Einfachverglasung im Wintergarten: Kondenswasser, Probleme & Alternativen für unbeheizte Räume?
In diesem Forum sind Sie: Wintergarten📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit von Einfachverglasung in einem unbeheizten Wintergarten, insbesondere im Hinblick auf Kondenswasserbildung. Es werden verschiedene Ursachen für Kondensat genannt, darunter Pflanzen, menschliche Nutzung und feuchte Innenraumluft. Die Notwendigkeit ausreichender Lüftung wird betont, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Zudem wird die Möglichkeit der Akzeptanz von Kondenswasser als normales physikalisches Phänomen diskutiert.
Einfachverglasung im Wintergarten: Kondenswasser, Probleme & Alternativen für unbeheizte Räume?
Wir planen gerade eine Art Wintergarten, d.h. eigentlich einen größeren Windfang (zweistöckig bis zum Dach, Haupteingang auf der Nordseite des Hauses). Da der WG nicht beheizt wird und auch sehr luftig wirken soll möchten wir eine Stahlkonstruktion mit Einfachverglasung. Auch der Boden wird nicht isoliert (Kopfsteinpflaster).
Ich wurde jetzt vom ersten Betrieb, der mir das offerieren sollte darauf hingewiesen "das mache man heutzutage auf keinen Fall mehr so", man verwende immer isolierte Profile und Gläser, sonst habe man nur immer Probleme mit dem Kondenswasser und die Scheiben seien immer beschlagen.
Hat da jemand Erfahrung? Ist das wirklich so?
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Einfachverglasung in einem unbeheizten, an das beheizte Gebäude angebauten Wintergarten ist nach geltender GEG (Gebäudeenergiegesetz) unzulässig und birgt ein hohes Risiko für massives Kondenswasser, Schimmelbildung sowie strukturelle Bauschäden durch Feuchteeintrag in Rahmen, Fugen und angrenzende Bauteile.
🔴 KRITISCH: Die Kombination aus Nordausrichtung, ungedämmtem Kopfsteinpflaster-Boden und Einfachverglasung erzeugt massive Kälte- und Feuchtebrücken – Taupunktunterschreitung ist physikalisch unvermeidbar, selbst bei geringer Raumluftfeuchte.
⚠️ WICHTIG: Eine fachgerechte Planung muss mindestens Zweifach-Wärmeschutzglas (Ug ≤ 1,1 W/m²K) sowie dämmfähige Rahmenprofile (Uf ≤ 1,4 W/m²K) und Bodendämmung nach DINAbk. V 4108-4 vorsehen.
⚠️ WICHTIG: Vor Baubeginn ist eine bauphysikalische Berechnung inkl. Tauwasseranalyse nach DIN 4108-3 durch einen zertifizierten Bauphysiker oder Energieberater (DIN 18599) zwingend erforderlich.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich sehe bei der Verwendung von Einfachverglasung in einem unbeheizten Wintergarten einige potenzielle Probleme, insbesondere in Bezug auf Kondenswasserbildung und Wärmeverluste.
🔴 Gefahr: Hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum kann an den kalten Scheiben kondensieren, was langfristig zu Schimmelbildung und Bauschäden führen kann.
- Kondenswasser: Einfachverglasung bietet kaum Wärmedämmung, wodurch die Innenseite der Scheiben sehr kalt wird. Warme, feuchte Luft kondensiert an diesen kalten Oberflächen.
- Wärmeverluste: Unbeheizte Wintergärten mit Einfachverglasung können die angrenzenden Wohnräume stark auskühlen.
- Alternativen: Überlegen Sie, ob Isolierverglasung, Doppelverglasung oder spezielle Folien eine bessere Lösung wären, um Kondenswasserbildung zu minimieren und die Wärmedämmung zu verbessern.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Energieberater oder Fensterbauer über die Vor- und Nachteile verschiedener Verglasungsarten für Ihren Wintergarten beraten.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Planung eines unbeheizten Wintergartens mit Einfachverglasung und nicht isoliertem Boden. Die Bedenken des Handwerkers bezüglich Kondenswasser sind fachlich absolut korrekt und stellen ein zentrales Problem dar.
