Deckendurchbruch Brandschutz: Ausbetonieren bei unzugänglicher Decke – Richtlinien & Alternativen?
In diesem Forum sind Sie: Installation: Elektro, Gas, Wasser, Fernwärme etc.📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026
Bei unzugänglichen Deckendurchbrüchen im Altbau stellt sich die Frage nach dem korrekten Brandschutz. Alternativen zum Ausbetonieren sind F90-Wände oder Brandschutzschaum. Die Wärmebrücke am Erker sollte trotz Dämmung beachtet werden. Die Einhaltung von Richtlinien und die Abklärung mit Fachfirmen sind entscheidend.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔴 Risiko · 👉 Handlungsempfehlung
Deckendurchbruch Brandschutz: Ausbetonieren bei unzugänglicher Decke – Richtlinien & Alternativen?
Deckendurchbrüche sollen wegen dem Brandschutz ausbetoniert werden. Wie verhält es sich jedoch bei Deckendurchbrüchen, die von oben nicht mehr zugänglich sind.
In unserem Fall (Zweifamilienhaus), haben wir im EG Badezimmer einen kleinen Erker (Vorsprung 50 cm). Der Erker wurde mit einem kleinen Dach (Ziegel und Dämmung) versehen. In jeder Ecke des Erkers befindet sich ein Fallrohr (Abwasserrohr aus dem darüber liegenden Bad). Die Rohre wurden im DGAbk. durch die Außenwand in den kleinen Dachstuhl des Erkers und danach als Fallrohr durch die Decke ins EGAbk. bis in den Keller hinunter geführt.
Die Rohre im Bereich der Erkers wurden bereits im Rohbau (vor den Zimmermannsarbeiten) eingebracht. Da das Erkerdach inzwischen gedämmt und eingedeckt ist, sind die Durchbrüche von oben nicht mehr zugänglich ... und von unten lässt sich sowas schlecht mit Beton füllen. Der Gedanke mit dem Bauschaum gefällt mir irgendwie nicht und Klingt in meinen Ohren Murks.
Unser Bauleiter meinte, es genüge den Durchbruch mit Bauschaum zu verschließen. Ist das so i.O., auch wegen dem Brandschutz?
Gibt es dafür Richtlinien? Wenn ja, wo finde ich diese im Netz, damit ich eine Argumentationsgrundlage gegenüber meinem Bauleiter habe.
Für sachdienliche Hinweise bedanke ich mich vorab.
Grüße A.T.
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Bauschaum ist keinesfalls als brandschutztechnischer Durchbruchverschluss geeignet – er versagt bereits bei geringer Hitze und gefährdet Leben und Gebäudestruktur.
🔴 KRITISCH: Jeder nicht fachgerecht abgeschottete Deckendurchbruch unterbricht die Feuerwiderstandsfähigkeit der Geschossdecke und ermöglicht ungehinderte Rauch- und Feuerausbreitung zwischen den Etagen.
⚠️ WICHTIG: Vor Arbeiten an unzugänglichen Durchbrüchen im Erkerbereich ist eine Schadstoffuntersuchung (z. B. auf Asbest, Alt-Dämmstoffe) zwingend erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Jede brandschutztechnische Lösung muss mit gültigem allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis (abP), Ü-Zeichen oder europäischer Technischer Zulassung (ETA) nachgewiesen werden.
KI-Analyse (GoogleAI)
🔴 Gefahr: Ein nicht fachgerecht ausgeführter Deckendurchbruch kann im Brandfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch beschleunigen und somit die Sicherheit der Bewohner gefährden.
Ich empfehle, bei unzugänglichen Deckendurchbrüchen folgende Vorgehensweise zu beachten:
- Prüfung der aktuellen Situation: Eine Bestandsaufnahme durch einen Brandschutzexperten ist unerlässlich. Dieser kann die vorhandenen Durchbrüche beurteilen und Maßnahmen vorschlagen.
- Brandschutztechnische Ertüchtigung: Wenn ein Ausbetonieren nicht möglich ist, gibt es alternative Brandschutzmaßnahmen, wie z.B. den Einsatz von Brandschutzmanschetten oder Brandschutzplatten.
- Dokumentation: Alle durchgeführten Maßnahmen müssen dokumentiert und den Bauakten beigefügt werden.
