Schallschutz: Dachdämmung & Dichtigkeit optimieren

Ratgeber: Wärmedämmung unterm Dach - Tipps zur Dicke und Dichtigkeit

Ratgeber: Wärmedämmung unterm Dach - Tipps zur Dicke und Dichtigkeit
Bild: Yucel Moran / Unsplash

Ratgeber: Wärmedämmung unterm Dach - Tipps zur Dicke und Dichtigkeit

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Erstellt mit DeepSeek, 12.06.2026

Foto / Logo von DeepSeekDeepSeek: Dachdämmung – Schallschutz & Akustik

Die Wärmedämmung eines Daches beeinflusst nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die akustische Behaglichkeit im Dachgeschoss. Eine fachgerecht ausgeführte Dachdämmung, insbesondere mit dichten und schweren Materialien, kann den Schallschutz gegenüber Außenlärm (Regen, Fluglärm) und die Trittschalldämmung zwischen Geschossen verbessern. Die Kombination aus Wärmedämmung und einem funktionalen Schallschutzkonzept ist entscheidend für ein ganzheitlich behagliches Raumklima.

Grundlagen Schallschutz

Schallschutz im Dachgeschoss umfasst den Schutz vor Luftschall (z. B. Gespräche, Musik) und Trittschall (z. B. Schritte auf dem Dach). Die Wärmedämmung übernimmt hier eine Doppelfunktion: Sie reduziert den Wärmeverlust und verbessert gleichzeitig die Schalldämmung. Maßgeblich für den Schallschutz sind die flächenbezogene Masse der Dachkonstruktion und die Vermeidung von Schallbrücken (z. B. durch direkte Verbindungen zwischen Dachhaut und Innenraum). Eine reine Wärmedämmung allein garantiert noch keinen optimalen Schallschutz; es bedarf zusätzlicher Maßnahmen wie einer biegeweichen Vorsatzschale oder einer körperschallentkoppelten Unterkonstruktion.

Schallschutzwerte im Vergleich (Tabelle)

Die Wirksamkeit von Wärmedämmung für den Schallschutz wird durch das bewertete Schalldämmmaß Rw (in Dezibel) beschrieben. Je höher der Wert, desto besser die Dämmung. Die folgende Tabelle zeigt typische Konfigurationen und deren Schallschutzpotenzial. Die Angaben sind Richtwerte und basieren auf Standardkonstruktionen ohne Zusatzmaßnahmen. Im Einzelfall sind Prüfungen nach DIN 4109 erforderlich.

Richtwerte für Schalldämmung durch Dachdämmung
Konstruktion/Maßnahme Rw (dB) (Richtwert) Erreichbare Schallschutzklasse (SSK) Anwendung
Mineralwolle (16 cm) zwischen Sparren, Gipskarton innen 45–48 dB SSK 2 (Standard) Übliche Dachdämmung im Bestand
Mineralwolle (20 cm) + Zusatzdämmung (2,5 cm) unter Sparren 50–53 dB SSK 3 (Erhöht) Niedrigenergiehäuser, Lärmschutz
Holzfaserplatte (12 cm) + Wärmedämmung (12 cm) 48–51 dB SSK 2–3 Massive Holzkonstruktion, Trittschallverbesserung
PU-Dämmung (14 cm) + Vorsatzschale mit Schienen 52–55 dB SSK 3–4 (Hoch) Neubau mit erhöhten Anforderungen (z. B. Fluglärm)
Einblasdämmung Zellulose (20 cm) in Hohlraum 46–50 dB SSK 2–3 Nachträgliche Dämmung ohne Abriss

Schallschutzklassen und Normen

Die Schallschutzklassen SSK 1 (niedrig) bis SSK 4 (sehr hoch) sind in der VDI 4100 definiert und geben die Luft- und Trittschalldämmung von Gebäuden an. Für Dachgeschosse gelten folgende Empfehlungen: SSK 2 ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandard nach DIN 4109 (z. B. Rw ≥ 52 dB für Außenbauteile bei starkem Außenlärm). SSK 3 (erhöhter Schallschutz) ist für ruhigere Wohnverhältnisse zu empfehlen, z. B. wenn das Dach fluglärmbelastet ist oder empfindliche Schlafräume darunter liegen. SSK 4 kommt nur bei extremen Lärmquellen oder speziellen Anforderungen (z. B. Tonstudio) zum Einsatz. Die Wärmedämmung ist ein zentrales Element, um diese Klassen zu erreichen – insbesondere durch schwere, dichte Materialschichten und die Vermeidung von Fugen.

