Algenbildung auf Fassade mit WDVS: Ursachen, Risiken & Lösungen für Kalksandstein?
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Algenbildung auf Fassade mit WDVS: Ursachen, Risiken & Lösungen für Kalksandstein?

Mein Architekt rät mir zu einem Wandaufbau aus Kalksandstein + WDVSAbk.. Da ich dieses Forum kenne, habe ich schon einige kontroverse Threads zum Thema Wandaufbau verfolgt. Dabei bin ich auch auf die HP von Herrn Kempf gestoßen, der zu dieser Problematik von WDVSen einen interessanten Beitrag liefert

Die Quintessenz ist: "Prinzipiell ist davon auszugehen, dass Algenbildung insbesondere bei Kunstharzbeschichtungen auf wärmedämmendem Untergrund nicht zu vermeiden sind. " Muss man nun daraus schließen, dass man den von meinem Architekten vorgeschlagenen Wandaufbau besser sein lässt (alternativ z.B. einschalig 36,5er Poroton), um jeglichem Ärger aus dem Weg zu gehen? Welche Erfahrungen haben die Forumsteilnehmer gemacht? Ich möchte damit keinen neuen Wandaufbaustreit vom Zaun brechen, mir geht es nur darum herauszufinden wie realistisch die Gefahr der Veralgung/Vergrauung ist und ob es eventuell doch Möglichkeiten gibt es zu verhindern (Gift ist keine Lösung!)

  • Name:
  • Martin JG
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

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    Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme

    GoogleAI-Analyse

    Ich verstehe Ihre Bedenken bezüglich Algenbildung auf einem WDVSAbk. (Wärmedämmverbundsystem) in Kombination mit einem Wandaufbau aus Kalksandstein. Algenbildung ist ein häufiges Problem bei WDVS-Fassaden, besonders bei Kunstharzputzen.

    Ursachen: Algen benötigen Feuchtigkeit und Nährstoffe. Feuchtigkeit entsteht durch Regen, Tau oder Kondensation. Nährstoffe stammen aus Luftverschmutzung, Staub oder organischen Bestandteilen im Putz.

    Risiken: 🔴 Algenbefall ist nicht nur ein optisches Problem (Vergrauung), sondern kann langfristig die Bausubstanz schädigen, indem er die Oberfläche angreift und Feuchtigkeit eindringen lässt.

    Lösungen:

    • Algenresistente Beschichtungen: Verwenden Sie Fassadenfarben und Putze mit algiziden Zusätzen.
    • Regelmäßige Reinigung: Reinigen Sie die Fassade regelmäßig mit geeigneten Reinigungsmitteln.
    • Konstruktiver Schutz: Achten Sie auf eine gute Detaillierung, um stehendes Wasser zu vermeiden (z.B. durch ausreichend große Dachüberstände).

