Dampfbremse im Altbau: Dichtigkeit, SD-Wert & Alternativen zu Folie für Sandsteinwand?
In diesem Forum sind Sie: Ökologisches und biologisches Bauen📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 11.01.2026
Bei der Innendämmung eines Altbaus mit Sandsteinwand ist die korrekte Ausführung der Dampfbremse entscheidend. Vor der Dämmung muss ein eventuelles Schimmelproblem beseitigt und die Ursache geklärt werden. Der SD-Wert der Dampfbremse muss zum Wandaufbau passen, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Eine luftdichte Ausführung der Dampfsperre ist unerlässlich, um Kondensation in der Dämmung zu verhindern. Es sollte eine fachgerechte Berechnung des Wandaufbaus erfolgen, um die passende Dämmstärke und den SD-Wert der Dampfbremse zu bestimmen.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔴 Risiko · 👉 Handlungsempfehlung
Dampfbremse im Altbau: Dichtigkeit, SD-Wert & Alternativen zu Folie für Sandsteinwand?
Nun sind wir uns nicht sicher wie gut die Dampfbremse sein muss. Wir möchten ein Papier (Pro Clima) verwenden, welches jedoch eine schlechte Dichtheit hat (Sd = 2.3). Eine Alternative wären Folien (z.B. Flammex), welche viel besser Dichten. Wir würden die Dampfbremse aus Papier bevorzugen, wissen aber nicht ob sich dadurch das Schimmelproblem in der Wand vergrößert. Wer hat Informationen dazu?
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Keine Dampfbremse mit Sd-Wert < 10 m bei Innendämmung an massiver Sandsteinwand verwenden – Risiko interstitieller Kondensation und Schimmelbildung ist hoch.
🔴 KRITISCH: Vor Einbau unbedingt eine bauphysikalische Feuchteschutznachweis-Rechnung (Glaser-Verfahren inkl. monatlicher Bilanz) durch einen zertifizierten Bauphysiker oder Energieberater durchführen lassen.
⚠️ WICHTIG: Feuchtevariable Dampfbremsen (z. B. Pro Clima Intello Plus) sind grundsätzlich geeignet – aber nur bei nachgewiesener Gesamtkonstruktion; „automatisch sicher“ gilt nicht.
⚠️ WICHTIG: Bei Verwendung einer hochdiffusionsdichten Dampfsperre (Sd > 50 m) ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung (z. B. Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung) zwingend erforderlich, um Feuchterückführung in den Raum zu verhindern.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Dichtigkeit der Dampfbremse als entscheidend für den Erfolg der Innendämmung im Altbau. Eine unzureichende Dampfbremse kann zu Feuchtigkeitseintritt in die Dämmung und somit zu Schimmelbildung führen. 🔴
Bei einer Innendämmung mit Zellulose in einem Sandsteinhaus ist es wichtig, den diffusionstechnischen Aspekt zu berücksichtigen. Sandstein ist diffusionsoffen, Zellulose auch. Daher sollte die Dampfbremse einen möglichst hohen SDAbk.-Wert aufweisen, um den Feuchtigkeitstransport in die Wand zu minimieren. Pro Clima bietet hierfür geeignete Produkte.
Alternativen zu herkömmlichen Folien sind beispielsweise feuchtevariable Dampfbremsen oder spezielle Klimamembranen. Diese passen ihren SD-Wert an die Umgebungsbedingungen an und können so das Risiko von Feuchteschäden reduzieren.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Energieberater oder Fachhandwerker bezüglich der optimalen Dampfbremse und deren fachgerechten Einbau beraten. Eine sorgfältige Planung und Ausführung sind entscheidend für ein gesundes Raumklima und die Langlebigkeit der Bausubstanz.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Innendämmung einer historischen Sandsteinwand aus dem Jahr 1939 mit 4 cm Zellulose, einer Dampfbremse und einer Fermacell-Beplankung. Die Kernfrage betrifft die Wahl des richtigen Dampfbremsenmaterials und dessen Auswirkung auf die Feuchtedynamik der Wand.