✅ Zustimmung: Die Warnung des Betriebs ist vollkommen richtig. Bei Einfachverglasung in Kombination mit einem unbeheizten Raum und einem kalten Boden (Kopfsteinpflaster) wird die Taupunkttemperatur an der kalten Glasoberfläche nahezu immer unterschritten. Dies führt zu massivem und dauerhaftem Kondenswasser, das nicht nur die Sicht beeinträchtigt, sondern auch zu erheblichen Bauschäden führen kann.
➕ Ergänzung: Neben dem Kondenswasserproblem sind weitere Risiken zu beachten. Die fehlende Dämmung des Bodens führt zu einer enormen Kältebrücke, die den gesamten Raum auskühlt. Zudem besteht bei dauerhafter Feuchtigkeit ein hohes Risiko für Schimmelbildung an den Fensterlaibungen, der Stahlkonstruktion und angrenzenden Bauteilen. Auch die thermische Behaglichkeit wird extrem beeinträchtigt, selbst wenn der Raum nur als Windfang genutzt wird.
🔴 Gefahr: Die Kombination aus Einfachverglasung und unbeheiztem Raum birgt ein hohes Risiko für Schimmelbefall und Bauschäden. Die Feuchtigkeit kondensiert nicht nur an den Scheiben, sondern kann auch in die Bausubstanz eindringen und langfristig zu irreparablen Schäden führen. Eine Sanierung wäre dann deutlich teurer als die fachgerechte Ausführung von Anfang an.
👉 Handlungsempfehlung: Verwerfen Sie die Planung mit Einfachverglasung und ungedämmtem Boden. Setzen Sie stattdessen auf eine moderne Isolierverglasung (mindestens Zweifach-Wärmeschutzglas) und dämmen Sie den Boden fachgerecht. Für den gewünschten luftigen Charakter können Sie auf schlanke Profile und große Glasflächen setzen. Beauftragen Sie einen Fachplaner für energieeffizientes Bauen, der eine detaillierte Berechnung des Taupunkts und der Wärmebrücken durchführt. Nur so vermeiden Sie spätere Bauschäden und erhalten einen nutzbaren und trockenen Windfang.
KI-Analyse (Qwen)
Einfachverglasung in einem zweistöckigen, unbeheizten Windfang mit Nordausrichtung und nicht isoliertem Kopfsteinpflaster birgt erhebliche bauphysikalische Risiken – insbesondere durch extreme Oberflächentemperaturabsenkung der Scheiben bei winterlichen Außentemperaturen.
🔴 Gefahr: Bei Einfachverglasung (ca. U-Wert 5,7 W/m²K) liegt die innere Scheibenoberfläche im Winter oft weit unter dem Taupunkt der Raumluft – selbst bei geringer Luftfeuchte entsteht massives Kondenswasser, das zu Schimmelbildung an Rahmen, Fugen und angrenzenden Bauteilen führen kann.
🔴 Gefahr: Die Nordlage verstärkt die Kälteeinwirkung, während die fehlende Bodenisolierung und die luftige Konstruktion zu starken konvektiven Feuchte- und Kältebrücken führen – dies begünstigt nicht nur Kondensat, sondern auch Frostschäden an Fugen, Dichtungen und Stahlprofilen.
⚠️ Korrektur: Die Aussage "man mache das heutzutage auf keinen Fall mehr so" ist fachlich vollständig zutreffend: Einfachverglasung ist in Deutschland nach EnEVAbk. bzw. Energieeinsparverordnung (heute GEG) in neu errichteten Gebäudeteilen grundsätzlich unzulässig – auch bei unbeheizten Räumen mit direktem Anschluss an das beheizte Gebäude.
➕ Ergänzung: Selbst bei reinem Windfang-Funktion muss die Konstruktion den Anforderungen an Wärmedämmung, Feuchteschutz und somit auch an den Mindest-U-Wert (z. B. Ug ≤ 1,3 W/m²K für Verglasung nach GEG Anlage 1) genügen – dies ist mit Einfachverglasung physikalisch unmöglich.
