Normen: Plexiglasscheiben als sichere Glasalternative

Plexiglasscheibe als Glasersatz: Einsatzbereiche, Vorteile und Verarbeitungstipps

Plexiglasscheibe als Glasersatz: Einsatzbereiche, Vorteile und Verarbeitungstipps
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Plexiglasscheibe als Glasersatz: Einsatzbereiche, Vorteile und Verarbeitungstipps

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Erstellt mit DeepSeek, 11.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Plexiglasscheibe als Glasersatz – Normen & technische Standards

Die Verwendung von Plexiglasscheiben als Glasersatz berührt direkt die Themen Materialqualität, Sicherheit und Verarbeitungsstandards. Aus der Perspektive eines Normen-Experten für das Bauwesen bei BAU.DE lassen sich hierfür präzise technische Vorgaben ableiten. Die Auswahl des richtigen Materials, die korrekte Montage und die Gewährleistung von Flucht- und Rettungswegen unterliegen spezifischen technischen Regeln, die weit über die reine Produktbeschreibung hinausgehen. Im Folgenden wird der Fokus auf die relevanten technischen Normen und Qualitätsstandards gelegt, die für den Einsatz von Plexiglas (PMMA) und alternativen Kunststoffen wie Polycarbonat (PC) im Bau- und Renovierungsbereich entscheidend sind.

Relevante Normen im Überblick

Für Plexiglasscheiben als Glasersatz sind mehrere technische Normen aus dem deutschen und europäischen Regelwerk relevant. Diese Normen definieren unter anderem die Anforderungen an die mechanische Festigkeit, das Brandverhalten, die Lichtdurchlässigkeit und die UV-Beständigkeit. Für Bauanwendungen, wie etwa bei Fenstern, Türen oder Verglasungen in Aufenthaltsräumen, ist die Einhaltung dieser Normen aus technischer Sicht empfehlenswert. Wichtig zu wissen: Die Normen legen fest, welche Materialeigenschaften ein Produkt erfüllen muss, um als sicherer und funktionaler Ersatz für Glas zu gelten. So wird beispielsweise in der DIN EN 356 (Durchwurfhemmung) geprüft, ob eine Scheibe dem Angriff mit einem Hammer oder einer Axt standhält – ein Bereich, in dem Plexiglas durch seine Bruchfestigkeit punktet. Für den Brandschutz gibt es die DIN 4102 (Brandverhalten von Baustoffen), die sowohl für Plexiglas als auch für andere Kunststoffe die Brennbarkeitsklassifizierung vorschreibt. Die konkrete Anwendung bestimmt, welche dieser Normen für ein Plexiglasprodukt zwingend erforderlich ist.

Normen-Übersicht (Tabelle)

Relevante Normen für Plexiglasscheiben und deren Bedeutung
Norm/Standard Bezeichnung Bedeutung für Plexiglas Prüfung
DIN EN ISO 527-2 Bestimmung der Zugeigenschaften von Kunststoffen Misst die Bruchfestigkeit und Elastizität von PMMA. Wichtig für die statische Belastbarkeit von Scheiben. Zugprüfung an genormten Probekörpern
DIN EN 356 Durchwurfhemmung für Verglasungen Prüft, ob eine Scheibe dem Angriff mit einer Axt oder einem Hammer widersteht. Plexiglas erreicht hier oft hohe Widerstandsklassen. Falltest mit einer 4,11 kg schweren Kugel (Durchwurf) oder Hammerangriff
DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen Klassifiziert Plexiglas in Brennbarkeitsklassen (z. B. B2 = normal entflammbar). Entscheidend für den Einsatz in Fluchtwegen. Brandversuche im Prüfofen
DIN EN ISO 4892-2 Künstliche Alterung – UV-Beständigkeit Simuliert die Auswirkungen von UV-Strahlung. Wichtig für die Langlebigkeit von Plexiglas im Außenbereich. Licht- und Feuchtezyklen in einer Prüfkammer
RAL-GZ 700/10 RAL-Gütezeichen für Kunststoff-Fenster und -Türen Zertifiziert die Qualität und Verarbeitung von Kunststoffprofilen – relevant, wenn Plexiglas in Fensterrahmen verbaut wird. Regelmäßige Werkskontrollen und Fremdüberwachung

