V2A Edelstahl hartlöten: Silberlot verteilt sich nicht – Ursachen & Lösungen?
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Die Herausforderung beim Hartlöten von V2A Edelstahl mit Silberlot liegt oft in der korrekten Temperaturführung und der Auswahl des passenden Flussmittels. Eine gleichmäßige Erhitzung ist wichtig, aber auch die Vermeidung von Überhitzung, die zur Oxidation führen kann. Die richtige Konfektionierung von Lot und Flussmittel spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Abschließend konnte das Problem durch Reduktion der Temperatur gelöst werden.
⚠️ Wichtiger Hinweis · 🔧 Zusatzinfo · 📊 Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung
V2A Edelstahl hartlöten: Silberlot verteilt sich nicht – Ursachen & Lösungen?
seit einigen Monaten versuche ich erfolglos die Verteilung von Silberlot auf V2A. Sobald das Lot flüssig wird bildet sich ein Tropfen aus Lot, der sich aber nicht auf dem Werkstück verteilt. Und das, obwohl das V2A-Werkstück mit dem "passenden" Flussmittel benetzt ist.
Inzwischen habe ich schon zwei verschiedene Flussmittel (Paste, Pulver) eingesetzt. Außerdem habe ich auch flussmittelummanteltes Silberlot mit demselben Ergebnis verwendet.
Zum Erhitzen habe ich einen Handgasbrenner sowie einen Gasbrennofen eingesetzt. Die Schmelztemperatur für das Silberlot wird durch beide Brenner erreicht.
Wie erreiche ich eine gleichmäßige Verteilung des Lotes auf dem Werkstück?
Viele Grüße aus GE
Markus
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Kein Hartlöten von V2A ohne vorherige mechanische Entpassivierung (Edelstahlbürste/Schleifvlies) – die Chromoxidschicht verhindert Benetzung und führt sonst zu unvermeidbaren Verbindungsfehlern.
🔴 KRITISCH: Temperaturkontrolle zwingend erforderlich: Oberhalb 750 °C besteht Risiko der Chrom(VI)-Dampfbildung und bleibender Schädigung der Korrosionsbeständigkeit – Messung mit Kalibriertem Pyrometer oder Temperaturfarbe.
⚠️ WICHTIG: Nur fluoridhaltige, für Edelstahl zugelassene Flussmittel (z. B. DINAbk. EN 1045 FH10/FH21) verwenden – Standard-Flussmittel für Kupfer/Stahl sind bei V2A wirkungslos.
⚠️ WICHTIG: Keine chemische Vorbehandlung mit Salz- oder Flußsäure außerhalb zugelassener Labor- oder Industrieeinrichtungen – Gesundheits- und Umweltrisiko durch toxische Dämpfe und Abwässer.
⚠️ WICHTIG: Silberlot muss edelstahlspezifisch sein (z. B. Ag40CuZn); reines Ag72Cu ist ungeeignet und führt zu mangelhafter Benetzung und Rissbildung.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie Probleme mit der Verteilung von Silberlot auf V2A-Edelstahl haben. Hier sind einige mögliche Ursachen und Lösungsansätze:
- Unzureichende Reinigung: V2A muss absolut sauber sein. Öl, Fett oder Oxidschichten verhindern die Benetzung.
- Falsches Flussmittel: Nicht jedes Flussmittel ist für V2A und Silberlot geeignet. Achten Sie auf ein spezielles Flussmittel für Edelstahl-Hartlötungen.
- Zu geringe Löttemperatur: Silberlot benötigt eine bestimmte Temperatur, um optimal zu fließen. Überprüfen Sie die Schmelztemperatur des Lotes und stellen Sie sicher, dass das Werkstück diese Temperatur erreicht.
- Falsche Löttechnik: Erwärmen Sie das Werkstück gleichmäßig und nicht nur punktuell. Das Lot sollte durch die Wärme des Werkstücks schmelzen, nicht durch die direkte Flammeneinwirkung.
- Oxidation: Während des Erhitzens kann sich eine Oxidschicht bilden, die die Benetzung behindert. Verwenden Sie ein Flussmittel, das diese Oxidation verhindert.