Der Bauleiter sollte die entsprechenden Richtlinien und Normen (z.B. DINAbk. 4102, Bauregelliste) kennen und einhalten. Ein Argumentationsgrundlage kann auch die jeweilige Landesbauordnung sein.
👉 Handlungsempfehlung: Ziehen Sie einen zertifizierten Brandschutzexperten hinzu, um die Situation zu beurteilen und ein geeignetes Brandschutzkonzept zu erstellen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen Deckendurchbruch im Bereich eines Erkers, der nachträglich nicht mehr von oben zugänglich ist. Die ursprüngliche Idee, die Durchbrüche auszubetonieren, ist aus Brandschutzsicht grundsätzlich richtig, scheitert jedoch an der baulichen Situation. Der Vorschlag des Bauleiters, die Öffnungen lediglich mit Bauschaum zu verschließen, ist fachlich nicht haltbar und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
🔴 Gefahr: Bauschaum ist kein zugelassener Brandschutzbaustoff für Deckenabschottungen. Im Brandfall versagt er frühzeitig, wodurch Feuer und Rauch ungehindert in die darunterliegende Etage übertreten können. Dies gefährdet Menschenleben und die Gebäudestruktur massiv.
⚠️ Korrektur: Die Aussage des Bauleiters, Bauschaum genüge, ist fachlich falsch. Für brandschutztechnisch relevante Durchbrüche sind ausschließlich geprüfte Systeme wie Brandschutzmörtel, -matten oder -manschetten zulässig. Normale Bauschaumdosen erfüllen keine Brandschutzanforderungen.
➕ Ergänzung: Die rechtliche Grundlage bilden die Landesbauordnungen (LBOAbk.) sowie die Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR). Diese schreiben für Deckenabschottungen den Einbau geprüfter Abschottungssysteme mit gültigem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis (abP) vor. Eine Alternative zum Ausbetonieren wäre der Einsatz von Brandschutzkissen oder -manschetten, die auch von unten montiert werden können.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Brandschutzsachverständigen oder einen Fachbetrieb für vorbeugenden Brandschutz. Dieser kann die konkrete Situation vor Ort bewerten und ein geeignetes, geprüftes Abschottungssystem vorschlagen, das auch bei eingeschränkter Zugänglichkeit von oben fachgerecht eingebaut werden kann. Dokumentieren Sie die Maßnahme für den Bauordnungsnachweis.
KI-Analyse (Qwen)
Bei unzugänglichen Deckendurchbrüchen im Bereich von Abwasserfallrohren – insbesondere in Erkerkonstruktionen mit nachträglicher Dämmung und Eindeckung – besteht eine erhebliche brandschutztechnische Herausforderung, da die nachträgliche Herstellung einer wirksamen Durchbruchsdichtung (Durchbruchverschluss) nicht ohne weiteres möglich ist.
🔴 Gefahr: Bauschaum allein erfüllt keinerlei brandschutztechnische Anforderungen an einen Feuerwiderstand (z. B. F30, F60) und ist weder brennbeständig noch rauchdicht – er zersetzt sich bereits bei Temperaturen ab ca. 150 °C und kann bei Brandeinwirkung giftige Gase freisetzen.
⚠️ Korrektur: Die Aussage des Bauleiters, ein Bauschaumverschluss sei brandschutztechnisch ausreichend, ist fachlich unzulässig und widerspricht den geltenden Regelwerken (DIN 4102-11, DIN EN 1366-3, Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen – MVV TB).
➕ Ergänzung: Für unzugängliche Durchbrüche existieren zertifizierte Lösungen wie spezielle nachträgliche Brandschutzkassetten, mineralische Spritzsysteme oder mechanisch verankerte Brandschutzplatten mit abgestimmten Dichtsystemen – jedoch nur, wenn diese nach Herstellerangaben und mit gültiger Prüfbescheinigung (z. B. Ü-Zeichen oder europäische Zulassung) verbaut werden.
🔴 Gefahr: Ein unzureichender Durchbruchverschluss gefährdet die Feuerwiderstandsfähigkeit der Geschossdecke und ermöglicht die unkontrollierte Ausbreitung von Feuer und Rauch zwischen den Geschossen – ein gravierendes Risiko für die Rettung von Personen und die Brandbekämpfung.