Was Normen bedeuten und warum sie wichtig sind

Technische Normen stellen sicher, dass ein Produkt wie eine Plexiglasscheibe zuverlässige Eigenschaften besitzt und für den vorgesehenen Einsatzzweck geeignet ist. Ohne diese Standards wäre es für Verbraucher und Handwerker schwer, die Qualität eines Materials objektiv zu beurteilen. Die DIN EN ISO 527-2 beispielsweise gibt nicht nur den Herstellern eine Messlatte vor, sondern hilft auch dem Planer, die Bruchlast einer Scheibe für eine bestimmte Anwendung zu berechnen. Bei der DIN 4102 wiederum geht es um die Sicherheit von Personen: Ein Plexiglas mit der Brandklasse B1 (schwer entflammbar) darf in vielen öffentlichen Gebäuden verwendet werden, während B2 (normal entflammbar) strengeren Auflagen unterliegt. Die Bedeutung dieser Normen liegt folglich in der Verlässlichkeit: Sie definieren einen Mindeststandard, der bei Prüfungen nachgewiesen wird. Wer auf geprüfte Ware achtet, reduziert das Risiko von Materialversagen, Verfärbungen oder sogar gefährlichen Situationen wie dem schnellen Abbrennen einer Scheibe im Brandfall.

Zertifizierungen und Gütezeichen

Neben den grundlegenden Normen existieren spezifische Zertifizierungen und Gütezeichen, die für Plexiglas als Glasersatz von Bedeutung sind. Das RAL-Gütezeichen für Kunststoff-Fenster (RAL-GZ 700/10) ist zwar in erster Linie für Rahmenprofile gedacht, es unterstreicht aber die Systemqualität, in die eine Plexiglasscheibe eingebettet sein kann. Für reine Plexiglasprodukte ohne Rahmen gibt es das CE-Zeichen, das die Konformität mit den Bauproduktenverordnungen (BauPVO) bescheinigt. Darüber hinaus existieren freiwillige Tests wie der Schweißprüfung nach DVS 2203-1, der für verschweißte Verbindungen bei Plexiglasplatten relevant ist. Ein weiteres wichtiges Zeichen ist der UV-Schutz-Zertifikat, das von Herstellern ausgestellt wird und die Langzeitbeständigkeit gegen Vergilbung belegt. Für Anwendungen im Lebensmittelbereich, etwa als Abdeckung in der Gastronomie, kann die EU-1935/2004-Verordnung für Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt relevant sein – hier muss das Plexiglas spezielle Migrations- und Reinigungsbestimmungen erfüllen. All diese Zertifikate geben dem Käufer die Gewissheit, dass das Material nicht nur den Mindestanforderungen entspricht, sondern auch für spezifische, gehobene Anforderungen geprüft wurde.

Normen beim Kauf prüfen

Beim Erwerb von Plexiglasscheiben als Glasersatz sollten Verbraucher und Handwerker auf einige konkrete Normenangaben achten. Zuerst ist die DIN-Nummer auf dem Lieferschein oder der Verpackung zu suchen. Bei Fenstern und Türen sollte die DIN EN 356 für die Durchwurfhemmung genannt sein, wenn Sicherheitsanforderungen bestehen. Für den Außenbereich ist der Nachweis der DIN EN ISO 4892-2 (UV-Beständigkeit) unerlässlich, da sonst die Scheibe nach wenigen Jahren vergilbt oder spröde wird. Im Rahmen der Brandschutznorm ist die DIN 4102-Klassifizierung entweder auf dem Produkt selbst oder in der technischen Dokumentation vermerkt – hier ist B1 (schwer entflammbar) für öffentliche Räume Pflicht. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Verarbeitungsnormen zu beachten: Die DIN EN 1706 (Kunststoff-Fenstersysteme) gibt Richtwerte für die Rahmung von Verglasungen. Ein seriöser Händler kann diese Angaben vorlegen. Fehlen solche Hinweise, ist es ratsam, beim Hersteller nachzufragen – ein geprüftes Produkt ist immer besser als ein undeklariertes, besonders bei sicherheitsrelevanten Einbauten wie Treppenhausverglasungen oder Balkonbrüstungen.