🔴 Gefahr: Die Verwendung einer Dampfbremse mit einem zu niedrigen Sd-Wert (wie 2,3 m bei der Papierbahn) in Kombination mit einer diffusionsoffenen Innendämmung aus Zellulose birgt ein erhebliches Risiko für Tauwasserausfall und Schimmelbildung im Wandquerschnitt. Bei einer Sandsteinwand mit hoher kapillarer Leitfähigkeit kann dies zu schwerwiegenden Feuchteschäden führen.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist nicht nur der Sd-Wert der Dampfbremse, sondern das gesamte Bauteilgefüge. Bei Innendämmung im Altbau muss die Dampfbremse innen deutlich diffusionsdichter sein als die Außenschale. Ein Sd-Wert von 2,3 m ist für diesen Zweck in der Regel zu niedrig, da er die Feuchte nicht ausreichend vom Innenraum fernhält. Empfohlen werden Sd-Werte von mindestens 10-20 m für die innenliegende Dampfbremse bei solchen Konstruktionen.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine Papier-Dampfbremse grundsätzlich "schlecht dichtet", ist irreführend. Es gibt spezielle Papiere mit variablen Sd-Werten (feuchteadaptive Dampfbremsen), die im Winter einen hohen und im Sommer einen niedrigen Diffusionswiderstand aufweisen. Der genannte Wert von 2,3 m deutet jedoch auf ein Standardprodukt hin, das für diese Anwendung ungeeignet ist.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen auf Altbausanierung spezialisierten Bauphysiker oder Energieberater. Lassen Sie eine detaillierte Feuchtesimulation (Glaser-Verfahren) für den spezifischen Wandaufbau durchführen. Prüfen Sie den Einsatz einer feuchteadaptiven Dampfbremse (z.B. Pro Clima Intello) mit variablem Sd-Wert. Alternativ kann eine Dampfsperre mit höherem Sd-Wert (z.B. 20-50 m) in Kombination mit einer kontrollierten Lüftung sinnvoll sein. Verzichten Sie auf eine pauschale Entscheidung ohne bauphysikalische Berechnung.
KI-Analyse (Qwen)
Bei der Innendämmung eines Sandsteinhauses aus dem Jahr 1939 handelt es sich um ein hochsensibles Bauphysik-Szenario, da Sandstein stark diffusionsoffen und kapillaraktiv ist – eine Eigenschaft, die bei falscher Dampfbremsauswahl leicht zu Feuchteschäden führt.
🔴 Gefahr: Die geplante Kombination aus 4 cm Zellulose, Dampfbremse mit Sd = 2,3 (z. B. Pro Clima Intello Plus im "offenen" Modus) und Fermacell birgt ein erhebliches Risiko der interstitiellen Kondensation in der Wandkonstruktion – besonders im Winter, wenn die Sandsteinwand stark auskühlt und die Dampfbremse nicht ausreichend dicht ist, um den Feuchtefluss zu steuern.
⚠️ Korrektur: Ein Sd-Wert von 2,3 entspricht keiner "Dampfbremse" im klassischen Sinne, sondern einer dampfoffenen, feuchtevariablen Funktionsschicht – diese ist für Innendämmung an massiven, feuchtespeicherfähigen Wänden wie Sandstein nur dann sicher einsetzbar, wenn die gesamte Konstruktion bauphysikalisch nachgewiesen ist (z. B. mit Glaser-Berechnung) und eine ausreichende innere Oberflächentemperatur gewährleistet ist.
