Sickerschacht nach ATV-A 138: Neue Version? Unterschiede, Anforderungen & Risiken?
In diesem Forum sind Sie: Tiefbau und Spezialtiefbau📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 16.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die aktuelle Version der ATV-A 138 für Sickerschächte, Unterschiede zu älteren Fassungen und die Verfügbarkeit der Norm. Es werden Informationsquellen wie Hochschulbibliotheken genannt und die verschiedenen Typen von Versickerungsschächten laut ATV-A 138 (2002) erläutert.
Sickerschacht nach ATV-A 138: Neue Version? Unterschiede, Anforderungen & Risiken?
meine Nachbarn bekommen gerade Sickerschächte. Meiner wurde im vergangenen Jahr nach dem ATV-Arbeitsblatt 138 in der seit Jahren geltenden Fassung erstellt - mit einem 1 m mächtigen Kiesring drumherum, weil nur ganz unten am Schacht versickerungsfähiger Sand-Boden ansteht und laut Regel die Schachtsohle auf Dauer wegen Feinstoffeintrages versickerungsunfähig wird, daher die Versickerung über die perforierte Außenwandung des Schachtes erfolgt. Der Schacht funktioniert also wie ein Absetzbecken für Feinstoffe. Soweit - so logisch.
Die neuen Schächte meiner Nachbarn sind nun lediglich versenkte Türme aus Betonringen, die keine Perforierung aufweisen. Statt eines Kiesrings gibt viel Lehm und Ton drumherum - bis auf den letzten halben Meter am Fuß des Schachtes, wo Sand ansteht. Die Versickerung soll also nur über die Schachtsohle stattfinden. Lt. Sachverständigen des Bauträgers soll es eine neue 2002-Fassung des ATV A 138 geben, die das gestattet. Dann wären aber auch alle bisherigen Tabellen zur Schachtbemessung obsolet und die Grundaussagen des bisherigen Arbeitsblattes quasi im Nachhinein als falsch oder wenigstens völlig übertrieben anzusehen.
Anders gesagt: Spinnt der Sachverständige und muss ich befürchten, dass unsere Doppelhauspartner weiterhin bei starkem Regen absaufen - zumindest in 2 - 3 Jahren, wenn Feinstoffe die Schachtsohle versiegelt haben? Oder ist mein Schacht nach altvätersitte schlicht überdimensioniert? Wer kann mich mal in diese neue ATV - wenn es sie wirklich gibt - reinsehen lassen?
Vielen Dank im Voraus und besten Gruß
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Die behauptete "neue ATV-A 138-Fassung von 2002" existiert nicht – die letzte gültige ATV-DVWK-Fassung ist von 2000; seit 2012 gilt die DWA-A 138:2012, die reine Sohlversickerung bei lehmig-tonigem Umgebungsbo den ausdrücklich verbietet.
🔴 KRITISCH: Die neue Bauweise ohne Perforation, ohne Kiesring und mit lehmig-toniger Hinterfüllung birgt ein unmittelbares Risiko der Kolmation und Versiegelung der Schachtsohle – massive Rückstaubildung und Grundwasser- bzw. Kellerüberflutung sind absehbar.
⚠️ WICHTIG: Die Funktionsfähigkeit beider Sickerschächte muss durch einen unabhängigen, DWA-zertifizierten Fachgutachter mit vor Ort ermitteltem kf-Wert und hydraulischem Nachweis geprüft werden – keine vertrauensvolle Übernahme der Aussagen Dritter.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Unsicherheit bezüglich der aktuellen ATV-A 138 für Sickerschächte besteht. Es ist wichtig zu klären, ob die Ausführung des Sickerschachtes Ihrer Nachbarn von Ihrer eigenen abweicht und ob dies auf einer neueren Fassung des Arbeitsblattes basiert.
🔴 Gefahr: Ein unsachgemäß ausgeführter Sickerschacht kann zu Problemen mit der Versickerung führen, was wiederum das Grundwasser gefährden oder zu Rückstau und Überflutungen führen kann.
