Normen: Digitales Bauen: Moderne Lösungen

Digitale Lösungen im Bauwesen: Der Weg in die Zukunft

Digitale Lösungen im Bauwesen: Der Weg in die Zukunft
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Digitale Lösungen im Bauwesen: Der Weg in die Zukunft

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Erstellt mit DeepSeek, 11.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Digitale Lösungen im Bauwesen: Normen & technische Standards

Die digitale Transformation im Bauwesen verändert nicht nur Arbeitsabläufe, sondern auch die zugrundeliegenden technischen Standards. Building Information Modeling (BIM), Digitale Zwillinge und spezialisierte Planungssoftware erfordern einheitliche Datenformate und Qualitätskriterien, um reibungslose Kommunikation zwischen Gewerken zu gewährleisten. Normen und technische Regelwerke legen fest, wie diese digitalen Werkzeuge eingesetzt werden müssen, um Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und langfristige Nutzbarkeit digitaler Bauwerksdaten sicherzustellen. Ohne diese Standards wären die Schnittstellen zwischen Architekten, Ingenieuren und ausführenden Firmen nicht interoperabel, was die Vorteile der Digitalisierung zunichtemachen würde.

Relevante Normen im Überblick

Die Digitalisierung im Bauwesen wird maßgeblich durch internationale technische Standards wie die DIN EN ISO 19650 (ehemals DIN EN ISO 19650) für das Informationsmanagement im BIM gesteuert. Diese Norm definiert Anforderungen an die Organisation und Digitalisierung von Informationen zu Bauwerken. Daneben gibt es branchenspezifische Standards für den Datenaustausch wie das Industry Foundation Classes (IFC)-Datenmodell, das als ISO 16739 standardisiert ist. Für Prüfungen und Zertifizierungen ist die VDI 2552 (Blatt 1-10) relevant, die das BIM-Grundverständnis in Deutschland beschreibt. Weiterhin halten die DIN 276 (Kosten im Bauwesen) und die DIN 18205 (Bedarfsplanung) Anschluss an digitale Arbeitsweisen. Bei elektronischen Kommunikationswegen sind die Standards der GAEB-Datenaustausch (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen) entscheidend.

Normen-Übersicht (Tabelle)

Wichtige technische Standards für digitale Lösungen im Bauwesen
Norm / Regelwerk Bezeichnung Bedeutung Prüfung / Auswirkung
DIN EN ISO 19650: Informationsmanagement BIM-Standard für Planung, Bau und Betrieb Definiert Rollen, Prozesse und Datenanforderungen für durchgängige Informationsweitergabe Einhaltung durch BIM-Zertifizierung von Software
ISO 16739: IFC-Datenmodell Offener ISO-Standard für Gebäudedaten Ermöglicht herstellerunabhängigen Datenaustausch zwischen verschiedenen BIM-Softwarelösungen IFC-Exportprüfung: Maßhaltigkeit der Modelle
VDI 2552: BIM-Grundlagen Richtlinienreihe für digitales Planen und Bauen Beschreibt Anforderungen an Datenqualität, Klassifikation und Modellierungsregeln Anwendung in Ausschreibungen als Referenz
ISO 19650-3: Betriebsphase Informationsmanagement für die Nutzungsphase Standardisiert den Informationsfluss für Wartung, Instandhaltung und digitalen Zwilling Qualitätskontrolle der Modellaktualität
DIN 18205: Bedarfsplanung Anforderungen an die Planungsphase Digital unterstützte Erfassung von Nutzeranforderungen und Raumprogrammen Prüfung auf Vollständigkeit im BIM-Format

Was Normen bedeuten und warum sie wichtig sind

Normen für digitale Lösungen sind keine optionalen Empfehlungen, sondern betriebsnotwendige Rahmenbedingungen. Ohne sie würden BIM-Modelle aus verschiedenen Quellen nicht zusammenpassen: Der Architektenplan könnte nicht mit der Statik-Software synchronisiert werden. Die ISO 19650 sorgt durch klare Benennung von Datenzuständen („shared", „published") für Verbindlichkeit. Bei Digitalen Zwillingen ist die DIN SPEC 91406 (Automatische Identifikation von Objekten) relevant – sie definiert, wie Sensordaten im Echtzeitmodell verarbeitet werden. Für Fensterbau-Software sind die DIN EN 14351-1 (Fenster und Türen) sowie die DIN 18055 (Fenster) wichtig, die in digitale Berechnungen einfließen müssen. Auch die DIN V 18599 (Energiebilanzierung) wird durch Software abgebildet – sie ist ein zentraler Standard für nachhaltige Planung. Ohne diese technischen Regeln wären digital erzeugte Energieausweise oder statische Nachweise nicht belastbar.