➕ Ergänzung: Die 2 × 12 cm Sandsteinwand bietet nur geringe Wärmedämmung und hohe Wärmespeicherfähigkeit – bei Innendämmung sinkt die Wandtemperatur im Bereich der Dämmung stark ab, was die Taupunktunterschreitung im Bauteil begünstigt; eine reine Zellulose-Dämmung ohne zusätzliche Wärmebrückenminimierung (z. B. an Fensterlaibungen, Deckenanschlüssen) erhöht das Risiko weiter.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass eine "schlechtere" Dampfbremse (niedriger Sd-Wert) automatisch ein höheres Schimmelrisiko bedeutet, ist irreführend – entscheidend ist nicht nur die Dichtigkeit, sondern die dynamische Feuchteregulierung über den Jahresverlauf; eine zu dichte Folie (z. B. Flammex mit Sd > 100) kann bei Sandstein die notwendige Feuchterückführung in den Raum verhindern und zu langfristiger Feuchtespeicherung in der Wand führen.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Wahl von Zellulose als diffusionsoffene Dämmung ist bauphysikalisch sinnvoll – sie speichert Feuchte reversibel und reduziert Spitzenfeuchtelasten besser als mineralische Dämmstoffe.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie vor der Ausführung unbedingt einen zertifizierten Energieberater (z. B. nach DINAbk. V 18599 oder mit Bauphysik-Zertifizierung) für eine detaillierte Feuchteschutznachweis-Rechnung (Glaser-Verfahren inkl. monatlicher Bilanz) sowie eine thermische Sanierungsplanung – insbesondere zur Bewertung der Oberflächentemperatur an der Sandstein-Dämm-Grenzfläche und zur Auswahl der optimalen feuchtevariablen Dampfbremse mit nachweislichem Sd-Bereich (z. B. Intello Plus mit Sd = 0,25–25).
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass die Dampfbremse bei Innendämmung an Sandsteinwand (Bj. 1939) bauphysikalisch zentral ist und ein unzureichender Sd-Wert gravierende Schäden verursachen kann.
- Alle drei fordern eine fachliche Bauphysik-Begleitung (Energieberater/Bauphysiker) vor Ausführung – insbesondere zur Feuchtesimulation.
- Alle drei bewerten Zellulose als geeigneten, diffusionsoffenen Dämmstoff im historischen Kontext.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt „Sd-Wert möglichst hoch“, ohne klare untere Grenze zu benennen; DeepSeek konkretisiert Sd ≥ 10–20 m; Qwen betont dynamische Anforderung (Sd-Bereich 0,25–25 m) und lehnt pauschale „Höher-ist-besser“-Annahme ab.
- GoogleAI sieht feuchtevariable Dampfbremsen grundsätzlich als risikominimierend an; Qwen betont deren Einsatzbedingungen (Nachweis erforderlich); DeepSeek fokussiert auf Sd-Mindestanforderung, ohne Detailempfehlung zur Variabilität.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die Risikobetrachtung um die Thematik der Oberflächentemperatur und Wärmebrücken an Anschlussstellen (Fensterlaibung, Decke) – nicht in GoogleAI oder DeepSeek erwähnt.
- DeepSeek nennt explizit die Gefahr der Kapillarleitung im Sandstein als beschleunigenden Faktor für Feuchteschäden – nicht ausdrücklich in den anderen Analysen benannt.
- Qwen hebt den Widerspruch hervor: Zu hohe Dichtigkeit (Sd > 100 m) kann langfristig Feuchtespeicherung im Sandstein begünstigen – GoogleAI erwähnt diese Risikokomponente nicht, DeepSeek fokussiert auf zu niedrige Dichtigkeit.
❌ Widerspruch:
- Qwen widerspricht der pauschalen Annahme, dass „niedriger Sd-Wert = höheres Schimmelrisiko“ (❌ Widerspruch); stattdessen betont Qwen die Notwendigkeit einer dynamischen, jahreszeitlich abgestimmten Feuchteregulierung. DeepSeek und GoogleAI implizieren hingegen eine lineare Beziehung zwischen Sd-Höhe und Sicherheit – Qwens Einschätzung ist gemäß Vorsichtsprinzip die sicherere: sie fordert Nachweis statt Annahme.
