Dickbeschichtung entfernen: Anleitung, Kosten & Risiken bei fehlerhafter Ausführung?

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die Sanierung einer mangelhaft aufgebrachten Dickbeschichtung (PCI Augsburg 1K) an einem Keller. Es wird die teilweise Entfernung und das Aufbringen einer neuen Schicht mit Gewebe diskutiert. Ein wichtiger Punkt ist die Gewährleistungsfrage bei Ausbesserungen. Die vollflächige Erneuerung der Dickbeschichtung wird als mögliche Lösung in Betracht gezogen.

⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔴 Risiko · 👉 Handlungsempfehlung

Dickbeschichtung entfernen: Anleitung, Kosten & Risiken bei fehlerhafter Ausführung?

Unser inzwischen insolvente Generalunternehmer hat an unserem Haus die Dickbeschichtung mangelhaft aufgebracht. Verarbeitet wurde einkomponentiges Material der Firma PCI-Augsburg Typ 1 K. Zum damaligen Zeitpunkt im Februar / März war es zeitweise unter 5 Grad kalt. Darüber hinaus wurden Polystyrol-Sickerplatten vom Fabrikat Schauff in einigen Bereichen unmittelbar auf die Beschichtung gedrückt, ohne diese vorher trocknen zu lassen. Auch in den Bereichen in denen die Beschichtung fest war, wurde 1 K zum Verkleben der Platten verwendet und nicht der hierfür vorgesehene zweikomponentige Kleber. Wir bemerkten den Pfusch erst nachdem der Baukörper zu 80 % verfüllt war und stoppten die Arbeiten sofort. Unter den im oberen Bereich noch abnehmbaren Platten war die Beschichtung pampig und teilweise regelrecht ausgeschwemmt. Kurze Zeit später stellte unser Generalunternehmer die Arbeiten ein und meldetet Insolvenz an.
Die Fuge zwischen Sickerplatten und Mauerwerk war dann auch lange Zeit noch stark mit Wasser aus dem Bauwerk belastet bevor das Dach endlich aufgesetzt wurde. Inzwischen haben wir durch ein Nachfolgeunternehmen das Bauwerk wieder freilegen und die Sickerplatten entfernen lassen. Einige Bereiche, aus unserer Sicht die die besonders nass geworden waren, sind bis heute nicht ausgehärtet. Die Grundierung fehlt in einigen Bereichen, insbesondere an unregelmäßigen Stirnflächen der Ziegelsteine. Diese wurden grob ausgeworfen und dann direkt beschichtet. Die Flächen sind insgesamt inhomogen. Eine mechanische Entfernung ist jedoch nicht ohne weiteres möglich? wir haben es partiell mit einem Spachtel versucht? hoffnungslos. Auf einer Länge von 1 m war das eingeschalte Fundament offensichtlich zu kurz geraten. Hier wurde wohl auf die Schnelle etwas angepfriemt und dann eine Hohlkehle darauf gebastelt? irgendwann ist beides zusammen abgefallen.
Unsere Fragen beziehen sich auf die weitere Vorgehensweise:
1. Muss die Beschichtung komplett entfernt werden oder genügt eine partielle Ausbesserung? insbesondere dann, wenn man oben drüber eine ordnungsgemäße Schicht herstellt.
2. Wie wirkt sich die fehlende Grundierung aus, spielt die Haftung für die Dichtigkeit eine entscheidende Rolle, die Grundierung ist etwa zu 90 % vorhanden.
3. Wenn die Beschichtung komplett ab muss, wie ist dies zu bewerkstelligen.
4. Gibt es anderweitige technische Möglichkeiten den Keller abzudichten ohne die Beschichtung auszubessern oder zu entfernen z.B. Bitumenbahnen.
5. Z.T. ist Kies auf den Flächen, muss der runter? er klebt natürlich prächtig.
6. Wie sollte man den Bereich des fehlenden Fundamentes abdichten.
Es ist noch zu ergänzen, dass vom Lastfall aufstauendes Sickerwasser auszugehen ist. Eine Dränage ist vorhanden. Das Haus steht am Hang, Keller rückseitig 100 % in der Erde vorderseitig 0 %. Boden ist stark Tonhaltig (wasserundurchlässig) mit dazwischen liegenden wasserführenden Schichten.
Unter nachstehenden Links sind diverse Bilder abgelegt.
Vielen Dank schon mal für alle Antworten
Beste Grüße Rene
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

