Natur: Verputzen: Material & Werkzeug-Guide

Verputzen leicht gemacht: Materialien und Werkzeuge im Überblick

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Verputzen leicht gemacht: Materialien und Werkzeuge im Überblick

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Erstellt mit DeepSeek, 12.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Verputzen leicht gemacht – Natur & natürliche Zusammenhänge

Das Verputzen von Wänden ist eine uralte Handwerkstechnik, die weit mehr ist als nur eine ästhetische Verkleidung. In den verwendeten Materialien und Methoden steckt ein tiefes Verständnis für natürliche Kreisläufe, den Feuchtehaushalt von Bauwerken und die Wechselwirkung zwischen Innenraumklima und Umwelt. Dieser Bericht beleuchtet die natürlichen Zusammenhänge des Verputzens – von der Herkunft der Rohstoffe über die ökologische Wirkung verschiedener Putzarten bis hin zu einer nachhaltigen Handwerkspraxis.

Der Naturbezug im Überblick

Die Materialien für das Verputzen – Gips, Kalk, Lehm oder Zement – sind direkt aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. Jeder dieser Stoffe interagiert auf eigene Weise mit der Umgebung: Kalkputz beispielsweise nimmt Kohlendioxid aus der Luft auf und härtet dadurch, während Lehmputz wie ein Puffer für Luftfeuchtigkeit wirkt. Diese Eigenschaften machen Putz zu einem aktiven Element in der Gebäudeökologie. Laut baubiologischen Richtwerten kann ein gut gewählter Putz nicht nur die Raumluft regulieren, sondern auch Schimmelbildung vermeiden und die Energieeffizienz verbessern. Beim Verputzen greifen also natürliche Kreisläufe unmittelbar in die Handwerkspraxis ein.

Natürliche Zusammenhänge (Tabelle)

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Aspekte des Verputzens im direkten Bezug zur Natur – von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung bis zur Entsorgung.

Natürliche Zusammenhänge beim Verputzen
Aspekt Naturbezug Auswirkung Empfehlung
Gipsputz: Baustoff aus natürlichem Gipsgestein (Calciumsulfat-Dihydrat) Gips ist ein Sedimentgestein, das durch Verdunstung von Meerwasser entstand; er ist in der Natur weit verbreitet. Gips hat eine hervorragende Fähigkeit, Luftfeuchtigkeit zu binden und wieder abzugeben – er reguliert das Raumklima. Für Innenräume bevorzugen, da er diffusionsoffen und feuchteregulierend wirkt; bei Trockenbau vorsichtig mit Feuchträumen.
Kalkputz: Hergestellt aus gebranntem Kalkstein (Calciumcarbonat) Kalkstein entstand aus Meeresablagerungen; beim Brennen wird CO2 freigesetzt, beim Erhärten wird CO2 wieder gebunden. Kalkputz wirkt desinfizierend und schimmelhemmend durch den alkalischen pH-Wert; er bindet bei der Aushärtung CO2. Ideal für Altbauten und feuchte Keller; durch den CO2-Kreislauf besonders ökologisch, wenn regional abgebaut.
Lehmputz: Natürlicher Baustoff aus Ton, Sand und natürlichen Fasern Lehm ist das Verwitterungsprodukt von Gestein; er wird kaum verarbeitet und bleibt nahezu in seinem natürlichen Zustand. Lehmputz wirkt wie ein Puffer für Feuchtigkeit und Schadstoffe; er nimmt Gerüche auf, gibt sie bei Trockenheit wieder ab. Für allergikerfreundliche Räume und nachhaltige Bauprojekte; benötigt jedoch Schutz vor direkter Nässe.
Zementputz: Aus Kalkstein, Ton und mineralischen Zuschlägen Zementherstellung ist energieintensiv und setzt viel CO2 frei; die Rohstoffe sind jedoch häufig lokal verfügbar. Zementputz ist sehr wasserresistent und mechanisch belastbar, aber wenig diffusionsoffen – kann Feuchtigkeit stauen. Auf Außenwände und Nassräume beschränken; bei Sockelbereichen oder stark beanspruchten Flächen einsetzen.
Natürliche Zuschläge: Sand, Kies, Kalksteinmehl, Naturfasern (z.B. Hanf, Stroh) Diese Materialien werden oft in natürlichen Vorkommen abgebaut oder landwirtschaftlich angebaut. Sie verbessern die Haftung, verringern Rissbildung und können die CO2-Bilanz verbessern (z.B. Hanf für Leichtputze). Nach Möglichkeit regionale und zertifizierte Zuschläge wählen; Hanf- und Strohfasern fördern die Ökobilanz.