Praxisrelevanz und Messbarkeit

Die praktische Relevanz einer guten Dachdämmung für den Schallschutz zeigt sich vor allem an harten Regentagen oder bei naher Flugstreckenbelastung. Eine unzureichende Dämmung (z. B. nur 10 cm Mineralwolle) führt typischerweise zu einer spürbaren Lärmbelästigung. Messungen nach DIN 4109 erfordern ein genormtes Verfahren, das sowohl den Luft- als auch den Trittschall prüft. Für Bauherren ist es empfehlenswert, vor der Dämmung eine Prognose durch einen Fachplaner zu erstellen und nach Fertigstellung eine Abnahmemessung durchzuführen. Achtung: Eine ausschließliche Wärmedämmung ohne flankierende Maßnahmen (z. B. Entkopplung von Unterkonstruktion) kann die Schalldämmung sogar verschlechtern, da die kritische Frequenz in den Wohnbereich verschoben wird.

Typische Fehler beim Schallschutz

Häufige Fehler bei der Dachdämmung im Kontext Schallschutz sind: 1. Mangelnde Masse: Leichte Dämmstoffe wie PU-Schaum allein bieten kaum Masse – der Schall wird nicht gedämmt, sondern nur geringfügig gedämpft. 2. Schallbrücken: Durch feste Verschraubungen von Gipskartonplatten mit den Sparren wird Schall direkt übertragen. 3. Undichte Dampfbremsen: Feuchte in der Dämmung verringert die Dichte und damit die Schalldämmung. 4. Fehlende Hinterlüftung: Bei Dächern ohne Hinterlüftung kann Kondensat die Dämmung zerstören und die Schalldämmwerte mindern. 5. Unzureichende Dämmstärke: Weniger als 14 cm Dämmung führen zu einer Drift der Resonanzfrequenz in den Frequenzbereich von Sprache oder Verkehrslärm.

Handlungsempfehlungen

Für eine optimale Kombination von Wärme- und Schalldämmung im Dach empfehle ich: Planung nach VDI 4100: Legen Sie die angestrebte Schallschutzklasse fest (mindestens SSK 2 für Schlafräume). Materialwahl: Kombinieren Sie schwere Lagen (z. B. 2 Lagen Gipskarton mit 15 mm oder eine 12,5 mm Gipsfaserplatte) mit der Wärmedämmung. Dampfbremse: Achten Sie auf Luftdichtheit – jede Undichtigkeit ist eine Schallbrücke. Hinterlüftung: Planen Sie eine Hinterlüftungsebene (mindestens 4 cm) zwischen Dachhaut und Dämmung, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Fachgutachten: Lassen Sie die Ausführung durch einen qualifizierten Schallschutz-Ingenieur begleiten. Typischerweise können mit einer 20 cm dicken Mineralwolldämmung und einer schweren Vorsatzschale SSK 3-Werte erreicht werden.

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Erstellt mit Gemini, 12.06.2026

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Die Wärmedämmung eines Daches trägt maßgeblich zur Behaglichkeit in den Wohnräumen bei, indem sie im Winter die Wärme drinnen und im Sommer die Hitze draußen hält. Doch neben der thermischen Isolierung spielt auch die akustische Performance des Daches eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Wohnkomfort. Insbesondere bei älteren Gebäuden oder in Regionen mit höherem Verkehrsaufkommen kann eine effektive Schalldämmung des Daches unerlässlich sein, um Lärm von außen, wie beispielsweise Regen, Hagel oder Fluglärm, zu minimieren. Eine gut geplante und ausgeführte Dachdämmung kann somit nicht nur Energie einsparen, sondern auch die Lebensqualität durch eine verbesserte Schallabsorption deutlich erhöhen.

Grundlagen Schallschutz

Schallschutz im Bauwesen bezieht sich auf alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die Übertragung von Schall zwischen verschiedenen Räumen oder von der Außenwelt in das Gebäude zu reduzieren. Dies geschieht primär durch die Erhöhung der Masse von Bauteilen, die Schaffung von entkoppelte Strukturen oder die Verwendung von schallabsorbierenden Materialien. Bei der Dachdämmung sind insbesondere die Schallübertragung von außen (z. B. Regenprasseln, Verkehrslärm) und die mögliche Schallweiterleitung zwischen den Geschossen zu berücksichtigen. Die Akustik im Innenraum wird zusätzlich durch die Schallabsorption der inneren Oberflächen beeinflusst, was zu einem angenehmeren Raumgefühl beiträgt.

