Ich habe schon viele Stunden im Internet u. in diesem Forum gesucht. Hinterher war ich so ratlos, dass ich aufgeben wollte, weil es bei mir so nicht durchfürbar ist. Bitte nicht falsch verstehen, ich finde das Forum Klasse.
Ich frage mich:
Gibt es denn in all den luftdicht gebauten Häusern keine Nager, welche die " Luftdichtigkeit" später zerstören?
Was nutzt "Blow Door" wenn diese Mitbewohner hinterher Einzug halten?
Gibt es zu dem Thema Untersuchungen bzw. Erkenntnisse - und wenn ja - wo finde ich die?
Vorgeschichte:
Im März 2002 wurden wir, gleich nach dem Einzug in unser Haus (Baujahr 1983), durch eine polternde, lärmende Marderfamilie (Fähe mit 3 Jungen) geweckt
Sie spielten u. tollten auf der Loggia. Schlüpften durch Öffnungen hinter der Pfette u. kletterten zwischen Dachsparren u. Innenpaneelen auf den Spitzbogen.
Abwärts nutzten die niedlichen Viecher, dann die Schräge als Rutschbahn - was ihnen besonderen Spaß zu machen schien.
Aber das war nicht alles! Auch Katzen der Nachbarschaft hatten Spaß an diesen Rutschpartien.
So sah der Spitzbogen aus. Exkremente, Federn, Mäusereste, Bälle, Plastikspielzeug usw. lagen auf der zerfetzten ehemals 8-10 cm Mineralwolle.
Nach dem ersten Schock während Renovierung + Umzug - was tun?
Wir haben uns über die Lebensgewohnheiten der Marder informiert.
Um Tiere nicht einzuschließen raten Biologen abzuwarten, bis die Jungen das Nest verlassen haben, die Fähe auf Partnersuche geht u. dann alle Einschlupflöcher zu verschließen. Beobachten u. hoffen, dass die pfiffigen Tiere nicht ein neues Schlupfloch finden bzw. schaffen.
Im August waren wir relativ sicher, dass die Tiere ihr Quartier verlassen hatten u. haben uns bekannte Schlupflöcher verschlossen u. abgewartet. Bis vor einigen Tagen schienen sie verschwunden zu sein, inzwischen sind wir aber nicht mehr sicher. Marder sind sehr clever neue Schlupflöcher zu schaffen.
Seit unserer rekordverdächtigen Heizkostenabrechnung zerbrechen wir uns den Kopf, wie wir die Schäden schrittweise und nachhaltig beseitigen können. Da die Dachwohnung von unserer 91 jährigen Mutter bewohnt wird, kommt zunächst nur die Dämmung der oberen Geschossbalkendecke vom Spitzbogen aus in Frage.
Wichtig ist dass
- der Boden begehbar u. damit zu reinigen ist.
- die Dämmung durch Nager nicht zugänglich ist.
Zustand:
- 36 ° Sparrendach . mit ca. 50 m² unbeheiztem Spitzbogen. - ohne Fenster. Soll nicht zu Lagerzwecken genutzt werden u. wird nur durch eine 71x71 cm Luke zu Kontrollzwecken betreten. Davon
- ca. 25 m² obere Geschossdecke - von unten :
7/18 cm Balken, als 5 cm Sichtbalken zum Wohnzimmer, dazwischen Rigips, ca. 10 cm alukasch. Glaswolle, auf der Spitzbodenseite nicht abgedeckt
- ca. 25 m² obere Geschossdecke - von unten:
Kieferpaneele, 10 cm alukasch. Glaswolle zwischen 7/18 cm Glaswolle, auf der Spitzbodenseite nicht abgedeckt.
- von Dampfsperre oder Dampfbremse keine Spur.
Planung 1. Schritt:
1. Glaswolle entfernen,
2. Alukaschierung wenn möglich belassen
3. Schalbretterzwischen n der rechten u. linken Seite zwischen den Balken
3. Evtl. Rieselschutz? -Welchen?
4. Dämmung aus ca. 10 cm / bzw. 18 cm Perlite WLG 050 - alternativ Mineralwolle WLG035
evtl. eine Erhöhung der Balkenlage mit Lagerhölzern u. zusätzlicher Dämmung vor allem dort, wo nur 10 cm zur Verfügung stehen.
5. Evtl. Rieselschutz? - Welchen?
6. Rauspund verschraubt, damit leicht demontierbar für Kontrolle (lieber OSBAbk. - o. Spanplatten, uns wurde abgeraten)?
7. Muss ich zwischen Dämmung u. Rauspund einen Luftspalt lassen?
8: Ist der Aufbau so realistisch?
Der Beitrag fiel leider lang aus, damit die Problematik verständlich wird.
Wer hat Erfahrungen u. kann mir, für Laien verständliche, Tipps geben?