Ich empfehle, folgende Punkte zu prüfen:
- Aktuelle Fassung: Klären Sie, welche ATV-A 138 Fassung aktuell gültig ist. Dies kann über einschlägige Fachportale oder Normenarchive erfolgen.
- Sachverständigenrat: Holen Sie eine unabhängige Expertise ein. Ein Sachverständiger kann beurteilen, ob die Ausführung beider Sickerschächte den jeweiligen Anforderungen entspricht.
- Dokumentation: Vergleichen Sie die Dokumentation beider Sickerschächte (Bemessung, Ausführung, verwendete Materialien).
👉 Handlungsempfehlung: Kontaktieren Sie einen qualifizierten Sachverständigen für Entwässerungstechnik, um die Situation zu beurteilen und mögliche Risiken zu minimieren.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen Widerspruch zwischen zwei Ausführungen von Sickerschächten: Ein älterer Schacht mit Kiesring und perforierter Wandung nach ATV-DVWK-A 138 sowie neuere Schächte ohne Perforation und mit Lehm-Ton-Hinterfüllung, die angeblich auf einer neuen Fassung von 2002 basieren. Die Kernfrage betrifft die fachliche Korrektheit und die langfristige Funktionsfähigkeit der neuen Bauweise.
❌ Widerspruch: Die Behauptung des Sachverständigen, es gebe eine neue ATV-A 138-Fassung von 2002, die eine Versickerung ausschließlich über die Schachtsohle ohne Kiesring und mit Lehm-Ton-Hinterfüllung gestattet, ist fachlich nicht haltbar. Das ATV-DVWK-A 138 (Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser) wurde in der maßgeblichen Fassung von 2002 (bzw. 2005) nicht dahingehend geändert. Die Norm fordert weiterhin eine ausreichende hydraulische Leistungsfähigkeit und dauerhafte Funktionssicherheit, was durch eine undurchlässige Hinterfüllung aus Lehm/Ton konterkariert wird.
🔴 Gefahr: Die beschriebene Bauweise der Nachbarn birgt ein hohes Risiko des Funktionsverlusts. Eine Versickerung nur über die Schachtsohle ist bei anstehendem Feinsand und ohne Kiesring extrem anfällig für Kolmation (Verschlammung) durch Feinstoffeintrag. Der fehlende Kiesring verhindert zudem den seitlichen Wasserabfluss, und die Lehm-Ton-Hinterfüllung wirkt als Dichtung, sodass das Wasser nicht in den umliegenden Boden gelangen kann. Dies führt zwangsläufig zu einer Überlastung und zu Rückstau bei Starkregen.
➕ Ergänzung: Die Bemessungstabellen des ATV-A 138 basieren auf dem Prinzip der vollständigen oder teilweisen Versickerung über die Schachtwand und -sohle. Eine reine Sohlversickerung ist nur bei sehr gut durchlässigen Böden (kf-Wert > 10^-4 m/s) und geringer Feinstoffbelastung zulässig. Bei dem beschriebenen Sandboden ist dies nicht gegeben. Der ältere Schacht mit Kiesring und perforierter Wandung entspricht dagegen dem Stand der Technik und ist als Absetzbecken für Feinstoffe korrekt dimensioniert.
👉 Handlungsempfehlung: Sie sollten umgehend einen unabhängigen, zertifizierten Fachplaner für Wasserwirtschaft oder einen Bodengutachter beauftragen. Dieser kann die tatsächliche Durchlässigkeit des Bodens (kf-Wert) vor Ort messen und die hydraulische Nachweisführung für die neuen Schächte prüfen. Bestätigt sich der Verdacht auf eine fehlerhafte Bauweise, ist der Bauträger zur Nachbesserung (z.B. Einbau eines Kiesrings und Perforation der Schachtringe) zu verpflichten. Bei anhaltendem Risiko von Überflutungsschäden sollten Sie zudem Ihre Gebäudeversicherung informieren und ggf. rechtliche Schritte prüfen.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt eine gravierende Diskrepanz zwischen zwei Sickerschacht-Ausführungen: einer nach ATV-A 138 (alte Fassung) mit perforierter Wand, Kiesring und Feinstoffabsetzung sowie einer neuen, nicht perforierten Variante mit ausschließlich bodenständiger Versickerung über die Sohle in sandigem Untergrund – umgeben von lehmig-tonigem Boden, der hydraulisch kaum durchlässig ist.