Handlungsempfehlungen

Für die Praxis im Bau- und Renovierungsbereich ergeben sich aus den Normen klare Handlungsempfehlungen: Planen Sie den Einsatz von Plexiglas immer unter Berücksichtigung der Einbausituation. In Fluren oder Rettungswegen darf nur schwer entflammbares (B1) Material verwendet werden – achten Sie auf die DIN 4102-Klassifizierung. Für Außenbereiche wie Wintergärten oder Carports ist die UV-Beständigkeit (ISO 4892-2) entscheidend; wählen Sie mindestens eine 10-jährige Garantie gegen Vergilbung. Bei sicherheitsrelevanten Verglasungen, zum Beispiel in Kindergärten oder Sporthallen, fordern Sie die Durchwurfhemmung nach DIN EN 356 an, da Plexiglas hier Glas oft überlegen ist. Prüfen Sie außerdem die Verarbeitungsnormen nach DVS 2203, wenn Sie Platten miteinander verschweißen – falsche Schweißparameter führen zu Spannungsrissen. Lassen Sie sich vor dem Kauf ein Konformitätszertifikat des Herstellers vorlegen, das die Einhaltung aller relevanten Normen bestätigt. Abschließend: Verwenden Sie Plexiglas nicht als tragende Verglasung in Dächern, wenn keine entsprechende statische Norm (wie die DIN 1055 für Schneelasten) geprüft wurde – hier sind oft Glaslaminate oder Polycarbonat die bessere Wahl.

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Erstellt mit Gemini, 11.06.2026

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Plexiglasscheiben haben sich als vielseitige und leistungsfähige Alternative zu herkömmlichem Glas etabliert. Ihre einzigartige Kombination aus Transparenz, Bruchfestigkeit und geringem Gewicht eröffnet breite Einsatzmöglichkeiten in verschiedensten Bereichen, von privaten Haushalten bis hin zu industriellen Anwendungen. Die Anwender profitieren dabei von erhöhter Sicherheit, einfacherer Handhabung und Bearbeitung sowie einer Langlebigkeit, die traditionelles Glas oft übertrifft. Dies führt zu einer wachsenden Nachfrage nach klaren Richtlinien und Standards, die den sicheren und effektiven Einsatz dieses modernen Materials gewährleisten.

Die Debatte um den Ersatz von Glas durch Materialien wie Plexiglas wirft unweigerlich die Frage nach den technischen und qualitativen Standards auf, die für solche Materialien und ihre Anwendungen gelten. Während Glas seit Jahrhunderten etabliert ist und seine Normen entsprechend gewachsen sind, erfordert die zunehmende Verbreitung von Kunststoffen wie PMMA (Polymethylmethacrylat, die chemische Bezeichnung für Plexiglas) eine klare Einordnung im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Verarbeitbarkeit. Hierbei sind insbesondere DIN-Normen und europäische EN-Normen relevant, die die Eigenschaften von Kunststoffen, ihre Prüfverfahren und die Anforderungen an ihre Anwendung im Bauwesen und in anderen technischen Bereichen definieren. Die Einhaltung dieser Normen garantiert dem Anwender, dass das Material die erwartete Leistung erbringt und sicher im vorgesehenen Einsatzbereich verwendet werden kann, sei es als Schutzscheibe in Werkstätten, als Fenstereinsatz in Gartenhäusern oder als Designelement.

Relevante Normen im Überblick

Obwohl für Plexiglas (PMMA) selbst keine spezifischen Bauproduktenormen im gleichen Sinne wie für Glas existieren, sind eine Reihe von Normen für die Beurteilung der Eigenschaften und die Anwendung im Bauwesen von Bedeutung. Diese Normen beziehen sich auf die mechanischen Eigenschaften, die optischen Eigenschaften, die chemische Beständigkeit und das Verhalten bei Brandbeanspruchung. Die Anwendung von Plexiglas im Bauwesen unterliegt indirekt diversen DIN- und EN-Normen, die sicherstellen sollen, dass die Materialien den allgemeinen Anforderungen an Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Leistung genügen.

Normen-Übersicht (Tabelle)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über relevante Normen und Regelwerke, die bei der Verwendung von Plexiglas als Glasersatz im Bauwesen und verwandten technischen Bereichen von Bedeutung sind. Diese umfassen sowohl die Materialprüfung als auch Aspekte der Anwendungssicherheit.

