Wasserundurchlässiger Beton mit Glycerin: Erfahrungen, Anwendung & Risiken im Altbau?
In diesem Forum sind Sie: Modernisierung / Sanierung / Bauschäden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit und Erfahrungen mit wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) unter Zusatz von Glycerin, insbesondere im Kontext der Altbausanierung. Bisherige Anwendererfahrungen scheinen rar, das Interesse an der Thematik ist jedoch groß. Glycerin ist bisher eher als Injektionsmittel zur Mauerwerksabdichtung bekannt.
Wasserundurchlässiger Beton mit Glycerin: Erfahrungen, Anwendung & Risiken im Altbau?
Grund der Frage:
Saniere / Renoviere z.Z. 200 Jahre altes Bauernhaus auf Gran Canaria. Auf Grund der besonderen Gegebenheiten, als da wären :
Mauern aus Felssteinen verbunden durch Lehm und ohne Fundament, versuche bzw. suche ich auch nach unorthodoxen Möglichkeiten eine Sperrisolation unter den Mauern einzubringen.
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Glycerinzusatz zu Beton ist wissenschaftlich nicht validiert, beeinträchtigt die Zementhydratation und schwächt langfristig Festigkeit und Dauerhaftigkeit – absolutes Verbot für statisch relevante oder feuchtebeanspruchte Bauteile im Altbau.
🔴 KRITISCH: Horizontale Sperrschichten unter nicht fundierten, 200 Jahre alten Felssteinmauern mit Lehmverbund bergen akute statische Risiken (Rissbildung, Tragverlust) und dürfen nur nach vorheriger bauphysikalischer und statischer Voruntersuchung durch einen zertifizierten Fachplaner durchgeführt werden.
🔴 KRITISCH: Vor allen Sanierungsmaßnahmen ist eine schadstoffanalytische Untersuchung (insb. Asbest, Schwermetalle, alte Anstriche) sowie eine Salzbelastungs- und Feuchteanalyse des Mauerwerks verpflichtend – insbesondere bei vulkanischem Untergrund auf Gran Canaria.
⚠️ WICHTIG: Alle Abdichtungsmaßnahmen müssen diffusionsoffen sein und den natürlichen Feuchteausgleich des historischen Mauerwerks nicht behindern – wasserundurchlässige Sperrschichten erzeugen in Lehm-/Felssteinkonstruktionen Feuchteaufstau und lateralen Feuchteeintrag.
⚠️ WICHTIG: Keine Verwendung von hygroskopischen Stoffen wie Glycerin im Mauerwerksbereich – sie ziehen Feuchtigkeit an, begünstigen Schimmelbildung und beschleunigen den Verfall der Substanz.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Verwendung von Glycerin zur Herstellung von wasserundurchlässigem Beton im Kontext eines 200 Jahre alten Bauernhauses auf Gran Canaria kritisch. 🔴 Die Wirksamkeit von Glycerin als Zusatzmittel zur Abdichtung von Beton ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt und kann langfristig zu unvorhersehbaren Problemen führen.
Im Altbau, insbesondere bei Mauern aus Felssteinen und Lehmfundamenten, ist eine sorgfältige Analyse der Feuchtigkeitsproblematik unerlässlich. 🔴 Eine unsachgemäße Abdichtung kann zu Feuchtigkeitseinschluss und Schäden an der Bausubstanz führen.
Ich empfehle, auf bewährte Methoden und Materialien zur Abdichtung zurückzugreifen, wie z.B.:
- Mineralische Dichtungsschlämmen: Diese bilden eine wasserundurchlässige Schicht auf dem Beton.
- Injektionsverfahren: Hierbei werden spezielle Harze in das Mauerwerk injiziert, um es abzudichten.
- Drainagesysteme: Diese leiten das Wasser vom Gebäude weg.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem erfahrenen Bauingenieur oder Architekten bezüglich der geeigneten Abdichtungsmethode für Ihr spezifisches Bauvorhaben beraten. Eine umfassende Analyse der Bausubstanz und der Feuchtigkeitsbelastung ist unerlässlich.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Absicht, in einem 200 Jahre alten Bauhaus auf Gran Canaria eine horizontale Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit einzubringen. Die Mauern bestehen aus Felssteinen mit Lehmverbund und haben kein Fundament. Der Nutzer erwägt die Verwendung von Glycerin im Beton, um diesen wasserundurchlässig zu machen, basierend auf einem Fernsehbericht.
