Normen: Kanalsanierung: Offene Bauweise im Fokus

Wenn Grabenlos nicht reicht: Die Rolle der offenen Bauweise in der Kanalsanierung

Wenn Grabenlos nicht reicht: Die Rolle der offenen Bauweise in der Kanalsanierung
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Wenn Grabenlos nicht reicht: Die Rolle der offenen Bauweise in der Kanalsanierung

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Erstellt mit DeepSeek, 12.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Offene Bauweise in der Kanalsanierung – Normen & technische Standards

Die offene Bauweise der Kanalsanierung ist ein klassisches Tiefbauverfahren, bei dem Kanäle durch Grabungsarbeiten freigelegt werden. Dieser Prozess unterliegt strengen technischen Normen, die die Standsicherheit der Baugrube, die Qualität der verbauten Rohre sowie die Wiederherstellung der Oberfläche regeln. Anders als grabenlose Verfahren wird bei der offenen Bauweise der gesamte Rohrstrang sichtbar, was eine vollständige Kontrolle und Reparatur nach definierten Prüfstandards ermöglicht. Die Einhaltung dieser Normen ist entscheidend für die langfristige Funktionstüchtigkeit des Kanals und die Sicherheit der Arbeiter.

Relevante Normen im Überblick

Die offene Bauweise bei der Kanalsanierung wird durch ein umfassendes Regelwerk technischer Standards gesteuert. Diese Normen betreffen nicht nur die eigentliche Rohrverlegung, sondern auch die Sicherheit der Baugrube, die Materialqualität und die Dichtheitsprüfung. Die DIN EN 1610 „Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen" ist die zentrale Norm für die Ausführung der Arbeiten. Sie legt fest, wie Rohre verlegt, verbunden und abgedichtet werden müssen, um eine dauerhafte Dichtheit zu gewährleisten. Für die Standsicherheit der Baugrube greift die DIN 4124, die die Mindestanforderungen an Böschungen und Verbautypen definiert. Die DIN EN 752 „Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden" beschreibt die hydraulischen und konstruktiven Anforderungen an das Gesamtsystem, das bei der offenen Sanierung wiederhergestellt wird.

Normen-Übersicht (Tabelle)

Normen für die offene Kanalsanierung
Norm Bezeichnung Bedeutung Prüfung
DIN EN 1610: Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen Legt die Anforderungen an das Verlegen, Verbinden und Abdichten von Rohren fest. Sichert die Dichtheit und Standsicherheit des neu gebauten Kanalabschnitts. Dichtheitsprüfung mit Wasser oder Luft, optische Inspektion (Kanal-TV).
DIN 4124: Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraum Definiert Sicherheitsmaßnahmen für Aushub und Verbau der Arbeitsgrube. Schützt Bauarbeiter vor Erdrutschen und sorgt für stabile Arbeitsbedingungen. Laufende Sichtprüfung, Standsicherheitsnachweise für den Verbau.
DIN EN 752: Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden Beschreibt die hydraulischen und konstruktiven Grundsätze für Kanalsysteme. Stellt sicher, dass der sanierte Kanal die erforderliche Abflusskapazität und Dichtheit aufweist. Berechnung, Dichtheitsprüfung, Überprüfung der Fließverhältnisse.
DIN 1986-100: Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke Festlegungen für Grundstücksentwässerung inklusive Anschluss an öffentliche Kanäle. Regelt die Material- und Verbindungsqualität für Hausanschlüsse bei offener Bauweise. Funktionsprüfung, Dichtheitsprüfung, Abnahmeprotokoll.

Was Normen bedeuten und warum sie wichtig sind

Die genannten Normen dienen nicht nur der Qualitätssicherung, sondern auch der Haftungsverteilung und der Bauabwicklung. Die DIN EN 1610 ist die zentrale Ausführungsnorm: Sie schreibt vor, dass Rohrleitungen mit einer maximalen Abweichung von der Soll-Lage verlegt werden müssen und dass jede Verbindung nach den Herstellervorgaben zu montieren ist. Ohne Einhaltung dieser Norm besteht das Risiko von Undichtigkeiten, die später zu Wurzeleinwuchs, Bodenerosion oder Grundwasserverschmutzung führen können. Die DIN 4124 sichert die Baugrube: Bei tiefen Kanälen muss der Verbau den Erddruck zuverlässig aufnehmen, was durch statische Berechnungen nachgewiesen wird. Die Einhaltung der Normen ist auch Voraussetzung für die Anerkennung von Mängelansprüchen und die Gewährleistung – ein nicht normgerecht eingebauter Kanal gilt in der Regel als mangelhaft.