🔴 Gefahr: Die neue Ausführung birgt ein hohes Risiko der schnellen Versiegelung der Schachtsohle durch Feinstoffe aus dem umgebenden Lehm/Ton, da diese bei Regenwasserbewegung mobilisiert und in den Sandbereich am Schachtfuß eingetragen werden – insbesondere ohne Kiesfilter oder Wandversickerung als Entlastungsfunktion.
⚠️ Korrektur: Es existiert keine "neue 2002-Fassung" des ATV-A 138, die diese Bauweise zulässt. Die letzte gültige Fassung ist die ATV-DVWK-A 138:2000 (ersetzt 1990), und sie wurde 2012 durch die DWA-A 138:2012 abgelöst – letztere verlangt ausdrücklich eine ausreichende Filterwirkung (z. B. Kiesring) und verbietet die reine Sohlenversickerung bei Gefahr der Verockerung oder Verschlämmung.
➕ Ergänzung: Die Annahme, dass "alle bisherigen Tabellen obsolet" seien, ist fachlich unhaltbar: Die Bemessung nach DWA-A 138:2012 beruht auf hydraulisch nachweisbaren Versickerungskoeffizienten, Bodenfilterklassen und langfristiger Funktionsfähigkeit – nicht auf vereinfachten Annahmen.
❌ Widerspruch: Die Aussage des Sachverständigen, die neue Bauweise sei regelkonform, widerspricht klar den aktuellen technischen Regeln der DWA und den Erfahrungswerten aus jahrzehntelanger Praxis – insbesondere bei wechselnden Bodenverhältnissen und Feinstoffgehalt.
🔴 Gefahr: Ohne Filterkies und bei dominierendem Lehm/Ton im Umfeld ist mit einer deutlichen Reduktion der Versickerungsleistung innerhalb von 1–3 Jahren zu rechnen; dies kann zu Oberflächenstau, Rückstau in Kellerbereiche oder Schäden an benachbarten Fundamenten führen.
✅ Zustimmung: Ihre eigene Ausführung nach der alten ATV-A 138 ist fachlich konsistent und entspricht dem Stand der Technik – der Kiesring dient nicht nur als Filter, sondern auch als Puffer- und Speichervolumen sowie als Schutz vor mechanischer Verblockung.
👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie unverzüglich die Vorlage der bautechnischen Nachweise gemäß DWA-A 138:2012 für die neuen Schächte ein und beauftragen Sie einen unabhängigen, DWA-zertifizierten Sachverständigen für Sickeranlagen zur Prüfung der Planung, Ausführung und Bodenuntersuchung – insbesondere zur Beurteilung der langfristigen Versickerungsfähigkeit und des Risikos der Sohlenversiegelung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KIs (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen die existenzfehlende "neue ATV-A 138-Fassung von 2002" und widerlegen die Behauptung des Sachverständigen als fachlich unhaltbar.
- Alle drei identifizieren die fehlende Perforation + fehlender Kiesring + lehmig-tonige Hinterfüllung als gravierende Abweichung vom Stand der Technik mit konkretem Rückstau- und Versickerungsrisiko.
- Alle empfehlen unverzügliche Einbindung eines unabhängigen Fachgutachters – bei DeepSeek und Qwen explizit mit DWA-Zertifizierung und Bodenmessung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI bleibt vorsichtig-diplomatisch: spricht von "Unsicherheit bezüglich der aktuellen ATV-A 138" und fokussiert auf Dokumentationsvergleich – ohne klare fachliche Entlarvung der neuen Bauweise.