Zertifizierungen und Gütezeichen

Für digitale Bauprodukte gibt es spezielle Zertifikate, die Normkonformität bestätigen. Das buildingSMART-Zertifikat prüft BIM-Software auf IFC-Konformität nach ISO 16739. Bei Ausschreibungsplattformen ist die GAEB-Konformität (Elektronische Datenverarbeitung im Bauwesen) ein Qualitätskriterium. Das RW Zertifikat (Regelwerk zum digitalen Bauantrag) wird für Software vergeben, die digitale Bauanträge nach Länderregelungen unterstützt. Für Digitale Zwillinge existiert das DIN CERTCO-Zertifikat zur DIN SPEC 91406. Hersteller von E-Learning-Angeboten sollten auf die Zertifizierung nach ISO/IEC 19796-1 (Qualitätsmanagement für Bildungssoftware) achten. Auch BAU-Checklisten in digitaler Form unterliegen oft der DIN 276 und sind durch das RAL-Gütezeichen GZ 1000 (Dienstleistungen im Bauwesen) geprüft.

Normen beim Kauf prüfen

Bei der Auswahl digitaler Lösungen sollten Bauverantwortliche gezielt auf Normenverweise achten. Fragen Sie beim Software-Hersteller nach der ISO 19650-Konformität – besonders bei BIM-Plattformen. Prüfen Sie bei Fensterbau-Software, ob die DIN EN 14351-1 integriert ist. Für Digital Twins ist die ISO 19650-3 für die Betriebsphase entscheidend. E-Learning-Module sollten nach ISO/IEC 19796-1 zertifiziert sein. Lassen Sie sich von Ihrem Fachbetrieb die aktuellen Normnachweise zeigen – insbesondere für IFC (ISO 16739) und GAEB. Bei BAU-Checklisten achten Sie auf die DIN 18205 und die DIN 276. Verifizieren Sie bei der Ausschreibungsplattform die GAEB-DA-Zertifizierung (Datenformate). Nur so stellen Sie sicher, dass die digitale Lösung rechtssicher und zukunftsfähig einsetzbar ist.

Handlungsempfehlungen

1. Führen Sie eine Normen-Checkliste für Ihr digitales Bauprojekt ein – listen Sie die relevanten ISO- und DIN-Normen auf. 2. Beauftragen Sie nur BIM-Software, die das IFC 4x3-Format (ISO 16739-1) unterstützt. 3. Verlangen Sie bei Ausschreibungen die GAEB-DA-Konformität (aktuell GAEB DA 2016/2020). 4. Stellen Sie sicher, dass Ihr Digitaler Zwilling die DIN SPEC 91406-Identifikation nutzt. 5. Schulen Sie Ihr Team in der DIN EN ISO 19650 – besonders in den Rollen „BIM-Manager" und „Informationsmanager". 6. Prüfen Sie E-Learning-Angebote auf ihre Zertifizierung nach ISO/IEC 19796-1. 7. Verwenden Sie BAU-Checklisten nach DIN 276 und DIN 18205. 8. Lassen Sie sich von Ihrem Fachbetrieb (z.B. TÜV) die Konformität zu den einzelnen Normen schriftlich bestätigen, bevor Sie investieren.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Prüfen Sie aktuelle Normausgaben beim DIN oder Beuth-Verlag.

Erstellt mit Gemini, 11.06.2026

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Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und revolutioniert auch das Bauwesen. Von der Planung über die Ausführung bis hin zur Instandhaltung bieten digitale Technologien enorme Potenziale für Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen und verbesserte Qualität. Als Experte für Normen und technische Standards im Bauwesen bei BAU.DE ist es meine Aufgabe, den Überblick über relevante Regelwerke zu behalten, die den Einsatz dieser Technologien begleiten und sicherstellen. Der Übergang in die digitale Bauwirtschaft erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein Verständnis der Standards, die einheitliche Prozesse, Interoperabilität und Vertrauen gewährleisten. Hierbei geht es nicht um rechtliche Vorschriften, sondern um die technischen Leitplanken, die den Fortschritt ermöglichen und absichern. Die Berücksichtigung von Normen und Gütezeichen ist dabei essenziell, um die Qualität und Zuverlässigkeit digitaler Bauprozesse und -produkte zu gewährleisten.