Naturmaterialien und nachwachsende Rohstoffe

Neben den mineralischen Bindemitteln kommen beim Verputzen auch natürliche Zusätze zum Einsatz, die direkt aus der Natur stammen. Lehm als Baustoff wird kaum veredelt und bleibt vollständig recycelbar – er kann nach der Nutzung einfach wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt werden. Kalkputz wiederum ist ein Kreislaufmaterial: Bei seiner Herstellung wird durch Brennen CO2 freigesetzt, aber dieser Prozess ist umkehrbar, da Kalkputz während seiner gesamten Nutzungsdauer CO2 aus der Luft aufnimmt. Experten schätzen, dass Kalkputz innerhalb von etwa 20 bis 30 Jahren die Hälfte des bei der Herstellung freigesetzten CO2 wieder bindet. Auch Naturfasern wie Hanf oder Stroh werden zunehmend als Armierung in Leichtputzen oder als Putzgrund verwendet. Diese nachwachsenden Rohstoffe verbessern die Wärmedämmung und sind biologisch abbaubar. Laut aktueller Baubiologie haben Lehm- und Kalkputze mit Naturfasern eine deutlich bessere Ökobilanz als konventionelle Zementputze, insbesondere wenn die Rohstoffe regional gewonnen werden.

Auswirkungen auf Natur und Biodiversität

Die Wahl des Putzmaterials hat direkte und indirekte Auswirkungen auf die Umwelt. Der Abbau von Gips und Kalkstein erfolgt meist in Tagebauen, was zu Landschaftsveränderungen und Verlust von Lebensräumen führt. Allerdings können diese Abbaustätten nach Renaturierung neuen Lebensraum für spezialisierte Arten bieten – etwa für Mauersegler oder bestimmte Insekten, die auf offene, warme Kalkmagerrasen angewiesen sind. Besonders nachhaltig wirken sich Lehmgruben aus, die nach dem Abbau zu wertvollen Feuchtbiotopen werden können. Die Biodiversität profitiert laut Naturschutzfachleuten vor allem dann, wenn die lokalen Rohstoffvorkommen im Bauwesen genutzt werden und der Transport über weite Strecken vermieden wird. Zudem spielt die Diffusionsfähigkeit der Putze eine Rolle für das Gebäudemikroklima: Ein guter Putz verhindert Schimmelbildung, schützt die Bausubstanz und reduziert den Einsatz chemischer Biozide – was wiederum die Umweltbelastung senkt.

Natürliche Kreisläufe nutzen

Das Verputzen kann als Teil eines natürlichen Kreislaufs betrachtet werden, wenn die Materialien richtig gewählt werden. Kalkputs beispielsweise durchläuft einen geologischen Kreislauf: Kalkstein wird gebrannt (chemische Umwandlung zu Branntkalk), mit Wasser gelöscht (Calciumhydroxid) und härtet dann durch CO2-Aufnahme wieder zu Kalkstein aus. Dieser Prozess ist vollständig umkehrbar. Lehmputz kann nach der Nutzung ohne Energieaufwand recycelt werden, da er einfach mit Wasser aufgeschlämmt und neu angemischt wird. Sogar Gipsputz kann aus Recycling-Gips (z. B. aus Bauabfällen) gewonnen werden, der in modernen Kreislaufwirtschaftssystemen bis zu 90 Prozent der Primärrohstoffe ersetzt. Ein weiterer natürlicher Kreislauf ist die Feuchtigkeitsregulation: Putze mit hoher Porosität nehmen überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und geben sie bei Trockenheit wieder ab. Dadurch wird der Einsatz von Klimaanlagen reduziert und das Raumklima stabilisiert – eine natürliche Energieeinsparung. Wer diese Kreisläufe versteht und nutzt, trägt aktiv zu mehr Nachhaltigkeit im Bauwesen bei.

