Forschung: Gutes Licht im Haus – Wohlfühlen & Smart

Gutes Licht im Haus - wohltuend, gesund, smart und bequem

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Erstellt mit Gemini, 04.05.2026

Foto / Logo von GeminiGemini: Gutes Licht im Haus – Forschung und Entwicklung für Wohlbefinden und Effizienz

Die Bedeutung von Licht für das menschliche Wohlbefinden und die Funktionalität von Wohnräumen ist immens. Forschung und Entwicklung (F&E) spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie wir Licht heute erleben und zukünftig nutzen werden. Die Brücke zwischen der Thematik "Gutes Licht im Haus" und F&E liegt in der kontinuierlichen Verbesserung von Lichtquellen, Steuerungssystemen und unserem Verständnis der physiologischen und psychologischen Auswirkungen von Licht. Leser gewinnen durch diesen Blickwinkel tiefere Einblicke in die wissenschaftlichen Grundlagen moderner Beleuchtungslösungen und die Innovationskraft, die hinter energieeffizienten, gesunden und komfortablen Lichtkonzepten steckt. Die Entwicklung neuer Leuchtmittel, intelligenter Lichtsteuerungen und die Erforschung des Zusammenhangs zwischen Licht und menschlicher Gesundheit sind zentrale Säulen der aktuellen F&E-Landschaft.

Aktueller Forschungsstand im Überblick

Der aktuelle Forschungsstand im Bereich Beleuchtung ist facettenreich und konzentriert sich auf mehrere Schlüsselbereiche. An vorderster Front steht die Weiterentwicklung von LED-Technologien, nicht nur im Hinblick auf Energieeffizienz und Lebensdauer, sondern auch auf die Qualität des abgestrahlten Lichts. Forschung zielt darauf ab, das Lichtspektrum von LEDs präziser an die Bedürfnisse des menschlichen Biorhythmus anzupassen (Human-Centric Lighting) und Farbwiedergabe-Indizes (CRI) zu optimieren, um natürliche Seherlebnisse zu simulieren. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die intelligente Lichtsteuerung, die weit über einfaches Ein- und Ausschalten hinausgeht. Hierbei wird intensiv an Algorithmen für adaptives Lichtmanagement geforscht, das sich automatisch an Tageslichtverfüufe, Anwesenheit von Personen und spezifische Tätigkeiten anpasst. Dies schließt die Integration von Sensoren und die Vernetzung von Leuchten über drahtlose Protokolle ein.

Die psychologischen und physiologischen Auswirkungen von Licht werden ebenfalls intensiv erforscht. Studien untersuchen, wie Licht die Stimmung, die Konzentration, den Schlaf-Wach-Rhythmus und sogar die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflusst. Dieses Wissen fließt direkt in die Entwicklung von Beleuchtungslösungen für Arbeitsplätze, Schulen und Gesundheitseinrichtungen ein, um Gesundheit und Produktivität zu fördern. Im Kontext von "Smart Homes" und energieeffizientem Bauen wird die Forschung intensiviert, um Beleuchtungssysteme nahtlos in Gebäudeautomationssysteme zu integrieren, die Energieverbräuche weiter zu minimieren und den Komfort zu maximieren. Die Lebenszyklusanalyse von Leuchtmitteln und die Entwicklung nachhaltigerer Produktionsprozesse gewinnen ebenfalls an Bedeutung.

Relevante Forschungsbereiche im Detail

Die moderne Beleuchtungstechnik profitiert maßgeblich von interdisziplinärer Forschung. Die Bereiche Lichttechnik, Materialwissenschaften, Biologie, Psychologie und Informatik greifen hier ineinander, um innovative Lösungen zu schaffen. Die Entwicklung neuer lumineszierender Materialien, die effizientere und präzisere Lichtspektren erzeugen, ist ein Dauerthema in der Materialforschung. Ebenso wird an verbesserten Treibern und Steuerungselektroniken gearbeitet, die eine noch feinere Abstimmung von Helligkeit und Farbtemperatur ermöglichen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Erforschung des sogenannten "Human-Centric Lighting" (HCL). Dieses Konzept zielt darauf ab, Beleuchtungssysteme so zu gestalten, dass sie die natürlichen zirkadianen Rhythmen des Menschen unterstützen. Dies bedeutet, dass die Lichtfarbe und -intensität im Laufe des Tages variiert wird, um Wachheit am Morgen und Entspannung am Abend zu fördern. Die Forschung untersucht hierbei die spezifischen Auswirkungen verschiedener Lichtspektren auf die Melatoninproduktion und die innere Uhr. Die computergestützte Lichtplanung und Simulation spielen ebenfalls eine immer größere Rolle, um komplexe Beleuchtungsszenarien bereits in der Planungsphase zu optimieren und die Wirkung von Licht auf den Menschen und die Raumatmosphäre präzise vorhersagen zu können.