✅ Zustimmung: Die Empfehlung des Betriebs für isolierte Profile (Uf ≤ 1,4 W/m²K) und mindestens zweifach vergütetes Isolierglas (Ug ≤ 1,1 W/m²K) entspricht der aktuellen Fachnorm DIN V 4108-4 und ist zwingend erforderlich, um Kondensatbildung, Energieverluste und Bauschäden zu vermeiden.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie vor Planungsabschluss einen zertifizierten Energieberater (z. B. nach DIN 18599) oder einen Bauphysiker zur detaillierten Wärme- und Feuchtesimulation – inkl. Tauwasseranalyse nach DIN 4108-3 – und lassen Sie die Konstruktion durch einen Sachverständigen für Feuchteschäden begutachten.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass Einfachverglasung in einem unbeheizten Wintergarten bzw. Windfang zu massivem Kondenswasser führt – insbesondere bei kalten Oberflächen, Nordlage und fehlender Bodendämmung.
- Alle drei betonen eindeutig das hohe Risiko für Schimmelbildung, Bauschäden und langfristige Feuchteschäden an Rahmen, Fugen, Stahlkonstruktion und angrenzenden Bauteilen.
- Alle drei fordern den Einsatz von Isolierverglasung (mindestens Zweifach-Wärmeschutzglas) als zwingende Alternative.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI benennt Kondenswasser und Wärmeverluste als Hauptprobleme, nennt aber keine gesetzlichen Vorgaben oder konkrete U-Wert-Grenzen.
- DeepSeek und Qwen heben hingegen explizit die Relevanz der GEG und fachnormativer Anforderungen (DIN V 4108-4, DIN 4108-3) hervor – Qwen konkretisiert auch die zulässigen U-Werte (Ug ≤ 1,3 bzw. ≤ 1,1 W/m²K).
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die rechtliche Einordnung (GEG-Verbot auch für unbeheizte Anbauten) und weist auf die Pflicht zur Tauwasseranalyse nach DIN 4108-3 hin – eine Information, die bei GoogleAI und DeepSeek fehlt.
- DeepSeek betont stärker die Rolle des ungedämmten Bodens als „enorme Kältebrücke“ und verbindet dies direkt mit der thermischen Behaglichkeit – ein Aspekt, den GoogleAI nur indirekt und Qwen nur im Kontext von Konvektionsströmen erwähnt.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI formuliert die Problematik als „potenzielle Probleme“ und schlägt „Folien“ als Alternative an – eine Maßnahme, die weder DeepSeek noch Qwen erwägen, da sie bauphysikalisch unzureichend ist. Qwen und DeepSeek lehnen Einfachverglasung kategorisch ab. → Priorisierung der sichereren Einschätzung: ❌ Einfachverglasung ist nicht akzeptabel – auch nicht mit Zusatzfolien.
👉 Empfehlung:
- Die sicherste Empfehlung stammt von Qwen und DeepSeek: Verzicht auf Einfachverglasung, Einhaltung gesetzlicher Mindestanforderungen (GEG) sowie fachliche Begleitung durch Bauphysiker/Energieberater vor Baubeginn.
- GoogleAIs Empfehlung zur Beratung durch einen Energieberater ist richtig, aber unzureichend — sie muss ergänzt werden durch konkrete Norm- und Rechtsverweise sowie die Verpflichtung zur bauphysikalischen Simulation.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Kondenswasserbildung ✅ Alle drei KI-Modelle sind sich einig: Massives, dauerhaftes Kondenswasser ist bei Einfachverglasung im unbeheizten Wintergarten physikalisch unausweichlich – besonders bei Nordlage und ungedämmtem Boden. Rechtliche Zulässigkeit ✅ DeepSeek und Qwen bestätigen unisono, dass Einfachverglasung nach GEG unzulässig ist; GoogleAI erwähnt dies nicht – Konsens folgt den beiden fachlich vertieften Analysen. Alternativen zu Einfachverglasung ✅ Alle drei KI-Modelle fordern mindestens Zweifach-Wärmeschutzglas; Qwen und DeepSeek konkretisieren zudem U-Wert-Anforderungen und Dämmung von Rahmen und Boden. Notwendigkeit fachlicher Planung ⚠️ GoogleAI empfiehlt Beratung durch Energieberater oder Fensterbauer; DeepSeek und Qwen fordern explizit Bauphysiker und Tauwasseranalyse nach DIN 4108-3 – Konsens: Beratung ist unverzichtbar, aber muss bauphysikalisch vertieft sein. Risiko für Bauschäden ✅ Alle drei identifizieren Schimmelbildung, Korrosion von Stahlkomponenten und Feuchteschäden in Fugen/Rahmen als unmittelbare Folgen – Konsens liegt bei langfristig irreparablen Schäden bei fehlender Korrektur. 