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    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Vollständige, fachgerechte Entfernung der mangelhaften Dickbeschichtung ist zwingend erforderlich – partielle Ausbesserung oder Überbeschichtung ist technisch unzulässig und führt zu komplettem Abdichtungsversagen.

    🔴 KRITISCH: Die Beschichtung wurde bei Temperaturen unter 5 °C aufgebracht und ist nicht ausgehärtet – sie ist funktionslos und stellt eine konstante Eintrittsstelle für Sickerwasser dar, insbesondere im tonhaltigen Hanggrund.

    🔴 KRITISCH: Das fehlende Fundamentsegment und die nachträglich angebrachte Hohlkehle bilden eine akute Wasser-Eintrittsstelle – eine Sanierung darf erst nach statischer Beurteilung und fachgerechter Instandsetzung erfolgen.

    ⚠️ WICHTIG: Bei der mechanischen Entfernung (Fräsen, Strahlen, Wasserhochdruck) ist Atemschutz, Schutzkleidung und staubarme Technik zwingend erforderlich – die Altbeschichtung kann gesundheitsschädliche Bestandteile freisetzen.

    ⚠️ WICHTIG: Vor erneuter Abdichtung muss der Untergrund trocken, sauber, eben und grundiert sein – eine Feuchtemessung und ggf. Trocknungsmaßnahme am Mauerwerk ist vorab zwingend erforderlich.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich beurteile die Situation als kritisch, da eine mangelhaft aufgebrachte Dickbeschichtung zu erheblichen Feuchtigkeitsschäden am Baukörper führen kann. 🔴 Die Verwendung eines einkomponentigen Materials (PCI Augsburg Typ 1 K) bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius ist problematisch, da dies die korrekte Aushärtung und Haftung beeinträchtigen kann.

    Ich empfehle folgende Vorgehensweise:

    • Bestandsaufnahme: Eine detaillierte Untersuchung des Schadensumfangs durch einen Bausachverständigen ist unerlässlich.
    • Materialprüfung: Eine Analyse des verwendeten Materials und der Untergrundvorbereitung sollte erfolgen.
    • Entfernung: Die fehlerhafte Dickbeschichtung muss fachgerecht entfernt werden. Dies kann mechanisch (z.B. mit Spachtel, Fräse) oder chemisch erfolgen.
    • Untergrundvorbereitung: Der Untergrund muss gereinigt, egalisiert und gegebenenfalls grundiert werden.
    • Neubeschichtung: Eine neue, geeignete Dickbeschichtung (oder ein alternatives Abdichtungssystem) muss fachgerecht aufgebracht werden.

    🔴 Gefahr: Unsachgemäße Entfernung der Dickbeschichtung kann den Baukörper beschädigen und zu weiteren Feuchtigkeitsproblemen führen.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen Fachbetrieb für Bausanierung mit der Entfernung und Erneuerung der Dickbeschichtung. Lassen Sie sich vorab ein detailliertes Angebot erstellen.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine schwerwiegend mangelhafte Bauausführung einer Kelleraußenabdichtung mit einer Dickbeschichtung (PCI 1K), die unter widrigen Bedingungen (Temperaturen unter 5 Grad Celsius, fehlende Trocknungszeiten) aufgebracht wurde. Die Verwendung des einkomponentigen Materials als Kleber für Polystyrol-Sickerplatten sowie die fehlende Grundierung in Teilbereichen sind kritische Mängel. Die Beschichtung ist in weiten Teilen nicht ausgehärtet und weist eine pampige Konsistenz auf, was auf eine dauerhafte Schädigung durch Feuchtigkeit und Frost hindeutet.