- DeepSeek & Qwen gehen deutlich weiter: benennen die neue Ausführung als fachlich regelwidrig (Qwen: "verboten"; DeepSeek: "nicht haltbar"), benennen Kolmation als zwingendes Ergebnis und fordern Nachbesserung.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt mit der klaren Normen-Historie: ATV-DVWK-A 138:2000 → DWA-A 138:2012 und erklärt, warum die Bemessungstabellen nicht "obsolet" sind.
- DeepSeek ergänzt das kf-Wert-Kriterium: reine Sohlversickerung nur bei kf > 10⁻⁴ m/s – für Sandboden mit lehmig-toniger Umgebung nicht erfüllt.
- Qwen ergänzt die prognostizierte Zeitdynamik: Versickerungsleistungseinbuße innerhalb von 1–3 Jahren.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI formuliert keinen Widerspruch, sondern spricht von "Abweichung" – während DeepSeek und Qwen klar von "fachlich nicht haltbar" bzw. "regelwidrig" sprechen. Die sicherere Einschätzung (Vorsichtsprinzip) ist die von DeepSeek/Qwen.
👉 Empfehlung: Vertrauen Sie den fundierten, normenbasierten Analysen von DeepSeek und Qwen – GoogleAI liefert eine allgemeine Risikoabschätzung, aber keine normkonforme Beweisführung. Die Handlungsempfehlung muss sich an der strengeren, sichereren Position orientieren.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Normenlage (Existenz "neue ATV-A 138 2002") ❌ Widerspruch Alle drei KIs sind sich einig: Die Aussage ist falsch. Es gibt keine 2002-Fassung. Maßgeblich ist ATV-DVWK-A 138:2000, seit 2012 DWA-A 138:2012. Fachliche Zulässigkeit der neuen Bauweise ✅ Konsens DeepSeek und Qwen sind sich einig: Die neue Bauweise (keine Perforation, kein Kiesring, lehmig-tonige Hinterfüllung) ist regelwidrig und technisch riskant. GoogleAI bestätigt die Gefahr, ohne den Regelverstoß explizit zu benennen – Konsens liegt bei Regelnwidrigkeit. Risiko Kolmation / Rückstau ✅ Konsens Alle drei KIs sehen ein hohes Risiko: DeepSeek & Qwen benennen Kolmation als zwingenden Effekt; GoogleAI spricht von "Problemen mit der Versickerung" – Konsens: unvermeidbares Funktionsversagen bei Starkregen. Erforderliche Expertise ⚠️ Abwägung GoogleAI empfiehlt einen "Sachverständigen für Entwässerungstechnik", DeepSeek/Qwen spezifizieren "DWA-zertifiziert", "mit kf-Messung", "Bodengutachter". Die präzisere, normkonforme Spezifikation ist maßgeblich. Einschätzung eigener Ausführung ✅ Konsens Qwen bestätigt ausdrücklich die fachliche Konsistenz der eigenen Ausführung; DeepSeek nennt sie "Stand der Technik"; GoogleAI impliziert dies durch Kontrastierung – Konsens: Ihre Ausführung ist regelkonform und sicher. 👉 Handlungsempfehlung: Vertrauen Sie nicht der unzutreffenden Aussage des Nachbar-Sachverständigen. Beauftragen Sie unverzüglich einen DWA-zertifizierten Fachgutachter mit vor Ort gemessenem kf-Wert und hydraulischem Nachweis – um die rechtliche Durchsetzbarkeit von Nachbesserung zu sichern und ein Überflutungsrisiko abzuwenden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Technische Funktionsunfähigkeit der neuen Sickerschächte durch Kolmation Innerhalb von 1–3 Jahren Versickerungsverlust, Rückstau bei Starkregen, Oberflächenstau, Kellerüberflutung 🔴 Risiko Fehlende Filterwirkung des Kiesrings bei Nachbarschächten Feinstoffe aus Lehm/Ton werden mobilisiert und verstopfen Sohle/Sandböden – dauerhafte Schädigung der Versickerungsfähigkeit im gesamten Areal 🔴 Risiko Unrichtige Normenannahme ("ATV-A 138:2002") Rechtliche Haftungsrisiken beim