Die physikalischen Prinzipien des Schallschutzes basieren auf den Gesetzen der Schallausbreitung. Schall breitet sich als Druckwelle in der Luft aus und kann verschiedene Materialien durchdringen oder an ihnen reflektiert und absorbiert werden. Bauteile mit hoher Masse und Steifigkeit, wie massive Betonwände, bieten von Natur aus einen guten Schallschutz. Leichte und flexible Bauteile hingegen sind anfälliger für Schallübertragung. Bei der Dachkonstruktion, die oft aus Holz und Dämmstoffen besteht, ist eine gezielte Schalldämmung entscheidend, um die Lärmbelastung zu reduzieren und eine angenehme Akustik zu gewährleisten.

Die Wirksamkeit von Schallschutzmaßnahmen wird in der Regel durch spezifische Kennzahlen ausgedrückt. Die wichtigste Kennzahl für die Schalldämmung von Bauteilen ist der bewertete Schalldämm-Maß (Rw-Wert). Dieser Wert gibt an, wie stark der Schall durch ein Bauteil gedämmt wird, ausgedrückt in Dezibel (dB). Je höher der Rw-Wert, desto besser die Schalldämmung. Für Wohngebäude werden in Deutschland und Europa zudem Schallschutzklassen (SSK) verwendet, die die geforderten Schalldämmwerte für verschiedene Bauteile und Nutzungssituationen definieren.

Schallschutzwerte im Vergleich (Tabelle)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Schallschutzwerte von Materialien und Systemen, die auch bei der Dachdämmung eine Rolle spielen können, sowie deren Anwendung und die daraus resultierenden Schallschutzklassen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Werte Richtwerte sind und stark von der konkreten Ausführung, Dicke und den verwendeten Systemen abhängen. Die Herstellerangaben in den technischen Datenblättern sind stets maßgeblich.

Typische Schallschutzwerte für Dämmmaterialien und Konstruktionen
Produkt / Maßnahme Typischer Rw-Wert [dB] Relevante Schallschutzklasse (SSK) Anwendung und Hinweise
Mineralwolle (Stein-/Glaswolle) lose geschüttet: Dämmstoffdicke ca. 16-20 cm Typischer Richtwert: 40-45 dB (bei richtiger Verarbeitung) SSK 2-3 (je nach Gesamtkonstruktion) Geeignet für Zwischensparrendämmung. Wichtig ist die lückenlose Verlegung ohne Hohlräume, um Schallbrücken zu vermeiden. Bei Regenprasseln kann die Schalldämmung durch die leichte Struktur beeinträchtigt sein.
Holzfaserplatte (dick): Dämmstoffdicke ca. 6-10 cm Typischer Richtwert: 38-42 dB SSK 2-3 Hohe Rohdichte verbessert die Schallabsorption. Gut geeignet für Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung. Kombinierbar mit weiteren schallabsorbierenden Lagen.
Zellulose (Einblasdämmung): Dämmstoffdicke ca. 16-20 cm Typischer Richtwert: 40-45 dB (bei fachgerechter Verdichtung) SSK 2-3 Füllt Hohlräume sehr gut aus, minimiert Schallbrücken. Die Schüttdichte beeinflusst die Schalldämmung; zu geringe Verdichtung kann die Performance mindern.
Massive Dachpfannen: Spezifische Typen Bis ca. 25 dB (eigene Dämmwirkung, oft als Teil eines Gesamtsystems) SSK 1-2 (als Teil des Daches) Die reine Dachpfanne bietet nur begrenzte Schalldämmung. Ihre Hauptfunktion liegt im Wetterschutz. Dickere, dichtere Pfannen können geringfügig bessere Werte erzielen.
Akustik-Dampfbremse/-Membran: Spezielle Produkte Kann Rw-Wert um 2-5 dB erhöhen (oftmals kombiniert mit anderen Maßnahmen) Verbessert bestehende SSK Diese Membranen sind nicht primär für die Wärmedämmung, sondern für die akustische Entkopplung und Reduzierung von Schallübertragung konzipiert. Sie werden oft zusätzlich zur Standard-Dampfbremse oder in Kombination mit Dämmstoffen eingesetzt.
Doppelte Beplankung mit Akustikplatten: Innenliegende Maßnahme Kann Rw-Wert um 5-10 dB erhöhen (je nach System) Verbessert bestehende SSK Eine zusätzliche Lage Gipskarton oder spezieller Akustikplatten auf der Innenseite der Dachkonstruktion kann die Schalldämmung signifikant verbessern, erfordert aber zusätzliche Aufbauhöhe und ist nicht immer realisierbar.

