Schallschutz: Mehrfamilienhaus planen - Tipps zu Bau & Kosten

Mehrfamilienhäuser - welche Möglichkeiten beim Bau habe ich?

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Erstellt mit DeepSeek, 12.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Mehrfamilienhäuser planen – Schallschutz & Akustik als Erfolgsfaktor

Der Bau eines Mehrfamilienhauses ist eine komplexe Investition, bei der neben Architektur, Bauweise und Kosten auch der Schallschutz eine zentrale Rolle spielt. Unzureichende Schalldämmung zwischen Wohnungen führt zu Lärmkonflikten, sinkender Wohnqualität und potenziellen Mietminderungen. Dieser Bericht beleuchtet die schallschutztechnischen Anforderungen beim Bau von Mehrfamilienhäusern, basierend auf aktuellen Normen und praxiserprobten Lösungen. Besonders im Fokus stehen die Schallschutzklassen (SSK 1 bis SSK 4), deren Einfluss auf die Bauweise und die Auswahl geeigneter Materialien.

Die Planung eines Mehrfamilienhauses umfasst zwangsläufig Entscheidungen zur Gebäudestruktur, die direkten Einfluss auf den baulichen Schallschutz haben. Ob es um die Anordnung von Wohn- und Schlafräumen, die Wahl der Geschossdecken oder die Installation von Haustechnik geht – jede bauliche Entscheidung wirkt sich auf die Luft- und Trittschalldämmung aus. Ein frühzeitiges schallschutztechnisches Konzept verhindert teure Nachbesserungen und sichert langfristig die Zufriedenheit der Bewohner.

Grundlagen Schallschutz

Im Mehrfamilienhausbau ist der Schallschutz umfassend zu betrachten. Er unterteilt sich in Luftschallschutz (z. B. Sprache, Musik) und Trittschallschutz (z. B. Schritte, Möbelrücken). Die maßgebliche Kenngröße ist das bewertete Schalldämm-Maß Rw in Dezibel (dB). Je höher der Rw-Wert, desto besser die Dämmung. Die DIN 4109 und die VDI 4100 definieren Anforderungsstufen. Für Mehrfamilienhäuser empfehlen sich erhöhte Anforderungen (z. B. Rw ≥ 55 dB zwischen Wohnungen), um eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten. Die Schallschutzklassen (SSK) nach VDI 4100 (SSK I bis SSK III) bieten eine dreistufige Skala, während die neue Klassifizierung SSK 1 bis SSK 4 (nach DEGA-Empfehlung 103) eine noch feinere Abstufung ermöglicht.

Schallschutzwerte im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt typische Maßnahmen im Mehrfamilienhausbau mit ihren Richtwerten. Beachten Sie: Herstellerangaben prüfen – die Werte variieren je nach Produktionscharge und Einbausituation. Die genannten Werte sind als typische Richtwerte zu verstehen.

Schalldämmwerte und deren Einordnung in Schallschutzklassen
Bauteil / Maßnahme Rw (dB) / Trittschallpegel Ln,w Erreichbare SSK Anwendung
Massivdecke (Stahlbeton, 20 cm) mit schwimmendem Estrich Ln,w ≤ 46 dB (Trittschallverbesserung ΔLw ≥ 25 dB) SSK 2–3 Standard-Geschossdecken
Holzbalkendecke mit Beschwerung (z. B. Sandschüttung) und Trittschalldämmung Rw ≈ 55–58 dB; Ln,w ≤ 48 dB SSK 2–3 Holz- oder Hybridbauweise
Vorsatzschale vor Massivwand (z. B. 12,5 mm Gipskarton auf Unterkonstruktion) Rw-Verbesserung bis +10 dB Erhöhung um 1–2 SSK Trennwände zwischen Wohnungen
Schallschutztür RS (RS = Rohrspiegel, 70 mm dick) Rw ≈ 37–42 dB SSK 2–3 Wohnungseingangstüren
Installation von Tröpfchen-Schalldämpfern an Haustechnik Reduziert Körperschall um bis zu 20 dB Verbessert Wohnqualität Rohrleitungen, Sanitär

Schallschutzklassen und Normen

Für Mehrfamilienhäuser sind die Anforderungen der DIN 4109 (Stand: 2018) die rechtliche Mindestanforderung. Diese definiert für Decken einen Trittschallpegel Ln,w von maximal 53 dB und für Trennwände ein Rw von mindestens 53 dB. Planer empfehlen jedoch, die erhöhten Anforderungen der VDI 4100 (Stufe II oder III) zu wählen. Die neuere DEGA-Empfehlung 103 unterteilt in vier Schallschutzklassen SSK 1 (Minimum) bis SSK 4 (höchste Stufe). SSK 3 (entspricht etwa VDI-Stufe II) ist für Mehrfamilienhäuser anzustreben. Ein Gebäude in SSK 4 bietet nahezu vollständigen Schutz vor Alltagsgeräuschen, was besonders bei hochpreisigen Wohnungen oder Mehrgenerationenkonzepten relevant ist.