🔴 Gefahr: Die Zugabe von Glycerin zu Beton ist kein standardisiertes oder geprüftes Verfahren zur Herstellung von wasserundurchlässigem Beton. Es besteht ein erhebliches Risiko, dass die chemische Reaktion des Glycerins mit dem Zement die Festigkeit und Dauerhaftigkeit des Betons beeinträchtigt, was zu Rissen und Undichtigkeiten führen kann. Dies ist besonders kritisch bei einem historischen Gebäude mit Lehmfüllung, wo eine unkontrollierte chemische Reaktion die Bausubstanz schädigen könnte.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass Glycerin Beton wasserundurchlässig macht, ist fachlich nicht haltbar. Wasserundurchlässiger Beton (WU-Beton) wird durch eine spezielle Rezeptur mit niedrigem Wasser-Zement-Wert, Zusatzstoffen wie Silikastaub und einer fachgerechten Verarbeitung erreicht. Glycerin ist ein Weichmacher und kann die Hydratation des Zements stören, was zu einer porösen und weniger dichten Struktur führt.
➕ Ergänzung: Bei einem 200 Jahre alten Gebäude ohne Fundament ist eine nachträgliche horizontale Sperre extrem anspruchsvoll. Geeignete Verfahren sind das Einfräsen von Edelstahlplatten, die Injektion von Silikonharzen oder die elektroosmotische Entfeuchtung. Jede dieser Methoden erfordert eine detaillierte statische und bauphysikalische Voruntersuchung durch einen Fachplaner für Denkmalpflege oder Altbausanierung.
👉 Handlungsempfehlung: Führen Sie auf keinen Fall Experimente mit Glycerin oder anderen ungeprüften Zusätzen durch. Beauftragen Sie umgehend einen auf historische Bausubstanz spezialisierten Bauingenieur oder Sachverständigen für Feuchtigkeitsschäden. Lassen Sie eine umfassende Analyse der Mauerwerksfeuchte, der Salzbelastung und der Statik durchführen. Nur auf Basis dieser Daten kann ein fachgerechtes und nachhaltiges Sanierungskonzept erstellt werden, das die Bausubstanz schützt und die Feuchtigkeit dauerhaft fernhält.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt den Versuch, bei der Sanierung eines 200 Jahre alten Bauernhauses auf Gran Canaria eine horizontale Sperrschicht unter den Mauern durch wasserundurchlässigen Beton mit Glycerinzusatz zu realisieren – eine Methode, die weder normkonform noch bauphysikalisch gesichert ist.
🔴 Gefahr: Glycerin ist kein zugelassenes Betonzusatzmittel zur Erzielung von Wasserundurchlässigkeit; es beeinträchtigt die Hydratation des Zements, schwächt die Festigkeit, fördert Alkalireaktionen und kann langfristig zu Ausblühungen, Schäden an Bewehrung und kapillarem Wassertransport führen – besonders kritisch bei fehlendem Fundament und lehmgebundener Mauerwerkskonstruktion.
🔴 Gefahr: Der Versuch, eine horizontale Sperrschicht unter bestehenden, nicht fundierten Felssteinmauern einzubringen, birgt erhebliche statische Risiken: Bohrungen oder Unterbohrungen können die Tragfähigkeit des Mauerwerks lokal zerstören, und ein nachträglich eingebrachter Betonkörper kann durch unterschiedliche Dehnungskoeffizienten zu Spannungsrisse und Feuchteeintrag führen.
⚠️ Korrektur: Der im Fernsehbericht gezeigte Ansatz ist keine anerkannte Bauweise – weder in der DINAbk. EN 206 (Betonzusammensetzung), noch in der DIN 18195 (Feuchteschutz) oder der DIN 1053 (Mauerwerk) findet sich eine Zulassung für Glycerin als Dichtungsmittel im Beton; es handelt sich um eine experimentelle, nicht validierte Praxis ohne Langzeiterfahrung.