Schallschutzklassen und Normen

In Deutschland werden die Anforderungen an den Schallschutz im Hochbau durch die DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" und deren technische Baubestimmungen geregelt. Diese Normen definieren unter anderem die Schallschutzklassen (SSK), die den erforderlichen Mindestschalldämm-Maß für verschiedene Bauteile und Nutzungssituationen festlegen. Für Wohngebäude sind in der Regel die Schallschutzklassen SSK 2 oder SSK 3 relevant. SSK 2 fordert beispielsweise für Außenwände einen bewerteten Schalldämm-Maß von mindestens 40 dB, während SSK 3 ein Maß von mindestens 45 dB verlangt.

Die Dachkonstruktion als oberster Bauteil ist besonders exponiert gegenüber Außenlärm. Regen, Hagel oder auch Fluglärm können ohne ausreichende Dämmung deutlich in die Wohnräume eindringen. Die Einhaltung der Schallschutzklassen, insbesondere bei erhöhten Anforderungen (SSK 3), erfordert eine sorgfältige Planung und Ausführung. Dies bedeutet, dass nicht nur die reine Dämmstoffdicke entscheidend ist, sondern auch die Wahl des Materials, die Dichtigkeit der Konstruktion und die Vermeidung von Schallbrücken. Eine alleinige Fokussierung auf die Wärmedämmung ohne Berücksichtigung der akustischen Eigenschaften kann somit zu unzureichendem Schallschutz führen.

Die Bewertung der Schalldämmung eines gesamten Bauteils, wie beispielsweise eines Daches inklusive aller Schichten (Dacheindeckung, Holzkonstruktion, Dämmung, Dampfbremse, Innenverkleidung), ist komplex. Die einzelnen Komponenten tragen unterschiedlich zur Gesamtdämmung bei. Besonders kritisch sind hierbei die Anschlüsse und Durchdringungen, bei denen Schallbrücken entstehen können. Eine fachgerechte Ausführung der Dampfbremse und der Dämmung ist daher nicht nur für die Wärmedämmung essenziell, sondern auch für die Vermeidung von Schallübertragung.

Praxisrelevanz und Messbarkeit

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass die tatsächliche Schalldämmung einer Dachkonstruktion von den theoretischen Werten abweichen kann. Dies liegt oft an nicht fachgerechter Ausführung, wie beispielsweise unzureichender Hinterlüftung, Lücken in der Dämmung oder falsch angebrachten Dampfbremsen. Die Lufteinschlüsse in der Dämmung können die Schallreflexion und -absorption negativ beeinflussen. Insbesondere bei älteren Gebäuden mit unregelmäßigen Sparrenabständen oder nachträglichen Einbauten kann es schwierig sein, eine durchgängig dichte und effektive Schalldämmung zu erzielen.

Die Messung des Schallschutzes erfolgt in der Regel durch akkreditierte Prüfinstitute, die den bewerteten Schalldämm-Maß (Rw-Wert) von Bauteilen nach standardisierten Verfahren ermitteln. Für die Beurteilung der Einhaltung von Normen im Bestand werden oft Schallmessungen vor Ort durchgeführt. Diese Messungen können beispielsweise die Geräuschübertragung von außen in die Wohnung oder von Raum zu Raum messen. Die Ergebnisse dieser Messungen sind entscheidend, um festzustellen, ob die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind oder ob nachbessernde Maßnahmen erforderlich sind.

Die akustische Wirkung von Regenprasseln auf harte Dacheindeckungen ist ein oft unterschätzter Faktor. Während eine gute Dämmung die Übertragung des Schalls in den Innenraum reduziert, kann die Eindeckung selbst eine Schallquelle darstellen. Eine dämmende Zwischenschicht oder die Verwendung von Materialien mit höherer Rohdichte in der Dachkonstruktion kann hier Abhilfe schaffen. Auch die richtige Dimensionierung der Dampfbremse spielt eine Rolle: Eine zu straff gespannte Dampfbremse kann Schall eher leiten, während eine lockerere Verlegung Vibrationen dämpfen kann.