Praxisrelevanz und Messbarkeit

Die Einhaltung von Schallschutzzielen wird durch baubegleitende Messungen überprüft. So wird nach Fertigstellung einer Geschossdecke der Trittschallpegel Ln,w mit einem Norm-Hammerwerk ermittelt. Bei Wänden misst man das Schalldämm-Maß Rw mittels Lautsprecher und Mikrofonen. Abweichungen von mehr als 2 dB zur Planung erfordern Nachbesserungen. Im Mehrfamilienbau sind Körperschallbrücken (z. B. durch direkten Kontakt zwischen Estrich und Wand) eine häufige Fehlerquelle – bereits eine schlecht ausgeführte Randfuge kann den Schallschutz um bis zu 10 dB mindern. Die Schallschutzklasse wird nach Abschluss aller Arbeiten durch einen akkreditierten Gutachter zertifiziert.

Typische Fehler beim Schallschutz

Ein häufiger Fehler ist die Unterschätzung des Flankenwegs – Schall überträgt sich nicht nur durch die Trennwand selbst, sondern auch über angrenzende Bauteile (z. B. Außenwände, Fassade, Rohrleitungen). Die alleinige Fokussierung auf die Decke ohne Berücksichtigung von Trittschalldämmung unter dem Estrich ist ebenfalls kritisch. Ein weiterer Fehler: zu geringe Dämmstoffdicken in Leichtbau-Trennwänden. Normale Gipskartonwände mit 10 cm Dicke erreichen nur etwa Rw 45 dB – zu wenig für Mehrfamilienhäuser. Nötig sind entweder doppelt beplankte Konstruktionen oder spezielle Schallschutzständerwerke. Auch Installationen in Wohnungstrennwänden (Steckdosen, Schalter) sollten mit rückseitigen Schallschutzdosen ausgeführt werden. Schließlich wird oft die schalltechnische Entkopplung von Haustechnik (Heizung, Lüftung) vergessen – Rohrschellen mit Gummieinlagen sind hier zwingend erforderlich.

Handlungsempfehlungen

Folgende Maßnahmen sichern einen optimalen Schallschutz im Mehrfamilienhaus:

  • Bauträger und Architekten frühzeitig auf SSK-Anforderungen verpflichten, idealerweise vertraglich (z. B. VDI 4100 Stufe III oder DEGA SSK 3).
  • Präzise Ausschreibung: Materialien und Einbausituationen detailliert beschreiben (z. B. Estrichdämmstoff ≥ 30 mm, dynamische Steifigkeit ≤ 30 MN/m³).
  • Baustellenüberwachung: Regelmäßige Kontrollen auf Schallbrücken, korrekte Randfugen und fachgerechte Dämmung von Durchdringungen.
  • Schallschutzgutachten einholen vor Baubeginn (Prognose), vor Estrichverlegung (Rohbaumessung) und nach Fertigstellung (Abnahmemessung).
  • Schallschutzfenster einplanen – besonders bei Mehrfamilienhäusern zur lärmbelasteten Straße hin (Schalldämmklasse 3 oder 4, Rw ≥ 37 dB).

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Lassen Sie Schallschutzwerte durch Fachgutachter bestätigen. Für Ihre Planung sollten Sie folgende Punkte klären:

Erstellt mit Gemini, 12.06.2026

Foto / Logo von GeminiGemini: Mehrfamilienhäuser – Schallschutz & Akustik

Der Bau eines Mehrfamilienhauses stellt eine komplexe Aufgabe dar, bei der neben architektonischen, finanziellen und nutzerspezifischen Aspekten auch der Schallschutz eine herausragende Rolle spielt. Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten oder bei der Planung von Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse, wie beispielsweise Mehrgenerationenhäuser oder Mietobjekte mit hohem Publikumsverkehr, ist eine sorgfältige Berücksichtigung der akustischen Trennung zwischen Wohneinheiten und von externen Lärmquellen unerlässlich. Eine gute Schalldämmung trägt maßgeblich zum Wohnkomfort, zur Privatsphäre und letztlich zur Zufriedenheit der Bewohner bei, was sich wiederum positiv auf die Werthaltigkeit der Immobilie auswirkt.