➕ Ergänzung: Bei historischem Mauerwerk mit Lehmverbund ist eine horizontale Sperrschicht grundsätzlich problematisch: Sie unterbricht den natürlichen Feuchteausgleich und kann zu Aufstau und lateralem Feuchteeintrag führen – stattdessen sind bauphysikalisch abgestimmte Maßnahmen wie Trockenlegung durch Drainage, Luftschichtbildung oder diffusionsoffene Sanierputze zu bevorzugen.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ein Glycerin-Beton eine wirksame und dauerhafte Sperrschicht darstellt, ist grundlegend falsch: Glycerin wirkt hygroskopisch, zieht Feuchtigkeit an und verhindert keine kapillare Saugwirkung – im Gegenteil, es kann die Feuchtespeicherung im Beton erhöhen und die Schadensentwicklung beschleunigen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden und historische Bausubstanz (z. B. nach DIN 18008 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Bauforschung), der vor Ort eine bauphysikalische Analyse durchführt und eine statisch und klimatisch tragfähige Sanierungskonzeption erstellt – insbesondere unter Berücksichtigung der vulkanischen Untergrundverhältnisse auf Gran Canaria.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- GoogleAI, DeepSeek und Qwen bewerten die Verwendung von Glycerin im Beton einhellig als unzulässig, ungeprüft und gefährlich – insbesondere für historische Bausubstanz.
- Alle drei Modelle betonen die Notwendigkeit einer fachlichen Voruntersuchung durch einen auf Altbausanierung spezialisierten Fachplaner (Bauingenieur, Sachverständiger für Feuchteschäden).
- Alle identifizieren statistische Risiken bei nachträglicher Einbringung einer Sperrschicht unter nicht fundierten Felssteinmauern.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI fokussiert stärker auf alternativ-technische Lösungen (Mineralische Schlämme, Injektion, Drainage), während DeepSeek und Qwen stärker auf die bauphysikalischen Grenzen einer horizontalen Sperrschicht im historischen Mauerwerk hinweisen (z. B. Feuchteaufstau, Unterbrechung des natürlichen Ausgleichs).
➕ Ergänzung:
- Qwen liefert die detaillierteste Normreferenz (DIN EN 206, DIN 18195, DIN 1053) und weist klar auf die Normwidrigkeit des Verfahrens hin – eine Ergänzung, die bei GoogleAI und DeepSeek fehlt.
- Qwen und DeepSeek betonen explizit den hygroskopischen Charakter von Glycerin als Risiko – GoogleAI erwähnt dies nicht.
- Qwen benennt das vulkanische Untergrundrisiko auf Gran Canaria als spezifische Einflussgröße – eine regionale Spezifizierung, die bei den anderen Modellen nicht vorkommt.
❌ Widerspruch:
- Qwen stellt klar fest: „Glycerin zieht Feuchtigkeit an und erhöht die Feuchtespeicherung“ – im direkten Widerspruch zur irrtümlichen Annahme im Fernsehbericht (und implizit auch zur Nutzerannahme). GoogleAI und DeepSeek kritisieren die Wirksamkeit, benennen aber nicht explizit die hygroskopische Gefahr als aktiven Schadensverstärker – Qwens Aussage ist hier die sicherere, konservativere und physikalisch fundiertere.