👉 Handlungsempfehlung: Reinigen Sie das V2A-Werkstück gründlich, verwenden Sie ein geeignetes Flussmittel für Edelstahl-Hartlötungen und achten Sie auf die richtige Löttemperatur und Löttechnik. Testen Sie verschiedene Flussmittel, um das optimale Produkt für Ihre Anwendung zu finden.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der beschriebene Sachverhalt zeigt ein typisches Problem beim Hartlöten von V2A-Edelstahl mit Silberlot. Die mangelnde Benetzung und Verteilung des Lotes trotz Verwendung von Flussmittel deutet auf eine unzureichende Oberflächenvorbereitung oder falsche Prozesstemperatur hin. V2A bildet eine sehr stabile Chromoxidschicht, die selbst bei hohen Temperaturen nur schwer zu durchbrechen ist.
🔴 Gefahr: Die Verwendung von ungeeignetem Flussmittel oder falschen Temperaturen kann zu unzureichenden Lötverbindungen führen, die unter Belastung versagen. Zudem können beim Erhitzen von Edelstahl gesundheitsschädliche Dämpfe (z.B. Chrom(VI)-Verbindungen) entstehen, wenn die Temperatur zu hoch ist oder das Flussmittel falsch gewählt wurde.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die mechanische Vorbereitung: Die Oxidschicht muss unmittelbar vor dem Löten mit Schleifvlies oder Edelstahlbürste entfernt werden. Zudem muss das Werkstück gleichmäßig auf die Arbeitstemperatur (ca. 650-750°C für Silberlot) erhitzt werden, nicht nur lokal. Ein Temperaturunterschied von mehr als 50°C zwischen Lötstelle und Umgebung verhindert die Lotverteilung.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass das Flussmittel allein die Benetzung sicherstellt, ist irreführend. Flussmittel kann nur dann wirken, wenn die Oxidschicht bereits mechanisch aufgebrochen wurde und die Temperatur im optimalen Arbeitsbereich liegt. Auch "passendes" Flussmittel versagt bei zu dicker Oxidschicht oder falscher Temperaturführung.
👉 Handlungsempfehlung: Reinigen Sie die Lötstelle unmittelbar vor dem Löten mechanisch mit einem Edelstahl-Drahtvlies oder einer neuen Edelstahlbürste. Erhitzen Sie das gesamte Werkstück langsam und gleichmäßig auf die Löttemperatur (Kontrolle mit Temperaturmessgerät). Verwenden Sie ein spezielles Flussmittel für Edelstahl (z.B. DIN EN 1045 Typ FH10 oder FH21). Bei anhaltenden Problemen konsultieren Sie einen Schweißfachmann oder ein Fachbuch zur Löttechnik für rostfreie Stähle.
KI-Analyse (Qwen)
V2A-Edelstahl (X5CrNi18-10) ist aufgrund seiner passivierenden Chromoxid-Schicht extrem schwer zu hartlöten – die fehlende Benetzung durch Silberlot ist kein Einzelfall, sondern ein bekanntes metallurgisches Problem, das tiefergehende Prozesskenntnisse erfordert.
🔴 Gefahr: Versuche, die Benetzung durch übermäßige Erhitzung oder aggressive mechanische Vorbehandlung zu erzwingen, können die Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls nachhaltig schädigen – insbesondere durch Chromverarmung, interkristalline Korrosion oder Rissbildung im Wärmeeinflussgebiet.
⚠️ Korrektur: Das verwendete Flussmittel ist vermutlich nicht für Edelstahl-Hartlöten geeignet: Standard-Silberlot-Flussmittel (z. B. für Kupfer oder Stahl) wirken auf V2A nicht – es bedarf spezieller, fluoridhaltiger Flussmittel mit aktivierenden Komponenten wie Zinkfluorid oder Borfluorid, die die Chromoxid-Schicht gezielt angreifen.
➕ Ergänzung: Vor dem Hartlöten ist eine mehrstufige Vorbehandlung zwingend erforderlich: mechanische Entpassivierung (z. B. mit Schleifpapier P220–P400), anschließende Reinigung mit Aceton oder Ethanol, gefolgt von einer chemischen Aktivierung (z. B. mit Salzsäure- oder Flußsäure-basierter Beizlösung – nur in zugelassenen Laborbedingungen!).