👉 Empfehlung:
- Die sicherste Vorgehensweise folgt Qwens Vorschlag: feuchtevariable Dampfbremse mit nachweislichem Sd-Bereich (z. B. Intello Plus) + Glaser-Bilanz + Oberflächentemperatur-Prüfung + kontrollierte Lüftung. Dies integriert alle Risikoaspekte – sowohl zu niedrige als auch zu hohe Dichtigkeit.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Dampfbremse bei Sandstein-Innendämmung ✅ Unverzichtbare, bauphysikalisch dimensionierte Funktionsschicht – kein Verzicht oder „Standardlösung“. Sd-Wert-Mindestanforderung ⚠️ Konsens auf „nicht unter 10 m“, aber Abwägung: zu hoher Sd-Wert (>100 m) birgt eigene Risiken (Feuchterückhalt); Optimum liegt im variablen Bereich (z. B. 0,25–25 m). Notwendigkeit bauphysikalischer Nachweise ✅ Vollständiger Konsens: Glaser-Verfahren mit monatlicher Bilanz und Oberflächentemperaturprüfung ist zwingend erforderlich. Eignung von Zellulose ✅ Vollständiger Konsens: Zellulose ist als diffusionsoffene, feuchteregulierende Dämmung ideal für Sandstein. Einbau durch Laien ❌ Alle drei Modelle lehnen selbstständige Ausführung ab – Widerspruch zur Annahme „einfache Montage“, da kleinste Fehler (Überlappung, Anschlussdichtigkeit, Durchdringungen) zum Schadensfall führen. 👉 Handlungsempfehlung: Entscheiden Sie sich nicht für ein Dampfbremsprodukt nach Katalogwert, sondern nach bauphysikalisch abgesicherter Gesamtkonstruktion – inklusive Feuchtedynamik über das Jahr, Oberflächentemperatur an kritischen Stellen und Lüftungskonzept.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Interstitielle Kondensation im Sandstein durch zu niedrigen Sd-Wert Schimmelbildung, Baustoffabbau, gesundheitliche Gefährdung 🔴 Risiko Langfristige Feuchtespeicherung durch zu hohen Sd-Wert Ausfrieren im Winter, Salzausblühungen, Verwitterung des Sandsteins 🔴 Risiko Fehlende Lüftung bei hoher Dampfbremsdichtigkeit Staunässe in Dämmung, Schimmelpilzbildung, Verlust der Dämmwirkung 🔴 Risiko Unzureichende Anschlussdichtigkeit (Fenster, Decke, Fußboden) Feuchteumgehung der Dampfbremse, lokale Taupunktsunterschreitung 🔴 Risiko Fehlende bauphysikalische Berechnung vor Ausführung Unvorhersehbare, nicht rückholbare Feuchteschäden – Nachbesserung oft nicht möglich ✅ Chance Feuchtevariable Dampfbremse mit dynamischem Sd-Wert Optimale Feuchteregulierung über Jahreszeiten – erhöhte Sicherheit und Behaglichkeit ✅ Chance Nutzung der kapillaren Speicherfähigkeit des Sandsteins Natürliche Pufferwirkung bei Feuchtespitzen – reduziert Kondensationsrisiko bei korrekter Dampfbremse ✅ Chance Verwendung von Zellulose als reversibel feuchtespeichernder Dämmstoff Keine irreversible Feuchtigkeitsbindung – geringere Schimmelgefahr bei Temporärfeuchte ✅ Chance Ganzheitliche Sanierung mit Lüftungskonzept und Oberflächentemperatur-Anhebung Dauerhafte Verbesserung des Raumklimas und der Energieeffizienz ✅ Chance Erhalt historischer Substanz durch schonende, diffusionsoffene Sanierung Keine Zerstörung des Mauerwerks – keine Abriss- oder Austauschnotwendigkeit Orientierungshilfen
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen zertifizierten Bauphysiker oder Energieberater mit Schwerpunkt Altbausanierung – für eine Glaser-Bilanz inkl. monatlicher Feuchtedynamik und Oberflächentemperatur-Prüfung an der Sandstein-Dämm-Grenzfläche.
- Produktprüfung vor Ort: Lassen Sie den geplanten Dampfbremsstoff (z. B. Intello Plus) inkl. Verlegeanleitung und Sd-Wert-Bereich (nicht nur „im offenen Modus“) durch den Fachberater bewerten – ein Wert von Sd = 2,3 m ist für diese Konstruktion ohne Nachweis unzulässig.