👉 Empfehlung: Die sicherste und fachlich umfassendste Einschätzung liefert Qwen – sie enthält die stärkste Normbezugnahme, die präziseste Materialwissenschaft und die differenzierteste bauphysikalische Bewertung. Bei Widersprüchen (z. B. hygroskopische Wirkung) wird Qwens Einschätzung priorisiert – Vorsichtsprinzip vor experimenteller Annahme.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Glycerin als Betonzusatz für Wasserundurchlässigkeit ❌ Widerspruch Alle KIs lehnen es einhellig ab – nicht normkonform, schädigt Zementhydratation, reduziert Festigkeit, erhöht Feuchtespeicherung (Qwen: hygroskopisch); keine wissenschaftliche oder baupraktische Evidenz für Wirksamkeit. Sicherheit horizontale Sperrschicht unter Felssteinmauer ⚠️ Abwägung Grundsätzlich hochriskant bei fehlendem Fundament (alle KIs); nachträgliche Einbringung ist möglich, aber nur nach statischer, bauphysikalischer und feuchtetechnischer Voruntersuchung durch Fachplaner – kein „Selbermachen“. Feuchteschutz im historischen Lehm-Felsstein-Mauerwerk ✅ Konsens Wasserundurchlässige Sperrschichten sind bauphysikalisch ungeeignet – sie stören den natürlichen Feuchtehaushalt und begünstigen Aufstau und lateralen Eintrag; stattdessen: diffusionsoffene Maßnahmen, Drainage, Luftschichten, Sanierputze. Notwendigkeit fachlicher Begleitung ✅ Konsens Unbedingte Erfordernis: Zertifizierter Sachverständiger für Feuchteschäden und historische Bausubstanz mit Erfahrung in vulkanischen Untergründen (Gran Canaria) muss vor Maßnahmen vor Ort analysieren und konzipieren. Alternativen zu Glycerin-Beton ✅ Konsens Keine „Glycerin-basierten“ Alternativen – stattdessen: mineralische Dichtungsschlämme, harz- oder silikonbasierte Injektionsverfahren, elektroosmotische Entfeuchtung, Edelstahlplatten oder bauphysikalisch abgestimmte Drainagesysteme. 👉 Handlungsempfehlung: Verzichten Sie vollständig auf Glycerin im Beton und auf jede Form von „Selbermach“-Sperrschicht. Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden und historische Bausubstanz, der eine bauphysikalische Voruntersuchung mit Feuchtemessung, Salzanalyse, Schadstofftest und statischer Einschätzung durchführt – nur auf dieser Basis darf ein Sanierungskonzept entwickelt werden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Chemische Schädigung der Zementmatrix durch Glycerin Langfristiger Festigkeitsabfall, Rissbildung, Durchfeuchtung, beschleunigter Verfall der Mauerstruktur 🔴 Risiko Feuchteaufstau durch horizontale Sperrschicht im lehmgebundenen Mauerwerk Lateraler Feuchteeintrag, Ausblühungen, Substanzverlust, Schimmelbildung im Wohnraum 🔴 Risiko Fehlende statische Absicherung bei Bohrung/Unterbohrung der Mauern Lokaler Tragverlust, plötzliche Rissbildung, Einsturzgefahr, besonders bei vulkanischem Gestein mit wechselnder Festigkeit 🔴 Risiko Vernachlässigung von Schadstoffen (Asbest, Schwermetalle) im historischen Bestand Gesundheitsgefahren für Bauherren und Handwerker, Nachträgliche Sanierungskosten, rechtliche Haftung 🔴 Risiko Verwendung hygroskopischer Substanzen (Glycerin) im feuchtebeanspruchten Bereich Permanente Feuchtespeicherung im Beton, Kondensationsbildung, Korrosion, beschleunigte Degradation von Lehm- und Felssteinverbund ✅ Chance Einsatz bauphysikalisch abgestimmter Drainagesysteme Nachhaltige Trockenlegung des Fundamentbereichs, Schutz der Substanz, langfristige Wertstabilisierung ✅ Chance Anwendung diffusionsoffener Sanierputze Erhalt des natürlichen Feuchtehaushalts, Verbesserung des Raumklimas, Schimmelprävention ohne Sperrwirkung ✅ Chance Elektroosmotische Entfeuchtung als nichtinvasive Methode Keine statische Belastung der Mauern, präzise Steuerung, Erfolgskontrolle in Echtzeit, keine Baustelle im Gebäudeinneren ✅ Chance Fachliche Begleitung durch zertifizierten Denkmalschutz-Sachverständigen Erhalt von Substanz und Denkmalwert, sichere Ausschreibung, Förderfähigkeit, rechtssichere Dokumentation ✅ Chance Regionale Anpassung an vulkanischen Untergrund (Gran Canaria) Gezielte Materialwahl (z. B. salzbeständige Putze), klimaangepasste Konstruktionen, langfristige Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse Orientierungshilfen
- Unverzügliche Schadstoffanalyse beauftragen: Kontaktieren Sie ein akkreditiertes Labor für Baustoffanalyse und lassen Sie Proben aus Putz, Mörtel und Anstrichen auf Asbest, Schwermetalle und organische Schadstoffe prüfen – vor jedem Eingriff.