    🔴 Gefahr: Die nicht ausgehärtete und inhomogene Dickbeschichtung stellt ein erhebliches Risiko für die dauerhafte Abdichtung dar. Bei anstehendem Sickerwasser und tonhaltigem Boden ist ein vollständiger Funktionsverlust der Abdichtung zu befürchten, was zu massiven Feuchteschäden am Bauwerk führen kann. Die fehlende Grundierung an kritischen Stellen (Stirnflächen) und die mangelhafte Haftung der Beschichtung sind zusätzliche Gefahrenpunkte.

    ➕ Ergänzung: Die Frage, ob eine partielle Ausbesserung ausreicht, ist klar zu verneinen. Eine Abdichtung muss als geschlossene, homogene Schicht wirken. Die vorhandenen Mängel (fehlende Aushärtung, Inhomogenität, fehlende Grundierung) sind so gravierend, dass eine vollständige Entfernung der mangelhaften Beschichtung unumgänglich ist. Eine Überbeschichtung mit einem neuen System würde auf einem instabilen Untergrund keine dauerhafte Haftung finden und wäre technisch nicht haltbar.

    ⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine neue Schicht auf der alten Beschichtung ausreichen könnte, ist fachlich falsch. Die Haftung des neuen Systems auf der pampigen, nicht ausgehärteten Altbeschichtung ist nicht gewährleistet. Zudem würde die chemische Verträglichkeit der Materialien nicht gegeben sein. Auch Bitumenbahnen können nicht direkt auf der instabilen Dickbeschichtung verlegt werden, da diese keine tragfähige Unterlage bietet.

    👉 Handlungsempfehlung: Die mangelhafte Dickbeschichtung muss vollständig und fachgerecht entfernt werden. Dies ist aufgrund der Haftung mechanisch (z.B. durch Fräsen, Hochdruckwasserstrahlverfahren oder Strahlen) durchzuführen. Anschließend ist der Untergrund zu prüfen, zu reinigen und eine neue, fachgerechte Abdichtung nach den anerkannten Regeln der Technik (z.B. mit einer zertifizierten 2K-Beschichtung oder einer Kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung (KMB) mit geeigneter Grundierung) aufzubringen. Der Bereich des fehlenden Fundamentes muss statisch beurteilt und fachmännisch saniert werden. Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung, der ein Sanierungskonzept erstellt und die Ausführung überwacht.

    KI-Analyse (Qwen)

    Die geschilderte Dickbeschichtung weist gravierende Verarbeitungsfehler auf: Anwendung bei Temperaturen unter 5 °C, Verwendung eines ungeeigneten einkomponentigen Systems (PCI Typ 1 K) statt des vorgeschriebenen zweikomponentigen Klebers für Polystyrol-Sickerplatten, fehlende Grundierung an kritischen Stirnflächen, unzureichende Trocknung vor Belastung und mechanische Beschädigung durch nachträgliche Hohlkehlen-Bastelarbeiten – alles Faktoren, die die Dauerhaftigkeit und Funktionsfähigkeit der Abdichtung vollständig untergraben.

    🔴 Gefahr: Die pampige, ausgeschwemmte und nicht ausgehärtete Beschichtung ist funktionslos – sie bietet keinerlei Barriere gegen aufstauendes Sickerwasser, insbesondere im tonhaltigen, wasserstauenden Hanggrund. Die fehlende Grundierung an Ziegelstirnflächen führt zu massiver Haftungsdefiziten und ermöglicht kapillaren Wassertransport entlang der Putz- bzw. Beschichtungsgrenzfläche.

    🔴 Gefahr: Die unzureichende Abdichtung am fehlenden Fundamentabschnitt sowie die nachträglich angebrachte Hohlkehle stellen eine direkte Eintrittsstelle für Wasser in den Keller dar – hier besteht akute Gefahr von Feuchteschäden, Salzausblühungen und langfristig Bauschäden an der Mauerwerksstruktur.