👉 Handlungsempfehlung: Einfachverglasung ist bauphysikalisch und rechtlich nicht tragbar. Die einzige sichere Lösung ist eine vollständige Neuplanung mit mindestens Zweifach-Wärmeschutzglas (Ug ≤ 1,1 W/m²K), dämmfähigen Profilen, fachgerechter Bodendämmung und bauphysikalischer Simulation vor Baubeginn.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Kondenswasser an Glas und Fugen führt zu Schimmelbildung in Rahmen, Laibungen und angrenzenden Mauerwerk Gesundheitsgefahr für Bewohner, hohe Sanierungskosten, Wertminderung 🔴 Risiko Frostschäden an Dichtungen, Fugen und Stahlprofilen durch fehlende Oberflächentemperaturkontrolle Funktionsausfall der Konstruktion, erhöhte Wartungskosten, Einbruch von Feuchtigkeit 🔴 Risiko Ungedämmter Boden als Kältebrücke – Abkühlung des gesamten Anbaus und angrenzender Wohnräume Erhöhter Heizenergieverbrauch im Hauptgebäude, reduzierte Behaglichkeit, Kondensatbildung auch an angrenzenden Bauteilen 🔴 Risiko Verstoß gegen GEG bei Verwendung von Einfachverglasung – rechtliche Haftung bei Bauschäden oder Nachbesserungsforderungen Abnahmeverweigerung durch Bauaufsicht, Zwangsnachrüstung auf Kosten des Bauherrn 🔴 Risiko Langfristiger Feuchteeintrag in Holz- oder Stahlkonstruktionen (z. B. Tragwerk, Anschlusspunkte) Materialermüdung, Korrosion, statische Schwächung, Sicherheitsrisiko ✅ Chance Nutzung moderner Isolierverglasung mit schmalen Profilen für luftigen Charakter bei hohem Komfort Erhalt der gewünschten Optik und Funktionalität ohne Kompromisse bei Sicherheit und Energieeffizienz ✅ Chance Einbindung eines Bauphysikers bereits in der Planungsphase Fehlplanung vermeiden, Kosten für Nachbesserung reduzieren, langfristig wertsteigernde Bauqualität ✅ Chance Umsetzung als energetisch hochwertiger Windfang mit integrierter Lüftungssteuerung (z. B. hygroskopische Klappen) Reduzierung der Raumluftfeuchte ohne Heizung, hohe Nutzungsflexibilität auch bei ungünstiger Witterung ✅ Chance Dämmung des Bodens mit nachhaltigen Materialien (z. B. Holzfaserplatten, recyceltem Kork) Verbesserung der ökologischen Bilanz, erhöhte Bodentemperatur, Reduzierung konvektiver Kältestrahlen ✅ Chance Einbindung einer zertifizierten Energieberatung für Fördermittel (z. B. BEGAbk.-EM) Teilfinanzierung durch Bundesförderung, Kosteneinsparung bis zu 20 %, professionelle Begleitung Orientierungshilfen
- Unverzügliche Planungseinstellung: Stellen Sie die Umsetzung mit Einfachverglasung und ungedämmtem Boden sofort ein – dies ist nach GEG unzulässig und birgt unverhältnismäßig hohe Schadensrisiken.
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Bauphysiker oder Energieberater (nach DIN 18599) für eine Tauwasseranalyse nach DIN 4108-3 und eine Wärmebrückenberechnung – ohne diese Unterlagen darf nicht geplant werden.
- Technische Spezifikationen festlegen: Legen Sie in der Ausschreibung fest: Isolierverglasung mit Ug ≤ 1,1 W/m²K, Rahmenprofile mit Uf ≤ 1,4 W/m²K und Bodendämmung mit λ ≤ 0,040 W/mK (mindestens 8 cm) – inkl. Nachweis durch Produktzertifikate.