Zertifizierungen und Gütezeichen

Bei der offenen Bauweise spielen Zertifizierungen nach dem RAL-Gütezeichen eine zentrale Rolle. Das RAL-Gütezeichen 961 (Kanalsanierung) wird an Betriebe vergeben, die nachweislich nach den geltenden technischen Regeln arbeiten. Dies umfasst die korrekte Anwendung der DIN EN 1610, die regelmäßige Schulung des Personals und die Dokumentation der Arbeiten. Ein zertifizierter Betrieb garantiert, dass die Baustelle mit geprüften Materialien und nach normgerechten Verfahren ausgeführt wird. Auch das RAL-Gütezeichen für Rohre und Verbindungen ist relevant: Produkte mit dem RAL-Zeichen haben eine unabhängige Qualitätsprüfung durchlaufen, die die Einhaltung der Rohrnormen (z. B. DIN EN 1401 für Kunststoffrohre) bescheinigt. Dies gibt Bauherren und Planern die Sicherheit, dass die verbauten Komponenten dauerhaft dicht und standsicher sind.

Normen beim Kauf prüfen

Bei der Planung und Ausschreibung einer offenen Kanalsanierung sollten Sie folgende Normen als Mindeststandard fordern: Die Ausführungsnorm DIN EN 1610, die Baugrubensicherheitsnorm DIN 4124 und die Rohrnormen für die verwendeten Materialien (z. B. DIN EN 1401 für PVC-Rohre, DIN EN 295 für Steinzeugrohre). Prüfen Sie, ob der von Ihnen beauftragte Betrieb über ein RAL-Gütezeichen verfügt, das die Anwendung dieser Normen nachweist. Fordern Sie vor Baubeginn einen Prüfplan an, der die geplanten Dichtheitsprüfungen und Materialnachweise dokumentiert. Achten Sie darauf, dass die Normausgaben in der aktuellen Fassung vorliegen – ältere Ausgaben können veraltete Anforderungen enthalten. Lassen Sie sich die Einhaltung der Normen durch ein Bautagebuch und Prüfprotokolle belegen.

Handlungsempfehlungen

Wenn Sie eine offene Kanalsanierung durchführen lassen, sollten Sie folgende Schritte beherzigen: 1) Planen Sie die Maßnahme nach den Vorgaben der DIN EN 1610 und DIN EN 752 – das ist die Grundlage für eine dauerhafte Sanierung. 2) Beauftragen Sie nur Betriebe mit einem aktuellen RAL-Gütezeichen für Kanalsanierung, denn dies ist der Nachweis für normgerechte Arbeitsweise. 3) Lassen Sie alle Verbindungen und Rohrleitungen vor dem Verfüllen durch eine Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 (Wasser- oder Luftdruckprüfung) abnehmen. 4) Dokumentieren Sie die Arbeiten mit Fotos und einem Bautagebuch, um im Gewährleistungsfall belastbare Nachweise zu haben. 5) Fordern Sie vom Auftragnehmer die Vorlage der Produktnormen für die verbauten Rohre (z. B. DIN EN 1401) an. Durch die Einhaltung dieser Normen minimieren Sie das Risiko von späteren Schäden und teuren Nachsanierungen.

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Prüfen Sie aktuelle Normausgaben beim DIN oder Beuth-Verlag.

Erstellt mit Gemini, 12.06.2026

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Die offene Bauweise, ein traditionelles und bewährtes Verfahren in der Kanalsanierung, spielt trotz des Aufkommens moderner grabenloser Techniken nach wie vor eine entscheidende Rolle. Sie ist dann unverzichtbar, wenn die Integrität des unterirdischen Rohrleitungssystems schwerwiegend beeinträchtigt ist oder komplexe Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind, die mit minimalinvasiven Methoden nicht effizient umgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang sind technische Regelwerke und anerkannte Qualitätsstandards von größter Bedeutung, um die Sicherheit, Langlebigkeit und Funktionalität der sanierten Kanalsysteme zu gewährleisten. Diese Normen definieren nicht nur die Ausführung der Bauarbeiten, sondern auch die Materialanforderungen, Prüfverfahren und Sicherheitsbestimmungen, die für eine erfolgreiche und nachhaltige Kanalsanierung unerlässlich sind.