    ⚠️ Korrektur: Eine partielle Ausbesserung oder Überdeckung mit einer neuen Schicht ist technisch nicht zulässig und rechtlich unvertretbar – die gesamte fehlerhafte Beschichtung muss vollständig entfernt werden, da keine Haftung auf einer nicht ausgehärteten, kontaminierten oder ungrundierten Unterlage möglich ist.

    ➕ Ergänzung: Der Kies muss vollständig entfernt werden, da er mechanisch und chemisch mit der Beschichtung verklebt ist und eine wirksame Sanierung nur auf einer sauberen, trockenen, grundierten und strukturell intakten Unterlage möglich ist.

    ➕ Ergänzung: Bitumenbahnen sind hier keine Alternative – sie erfordern eine ebenso perfekte Untergrundvorbereitung, eine vollständige Entfernung der alten Beschichtung und eine fachgerechte Anschlussausbildung an Fundament, Mauerwerk und Dränage; zudem ist ihre Verträglichkeit mit dem bestehenden, möglicherweise noch feuchten Mauerwerk fraglich.

    🔴 Gefahr: Die langanhaltende Wasserbelastung der Fuge zwischen Sickerplatten und Mauerwerk deutet auf bereits bestehende Feuchteschäden im Mauerwerk hin – eine bloße Abdichtung von außen reicht nicht aus, wenn das Mauerwerk bereits wassergesättigt ist.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung (z. B. nach DINAbk. 18195 bzw. DIN 18533) zur umfassenden Schadensanalyse, Feuchtemessung und Erstellung eines Sanierungskonzepts – eine eigenständige Entscheidung über partielle Reparatur oder Ersatzsysteme birgt erhebliche Risiken für die Bausubstanz und die langfristige Nutzbarkeit des Kellers.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen überein: Die Dickbeschichtung ist kritisch mangelhaft und vollständig zu entfernen – partielle Sanierung oder Überbeschichtung ist technisch unzulässig.
    • Alle drei Modelle bestätigen: Die Anwendung bei Temperaturen unter 5 °C führte zu nicht ausgehärteter, pampiger Konsistenz – dies macht die Abdichtung vollständig funktionslos.
    • Alle drei Modelle benennen den fehlenden Fundamentabschnitt als akute Schwachstelle mit unmittelbarem Wasser-Eintrittspotenzial.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI formuliert die Notwendigkeit einer Statikprüfung als allgemeine Empfehlung; DeepSeek und Qwen konkretisieren dies auf die „statische Beurteilung des fehlenden Fundamentabschnitts“ und fordern explizit eine fachmännische Fundament-Sanierung vor Abdichtung.
    • GoogleAI nennt „chemische Entfernung“ als Option; DeepSeek und Qwen lehnen dies ab und fordern ausschließlich mechanische Verfahren (Fräsen, Strahlen, Hochdruckwasser) – aus Gründen der Untergrundintegrität und Materialverträglichkeit.

    ➕ Ergänzung:

    • Qwen ergänzt: Der Kies muss vollständig entfernt werden, da er mit der Beschichtung verklebt ist – eine Forderung, die bei GoogleAI und DeepSeek nicht explizit genannt wird.
    • Qwen und DeepSeek weisen explizit auf die vorliegende Mauerwerk-Feuchtesättigung hin und fordern vorabdichtende Feuchtemessung/Trocknung – GoogleAI erwähnt dies nicht.
    • DeepSeek und Qwen betonen die Unverträglichkeit von Bitumenbahnen auf dem instabilen Untergrund – GoogleAI nennt Bitumenbahnen nicht.

    ❌ Widerspruch:

    • GoogleAI erwägt (ohne klare Ablehnung) eine mögliche „Neubeschichtung mit alternativem System“ als Option – DeepSeek und Qwen widersprechen dies entschieden: Eine neue Beschichtung auf nicht ausgehärteter Alt-Beschichtung ist fachlich unvertretbar und rechtlich riskant. Die sicherere Einschätzung (vollständige Untergrundfreilegung) wird priorisiert.

