KMB als Horizontalsperre: Zulässigkeit, Alternativen & Risiken außerhalb der DIN 18195?

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026

KMB (kunststoffmodifizierte Dickbeschichtung) ist als Horizontalsperre außerhalb der DIN 18195 kritisch zu betrachten. Die Druckbelastung kann die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen. Schweißbahnen unter Wänden bergen Rutschgefahr. Dachdichtungsbahnen sind eine bessere Alternative unter Wänden. Die anerkannten Regeln der Technik sollten beachtet werden.

🔴 Wichtiger Hinweis · ⚠️ Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung

KMB als Horizontalsperre: Zulässigkeit, Alternativen & Risiken außerhalb der DIN 18195?

Hallo! Ist es erlaubt, mit kunststoffmodifizierten Dickbeschichtungen Horizontalsperren in Mauerwerk herzustellen? Laut DINAbk. 18195 T. 4 nicht, aber vielleicht außerhalb der DIN-Vorschriften? Vielen Dank!
  • Name:
  • Andrea Jonasson
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: KMB ist grundsätzlich nicht für Horizontalsperren zugelassen – jede Anwendung außerhalb der DINAbk. 18533 (Nachfolgenorm der DIN 18195) birgt erhebliche Risiken für Bausubstanz, Gesundheit und Haftung.

    🔴 KRITISCH: Eine Horizontalsperre mit KMB ist technisch ungeeignet: Sie versagt bei kapillarem Sog, Setzungen, Temperaturwechseln und mechanischer Belastung – mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dauerhafter Durchfeuchtung.

    ⚠️ WICHTIG: Vor jeglicher Maßnahme muss eine bauphysikalische Voruntersuchung durch einen geprüften Sachverständigen für Feuchteschutz erfolgen – inkl. Feuchtigkeitsmessung, Mauerwerksanalyse und Belastungsprofil.

    ⚠️ WICHTIG: Jede Abweichung von der Norm erfordert eine bauaufsichtliche Zulassung oder einen individuellen Nachweis der Gleichwertigkeit – weder GoogleAI, DeepSeek noch Qwen konnten diesen Nachweis bestätigen.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Die Verwendung von kunststoffmodifizierten Dickbeschichtungen (KMB) als Horizontalsperre ist ein komplexes Thema. Laut DIN 18195 Teil 4 ist KMB dafür nicht vorgesehen. Die DIN 18195 regelt die Abdichtung von Bauwerken gegen Bodenfeuchtigkeit und nicht-drückendes Wasser.

    🔴 Gefahr: Die Verwendung von KMB außerhalb der DIN-Vorschriften kann zu Problemen führen, wenn die spezifischen Eigenschaften der KMB nicht für die Belastung durch aufsteigende Feuchtigkeit geeignet sind. Es besteht die Gefahr, dass die Abdichtung nicht dauerhaft wirksam ist und Feuchtigkeitsschäden auftreten.

    Ich empfehle, vor der Anwendung von KMB als Horizontalsperre eine detaillierte Analyse der Mauerwerksbeschaffenheit und der Feuchtigkeitsbelastung durchzuführen. Es sollte geprüft werden, ob die KMB-Beschichtung die erforderlichen Eigenschaften wie Wasserdichtigkeit, Rissüberbrückung und Beständigkeit gegen chemische Einflüsse aufweist.

    Alternativ zur KMB gibt es weitere Verfahren zur Herstellung einer Horizontalsperre, wie z.B.:

    • Injektionsverfahren: Einbringen von Dichtungsmitteln in das Mauerwerk
    • Mauersägeverfahren: Mechanisches Einbringen einer Sperrschicht
    • Elektroosmose: Reduzierung der Feuchtigkeit durch elektrische Felder

    👉 Handlungsempfehlung: Ziehen Sie einen Fachmann für Bauwerksabdichtung hinzu, um die Eignung von KMB oder alternativer Verfahren für Ihr spezifisches Bauvorhaben zu beurteilen.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der Sachverhalt betrifft die Verwendung von kunststoffmodifizierten Dickbeschichtungen (KMB) als Horizontalsperre im Mauerwerk. Der Nutzer fragt nach der Zulässigkeit außerhalb der DIN 18195, was auf eine mögliche Umgehung von Normvorgaben hindeutet. Dies ist ein klassischer Fall, bei dem Laien versuchen, kostengünstige Alternativen zu fachgerechten Abdichtungssystemen zu finden.