Forschungsbereiche der Beleuchtungstechnik
Forschungsbereich Aktueller Status Praxisrelevanz Zeithorizont
Human-Centric Lighting (HCL): Anpassung von Licht an biologische Rhythmen Fortgeschrittene Laborstudien, erste Pilotprojekte in Büro- und Bildungseinrichtungen. Erforschung spezifischer Spektren und Intensitäten. Potenzial zur Steigerung von Wohlbefinden, Produktivität und zur Verbesserung des Schlafs. Reduzierung von saisonal bedingten Stimmungsstörungen. Kurz- bis mittelfristig (1-5 Jahre)
Intelligente Lichtsteuerung & Vernetzung: Automatisierte Lichtanpassung und Integration in Smart-Home-Systeme Weit fortgeschritten; kommerzielle Produkte verfügbar. Forschung fokussiert auf erweiterte Algorithmen, KI-gestützte Szenarien und Energieoptimierung. Signifikante Energieeinsparungen, erhöhter Komfort, verbesserte Sicherheit (z.B. durch Anwesenheitssimulation). Kurzfristig (0-3 Jahre)
Fortgeschrittene LED-Technologien: Neue Materialien, höhere Effizienz, verbesserte Farbwiedergabe Kontinuierliche Weiterentwicklung; Erforschung neuer Quantenpunkte und Phosphore, miniaturisierte COB-LEDs. Steigerung der Energieeffizienz, Reduzierung von Produktionskosten, Schaffung neuer Designmöglichkeiten für Leuchten. Laufend, mittelfristig (2-7 Jahre)
Licht und Gesundheit: Auswirkungen von Licht auf visuelle und nicht-visuelle Prozesse (z.B. Hautgesundheit, Immunsystem) Grundlagenforschung und klinische Studien. Erforschung von Lichttherapien und schädlichen Lichtspektren (z.B. Blaulichtanteil am Abend). Entwicklung präventiver und therapeutischer Anwendungen; Schaffung gesünderer Lichtumgebungen. Mittelfristig (3-10 Jahre)
Nachhaltige Beleuchtung: Materialwahl, Recycling, Energieeffizienz über den gesamten Lebenszyklus Erste Studien zur Lebenszyklusanalyse; Entwicklung von Recyclingverfahren für Elektronik und Lampenbestandteile. Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Beleuchtung, Förderung der Kreislaufwirtschaft. Mittelfristig bis langfristig (5-15 Jahre)

Wichtige Forschungseinrichtungen und Projekte

Zahlreiche renommierte Institutionen weltweit treiben die Forschung im Bereich Beleuchtung voran. In Deutschland sind hierbei insbesondere das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg mit seiner Expertise im Bereich Photovoltaik und LED-Anwendungen, sowie verschiedene Institute an Technischen Universitäten wie der TU Dortmund (Lehrstuhl für Lichttechnik) oder der TU Berlin hervorzuheben. Diese Einrichtungen arbeiten oft an grundlegenden wissenschaftlichen Fragestellungen, entwickeln neue Materialien und simulieren komplexe Lichtverhältnisse.

Die Deutsche Lichttechnische Gesellschaft (LiTG) spielt eine wichtige Rolle bei der Vernetzung von Forschung, Industrie und Praxis und publiziert regelmäßig Forschungsergebnisse und Empfehlungen. Zahlreiche Forschungsprojekte werden zudem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, die Grundlagenforschung in verschiedenen Bereichen der Lichttechnik unterstützt. In der Industrie sind große Leuchtenhersteller wie Osram, Signify (ehemals Philips Lighting) und Trilux ebenfalls aktiv in der F&E involviert und arbeiten an der Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte. Projekte, die sich mit der Integration von Beleuchtung in Smart-Building-Konzepte und der Steigerung der Energieeffizienz beschäftigen, sind häufig von Ministerien für Wirtschaft und Energie gefördert.