    👉 Empfehlung:

    • Alle drei Modelle stimmen darin überein, dass ein zertifizierter Sachverständiger für Bauwerksabdichtung (DIN 18533) unverzüglich einzuschalten ist – GoogleAI spricht von „Bausachverständigen“, DeepSeek und Qwen präzisieren auf die fachspezifische Zertifizierung und fordern eine baubegleitende Überwachung.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Anwendungsbedingungen (Temperatur)Temperatur unter 5 °C führte zu nicht ausgehärteter, pampiger Beschichtung – vollständiger Funktionsverlust der Abdichtung.
    EntfernungsmethodeVollständige mechanische Entfernung (Fräsen/Strahlen/Hochdruck) ist zwingend – chemische Entfernung oder partielle Sanierung unzulässig.
    Untergrundvorbereitung⚠️Trockenheit, Sauberkeit, Ebenheit und Grundierung sind Voraussetzung – Qwen und DeepSeek fordern zusätzlich Feuchtemessung und ggf. Trocknung des Mauerwerks.
    FundamentdefektFehlender Fundamentabschnitt ist akute Wasser-Eintrittsstelle – statische Beurteilung und Sanierung vor Abdichtung zwingend erforderlich.
    Neue AbdichtungWiderspruch: GoogleAI erwägt Alternativen; DeepSeek & Qwen verlangen explizit 2K-Systeme oder KMB mit zertifizierter Grundierung – KI-Konsens: Nur zertifizierte Systeme nach DIN 18533 sind zulässig.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung (DIN 18533), der eine Schadensdokumentation, Feuchtemessung, statische Prüfung des Fundaments und ein fachlich gesichertes Sanierungskonzept erstellt – vorab keine Maßnahme durchführen.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoVollständiges Abdichtungsversagen durch pampige, nicht ausgehärtete BeschichtungMassive Feuchtigkeitseinträge, Salzausblühungen, Frostschäden am Mauerwerk, langfristiger Substanzverlust
    🔴 RisikoFehlende Grundierung an ZiegelstirnflächenKapillarer Wassertransport entlang der Schichtgrenze – Dauerfeuchte im Mauerwerk, Ausblühungen, Putzabplatzungen
    🔴 RisikoUnsachgemäße mechanische Entfernung (z. B. mit Schlagbohrer oder Kaltfräse)Untergrundbeschädigung, Rissbildung im Mauerwerk, zusätzliche Eindringpfade für Wasser
    🔴 RisikoAuftrag ohne vorherige Feuchtemessung und Trocknung des MauerwerksNeue Beschichtung bläht ab oder verliert Haftung – sofortiger Ausfall, teure Nachsanierung
    🔴 RisikoIgnorieren des fehlenden Fundamentabschnitts bei SanierungWassereintritt direkt über die Fuge – keine Abdichtung wirkt, Keller wird dauerhaft unbrauchbar
    ✅ ChanceVollständige Sanierung nach DIN 18533 mit zertifiziertem SystemDauerhafte, normkonforme Abdichtung – nachweisbare Werterhaltung und Nutzbarkeit des Kellers
    ✅ ChanceEinbeziehung eines zertifizierten Sachverständigen bereits in der PlanungsphaseRechtssichere Dokumentation, ggf. Mängelrüge gegen das ausführende Unternehmen, Kosteneinsparung durch Vermeidung von Fehlentscheidungen
    ✅ ChanceFachgerechte Trocknung des Mauerwerks vor AbdichtungVermeidung von Schimmelpilzbildung, langfristige Innentrockenheit, Verbesserung des Raumklimas
    ✅ ChanceIntegration einer modernen Dränage mit Sickerplatten und GefälleReduzierung des Wasserdrucks auf die Abdichtung – deutlich längere Lebensdauer der Sanierung
    ✅ ChanceNachweis der Mängel durch Gutachten vor SanierungMöglichkeit der Regressnahme gegen Bauunternehmen oder Planer – finanzielle Entlastung bei nachweisbaren Verstößen gegen Verarbeitungsrichtlinien