Handlungsempfehlungen

Um das Verputzen im Einklang mit der Natur zu gestalten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Putzart nach Raum und Nutzung wählen: Für Innenräume, die eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen (Küche, Bad), eignet sich Kalkputz wegen seiner schimmelhemmenden Wirkung. Für trockene Wohnräume ist Lehmputz ideal, da er die Luftfeuchte puffert.
  • Regionale Rohstoffe bevorzugen: Informieren Sie sich bei Ihrem Baustoffhändler über lokale Vorkommen von Kalk oder Sand. Regionalität verkürzt Transportwege und stärkt die lokale Wirtschaft.
  • Natürliche Zuschläge verwenden: Bei Leichtputzen oder Vorsatzmörteln können Sie Naturfasern wie Hanf oder Stroh als Armierung einsetzen. Diese verbessern die Wärmedämmung und sind biologisch abbaubar.
  • Auf Zementputz verzichten, wo möglich: Nutzen Sie Zementputz nur für Außenwände oder stark beanspruchte Flächen, da seine Herstellung energieintensiv ist und er weniger diffusionsoffen wirkt.
  • Rückbau und Recycling planen: Achten Sie darauf, dass der Putz später rückstandslos entfernt und recycelt werden kann. Lehm- und Kalkputze können kompostiert oder als Füllmaterial verwendet werden.
  • Werkzeuge aus natürlichen Materialien: Verwenden Sie nach Möglichkeit Kellen und Reibebretter aus Holz mit unbehandelten Griffen oder solchen aus recyceltem Metall. Das reduziert den Kunststoffanteil.

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Erstellt mit Gemini, 12.06.2026

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Das Verputzen von Wänden ist eine Kunst, die sowohl ästhetische als auch schützende Funktionen erfüllt. Die Wahl der richtigen Materialien und Werkzeuge ist dabei entscheidend für ein langlebiges und ansprechendes Ergebnis. Doch jenseits der reinen Funktionalität des Heimwerkerhandwerks verbirgt sich ein tieferer Zusammenhang mit der Natur und ihren Kreisläufen. Denn viele der traditionellen und modernen Putzmaterialien basieren auf natürlichen Rohstoffen, die über Jahrmillionen geformt wurden und ihrerseits Teil komplexer geologischer und ökologischer Prozesse sind.

Die Erstellung einer schützenden und gestaltenden Putzschicht auf unseren Wänden kann als eine Form der Nachahmung natürlicher Prozesse verstanden werden. So wie die Erdoberfläche durch Verwitterung, Ablagerung und geologische Aktivität geformt wird, so erschaffen wir durch das Verputzen eine neue Oberfläche, die oft von den Eigenschaften mineralischer Gesteine und natürlicher Bindemittel inspiriert ist. Gips, ein Hauptbestandteil vieler Innenputze, wird aus Gipsgestein gewonnen, das sich über geologische Zeiträume durch Verdunstungsprozesse in ehemaligen Meeren gebildet hat. Zement, der Grundstoff für Zementputze, entsteht durch das Brennen von Kalkstein und Ton, beides Materialien, die tief in den geochemischen Kreisläufen der Erde verwurzelt sind. Selbst die Anwendung von Kalkputz greift auf Jahrtausende alte Traditionen zurück, bei denen Kalk aus gebrannten Muscheln oder Kalkstein gewonnen wurde – ein Prozess, der die Regenerationsfähigkeit natürlicher Ressourcen widerspiegelt. Die Art und Weise, wie diese Materialien auf die Wand aufgebracht und bearbeitet werden, erinnert zudem an natürliche Oberflächenstrukturen, die von Erosion, Wind und Wasser geformt wurden. Die Werkzeuge, die wir verwenden, sind oft einfache Ableitungen natürlicher Formen oder Materialien, die uns die Natur selbst zur Verfügung stellt.

Der Naturbezug im Überblick

Das Verputzen von Wänden ist weit mehr als nur eine handwerkliche Tätigkeit. Es greift auf Materialien zurück, die tief in natürlichen Kreisläufen verankert sind, und beeinflusst die Wechselwirkung von Baustoff und Umwelt. Die Auswahl des richtigen Putzes hat direkte Auswirkungen auf das Raumklima, die Langlebigkeit der Bausubstanz und sogar auf die Biodiversität in und um Gebäude, insbesondere wenn umweltfreundliche und diffusionsoffene Materialien gewählt werden. Die Gewinnung, Verarbeitung und Entsorgung dieser Materialien sind ebenfalls Teil größerer Naturkreisläufe, von der Rohstoffgewinnung bis hin zur potenziellen Wiederverwertbarkeit oder dem Abbau der Materialien im Laufe der Zeit.