Die Brücke zwischen den Fortschritten der digitalen Bauwirtschaft und der Welt der Normen und technischen Standards ist vielfältig und komplex. Während digitale Werkzeuge wie BIM oder der digitale Zwilling die Art und Weise, wie wir bauen, verändern, definieren bestehende und neue Normen die Rahmenbedingungen für deren Implementierung und Anwendung. Technische Regelwerke und Gütesiegel stellen sicher, dass die Versprechen der Digitalisierung – sei es Effizienz, Nachhaltigkeit oder Präzision – auch tatsächlich eingelöst werden. So gewährleistet beispielsweise die Standardisierung von Datenformaten im BIM-Prozess, dass verschiedene Softwarelösungen reibungslos zusammenarbeiten können. Ähnlich verhält es sich mit der Prüfung der Leistungsfähigkeit von Sensoren oder der Zuverlässigkeit von Kommunikationsprotokollen, die für den digitalen Zwilling unerlässlich sind. Die Normungsorganisationen arbeiten kontinuierlich daran, diese Entwicklungen aufzugreifen und entsprechende Standards zu schaffen, die sowohl Innovation fördern als auch die notwendige Sicherheit und Verlässlichkeit gewährleisten.

Relevante Normen im Überblick

Die Digitalisierung im Bauwesen umfasst eine breite Palette von Technologien, von der Planung und Konstruktion bis hin zum Betrieb und zur Instandhaltung. Für jedes dieser Felder existieren oder entwickeln sich spezifische Normen und technische Regelwerke, die den sicheren und effizienten Einsatz dieser Technologien gewährleisten. Building Information Modeling (BIM) ist hierbei ein zentraler Aspekt, für den es eigene internationale und nationale Standards gibt, die auf eine verbesserte Koordination und Datenintegrität abzielen. Auch der "digitale Zwilling", der eine virtuelle Echtzeit-Kopie eines physischen Objekts darstellt, gewinnt an Bedeutung und wird zunehmend durch technische Richtlinien und Prüfverfahren untermauert. Softwarelösungen für spezialisierte Bereiche wie den Fensterbau oder die Statik werden ebenfalls durch Normen im Hinblick auf Genauigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Energieeffizienz reguliert.

Die fortschreitende Digitalisierung erfordert eine stetige Anpassung und Neuentwicklung von Normen. Internationale Gremien wie die ISO (International Organization for Standardization) und nationale Organisationen wie das DIN (Deutsches Institut für Normung) arbeiten intensiv daran, Standards zu schaffen, die den Anforderungen der digitalen Bauwirtschaft gerecht werden. Dies betrifft nicht nur reine Softwarestandards, sondern auch die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen, die Datensicherheit und die Anforderungen an die Qualifikation von Fachpersonal, das mit digitalen Werkzeugen arbeitet. Auch im Bereich der Qualitätssicherung spielen Normen eine entscheidende Rolle, indem sie beispielsweise Kriterien für die Prüfung von digitalen Modellen oder die Validierung von Sensordaten festlegen.

Normen-Übersicht (Tabelle)

Diese Tabelle gibt einen Überblick über einige relevante Bereiche der digitalen Transformation im Bauwesen und die damit verbundenen Normen und Standards. Es ist wichtig zu beachten, dass sich Normen und Regelwerke ständig weiterentwickeln. Die hier aufgeführten Beispiele stellen eine Momentaufnahme dar und sollten stets durch die Prüfung aktueller Ausgaben beim zuständigen Normungsinstitut oder über Fachverlage verifiziert werden.