    Orientierungshilfen

    1. Sofortigen Sachverständigen beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung (nach DIN 18533), der eine schriftliche Schadensdokumentation, Feuchtemessung am Mauerwerk und statische Beurteilung des fehlenden Fundamentabschnitts durchführt.
    2. Umfassende Unterlagen sammeln: Beschaffen Sie sämtliche Unterlagen zur ursprünglichen Abdichtung – Verarbeitungsprotokoll, Temperaturdaten, Produkt-Datenblätter (PCI Augsburg Typ 1 K), Ausschreibungsunterlagen und Fotos der Ausführung.
    3. Keine Eigenleistung vor Sanierungsbeginn: Unterlassen Sie jegliche Versuche, die Beschichtung selbst zu entfernen, zu überstreichen oder zu überkleben – dies verschlechtert die Schadenslage und gefährdet Ihre Ansprüche.
    4. Kies und Beschichtung vollständig entfernen lassen: Vereinbaren Sie mit dem Sanierungsfachbetrieb, dass der Kies sowie die gesamte Dickbeschichtung mechanisch entfernt werden – keine Teilentfernung oder „Ausräumen“ einzelner Bereiche.
    5. Trocknungsmaßnahme vor Neuauftrag vereinbaren: Fordern Sie vom Fachbetrieb schriftlich die Durchführung einer Feuchtemessung nach DIN 18500-5 und ggf. eine kontrollierte Trocknung des Mauerwerks vor Auftrag der neuen Abdichtung.
    6. Neue Abdichtung nur mit zertifiziertem System: Verlangen Sie explizit den Einsatz einer 2K-Beschichtung oder einer Kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung (KMB) mit nachgewiesener Verträglichkeit für das Untergrundmaterial und Zulassung nach DIN 18533.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Dickbeschichtung
    Eine Dickbeschichtung ist eine kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (PMBC), die zur Abdichtung von erdberührten Bauteilen eingesetzt wird. Sie dient dem Schutz vor Feuchtigkeit und Wasser. Verwandte Begriffe: Bitumen, Abdichtung, Kellerabdichtung.
    Bausachverständiger
    Ein Bausachverständiger ist eine Fachperson, die über besondere Kenntnisse und Erfahrungen im Bauwesen verfügt und Gutachten zu Bauschäden, Baumängeln oder Wertermittlungen erstellt. Verwandte Begriffe: Gutachter, Sachverständiger, Baugutachten.
    Feuchtigkeitsschaden
    Ein Feuchtigkeitsschaden entsteht durch das Eindringen von Feuchtigkeit in Bauteile, was zu Schimmelbildung, Frostschäden oder zur Zerstörung der Bausubstanz führen kann. Verwandte Begriffe: Wasserschaden, Schimmel, Durchfeuchtung.
    Bitumen
    Bitumen ist ein teerähnliches, wasserabweisendes Material, das aus Erdöl gewonnen wird und in der Bauindustrie zur Abdichtung eingesetzt wird. Verwandte Begriffe: Asphalt, Teer, Abdichtung.
    Kapillarwirkung
    Kapillarwirkung beschreibt die Fähigkeit von Flüssigkeiten, in engen Spalten oder porösen Materialien entgegen der Schwerkraft aufzusteigen. Im Bauwesen kann dies zur Durchfeuchtung von Mauerwerk führen. Verwandte Begriffe: Diffusion, Osmose, Feuchtigkeitstransport.
    PMBC
    PMBC steht für polymermodifizierte Bitumendickbeschichtung. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Bitumendickbeschichtung, die durch die Zugabe von Polymeren verbesserte Eigenschaften aufweist. Verwandte Begriffe: Dickbeschichtung, Bitumen, Abdichtung.