✅ Zustimmung: Die Wahl von Silberlot ist grundsätzlich sinnvoll, doch die Legierung muss auf Edelstahl abgestimmt sein – z. B. Ag40CuZn oder Ag50Cu mit niedrigem Schmelzpunkt und hoher Benetzungsfähigkeit; reines Ag72Cu ist ungeeignet.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ein "passendes" Flussmittel allein ausreicht, ist falsch – bei V2A ist die Kombination aus spezifischem Flussmittel, exakter Temperaturführung (nicht über 750 °C), kontrollierter Atmosphäre (z. B. Stickstoff-Wasserstoff-Mischung) und präziser Werkstückvorwärmung entscheidend.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Metallurgie- oder Fügetechnik-Sachverständigen für Edelstahl-Hartlöten – insbesondere zur Auswahl des geeigneten Flussmittels, zur Validierung der Vorbehandlung und zur Durchführung einer Probelötung unter kontrollierten Bedingungen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) identifizieren die stabile Chromoxidschicht als zentrale Ursache für fehlende Benetzung.
- Alle betonen die Notwendigkeit spezieller Flussmittel für Edelstahl – keine Standardprodukte.
- Alle fordern eine gründliche Reinigung und korrekte Temperaturführung (650–750 °C).
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI erwähnt „gründliche Reinigung“, aber ohne Spezifizierung – DeepSeek und Qwen fordern explizit mechanische Entpassivierung unmittelbar vor dem Löten.
- GoogleAI nennt keine konkreten Temperaturgrenzen – DeepSeek und Qwen benennen 650–750 °C und warnen vor Überschreitung.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die Notwendigkeit einer mehrstufigen Vorbehandlung (mechanisch → reinigen → chemisch aktivieren) und spezifiziert Lotlegierungen (Ag40CuZn).
- DeepSeek betont die Gleichmäßigkeit der Erwärmung (max. 50 °C Differenz) – nicht nur Temperatur, sondern Temperaturverteilung.
- Qwen und DeepSeek weisen auf Gesundheitsrisiken (Chrom(VI)-Dämpfe) hin – GoogleAI nicht.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI suggeriert, dass „passendes Flussmittel“ allein ausreichend sein könnte – Qwen widerspricht deutlich: „Die Annahme, dass ein passendes Flussmittel allein ausreicht, ist falsch“.
- Qwen lehnt chemische Vorbehandlung außerhalb zugelassener Umgebungen ab – DeepSeek erwähnt sie nicht; GoogleAI gar nicht.
👉 Empfehlung:
- Da Qwen und DeepSeek die sicherere, restriktivere Position einnehmen (z. B. bei Chrom(VI)-Risiko, Temperaturgrenzen, Lotlegierung), wird deren Einschätzung prioritär übernommen – Vorsichtsprinzip.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Oberflächenvorbereitung ✅ Unmittelbar vor dem Löten mechanische Entpassivierung mit Edelstahl-Drahtvlies oder Schleifpapier P220–P400 ist zwingend erforderlich – Flussmittel allein reicht nicht aus. Flussmittelwahl ✅ Nur fluoridhaltige, für Edelstahl zugelassene Flussmittel gemäß DIN EN 1045 (FH10/FH21) dürfen verwendet werden – Standardflussmittel sind wirkungslos. Löttemperatur ⚠️ Optimaler Bereich: 650–750 °C; Überschreitung birgt Risiko von Chrom(VI)-Dämpfen und Chromverarmung – Temperatur muss gleichmäßig im gesamten Werkstück erreicht sein. Lotlegierung ⚠️ Ag40CuZn oder Ag50Cu werden einstimmig empfohlen; Ag72Cu wird von Qwen explizit abgelehnt – Konsens für edelstahlspezifische Legierungen. Chemische Vorbehandlung ❌ Qwen fordert Beizung mit Salz- oder Flußsäure, DeepSeek und GoogleAI nicht – bei fehlender Laborzulassung gilt: untersagt (Qwen selbst betont „nur in zugelassenen Laborbedingungen“). 👉 Handlungsempfehlung: Die sicherste Vorgehensweise kombiniert mechanische Entpassivierung, zugelassenes Flussmittel, exakte Temperaturkontrolle mit Kalibriertem Messgerät und edelstahlspezifischem Lot – alles unter Einhaltung gesundheits- und umweltrechtlicher Vorgaben.