    🔴 Gefahr: Die Verwendung von KMB als Horizontalsperre birgt erhebliche Risiken. KMB sind für vertikale Abdichtungen konzipiert und können bei horizontaler Einbringung unter Druckwasser oder kapillarem Sog versagen. Dies führt zu dauerhaften Durchfeuchtungen, Schimmelbildung und Bauschäden.

    ⚠️ Korrektur: Die DIN 18195 (aktuell durch DIN 18533 ersetzt) schließt KMB als Horizontalsperre aus gutem Grund aus. Eine Abweichung von der Norm ist nur zulässig, wenn eine gleichwertige oder bessere Funktionsfähigkeit nachgewiesen wird. Ohne bauaufsichtliche Zulassung oder Prüfzeugnis ist dies nicht gegeben.

    ➕ Ergänzung: Geeignete Alternativen für Horizontalsperren sind mechanische Verfahren (Mauerwerksaustausch, Edelstahlblech), Injektionsverfahren (Silane/Siloxane) oder elektroosmotische Verfahren. Diese Systeme sind speziell für horizontale Abdichtungen zugelassen und bieten langfristigen Schutz.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Bauwerksabdichter oder Sachverständigen für Feuchteschutz. Lassen Sie eine fachgerechte Horizontalsperre nach DIN 18533 oder mit bauaufsichtlicher Zulassung einbauen. Verzichten Sie auf KMB als Horizontalsperre, da dies zu Folgeschäden führt, die die Sanierungskosten vervielfachen.

    KI-Analyse (Qwen)

    Kunststoffmodifizierte Dickbeschichtungen (KMB) sind nach aktuellem Stand der Technik und den anerkannten Regeln der Baukunst grundsätzlich nicht für die Herstellung von Horizontalsperren im Mauerwerk geeignet — weder innerhalb noch außerhalb der DIN 18195.

    🔴 Gefahr: KMB-Beschichtungen weisen keine ausreichende Langzeitbeständigkeit gegen kapillare Feuchteaufnahme, mechanische Beanspruchung und thermische Alterung auf; sie können bei Setzungen, Temperaturwechseln oder Feuchteschwankungen reißen, abblättern oder sich vom Mauerwerk lösen — mit der Folge einer vollständigen Funktionsuntüchtigkeit der Horizontalsperre und nachfolgender aufsteigender Feuchte.

    ⚠️ Korrektur: Die DIN 18195-4 verbietet KMB nicht pauschal, sondern stellt klar, dass Horizontalsperren nur mit bauphysikalisch nachgewiesenen, dauerhaften und mechanisch belastbaren Systemen hergestellt werden dürfen — und KMB erfüllt diese Anforderungen nicht.

    ➕ Ergänzung: Zulässige Alternativen sind u. a. keramische oder metallische Sperren, injizierte Silikat- oder Acrylat-Systeme mit nachgewiesener Langzeitwirksamkeit (nach DIN EN 1504-9), oder mechanisch eingefügte Kunststofffolien mit spezieller Profilierung und Verankerung.

    🔴 Gefahr: Der Versuch, eine Horizontalsperre mit KMB außerhalb der Norm zu realisieren, birgt erhebliche Haftungsrisiken für Planer und Ausführende — insbesondere bei Schäden durch Feuchteschäden, Salzausblühungen oder Bauschäden an Putz und Anstrich.

    ❌ Widerspruch: Die Annahme, dass eine Normverletzung durch "außernormative Anwendung" rechtlich oder technisch legitimiert sei, ist grundlegend falsch: Baurechtlich gilt stets der Stand der Technik gemäß Bauproduktenverordnung (BPR) und den allgemein anerkannten Regeln der Technik — nicht die individuelle Interpretation.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden oder einen geprüften Bauphysiker, um eine bauphysikalisch tragfähige Horizontalsperrenlösung zu planen und die Eignung alternativer Systeme im Einzelfall nachzuweisen.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung: Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) sind sich einig, dass KMB nicht für Horizontalsperren geeignet ist – weder innerhalb noch außerhalb der Norm. Alle nennen erhebliche Risiken für Bausubstanz, Langzeitstabilität und Gesundheit.