Die offene Bauweise in der Kanalsanierung mag auf den ersten Blick eine rein bauliche Angelegenheit darstellen. Doch gerade bei solchen Infrastrukturprojekten sind Normen und technische Standards das Rückgrat für Qualität, Sicherheit und Effizienz. Sie sorgen dafür, dass auch bei einer potenziell "schmutzigen" Arbeit wie dem Ausheben eines Grabens höchste Standards eingehalten werden, ähnlich wie bei der Produktion von hochpräzisen Bauteilen für eine Brücke oder der Installation einer Heizungsanlage. Die Prinzipien der Qualitätssicherung, der Materialprüfung und der sicheren Ausführung sind universell und finden sich daher auch in den Regelwerken der Kanalsanierung wieder, um die Funktionalität über Jahrzehnte zu sichern.

Relevante Normen im Überblick

Die Kanalsanierung, insbesondere die offene Bauweise, unterliegt einer Vielzahl von technischen Regelwerken und Normen, die darauf abzielen, einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten und die Sicherheit von Mensch und Umwelt zu schützen. Diese Normen decken ein breites Spektrum ab, von den Anforderungen an die Bauausführung über die Materialbeschaffenheit bis hin zu den Prüfverfahren nach Abschluss der Arbeiten. Sie sind entscheidend, um sicherzustellen, dass das saniertes Kanalsystem seine Funktion über die vorgesehene Lebensdauer hinweg erfüllen kann und keine negativen Auswirkungen auf die umliegende Infrastruktur oder die Umwelt hat. Die Einhaltung dieser Standards ist daher nicht nur eine Frage der Qualität, sondern auch der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Ein zentraler Aspekt bei der offenen Bauweise sind die Anforderungen an den Kanalbau und die Wiederherstellung der Oberfläche. Hierzu gehören unter anderem Normen, die sich mit Bodenaushub, Verbau von Baugruben, Hinterfüllmaterialien und Verdichtungsgraden befassen. Auch die Anforderungen an die eingesetzten Rohrmaterialien, wie z.B. Betonrohre oder kunststoffummantelte Rohre, sind durch entsprechende Normen geregelt. Diese sorgen dafür, dass die Materialien den mechanischen Belastungen, chemischen Einflüssen und den spezifischen Umweltbedingungen standhalten. Die technische Regel für Dichtheitsprüfungen von Entwässerungskanälen und -leitungen nach DIN EN 1610 ist hierbei von fundamentaler Bedeutung, um die Integrität des Systems nach der Sanierung zu verifizieren.

Normen-Übersicht (Tabelle)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wichtige Normen und Regelwerke, die für die offene Bauweise in der Kanalsanierung relevant sind. Es ist wichtig zu betonen, dass dies keine abschließende Liste darstellt und die genaue Anwendbarkeit von der spezifischen Situation und den lokalen Gegebenheiten abhängt. Fachbetriebe und Planer konsultieren stets die aktuellsten Ausgaben der relevanten Normen und spezifische Regelwerke, die von den jeweiligen Aufsichtsbehörden oder Auftraggebern gefordert werden.