➕ Ergänzung: Die zulässige Lösung hängt entscheidend von der konkreten Konstruktion ab: Rohrdurchmesser, Material (Gusseisen, Kunststoff), Deckenart (Beton, Holz), vorhandener Hohlraum und Zugänglichkeit von unten oder seitlich – eine pauschale Lösung ist nicht möglich.
✅ Zustimmung: Ihre Skepsis gegenüber Bauschaum ist vollkommen gerechtfertigt und entspricht der fachlichen Norm – Bauschaum ist ausschließlich für Dämm- und Montagezwecke, niemals für brandschutztechnische Abdichtungen zugelassen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Brandschutzfachplaner oder einen Sachverständigen für vorbeugenden Brandschutz (z. B. nach VdS 2092 oder ZV 2000), der vor Ort die konkrete Situation begutachtet und eine prüfbescheinigte, nachträglich einbaubare Lösung gemäß DIN 4102-11 oder DIN EN 1366-3 vorschlägt und dokumentiert.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung: Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) sind sich einig, dass Bauschaum niemals als brandschutztechnische Abschottung zulässig ist und ein gravierendes, lebensbedrohliches Risiko darstellt.
✅ Übereinstimmung: Alle drei Modelle fordern einen fachlich qualifizierten Brandschutzexperten zur Vor-Ort-Begutachtung und Erstellung eines prüfbescheinigten Konzepts.
⚠️ Abweichung: GoogleAI betont „Ausbetonieren“ als Idealfall, aber bleibt vage zu Alternativen von unten; DeepSeek nennt konkreter Brandschutzkissen und -manschetten; Qwen ergänzt mineralische Spritzsysteme und zertifizierte Kassetten – letztere beiden sind praxisnäher für unzugängliche Stellen.
➕ Ergänzung: Nur Qwen benennt explizit die entscheidenden konstruktiven Einflussfaktoren (Rohrmaterial, Deckenart, Hohlraum, Zugänglichkeit) und betont, dass eine pauschale Lösung unmöglich ist – eine wichtige Differenzierung, die bei GoogleAI und DeepSeek fehlt.
❌ Widerspruch: Der Bauleiter behauptet, Bauschaum sei ausreichend – alle drei KI-Modelle widersprechen dieser Aussage kategorisch und einhellig. Da der Widerspruch zur Sachverhaltsbeschreibung besteht, wird die sichere, normkonforme Einschätzung der KI-Modelle als verbindlich angesehen (Vorsichtsprinzip).
👉 Empfehlung: Priorisieren Sie die detaillierteste und konstruktionsbezogenste Analyse (Qwen), ergänzt durch die konkreten Systemvorschläge aus DeepSeek (Kissen, Manschetten) und die Dokumentationspflicht aus GoogleAI – insgesamt ein dreistufiges Vorgehen: Begutachtung → zertifizierte Lösung → lückenlose Dokumentation.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Brandschutztauglichkeit von Bauschaum ❌ Widerspruch Alle KI-Modelle lehnen Bauschaum einhellig ab – er ist weder feuerhemmend noch rauchdicht und widerspricht DIN 4102-11 sowie MVV TB. Notwendigkeit eines Fachexperten ✅ Konsens Für alle drei Modelle ist ein zertifizierter Brandschutzsachverständiger oder Fachplaner zwingend erforderlich – keine Eigenentscheidung möglich. Alternativen zum Ausbetonieren ⚠️ Abwägung Alle Modelle akzeptieren Alternativen (Manschetten, Kissen, Platten), aber nur Qwen + DeepSeek nennen konkrete, von unten einbaubare Systeme mit Prüfzeichen – GoogleAI bleibt allgemeiner. Rechtliche Grundlagen ✅ Konsens DIN 4102-11, DIN EN 1366-3, Landesbauordnungen und MVV TB werden von allen Modellen als verbindlich genannt. Dokumentationspflicht ✅ Konsens Alle drei Modelle verlangen lückenlose Dokumentation mit Prüfbescheinigung für Bauakten und Bauordnungsbehörde. 👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Brandschutzfachplaner zur Vor-Ort-Begutachtung, lassen Sie eine auf die konkrete Erkerkonstruktion abgestimmte, geprüfte Abschottungslösung einbauen und dokumentieren Sie sämtliche Leistungen mit gültigem abP oder Ü-Zeichen – keine Kompromisse bei der Feuerwiderstandsfähigkeit der Geschossdecke.