Grundlagen Schallschutz

Schallschutz im Bauwesen zielt darauf ab, die Übertragung von Schallenergie von einer Schallquelle zu einem Empfänger zu minimieren. Man unterscheidet hierbei primär zwischen zwei Arten des Schallschutzes: dem Luftschallschutz, der die Dämmung von Schallwellen betrifft, die sich durch die Luft ausbreiten (z.B. Stimmen, Musik, Verkehrslärm), und dem Schallschutz gegen Trittschall, der die Weiterleitung von Körperschall betrifft, der durch mechanische Einwirkung auf Bauteile entsteht (z.B. Schritte auf Böden, Klopfen an Wänden). In Mehrfamilienhäusern sind beide Aspekte von gleicher Wichtigkeit, da die Nähe der Wohneinheiten die gegenseitige Beeinträchtigung durch Luftschall verstärkt und alltägliche Geräusche wie das Begehen von Treppen oder das Bewegen von Möbeln zu Trittschallproblemen führen können. Die physikalische Grundlage des Schallschutzes beruht auf der Reduktion von Schallenergie durch Masse, Dichtigkeit, schallabsorbierende Materialien und Entkopplung von Bauteilen.

Die Wirksamkeit von Schallschutzmaßnahmen wird durch physikalische Kennwerte beschrieben. Der wichtigste Wert für die Beurteilung des Luftschallschutzes von Bauteilen ist die Bewertete Schalldämmung Rw (dB). Dieser Wert gibt an, wie stark ein Bauteil den auftreffenden Schall dämpft. Je höher der Rw-Wert, desto besser ist die Schalldämmung. Bei der Bewertung von Bauteilen werden auch die Frequenzeigenschaften des Schalls berücksichtigt, was durch Korrekturwerte (C und Ctr) ausgedrückt wird. Für den Trittschallschutz ist der Bewertete Norm-Trittschallpegel Ln,w (dB) relevant, wobei hier ein niedrigerer Wert eine bessere Dämmung bedeutet. Die Einhaltung von Schallschutzanforderungen in Mehrfamilienhäusern wird oft durch die DIN 4109 und ihre Nachfolgeregelungen bzw. das Beiblatt 2 geregelt, die Mindestanforderungen für verschiedene Schallschutzbereiche definieren.

Die Akustik eines Raumes selbst, also die Art und Weise, wie Schall innerhalb eines Raumes reflektiert und absorbiert wird, ist ebenfalls von Bedeutung, insbesondere in Gemeinschaftsräumen oder bei der Gestaltung von Wohnräumen, die auch als Arbeitsplätze genutzt werden. Hier spielen schallabsorbierende Materialien wie Akustikdecken, Wandverkleidungen oder Teppichböden eine Rolle, um Nachhallzeiten zu reduzieren und die Sprachverständlichkeit zu verbessern. Ein gut gestaltetes Raumakustikkonzept erhöht den Wohlfühlfaktor und kann die Geräuschkulisse im Inneren des Gebäudes positiv beeinflussen. Dies ist besonders in größeren Räumen oder dort, wo viele Menschen zusammenkommen, von Bedeutung.

Schallschutzwerte im Vergleich (Tabelle)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Schalldämmwerte (Rw) von gängigen Bauteilen und Bauelementen, die beim Bau von Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommen. Es ist wichtig zu betonen, dass die tatsächlichen Werte von der genauen Konstruktion, den verwendeten Materialien und der fachgerechten Ausführung abhängen. Die angegebenen Werte sind Richtwerte und sollten immer durch Herstellerangaben oder Prüfzeugnisse verifiziert werden.