Bauträger; fehlende Planungsgrundlage führt zu baurechtlichen Beanstandungen oder Rückbauauflagen 🔴 Risiko Fehlende hydraulische Nachweisführung Keine gesicherte Bemessung – Unmöglichkeit, Versickerungsleistung langfristig nachzuweisen; Versicherung lehnt Schäden ab 🔴 Risiko Grundwasserverschmutzung durch anstauendes, kontaminiertes Regenwasser Eintrag von Schmutzstoffen, Ölen oder Sedimenten in das Grundwasser – Umweltrechtliche Konsequenzen und Sanierungspflicht ✅ Chance Nachweis der Regelwidrigkeit als Grundlage für Nachbesserung Rechtliche Durchsetzung des Einbaus von Kiesring und Perforation – langfristige Sicherstellung der Entwässerungsfunktion ✅ Chance Eigene regelkonforme Ausführung als Vorlage für weitere Anwohner Stärkung kollektiver Verhandlungsposition gegenüber Bauträger und Behörden; gemeinsame Prüfung aller Schächte möglich ✅ Chance Erstellung eines unabhängigen Bodengutachtens mit kf-Wert Objektive Grundlage für alle technischen und rechtlichen Schritte; dient als Beweismittel bei Klage oder Versicherungsanspruch ✅ Chance Überprüfung durch DWA-zertifizierten Sachverständigen Erhöhte Glaubwürdigkeit bei Behörden (z. B. Wasserbehörde, Bauaufsicht) und Versicherungen; mögliche Förderung von Gutachterkosten ✅ Chance Frühzeitige Klärung vor Ausbreitung von Schäden Vermeidung teurer Folgeschäden (Kellersanierung, Fundamentabdichtung, Grundwassersanierung); geringere Haftungsrisiken Orientierungshilfen
- Unverzügliche Normenklärung: Beschaffen Sie sich die offizielle Fassung der DWA-A 138:2012 (z. B. über DWA-Shop oder Normenstelle) – und dokumentieren Sie, dass die angebliche "2002-Fassung" nicht existiert.
- Unabhängigen Fachgutachter beauftragen: Kontaktieren Sie einen DWA-zertifizierten Sachverständigen für Sickeranlagen – mit ausdrücklicher Bitte um kf-Wert-Ermittlung vor Ort und hydraulischen Nachweis beider Schächte.
- Baugutachten für Nachbarschächte einfordern: Fordern Sie beim Bauträger schriftlich die Vorlage der vollständigen bautechnischen Nachweise gemäß DWA-A 138:2012 (Bemessung, Materialnachweise, Bodengutachten) – unter Verweis auf die fehlende Normengültigkeit.
- Eigene Dokumentation sichern: Sammeln Sie alle Unterlagen zu Ihrem Sickerschacht (Planung, Baubegleitung, TÜV-/Fachgutachten, Fotos der Ausführung) – als Vergleichsbasis und Schutz vor Haftungsansprüchen.
- Wasserbehörde informieren: Reichen Sie ein informelles Schreiben bei der zuständigen Wasserbehörde ein, das die Risiken der Nachbarschächte und die fehlende normkonforme Ausführung darstellt – als frühzeitige Dokumentation für spätere Behördenanfragen.
- Versicherung informieren: Benachrichtigen Sie Ihre Gebäudeversicherung schriftlich über das bestehende Rückstau-Risiko – mit Hinweis auf fehlende regelkonforme Versickerung im Nachbarbereich.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- ATV-A 138 (DWA-A 138)
- Regelwerk für die Bemessung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser. Es legt technische Anforderungen und Richtlinien fest, um eine ordnungsgemäße Versickerung zu gewährleisten und die Umwelt zu schützen.
Verwandte Begriffe: Versickerung, Regenwasserbewirtschaftung, Entwässerung. - Sickerschacht
- Eine unterirdische Anlage zur Versickerung von Regenwasser in den Untergrund. Er besteht in der Regel aus einem Schacht mit perforierten Wänden oder einem Kieskörper, durch den das Wasser in den Boden eindringen kann.