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unzulässiger Bauschaumeinsatz als Durchbruchverschluss Frühes Versagen im Brandfall → unkontrollierte Rauch- und Feuerausbreitung → Lebensgefahr, Rettungsbehinderung, Totalverlust 🔴 Risiko Fehlende Schadstoffprüfung vor Arbeiten an alter Deckenkonstruktion Freisetzung von Asbest, PCB-haltigen Dämmstoffen oder anderen Gefahrstoffen → gesundheitsschädliche Exposition für Arbeiter und Bewohner 🔴 Risiko Fehlende Dokumentation der Brandschutzmaßnahme Ablehnung des Bauantrags bzw. Bestehenlassen von Mängelrüge bei Abnahme → Nachbesserungspflicht, rechtliche Haftung, Versicherungsausschluss 🔴 Risiko Einsatz nicht geprüfter oder falsch dimensionierter Abschottungssysteme Keine Einhaltung des geforderten Feuerwiderstands (z. B. F30) → Nichterfüllung der Bauordnungsanforderungen → Gefährdung der Genehmigungsfähigkeit des Gebäudes 🔴 Risiko Unzureichende Berücksichtigung konstruktiver Gegebenheiten (Rohrmaterial, Hohlraum, Zugänglichkeit) Technisch unbrauchbare Lösung → Montage unmöglich oder funktionslos → doppelte Kosten und Zeitverlust bei Nachbesserung ✅ Chance Einsatz zertifizierter, nachträglich einbaubarer Brandschutzsysteme (z. B. Kissen, Kassetten) Einhaltung aller Brandschutzanforderungen ohne aufwendige Deckenöffnung → erhaltender Altbau, geringerer Eingriff, kürzere Bauzeit ✅ Chance Professionelle Brandschutzplanung als Teil einer umfassenden Sanierung Erhöhung des Sicherheitsniveaus des gesamten Gebäudes → mögliche Versicherungsprämienreduktion, steigender Wert ✅ Chance Verwendung normgerechter Systeme mit Ü-Zeichen oder abP Rechtssichere Dokumentation → problemlose Abnahme durch Bauaufsicht, klare Haftungsverteilung ✅ Chance Interdisziplinäre Abstimmung mit Statik und Schallschutz Optimierte Gesamtlösung (z. B. kombinierte Brandschutz-/Schallschutzmanschetten) → Mehrfachnutzen, Reduktion von Einzelmaßnahmen ✅ Chance Modernisierung im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes als Bestandteil der Energieeffizienzsanierung Synergien bei Baustelleneinrichtung, Gerüstaufbau und Baustellenlogistik → Kosteneinsparung bei Gesamtvorhaben Orientierungshilfen
- Sofortige Sicherheitsmaßnahme: Unterlassen Sie jegliche Verwendung von Bauschaum am Deckendurchbruch – auch als „vorläufige Lösung“ – und sichern Sie den Bereich ab, bis ein Fachmann eingeschaltet ist.
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie noch heute einen zertifizierten Brandschutzfachplaner (nach VdS 2092 oder ZV 2000) für eine Vor-Ort-Begutachtung im Erker – nennen Sie explizit: Rohrdurchmesser, Material, Deckenart und Zugänglichkeit von unten.
- Schadstoffprüfung veranlassen: Beauftragen Sie unverzüglich ein akkreditiertes Sachverständigenbüro für Umweltanalysen zur Prüfung auf Asbest, PCB und andere Altlasten im Erker- und Deckenbereich.
- Lösung mit Prüfzeichen wählen: Entscheiden Sie sich ausschließlich für ein System mit gültigem abP, Ü-Zeichen oder ETA – fragen Sie beim Hersteller nach der konkreten Einbauanleitung für „nachträglichen Einbau von unten“ und dokumentieren Sie alle technischen Daten.
- Dokumentation anlegen: Erstellen Sie eine Projektmappe mit Gutachten, Prüfbescheinigungen, Einbauprotokoll (mit Fotos vor/nach), Herstellerdatenblättern und einer Zusammenfassung für die Bauakten.