Typische Schallschutzwerte (Rw) von Bauteilen für Mehrfamilienhäuser
Bauteil / Maßnahme Rw (dB) - Richtwert Schallschutzklasse (SSK) Anwendung / Bemerkung
Einfache Trockenbauwand (Gipskarton, nicht gefüllt): Standard-Trennwände ca. 30 - 35 dB SSK 1 Weniger geeignet für die Trennung von Wohnungen.
Doppelständerwand (Gipskarton beidseitig, Steinwolle-Dämmung): Hoher Luftschallschutz ca. 45 - 55 dB SSK 2 - 3 Standard für Wohnungstrennwände, gute Schalldämmung.
Massivwand (Mauerwerk, z.B. Ziegel oder Porenbeton, dick): Hohe Masse ca. 45 - 55 dB SSK 2 - 3 Hohe Rohdichte verbessert die Schalldämmung.
Mehrschichtige Schallschutzwand (z.B. spezielle Akustikplatten): Spezialkonstruktion ca. 55 - 65 dB SSK 3 - 4 Für höchste Anforderungen, z.B. Trennung von stark frequentierten Bereichen.
Fenster (Standard Doppelverglasung): Einfache Verglasung ca. 28 - 32 dB - Begrenzter Schutz gegen Außenlärm.
Fenster (Schallschutz-Dreifachverglasung): Speziell für Lärmschutz ca. 38 - 46 dB - Wichtig für erhöhten Außenlärmschutz.
Trittschalldämmung unter Estrich: Auf dem Rohboden ca. 15 - 25 dB (L'n,w) SSK 2 - 3 Reduziert die Übertragung von Trittschall auf darunterliegende Geschosse.
Akustikdecke (mit Mineralfaserplatten): Zur Nachhallreduktion NRC 0,7 - 1,0 - Verbessert die Raumakustik, dämpft Schall im Raum.

Schallschutzklassen und Normen

Die Schallschutzklassen (SSK) sind eine Vereinfachung der komplexen Anforderungen des Schallschutzes und werden oft zur schnellen Orientierung verwendet. Sie fassen verschiedene bauliche Maßnahmen und deren Leistungsfähigkeit zusammen. Die DIN 4109 definiert Mindestanforderungen an den Schallschutz in Wohngebäuden. Vereinfacht lassen sich vier Schallschutzklassen unterscheiden, wobei höhere Klassen eine bessere Schalldämmung und damit einen höheren Wohnkomfort bedeuten. SSK 1 ist die grundlegendste Anforderung, während SSK 4 sehr hohen Ansprüchen genügt.

Beim Bau von Mehrfamilienhäusern ist es ratsam, mindestens die Anforderungen der Schallschutzklasse 2 oder 3 anzustreben, um eine angemessene Trennung der Wohneinheiten und einen guten Schutz vor Außenlärm zu gewährleisten. Insbesondere die Trennung zwischen Wohnungen (Nachbarwände) und die Deckenkonstruktion (gegen Trittschall) sind kritische Punkte. Die genauen Anforderungen können je nach Bundesland, lokaler Bauordnung und der spezifischen Nutzung des Gebäudes variieren. Ein Architekt oder Bauplaner kann hier fundierte Empfehlungen aussprechen, basierend auf den individuellen Projektanforderungen.

Die Einhaltung der Normen und die Erreichung einer bestimmten Schallschutzklasse sind nicht nur aus Gründen des Komforts wichtig, sondern auch zur Vermeidung von Konflikten zwischen den Mietern oder Eigentümern. Geräusche, die durch schlechten Schallschutz dringen, können zu erheblichen Beeinträchtigungen und Streitigkeiten führen. Daher ist es eine Investition in die Zukunft und die Zufriedenheit der Bewohner, den Schallschutz bereits in der Planungsphase ernst zu nehmen und nicht erst nachträglich kostspielig nachbessern zu müssen. Die Normen geben hierfür einen verbindlichen Rahmen vor, der eingehalten werden muss.

Praxisrelevanz und Messbarkeit

Die theoretischen Schallschutzwerte sind nur ein Teil der Gesamtbetrachtung. In der Praxis ist die fachgerechte Ausführung entscheidend für die tatsächliche Wirksamkeit der Schallschutzmaßnahmen. Schallbrücken, also Bereiche, in denen Schall ungehindert übertragen wird, können die Dämmwirkung erheblich reduzieren. Dazu gehören beispielsweise starre Verbindungen zwischen Massivbauteilen und nicht entkoppelten Fensterrahmen oder die unzureichende Abdichtung von Durchdringungen (Rohrleitungen, Kabel). Eine sorgfältige Planung und Bauüberwachung durch Fachleute ist daher unerlässlich, um solche Schwachstellen zu vermeiden.

Die Messbarkeit des erzielten Schallschutzes erfolgt typischerweise durch Schallschutzmessungen durch akkreditierte Prüfinstitute. Diese Messungen können im eingebauten Zustand durchgeführt werden und liefern präzise Werte über die tatsächliche Schalldämmung. Insbesondere bei schlüsselfertiger Übergabe von Wohnungen oder bei Reklamationen kann eine solche Messung Aufschluss über die Einhaltung der vereinbarten oder gesetzlich vorgeschriebenen Schallschutzstandards geben. Die Ergebnisse solcher Messungen können die Bauherren zusätzlich absichern und die Qualität des Bauwerks dokumentieren.