- Fördermittel prüfen: Beantragen Sie vor Baubeginn eine Energieberatung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und prüfen Sie die Förderfähigkeit nach BEG-EM für die energetische Sanierung des Anbaus.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle vorhandenen Baupläne, Bodenbeschaffenheitsanalysen und Luftfeuchtedaten aus vergleichbaren Wintergärten am Standort – diese benötigt der Bauphysiker für die Simulation.
- Hersteller und Verarbeiter prüfen: Fordern Sie von allen eingereichten Fensteranbietern schriftliche Herstellergarantien für Kondensatfreiheit und Feuchteschutz gemäß DIN 4108-3 sowie Nachweise über fachgerechte Montage mit wasserführenden Anschlüssen.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Einfachverglasung
- Eine Verglasung, die aus einer einzelnen Glasscheibe besteht. Sie bietet nur geringe Wärmedämmung und ist anfällig für Kondenswasserbildung.
Verwandte Begriffe: Isolierverglasung, Doppelverglasung, Wärmedämmung - Kondenswasser
- Wasser, das sich bildet, wenn warme, feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft und abkühlt. Dies kann zu Schimmelbildung und Bauschäden führen.
Verwandte Begriffe: Luftfeuchtigkeit, Taupunkt, Schimmelbildung - Wärmedämmung
- Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverlusts durch Gebäudehüllen. Eine gute Wärmedämmung hilft, Heizkosten zu sparen und das Raumklima zu verbessern.
Verwandte Begriffe: U-Wert, Dämmstoff, Isolierung - U-Wert
- Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und pro Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil verloren geht. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, Wärmeverlust, Isolierung - Doppelverglasung
- Eine Verglasung, die aus zwei Glasscheiben besteht, zwischen denen sich ein gasgefüllter Zwischenraum befindet. Sie bietet eine bessere Wärmedämmung als Einfachverglasung.
Verwandte Begriffe: Isolierverglasung, Wärmedämmung, U-Wert - Isolierverglasung
- Eine Verglasung, die aus zwei oder mehr Glasscheiben besteht, zwischen denen sich ein gasgefüllter oder vakuumierter Zwischenraum befindet. Sie bietet eine sehr gute Wärmedämmung.
Verwandte Begriffe: Doppelverglasung, Dreifachverglasung, U-Wert - Wärmebrücke
- Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller abfließt als in den umliegenden Bereichen. Wärmebrücken können zu Kondenswasserbildung und Schimmelbildung führen.
Verwandte Begriffe: Kondenswasser, Schimmelbildung, Dämmung
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Probleme treten bei Einfachverglasung im Wintergarten auf?
Einfachverglasung führt zu hohem Wärmeverlust und Kondenswasserbildung, was Schimmelbildung und Bauschäden verursachen kann. Zudem ist der Raum kaum nutzbar bei kalten Außentemperaturen. - Warum ist Kondenswasserbildung ein Problem?
Kondenswasser entsteht, wenn warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft. Ansammlungen von Kondenswasser können zu Schimmelbildung, Korrosion und Schäden an der Bausubstanz führen. - Welche Alternativen gibt es zur Einfachverglasung?
Alternativen sind Isolierverglasung, Doppelverglasung, Dreifachverglasung oder spezielle Wärmedämmfolien. Diese bieten eine bessere Wärmedämmung und reduzieren die Kondenswasserbildung. - Kann man Einfachverglasung nachträglich verbessern?
Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten, Einfachverglasung nachträglich zu verbessern, z.B. durch das Aufbringen von Wärmedämmfolien oder den Austausch gegen Isolierverglasung. - Ist eine Baugenehmigung für einen Wintergarten mit Einfachverglasung erforderlich?
Das hängt von den örtlichen Bauvorschriften ab. Informieren Sie sich vor Baubeginn bei Ihrem zuständigen Bauamt. - Welchen U-Wert sollte eine Verglasung im Wintergarten haben?
Für einen unbeheizten Wintergarten sollte der U-Wert der Verglasung so niedrig wie möglich sein, idealerweise unter 1,1 W/(m²K), um Wärmeverluste zu minimieren. - Wie kann man die Luftfeuchtigkeit im Wintergarten reduzieren?
Regelmäßiges Lüften, der Einsatz von Luftentfeuchtern und die Vermeidung von Feuchtigkeitsquellen (z.B. Pflanzen) können helfen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. - Welche Rolle spielt die Stahlkonstruktion bei der Kondenswasserbildung?
