Schallschutz: Gewächshaus: Standort & Genehmigung

Das eigene Gewächshaus - das muss beachtet werden

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Erstellt mit DeepSeek, 12.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Das eigene Gewächshaus – Schallschutz & Akustik

Ein Gewächshaus mag auf den ersten Blick wenig mit Schallschutz zu tun haben, doch eine genaue Betrachtung zeigt vielfältige akustische Schnittstellen: Die Heizungs- und Lüftungstechnik erzeugt Betriebsgeräusche, die besonders bei Anlehnhäusern an der Wohnhauswand störend wirken können. Zudem kann Gewächshausfolie oder -glas als Schallreflektor oder -dämpfer je nach Frequenzbereich fungieren. Auch die Standortwahl in Wohngebieten unterliegt oft den Vorgaben der TA Lärm für technische Anlagen. Die Akustik eines Gewächshauses ist daher kein Randthema, sondern ein relevanter Aspekt der Bauplanung.

Grundlagen Schallschutz

Schallschutz im Kontext eines Gewächshauses umfasst zwei Hauptaspekte: den Schutz der Nachbarschaft vor Geräuschen aus dem Gebäude (z. B. Heizungsanlagen, Lüfter) und das Raumklima selbst. Glasflächen reflektieren Schallwellen stärker als massive Wände, was bei einem Anlehngewächshaus zu einer verstärkten Schallübertragung auf das Wohnhaus führen kann. Die Luftschalldämmung (Rw-Wert) ist hier das entscheidende Kriterium: Sie gibt an, wie viel Dezibel (dB) ein Bauteil zwischen zwei Räumen dämpft. Für eine leichte Verglasung liegt der Richtwert bei Rw ≈ 25–30 dB, während ein massives Mauerwerk Rw 50–55 dB erreicht. Typischer Richtwert: Ein Gewächshaus mit Doppelstegplatten (16 mm) erreicht etwa Rw 28 dB, was für die Nutzung als Wintergarten mit Heizgeräten mindestens die Einhaltung der Schallschutzklasse SSK 2 (erhöhter Schallschutz) erfordert.

Schallschutzwerte im Vergleich (Tabelle)

Schalldämmung typischer Gewächshausmaterialien und -maßnahmen
Bauteil / Maßnahme Rw-Wert (dB) Schallschutzklasse (SSK) Anwendung
Einscheibensicherheitsglas (ESG) 4 mm: Gute Lichtdurchlässigkeit, aber geringe Schalldämmung 28–30 dB SSK 1 (Grundschutz) Kleines Hobbygewächshaus ohne Heizung
Doppelstegplatten (16 mm Polycarbonat): Wärmedämmend, mittlere Schalldämmung Typischer Richtwert: 28 dB SSK 2 (erhöht) Ganzjährig genutztes Gewächshaus mit Heizung
Hohlkammerplatten (25 mm): Verbesserte thermische und akustische Dämmung 32–35 dB SSK 2–3 Wintergarten-Anbau am Wohnhaus
Massivholzwand (12 cm): Hohe Dämmung, aber weniger Licht 42–48 dB SSK 3 (hoch) Gemischte Bauweise (z. B. Rückwand eines Anlehngewächshauses)
Schalldämmende Lüftungsklappe (mit Filter): Reduziert Geräte- und Außengeräusche Zusatzdämmung: 5–10 dB Abhängig von Grundkonstruktion Anlehnhäuser mit Heizungs-/Lüftungsgeräten

Schallschutzklassen und Normen

In Deutschland regelt die DIN 4109 den baulichen Schallschutz. Für Gewächshäuser, die als Nebenanlagen klassifiziert sind, gelten meist die Anforderungen für Schallschutzklasse SSK 1 (Grundschutz). Wird das Gewächshaus jedoch als Wintergarten oder Wohnraumerweiterung genutzt, sind SSK 2 (erhöhter Schutz) oder sogar SSK 3 (hoher Schutz) erforderlich – insbesondere, wenn Heizungsanlagen oder Lüfter installiert werden. Die TA Lärm gibt Grenzwerte für Geräuschemissionen vor: In reinen Wohngebieten dürfen haustechnische Anlagen tagsüber 50 dB(A) und nachts 35 dB(A) nicht überschreiten. Eine Gewächshausheizung mit Propangas (Brenner) kann bei 1 m Abstand 45–55 dB(A) erreichen, sodass eine schallabsorbierende Einhausung oder ein Standort mit Abstand zu Nachbargrenzen notwendig sein kann.

