Situation vor Ort Boden: Der Fußboden der begutachteten Wohnung weist deutliche Unebenheiten auf. Die Verformungen haben zu folgenden auf Anhieb erkennbaren Schäden geführt:
1) geschädigter Fliesenbelag an der Badezimmerwand
2) schleifende (nicht mehr vollständig zu öffnende) Wohnungseingangstür
3) offene Fuge zwischen Bodenbelag und Sockelleiste im Bad, Flur und wahrscheinlich im Hauptraum (Teppichboden - Fuge zwischen Teppichsockelleiste und -Boden nicht genau messbar)
Dachkonstruktion: Die Konstruktion ist von unten mit Trockenbau verkleidet. Die Untersicht weist keinerlei Schäden auf, die auf erhöhte Verformungen schließen lassen. Auch die Anschlüsse der Trockenbauuntersicht an die Innen- und Außenwände (Innenwände, Außenwände) weisen keine Schädigungen auf.
Mögliche Ursachen:
1. Verformungen des Fußbodenaufbaus z.B. durch Feuchtigkeit in der Trittschalldämmung o.ä. Dies würde erklären, warum sich die nicht tragenden Wände nicht mit verformt haben. Des Weiteren liegen keine Schadensmeldungen aus tiefer liegenden Geschossen vor. Hier müssten sich bei Verformung der tragenden Konstruktion Schäden zeigen.
2) Verformungen der Sargdeckel-Konstruktion aus erhöhter Belastung durch die schwerere Deckung Durch die Erhöhung der Last aus der Eindeckung hat sich auch die Last auf die Sargdeckel-Konstruktion erhöht. Diese spannt im Ist-Zustand über fast 10 Meter und ist daher verhältnismäßig "weich". Das Verformungsbild wäre in etwa das unten dargestellte (Skizze 1). Die Hoch- und Tiefstellen (Skizze 2) würden zum Verformungsbild passen. Warum sich die nicht tragenden Wände nicht mit verformt, sondern vom Bodenbelag "gelöst" haben wird hierdurch nicht erklärt.
Da das ganze seit 2008 geschehen ist sieht es so aus als würde da nicht mehr viel passieren. Das Gutachten ist vom März 2016.
Kann ich sicher sein dass da nichts mehr weiter passiert? Wenn ich renoviere, muss ich Angst haben dass irgendwann es wieder zu Schäden kommt?
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.