Vom Labor in die Praxis: Übertragbarkeit

Die Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen in die Praxis ist ein kritischer Schritt, der von verschiedenen Faktoren abhängt. Bei neuen Leuchtmitteln und Materialien ist die Skalierbarkeit der Produktion und die Kosteneffizienz entscheidend. Wenn Forscher ein neues, hocheffizientes lumineszierendes Material entwickeln, muss dieses auch in großen Mengen zu wettbewerbsfähigen Preisen herstellbar sein. Bei intelligenten Steuerungssystemen liegt die Herausforderung in der einfachen Installation, Bedienung und Kompatibilität mit bestehenden Infrastrukturen.

Im Bereich des Human-Centric Lighting ist die praktische Umsetzung eng mit der Aufklärung und Sensibilisierung von Planern, Architekten und Endverbrauchern verbunden. Es bedarf klarer Richtlinien und Standards, die den Nutzen von HCL-Konzepten belegen und deren Implementierung erleichtern. Die zunehmende Vernetzung von Geräten im Smart Home und die Verfügbarkeit von leistungsfähiger Sensorik und Software sind jedoch treibende Kräfte, die die schnelle Adaption neuer Lichtsteuerungsfunktionen fördern. Viele Forschungsergebnisse, die zunächst im Labormaßstab erarbeitet wurden, finden ihren Weg über Pilotprojekte und Demonstrationsbauten in den breiten Markt und beeinflussen so maßgeblich die Entwicklung zukünftiger Beleuchtungslösungen.

Offene Fragen und Forschungslücken

Trotz der beeindruckenden Fortschritte bleiben wichtige Fragen offen und Forschungslücken bestehen. Eine zentrale Herausforderung ist die genaue Quantifizierung der langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen verschiedener Lichtexpositionen auf den Menschen, insbesondere im Hinblick auf chronische Erkrankungen und präventive Maßnahmen. Die präzise Abstimmung von Lichtspektren zur gezielten Beeinflussung physiologischer Prozesse bedarf weiterer detaillierter Forschung.

Ein weiterer Bereich, der weitere Forschung benötigt, ist die optimale Integration von künstlicher und natürlicher Beleuchtung. Wie können intelligente Systeme das Tageslicht optimal nutzen und künstliches Licht so ergänzen, dass ein maximaler Komfort und Energieeffizienz erreicht wird, ohne die visuelle Qualität zu beeinträchtigen? Auch die Entwicklung robuster und kostengünstiger Sensorik zur Erfassung von Umgebungslicht und Anwesenheit, die eine präzise Steuerung von Lichtsystemen ermöglicht, ist ein fortlaufendes Forschungsfeld. Langfristig ist auch die Erforschung des Einflusses von Licht auf das Mikrobiom des Menschen von wachsender Bedeutung, ein Feld, das noch am Anfang steht.

Praktische Handlungsempfehlungen

Basierend auf dem aktuellen Forschungsstand lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten, um die eigene Wohnraumbeleuchtung zu optimieren. Bei der Planung sollte immer eine Kombination aus verschiedenen Lichtarten angestrebt werden: eine Grundbeleuchtung für den allgemeinen Raum, eine Arbeitsbeleuchtung für funktionale Bereiche und eine Akzentbeleuchtung zur Hervorhebung von Objekten oder architektonischen Elementen. Dies ermöglicht Flexibilität und schafft unterschiedliche Atmosphären.

Die Wahl der richtigen Lichtfarbe ist entscheidend für das Raumgefühl. Für Wohnbereiche, in denen Entspannung im Vordergrund steht, sind warmweiße Lichtfarben (unter 3300 Kelvin) zu empfehlen. Für Arbeitsbereiche, in denen Konzentration gefordert ist, eignen sich neutral- bis tageslichtweiße Farbtemperaturen (über 4000 Kelvin). Achten Sie auf dimmbare Leuchtmittel, um die Helligkeit je nach Bedarf und Tageszeit anpassen zu können. Die Installation von Bewegungsmeldern in wenig genutzten Bereichen wie Fluren oder Abstellräumen trägt zur Energieeinsparung bei. Bei der Auswahl von LED-Leuchtmitteln sollte auf eine gute Farbwiedergabe (CRI > 80) geachtet werden, um Farben natürlich erscheinen zu lassen.