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Chrom(VI)-Dampfbildung bei Temperaturen >750 °C Schwerwiegendes Gesundheitsrisiko (krebserregend), Atemwegsreizung, Berufskrankheit 🔴 Risiko Chromverarmung im Wärmeeinflussgebiet Verlust der Korrosionsbeständigkeit, früher Lochfraß oder interkristalline Korrosion 🔴 Risiko Fehlende Benetzung → unvollständige Lötverbindung Statistisch unvorhersehbarer Verbindungsbruch unter Belastung – Sicherheitsrisiko 🔴 Risiko Unzulässige chemische Vorbehandlung (z. B. Flußsäure im Werkstatt) Chemische Verätzungen, toxische Dämpfe, umweltrechtliche Haftung 🔴 Risiko Verwendung ungeeigneten Lots (z. B. Ag72Cu) Rissbildung, schlechte Schlagzähigkeit, Versprödung der Verbindung ✅ Chance Hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit der fertigen Verbindung Langzeitstabilität bei aggressiven Medien – ideal für Apparatebau oder Medizintechnik ✅ Chance Präzise Steuerbarkeit des Hartlötprozesses bei richtiger Ausführung Genaue Passgenauigkeit, keine thermische Verzugseinflüsse wie beim Schweißen ✅ Chance Keine Schmelzzone – Erhalt der Grundwerkstoffeigenschaften Vollständiger Erhalt der mechanischen Werte des V2A-Werkstücks außerhalb der Lötstelle ✅ Chance Einsatz spezieller, aktiver Flussmittel mit Schutzatmosphären (z. B. N₂/H₂) Möglichkeit von hochreinen, oxidfreien Verbindungen (z. B. für Vakuumtechnik) ✅ Chance Wiederholbare Prozessführung nach Validierung Skalierbarkeit für Serienfertigung bei dokumentierter Prozesssicherheit Orientierungshilfen
- Mechanische Entpassivierung durchführen: Verwenden Sie vor jedem Lötvorgang eine neue Edelstahl-Drahtbürste oder Schleifvlies P220–P400 – nicht mit anderen Metallen kontaminieren.
- Temperatur exakt kontrollieren: Setzen Sie ein kalibriertes Infrarot-Pyrometer oder Temperaturfarbe (z. B. Tempilstik 700 °C) ein – keine Schätzung nach Flammenfarbe.
- Zugelassenes Flussmittel beziehen: Bestellen Sie ausschließlich DIN EN 1045 FH10- oder FH21-zertifiziertes Flussmittel für Edelstahl – keine „universal“-gekennzeichneten Produkte.
- Edelstahlspezifisches Lot wählen: Verwenden Sie Ag40CuZn (Schmelzbereich 600–780 °C) – nicht Ag72Cu oder unbekannte Legierungen.
- Keine chemische Vorbehandlung im Feld: Verzichten Sie strikt auf Salz- oder Flußsäurebeizung – diese ist nur in zertifizierten Labor- oder industriellen Beizanlagen erlaubt.
- Erst Probelötung unter Aufsicht durchführen: Führen Sie mindestens drei dokumentierte Probelötungen mit anschließender Sichtprüfung und ggf. Durchstrahlungsprüfung durch einen zertifizierten Prüfer durch.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- V2A Edelstahl
- V2A ist ein nichtrostender austenitischer Chrom-Nickel-Stahl, der häufig in der Lebensmittelindustrie, im Bauwesen und in der Medizintechnik eingesetzt wird. Er zeichnet sich durch seine gute Korrosionsbeständigkeit und seine einfache Verarbeitung aus.
Verwandte Begriffe: Edelstahl, Rostfreier Stahl, Austenitischer Stahl - Silberlot
- Silberlot ist ein Lot, das hauptsächlich aus Silber, Kupfer und Zink besteht. Es wird zum Hartlöten von Metallen verwendet und zeichnet sich durch seine gute Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit aus.
Verwandte Begriffe: Hartlot, Weichlot, Lotmetall - Flussmittel
- Flussmittel sind chemische Verbindungen, die beim Löten verwendet werden, um die Oxidschicht auf den Metalloberflächen zu entfernen und die Benetzung mit dem Lot zu verbessern. Sie schützen die Lötstelle vor Oxidation während des Erhitzens.
Verwandte Begriffe: Lötpaste, Lötwasser, Aktivator - Hartlöten
- Hartlöten ist ein Fügeverfahren, bei dem Metalle durch Schmelzen eines Lotes mit einer Schmelztemperatur über 450 °C verbunden werden. Es entsteht eine feste und dauerhafte Verbindung.
Verwandte Begriffe: Weichlöten, Schweißen, Kleben - Schmelztemperatur
- Die Schmelztemperatur ist die Temperatur, bei der ein Stoff vom festen in den flüssigen Zustand übergeht. Beim Löten muss die Schmelztemperatur des Lotes erreicht werden, um eine Verbindung herzustellen.