    ⚠️ Abweichung: GoogleAI spricht von "möglicher Eignung bei detaillierter Analyse", während DeepSeek und Qwen dies klar ausschließen. Qwen betont zudem explizit die haftungsrechtliche Relevanz, GoogleAI nicht.

    ➕ Ergänzung: DeepSeek verweist auf die Normersetzung durch DIN 18533 und betont die Notwendigkeit einer baufachlichen Zulassung. Qwen ergänzt die rechtliche Einordnung gemäß Bauproduktenverordnung (BPR) und die fehlende Legitimation von "außernormativer Anwendung". GoogleAI führt Alternativen an, ohne deren Zulassungsvoraussetzungen zu benennen.

    ❌ Widerspruch: GoogleAI formuliert die Möglichkeit einer "detaillierten Analyse der Mauerwerksbeschaffenheit" als Voraussetzung für KMB-Eignung – ein Standpunkt, den DeepSeek und Qwen klar widerlegen: Beide betonen, dass KMB bauphysikalisch nicht tragfähig ist und daher keine Prüfung "Eignung" bestätigen kann. Da DeepSeek und Qwen die sicherere, normkonforme und haftungsrechtlich tragfähige Einschätzung liefern, wird deren Position priorisiert (Vorsichtsprinzip).

    👉 Empfehlung: Die KI-Analyse von Qwen ist am umfassendsten: Sie integriert bauphysikalische, normative, haftungsrechtliche und bauproduktrechtliche Aspekte – mit klarem Fokus auf den Stand der Technik und die Unzulässigkeit von Normumgehungen.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    Thema Status KI-Konsens
    Zulässigkeit von KMB als Horizontalsperre ❌ Widerspruch GoogleAI formuliert eine (theoretische) Eignung bei Prüfung – DeepSeek und Qwen lehnen KMB grundsätzlich ab. Konsens laut Vorsichtsprinzip: ❌ nicht zulässig.
    Normgrundlage ✅ Konsens DIN 18195-4 ist veraltet; aktuelle Rechtsgrundlage ist DIN 18533 (DeepSeek & Qwen nennen explizit den Normwechsel, GoogleAI nicht – aber alle beziehen sich auf die gleiche Regelungsintention).
    Bauphysikalische Eignung ✅ Konsens KMB ist nicht kapillarbrechend, weist keine Rissüberbrückung unter Druck auf und verliert bei Alterung/Thermik ihre Funktion – alle drei KIs bestätigen dies.
    Haftungsrechtliche Relevanz ⚠️ Abwägung GoogleAI erwähnt Haftung nicht; DeepSeek warnt vor Folgeschäden; Qwen betont ausdrücklich die Verletzung allgemein anerkannter Regeln der Technik mit direkten Haftungsfolgen – dies ist maßgeblich und wird als Konsens-Element übernommen.
    Alternative Verfahren ✅ Konsens Injektionsverfahren, mechanische Sperren (z. B. Edelstahlblech), elektroosmotische Systeme und zugelassene Folien werden von allen drei KIs genannt – allerdings nur Qwen und DeepSeek fordern explizit bautechnische Zulassung oder Nachweis der Gleichwertigkeit.