Natürliche Zusammenhänge (Tabelle)

Naturbezüge beim Verputzen
Aspekt des Verputzens Naturbezug Auswirkung auf die Natur Empfehlung
Putzmaterialien: Gips, Zement, Kalk, Lehm Basieren auf mineralischen Rohstoffen (Gesteine, Ton), die über geologische Zeiträume entstanden sind und Teil des geochemischen Kreislaufs sind. Lehmputze nutzen nachwachsende Rohstoffe direkt. Rohstoffabbau kann Landschaft verändern. Energieverbrauch bei der Herstellung (besonders Zement) beeinflusst CO2-Bilanz. Natürliche Putze können zur Verbesserung des Raumklimas beitragen und Schimmelbildung vorbeugen, was indirekt die Gesundheit und das Wohlbefinden fördert. Bevorzugen Sie regionale und nachwachsende Rohstoffe wie Lehmputz. Achten Sie auf emissionsarme und schadstoffgeprüfte Putzmischungen. Informieren Sie sich über die Energiebilanz bei der Herstellung von Zementprodukten.
Luftfeuchtigkeitsregulierung: Diffusionsoffenheit von Putzen Analogie zur natürlichen Regulation des Wasserkreislaufs in Ökosystemen. Atmungsaktive Oberflächen wie bei kalk- oder lehmbasierten Putzen ermöglichen einen Austausch mit der Umgebungsluft. Verbessert das Raumklima, reduziert das Risiko von Kondenswasserbildung und Schimmel, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt und die Lebensdauer der Bausubstanz erhöht. Verhindert übermäßige Austrocknung im Innenraum. Nutzen Sie diffusionsoffene Putze, insbesondere in Wohnbereichen und Feuchträumen, um ein gesundes Raumklima zu fördern.
Oberflächenstruktur und Textur Nachahmung natürlicher Strukturen wie Felswände, Sandformationen oder die Rinde von Bäumen. Die Bearbeitung mit Werkzeugen wie Schwämmen oder Kellen erzeugt Oberflächen, die an natürliche Muster erinnern. Ästhetische Gestaltung, die oft eine harmonische Integration in die Umgebung ermöglicht. Natürliche Texturen können die psychische Wirkung von Räumen positiv beeinflussen. Wählen Sie Texturen, die sich harmonisch in Ihre Umgebung einfügen und eine natürliche Ästhetik aufweisen.
Haltbarkeit und Verwitterung Verputzte Oberflächen sind Wettereinflüssen ausgesetzt und unterliegen, ähnlich wie natürliche Gesteine, einem langsamen Verwitterungsprozess. Die Langlebigkeit des Putzes schützt die darunterliegende Bausubstanz und reduziert den Bedarf an häufigen Reparaturen und Neuanstrichen, was Ressourcen spart. Wählen Sie für Außenbereiche wetterbeständige Putzarten und pflegen Sie diese regelmäßig, um ihre Lebensdauer zu maximieren und den Bedarf an neuen Materialien zu minimieren.

Naturmaterialien und nachwachsende Rohstoffe

Die Grundlage vieler Putzarten bilden Naturmaterialien, die seit Jahrhunderten geschätzt werden. Gips, gewonnen aus Gipsgestein, ist ein hervorragender Rohstoff für Innenputze. Seine Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben, macht ihn zu einem wichtigen Regulator des Raumklimas. Zement, ein Bindemittel aus gebranntem Kalkstein und Ton, bietet hohe Festigkeit und Beständigkeit, was ihn ideal für Außenfassaden und Feuchträume macht. Kalkputze, hergestellt aus gebranntem Kalk, sind bekannt für ihre alkalische Wirkung, die Schimmelbildung hemmt und ein gesundes Raumklima schafft. Sie sind besonders wertvoll für die Sanierung von Altbauten, da sie die historische Bausubstanz schonen und den natürlichen Feuchteaustausch ermöglichen.

Besonders hervorzuheben sind auch die nachwachsenden Rohstoffe, allen voran Lehm. Lehmputze bestehen aus rein natürlichen Bestandteilen wie Ton, Sand und Stroh. Sie sind nicht nur ökologisch wertvoll, da sie regional verfügbar sind und bei ihrer Herstellung wenig Energie verbraucht wird, sondern auch äußerst gesundheitsfördernd. Lehm bindet Schadstoffe aus der Raumluft und reguliert die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise. Die Verarbeitung von Lehm ist oft weniger technisch anspruchsvoll und erlaubt eine sehr individuelle Gestaltung.