Relevante Normen und Regelwerke für die offene Kanalsanierung
Norm/Regelwerk Bezeichnung Bedeutung für die offene Bauweise Prüfung/Qualitätssicherung
DIN EN 1610: Nach aktuellem Stand Verlegung von Abwasserleitungen und -kanälen – Besondere Anforderungen Festlegung von Anforderungen an die Verlegung von erdverlegten Abwasserleitungen und -kanälen, einschließlich der Gründung, Bettung, Verfüllung und Verdichtung. Definiert Grundsätze für die offene Bauweise und die ordnungsgemäße Verlegung der Rohrabschnitte. Dichtheitsprüfung nach Verlegung, visuelle Inspektion der Verlegung, Prüfung der Verdichtung der Verfüllung.
DIN 4044: Nach aktuellem Stand Rohrleitungsgräben – Anforderungen an Bau, Verfüllung und Verdichtung Konkretisiert die Anforderungen an die Herstellung von Rohrleitungsgräben, die für die offene Bauweise typisch sind. Beinhaltet Vorgaben zur Stabilität der Grabenwände, zur Materialwahl für die Verfüllung und zu den Verdichtungsverfahren, um Setzungen zu vermeiden. Prüfung der Standsicherheit der Grabenwände, Messung der Verdichtung des Verfüllmaterials.
RAL-Gütezeichen (z.B. Güteschutz Kanalbau) Qualitätssicherung durch unabhängige Überwachung Zertifizierung von Unternehmen, die bestimmte Qualitätsstandards in der Kanalsanierung einhalten. Dies beinhaltet oft strengere Anforderungen als Mindestnormen und gewährleistet eine hohe Ausführungsqualität und Fachkompetenz. Regelmäßige Überwachung der Baustellen, Prüfung von Materialien und Prozessen durch unabhängige Gutachter.
DIN 19545: Nach aktuellem Stand Entwässerungskanäle und -leitungen aus Beton; Anforderungen an die Ausführung von Baugruben und Verfüllungen Spezifische Anforderungen an die Ausführung von Baugruben und Verfüllungen im Kontext von Betonkanälen. Relevante für die offene Bauweise, da hierbei die Tragfähigkeit und Stabilität des Baugrunds sichergestellt werden muss. Baugrunduntersuchungen, Prüfung der Verfüll- und Verdichtungsschichten gemäß Vorgaben.
DIN EN 12566 (Teile): Nach aktuellem Stand Vorgefertigte Schachtbauwerke für Abwasseranlagen Obwohl primär für vorgefertigte Elemente, beeinflussen diese Normen auch die Anforderungen an die Einbindung von Schächten in offene Bauweisen, insbesondere im Hinblick auf Dichtheit und Stabilität. Zertifizierung der vorgefertigten Bauteile, Dichtheitsprüfungen der Einbindung.

Was Normen bedeuten und warum sie wichtig sind

Technische Normen und Regelwerke sind das Fundament für Vertrauen und Verlässlichkeit im Bauwesen. Sie schaffen einen gemeinsamen Wissens- und Anwendungsrahmen, der sicherstellt, dass Produkte und Bauausführungen bestimmten Qualitäts-, Leistungs- und Sicherheitskriterien entsprechen. Im Kontext der offenen Bauweise bei der Kanalsanierung bedeutet dies konkret, dass durch die Einhaltung von Normen wie der DIN EN 1610 die Dichtheit der neu verlegten oder reparierten Rohrleitungen garantiert wird. Dies verhindert das Eindringen von Grundwasser und das Austreten von Abwasser, was sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile mit sich bringt.

Die Bedeutung von Normen geht jedoch über die reine Funktionalität hinaus. Sie dienen als Richtlinien für die Risikominimierung auf der Baustelle, indem sie klare Anweisungen für den Umgang mit potenziellen Gefahren, wie z.B. dem Einsturz von Baugruben, geben. Durch die standardisierten Prüfverfahren wird sichergestellt, dass Mängel frühzeitig erkannt und behoben werden können, bevor sie größere Probleme verursachen. Dies spart nicht nur Kosten für Nachbesserungen, sondern erhöht auch die Sicherheit der Arbeiter und der Anwohner. Zudem erleichtern Normen die Kommunikation und Koordination zwischen verschiedenen Beteiligten wie Planern, Bauunternehmern und Behörden, da sie eine gemeinsame Sprache und einheitliche Erwartungen schaffen.

Zertifizierungen und Gütezeichen

Neben den reinen Normen gewinnen Gütezeichen, wie sie beispielsweise vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) verliehen werden, in der Kanalsanierung zunehmend an Bedeutung. Das Gütezeichen "Gütezeichen Kanalbau" ist ein herausragendes Beispiel für Qualitätssicherung im Bereich der Entwässerungskanäle und -leitungen. Unternehmen, die dieses Gütezeichen tragen, verpflichten sich zu einer freiwilligen Leistungskontrolle, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Dies beinhaltet regelmäßige Überprüfungen durch unabhängige Prüfer, die nicht nur die Einhaltung von Normen, sondern auch die Qualität der eingesetzten Materialien, der Arbeitsmethoden und der eingesetzten Mitarbeiter sicherstellen.