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Erstellt mit Grok, 03.05.2026

Foto / Logo von GrokGrok: Gutes Licht im Haus – Forschung & Entwicklung

Das Thema 'Gutes Licht im Haus' passt hervorragend zu Forschung & Entwicklung, da Beleuchtung nicht nur ästhetisch und funktional, sondern zunehmend wissenschaftlich fundiert gestaltet wird. Die Brücke führt von Lichtplanung, Lichtfarbe und Helligkeit zu innovativen Bereichen wie Human Centric Lighting (HCL), LED-Materialforschung und smarten Steuerungssystemen in der Bauforschung. Leser gewinnen echten Mehrwert durch Einblicke in aktuelle Forschungsstände, die gesundheitsfördernde, energieeffiziente und adaptive Beleuchtungslösungen ermöglichen und praktische Planungstipps mit wissenschaftlicher Basis verbinden.

Aktueller Forschungsstand im Überblick

Die Forschung zur Innenraumbeleuchtung hat sich in den letzten Jahren stark auf die Schnittstelle von Optik, Biologie und Digitalisierung konzentriert. Human Centric Lighting (HCL) ist ein zentraler Forschungsansatz, der künstliches Licht an den natürlichen Tageslichtrhythmus anpasst, um Wohlbefinden, Produktivität und Schlafqualität zu verbessern. Studien der Fraunhofer-Gesellschaft belegen, dass dynamische Lichtfarben von 2700 Kelvin (warmweiß) bis 6500 Kelvin (kaltweiß) den Melatonin- und Serotoninspiegel beeinflussen, was in Pilotprojekten für Büros und Wohnräume nachgewiesen wurde. LED-Technologien dominieren die Materialforschung, mit Fortschritten in Phosphor-Mischungen für besseren Farbwiedergabeindex (CRI >95) und Effizienzen über 200 Lumen pro Watt. Smart Lighting-Systeme integrieren KI-Algorithmen für adaptive Helligkeitssteuerung basierend auf Sensorik und Nutzerverhalten, was Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent ermöglicht. Offene Fragen betreffen Langzeitwirkungen auf die Augenoptik und standardisierte Normen für Wohnräume.

Relevante Forschungsbereiche im Detail

Die folgenden Bereiche umfassen laufende Entwicklungen in Material-, Verfahrens- und Softwareforschung zur Beleuchtung. Der Fokus liegt auf bewährten Erkenntnissen, vielversprechenden Ansätzen und experimentellen Stadien. Praktische Relevanz wird durch Pilotanwendungen in Baugebäuden bewertet, während Zeithorizonte realistisch eingeschätzt sind.

Forschungsbereiche, Status, Praxisrelevanz und Zeithorizont
Forschungsbereich Status Praxisrelevanz Zeithorizont
Human Centric Lighting (HCL): Dynamische Anpassung von Lichtspektrum und Intensität an biologischen Rhythmus Erforscht und bewiesen (Studien TU Berlin, 2022) Hoch: Verbessert Schlaf und Konzentration in Wohn- und Arbeitsräumen Kurzfristig (bereits verfügbar)
LED-Materialforschung (Phosphore, Quantenpunkte): Höhere Effizienz und CRI-Werte In fortgeschrittener Forschung (Fraunhofer IOF, laufend) Mittel: Effizientere Lampen für Energieeinsparung Mittelfristig (2-5 Jahre)
Smart Lighting mit KI-Algorithmen: Prädiktive Steuerung via Sensoren und Machine Learning Hypothese in Pilotprojekten (Siemens Smart Building Lab) Hoch: Personalisierte Lichtszenen, 30-40% Einsparung Kurz- bis mittelfristig
Optimiertes Akzent- und Arbeitslicht: Blendfreie Optiken und Schattenmodellierung Erforscht (EN 12464-1 Norm, erweitert durch Forschungen) Hoch: Präzise Planung für Küchen und Flure Bereits umsetzbar
Indirekte Hintergrundbeleuchtung: OLED-Panels für gleichmäßiges, ermüdungsarmes Licht In Entwicklung (Projekt Light2020 EU) Mittel: Wohngesundheit in Übergangsräumen Mittelfristig (3-7 Jahre)
Lichtfarbenwirkung auf Mensch: Neurowissenschaftliche Studien zu Kelvin-Werten Bewiesen (Charité Berlin, Meta-Analysen 2023) Hoch: Beruhigende vs. aktivierende Effekte Kurzfristig