Praxisrelevanz und Messbarkeit

Die Praxisrelevanz zeigt sich besonders bei Anlehngewächshäusern, die direkt an die Wohnhauswand angebaut werden. Hier überträgt sich der Schall der Heizungsanlage wie erwähnt über die Verglasung, aber auch über die Körperschallleitung (vibrierende Heizungsrohre). Zur Messung verwendet man Schallpegelmesser (Messgerät Klasse 1 nach IEC 61672) und bewertet die Frequenzen nach DIN 45645. Typische Messergebnisse: Bei einem Gewächshaus mit Doppelstegplatten und einer Gasheizung (40 dB(A) in 1 m Abstand) liegt der Innenpegel im Haus bei Anbau durchschnittlich bei 28 dB(A) – das entspricht einem leisen Flüstern. Ohne Abdichtung können es jedoch 35–40 dB(A) sein, was in Schlafräumen störend wirkt (Nachruhe-Grenzwert 30 dB(A)).

Typische Fehler beim Schallschutz

Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der Körperschalldämmung von Heizungsrohren und Lüftern. Werden diese starr an der Hauswand oder am Gewächshausrahmen befestigt, entsteht eine Schallbrücke. Ein weiterer Fehler: Die Glasstärke wird nur nach thermischen Kriterien gewählt, wodurch die Schalldämmung unterschätzt wird. Auch die unzureichende Abdichtung von Fenster- und Türenfugen kann die Schalldämmung um 5–10 dB reduzieren. Werden automatische Lüftungsklappen ohne Schalldämpfer eingebaut, gelangen Außengeräusche (z. B. Verkehrslärm) ungedämpft ins Gewächshaus. Empfohlen wird eine zweistufige Abdichtung mit Gummidichtungen und eine elastische Rohraufhängung.

Handlungsempfehlungen

Für ein neues Gewächshaus empfehlen wir diese Reihenfolge: 1. Schallschutzklasse nach DIN 4109 festlegen (mindestens SSK 2 bei Nutzung mit Technik in Wohnnähe). 2. Materialauswahl: Bevorzugen Sie Doppelsteg- oder Hohlkammerplatten mit Rw ≥ 30 dB. 3. Heizungs- und Lüftungseinheiten mit Schalldämpfern und elastischen Verbindungen zur Hauswand installieren. 4. Körperschallbrücken vermeiden: Rohre und Kabel mit Gummipuffern führen. 5. Vor Inbetriebnahme eine Schallpegelmessung durch einen akkreditierten Gutachter durchführen lassen, um die Einhaltung der TA Lärm-Grenzwerte zu bestätigen. Alle Herstellerangaben zu Schalldämmeigenschaften sind durch Datenblätter zu verifizieren. Bei starken Abweichungen (z. B. 5 dB mehr als erwartet) ist eine Nachbesserung der Dichtungen erforderlich.

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Lassen Sie Schallschutzwerte durch Fachgutachter bestätigen. Die folgenden Fragen helfen Ihnen, den optimalen Schallschutz für Ihr Gewächshaus zu ermitteln:

Erstellt mit Gemini, 12.06.2026

Foto / Logo von GeminiGemini: Das eigene Gewächshaus – Schallschutzaspekte bei Planung und Bau

Obwohl der primäre Fokus bei der Errichtung eines Gewächshauses auf dem Pflanzenwachstum und der Ernte liegt, spielen auch Umweltfaktoren und die Interaktion mit der Umgebung eine Rolle. Hierzu gehört auch die Akustik. Ein Gewächshaus kann, je nach Bauweise und Material, Schall reflektieren oder absorbieren. Dies ist besonders relevant, wenn das Gewächshaus in der Nähe von Wohnbereichen oder lärmempfindlichen Nutzungen wie Krankenhäusern oder Schulen errichtet wird. Ein gut geplanter Schallschutz kann Störungen minimieren und eine harmonische Integration in die Umgebung gewährleisten. Bei der Auswahl von Materialien, der Positionierung von Lüftungsanlagen und der Planung von Zäunen oder Begrenzungen können akustische Überlegungen eine wichtige Rolle spielen, um Nachbarn nicht zu belästigen und die eigene Ruhe zu wahren.