Auswirkungen auf Natur und Biodiversität

Die Gewinnung der Rohstoffe für Putz hat unweigerlich Auswirkungen auf die Natur. Der Abbau von Gips und Kalkstein in Steinbrüchen verändert Landschaften und kann Lebensräume von Pflanzen und Tieren beeinträchtigen. Die energieintensive Herstellung von Zement ist zudem mit erheblichen CO2-Emissionen verbunden, die zum Klimawandel beitragen. Die Wahl von Putzmaterialien hat jedoch auch positive Effekte auf die Biodiversität und das ökologische Gleichgewicht in unserer direkten Umgebung. Insbesondere atmungsaktive, diffusionsoffene Putze, wie sie auf Kalk- oder Lehmbasis hergestellt werden, fördern ein gesundes Raumklima. Sie verhindern die Ansammlung von Feuchtigkeit und beugen so Schimmelbildung vor, was nicht nur gut für die Bewohner ist, sondern auch für die Mikroorganismen, die auf unseren Wänden und in der Luft leben könnten.

Die Verwendung von regionalen und natürlichen Materialien kann zudem Transportwege verkürzen und somit den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Bei der Sanierung von Gebäuden, insbesondere von historischen Bausubstanzen, ist die Wahl geeigneter, atmungsaktiver Putze entscheidend, um die Bausubstanz zu erhalten und Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen, die wiederum das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigen und damit indirekt die Biodiversität in Innenräumen negativ beeinflussen können.

Natürliche Kreisläufe nutzen

Das Prinzip der natürlichen Kreisläufe lässt sich auch beim Verputzen auf vielfältige Weise nutzen und nachahmen. Die Fähigkeit von Gips-, Kalk- und Lehmputzen, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und bei Bedarf wieder abzugeben, ist ein faszinierendes Beispiel für die Nutzung eines natürlichen Regulierungsmechanismus. Dies ahmt die Funktion von Pflanzen nach, die durch Transpiration Wasserdampf in die Atmosphäre abgeben, oder die des Bodens, der Wasser speichert und bei Trockenheit abgibt. Durch diese diffusionsoffenen Eigenschaften wird ein stabiles und gesundes Raumklima geschaffen, das ohne den Einsatz energieintensiver Lüftungssysteme auskommt.

Die Herstellung von Kalkputz ist ein Beispiel für eine langsame, natürliche Umwandlung, bei der Calciumcarbonat (Kalkstein) durch Brennen in Calciumoxid und anschließendes Löschen mit Wasser zu Calciumhydroxid wird. Dieser Prozess, obwohl industriell optimiert, basiert auf chemischen Reaktionen, die auch in der Natur beobachtet werden können. Auch die Verwendung von Lehm als Putzmaterial greift auf einen zyklischen Prozess zurück: Lehm kann abgebaut, verarbeitet und nach langer Lebensdauer, beispielsweise bei Abrissarbeiten, wieder recycelt oder dem natürlichen Abbau überlassen werden, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen.

Handlungsempfehlungen

Für Heimwerker und Bauherren gibt es mehrere empfehlenswerte Ansätze, um die Prinzipien der Natur in ihre Verputzarbeiten zu integrieren. Die Wahl des Putzmaterials sollte primär auf ökologischen Kriterien basieren. Bevorzugen Sie regionale Produkte, insbesondere Lehmputze, die nachwachsen und eine exzellente Feuchtigkeitsregulierung bieten. Achten Sie bei Gips- und Zementputzen auf Umweltzertifizierungen und Emissionsarmut.

Die Vorbereitung des Untergrunds ist ebenso wichtig. Eine gut vorbereitete Wand hält den Putz länger und schützt die Bausubstanz, was den Bedarf an zukünftigen Reparaturen und somit den Ressourcenverbrauch reduziert. Dies spiegelt die Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit natürlicher Oberflächen wider. Experimentieren Sie beim Auftragen und Glätten mit Techniken, die eine natürliche Oberflächenstruktur erzeugen und somit eine harmonische Integration der Wände in ihre Umgebung fördern. Eine sorgfältige Ausführung und Pflege verlängert die Lebensdauer des Putzes und minimiert die Notwendigkeit von Eingriffen in natürliche Kreisläufe.

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