Relevante Normen und technische Regelwerke für Plexiglas im Bauwesen
Norm/Regelwerk Bezeichnung/Thema Bedeutung für Plexiglas Prüfung/Relevanz
DIN EN 166 Persönlicher Augenschutz – Augenschutzgeräte Definiert Anforderungen an optische Qualität und Stoßfestigkeit von Materialien, die als Augenschutz verwendet werden. Dies ist relevant, wenn Plexiglas als Schutzscheibe im Arbeitsbereich eingesetzt wird, um die Augen vor Splittern zu schützen. Mechanische Beständigkeit, optische Klarheit, UV-Schutz.
DIN EN ISO 4892 Kunststoffe – Bewitterungsprüfung mit künstlichen Lichtquellen Diese Norm beschreibt Prüfverfahren zur Ermittlung der Beständigkeit von Kunststoffen gegenüber Witterungseinflüssen (UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen). Sie ist entscheidend für die Langzeitstabilität von Plexiglas im Außenbereich. UV-Beständigkeit, Farb- und Glanzveränderung, mechanische Eigenschaften nach Bewitterung.
DIN 53455 Kunststoff-Prüfung; Prüfung von Kunststoffen auf mechanische Eigenschaften Diese Norm umfasst Prüfverfahren zur Bestimmung von Kennwerten wie Zugfestigkeit, Biegefestigkeit und Schlagzähigkeit. Sie ermöglicht den Vergleich der mechanischen Belastbarkeit von Plexiglas mit anderen Materialien. Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Elastizitätsmodul, Schlagzähigkeit (nach DIN EN ISO 179-1 und DIN EN ISO 180).
RAL-Gütezeichen (spezifische Kunststoffnormen) Gütegemeinschaften für Kunststoffprodukte Verschiedene RAL-Gütezeichen können für bestimmte Anwendungen von Kunststoffprodukten existieren, die über reine Normen hinausgehende Qualitätskriterien festlegen, z.B. für Fenster oder Fassadenelemente, sofern PMMA dort eingesetzt wird. Qualitätssicherung, Leistungsklassen, Umweltverträglichkeit.
DIN EN 1763 Kunststoffplatten – Bestimmung der Durchbiegung unter Last Diese Norm legt Prüfverfahren zur Ermittlung der Durchbiegung von Kunststoffplatten unter Einfluss von Last und Temperatur fest. Dies ist wichtig für die Dimensionierung von Plexiglasscheiben, die statischen Belastungen standhalten müssen. Durchbiegungskennwerte, Steifigkeit der Platten.
DIN EN 13501-1 Brandverhalten von Bauprodukten und Bauarten – Klassifizierung nach dem Brandverhalten Obwohl PMMA nicht als nichtbrennbar gilt, ist diese Norm relevant, um das Brandverhalten von Plexiglas im Kontext von Bauprodukten zu bewerten und gegebenenfalls einzustufen, insbesondere wenn es in sicherheitsrelevanten Bereichen eingesetzt wird. Klassifizierung nach Brandverhalten (z.B. B, C, D, E, F), Rauchentwicklung, brennendes Abtropfen.

Was Normen bedeuten und warum sie wichtig sind

Technische Normen, wie die hier aufgeführten DIN- und EN-Normen, sind das Rückgrat der technischen Qualitätssicherung. Sie definieren anerkannte Verfahren zur Prüfung von Materialien und Produkten sowie die Anforderungen, die diese erfüllen müssen, um eine bestimmte Funktion oder ein Sicherheitsniveau zu gewährleisten. Im Kontext von Plexiglas als Glasersatz bedeuten diese Normen, dass die Leistungsfähigkeit des Materials – sei es seine Bruchfestigkeit, seine UV-Beständigkeit oder seine optische Klarheit – objektiv messbar und vergleichbar ist. Dies ist essenziell, um fundierte Entscheidungen über den Einsatzbereich und die Dimensionierung treffen zu können.

Die Bedeutung von Normen erstreckt sich über die reine Materialprüfung hinaus. Sie schaffen Vertrauen und Transparenz auf dem Markt, indem sie Herstellern und Anwendern eine gemeinsame Sprache und einheitliche Bewertungsmaßstäbe an die Hand geben. Für Heimwerker und Fachbetriebe bedeutet die Orientierung an Normen, dass sie sich auf die bewährte Qualität und die erwartbare Leistung des Materials verlassen können. Dies minimiert Risiken, beugt Fehlanwendungen vor und trägt maßgeblich zur Sicherheit bei. Ohne diese Standards wäre eine verlässliche Einschätzung der Eignung von Plexiglas für spezifische Aufgaben kaum möglich.