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten, um die optimale Lösung für Ihren spezifischen Fall zu finden. Achten Sie auf Produkte mit Langzeitschutz gegen Algenbefall.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
    Ein System zur Wärmedämmung von Gebäuden, das aus Dämmplatten, Kleber, Armierungsgewebe und Oberputz besteht. Es wird auf die Außenwand aufgebracht, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Verwandte Begriffe: Fassadendämmung, Außendämmung, Wärmeschutz.
    Algen
    Einfache, chlorophyllhaltige Organismen, die in feuchter Umgebung wachsen und sich durch Sporen vermehren. Sie können auf Fassaden zu unschönen Verfärbungen führen und die Bausubstanz schädigen. Verwandte Begriffe: Pilze, Mikroorganismen, Bewuchs.
    Kalksandstein
    Ein Mauerstein, der aus Kalk, Sand und Wasser hergestellt wird. Er ist diffusionsoffen und hat gute statische Eigenschaften. Verwandte Begriffe: Mauerwerk, Ziegel, Porenbeton.
    Algizid
    Ein chemischer Stoff, der Algen abtötet oder ihr Wachstum hemmt. Algizide werden in Fassadenfarben und Putzen eingesetzt, um Algenbefall vorzubeugen. Verwandte Begriffe: Biozid, Fungizid, Desinfektionsmittel.
    Diffusionsoffenheit
    Die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf durchzulassen. Diffusionsoffene Materialien tragen zu einem guten Raumklima bei und verhindern Feuchtigkeitsschäden. Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Atmungsaktivität, Feuchtetransport.
    Kunstharzputz
    Ein Oberputz, der aus Kunstharzbindemitteln und mineralischen Zuschlagstoffen besteht. Er ist wasserabweisend und widerstandsfähig, aber auch anfälliger für Algenbefall als mineralische Putze. Verwandte Begriffe: Silikonharzputz, Acrylputz, Oberputz.
    Fassadenreinigung
    Die Reinigung der Fassade von Schmutz, Algen und anderen Ablagerungen. Sie dient der Erhaltung des optischen Erscheinungsbildes und der Bausubstanz. Verwandte Begriffe: Fassadenpflege, Hochdruckreinigung, Sandstrahlen.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Warum bilden sich Algen besonders häufig auf WDVS-Fassaden?
      WDVS-Fassaden haben oft eine geringere Wärmespeicherfähigkeit, wodurch die Oberfläche schneller abkühlt und länger feucht bleibt. Dies begünstigt das Algenwachstum, besonders in Verbindung mit organischen Bestandteilen in den Putzen.
    2. Welche Rolle spielt der Wandaufbau (Kalksandstein) bei der Algenbildung?
      Der Wandaufbau selbst hat keinen direkten Einfluss auf die Algenbildung. Entscheidend ist die Oberfläche des WDVS und die darauf verwendeten Materialien. Kalksandstein ist ein diffusionsoffenes Material, was grundsätzlich positiv ist, aber die Algenbildung auf der Fassade nicht verhindert.
    3. Sind alle Fassadenfarben und Putze gleich gut gegen Algenbefall geschützt?
      Nein, es gibt große Unterschiede. Achten Sie auf Produkte, die speziell für den Schutz vor Algen und Pilzen entwickelt wurden und entsprechende Biozide enthalten. Informieren Sie sich über die Langzeitwirkung und die Umweltverträglichkeit der Produkte.
    4. Wie oft sollte eine Fassade gereinigt werden, um Algenbefall vorzubeugen?
      Die Häufigkeit der Reinigung hängt von den Umweltbedingungen und der Lage des Gebäudes ab. In der Regel ist eine Reinigung alle 2-5 Jahre empfehlenswert. Bei starkem Befall sollte die Reinigung häufiger erfolgen.
    5. Welche Alternativen gibt es zu chemischen Algiziden?
      Es gibt auch Fassadenfarben und Putze mit mineralischen oder physikalischen Wirkprinzipien, die ohne Biozide auskommen. Diese sind oft umweltfreundlicher, aber möglicherweise nicht so effektiv wie chemische Algizide.
    6. Kann man Algenbefall selbst entfernen?
      Leichter Algenbefall kann mit einer Bürste und Wasser entfernt werden. Bei stärkerem Befall oder schwer zugänglichen Stellen ist es ratsam, einen Fachbetrieb zu beauftragen.
    7. Welche Rolle spielt die Ausrichtung der Fassade bei der Algenbildung?
      Nord- und Westseiten sind stärker von Algenbefall betroffen, da sie weniger Sonne abbekommen und länger feucht bleiben.
    8. Wie kann man die Fassade konstruktiv vor Algenbefall schützen?
      Durch ausreichend große Dachüberstände, die das Regenwasser ableiten, und durch eine gute Detaillierung, die stehendes Wasser vermeidet.

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    • WDVS: Vor- und Nachteile
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    • Schimmelbildung im Innenbereich: Ursachen und Bekämpfung
      Informationen zu Ursachen und Bekämpfung von Schimmelbildung in Innenräumen.
  2. Algen auf Kratzputz: Ursachen durch Mikroorganismen

    Foto von Ralf Fischinger, Dr.