Relevante Normen und Regelwerke für digitale Lösungen im Bauwesen
Bereich Norm/Regelwerk (Beispielhaft) Bedeutung für die digitale Bauwirtschaft Prüfung/Anwendung
BIM (Building Information Modeling) ISO 19650 Serie (Informationsmanagement über den Lebenszyklus von Bauwerken) Legt internationale Standards für die Informationserstellung und -verwaltung im BIM-Prozess fest. Gewährleistet Interoperabilität und einheitliches Datenmanagement über alle Projektphasen hinweg. Anwendung in Ausschreibungen, Projektverträgen; Nachweis der Konformität durch Schulungen und Zertifizierungen.
Datenqualität und Interoperabilität z.B. IFC-Standards (Industry Foundation Classes) Ermöglichen den Datenaustausch zwischen verschiedenen Softwareanwendungen, die im Bauwesen eingesetzt werden. Stellt sicher, dass Daten korrekt und vollständig übertragen werden. Software-Zertifizierungen; Prüfung der Modellvalidität.
Digitale Zwillinge Entwicklungsstadium: Technische Leitfäden, Richtlinien Definieren Konzepte und Anforderungen für die Erstellung und Nutzung von digitalen Echtzeit-Modellen von Bauwerken. Wichtig für Betriebsführung, Wartung und Optimierung. Noch in der Entstehung, Fokus auf Nachweisführung der Datenintegrität und -aktualität.
Software für Planung und Statik DIN EN / ISO für spezifische Softwarefunktionen (z.B. grafische Darstellung, Berechnungen) Stellen sicher, dass die von der Software erzeugten Ergebnisse den technischen Anforderungen genügen und eine zuverlässige Grundlage für Entscheidungen bilden. Software-Zertifizierung; Anwenderprüfung der Ergebnisse.
Fensterbau RAL-Gütezeichen Fenster (bezüglich Energieeffizienz, Dichtheit, Sicherheit) Obwohl primär produktbezogen, fordern diese Gütezeichen oft digitale Nachweise und die Nutzung von Software zur Optimierung der energetischen Leistung, was indirekt digitale Standards beeinflusst. Produktionsbegleitende Prüfung; Zertifizierung durch RAL Gütegemeinschaften.
Projektmanagement-Tools ISO 21500 (Leitfaden zum Projektmanagement) Bieten einen Rahmen für strukturierte Projektarbeit, der durch digitale Tools unterstützt wird. Stellt sicher, dass Prozesse wie Planung, Steuerung und Überwachung standardisiert erfolgen. Anwendung durch Projektteams; Schulungen in Projektmanagement-Methoden.

Was Normen bedeuten und warum sie wichtig sind

Normen und technische Standards sind keine gesetzlichen Vorschriften im juristischen Sinne, sondern vielmehr anerkannte Regeln der Technik, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, praktischer Erfahrung und dem Konsens von Experten basieren. Sie schaffen eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Verständnis innerhalb einer Branche, was unerlässlich für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren ist. Im Kontext der Digitalisierung sorgen Normen dafür, dass die verschiedenen digitalen Werkzeuge und Plattformen miteinander kompatibel sind, was als Interoperabilität bezeichnet wird. Ohne solche Standards wäre es schwierig, Daten zwischen unterschiedlichen Softwarelösungen zu übertragen oder die Ergebnisse von automatisierten Berechnungen verlässlich zu interpretieren.

Die Bedeutung von Normen im Bauwesen, insbesondere bei der Einführung digitaler Technologien, ist enorm. Sie gewährleisten die Qualität und Sicherheit von Bauwerken, indem sie Mindestanforderungen an Materialien, Prozesse und die Ausführung festlegen. Im digitalen Zeitalter tragen Normen auch dazu bei, die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Bauprozessen zu erhöhen. Beispielsweise legt die ISO 19650 die Anforderungen an das Informationsmanagement im BIM-Prozess fest, was eine strukturierte Erfassung und Verwaltung aller projektrelevanten Daten ermöglicht. Dies wiederum erleichtert die Fehlererkennung, die Optimierung von Bauabläufen und die spätere Instandhaltung, indem alle Informationen digital und zugänglich vorliegen.

Zertifizierungen und Gütezeichen

Neben technischen Normen spielen auch Zertifizierungen und Gütezeichen eine wichtige Rolle bei der Qualitätssicherung und dem Vertrauensaufbau im digitalen Bauwesen. Diese Zeichen signalisieren, dass bestimmte Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen festgelegte Standards erfüllen. Für digitale Lösungen im Bauwesen können dies beispielsweise Zertifizierungen von Softwareprodukten sein, die ihre Konformität mit bestimmten BIM-Standards nachweisen. Das RAL-Gütezeichen beispielsweise, das im Bereich Fensterbau für hervorragende Qualität steht, kann auch indirekt auf digitale Prozesse im Herstellungsprozess verweisen, die zu dieser Qualität führen.