Grundlagen Schallschutz

Schallschutz im Bauwesen zielt darauf ab, die Übertragung von Lärm von einer Schallquelle zu einem Empfänger zu reduzieren. Dies geschieht durch verschiedene Maßnahmen, die entweder die Schallquelle dämmen, den Schallweg unterbrechen oder den Schall am Empfangsort absorbieren. Bei Gebäuden wird dies durch die Wahl geeigneter Baustoffe, die Konstruktion von Wänden, Decken und Fenstern sowie durch eine sorgfältige Planung von Lüftungs- und Klimaanlagen erreicht. Die Wirksamkeit von Schallschutzmaßnahmen wird in der Regel durch physikalische Größen wie das Schalldämm-Maß (Rw) für Bauteile und durch Schallschutzklassen (SSK) für ganze Gebäude quantifiziert. Ein hoher Rw-Wert bedeutet eine gute Schalldämmung, während höhere Schallschutzklassen einen besseren Schutz vor Lärm von außen und zwischen Räumen bieten.

Beim Bau eines Gewächshauses sind die Anforderungen an den Schallschutz oft weniger streng als bei Wohngebäuden, können aber dennoch von Bedeutung sein. Ein Gewächshaus kann als Schallquelle agieren, beispielsweise durch Windgeräusche an der Hülle, Geräusche von Lüftern oder Pumpen für Bewässerungssysteme, oder aber auch Lärm von außen reflektieren. Wenn das Gewächshaus in einem dicht besiedelten Gebiet steht, nahe an stark befahrenen Straßen oder in Nachbarschaft zu geräuschintensiven Freizeiteinrichtungen, können Schallschutzmaßnahmen sinnvoll sein. Die Wahl der Materialien für die Wand- und Dachverkleidung spielt hier eine entscheidende Rolle, ebenso wie die Art und Weise, wie Lüftungselemente installiert werden.

Die physikalischen Prinzipien des Schallschutzes basieren auf der Reduzierung von Schallenergie. Schall breitet sich als Druckwelle aus und kann durch Masse, Dämpfung und Trennung von Bauteilen gemindert werden. Schwere, massive Bauteile sind generell besser in der Lage, Schall zu dämmen als leichte, dünne Materialien. Bei Gewächshäusern kommen oft leichtere Materialien wie Glas oder Polycarbonat zum Einsatz, was grundsätzlich zu einer geringeren Schalldämmung führen kann. Daher ist es wichtig, bei der Materialauswahl und der Konstruktion auf schallschutztechnische Aspekte zu achten, um unerwünschte Lärmemissionen zu minimieren.

Schallschutzwerte im Vergleich (Tabelle)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Schalldämmwerte (Rw) verschiedener Materialien und Bauteile, die auch bei der Errichtung eines Gewächshauses relevant sein können. Diese Werte sind Richtwerte und können je nach Hersteller und spezifischer Ausführung variieren. Es ist stets ratsam, die genauen technischen Datenblätter der Hersteller zu konsultieren. Für eine umfassende Schallschutzbewertung eines Gewächshauses als Ganzes sind jedoch die spezifischen Schallschutzklassen (SSK) maßgeblich, die das Gesamtergebnis der baulichen Maßnahmen widerspiegeln.

Typische Schalldämm-Maße (Rw in dB) für Bauteile und Materialien
Bauteil/Material Rw [dB] Anwendung/Hinweis Relevanz für Gewächshaus
Einfachglas (4 mm): Standardverglasung ca. 25-28 Weniger schallschutzrelevant, reflektiert Schall Gering, bietet kaum Schalldämmung
Doppelverglasung (Isolierglas): Zwei Scheiben mit Luft- oder Gasfüllung ca. 30-35 Verbessert Wärmedämmung und leicht den Schallschutz Mittel, reduziert leichteren Schall
Polycarbonat-Hohlkammerplatten (10 mm): Üblich für Gewächshausdächer ca. 20-25 Gute Wärmeisolierung, aber moderate Schalldämmung Mittel, windgeräusche werden gedämpft
Massivholz (z.B. Lärche, ca. 20 mm dick): Für Rahmenkonstruktionen ca. 20-25 Je nach Dichte und Dicke variabel Gering, dient primär der Stabilität
Schallschutzglas (spezielle Verbundsicherheitsgläser): Mehrere Schichten mit Schallschutzfolie ca. 35-45+ Hohe Schalldämmung durch Masse und Dämpfung Hoch, falls Lärmschutz Priorität hat (selten für reine Gewächshäuser)
Kunststoffpaneele (Hartschaumkern): Isoliert gut, aber Schallverhalten prüfen ca. 28-33 Variable Schallschutzwerte je nach Kernmaterial Mittel bis gut, je nach Produkt
Aluminiumrahmen: Grundkonstruktion < 5 Sehr gering, kaum schallisolierend Gering, leitet Schall weiter

Diese Tabelle verdeutlicht, dass reine Glas- oder Polycarbonat-Konstruktionen von Gewächshäusern für sich genommen nur eine begrenzte Schalldämmung aufweisen. Die Geräuschübertragung durch Wind, Regen oder externe Quellen kann daher spürbar sein. Wenn das Gewächshaus beispielsweise als Werkstatt oder Aufenthaltsraum genutzt werden soll und sich in einer lärmbelasteten Umgebung befindet, sind höhere Schalldämmwerte wünschenswert. Hier könnten spezielle Verglasungen oder zusätzliche Dämmmaßnahmen an den Wänden und dem Dach in Betracht gezogen werden, um die Schallschutzklasse des Gesamtaufbaus zu verbessern.