    Wasch mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass
    Flecken der hier beschriebenen Art beobachtet man häufig auf Kratzputzen. Sie sind allgemein auf Ansiedlungen von Mikroorganismen (Algen- und/oder Bakterien) zurückzuführen. Sie entwickeln sich hauptsächlich auf den Oberputzen von Wärmedämmverbundsystemen oder anderen hoch wärmedämmenden Außenwandaufbauten und stellen insofern ein zunehmendes Problem dar, weil diese Systeme wegen ihrer sonstigen hervorragenden Eigenschaften immer häufiger eingesetzt werden. Basierend auf Ausführungen von Dr. J. Blaich (EMPA Dübendorf, Schweiz) ergeben sich dazu folgende Aussagen: Algen zählen in der Natur zu den Erstbesiedlern. Ihre Genügsamkeit ermöglicht ihnen das Wachstum an Stellen, an denen andere Lebewesen keine Überlebenschancen haben. Sie benötigen im wesentlichen Feuchtigkeit, Luft und Licht. An Fassaden sind Luft und Licht immer vorhanden. Deshalb ist ausreichende Feuchtigkeit das entscheidende Kriterium, ob auf einer Fassade Algen wachsen oder nicht. Im Gegensatz zu Pflanzen haben Algen keine Wurzeln und müssen sich mit jener Feuchtigkeit begnügen, die an der Oberfläche vorhanden ist. Wichtige Feuchtigkeitsquellen sind Regenwasser, Tauwasser und Feuchtigkeit, die aus der Konstruktion an die Fassadenoberfläche gelangt. Regenwasser und Feuchtigkeit aus der Konstruktion wirken auf alle Fassaden in gleichem Ausmaß ein, Tauwasser dagegen bildet sich in verstärktem Ausmaß auf WDVSAbk.-Fassaden. Dazu nachstehende Erklärungen: Das Phänomen des Tauwasserniederschlags ist von nachts im Freien abgestellten Autos hinreichend bekannt. Zwischen dem Fahrzeug und dem Nachthimmel bzw. dem Weltall besteht ein Temperaturgefälle. Das wärmere Fahrzeug gibt durch Wärmeabstrahlung Energie ab. Seine Oberflächentemperatur fällt bis zu einem Gleichgewichtszustand, der dadurch gekennzeichnet ist, dass sich die abgestrahlte Wärme einerseits und die nachfließende Wärme aus dem Fahrzeug bzw. aus der Umgebungsluft andererseits, die Waage halten. Bei großer Abstrahlung, d.h. bei klarem Nachthimmel, kann die Fahrzeugtemperatur bis zu 4 °C unter die Lufttemperatur absinken. Bei einem Abfall unter die Taupunkttemperatur der Luft bildet sich Tauwasser, das sich auf der kalten Fläche niederschlägt. Bei Fassaden ist der Effekt analog. Bei einem Wärmedämmverbundsystem wird die Nachströmung von Wärme aus dem Inneren des Bauwerks durch die Dämmplatten weitgehend verhindert, die Abkühlung der relativ dünnen Außenschale ist entsprechend stark. Entsprechende Messungen an WDVS-Fassaden ergaben, dass in Wintermonaten die Taupunktemperatur in den Dämmerungs- und Nachtzyklen über einen längeren Zeitraum um ca. 1 °C unterschritten wurde. Das bedeutet, dass die Fassadenflächen aus Wärmedämmverbundsystemen erheblich höhere Nässebelastungen erfahren als konventionell erstellte Fassaden. Es ist festzustellen, dass es zurzeit kein Patentrezept gegen Algenbewuchs auf Fassaden gibt. Algen siedeln sich dort an, wo sie helle, kühle und feuchte Flächen vorfinden. In der Natur sind dies beispielsweise die im Schatten liegenden Flächen von Felsen oder Bäumen. Durch die hohe Wärmedämmung moderner Gebäude, speziell bei Konstruktionen mit außenliegenden Dämmschichten, schaffen wir besonders an den im Schatten liegenden Fassaden  -  wie hier an der nach Norden orientierten Giebelwand  -  ähnliche Bedingungen. Die Algen besiedeln diese Flächen bevorzugt. Sie folgen damit den biologischen Gesetzen. Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand stellt Algenbewuchs auf Fassadenflächen grundsätzlich keinen baulichen Mangel dar. Man kann ihn auf Fassaden nur durch die Kombination von ergänzenden Maßnahmen verzögern bzw. einschränken. Die ist nur durch ein Maßnahmenpaket aus einer algiziden Ausrüstung, einer Hydrophobierung der Oberflächen und dem konstruktivem Wetterschutz möglich. Völlig verhindert bzw. ausgeschlossen werden kann diese Art von Bewuchs aber nicht, da die Algizide wasserlöslich sind und bereits nach relativ wenigen Jahren wieder ausgewaschen sein werden. Mit Blick darauf, dass sich betroffene Fassadenseiten oft nach Norden orientiert sind  -  also nie besonnt bzw. von außen erwärmt werden  -  sind die beobachteten Ansiedlungen von Mikroorganismen als unausweichlich zu bezeichnen. Betroffene Fassadenfläche müssen gereinigt und ggf. auch beschichtet werden. Diese Arbeiten obliegen allgemein dem Eigentümer des jeweiligen Objekts und nicht dem Errichter. Es verhält sich ähnlich wie mit einem PKW  -  niemand würde auf die Idee kommen, sein verschmutztes Fahrzeug beim Autohändler zu reklamieren. Bei Rost in der Garantiezeit wäre es etwas anderes, weil die Substanz des Fahrzeuges angegriffen wäre. Die Algenansiedlungen stellen aber nur eine Oberflächenverschmutzung dar, denn die Bausubstanz ist völlig intakt. "Wasch mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass"  -  das geht auch hier nicht. Entweder hat man eine gut abtrocknende Fassade und dafür eine schlechtere Wärmedämmung, oder die Dämmung ist super, aber dafür hat man nach relativ kurzer Zeit Ansiedlungen von Mikroorganismen. Aber auch bei den alten Schätzchen (mit "schlechter" Dämmung) kommt es zur Fassadenverschmutzung  -  es dauert eben nur wesentlich länger. Das ganze hat auch was mit "Trends" zu tun. Bei weißen Kleidern, Autos und auch Häusern fallen Verschmutzungen sehr viel schneller auf. Betrachtet man sich Gebäude mit alten, unangestrichenen Kratz- oder Glattputzstrukturen, die manchmal 50,60 Jahre oder noch älter sind, dann sehen die meist völlig OK aus. Will man aber etwas besonders schönes haben, also ein WEISSES Haus, dann muss man sich für dessen Erhalt auch besonders ins Zeug legen.
  3. WDVS Fassade: Feuchtigkeit, Algen und Trocknungsstrategien