- Lüftungskonzept klären: Prüfen Sie, ob in der Wohnung aktuell oder zukünftig eine kontrollierte Wohnraumlüftung (z. B. Abluftanlage mit WRG) installiert wird – bei Sd > 20 m ist dies zwingende Voraussetzung.
- Wärmebrücken dokumentieren: Erstellen Sie vor Dämmbeginn eine Aufnahme aller Anschlussstellen (Fensterlaibung, Deckenanschluss, Fußbodeneinbindung) – diese müssen mit Dampfbremse und Dämmung durchgängig abgedichtet werden.
- Zellulose-Fachhandwerker wählen: Beauftragen Sie ausschließlich Fachbetriebe mit Referenzen für Innendämmung an massiven historischen Wänden – Nachweis von Dampfbremse-Dichtigkeit (z. B. Blower-Door-Test der Folienverklebung) ist vertraglich festzulegen.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle Herstellerdatenblätter (Dampfbremse, Zellulose, Fermacell), Baubeschreibung und den Abschlussbericht des Bauphysikers – für spätere Prüfungen und ggf. Versicherungsfälle.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Dampfbremse
- Eine Dampfbremse ist eine Schicht in der Gebäudehülle, die den Durchtritt von Wasserdampf in die Dämmstoffschicht reduziert. Sie besteht meist aus Folien oder speziellen Membranen. Verwandte Begriffe: Dampfsperre, Klimamembran, SD-Wert.
- SD-Wert
- Der SD-Wert (wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke) gibt an, wie stark eine Bauteilschicht den Durchtritt von Wasserdampf behindert. Er wird in Metern angegeben. Verwandte Begriffe: Wasserdampfdiffusion, Diffusionswiderstand, Dampfbremse.
- Zellulose
- Zellulose ist ein Dämmstoff, der aus recyceltem Papier hergestellt wird. Sie ist diffusionsoffen und kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Verwandte Begriffe: Einblasdämmung, Naturdämmstoff, Wärmedämmung.
- Diffusionsoffen
- Diffusionsoffen bedeutet, dass ein Baustoff Wasserdampf durchlassen kann. Dies ist wichtig, um Feuchtigkeit aus dem Gebäude abzuführen und Schimmelbildung zu vermeiden. Verwandte Begriffe: Dampfdiffusion, Feuchtigkeitstransport, Atmungsaktivität.
- Klimamembran
- Eine Klimamembran ist eine feuchtevariable Dampfbremse, die ihren SD-Wert an die Luftfeuchtigkeit anpasst. Sie lässt im Winter weniger Feuchtigkeit in die Dämmung und ermöglicht im Sommer ein Austrocknen. Verwandte Begriffe: Dampfbremse, SD-Wert, Feuchteschutz.
- Innendämmung
- Innendämmung ist die Dämmung eines Gebäudes von innen. Sie wird oft eingesetzt, wenn eine Außendämmung nicht möglich ist. Verwandte Begriffe: Außendämmung, Wärmedämmung, Fassadendämmung.
- Sandstein
- Sandstein ist ein natürliches Gestein, das aus Sandkörnern besteht. Er ist diffusionsoffen und wird häufig im Bauwesen verwendet. Verwandte Begriffe: Naturstein, Mauerwerk, Baustoff.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist eine Dampfbremse und wozu dient sie?
Eine Dampfbremse ist eine Schicht, die in der Gebäudehülle eingebaut wird, um den Durchtritt von Wasserdampf in die Dämmstoffschicht zu reduzieren. Sie schützt die Dämmung vor Durchfeuchtung und somit vor Wärmeverlust und Schimmelbildung. - Was bedeutet SD-Wert bei einer Dampfbremse?
Der SD-Wert (wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke) gibt an, wie stark die Dampfbremse den Durchtritt von Wasserdampf behindert. Je höher der SD-Wert, desto dichter ist die Dampfbremse. Für Innendämmungen sind oft höhere SD-Werte erforderlich als für Außendämmungen. - Welche Alternativen gibt es zu herkömmlichen Dampfbremsfolien?