Schallschutzklassen und Normen

Im baulichen Schallschutz werden Gebäude in Schallschutzklassen (SSK) eingeteilt, die definieren, welche Anforderungen an den Schallschutz zu erfüllen sind. Diese Klassen basieren auf DIN-Normen und berücksichtigen unterschiedliche Lärmquellen und deren Auswirkungen auf die Nutzung des Gebäudes. Für Wohngebäude gibt es beispielsweise SSK 1 bis SSK 4, wobei SSK 4 den höchsten Schutz bietet. Während für reine Gewächshäuser keine expliziten Schallschutzklassen vorgeschrieben sind wie für Wohnraum, können die Prinzipien und Zielwerte der Normen als Orientierung dienen, insbesondere wenn das Gewächshaus nahe an lärmempfindlichen Bereichen liegt oder selbst als Lärmquelle in Erscheinung tritt.

Bei der Errichtung eines Gewächshauses, das möglicherweise als Anbau an ein Wohnhaus dient oder in unmittelbarer Nähe zu diesem steht, können die Schallschutzanforderungen der angrenzenden Bauteile eine Rolle spielen. Wenn das Gewächshaus beispielsweise mit einer Heizungsanlage ausgestattet ist, deren Geräusche nach außen oder in das Wohnhaus dringen könnten, ist eine Betrachtung des Schallschutzes unerlässlich. Auch die Akustik der Außenwände und des Daches im Hinblick auf Regen- oder Hagelgeräusche kann die Wohnqualität beeinträchtigen, wenn diese Geräusche in angrenzende Räume übertragen werden. Hier können Lagen mit höherer Masse und Dämpfung des Materials Abhilfe schaffen.

Die relevanten Normen für den baulichen Schallschutz sind vor allem die DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) und die VDI 2719 (Schallschutz von Außentüren und Fenstern). Auch wenn diese Normen primär für Wohn- und Bürogebäude gelten, bieten sie wertvolle Anhaltspunkte für die Planung von Anbauten oder Nebengebäuden. Bei der Geräuschübertragung von außen nach innen sind die Rw-Werte der einzelnen Bauteile (Fenster, Wände, Dach) entscheidend. Die Summe dieser Einflüsse und die bauliche Ausführung bestimmen letztlich die effektive Schalldämmung des gesamten Gewächshauses oder der angrenzenden Bereiche.

Praxisrelevanz und Messbarkeit

In der Praxis ist der Schallschutz bei Gewächshäusern oft ein nachrangiges Thema, es sei denn, es gibt spezifische Anforderungen oder Probleme. Wenn beispielsweise eine laute Pumpe für ein Bewässerungssystem installiert wird oder das Gewächshaus in einem stark frequentierten Bereich liegt, kann die Notwendigkeit von Schallschutzmaßnahmen deutlich werden. Die Messbarkeit von Schallschutzwerten erfolgt in der Regel durch Fachgutachter mittels Schalldruckpegelmessungen. Der direkte Schallpegel am Gewächshaus oder in dessen Umfeld kann durch einfache Schallpegelmesser gemessen werden, um die Auswirkungen von Lärmemissionen zu beurteilen.

Die Transparenz der Materialien wie Glas oder Polycarbonat spielt auch bei der Schallübertragung eine Rolle. Schallwellen können diese Materialien relativ leicht durchdringen oder in Schwingung versetzen, was zu einer Weiterleitung von Geräuschen führt. Die Schallreflexion ist ebenfalls ein Faktor; harte Oberflächen wie Glas können Schallwellen stark zurückwerfen, was zu einer Erhöhung des Schallpegels in der Umgebung führen kann, insbesondere wenn das Gewächshaus als "Klangkörper" wirkt. Eine gezielte Bedämpfung oder Absorption von Schall ist hier meist nicht vorgesehen, kann aber durch Anpassungen der Materialien und Konstruktion erreicht werden.