    Nass kann der Pelz schon werden, aber wie wird er schnell wieder trocken?
    Vielen Dank Herr Dr. Fischinger für die ausführliche Erklärung des Phänomens. Endlich versteht man auch die physikalischen Hintergründe für die erhöhte Feuchtigkeit an WDVSen. Wenn man nun aber ein massives Niedrigenergiehaus (NEH) bauen möchte (oder eigentlich sogar muss), bleibt einem neben 50 cm Poroton/YTONG, ja keine andere Wahl, als sich das Zeug auf die Fassade zu pappen. Die Frage ist dann, bei welchem Putz, die kondensierte Feuchtigkeit am schnellsten wieder abtrocknet bzw. sich erst gar nicht einlagert. Hier sind die Praktiker gefragt. Da es mir sinnvoll erscheint eine diffusionsoffene Dämmung (Steinwolle-Lamellen Platten) zu verwenden, damit evtl. auftretende Feuchtigkeit abdampfen kann, muss wohl auch ein mineralischer Putz eingesetzt werden. Gibt es da schon spezielle Putze, die für diese Problematik konzipiert sind, oder bei denen aus anderen Gründen das Veralgen nicht so sehr in Erscheinung tritt? Malermeister Kempf plädiert im Beitrag 'forum/wer hat/1349' für Styropor mit Kunstharzputz, aber sein Nachredner hat genau damit schlechte Erfahrungen gemacht! Wer hat recht?
    • Name:
    • Martin JG
  4. Fassadenbeschichtung: Algizide für temporären Algenschutz

    Foto von

    Algen mögen's nicht alkalisch
    Jeder Schutz kann nur von temporärer Natur sein. Es gilt sich also für eine Fassadenbeschichtung zu entscheiden, die halt etwas länger sauber bleibt. In Anstrich- und auch in Dünnputzsysteme kann man Algizide (Gifte) einlagern oder auch aufbringen. Aber diese Stoffe sind wasserlöslich (sonst bekommen die Algen davon nichts mit) und nach ein paar Jahren wieder weg  -  vielleicht so nach 5. Dann muss wieder gepinselt werden. Der Zeitraum hängt von der "Algenbelastung" ab (Es gibt übrigens rote, grüne und schwarze  -  bei schwarzen können es auch Pilze sein). Auf den Bildern des Herrn Kempf kommt alles ungünstige zusammen: Das betroffene Gebäude hat keinen ausreichenden Dachüberstand und es steht zudem noch im Wald. Wenn da nichts veralgen würde, dann würde 'was nicht stimmen. Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit einem Spritzputzsystem einer Fa. aus dem Raum Wuppertal gemacht. Die verarbeiten einen kunststoffmodifizierten, mineralischen Putz (Kalk = alkalisch) mit Glasfaserarmierung. Einige Objekte, die von denen beschichtet wurden, sind mehr als 20 a alt und sehen aus wie neu. Die Fa. ist zwar bundesweit tätig, ist aber für Eigenheimbauer i.R. zu teuer (da zu wenig Volumen). Unterm Strich ist es aber wieder billiger, da Sie nicht alle paar Jahre wieder Ihre Pinsel quälen müssen. Aber das sieht man in der Bauphase eben oft ganz anders.
  5. Mineralischer Putz: Vorteile bei Veralgung auf WDVS