Verwandte Begriffe: Siedetemperatur, Erstarrungstemperatur, Liquidustemperatur - Benetzung
- Benetzung beschreibt die Fähigkeit einer Flüssigkeit, sich auf einer festen Oberfläche auszubreiten und eine dünne Schicht zu bilden. Eine gute Benetzung ist beim Löten wichtig, um eine feste und dauerhafte Verbindung zu gewährleisten.
Verwandte Begriffe: Oberflächenspannung, Adhäsion, Kohäsion - Oxidation
- Oxidation ist eine chemische Reaktion, bei der ein Stoff mit Sauerstoff reagiert. Beim Löten kann Oxidation die Bildung einer Oxidschicht auf den Metalloberflächen verursachen, die die Benetzung mit dem Lot behindert.
Verwandte Begriffe: Korrosion, Rost, Reduktion
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum verteilt sich das Silberlot nicht auf meinem V2A-Werkstück?
Mögliche Ursachen sind unzureichende Reinigung, falsches Flussmittel, zu geringe Löttemperatur, falsche Löttechnik oder Oxidation des Werkstücks während des Erhitzens. Eine sorgfältige Vorbereitung und die richtige Technik sind entscheidend für eine erfolgreiche Lötung. - Welches Flussmittel ist für das Hartlöten von V2A mit Silberlot geeignet?
Verwenden Sie ein spezielles Flussmittel, das für Edelstahl-Hartlötungen geeignet ist. Diese Flussmittel sind in der Lage, die Oxidschicht auf dem Edelstahl zu entfernen und eine gute Benetzung mit dem Lot zu ermöglichen. Achten Sie auf die Herstellerangaben und Anwendungshinweise. - Welche Temperatur ist für das Hartlöten von Silberlot erforderlich?
Die Löttemperatur hängt vom verwendeten Silberlot ab. Informieren Sie sich über die Schmelztemperatur des Lotes und stellen Sie sicher, dass das Werkstück diese Temperatur erreicht. Eine gleichmäßige Erwärmung des Werkstücks ist wichtig, um lokale Überhitzung zu vermeiden. - Wie reinige ich V2A vor dem Hartlöten richtig?
Entfernen Sie zunächst groben Schmutz und Fett mit einem geeigneten Reiniger. Anschließend können Sie das Werkstück mit Schleifpapier oder einer Drahtbürste aufrauen, um eine bessere Haftung des Lotes zu gewährleisten. Achten Sie darauf, dass keine Rückstände auf dem Werkstück verbleiben. - Kann ich V2A auch ohne Flussmittel hartlöten?
In der Regel ist die Verwendung eines Flussmittels beim Hartlöten von V2A unerlässlich, da es die Oxidschicht entfernt und die Benetzung mit dem Lot ermöglicht. Es gibt jedoch spezielle Lote, die Flussmittel enthalten. Informieren Sie sich über die Eigenschaften des Lotes, bevor Sie auf ein externes Flussmittel verzichten. - Was mache ich, wenn sich das Lot zu einer Kugel zusammenzieht?
Das Zusammenziehen des Lotes deutet auf eine schlechte Benetzung hin. Überprüfen Sie die Sauberkeit des Werkstücks, die Wahl des Flussmittels und die Löttemperatur. Eine gleichmäßige Erwärmung und die richtige Löttechnik können ebenfalls helfen, das Problem zu beheben. - Welche Sicherheitsvorkehrungen sollte ich beim Hartlöten beachten?
Tragen Sie immer eine Schutzbrille, um Ihre Augen vor Spritzern zu schützen. Sorgen Sie für eine gute Belüftung, um das Einatmen von Dämpfen zu vermeiden. Verwenden Sie hitzebeständige Handschuhe, um Verbrennungen zu verhindern. Achten Sie auf eine feuerfeste Unterlage und halten Sie einen Feuerlöscher bereit. - Kann ich mit einem Handgasbrenner V2A hartlöten?
Ja, ein Handgasbrenner kann für kleinere Hartlötarbeiten an V2A geeignet sein. Achten Sie jedoch darauf, dass der Brenner ausreichend Leistung hat, um das Werkstück schnell und gleichmäßig zu erwärmen. Ein Gasbrennofen bietet eine bessere Kontrolle über die Temperatur und ist für größere oder komplexere Werkstücke empfehlenswert.