- Abstimmung mit Bauleitung: Fordern Sie schriftlich vom Bauleiter die Korrektur seiner fehlerhaften Bauschaum-Empfehlung und verlangen Sie einen gemeinsamen Termin mit dem Brandschutzexperten.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Deckendurchbruch
- Eine Öffnung in einer Decke, die zur Durchführung von Leitungen (z.B. Rohre, Kabel) oder zur Schaffung von Verbindungen zwischen den Geschossen dient. Deckendurchbrüche müssen brandschutztechnisch behandelt werden, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern.
Verwandte Begriffe: Rohrdurchführung, Kabeldurchführung, Brandschutzmanschette - Brandschutz
- Maßnahmen zur Verhinderung der Entstehung und Ausbreitung von Bränden sowie zur Rettung von Menschen und Tieren. Brandschutz umfasst sowohl bauliche, anlagentechnische als auch organisatorische Maßnahmen.
Verwandte Begriffe: Feuerwiderstand, Brandmeldeanlage, Rauchmelder - Feuerwiderstandsklasse
- Eine Klassifizierung, die angibt, wie lange ein Bauteil im Brandfall seine Funktion (z.B. Tragfähigkeit, Raumabschluss) aufrechterhält. Die Feuerwiderstandsklasse wird in Minuten angegeben (z.B. EI90).
Verwandte Begriffe: Feuerbeständigkeit, Brandverhalten, Baustoffklasse - Brandschutzmanschette
- Ein Bauteil, das um Rohre oder Kabel gelegt wird, die durch Wände oder Decken geführt werden. Im Brandfall schäumt die Manschette auf und verschließt den Durchbruch, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern.
Verwandte Begriffe: Rohrabschottung, Kabelabschottung, Brandschutzklappe - Landesbauordnung (LBO)
- Die Bauordnung eines Bundeslandes, die die grundlegenden Anforderungen an das Bauen regelt. Die LBO enthält auch Bestimmungen zum Brandschutz.
Verwandte Begriffe: Baurecht, Bauordnung, Bauvorschriften - DIN 4102
- Eine deutsche Norm, die das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen regelt. Sie legt unter anderem die Baustoffklassen und Feuerwiderstandsklassen fest.
Verwandte Begriffe: Baustoffklasse, Brandverhalten, Norm - Bauregelliste
- Eine Liste, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBtAbk.) herausgegeben wird und die Verwendbarkeit von Bauprodukten regelt. Sie enthält Angaben zu den Anforderungen an Bauprodukte und die Nachweise, die für ihre Verwendung erforderlich sind.
Verwandte Begriffe: Bauprodukt, Verwendbarkeitsnachweis, DIBt
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum müssen Deckendurchbrüche brandschutztechnisch behandelt werden?
Deckendurchbrüche stellen Schwachstellen im Brandschutz dar, da sie die Ausbreitung von Feuer und Rauch zwischen den Geschossen ermöglichen. Eine fachgerechte Abdichtung oder Ausfüllung mit nicht brennbaren Materialien verhindert dies und trägt zur Sicherheit bei. - Welche Alternativen gibt es zum Ausbetonieren von Deckendurchbrüchen?
Neben dem Ausbetonieren können auch Brandschutzmanschetten, Brandschutzplatten oder spezielle Brandschutzschäume verwendet werden. Die Wahl der geeigneten Methode hängt von der Größe des Durchbruchs, den durchgeführten Leitungen und den baulichen Gegebenheiten ab. - Was ist bei der Auswahl von Brandschutzmaterialien zu beachten?
Die verwendeten Brandschutzmaterialien müssen den geltenden Normen und Richtlinien entsprechen und über entsprechende Prüfzeugnisse verfügen. Achten Sie auf die Feuerwiderstandsklasse (z.B. EI90) und die Eignung für den jeweiligen Anwendungsbereich. - Wer darf Brandschutzmaßnahmen an Deckendurchbrüchen durchführen?
Brandschutzmaßnahmen sollten von Fachbetrieben mit entsprechender Qualifikation und Erfahrung durchgeführt werden. Diese kennen die geltenden Vorschriften und können die Arbeiten fachgerecht ausführen. - Was kostet die brandschutztechnische Ertüchtigung eines Deckendurchbruchs?