    Foto von Martin Kempf

    Algenerfahrungen ...
    Zum Beitrag Werhat1349 möchte ich anmerken, dass ich für mich persönlich und privat zwar einen Eimerputz (KD, KD-Silikat oder Silikonharz ...) vorziehen würde, das hat aber nichts mit der Veralgung zu tun  -  die ist mit Sicherheit auf einem alkalischen Oberputz nicht so schnell zu finden, wie auf einem Kunststoffputz. Der zweite Punkt, der in Sachen Veralgung für den mineralischen Putz spricht, ist die Feuchtepufferung, die bei einem mineralischen Putz eher vorhanden ist. Hier kann anfallendes Tauwasser zeitweise vom Putz aufgesaugt und damit die massive Konzentration an der Oberfläche reduziert werden, allerdings muss die Feuchtigkeit auch wieder ausverdunsten können. Die Fotos auf meiner Homepage zeigen übrigens einen mineralischen Außenputz, das Haus ist noch keine zehn Jahre alt. Aber es steht einfach sehr ungünstig. In Sachen Altbauten möchte ich noch anmerken, dass das Auftreten von Veralgungen an ungedämmten Altbauten oft wunderschön unbeheizte Räume im Inneren nachzeichnet. So kann ich oft mit einem Blick auf die Giebelseite und beginnende Veralgung in der Giebelspitze dem Besitzer auf den Kopf zusagen, dass sein Dachboden ungenutzt und nicht ausgebaut ist und die Fassade aus diesem Grund in diesem Bereich einfach länger nass bleibt. Gegen Veralgung ist halt noch kein Kraut gewachsen  -  hier ist es das selbe wie beim Holzschutz: was konstruktiv falsch gemacht wurde, kann man mit der besten Farbe nicht mehr auffangen. Das heißt beim Haus zum Beispiel: Keine hohen Bäume direkt daneben.
  6. WDVS mit Styropor: Gipsermeister-Erfahrung zu Algenproblemen

    Vielen Dank für die fachlich fundierten Beiträge
    Mittlerweile habe ich mich auch mit einem Gipsermeister unterhalten, der schon länger WDVSe verbaut. Er favorisiert Styropor + mineralischen Putz, da er damit bisher gar keine Probleme bzw. nicht mehr als ohne WDVSAbk. hatte. Damit sind meine Bedenken doch einigermaßen zerstreut. Also werden wir wohl den Wandaufbau KS + Styropor + min. Putz realisieren, um den Niedrigenergiehaus (NEH) Standard zu erreichen oder sogar zu überbieten. Dies ist dann nur noch eine Frage wie "dick man aufträgt" bzw. was sich noch rechnet. Ein Lüftungsanlagen-Verkäufer meinte "mindestens 20 cm, besser mehr ... "
    • Name:
    • Martin JG
  7. Energiebilanz: Notwendigkeit für Wandaufbau-Entscheidungen

    Pauschal geht das nicht
    Da müssen Sie schon Energiebilanzverfahren o.Ä. heranziehen. Dafür gibt es aber Energieberater.
    • Name:
    • Martin Beisse
  8. Algenbildung auf WDVS: Fragen zu Ursachen und Sanierung