    👉 Handlungsempfehlung: Eine Horizontalsperre mit KMB ist bauphysikalisch ungeeignet, normwidrig und haftungsrechtlich riskant. Es darf ausschließlich auf zugelassene, nach DIN 18533 oder mit bauaufsichtlicher Zulassung geprüfte Verfahren zurückgegriffen werden – nach vorheriger bauphysikalischer Voruntersuchung durch einen unabhängigen Sachverständigen.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    Kategorie Risiko / Chance Auswirkung
    🔴 Risiko Kapillare Durchfeuchtung des Mauerwerks Strukturelle Schwächung, Salzausblühungen, Putzabplatzungen, langfristiger Substanzverlust
    🔴 Risiko Schimmelbildung in Wohnräumen Gesundheitsgefährdung (Atemwegserkrankungen), Sanierungskosten, Wertminderung
    🔴 Risiko Haftungsansprüche durch Schäden Privatrechtliche Haftung für Planer/Ausführende, strafrechtliche Relevanz bei grober Fahrlässigkeit
    🔴 Risiko Fehlinvestition in nicht funktionierende Maßnahme Doppelte Kosten (KMB-Entfernung + fachgerechte Nachsanierung), jahrelange Bauunterbrechung
    🔴 Risiko Verstoß gegen Bauproduktenverordnung (BPR) Verbot der Verwendung nicht zugelassener Bauprodukte, Rückruf- oder Widerrufspflicht, Bußgeld
    ✅ Chance Fachgerechte Horizontalsperre mit aktueller Technik Langlebige, normkonforme Lösung mit bis zu 50-jähriger Garantie, steigender Immobilienwert
    ✅ Chance Integration moderner Feuchtemesssysteme Früherkennung von Feuchteentwicklung, vorausschauende Wartung, dokumentierbare Bauphysik
    ✅ Chance Verwendung zertifizierter Injektionsstoffe (DIN EN 1504-9) Minimalinvasive Sanierung, Erhalt historischer Substanz, hohe akzeptierte Wirksamkeit
    ✅ Chance Fachliche Begleitung durch Sachverständigen Rechtssichere Dokumentation, Versicherungsschutz, Ausschluss späterer Mängelansprüche
    ✅ Chance Zusammenhangsanalyse mit Dach- und Außenwandabdichtung Ganzheitliche Feuchtesanierung, Vermeidung von Einzelmaßnahmen mit Nebenwirkungen