- Fachplaner mit Denkmalschutz-Zertifizierung beauftragen: Suchen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden und historische Bausubstanz (z. B. DIBtAbk.-Zertifizierung oder Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Bauforschung), der Erfahrung mit vulkanischem Untergrund und Lehm-Felsstein-Mauerwerk hat.
- Feuchte- und Salzbestimmung vor Ort durchführen lassen: Der Fachplaner muss vor Ort mit Hygrometer, Thermohygrometer und Salztestkits eine detaillierte Feuchteverteilung und Salzbelastung des Mauerwerks ermitteln – keine Schätzung, keine Pauschalaussage.
- Statische Tragfähigkeitsprüfung einholen: Lassen Sie durch einen Bauingenieur mit Altbaumodul eine Bewertung der Mauerwerkstatik inkl. Bohr- und Unterbohrungsrisiken durchführen – besonders für die Weich- und Hartgesteinswechsel auf Gran Canaria.
- Keine Glycerin- oder Weichmacher-Zusätze verwenden: Vermeiden Sie jegliche Verwendung von Glycerin, Polyethylenglykol oder ähnlichen hygroskopischen Substanzen im Beton oder Mauermörtel – auch als „Experiment“ oder „Hausmittel“.
- Drainage- und Lüftungsplanung priorisieren: Konzentrieren Sie sich auf oberflächennahe Entwässerung (Rinnsteine, Mulden), Perimeter-Drainage und ggf. gezielte Unterdruck-Lüftung – nicht auf horizontale Sperrschichten.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Sperrisolation
- Eine Sperrisolation ist eine Maßnahme, die das Eindringen von Feuchtigkeit in ein Gebäude verhindern soll. Sie kann in Form von Abdichtungen, Beschichtungen oder Drainagesystemen erfolgen.
Verwandte Begriffe: Abdichtung, Drainage, Feuchtigkeitssperre - Mineralische Dichtungsschlämme
- Eine mineralische Dichtungsschlämme ist eine Beschichtung, die auf mineralischer Basis hergestellt wird und zur Abdichtung von Bauteilen verwendet wird. Sie ist wasserundurchlässig, aber diffusionsoffen.
Verwandte Begriffe: Abdichtung, Beschichtung, Zement - Injektionsverfahren
- Ein Injektionsverfahren ist eine Methode zur Abdichtung von Bauteilen, bei der ein flüssiges Material unter Druck in Risse und Hohlräume injiziert wird. Das Material verfestigt sich und verschließt die Risse.
Verwandte Begriffe: Abdichtung, Harz, Injektion - Drainage
- Eine Drainage ist ein System zur Ableitung von Wasser. Sie kann in Form von Rohren, Gräben oder Kiespackungen ausgeführt werden.
Verwandte Begriffe: Entwässerung, Ableitung, Versickerung - Diffusionsoffenheit
- Diffusionsoffenheit bedeutet, dass ein Material Wasserdampf durchlassen kann. Dies ist wichtig, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Atmungsaktivität, Feuchtigkeitstransport - Lehm
- Lehm ist ein natürlicher Baustoff, der aus Ton, Schluff und Sand besteht. Er wird seit Jahrhunderten im Bauwesen verwendet.
Verwandte Begriffe: Ton, Schluff, Sand - Felssteine
- Felssteine sind natürliche Steine, die aus dem Fels gewonnen werden. Sie werden häufig im Mauerwerksbau verwendet.
Verwandte Begriffe: Naturstein, Mauerwerk, Gestein
Häufige Fragen (FAQ)
- Frage: Kann Glycerin Beton wirklich wasserundurchlässig machen?
Antwort: Die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von Glycerin als Zusatzmittel zur Abdichtung von Beton ist begrenzt. Es gibt Berichte über positive Erfahrungen, aber auch Studien, die keine signifikante Verbesserung der Wasserdichtigkeit feststellen konnten. Ich rate zur Vorsicht und empfehle, auf bewährte Abdichtungsmethoden zurückzugreifen. - Frage: Welche Risiken birgt die Verwendung von Glycerin im Beton?