    Algen auf WDVSAbk.
    Frage an die Fachleute:
    Seit wann ist bitte die Problematik Algenbildung auf WDVS erstmalig bekannt?
    Wer hat Infos zu frühstmöglichen Fachveröffentlichungen?
    Wie weisen die Hersteller i.d.R. auf dieses Problem hin?
    Seit wann erfolgen diese Hinweise?
    Ich würde mich gerne mit Bauherren austauschen, welche eine Sanierung bereits  -  und hoffentlich erfolgreich  -  erlebt haben. Bitte E-Mail an: [email protected]
    Vielen Dank!
    • Name:
    • Herr HoChist
  9. Algenforschung: Erkenntnisse zu WDVS und Fassaden

    das klingt sehr nach prozessverwertbaren Infos!
    >Seit wann ist bitte die Problematik Algenbildung auf WDVSAbk. erstmalig bekannt?
    algen wachsen überall! auch auf verkehrszeichen, autofenstergummis etc. etc
    > Wer hat Infos zu frühstmöglichen Fachveröffentlichungen?
    erst seit ein paar Jahren wird intensiver darüber geforscht (z.B. FI-Holzkirchen)
    > Wie weisen die Hersteller i.d.R. auf dieses Problem hin?
    seit ca. 2 Jahren überschlägt man sich mit hinweisen, verkauft giftige fungizide Zusätze zu Oberputzen und Farben!
    > Seit wann erfolgen diese Hinweise?
    so einfach ist die Sachlage nicht! ihre fragen deuten klar in Richtung hinweispflichten des AN. dort hin bewegen sich angeblich auch die Gerichte! angesichts des stand es der Forschung erinnert mich das so langsam an amerikanische Rechtsauffassung! oder wie war die Sache mit der Katze in der mikrowelle?
    muss eigentlich der putze inzwischen auch drauf hinweisen, dass regen zu nassen Fassaden führen kann? oder unterschiedliche Witterungsbedingungen zu verschiedenen farbeindrücken? Argumente des genervten anwenders ...
    im übrigen steht ein mineralischer Oberputz (Saugfähigkeit) in der liste der negativa, die zur Algenansiedlung führen kann! Algen gibt es nicht nur auf WDVS (ein weiteres negativkriterium) sondern auch auf vielen mir bekannten klassischen putzfassaden
    +++
    algenwuchs fördernd (nach dr h. künzel)
    • Gebäude unbeheizt
    • oder hoch gedämmt
    • saugfähiger Putz
    • rauer, stark strukturierter Putz
    • Wetterseite (West) ,
    • beschattete Seiten (Nord)
    • freistehendes Gebäude ohne Dachüberstand
    • weiße Fassadenfarbe
    • geringe Luftverunreinigung, waldnähe, ländl. Bereich
  10. Algen: Kein reines WDVS-Phänomen – auch Holzfassaden betroffen

    nebenbei bemerkt:
    Veralgung ist kein reines WDVSAbk.-Phänomen. genauso auf perfekt hinterlüfteten,
    richtig beschichteten Holzfassaden und massivholzbauteilen!
    sogar auf pulverbeschichteten Trapezblechwandverkleidung!
    also Entspannung .. 😉
  11. Forum-Reaktivierung: WDVS-Diskussion nach langer Pause

    Great ... o)
    ich dachte die alten Beiträgen verschwinden auf kurz oder lang in der Senke ... schaut mal 1 1/2 Jahr war nichts und jetzt geht's hier wieder weiter?
  12. Kratzputz: Dicke Schicht als Lösung gegen Algenbildung?

    Hilft da eigentlich ein echter Kratzputz?
    Der ist ja einiges dicker (5 mm mineralische Armierung+8 mm Kratzputz gegenüber 2 mm organische Armierung+2 mm Dünnschichtputz), und hat somit mehr Speichermasse und kühöt nachts nicht so schnell aus.
    Allerdings ist es bei dem wohl nicht so weit her mit der Feuchtigkeitsabweisung, dürfte also nach Regen länger nass bleiben ...
    Gruß Roland
  13. Stickoxide: Überdüngung fördert Algenwachstum auf Fassaden

    Foto von

    "Im Westen nichts Neues"
    Die einzige neue Erkenntnis, die zu dieser Problematik noch hinzu kommt, ist die sgn. Überdüngung der Luft mit Stickoxiden. Dieses Phänomen nimmt seit etwa 20 Jahren immer mehr zu und bietet den Erstbesiedlern zu den o.g. Randbedingungen noch ein kleines Zubrot. Die NOx-Verbindungen fördern das Algenwachstum. Man kennt das ja aus dem Garten vom Rasen  -  der wird vom Blaukorn auch so schön grün. Ansonsten sind zu diesem Thema hier alle Messen gesungen.
  14. Algenbefall: Chaotische Phänomene an Reihenhausfassaden