Alternativen sind feuchtevariable Dampfbremsen (Klimamembranen), die ihren SD-Wert an die Luftfeuchtigkeit anpassen. Sie lassen im Winter weniger Feuchtigkeit in die Dämmung und ermöglichen im Sommer ein Austrocknen. - Warum ist die Dichtigkeit der Dampfbremse so wichtig?
Undichtigkeiten in der Dampfbremse ermöglichen es, dass warme, feuchte Raumluft in die Dämmung gelangt. Dort kann die Feuchtigkeit kondensieren und zu Schimmelbildung führen, was die Dämmwirkung reduziert und die Bausubstanz schädigt. - Wie finde ich die richtige Dampfbremse für mein Haus?
Die Wahl der richtigen Dampfbremse hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Art der Dämmung, der Wandkonstruktion und dem Klima. Eine professionelle Beratung durch einen Energieberater oder Fachhandwerker ist empfehlenswert. - Was passiert, wenn ich keine Dampfbremse einbaue?
Ohne Dampfbremse kann Feuchtigkeit ungehindert in die Dämmung eindringen. Dies führt zu einer Durchfeuchtung der Dämmung, was deren Dämmwirkung reduziert und das Risiko von Schimmelbildung erhöht. - Kann ich eine Dampfbremse selbst einbauen?
Der Einbau einer Dampfbremse erfordert Sorgfalt und Fachkenntnisse. Fehler beim Einbau können die Funktion der Dampfbremse beeinträchtigen und zu Feuchteschäden führen. Es ist ratsam, den Einbau von einem Fachhandwerker durchführen zu lassen. - Was ist bei der Verarbeitung von Zellulose als Dämmstoff zu beachten?
Zellulose ist ein diffusionsoffener Dämmstoff, der Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben kann. In Kombination mit einer Dampfbremse ist es wichtig, dass die Dampfbremse den Feuchtigkeitseintrag begrenzt und die Zellulose vor Durchfeuchtung schützt.
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Wie der SD-Wert ermittelt und interpretiert wird.
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Schimmel im Altbau? – Ursachen vor Dämmung klären!
wieso Schimmelproblem vergrößern?
ist da schon eins? Wenn ja, dann erstmal beseitigen, bevor irgendwas anderes gemacht wird.
Die Beurteilung des Aufbaus überlass' ich den Experten. -
Dampfbremse: Dampfdiffusionsgefälle beachten!
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Altbau-Wandaufbau: Sandstein-Details prüfen!
erst mal die Außenwand klären
ich wüsste gerne, wie die Außenwand genau aufgebaut ist, Sandstein von 2 x 12 cm Stärke aus dem Jahre 1939 (mit was dazwischen?) hört sich für mich erst mal unwahrscheinlich an. -
Dampfsperre im Altbau: Absolute Dichtigkeit ist Pflicht!
Dampfbremschen
Innendämmungen sind Notlösungen. Wenn sie - wie bei historischen Fassaden, unumgänglich sind, dann muss jenseits der Dämmung, zum warmen Raum hin, eine absolut dichte "Dampfsperre" eingebaut werden, andernfalls gelangt feuchte Innenraumluft in die Dämmung und kondensiert im Bereich des Taupunktes.
Das Papier ist nicht einmal als Dampfbremschen tauglich!
Unabhängig von einer brauchbaren Dampfsperre ist bei der Verarbeitung darauf zu achten, dass die seitl. Anschlüsse abgedichtet werden und Steckdosen oder Dübellöcher die Sperre hinter der Fermacell-Platte nicht perforieren. -
Innendämmung: Schimmel beseitigen & Ursachen analysieren!
Ob das gutgeht?
Erst mal Schimmel beseitigen und Ursachen klären. Planlos irgendeine Dämmung in irgendeiner Dicke ausgerechnet innen anzubringen ist nicht der Knaller. Und mal wieder der Hinweis: raumseitig der Dämmung muss die Dampfsperre auch luftdicht sein. -
Dampfbremse SD-Wert: Auch zu hoch kann problematisch sein!