    Orientierungshilfen

    1. Sofortige Unterlassung: Setzen Sie KMB als Horizontalsperre nicht ein – weder als Eigenleistung noch durch beauftragte Firmen – bis eine zertifizierte Fachperson ausdrücklich die Eignung bestätigt hat (was faktisch ausgeschlossen ist).
    2. Experten beauftragen: Kontaktieren Sie einen geprüften Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DIN 4108-3 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Bauphysik) für eine bauphysikalische Voruntersuchung inkl. Bohrkernanalyse und Feuchtemessung.
    3. Zulassung prüfen: Fordern Sie bei allen angebotenen Alternativverfahren (z. B. Injektionsstoffe) den Nachweis einer bauaufsichtlichen Zulassung (AbZAbk.) oder einer Prüfbescheinigung nach DIN EN 1504-9 ein – ohne diesen Nachweis keine Beauftragung.
    4. Substanzdokumentation: Sammeln Sie alle vorhandenen Unterlagen: Gebäudealter, Mauerwerksart, bestehende Feuchteschäden, ggf. alte Sanierungsprotokolle und vorhandene Gutachten.
    5. Vertragssicherung: Vereinbaren Sie mit jedem beauftragten Unternehmen ausdrücklich, dass die Horizontalsperre nach DIN 18533 ausgeführt wird – mit schriftlicher Gewährleistung für mindestens 20 Jahre.
    6. Wohnraumüberwachung: Stellen Sie bei bereits bestehender Feuchte in Wohnräumen ein hygrometrisches Langzeit-Messsystem auf (z. B. mit Datenspeicherung) zur objektiven Dokumentation vor und nach der Sanierung.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Horizontalsperre
    Eine Horizontalsperre ist eine Abdichtung, die horizontal in ein Mauerwerk eingebracht wird, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit zu verhindern. Sie bildet eine Barriere gegen kapillar aufsteigendes Wasser und schützt die Bausubstanz vor Schäden. Verwandte Begriffe: Kapillarität, Abdichtung, Mauerwerkstrockenlegung.
    KMB (Kunststoffmodifizierte Dickbeschichtung)
    KMB ist eine pastöse, kunststoffvergütete Bitumendickbeschichtung, die zur Abdichtung von Bauwerken gegen Feuchtigkeit eingesetzt wird. Sie zeichnet sich durch ihre hohe Flexibilität, Rissüberbrückungsfähigkeit und Wasserdichtigkeit aus. Verwandte Begriffe: Bitumen, Abdichtung, Bauwerksabdichtung.
    DIN 18195
    Die DIN 18195 ist eine deutsche Norm, die die Anforderungen an die Abdichtung von Bauwerken gegen Bodenfeuchtigkeit und Wasser regelt. Sie legt fest, welche Materialien und Verfahren für die verschiedenen Anwendungsfälle geeignet sind. Verwandte Begriffe: Norm, Abdichtung, Bauwesen.
    Kapillarität
    Kapillarität ist die Fähigkeit von Flüssigkeiten, aufgrund von Oberflächenspannung und Adhäsionskräften in engen Röhren oder porösen Materialien aufzusteigen. Im Bauwesen ist die Kapillarität für das Aufsteigen von Feuchtigkeit im Mauerwerk verantwortlich. Verwandte Begriffe: Feuchtigkeit, Mauerwerk, Wasser.
    Injektionsverfahren
    Das Injektionsverfahren ist eine Methode zur nachträglichen Abdichtung von Mauerwerk, bei der Dichtungsmittel unter Druck in das Mauerwerk injiziert werden. Dadurch werden Hohlräume und Risse verschlossen und das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert. Verwandte Begriffe: Abdichtung, Mauerwerk, Sanierung.
    Mauersägeverfahren
    Das Mauersägeverfahren ist eine Methode zur nachträglichen Herstellung einer Horizontalsperre, bei der das Mauerwerk horizontal aufgesägt und eine Sperrschicht eingebracht wird. Diese Sperrschicht verhindert das Aufsteigen von Feuchtigkeit. Verwandte Begriffe: Abdichtung, Mauerwerk, Sanierung.
    Elektroosmose
    Elektroosmose ist ein Verfahren zur Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk, bei dem durch Anlegen einer elektrischen Spannung das Wasser aus dem Mauerwerk transportiert wird. Dadurch wird das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert. Verwandte Begriffe: Trockenlegung, Mauerwerk, Sanierung.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist eine Horizontalsperre?
      Eine Horizontalsperre ist eine Abdichtung, die in ein Mauerwerk eingebracht wird, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich zu verhindern. Sie dient dazu, die Bausubstanz vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen und ein gesundes Raumklima zu gewährleisten.
    2. Was ist KMB (kunststoffmodifizierte Dickbeschichtung)?
      KMB ist eine Abdichtungsmaterial, das aus Bitumen und Kunststoffen besteht. Es wird häufig zur Abdichtung von Kellerwänden und Fundamenten eingesetzt. Die Kunststoffmodifizierung verbessert die Eigenschaften des Bitumens, wie z.B. die Flexibilität und die Rissüberbrückungsfähigkeit.
    3. Welche DIN-Norm regelt die Abdichtung von Bauwerken?
      Die Abdichtung von Bauwerken ist in der DIN 18195 geregelt. Diese Norm legt die Anforderungen an die Abdichtung von Bauwerken gegen verschiedene Arten von Feuchtigkeit fest, wie z.B. Bodenfeuchtigkeit, nicht-drückendes Wasser und drückendes Wasser.
    4. Warum ist die DIN 18195 wichtig?
      Die DIN 18195 ist wichtig, weil sie sicherstellt, dass Bauwerke fachgerecht abgedichtet werden und vor Feuchtigkeitsschäden geschützt sind. Die Einhaltung der Norm trägt dazu bei, die Lebensdauer von Bauwerken zu verlängern und die Gesundheit der Bewohner zu gewährleisten.
    5. Welche Alternativen gibt es zur KMB als Horizontalsperre?
      Es gibt verschiedene Alternativen zur KMB als Horizontalsperre, wie z.B. Injektionsverfahren, Mauersägeverfahren und Elektroosmose. Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt von den spezifischen Gegebenheiten des Bauwerks und der Art der Feuchtigkeitsbelastung ab.
    6. Was ist bei der Auswahl einer Horizontalsperre zu beachten?
      Bei der Auswahl einer Horizontalsperre sind verschiedene Faktoren zu beachten, wie z.B. die Art der Feuchtigkeitsbelastung, die Beschaffenheit des Mauerwerks, die Kosten und die Dauer der Ausführung. Es ist ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, um die optimale Lösung zu finden.
    7. Kann man eine Horizontalsperre selbst einbauen?
      Der Einbau einer Horizontalsperre erfordert Fachkenntnisse und Erfahrung. Bei unsachgemäßer Ausführung können schwerwiegende Feuchtigkeitsschäden entstehen. Ich empfehle, den Einbau einer Horizontalsperre von einem qualifizierten Fachbetrieb durchführen zu lassen.
    8. Was kostet eine Horizontalsperre?
      Die Kosten für eine Horizontalsperre variieren je nach Verfahren, Material und Umfang der Arbeiten. Eine genaue Kostenschätzung kann erst nach einer Besichtigung des Bauwerks und einer Analyse der Feuchtigkeitsproblematik erstellt werden.

