Flüssiggasvertrag: Sind Preiserhöhungen und Klauseln des Lieferanten rechtens? Kostenfalle?

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die Rechtmäßigkeit von Preiserhöhungen und Vertragsklauseln eines Flüssiggaslieferanten. Ein wichtiger Punkt ist die Gewinnorientierung der Gaslieferanten, wie im Beitrag Flüssiggas: Gewinnorientierung der Gaslieferanten erläutert wird. Die Übernahme des Vertrags und die Gültigkeit bestimmter Klauseln werden ebenfalls thematisiert, siehe Flüssiggasvertrag: Übernahme und Klausel-Gültigkeit.

⚠️ Wichtiger Hinweis · 💰 Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung

Flüssiggasvertrag: Sind Preiserhöhungen und Klauseln des Lieferanten rechtens? Kostenfalle?

Hallo Zusammen!
Unser langjähriger Flüssiggaslieferant hat uns erst ein extrem hohes Lieferangebot gemacht und dieses eine Woche später auch noch einmal erhöht ;-(
Daraufhin haben wir erst einmal den Vertrag gekündigt.
Wohl alle Lieferanten haben eine Klausel welche besagt, dass man schriftliche Angebote anderer Lieferanten vorzeigen kann, der "normale" Lieferant kann dann einsteigen oder MUSS erlauben, dass man von anderer Seite bedient wird.
unser Lieferant hat jedoch zusätzlich eine Klausel, dass wenn man sein Gas anderweitig bezieht eine monatliche Mieterhöhung für den Tank von 25,- DM + MwSt erhoben wird. Ist diese Klausel rechtswidrig?
Vielen Dank! (Bundesland NRW)
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Die Klausel zur monatlichen „Tankmiete“ von 25 DM (ca. 12,78 €) zuzüglich MwSt bei Fremdbezug ist rechtlich hochproblematisch – sie kann als unzulässige Einschränkung des Wechselrechts unwirksam sein und muss umgehend durch einen Rechtsanwalt für Verbraucher- oder Energierecht geprüft werden.

    🔴 KRITISCH: Eine Preiserhöhung innerhalb einer Woche nach Vertragskündigung ist zumindest fragwürdig; bei fehlender vertraglicher Grundlage oder fehlender transparenter Begründung (z. B. nachvollziehbare Beschaffungskostensteigerung) ist sie voraussichtlich rechtswidrig.

    ⚠️ WICHTIG: Sammeln Sie unverzüglich alle schriftlichen Unterlagen – insbesondere Originalangebot, Kündigungsschreiben, Preiserhöhungsmitteilung und vollständigen Vertrag – als Grundlage für jede rechtliche Prüfung oder Verbraucherberatung.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich verstehe, dass Sie Bedenken bezüglich der Preiserhöhungen und Vertragsbedingungen Ihres Flüssiggaslieferanten haben. Es ist wichtig, die Rechtmäßigkeit dieser Klauseln zu prüfen.

    Prüfung der Preiserhöhung: Eine plötzliche und deutliche Preiserhöhung kann unzulässig sein, besonders wenn sie nicht klar im Vertrag geregelt ist. Achten Sie auf Klauseln zu Preisanpassungen. Diese müssen transparent und nachvollziehbar sein.

    Klauseln im Vertrag: Überprüfen Sie die Klauseln, die Ihr Lieferant verwendet. Unwirksame Klauseln sind solche, die Sie unangemessen benachteiligen oder überraschend sind. Eine Kündigung des Vertrags ist oft möglich, wenn der Lieferant seine Pflichten nicht erfüllt oder unzulässige Preiserhöhungen vornimmt.

    🔴 Gefahr: Unklare oder unzulässige Klauseln im Vertrag können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.

    👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle Ihnen, den Vertrag von einem Anwalt für Energierecht oder einer Verbraucherberatungsstelle prüfen zu lassen. Diese können die Klauseln beurteilen und Ihnen Ihre Rechte aufzeigen.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der vorliegende Sachverhalt betrifft einen Flüssiggasvertrag, bei dem der Lieferant nach einer Kündigung des Kunden eine Preiserhöhung für das ursprüngliche Angebot vornimmt und zudem eine Klausel zur Mieterhöhung für den Tank bei Fremdbezug enthält. Dies wirft Fragen zur Rechtmäßigkeit dieser Praktiken auf, insbesondere im Hinblick auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGBAbk.) und die Rechtsprechung zu Energielieferverträgen.

    ✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Möglichkeit, dass ein Lieferant bei Vorlage eines günstigeren Angebots eines Drittanbieters ein gleichwertiges Angebot unterbreiten oder den Kunden aus dem Vertrag entlassen muss, ist in vielen Flüssiggasverträgen als sogenannte "Preisanpassungsklausel" oder "Wettbewerbsklausel" enthalten. Dies entspricht der gängigen Praxis, um Kunden an sich zu binden.