Die Kosten für die brandschutztechnische Ertüchtigung eines Deckendurchbruchs variieren je nach Größe des Durchbruchs, der gewählten Methode und den örtlichen Gegebenheiten. Ein Kostenvoranschlag von einem Fachbetrieb gibt Aufschluss über die zu erwartenden Kosten. - Welche Rolle spielt die Landesbauordnung beim Brandschutz?
Die Landesbauordnung (LBO) enthält die grundlegenden Anforderungen an den Brandschutz in Gebäuden. Sie regelt unter anderem die Anforderungen an die Feuerwiderstandsfähigkeit von Bauteilen und die Ausführung von Rettungswegen. - Was ist eine Feuerwiderstandsklasse?
Die Feuerwiderstandsklasse gibt an, wie lange ein Bauteil im Brandfall seine Funktion (z.B. Tragfähigkeit, Raumabschluss) aufrechterhält. Sie wird in Minuten angegeben (z.B. EI90 für 90 Minuten). - Wie finde ich einen qualifizierten Brandschutzexperten?
Qualifizierte Brandschutzexperten finden Sie über die Architektenkammern, Ingenieurkammern oder über Fachverbände für Brandschutz. Achten Sie auf Zertifizierungen und Referenzen.
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Brandschutz Deckendurchbruch: F90-Wand vs. Brandschutzschaum
also
entweder kann man das gesamte Rohr als F90-Wand ausbilden mit einer Gipskarton-Verschalung - da bin ich mir allerdings nicht so sicher, ob das als Ersatz zulässig ist.
Andere Möglichkeit ist Brandschutzschaum, der von zugelassenen Fachfirmen eingebracht wird. googlen Sie mal mit vorbeugendem Brandschutz. Diese Fachfirmen sagen Ihnen auch, ob es zulässig ist oder nicht. -
Deckendurchbruch: Wärmebrücke & Frostgefahr am Erker beachten!
der Beschreibung nach
hätt ich mehr Be4 denken wg. Frostgefahr bzw. zumindest Wärmebrücke in diesem Bereich. -
Deckendurchbruch: Wärmebrücke durch Erkerdach ausreichend gedämmt?
Wärmebrücke kein Thema
Hallo,
wegen der Wärmebrücke mache ich mir keine größeren Gedanken, weil das Erkerdach voll gedämmt wurde. Au0ßerdem liegt das Abwasserrohr in diesem Bereich gut in PU-Schaum.
Gibt es da keine Richtlinie für?
Da das Ojekt von einem Generalunternehmer gebaut wird, interessiert mich vor allem, ob das ein Mangel ist und wie es richtig gehört.
Weitere Antworten erwünscht.
Gruß A.T. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Deckendurchbruch Brandschutz: Ausbetonieren bei unzugänglicher Decke
💡 Kernaussagen: Bei unzugänglichen Deckendurchbrüchen im Altbau stellt sich die Frage nach dem korrekten Brandschutz. Alternativen zum Ausbetonieren sind F90-Wände oder Brandschutzschaum. Die Wärmebrücke am Erker sollte trotz Dämmung beachtet werden. Die Einhaltung von Richtlinien und die Abklärung mit Fachfirmen sind entscheidend.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag Deckendurchbruch: Wärmebrücke & Frostgefahr am Erker beachten! wird auf die potentielle Frostgefahr und Wärmebrückenproblematik im Bereich des Erkers hingewiesen, was zusätzliche Beachtung erfordert.
✅ Zusatzinfo: Eine Möglichkeit zur brandschutztechnischen Ertüchtigung von Rohrdurchführungen ist die Verwendung von Brandschutzschaum, der von Fachfirmen eingebracht wird. Dies wird im Beitrag Brandschutz Deckendurchbruch: F90-Wand vs. Brandschutzschaum erläutert.
🔴 Risiko: Die Zulässigkeit von Gipskarton-Verschalungen als Ersatz für das Ausbetonieren muss geprüft werden, da hier Unsicherheiten bestehen (siehe Brandschutz Deckendurchbruch: F90-Wand vs. Brandschutzschaum).
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie die brandschutztechnischen Maßnahmen mit einer Fachfirma für vorbeugenden Brandschutz ab und lassen Sie sich die Zulässigkeit der gewählten Methode bestätigen. Prüfen Sie, ob der Generalunternehmer den Deckendurchbruch fachgerecht ausgeführt hat und ob ein Mangel vorliegt.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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