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  2. KMB als Horizontalsperre: Ungeeignet & risikoreich!

    erlaubt schon ...
    aber weder nach DINAbk., a.a.R.d.T. noch überhaupt sinnvoll! Bei der Druckbelastung durch das aufgelastete Mauerwerk gehen sowohl die Dicke als auch die Wasserdichtigkeit der KMB Schicht gegen 0! Entweder eine dafür zugelassene und geeignete Bitumenbahn nehmen oder gleich weglassen.
  3. Horizontalsperre: Fraunhofer warnt vor Schweißbahnen!

    Es gibt Versuche des Fraunhofer Institutes welche festgestellt ...
    Es gibt Versuche des Fraunhofer Institutes, welche festgestellt haben, dass Schweißbahnen unter Verblendungen zum abgleiten dieser Infolge der Druckbelastung und der hierbei entstandenen über Viskosität der Bahnen geführt haben und führen können. Es wird daher als anerkannten Regeln der Technik angesehen unter Wänden eine Dachdichtungsbahn und keine Schweißbahnen anzuordnen. Bei kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen
    Wird sich dieses ähnlich verhalten. Die VOB/C Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) Abdichtungsarbeiten  -  DINAbk. 18336 Ausgabe Dezember 2002 hat unter Wänden auch nur eine Bahn in deren Auflistung unter Wände. Dieses ist die G200DD. Sollte diese unter Kellerwänden  -  also mit seitlichen Erddruck eingebaut werden, kommt noch die Forderung der DIN 1053-1: Mauerwerk  -  Teil 1: Berechnung und Ausführung hinzu. Diese fordert eine "besandete" DD oder eine mit ähnlichem Reibung verhalten. Beides zusammen genommen würde bedeuten, dass ein Unternehmer, welcher einen VOBAbk. Vertrag hat, nur eine besandete G200DD verwenden darf, sollte es sich um einen Keller handeln.
    Auch wenn Sie kein Unternehmer sind, sollten Sie sich Gedanken machen, wie Ihr weiteres Abdichtungskonzept aussieht. Die weitere Abdichtung Vertikal vor der Wand (außen) und auf der Sohlplatte, sollte mit der Abdichtung unter der Wand verträglich und Kompatibel sein.
  4. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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    KMB als Horizontalsperre: Risiken & Alternativen

    💡 Kernaussagen: KMB (kunststoffmodifizierte Dickbeschichtung) ist als Horizontalsperre außerhalb der DINAbk. 18195 kritisch zu betrachten. Die Druckbelastung kann die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen. Schweißbahnen unter Wänden bergen Rutschgefahr. Dachdichtungsbahnen sind eine bessere Alternative unter Wänden. Die anerkannten Regeln der Technik sollten beachtet werden.

    🔴 Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag KMB als Horizontalsperre: Ungeeignet & risikoreich! ist KMB weder nach DIN noch nach den anerkannten Regeln der Technik sinnvoll, da die Dicke und Wasserdichtigkeit unter Druckbelastung leiden.

    ⚠️ Zusatzinfo: Das Fraunhofer Institut hat Versuche durchgeführt, die zeigen, dass Schweißbahnen unter Verblendungen aufgrund von Druckbelastung abgleiten können, wie im Beitrag Horizontalsperre: Fraunhofer warnt vor Schweißbahnen! erläutert wird. Daher werden Dachdichtungsbahnen unter Wänden empfohlen.

    👉 Handlungsempfehlung: Statt KMB sollten für Horizontalsperren zugelassene Bitumenbahnen oder Dachdichtungsbahnen verwendet werden. Beachten Sie die DIN-Normen und anerkannten Regeln der Technik bei der Bauwerksabdichtung, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Eine fachgerechte Bausanierung ist entscheidend.

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