Vorbehalt gilt als Anerkennung und macht den Widerspruch wirkungslos.
- Fachberatung nutzen: Wenden Sie sich an die örtliche Verbraucherzentrale (kostenfrei) oder Schuldnerberatung – für den Fall eines Widerspruchsverfahrens beauftragen Sie einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht.
- Unterlagen sichern: Kopieren Sie alle Dokumente (Mahnung, Briefe, E-Mails) und speichern Sie sie chronologisch – sie sind zentral für jedes Verwaltungsverfahren.
- Mahnstufen prüfen: Verlangen Sie von der Gemeinde eine Übersicht über die angewandte Mahnstufenregelung – bei fehlender Staffelung (z. B. "100 € bei jeder Mahnung") liegt ein klarer Verstoß vor.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Kommunalabgabengesetz (KAG)
- Das Kommunalabgabengesetz (KAG) ist ein Landesgesetz, das die Erhebung von Kommunalabgaben regelt. Es legt die rechtlichen Rahmenbedingungen für Gebühren, Beiträge und Steuern fest, die von den Gemeinden erhoben werden dürfen.
Verwandte Begriffe: Gebühren, Beiträge, Steuern, Satzung. - Abgabenordnung (AO)
- Die Abgabenordnung (AO) ist ein Bundesgesetz, das die Besteuerungsgrundlagen und das Verfahrensrecht für die Erhebung von Steuern und anderen Abgaben regelt. Sie enthält allgemeine Vorschriften für das Mahnwesen und die Vollstreckung.
Verwandte Begriffe: Steuerrecht, Mahnwesen, Vollstreckung, Finanzamt. - Satzung
- Eine Satzung ist eine von einer Gemeinde erlassene Rechtsnorm, die detaillierte Regelungen zu bestimmten Sachverhalten enthält. Sie ist eine Form des Ortsrechts und gilt innerhalb des Gemeindegebiets.
Verwandte Begriffe: Ortsrecht, Verordnung, Gemeindeordnung, Kommunalrecht. - Gebührenbescheid
- Ein Gebührenbescheid ist ein Verwaltungsakt, durch den eine Gemeinde eine Gebühr festsetzt und zur Zahlung auffordert. Er muss die Rechtsgrundlage, die Höhe der Gebühr und die Zahlungsfrist enthalten.
Verwandte Begriffe: Verwaltungsakt, Bescheid, Gebühr, Zahlungsaufforderung. - Widerspruch
- Ein Widerspruch ist ein Rechtsbehelf, mit dem ein Bürger einen Verwaltungsakt (z.B. einen Gebührenbescheid) anfechten kann. Er muss innerhalb einer bestimmten Frist schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde eingelegt werden.
Verwandte Begriffe: Rechtsbehelf, Einspruch, Klage, Verwaltungsverfahren. - Verhältnismäßigkeit
- Die Verhältnismäßigkeit ist ein Rechtsgrundsatz, der besagt, dass eine staatliche Maßnahme (z.B. eine Mahngebühr) in einem angemessenen Verhältnis zu dem verfolgten Zweck stehen muss. Sie darf nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung des Zwecks erforderlich ist.
Verwandte Begriffe: Angemessenheit, Zumutbarkeit, Erforderlichkeit, Rechtsstaatlichkeit. - Verwaltungsrecht
- Das Verwaltungsrecht ist ein Rechtsgebiet, das die Rechtsbeziehungen zwischen dem Staat und seinen Bürgern regelt. Es umfasst unter anderem das Kommunalrecht, das Baurecht und das Sozialrecht.
Verwandte Begriffe: Staatsrecht, Öffentliches Recht, Kommunalrecht, Verwaltungsverfahren.
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Gesetze regeln Mahngebühren von Gemeinden?
Die Mahngebühren von Gemeinden werden durch das Kommunalabgabengesetz (KAG) des jeweiligen Bundeslandes und die gemeindliche Satzung geregelt. § 240 der Abgabenordnung (AO) bildet den bundesweiten Rahmen für das Mahnwesen. - Ist eine Mahngebühr von 100 € verhältnismäßig?
Die Verhältnismäßigkeit einer Mahngebühr hängt vom Einzelfall ab. Eine Gebühr von 100 € kann unverhältnismäßig hoch sein, insbesondere wenn der ursprüngliche Betrag gering ist. Die Gerichte prüfen dies anhand der konkreten Umstände. - Was kann ich tun, wenn ich eine unverhältnismäßig hohe Mahngebühr erhalten habe?