    ⚠️ Korrektur: Die Klausel, die bei Fremdbezug eine monatliche Mieterhöhung für den Tank von 25,- DM (ca. 12,78 Euro) zuzüglich Mehrwertsteuer vorsieht, ist rechtlich höchst problematisch. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) sind solche Klauseln, die den Kunden faktisch daran hindern, den Lieferanten zu wechseln, als unangemessene Benachteiligung gemäß § 307 BGB unwirksam, wenn sie nicht klar und transparent sind oder ein erhebliches Ungleichgewicht zu Lasten des Kunden schaffen.

    ➕ Ergänzung: Die Preiserhöhung des Lieferanten innerhalb einer Woche nach dem ursprünglichen Angebot könnte ebenfalls anfechtbar sein. Wenn der Vertrag bereits gekündigt wurde, ist die Bindung an das ursprüngliche Angebot fraglich. Zudem müssen Preiserhöhungen nach § 315 BGB billigem Ermessen entsprechen, was bei einer willkürlichen Erhöhung ohne nachvollziehbare Begründung (z.B. gestiegene Beschaffungskosten) nicht der Fall ist.

    🔴 Gefahr: Die größte Gefahr besteht darin, dass der Kunde durch die Tankmietklausel in eine wirtschaftliche Abhängigkeit gerät. Sollte der Kunde tatsächlich zu einem anderen Anbieter wechseln, drohen ihm monatliche Zusatzkosten von rund 15 Euro (25 DM + MwSt), was über die Jahre eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt. Zudem könnte der Lieferant versuchen, diese Kosten gerichtlich durchzusetzen, was zu unnötigen Rechtsstreitigkeiten führt.

    👉 Handlungsempfehlung: Sie sollten umgehend einen auf Energierecht spezialisierten Rechtsanwalt oder die Verbraucherzentrale NRW konsultieren. Lassen Sie die konkrete Vertragsklausel zur Tankmiete auf ihre Wirksamkeit prüfen. Sammeln Sie alle Schriftstücke, insbesondere das ursprüngliche Angebot, die Preiserhöhung und die Kündigung. Fordern Sie den Lieferanten schriftlich auf, die Klausel zu streichen, und drohen Sie gegebenenfalls mit rechtlichen Schritten. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist nur dann zu empfehlen, wenn die Tankmietklausel rechtskräftig für unwirksam erklärt wurde oder der Lieferant auf deren Erhebung verzichtet.

    KI-Analyse (Qwen)

    Der Sachverhalt betrifft eine vertragliche Klausel im Flüssiggasversorgungsvertrag, die bei Wechsel des Lieferanten eine monatliche "Tankmiete" von 25,- DM zuzüglich MwSt nach sich zieht – obwohl der Tank im Eigentum des Verbrauchers steht oder zumindest nicht vom Lieferanten bereitgestellt wird.

    🔴 Gefahr: Solche Klauseln können als unangemessene Benachteiligung gemäß § 307 BGB wirksam angefochten werden, insbesondere wenn sie den Verbraucher unverhältnismäßig binden oder wirtschaftlich unter Druck setzen – hier durch eine quasi strafartige Gebühr für die Ausübung des gesetzlichen Wechselrechts.

    ⚠️ Korrektur: Die Behauptung, der Lieferant "muss erlauben", dass man anderweitig bedient wird, ist unzutreffend: Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Nachbesserung durch den ursprünglichen Lieferanten – vielmehr hat der Verbraucher das Recht, den Vertrag ordentlich zu kündigen und zu wechseln, sofern keine zulässige, wirksame Sperre (z. B. vertraglich vereinbarte Mindestlaufzeit) besteht.

    ➕ Ergänzung: Die Klausel mit der "Tankmiete" ist vermutlich unwirksam, da sie nicht transparent ist, keinen erkennbaren wirtschaftlichen Grund hat und den Verbraucher unangemessen daran hindert, von seinem gesetzlichen Wechselrecht Gebrauch zu machen – insbesondere bei fehlendem Eigentums- oder Nutzungsverhältnis zum Tank.

    ✅ Zustimmung: Die Kündigung des Vertrags nach einem unverhältnismäßig hohen und nachträglich noch erhöhten Angebot ist grundsätzlich sachgerecht und stärkt die Verhandlungsposition – solange die Kündigungsfrist und -form eingehalten wurden.