    keine Empfehlungen!
    ob der Kratzputz was hilft, Roland?
    fragte der Zwilling seinen hausarzt: "wir ernähren uns identisch, tragen die gleiche klamotte, gehen zusammen spazieren, und trotzdem habe ich schnupfen und meine Schwester nicht! "
    wir haben es bei Algenbefall um chaotische phänomene zu tun. identische Fassaden bei reihenhäusern sind zum Teil befallen, und andere wieder nicht!?
    ein stadtturm, den wir gerade sanieren, war an der Westseite total befallen! (bruchsteine mit Kalkputz PI -- was nun! feindbildchen greifen nicht!
  15. Algenwachstum: Einfluss von Feuchtigkeit und Fassadenausrichtung

    Es muss nicht immer Chaos sein
    Die Westseite ist im Groben die Regenseite, und Algen benötigen Feuchtigkeit, um wachsen zu können. Allerdings würde dies auch nicht erklären, wenn von zwei Fassaden in gleicher Ausrichtung die eine befallen ist und die andere nicht, bei scheinbar identischer Oberfläche. Also, was wir als Chaos bezeichnen, kann vielleicht Chaos (im Sinne von zufälligen Ereignissen) sein, aber zuerst müssen wir prüfen, ob wir wirklich alle in Frage kommenden Einflussfaktoren erfasst haben. Dies ist auf vielen Wissensgebieten nach meinen Beobachtungen allzu oft eben nicht der Fall. Von "Zufall" redet der Empiriker oft gern, wenn er keine andere Erklärung hat. Aber dann müssten die unerklärlich und unregelmäßig auftretenden Algenbefälle in der Masse entsprechend der Gaußschen Normalverteilung auftreten. Das hat aber wahrscheinlich mangels ausreichender Stichprobe noch niemand feststellen können.
  16. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026

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    Algenbildung auf WDVSAbk. Fassade: Ursachen und Lösungen für Kalksandstein

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Ursachen und Lösungen für Algenbildung auf WDVS-Fassaden, insbesondere bei Verwendung von Kalksandstein. Es werden verschiedene Faktoren wie Feuchtigkeit, Mikroorganismen, Fassadenbeschichtungen und Umwelteinflüsse (Stickoxide) diskutiert. Unterschiedliche Putzarten (mineralisch vs. Kunstharz) und deren Anfälligkeit für Algenbefall werden ebenfalls thematisiert. Die Notwendigkeit einer individuellen Energiebilanz für die Wandaufbau-Entscheidung wird hervorgehoben.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Laut Fassadenbeschichtung: Algizide für temporären Algenschutz bieten Algizide in Fassadenbeschichtungen nur einen temporären Schutz, da sie wasserlöslich sind und nach einigen Jahren ihre Wirkung verlieren.

    ✅ Zusatzinfo: Mineralischer Putz: Vorteile bei Veralgung auf WDVS zeigt, dass mineralische Putze aufgrund ihrer Alkalität und Feuchtepufferung tendenziell weniger anfällig für Algenbefall sind als Kunststoffputze. Dies ist jedoch keine Garantie, wie in Algen: Kein reines WDVS-Phänomen – auch Holzfassaden betroffen betont wird.

    📊 Fakten/Zahlen: Der Beitrag Stickoxide: Überdüngung fördert Algenwachstum auf Fassaden weist auf die zunehmende Überdüngung der Luft mit Stickoxiden hin, die das Algenwachstum zusätzlich fördert.

    🔧 Praktische Umsetzung: Die Diskussionsteilnehmer tauschen Erfahrungen mit verschiedenen Wandaufbauten und Putzarten aus. Der Beitrag WDVS mit Styropor: Gipsermeister-Erfahrung zu Algenproblemen berichtet von positiven Erfahrungen mit Styropor in Kombination mit mineralischem Putz.

    👉 Handlungsempfehlung: Es wird empfohlen, eine individuelle Energiebilanz zu erstellen, um den optimalen Wandaufbau zu bestimmen (siehe Energiebilanz: Notwendigkeit für Wandaufbau-Entscheidungen). Bei der Wahl der Fassadenbeschichtung sollte auf die Inhaltsstoffe und deren Langzeitwirkung geachtet werden. Regelmäßige Reinigung der Fassade kann ebenfalls helfen, Algenbildung vorzubeugen.

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