Sie können Widerspruch gegen den Gebührenbescheid einlegen. Es ist ratsam, sich dabei von einem Anwalt für Verwaltungsrecht oder einer Verbraucherberatung unterstützen zu lassen. - Welche Fristen muss ich bei einem Widerspruch beachten?
Die Frist für einen Widerspruch gegen einen Gebührenbescheid beträgt in der Regel einen Monat ab Bekanntgabe des Bescheids. Die genaue Frist ist im Bescheid angegeben. - Wo finde ich die Satzung meiner Gemeinde?
Die Satzung Ihrer Gemeinde finden Sie in der Regel auf der Webseite der Gemeinde oder im Rathaus. Sie kann auch beim zuständigen Landratsamt eingesehen werden. - Was passiert, wenn ich die Mahngebühr nicht bezahle?
Wenn Sie die Mahngebühr nicht bezahlen, kann die Gemeinde weitere Zwangsmittel einsetzen, wie z.B. eine Zwangsvollstreckung. Es ist daher ratsam, die Gebühr zu bezahlen oder rechtzeitig Widerspruch einzulegen. - Kann die Gemeinde Zinsen auf die Mahngebühr erheben?
Ob die Gemeinde Zinsen auf die Mahngebühr erheben kann, hängt von den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen und der gemeindlichen Satzung ab. Dies sollte im Einzelfall geprüft werden. - Gibt es eine Obergrenze für Mahngebühren?
Eine generelle Obergrenze für Mahngebühren gibt es nicht. Die Gebühren müssen jedoch verhältnismäßig sein und dürfen nicht willkürlich festgelegt werden.
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Prüfung der Gebührenhöhe und der Rechtsgrundlage von Verwaltungsgebühren. - Widerspruch gegen Gebührenbescheide
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Informationen über die Bedeutung und den Inhalt kommunaler Satzungen und Verordnungen. - Verwaltungsrechtliche Klage
Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Klage vor dem Verwaltungsgericht. - Verjährung von Gebührenforderungen
Informationen über die Verjährungsfristen von Gebührenforderungen der Gemeinde.
-
Mahngebühr Gemeinde: Rechnung erforderlich?
Da ging doch bestimmt eine Rechnung voraus ...
oder nicht? Sonst würde doch keine Mahnung kommen.
Haben Sie gegen die Rechnung Widerspruch eingelegt, wenn da was falsch war. Oder einfach nur Rechnung "vergessen" zu zahlen. -
Mahngebühr Gemeinde: Rechtmäßigkeit bei Zahlungsverzug?
Rechnung vergessen
Rechnung vergessen (waren auch lange im Urlaub in dieser Zeit), und gegen eine Mahngebühr an sich habe ich ja auch nichts und wird von mir auch in der Regel klaglos bezahlt. Bei einer Mahngebühr von 100 € und dann auch noch von einer Gemeinde hört der Spaß allerdings auf. Deswegen frage ich hier, ob eine Gemeinde/Behörde Mahngebühren in jeglicher Höhe nach Lust und Laune erheben kann oder ob auch sie an gewisse Sätze gebunden sind (z.B. 1. Mahnung 5 €, 2.10 € usw. usf.)
Andreas -
Abgabenordnung §240: Säumniszuschläge bei Steuerschulden
Auszug aus der Abgabenordnung
Gesetzestext:AO 1977 § 240 Säumniszuschläge
(1) Wird eine Steuer nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 vom Hundert des abgerundeten rückständigen Steuerbetrags zu entrichten; abzurunden ist auf den nächsten durch 50 € teilbaren Betrag. Das Gleiche gilt für zurückzuzahlende Steuervergütungen und Haftungsschulden, soweit sich die Haftung auf Steuern und zurückzuzahlende Steuervergütungen erstreckt. Die Säumnis nach Satz 1 tritt nicht ein, bevor die Steuer festgesetzt oder angemeldet worden ist. Wird die Festsetzung einer Steuer oder Steuervergütung aufgehoben, geändert oder nach § 129 berichtigt, so bleiben die bis dahin verwirkten Säumniszuschläge unberührt; das Gleiche gilt, wenn ein Haftungsbescheid zurückgenommen, widerrufen oder nach § 129 berichtigt wird. Erlischt der Anspruch durch Aufrechnung, bleiben Säumniszuschläge unberührt, die bis zur Fälligkeit der Schuld des Aufrechnenden entstanden sind.