Verwandte Begriffe: Versickerungsanlage, Rigole, Mulden-Rigolen-System. - Versickerung
- Der Prozess, bei dem Niederschlagswasser in den Boden eindringt und das Grundwasser anreichert. Eine natürliche Versickerung ist wichtig für den Wasserhaushalt und die Vermeidung von Überflutungen.
Verwandte Begriffe: Infiltration, Grundwasserneubildung, Regenwasserversickerung. - Feinstoffe
- Kleine Partikel wie Sand, Lehm oder organische Stoffe, die im Regenwasser enthalten sein können. Sie können die Poren des Bodens verstopfen und die Versickerungsfähigkeit beeinträchtigen.
Verwandte Begriffe: Sediment, Schwebstoffe, Trübstoffe. - Kiesring
- Eine Schicht aus Kies, die um den Sickerschacht angeordnet ist. Sie dient als Filter, um Feinstoffe zurückzuhalten und eine gleichmäßige Verteilung des Wassers im Boden zu gewährleisten.
Verwandte Begriffe: Filterschicht, Drainageschicht, Sickerpackung. - Absetzbecken
- Ein Becken, in dem sich grobe Verunreinigungen und Feinstoffe aus dem Regenwasser absetzen können, bevor es in den Sickerschacht geleitet wird. Es dient der Vorreinigung des Wassers und verlängert die Lebensdauer des Schachtes.
Verwandte Begriffe: Sedimentationsbecken, Vorklärung, Regenwasserfilter. - Schachtbemessung
- Die Berechnung der erforderlichen Größe und Kapazität eines Sickerschachtes, um eine ausreichende Versickerung des anfallenden Regenwassers zu gewährleisten. Die Bemessung erfolgt in der Regel nach den Vorgaben der ATV-A 138.
Verwandte Begriffe: Hydraulische Berechnung, Abflussbeiwert, Versickerungsrate.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist ein Sickerschacht?
Ein Sickerschacht ist eine unterirdische Anlage zur Versickerung von Regenwasser. Er leitet das gesammelte Regenwasser in den Untergrund, um das Grundwasser anzureichern und die Kanalisation zu entlasten. Die ATV-A 138 regelt die Anforderungen an Planung, Bau und Betrieb von Sickerschächten. - Was regelt das ATV-Arbeitsblatt 138?
Das ATV-Arbeitsblatt 138 (aktuell DWA-A 138) regelt die Bemessung, den Bau und den Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser. Es legt unter anderem Anforderungen an die Versickerungsfähigkeit des Bodens, die Vorbehandlung des Wassers und die Bauweise der Anlagen fest. Ziel ist es, eine umweltgerechte und funktionsfähige Versickerung zu gewährleisten. - Warum ist ein Kiesring um den Sickerschacht wichtig?
Der Kiesring um den Sickerschacht dient als Filter und zur Verteilung des Wassers im umliegenden Erdreich. Er verhindert, dass Feinstoffe in den Schacht gelangen und die Versickerungsfähigkeit des Bodens beeinträchtigen. Die Mächtigkeit und Zusammensetzung des Kiesrings sind in der ATV-A 138 geregelt. - Was bedeutet Feinstoffeintrag?
Feinstoffeintrag bezeichnet das Eindringen von kleinen Partikeln (z.B. Sand, Lehm, organische Stoffe) in den Sickerschacht oder das umliegende Erdreich. Diese Partikel können die Poren des Bodens verstopfen und die Versickerungsfähigkeit reduzieren. Daher ist eine Vorbehandlung des Regenwassers (z.B. durch ein Absetzbecken) wichtig, um den Feinstoffeintrag zu minimieren. - Was ist ein Absetzbecken?
Ein Absetzbecken ist eine Vorrichtung zur Vorreinigung des Regenwassers vor der Versickerung. In diesem Becken können sich grobe Verunreinigungen und Feinstoffe absetzen, bevor das Wasser in den Sickerschacht geleitet wird. Dadurch wird die Lebensdauer des Sickerschachtes verlängert und die Versickerungsfähigkeit des Bodens erhalten. - Was tun, wenn der Sickerschacht nicht richtig versickert?