Zertifizierungen und Gütezeichen

Neben den reinen Normen gibt es Zertifizierungen und Gütezeichen, die eine zusätzliche Ebene der Qualitätskontrolle darstellen. Gütezeichen, wie beispielsweise die des RAL Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., gehen oft über die Mindestanforderungen von Normen hinaus und attestieren einer Produktgruppe eine besonders hohe Qualität oder spezifische Leistungseigenschaften, die über das übliche Maß hinausgehen. Wenn Plexiglas in sicherheitsrelevanten oder langlebigen Anwendungen eingesetzt wird, kann die Suche nach Produkten mit entsprechenden Gütezeichen ratsam sein.

Für die spezifische Anwendung von Plexiglas im Bauwesen können auch Zertifikate von unabhängigen Prüfinstituten relevant sein, die die Konformität mit spezifischen Normen nachweisen. Diese Zertifikate bestätigen, dass die untersuchten Proben die in der jeweiligen Norm festgelegten Kriterien erfüllen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn es um Anwendungen geht, bei denen es auf Langlebigkeit, Witterungsbeständigkeit oder besondere Sicherheitsaspekte ankommt. Die Verleihung eines Gütezeichens impliziert eine regelmäßige Überprüfung der Produkte und Produktionsstätten, was dem Anwender zusätzliche Sicherheit bietet.

Normen beim Kauf prüfen

Beim Kauf von Plexiglasscheiben ist es ratsam, auf die Konformität mit relevanten Normen zu achten, auch wenn die Normnummer nicht immer direkt auf dem Produkt ausgewiesen ist. Hersteller, die auf Qualität Wert legen, informieren in ihren technischen Datenblättern oder Produktbeschreibungen über die Einhaltung relevanter Prüfnormen, insbesondere in Bezug auf optische Eigenschaften, UV-Beständigkeit und mechanische Belastbarkeit. Der Hinweis auf Prüfungen nach internationalen Standards wie ISO oder europäischen Normen (EN) kann ein Indikator für ein qualitativ hochwertiges Produkt sein.

Informieren Sie sich über die spezifischen Anforderungen Ihrer Anwendung. Benötigen Sie eine Scheibe für den Außenbereich, die UV-beständig sein muss (hier sind Prüfungen nach DIN EN ISO 4892 relevant)? Soll sie starker mechanischer Beanspruchung standhalten (Hinweis auf Prüfungen nach DIN 53455)? Oder geht es um die optische Klarheit für eine Bildergalerie (Relevanz von DIN EN 166 für optische Güte)? Fragen Sie den Händler oder Hersteller gezielt nach den technischen Daten und den Prüfverfahren, die für das angebotene Material angewendet wurden. Seriöse Anbieter werden Ihnen diese Informationen gerne zur Verfügung stellen.

Handlungsempfehlungen

Bei der Auswahl und Verarbeitung von Plexiglasscheiben als Glasersatz sollten Sie stets die spezifischen Anforderungen Ihrer Anwendung berücksichtigen und sich an den relevanten technischen Regelwerken orientieren. Bevorzugen Sie Produkte von Herstellern, die klare technische Spezifikationen und Prüfnachweise liefern, die sich auf anerkannte Normen beziehen. Dies schafft eine solide Grundlage für die Auswahl des richtigen Materials und die Gewährleistung der gewünschten Leistungsfähigkeit und Sicherheit. Informieren Sie sich über die Unterschiede zwischen extrudiertem und gegossenem Acrylglas, da diese unterschiedliche Eigenschaften aufweisen können, die für Ihre Anwendung relevant sind.

Achten Sie bei der Verarbeitung auf geeignete Werkzeuge und Techniken, um Beschädigungen der Oberfläche zu vermeiden. Die Einhaltung von Montagevorschriften, die sich gegebenenfalls aus den Normen für Fenster oder Verglasungen ableiten lassen, ist ebenfalls wichtig, um eine dauerhaft stabile und sichere Installation zu gewährleisten. Beachten Sie die thermische Ausdehnung von PMMA, die deutlich höher ist als die von Glas, und planen Sie entsprechende Dehnungsfugen ein. Für die Reinigung sollten Sie ausschließlich milde Reinigungsmittel und weiche Tücher verwenden, um Kratzer zu vermeiden. Spezielle Acrylglas-Reiniger und Poliermittel sind hierfür am besten geeignet.

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