Die effektivste Methode zur Verbesserung des Schallschutzes eines Gewächshauses liegt in der Wahl der richtigen Bauteile und deren Anordnung. Die Verwendung von Mehrfachverglasungen mit unterschiedlichen Scheibendicken und einer gasgefüllten Zwischenschicht erhöht nicht nur die Wärmedämmung, sondern auch die Schalldämmung. Auch die Auswahl des Rahmenmaterials kann eine Rolle spielen; Holzrahmen können Schall besser absorbieren als starre Metallprofile, die eher als Schallbrücken wirken können. Die Abdichtung von Fugen und Anschlüssen ist ebenfalls kritisch, da hier Schallenergie ungehindert entweichen oder eindringen kann.

Typische Fehler beim Schallschutz

Ein häufiger Fehler beim Bau von Gewächshäusern ist die ausschließliche Fokussierung auf Kosten und Funktionalität, ohne die akustischen Auswirkungen zu berücksichtigen. Dies kann zu Problemen führen, wenn das Gewächshaus in der Nähe von Nachbarn steht oder selbst Lärm erzeugt. Billige oder ungeeignete Materialien, die zwar kostengünstig sind, aber kaum schallisolierende Eigenschaften besitzen, sind ein klassisches Beispiel. Ebenso die mangelnde Sorgfalt bei der Montage, insbesondere bei den Anschlüssen von Wandelementen und dem Dach, wodurch Schallbrücken entstehen können.

Eine weitere typische Fehlerquelle ist die Unterschätzung der Lärmemissionen von technischen Komponenten wie Lüftern, Pumpen oder Heizungen. Diese Geräte können, wenn sie nicht schallgedämmt montiert sind, erhebliche Lärmbelästigung verursachen. Auch die Auswahl ungeeigneter Lüftungselemente, die viel Lärm erzeugen, oder deren ungünstige Platzierung, beispielsweise direkt an einer Lärmempfindlichen Stelle, tragen zu Problemen bei. Die nachträgliche Installation von Schallschutzmaßnahmen ist oft aufwendiger und teurer als eine von Beginn an integrierte Lösung.

Die Vernachlässigung der Schallreflexion an den glatten Oberflächen eines Gewächshauses ist ebenfalls ein häufiger Fehler. Gerade in urbanen oder dichten Siedlungsgebieten kann die Reflexion von Schall durch das Gewächshaus zu einer erhöhten Lärmbelästigung beitragen. Eine Integration von schallabsorbierenden Elementen, auch wenn sie vielleicht nicht alltäglich für ein Gewächshaus sind, könnte hier Abhilfe schaffen. Dies könnten zum Beispiel spezielle Beschichtungen oder die Anordnung von Pflanzen im Außenbereich sein, die als natürliche Schallbarrieren fungieren.

Handlungsempfehlungen

Bei der Planung eines Gewächshauses sollten Schallschutzaspekte von Anfang an berücksichtigt werden, insbesondere wenn es in der Nähe von Wohngebäuden, Ruhezonen oder lärmsensitiven Bereichen errichtet wird. Die Wahl von Schallschutzglas, insbesondere als Doppel- oder Dreifachverglasung mit unterschiedlichen Scheibendicken und einer dämpfenden Zwischenschicht, ist eine effektive Maßnahme zur Reduzierung von Außenlärm. Auch die Verwendung von schallabsorbierenden Materialien für die Dämmung des Daches und der Wände kann die Übertragung von Geräuschen, wie z.B. Regenprasseln, deutlich reduzieren.

Die Auswahl und Installation von technischen Geräten wie Lüftern und Heizungen sollte sorgfältig erfolgen. Achten Sie auf Geräte mit geringer Geräuschentwicklung und verwenden Sie schallgedämmte Montagesysteme. Lüftungsöffnungen sollten möglichst so angeordnet werden, dass die Lärmemissionen minimiert werden, und gegebenenfalls mit Schalldämpfern ausgestattet werden. Eine gute Abdichtung aller Bauteilanschlüsse ist essenziell, um Schallbrücken zu vermeiden und die Effektivität der eingesetzten Schallschutzmaßnahmen zu gewährleisten.

Prüfen Sie die Möglichkeit, umgebende Bepflanzungen oder bauliche Elemente (wie Zäune oder Mauern) so zu gestalten, dass sie als zusätzliche Schallbarrieren wirken. Dies kann die Geräusche von außen reduzieren und auch die Schallausbreitung vom Gewächshaus weg lenken. In Fällen, wo eine hohe Schallschutzanforderung besteht, empfiehlt es sich, frühzeitig einen Fachmann für Akustik oder Schallschutz zu konsultieren, um die bestmögliche Lösung für die spezifische Situation zu entwickeln.

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