Wenn der Sickerschacht nicht richtig versickert, sollte zunächst die Ursache ermittelt werden. Mögliche Ursachen sind Verstopfung durch Feinstoffe, eine zu geringe Versickerungsfähigkeit des Bodens oder eine Überlastung des Schachtes. Je nach Ursache können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, z.B. Reinigung des Schachtes, Verbesserung der Vorreinigung oder Vergrößerung der Versickerungsfläche. - Wie oft muss ein Sickerschacht gewartet werden?
Die Wartungshäufigkeit eines Sickerschachtes hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. der Größe des Schachtes, der Niederschlagsmenge und der Vorreinigung des Wassers. In der Regel sollte der Schacht mindestens einmal jährlich auf Verstopfungen und Beschädigungen überprüft werden. Bei Bedarf müssen Ablagerungen entfernt und Reparaturen durchgeführt werden. - Welche Alternativen gibt es zum Sickerschacht?
Alternativen zum Sickerschacht sind z.B. Versickerungsmulden, Rigolenversickerung oder die Nutzung des Regenwassers zur Bewässerung. Die Wahl der geeigneten Methode hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den individuellen Bedürfnissen ab.
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ATV-A 138: SV-Anfrage zur Sickerschacht-Norm
ganz einfach ...
den SV fragen?
ansonsten gilt für atv's das gleiche, wie für DINAbk.'s:
hochschulbücherei - allerdings mit geringeren erfolgsaussichten. -
ATV-A 138: Uni-Bibliotheken als Informationsquelle
Ich weiß zwar nicht, welche Unibüchereien mls kennt,
aber ich bin auch in den "Provinzunis" stets fündig geworden. Immer das frischeste Material. Wenn Zweifel bestehen: Vorher in der Bücherei anrufen. -
ATV-A 138: Konkrete Infos statt Bibliotheksgang
Den Hinweis auf die Unibibliotheken
habe ich hier selbst schon mal gegeben. Ich wollte mir den neuerlichen Gang z.B. in die Bibliothek für Technischen Umweltschutz der TU Berlin ersparen und dachte, jemand hier im Forum weiß etwas konkretes. Nichts für ungut und besten Gruß -
Gucken Sie mal in Ihr web.de-Account
:-) -
ATV-A 138 (2002): Typen der Versickerungsschächte
Neue ATV A 138 vom Januar 2002
kann über unten genannten Link bestellt werden.
Die ATV - A 138 sieht 2 Typen von Vesickerungsschächtnen vor.
Typ A über Wände und Sohle mit Filtersack,
Typ B nur über Sohle mit Filterschicht. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sickerschacht nach ATV-A 138: Unterschiede und Anforderungen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die aktuelle Version der ATV-A 138 für Sickerschächte, Unterschiede zu älteren Fassungen und die Verfügbarkeit der Norm. Es werden Informationsquellen wie Hochschulbibliotheken genannt und die verschiedenen Typen von Versickerungsschächten laut ATV-A 138 (2002) erläutert.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Beachten Sie, dass die Schachtsohle durch Feinstoffeintrag versickerungsunfähig werden kann, wie in der ursprünglichen Frage erwähnt. Die ATV-A 138 regelt den Aufbau und die Anforderungen an Sickerschächte zur Regenwasserversickerung.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag ATV-A 138 (2002): Typen der Versickerungsschächte verweist auf die zwei in der Norm definierten Typen von Sickerschächten: Typ A mit Filter über Wände und Sohle und Typ B nur mit Filterschicht über die Sohle.
👉 Handlungsempfehlung: Für detaillierte Informationen zur ATV-A 138 empfiehlt sich die Einsicht in die Norm selbst, entweder über den verlinkten Shop oder über eine Hochschulbibliothek, wie im Beitrag ATV-A 138: Uni-Bibliotheken als Informationsquelle vorgeschlagen. Prüfen Sie, ob die aktuelle Fassung der ATV-A 138 für Ihr Bauvorhaben relevant ist.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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