Die Stahlkonstruktion kann Wärmebrücken bilden, an denen ebenfalls Kondenswasser entstehen kann. Eine thermische Trennung der Stahlprofile kann dieses Problem reduzieren.
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Erklärung des U-Werts und seine Bedeutung für die Wärmedämmung.
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Kondenswasser im Wintergarten: Ursachen & Akzeptanz
Das ist richtig
Der Kondenswasseranfall ist vorprogrammiert. Es gibt mehrere Quellen für das anfallende Wasser: Pflanzen im Wintergarten, Nutzung durch Menschen, die Wasser abgeben und feuchte Innenraumluft von angrenzenden Wohnräumen. Wenn Sie die Bildung von Kondenswasser als normales physikalisches Phänomen akzeptieren können, werden Sie damit aber keine Probleme haben.
Lüftungsmöglichkeit ist das A und O eines solchen Wintergartens. -
Einfachverglasung: Kondensat vermeiden – U-Wert & Rahmenmaterial
Akzeptabel sind Kondensate auf Scheiben nicht
wenn man nicht rankomt um sie zu Putzen (Ihr Wintergarten soll ja sehr hoch sein).
Kondensatbildungen ganz ausschließen kann man bei extremen Frostgraden erst bei einem kv-Wert von weniger als 1,6 und das schaffen Sie nur mit einer guten Zweischeben-Isolierverglasung.
Sollten Sie Tauwasser als gegeben hinnehmen wollen, denken Sie daran keine Lackierten oder korosionsanfälligen Profile als Rahmen zu verwenden! -
Kondensatbildung: EN ISO 10077 vs. Praxis-Erfahrung
Mutig!
Guten Tag Herr Tilgner,
Ihrer Aussage, dass man Kondensat bei extremen Temperaturen erst ab einem Uv (kv) von 1,6 W/m² x K. ausschließen kann, möchte ich leicht widersprechen.
Vielleicht sehe ich als Bewohner der Schwäbischen Alb (800 Meter über nN) den Begriff "extreme Temperaturen" auch etwas zu einseitig. 🙂
Aber selbst die EN ISO 10077 akzeptiert "kurzzeitiges" Kondensat auf den Scheiben.
Ab -10 °C haben Sie am Randverbund selbst der besten Scheiben Kondensat, das lässt sich nicht vermeiden. Auch wenn Ihre Raumfeuchtigkeit nur 40 % betragen sollte.
MfG
Jürgen Sieber -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit von Einfachverglasung in einem unbeheizten Wintergarten, insbesondere im Hinblick auf Kondenswasserbildung. Es werden verschiedene Ursachen für Kondensat genannt, darunter Pflanzen, menschliche Nutzung und feuchte Innenraumluft. Die Notwendigkeit ausreichender Lüftung wird betont, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Zudem wird die Möglichkeit der Akzeptanz von Kondenswasser als normales physikalisches Phänomen diskutiert.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Einfachverglasung: Kondensat vermeiden – U-Wert & Rahmenmaterial sind Kondensate auf Scheiben problematisch, wenn sie schwer zu reinigen sind. Korrosionsanfällige Profile sollten bei zu erwartendem Tauwasser vermieden werden.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Kondensatbildung: EN ISO 10077 vs. Praxis-Erfahrung relativiert die Aussage, dass Kondensat erst ab einem U-Wert von 1,6 W/m² x K ausgeschlossen werden kann, und verweist auf die EN ISO 10077, die kurzzeitiges Kondensat akzeptiert. Die Raumfeuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle.
👉 Handlungsempfehlung: Prüfen Sie die Rahmenbedingungen (Lüftung, U-Wert, Material) genau und wägen Sie ab, ob Sie die Kondenswasserbildung akzeptieren können. Beachten Sie die Hinweise im Beitrag Kondenswasser im Wintergarten: Ursachen & Akzeptanz bezüglich der Ursachen und Auswirkungen von Kondenswasser. Eine gute Zweischeiben-Isolierverglasung kann die Kondensatbildung reduzieren, wie im Beitrag Einfachverglasung: Kondensat vermeiden – U-Wert & Rahmenmaterial erläutert wird.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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