Auch die Raumakustik spielt in der Praxis eine wichtige Rolle, die oft unterschätzt wird. Ein zu hoher Nachhall in Wohnräumen oder Gemeinschaftsbereichen kann dazu führen, dass Gespräche anstrengend werden und eine unangenehme Geräuschkulisse entsteht, selbst wenn die Trennung zwischen den Räumen gut ist. Die Berücksichtigung schallabsorbierender Elemente, wie Teppiche, Vorhänge oder speziell gestaltete Wand- und Deckensysteme, kann hier Abhilfe schaffen und die Wohnqualität signifikant erhöhen. Dies betrifft sowohl die Privatsphäre innerhalb der eigenen vier Wände als auch das Wohlbefinden in gemeinsamen Bereichen.

Typische Fehler beim Schallschutz

Beim Bau von Mehrfamilienhäusern treten häufig typische Fehler im Schallschutz auf, die zu erheblichen Problemen führen können. Einer der häufigsten Fehler ist die Vernachlässigung der Entkopplung von Bauteilen. Wenn beispielsweise eine Wand direkt auf den schwimmenden Estrich aufgebaut wird, entstehen Schallbrücken, über die Trittschall ungehindert in angrenzende Räume oder darunterliegende Geschosse übertragen wird. Gleiches gilt für die unzureichende Trennung von Decken und Wänden an den Anschlüssen.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwendung von ungeeigneten Fenstern in lärmbelasteten Umgebungen. Standard-Doppelverglasungen bieten oft nur einen begrenzten Schutz vor Straßenlärm oder Fluglärm. Hier sind spezielle Schallschutzfenster mit angepassten Glaskonstruktionen und dichten Rahmen erforderlich, um eine signifikante Dämpfung zu erreichen. Die richtige Auswahl des Fenstertyps basierend auf der Lärmsituation am Standort ist entscheidend.

Auch die mangelnde Sorgfalt bei der Ausführung spielt eine große Rolle. Kleine Risse, offene Fugen oder schlecht abgedichtete Durchdringungen von Rohrleitungen und Kabeln können zu erheblichen Schallverlusten führen, die den gesamten Schallschutz eines Bauteils zunichte machen. Die Abdichtung von Bauteildurchdringungen erfordert besondere Aufmerksamkeit und oft spezielle Dichtmaterialien und Techniken, um eine effektive Schallschutzwirkung zu erzielen. Die fachgerechte Ausführung aller Details ist somit von größter Bedeutung.

Handlungsempfehlungen

Für Bauherren und Investoren von Mehrfamilienhäusern ist es ratsam, den Schallschutz von Beginn an als integralen Bestandteil des Planungs- und Bauprozesses zu betrachten. Dies beginnt bei der Auswahl des Grundstücks – eine ruhigere Lage kann den Aufwand für Schallschutzmaßnahmen reduzieren – und setzt sich fort in der detaillierten Planung der Gebäudehülle und der Innenwände. Konsultieren Sie frühzeitig erfahrene Architekten und Akustikplaner, die Expertise in den relevanten Normen und bewährten Schallschutzlösungen haben.

Investieren Sie in qualitativ hochwertige Baustoffe und Konstruktionen, die nachweislich gute Schallschutzwerte erzielen. Dies beinhaltet beispielsweise mehrschichtige Trockenbauwände mit entsprechender Dämmung, massive, schwere Trennwände und schallentkoppelte Bodenkonstruktionen. Auch die Auswahl von Fenstern und Türen sollte auf die spezifischen Schallschutzanforderungen abgestimmt sein, insbesondere im Hinblick auf die Außenlärmbelastung. Achten Sie auf die Einhaltung der Schallschutzklassen, die für Ihre Projektziele relevant sind.

Achten Sie während der Bauphase auf eine sorgfältige und fachgerechte Ausführung aller Schallschutzmaßnahmen. Dies umfasst die korrekte Montage von Schallschutzprodukten, die lückenlose Abdichtung von Anschlüssen und Durchdringungen sowie die Vermeidung von Schallbrücken. Eine regelmäßige Bauüberwachung durch unabhängige Sachverständige kann helfen, Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Nur so lässt sich die geplante Schallschutzqualität auch tatsächlich realisieren.

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Lassen Sie Schallschutzwerte durch Fachgutachter bestätigen und die Ausführung überwachen.

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