    Injektionsverfahren
    Injektionsverfahren sind Methoden zur nachträglichen Abdichtung von Bauteilen, bei denen Dichtungsmittel unter Druck in Risse oder Hohlräume injiziert werden. Verwandte Begriffe: Rissverpressung, Abdichtung, Sanierung.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist eine Dickbeschichtung?
      Eine Dickbeschichtung ist eine pastöse, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (PMBC), die zur Abdichtung von erdberührten Bauteilen (z.B. Kellerwände, Fundamente) gegen Feuchtigkeit und Wasser eingesetzt wird. Sie bildet eine wasserundurchlässige Schicht und schützt den Baukörper vor Schäden.
    2. Warum ist eine fachgerechte Ausführung der Dickbeschichtung wichtig?
      Eine mangelhafte Ausführung, z.B. durch Verarbeitung bei zu niedrigen Temperaturen oder unzureichende Untergrundvorbereitung, kann zu Haftungsproblemen, Rissen und Undichtigkeiten führen. Dies ermöglicht das Eindringen von Feuchtigkeit in den Baukörper, was zu Schimmelbildung, Frostschäden und zur Zerstörung der Bausubstanz führen kann.
    3. Wie erkenne ich eine mangelhafte Dickbeschichtung?
      Anzeichen für eine mangelhafte Dickbeschichtung können Risse, Abplatzungen, Blasenbildung, Feuchtigkeitsschäden im Innenbereich (z.B. feuchte Wände, Schimmelbildung) oder sichtbare Wassereintritte sein. Eine genaue Untersuchung durch einen Fachmann ist ratsam.
    4. Welche Alternativen gibt es zur Dickbeschichtung?
      Alternativen zur Dickbeschichtung sind z.B. mineralische Dichtungsschlämmen, flexible Dichtungsschlämmen, Bitumenbahnen oder Injektionsverfahren. Die Wahl des geeigneten Abdichtungssystems hängt von den spezifischen Gegebenheiten des Bauwerks und der Art der Belastung ab.
    5. Kann ich die Dickbeschichtung selbst entfernen?
      Die Entfernung einer Dickbeschichtung ist in der Regel aufwendig und erfordert Fachkenntnisse und geeignete Werkzeuge. Ich empfehle, diese Arbeiten von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen, um Schäden am Baukörper zu vermeiden.
    6. Welche Kosten entstehen bei der Entfernung und Erneuerung einer Dickbeschichtung?
      Die Kosten für die Entfernung und Erneuerung einer Dickbeschichtung hängen vom Umfang der Arbeiten, der Größe der Fläche, dem gewählten Abdichtungssystem und den regionalen Preisunterschieden ab. Ich empfehle, mehrere Angebote von Fachbetrieben einzuholen und diese sorgfältig zu vergleichen.
    7. Was ist bei der Auswahl eines Fachbetriebs zu beachten?
      Achten Sie auf Referenzen, Qualifikationen und Zertifizierungen des Fachbetriebs. Lassen Sie sich vorab ein detailliertes Angebot erstellen, das alle Leistungen und Kosten transparent ausweist. Klären Sie auch die Gewährleistungsbedingungen ab.
    8. Wie kann ich Feuchtigkeitsschäden nach der Sanierung vermeiden?
      Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung des Kellers, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Vermeiden Sie das Lagern von feuchtigkeitsempfindlichen Gegenständen im Keller. Überprüfen Sie regelmäßig die Abdichtung auf Schäden und lassen Sie diese gegebenenfalls reparieren.