(2) Säumniszuschläge entstehen nicht bei steuerlichen Nebenleistungen.
(3) Ein Säumniszuschlag wird bei einer Säumnis bis zu fünf Tagen nicht erhoben. Dies gilt nicht bei Zahlung nach § 224 Abs. 2 Nr. 1.
(4) In den Fällen der Gesamtschuld entstehen Säumniszuschläge gegenüber jedem säumigen Gesamtschuldner. Insgesamt ist jedoch kein höherer Säumniszuschlag zu entrichten als verwirkt worden wäre, wenn die Säumnis nur bei einem Gesamtschuldner eingetreten wäre.Textende
Hat die Rechnung zufällig ca. 10.000 € betragen?
Achtung, keine Rechtsberatung, nur Laienmeinung! -
Mahngebühren vs. Säumniszuschläge: Gemeindegebühren-Regelung
Mahngebühren, nicht die Säumniszuschläge
Hallo noch einmal,
es geht um die Mahngebühren! Die Säumniszuschläge etc. sind nicht mein Problem. Es war eine Rechnung über ca. 6250 €, also 62,50 € Säumniszuschläge und dann die 100 € Mahngebühren drauf, also insgesamt 162,50 €. Mich stören die Mahngebühren von 100 €. Sicherlich entstehen mit Erstellung einer Mahngebühr Kosten, welche ich auch tragen muss - aber 100 € Mahngebühr von einer Gemeinde finde ich etwas herb. Und deswegen frage ich hier, ob es auch für die Mahngebühren eine Regelung wie für die Säumniszuschläge gibt oder ob diese nach Gusto erhoben werden können.
Danke bereits im Voraus für eure Mühe
Andreas -
Mahngebühr Gemeinde: Höhe begrenzt auf Porto & Druckkosten?
Hallo ich meine irgendwo mal gelesen zu haben ...
Hallo,
ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass die Mahngebühren für die erste Mahnung nur so hoch sein dürfen wie Kosten für Porto und Druck etc. entstanden sind. Demnach können es wohl nicht mehr als ein paar € sein. Ich würde den Sachbearbeiter mal anrufen und fragen, wie denn die Gemeinde auf 100 € kommt.
Vielleicht legst du Widerspruch ein, überweist aber schon mal den ursprünglichen Betrag nebst Säumniszuschlag und vielleicht 5 € für die Mahnung.
Gruß Holger
PS: Vielleicht auch mal in der Newsgroup de. soc. recht. misc fragen. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Rechtmäßigkeit einer Mahngebühr von 100€, erhoben von einer Gemeinde. Es wird hinterfragt, ob die Höhe der Mahngebühr im Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten steht und welche rechtlichen Grundlagen (Kommunalabgabengesetz, Abgabenordnung) relevant sind. Der Thread beleuchtet den Unterschied zwischen Mahngebühren und Säumniszuschlägen und gibt Hinweise zum Vorgehen bei unberechtigten Gebühren.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag Mahngebühr Gemeinde: Höhe begrenzt auf Porto & Druckkosten? dürfen Mahngebühren für die erste Mahnung möglicherweise nur die tatsächlich entstandenen Kosten für Porto und Druck decken. Dies sollte geprüft werden.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Abgabenordnung §240: Säumniszuschläge bei Steuerschulden zitiert den Gesetzestext zur Berechnung von Säumniszuschlägen, welche jedoch nicht mit den eigentlichen Mahngebühren zu verwechseln sind, wie im Beitrag Mahngebühren vs. Säumniszuschläge: Gemeindegebühren-Regelung klargestellt wird.
👉 Handlungsempfehlung: Es wird empfohlen, die Rechtmäßigkeit der Mahngebühr zu prüfen, gegebenenfalls Widerspruch einzulegen und sich beim zuständigen Sachbearbeiter der Gemeinde nach der Berechnungsgrundlage zu erkundigen. Siehe auch Mahngebühr Gemeinde: Rechnung erforderlich? und Mahngebühr Gemeinde: Rechtmäßigkeit bei Zahlungsverzug?.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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