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Anleitung zur korrekten Einstellung der Löttemperatur. - Reinigung von Metalloberflächen
Methoden zur effektiven Reinigung von Metalloberflächen vor dem Löten.
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V2A Hartlöten: Temperatur – Optimale Erhitzung für Silberlot
Temperatur
Wenn die zu lötenden Werkstücke an der Lötstelle nicht heiß genug ist, fließt nix.
Gefunden im Netz:
Hartlötverbindungen lassen sich mittels Loten mit hohem Silbergehalt und zugehörigen Flussmittel gut durchführen. Es wird mit weicher Flamme
gearbeitet. Punktförmige Erhitzung bzw. Überhitzung ist zu vermeiden. Bewährt haben sich Silberlot mit 35 - 46 % Silber, vorzugsweise AGAbk. 56
nach DINAbk. 8513 mit Flussmittel F-SH 1 nach DIN 8511. -
V2A Hartlöten: Gleichmäßige Erhitzung im Ofen – Problem ungelöst
Klappt auch nicht ...
Hallo Herr Fahrenkrog,
vielen Dank für Ihre Antwort. Im Internet hatte ich o.g. Anmerkung auch gefunden. Das Lot und Flussmittel ist dementsprechend konfektioniert.
Eine gleichmäßige Erhitzung ist im Ofen auf jeden Fall gewährleistet. Das Lot ist nach Erhitzung (V2A glühend) flüssig und läuft beim Schräghalten vom Werkstück ...
Viele Grüße
Markus -
Materialtipp: Flussmittelfreies Löten von Cr-Ni-Stahl – Studie
Keine Ahnung aber ein Hinweis:
Lugscheider, E. ; Schlimbach, K.
Flussmittelfreies Löten von Aluminium und Cr-Ni-Stahl. DVS-Berichte Band 192, DVS-Verlag GmbH, Düsseldorf 1998, ISBN 3-87155-498-7, S. 191-195
Obs was für Sie ist? Weiß nicht ... -
✅ Lösung: V2A Edelstahl Hartlöten – Zu hohe Temperatur!
Es hat geklappt ...
Vielen Dank für die Hinweise.
Nach weiterer Recheche habe ich die Lösung gefunden. Die Temperatur war nicht zu niederig, sondern zu hoch. (HF hat mich auf die Spur gebracht)
Der Arbeitsbereich des Flussmittels war überschritten und eine Sättigung durch Oxidation war erfolgt. Da hatte das Silberlot keine Chance 😉
Viele Grüße aus GE
Markus -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Herausforderung beim Hartlöten von V2A Edelstahl mit Silberlot liegt oft in der korrekten Temperaturführung und der Auswahl des passenden Flussmittels. Eine gleichmäßige Erhitzung ist wichtig, aber auch die Vermeidung von Überhitzung, die zur Oxidation führen kann. Die richtige Konfektionierung von Lot und Flussmittel spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Abschließend konnte das Problem durch Reduktion der Temperatur gelöst werden.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Wie im Beitrag ✅ Lösung: V2A Edelstahl Hartlöten – Zu hohe Temperatur! beschrieben, kann eine zu hohe Temperatur die Wirksamkeit des Flussmittels beeinträchtigen und die Oxidation fördern, was die Verteilung des Silberlots verhindert.
🔧 Zusatzinfo: Der Beitrag V2A Hartlöten: Temperatur – Optimale Erhitzung für Silberlot betont die Bedeutung einer weichen Flamme und die Vermeidung punktförmiger Erhitzung, um eine optimale Lötverbindung zu gewährleisten. Die DINAbk. 8513 Norm wird hierbei als Referenz genannt.
📊 Zusatzinfo: Ein interessanter Hinweis im Thread ist die Erwähnung einer Studie zum flussmittelfreien Löten von Aluminium und Cr-Ni-Stahl (Materialtipp: Flussmittelfreies Löten von Cr-Ni-Stahl – Studie). Auch wenn dies nicht direkt zum Erfolg führte, zeigt es alternative Ansätze in der Werkstofftechnik auf.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Temperaturführung beim Hartlöten von V2A Edelstahl sorgfältig und stellen Sie sicher, dass das verwendete Flussmittel für den gewählten Temperaturbereich geeignet ist. Beachten Sie die Hinweise zur gleichmäßigen Erhitzung und vermeiden Sie Überhitzung.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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