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  2. Fehlerhafte Dickbeschichtung: Nachfolgeunternehmen – Ersteinschätzung

    Was sagt das Folgeunternehmen?
    Hallo,
    die Bilder geben zwar einen kleinen Eindruck vom Zustand der Dichtung können aber einen "fort-Ort-Termin" nicht ersetzen. Aufgrund der Bilder würde ich sagen, die Abdichtung muss komplett erneuert werden.
    Um hier mal eine Diskussionsgrundlage zu schaffen würde mich interessieren, was das Nachfolgeunternehmen vorgeschlagen hat.
    Mit freundlichen Grüßen
  3. Dickbeschichtung entfernen: Sanierung mit Gewebe – Ersteinschätzung

    Unsere Baufirma
    hat vorgeschlagen die Beschichtung dort zu entfernen wo dies mechnisch möglich ist. Das sind die Stellen an denen die Beschichtung regelrecht ausgewaschen wurde. Dort und an allen anderen inhomogenen Flächen wird großzügig Gewebe eingearbeitet und alles neu mit Beschichtung aufgezogen. Das Ganze wurde gestern so begonnen und sieht aus wie neu  -  hätte ich nicht erwartet.
    Die Frage ist, ob das so hält. Aber die Idee mit dem Gewebematten ist sicher gut.
  4. Kellerabdichtung: Übergang alte/neue Dickbeschichtung – Risiken

    könnte funktionieren
    Hallo,
    die gewählte Variante könnte durchaus funktionieren. Die Problemzone ist nunmehr der Übergang zwischen "alter" und "neuer" Dichtung. Vielleicht wäre es besser, den Keller komplett abzudichten und nicht auf die offensichtlich geschädigten Bereiche zu beschränken.
    Besonders knifflig ist bei einer Ausbesserung die Gewährleistungsfrage. Wo ist der Schaden im Falle eines Falles entstanden?
    Mit freundlichen Grüßen
  5. Dickbeschichtung Sanierung: Vollflächiger Auftrag – Vorgehensweise

    Beschichtung wird vollflächig neu aufgetragen
    Hallo Herr Stöckel, vielen Dank für Ihre Begutachtung und die Antwort. Die Beschichtung wird vollflächig neu aufgetragen und bildet damit eine zusätzliche komplette Haut. Der alte Kram bleibt aber weitestgehend drunter da er nicht ab geht. Auf den Bildern sind übrigens die meisten Fehlstellen / Risse in der alten Beschichtung dort wo die Sickerplatten klebten. Beim Entfernen dieser hat es dort die Beschichtung weggerissen. Der schlimmste Pfusch war eigentlich oben, wo die Platten in die nasse Dickbeschichtung gedrückt wurden und unten an der mangelhaften Hohlkehle.
    Wenn alles neu beschichtet ist kann ich Ihnen ja mal ein paar Bilder zukommen lassen.
  6. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Dickbeschichtung entfernen: Sanierung bei fehlerhafter Ausführung

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Sanierung einer mangelhaft aufgebrachten Dickbeschichtung (PCI Augsburg 1K) an einem Keller. Es wird die teilweise Entfernung und das Aufbringen einer neuen Schicht mit Gewebe diskutiert. Ein wichtiger Punkt ist die Gewährleistungsfrage bei Ausbesserungen. Die vollflächige Erneuerung der Dickbeschichtung wird als mögliche Lösung in Betracht gezogen.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Der Übergang zwischen alter und neuer Dickbeschichtung ist eine Problemzone, wie in Kellerabdichtung: Übergang alte/neue Dickbeschichtung – Risiken betont wird. Eine sorgfältige Ausführung ist entscheidend, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.

    ✅ Zusatzinfo: Das Nachfolgeunternehmen schlägt vor, die Beschichtung dort zu entfernen, wo dies mechanisch möglich ist und an allen anderen inhomogenen Flächen großzügig Gewebe einzuarbeiten, wie im Beitrag Dickbeschichtung entfernen: Sanierung mit Gewebe – Ersteinschätzung beschrieben.

    🔴 Risiko: Die alten Polystyrol-Sickerplatten, die direkt auf die Dickbeschichtung gedrückt wurden, haben zu Fehlstellen und Rissen geführt, wie im Beitrag Dickbeschichtung Sanierung: Vollflächiger Auftrag – Vorgehensweise deutlich wird. Dies unterstreicht die Bedeutung einer fachgerechten Ausführung bei der Kellerabdichtung.

    👉 Handlungsempfehlung: Es wird empfohlen, die Gewährleistungsfrage im Vorfeld zu klären und gegebenenfalls eine vollflächige Erneuerung der Dickbeschichtung in Betracht zu ziehen, um langfristig Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Beachten Sie die Hinweise zur Ersteinschätzung des Nachfolgeunternehmens im Beitrag Fehlerhafte Dickbeschichtung: Nachfolgeunternehmen – Ersteinschätzung.

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