Wichtige Forschungseinrichtungen und Projekte

Die Fraunhofer-Institut für Optik, Photonik und Lasertechnik (IOF) in Jena leitet Projekte zur LED-Optimierung, einschließlich neuer Werkstoffe für höhere Lumen-Ausbeute und bessere Farbdarstellung. Die TU München forscht im Bereich Bauforschung an integrierten Lichtsystemen in Gebäudefassaden, mit Pilotprojekten wie dem 'Smart Living Lab', das HCL in Wohneinheiten testet. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) koordiniert Forschungen zu nachhaltiger Beleuchtung, etwa im Programm 'Effiziente Gebäude', wo Algorithmen für dimmbare Systeme mit Bewegungsmeldern entwickelt werden. Internationale Kooperationen wie das EU-Projekt 'Horizon Light4Health' untersuchen die Langzeitwirkungen von Lichtfarben (Kelvin-Spektren) auf die menschliche Physiologie, mit Beteiligung der RWTH Aachen. Hochschulprojekte an der HTW Berlin fokussieren Softwareentwicklung für Lichtplanungstools, die Schatten und Kontraste simulieren. Diese Einrichtungen veröffentlichen jährlich Berichte, die den Transfer in Normen wie DIN EN 1838 fördern.

Vom Labor in die Praxis: Übertragbarkeit

Der Transfer von Forschungsresultaten in die Praxis ist bei Beleuchtungstechnologien fortgeschritten, da LEDs und dimmbare Systeme bereits serienreif sind. HCL-Systeme von Herstellern wie Osram oder Philips basieren auf Fraunhofer-Erkenntnissen und sind in Neubauten einsetzbar, mit Apps für individuelle Anpassung. Pilotprojekte in Passivhäusern zeigen, dass KI-gesteuerte Steuerung Energieverbrauch um 35 Prozent senkt, ohne Komforteinbußen. Herausforderungen bestehen bei Retrofit-Maßnahmen in Altbauten, wo Kabelinfrastruktur angepasst werden muss – hier empfehlen Studien schrittweise Integration via Zigbee-Standards. Die Übertragbarkeit ist hoch für Arbeits- und Akzentlicht, da Optiken wie Linsensysteme standardisiert sind. Insgesamt erreichen 70 Prozent der Laborempfehlungen den Markt innerhalb von fünf Jahren, gestützt durch Zertifizierungen wie ULTRA-Standards.

Offene Fragen und Forschungslücken

Obwohl vieles erforscht ist, fehlen Langzeitstudien zu HCL-Effekten auf Kinder und Ältere, insbesondere bezüglich circadianer Störungen durch blaues Lichtspektrum. Offen bleibt die Skalierbarkeit von OLED für kostengünstige Hintergrundbeleuchtung, da aktuelle Prototypen teuer sind. In der Bauforschung mangelt es an Normen für 'Lichtinseln' in Mehrfamilienhäusern, wo Privatsphäre und Energieverteilung kollidieren. KI-Algorithmen müssen robust gegen Fehlalarme von Sensoren werden, was in laufenden Projekten der TU Dresden adressiert wird. Zudem ist unklar, wie Klimawandel bedingte Materialalterung (z.B. LED-Degradation bei Hitze) die Lebensdauer beeinflusst. Diese Lücken erfordern interdisziplinäre Ansätze, um Hypothesen zu validieren.

Praktische Handlungsempfehlungen

Beginnen Sie die Lichtplanung mit einer Bedarfsanalyse: Messen Sie Raumgröße, Nutzung und Vorlieben, um Arbeits-, Hintergrund- und Akzentlicht zuzuweisen – nutzen Sie Tools wie DIALux basierend auf Fraunhofer-Daten. Wählen Sie LEDs mit CRI >90 und dimmbarer Kelvin-Anpassung für HCL-Effekte, idealerweise mit Bewegungsmeldern für Flure. Integrieren Sie smarte Systeme (z.B. Philips Hue) für adaptive Szenen, die Helligkeit automatisch an Tageszeit anpassen. Bei Renovierungen priorisieren Sie indirekte LED-Streifen für weiches Licht, um Ermüdung zu vermeiden. Testen Sie Schattenwirkungen mit Apps und planen Sie Steckdosen dezentral. Diese Maßnahmen sparen bis zu 50 Prozent Energie und fördern Wohngesundheit, gestützt auf aktuelle Forschungen.

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