Die Nachfrage nach digitaler Kompetenz und der Einsatz von digitalen Werkzeugen erfordern auch Weiterbildung. E-Learning-Angebote, wie sie BAU.DE im Bereich Statik anbietet, zielen darauf ab, Fachkräfte mit den notwendigen digitalen Fähigkeiten auszustatten. Auch wenn hierfür keine spezifischen Normen existieren, so sind die Inhalte der Weiterbildungen doch oft an den Anforderungen von Normen und anerkannten Techniken orientiert. Die Bedeutung von Zertifizierungen liegt darin, dass sie potenziellen Anwendern eine verlässliche Orientierungshilfe bieten und die Auswahl von qualitativ hochwertigen digitalen Lösungen erleichtern. Sie sind ein wichtiges Instrument zur Risikominimierung und zur Sicherstellung des erreichten Qualitätsniveaus.

Normen beim Kauf prüfen

Beim Kauf digitaler Lösungen für das Bauwesen ist die Prüfung relevanter Normen und Standards unerlässlich. Dies gilt sowohl für Softwareprodukte als auch für digitale Dienstleistungen und datengesteuerte Systeme. Eine Fensterbau-Software sollte beispielsweise nicht nur benutzerfreundlich sein, sondern auch die Möglichkeit bieten, Energieeffizienzberechnungen gemäß aktueller Normen durchzuführen oder die Einhaltung von RAL-Gütezeichen-Anforderungen zu unterstützen. Für BIM-Software ist die Konformität mit der ISO 19650 Serie ein wichtiger Indikator für die Leistungsfähigkeit und Interoperabilität. Auch wenn die genauen Normnummern für jede Software variieren können, so sollten die Hersteller doch transparent darlegen, nach welchen Standards ihre Produkte entwickelt wurden und welche Prüfungen sie durchlaufen haben.

Die bewusste Auseinandersetzung mit Normen beim Kauf digitaler Bauprodukte und -dienstleistungen ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Projektqualität und zur Vermeidung von späteren Problemen. Dies schließt auch die Überprüfung von Zertifizierungen und Gütezeichen ein, die als externe Bestätigung für die Einhaltung von Qualitätsstandards dienen. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollte eine sorgfältige Recherche darüber erfolgen, welche Normen für das jeweilige Anwendungsgebiet relevant sind und wie die angebotene Lösung diese Standards erfüllt. Dies hilft, Fehlinvestitionen zu vermeiden und sicherzustellen, dass die gewählten digitalen Werkzeuge den Anforderungen des modernen Bauens gerecht werden.

Handlungsempfehlungen

Für Unternehmen im Bauwesen, die digitale Lösungen implementieren möchten, ergeben sich klare Handlungsempfehlungen im Umgang mit Normen und technischen Standards. Erstens sollte eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Normenentwicklung im Bereich der Digitalisierung stattfinden. Dies kann durch die Mitgliedschaft in Fachverbänden, die Lektüre von Fachpublikationen und die Teilnahme an Schulungen und Webinaren geschehen. Zweitens ist es ratsam, bei der Auswahl digitaler Werkzeuge explizit auf die Konformität mit relevanten Normen zu achten und dies im Rahmen von Ausschreibungen und Verträgen zu berücksichtigen. Die Nutzung von Checklisten, wie sie von BAU.DE bereitgestellt werden, kann hierbei helfen, strukturierte Prüfprozesse zu etablieren.

Des Weiteren ist die Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Nur mit qualifiziertem Personal können digitale Werkzeuge effektiv und normgerecht eingesetzt werden. E-Learning-Angebote, insbesondere zu spezifischen Themen wie BIM oder Statik, sind hierfür eine wertvolle Ressource. Der Einsatz von standardisierten Datenformaten und Kommunikationsprotokollen, die durch Normen definiert sind, fördert zudem die Zusammenarbeit im Projektteam und mit externen Partnern. Durch die proaktive Auseinandersetzung mit Normen und Standards können Unternehmen die Vorteile der Digitalisierung voll ausschöpfen und gleichzeitig die Qualität und Sicherheit ihrer Bauvorhaben gewährleisten.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Die folgenden Fragen dienen als Anregung für Ihre eigene Recherche zu den relevanten Normen und technischen Standards im Bereich digitaler Lösungen im Bauwesen. Es ist ratsam, stets die aktuellsten Ausgaben der Normen und Regelwerke beim zuständigen Normungsinstitut (z.B. DIN) oder über Fachverlage zu konsultieren.

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