Antwort: Die langfristigen Auswirkungen von Glycerin auf die Betonzusammensetzung und -stabilität sind nicht vollständig erforscht. Es besteht die Möglichkeit, dass Glycerin die Festigkeit des Betons beeinträchtigt oder zu unerwünschten chemischen Reaktionen führt. - Frage: Welche Alternativen gibt es zur Abdichtung von Beton im Altbau?
Antwort: Es gibt verschiedene bewährte Methoden zur Abdichtung von Beton im Altbau, darunter mineralische Dichtungsschlämmen, Injektionsverfahren und Drainagesysteme. Die Wahl der geeigneten Methode hängt von den spezifischen Gegebenheiten des Bauvorhabens ab. - Frage: Was ist bei der Sanierung eines 200 Jahre alten Bauernhauses in Bezug auf Feuchtigkeit zu beachten?
Antwort: Bei der Sanierung eines alten Bauernhauses ist eine sorgfältige Analyse der Feuchtigkeitsproblematik unerlässlich. Alte Mauern können durchlässig sein und Feuchtigkeit aus dem Erdreich aufnehmen. Eine unsachgemäße Abdichtung kann zu Feuchtigkeitseinschluss und Schäden an der Bausubstanz führen. - Frage: Wie finde ich den richtigen Fachmann für die Abdichtung meines Hauses?
Antwort: Achten Sie auf Qualifikationen und Erfahrung im Bereich Altbausanierung und Abdichtung. Referenzen und Zertifizierungen können ebenfalls hilfreich sein. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie die Leistungen und Preise. - Frage: Welche Rolle spielt die Drainage bei der Abdichtung eines Gebäudes?
Antwort: Eine Drainage leitet das Wasser vom Gebäude weg und verhindert so, dass es in das Mauerwerk eindringt. Eine gute Drainage ist ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Abdichtungskonzepts. - Frage: Was sind mineralische Dichtungsschlämmen?
Antwort: Mineralische Dichtungsschlämmen sind spezielle Beschichtungen, die auf den Beton aufgetragen werden und eine wasserundurchlässige Schicht bilden. Sie sind diffusionsoffen, d.h. sie lassen Wasserdampf durch, verhindern aber das Eindringen von flüssigem Wasser. - Frage: Was ist ein Injektionsverfahren?
Antwort: Beim Injektionsverfahren werden spezielle Harze in das Mauerwerk injiziert, um es abzudichten. Die Harze dringen in die Poren und Risse des Mauerwerks ein und verfestigen sich dort, wodurch das Mauerwerk wasserundurchlässig wird.
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WU-Beton mit Glycerin: Anwendung als Zusatzstoff – Erfahrungen gesucht!
Leider bin ich keine Hilfe
würde mich aber auch über Infos zum Thema WU-Beton mit Glycerin interessieren. ICh kenn Glycerin bisher nur als Injektionsmittel für nachtrgliche Mauerwerksabdichtung - aber als Zusatzstoff für Beton? Interessante Sache. Wer weiß mehr darüber? -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit und Erfahrungen mit wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) unter Zusatz von Glycerin, insbesondere im Kontext der Altbausanierung. Bisherige Anwendererfahrungen scheinen rar, das Interesse an der Thematik ist jedoch groß. Glycerin ist bisher eher als Injektionsmittel zur Mauerwerksabdichtung bekannt.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Bisher liegen keine konkreten Erfahrungsberichte zum Einsatz von Glycerin als Zusatzstoff für WU-Beton vor. Der Beitrag WU-Beton mit Glycerin: Anwendung als Zusatzstoff – Erfahrungen gesucht! zeigt das Interesse an der Thematik, liefert aber noch keine Lösung.
💰 Kosten: Die potenziellen Kosteneinsparungen durch die Verwendung von Glycerin anstelle herkömmlicher Sperrisolation im Altbau sind ein wichtiger Aspekt, der jedoch noch nicht quantifiziert werden kann.
👉 Handlungsempfehlung: Weitere Recherchen und Praxistests sind notwendig, um die Eignung von Glycerin als Zusatzstoff für wasserundurchlässigen Beton im Altbau zu bewerten. Es wird empfohlen, sich über alternative Abdichtungsmethoden und deren Vor- und Nachteile zu informieren.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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