nachdem ich von verschiedenen Fachbetrieben auf meine Fragen unterschiedliche und auch ganz entgegengesetzte Lösungsvorschläge
(bei dampfundurchlässiger Spannbahn über den Dachsparrenkann kann das Styrotect-S bis unter die Folie eingebaut werden; oder die dampundurchlässige Folie über den Sparren kann ganz entfernt werden, eine Folie ist überhaupt nicht erforderlich; oder ganz generell ist vom Einbau von Styrotect-S abzuraten)
bekam, wende ich mich nun die Experten des Themenkreises Dachausbau und Dachdämmung.
Bei einem 1972 gebauten Reihenhaus soll das Dachgeschoss zu Wohnzwecken ausgebaut werden.
Dachaufbau: Brass Betondachsteine Frankfurter Pfanne, Lattung 28x50 mm, Sparren 160x75 mmm, keine Konterlattung.
Zwischen Dachpfannen und Sparren ist eine dampfundurchlässige Spannbahn eingebaut.
Die Unterspannbahn geht von der Seitenmauer über die Sparren bis über die Quersparren, das bedeutet, im oberen Dachdrittel gibt es keine Folie.
Aus Gründen der sauberen Verarbeitungsmöglichkeit (Zuschnitt mittels Wärmedraht) möchte ich eine Zwischensparrendämmung mit Styrotect-S oder einem anderen Styrophormaterial durchführen.
Raumseitig ist eine Beplankung mit Fichtenprofilbrettern geplant.
Wäre nachfolgend beschriebene Vorgehensweise anzuraten?
1.) Herausschneiden der vorhandenen alten Folie zwischen den Sparren und durch dampfdurchlässige Folie ersetzen.
2). 16 cm starkes Styrotect-S bis direkt bis unter die neu eingebrachte Folie einbauen.
Eine Hinterlüftung sollte nicht erforderlich sein, da evtl. eingedrungene Feuchtigkeit durch die dampfdurchlässige Folie abziehen kann?
3.) Innenraumseitiges Anbringen einer dampfundurchlässigen Folie und danach Einbau der Fichtenprofilbretter.
Oder wäre es vielleicht besser nur 14 cm starkes Styrotect-S mit 2 cm Abstand zur oberen Seite der Dachsparren einzubringen?
Gibt es vielleicht noch eine andere Lösung, an die ich noch nicht gedacht habe?
Für einen Ratschlag, was bei meinem Ausbauproblem bauphysikalisch richtig und sinnvoll ist, wäre ich sehr dankbar.
Hartmut Gerhardt