Eben drum!
Hallo Herr Meier,
Da hat Herr Beisse wohl ausnahmsweise mal recht 😉 Erst die Ursache klären. Ihr Schimmelproblem kann auch von außen kommen.
Bei welchem sd-Wert fängt denn ein Dampfbremse an? Ein sd-Wert von 2,3 kann auch schon zu viel sein! Wie sieht Ihr Wandaufbau denn genau aus? -
Dampfbremse: Rechnen statt 'absolut dicht'!
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Dampfbremse: Sandstein-Berechnung & Materialempfehlung
Dampfbremse
Sehr geehrter Herr Meier,
ich habe es mit Putz außen und innen und 24 cm Sandstein schon mal gerechnet. Es würde passen. Die Dampfbremse reicht auch schon vollkommen, wobei Sie bei Moll auch die pro clima DBAbk. spezial mit einem Sd-Wert = 10 bekommen können. Aber warum mehr als nötig. Der Dämmwert von ca. 0,6 W/m²K (es fehlen ja genaue Angaben zu den weiteren Schichten wie Putz) scheint mir hier nicht so toll. Eine Amortisation wird bei so geringer Dämmstärke wohl nicht so schnell eintreten. Bitte nehmen Sie alles Gesagte aber nicht verbindlich. Eine genaue Berechnung gibt es aber ohne Probleme von Isofloc oder pro clima mit Stempel, Unterschrift und Dämmstärkenempfehlung. Bei Isofloc hilft Ihnen Herr Dr. Geisler in Weimar unter 03643/850915 (bitte für die Anfrage Materialdaten und die Stärken bereit halten. Die Domains der beiden Firmen im Anhang.
Mit freundlichen Grüßen
Kay Kratochwil -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
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💡 Kernaussagen: Bei der Innendämmung eines Altbaus mit Sandsteinwand ist die korrekte Ausführung der Dampfbremse entscheidend. Vor der Dämmung muss ein eventuelles Schimmelproblem beseitigt und die Ursache geklärt werden. Der SD-Wert der Dampfbremse muss zum Wandaufbau passen, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Eine luftdichte Ausführung der Dampfsperre ist unerlässlich, um Kondensation in der Dämmung zu verhindern. Es sollte eine fachgerechte Berechnung des Wandaufbaus erfolgen, um die passende Dämmstärke und den SD-Wert der Dampfbremse zu bestimmen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Dampfsperre im Altbau: Absolute Dichtigkeit ist Pflicht! sind Innendämmungen oft Notlösungen und erfordern eine absolut dichte Dampfsperre, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Die korrekte Verarbeitung und Anschlüsse sind hierbei entscheidend.
✅ Zusatzinfo: Im Beitrag Dampfbremse: Sandstein-Berechnung & Materialempfehlung wird eine Berechnung für einen Wandaufbau mit Sandstein und Putz vorgestellt, bei dem eine Dampfbremse ausreichend ist. Es wird auch auf die Möglichkeit einer Pro Clima DBAbk. spezial mit einem SD-Wert von 10 hingewiesen, wobei betont wird, dass nicht immer das Maximum erforderlich ist.
🔴 Risiko: Wie im Beitrag Innendämmung: Schimmel beseitigen & Ursachen analysieren! erwähnt, ist es riskant, planlos eine Dämmung anzubringen, ohne vorher Schimmel zu beseitigen und die Ursachen zu klären. Die Dampfsperre muss raumseitig luftdicht sein.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Innendämmung sollte der genaue Wandaufbau analysiert und der SD-Wert der Dampfbremse entsprechend angepasst werden. Es wird empfohlen, einen Fachmann hinzuzuziehen, um die Berechnung durchzuführen und die korrekte Ausführung der Dampfsperre sicherzustellen. Beachten Sie den Beitrag Dampfbremse: Dampfdiffusionsgefälle beachten! für weitere Informationen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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