Typische Fehler beim Schallschutz

Einer der häufigsten Fehler bei der Dachdämmung, der sich negativ auf den Schallschutz auswirkt, ist die Entstehung von Schallbrücken. Diese entstehen, wenn harte, schallleitende Elemente die Dämmschicht durchdringen und direkten Kontakt zwischen der Dachkonstruktion und der Innenbekleidung herstellen. Beispiele hierfür sind nicht entkoppelte Sparren, Durchleitungen für Elektrik oder Sanitär, die ohne ausreichende Dämmung verlegt wurden, oder schlichtweg Lücken in der Dämmung. Diese Lücken lassen Schall ungehindert passieren und mindern die Wirksamkeit der gesamten Schalldämmung erheblich.

Eine weitere Fehlerquelle ist die unzureichende Dichtigkeit der Dachkonstruktion. Eine nicht luftdichte Ebene, insbesondere im Bereich der Dampfbremse, ermöglicht Luftzirkulationen, die nicht nur zu Wärmeverlusten, sondern auch zur Schallübertragung führen. Wenn die Dampfbremse undicht ist, kann Schall durch diese Öffnungen in die Dämmschicht gelangen und von dort weiter in den Wohnraum geleitet werden. Die korrekte Verklebung und Abdichtung aller Stöße und Anschlüsse der Dampfbremse ist daher von größter Bedeutung.

Die Wahl des falschen Dämmmaterials oder eine zu geringe Dämmstoffdicke sind ebenfalls häufige Fehler. Während die Wärmedämmung oft auf einen Mindest-U-Wert optimiert wird, bleiben die akustischen Eigenschaften des Materials unberücksichtigt. Materialien mit geringer Rohdichte oder hoher Porosität dämpfen Schall zwar gut, können aber bei starkem Außenlärm, wie Regenprasseln, an ihre Grenzen stoßen. Die empfohlene Dicke der Dämmung (oft 16 cm oder mehr) sollte nicht nur aus thermischen, sondern auch aus akustischen Gründen erreicht werden, um eine effektive Schallabsorption zu gewährleisten.

Handlungsempfehlungen

Bei der Planung einer Dachdämmung sollte von Anfang an ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, der sowohl Wärmeschutz als auch Schallschutz berücksichtigt. Dies bedeutet, dass bei der Materialauswahl auf Produkte mit guten Schallabsorptionseigenschaften (z. B. Mineralwolle mit mittlerer bis hoher Rohdichte, Holzfaserdämmplatten) geachtet werden sollte. Die Dämmstoffdicke sollte im Einklang mit den aktuellen Energieeffizienzstandards und den Anforderungen an den Schallschutz gewählt werden. Oftmals sind 16 cm Dämmstoffdicke ein guter Kompromiss, während für höhere Anforderungen, z. B. in lärmbelasteten Gebieten, auch 20 cm oder mehr empfehlenswert sind.

Die Ausführung der Dämmung muss absolut lückenlos erfolgen. Dies gilt insbesondere für die Zwischensparrendämmung, bei der darauf zu achten ist, dass keine Hohlräume zwischen Dämmung und Sparren verbleiben. Klemmfilze oder spezielle Dämmkeile können dabei helfen, eine dichte Anlage der Dämmung zu gewährleisten. Bei Einblasdämmungen wie Zellulose ist die korrekte Verdichtung entscheidend. Alle Durchdringungen der Dachhaut (z. B. für Kamine, Dachfenster, Installationen) müssen sorgfältig abgedichtet und schallentkoppelt werden.

Eine funktionsfähige und korrekt installierte Dampfbremse ist unerlässlich. Sie schützt die darunterliegende Dämmung vor Feuchtigkeit aus dem Innenraum und trägt gleichzeitig zur Luftdichtheit und damit zur Schalldämmung bei. Die Dampfbremse muss an allen Stößen, Überlappungen und Anschlüssen (an Wänden, Fenstern, Dachgauben) luftdicht verklebt werden. Hierfür gibt es spezielle Klebebänder und Dichtmassen. Es ist ratsam, die Verarbeitungsanleitungen der Dämmsysteme und Dampfbremsen genau zu befolgen, da hier spezifische Hinweise zur optimalen Verlegung und Abdichtung gegeben werden.

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