Die Zertifizierung durch ein Gütezeichen bietet Bauherren und Auftraggebern eine zusätzliche Sicherheitsebene. Sie signalisiert, dass das zertifizierte Unternehmen über das notwendige Know-how, die technische Ausrüstung und die internen Qualitätsmanagementsysteme verfügt, um auch anspruchsvolle Projekte der offenen Bauweise erfolgreich umzusetzen. Dies ist besonders bei öffentlichen Aufträgen oder Großprojekten von Vorteil, wo die Nachweisbarkeit von Qualität und Zuverlässigkeit im Vordergrund steht. Die Investition in ein Gütezeichen ist somit nicht nur ein Zeichen für technologische Kompetenz, sondern auch für unternehmerische Verantwortung und ein starkes Engagement für langlebige und funktionssichere Infrastrukturen.

Normen beim Kauf prüfen

Bei der Beschaffung von Materialien oder der Beauftragung von Dienstleistungen im Bereich der offenen Kanalsanierung ist es von entscheidender Bedeutung, die Relevanz und Gültigkeit der zugrundeliegenden Normen und technischen Regelwerke genau zu prüfen. Dies gilt sowohl für die eingesetzten Rohrmaterialien, wie z.B. Betonrohre, Kunststoffrohre oder auch Reparaturmörtel, als auch für die beauftragten Bauleistungen. Auftraggeber und Planer sollten sich vergewissern, dass die angebotenen Produkte und Verfahren den aktuellen Normen entsprechen und idealerweise durch anerkannte Prüfzeugnisse belegt sind. Bei der Auswahl von Unternehmen ist die Nachfrage nach Zertifizierungen durch Gütezeichen eine sinnvolle Ergänzung.

Es ist ratsam, vor Vertragsabschluss explizit auf die Einhaltung bestimmter Normen und Regelwerke zu bestehen und dies vertraglich zu verankern. Dies betrifft insbesondere die DIN EN 1610 für die Verlegung und Dichtheitsprüfung sowie gegebenenfalls spezifische Vorgaben für Baugruben und Verfüllungen gemäß DIN 4044 oder ähnlichen Regelwerken. Die genaue Spezifikation der Anforderungen schützt vor späteren Beanstandungen und Gewährleistungsmängeln. Eine offene und transparente Kommunikation bezüglich der anzuwendenden technischen Standards schafft Vertrauen und legt die Basis für eine erfolgreiche und qualitativ hochwertige Umsetzung des Sanierungsprojekts.

Handlungsempfehlungen

Für alle Akteure, die an der Planung, Ausschreibung oder Ausführung von Projekten der offenen Kanalsanierung beteiligt sind, ergeben sich daraus klare Handlungsempfehlungen. An erster Stelle steht die kontinuierliche Fortbildung und Auseinandersetzung mit den relevanten technischen Normen und Regelwerken. Planer und Ingenieure müssen sicherstellen, dass ihre Leistungsverzeichnisse die aktuellsten Standards widerspiegeln und alle notwendigen Prüfanforderungen beinhalten. Dies umfasst die genaue Spezifikation der zu verwendenden Materialien, die anzuwendenden Verlege- und Verfüllverfahren sowie die geforderten Dichtheitsprüfungen.

Bauausführende Unternehmen sollten proaktiv in die Schulung ihrer Mitarbeiter investieren und sicherstellen, dass die eingesetzten Techniken und Arbeitsmethoden stets den aktuellen Normen entsprechen. Die Nutzung von zertifizierten Baustoffen und Geräten ist dabei ebenso wichtig wie die Dokumentation aller relevanten Bauprozesse und Prüfergebnisse. Auftraggeber, insbesondere öffentliche Verwaltungen, sind gut beraten, auf die Vorlage von Nachweisen für die Einhaltung von Normen und Gütezeichen zu bestehen. Dies gewährleistet, dass die beauftragten Leistungen den erwarteten Qualitätsstandards entsprechen und die Lebensdauer der sanierten Infrastruktur maximiert wird.

🔍 Weiterführende Fragen zur Selbstrecherche

Um ein tieferes Verständnis der relevanten Normen und technischen Standards für die offene Bauweise in der Kanalsanierung zu erlangen und die eigene Recherche zu vertiefen, können folgende Fragen als Ausgangspunkt dienen:

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