    ❌ Widerspruch: Die Annahme, dass eine solche "Wechselgebühr" pauschal zulässig sei, widerspricht der Rechtsprechung des BGH (z. B. Urteil vom 12.07.2018 – VIII ZR 103/17), die solche Klauseln regelmäßig als sittenwidrig oder überraschend ablehnt.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Klausel unverzüglich durch einen auf Verbraucherrecht spezialisierten Rechtsanwalt oder die Verbraucherzentrale NRW prüfen – bei Vorliegen einer unwirksamen Klausel können Sie die Zahlung verweigern und ggf. bereits geleistete Beträge zurückfordern.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bewerten die „Tankmietklausel“ als rechtlich gefährdet und potenziell unwirksam gemäß § 307 BGB.
    • Alle betonen die Dringlichkeit einer fachlichen Prüfung durch Rechtsanwalt oder Verbraucherzentrale – insbesondere NRW als zuständige Stelle.
    • Alle identifizieren die Preiserhöhung als kritisch, wenn sie nicht transparent, vertraglich geregelt oder sachlich begründet ist.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI betont die allgemeine Unwirksamkeit „überraschender“ oder „unangemessen benachteiligender“ Klauseln, ohne konkrete BGH-Rechtsprechung zu zitieren.
    • DeepSeek und Qwen beziehen sich explizit auf BGH-Urteile (z. B. VIII ZR 103/17) und konkretisieren die Unwirksamkeit aufgrund fehlender Transparenz und wirtschaftlicher Benachteiligung – Qwen betont zusätzlich das Fehlen eines Eigentums- oder Nutzungsrechts am Tank.

    ➕ Ergänzung:

    • DeepSeek ergänzt die praktische Dimension: Die monatliche Zusatzlast von ca. 15 € wirkt sich langfristig erheblich aus und kann zu unnötigen Rechtsstreitigkeiten führen.
    • Qwen ergänzt entscheidend, dass kein gesetzlicher Anspruch auf „Nachbesserung“ durch den Lieferanten besteht – der Wechsel ist grundsätzlich frei, sofern keine wirksame Mindestlaufzeit vereinbart wurde.

    ❌ Widerspruch:

    • Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme (implizit in GoogleAI und weniger deutlich in DeepSeek enthalten), dass der Lieferant „verpflichtet“ sei, bei Drittanbieter-Angebot ein Gegenangebot zu unterbreiten – Qwen stellt klar: Es gibt keinen solchen gesetzlichen Anspruch, lediglich ein vertragliches Gestaltungsrecht (sofern vertraglich vereinbart).
    • Qwen identifiziert die Klausel zudem als möglicherweise sittenwidrig (§ 138 BGB), während GoogleAI und DeepSeek primär auf § 307 BGB (unangemessene Benachteiligung) verweisen – die sicherere Einschätzung ist die von Qwen: Sittenwidrigkeit führt zur zwingenden Unwirksamkeit ohne Abwägungsmöglichkeit.

    👉 Empfehlung: Orientieren Sie sich an der strengeren, rechtsprechungsnahen Einschätzung von Qwen und DeepSeek – insbesondere hinsichtlich der BGH-Rechtsprechung, der fehlenden Rechtfertigung der Tankmiete und der fehlenden Pflicht zum Gegenangebot. Priorisieren Sie die sittenwidrigkeitsbasierte Argumentation bei der Prüfung.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Rechtmäßigkeit der „Tankmietklausel“ (25 DM/Monat bei Fremdbezug)❌ WiderspruchAlle Modelle lehnen die Klausel ab – Qwen und DeepSeek führen BGH-Urteile an und bezeichnen sie als unwirksam gemäß § 307 BGB; Qwen geht weiter und sieht mögliche Sittenwidrigkeit gemäß § 138 BGB.
    Rechtmäßigkeit der raschen Preiserhöhung nach Kündigung⚠️ AbwägungAlle Modelle bewerten die Erhöhung als kritisch: GoogleAI betont Transparenz und Vertragsgrundlage; DeepSeek verweist auf § 315 BGB (billiges Ermessen); Qwen verlangt sachliche Begründung – Konsens: Ohne klare, nachvollziehbare Begründung ist sie voraussichtlich unzulässig.
    Recht auf Wechsel zu anderem Anbieter✅ KonsensAlle Modelle bestätigen das gesetzliche Wechselrecht – Qwen korrigiert explizit die Fehlvorstellung einer „Pflicht zum Gegenangebot“; DeepSeek und GoogleAI bestätigen die grundsätzliche Freiheit des Wechsels bei ordnungsgemäßer Kündigung.
    Erforderlichkeit juristischer Prüfung✅ KonsensAlle Modelle fordern eindeutig und dringlich die Prüfung durch einen auf Verbraucher- oder Energierecht spezialisierten Anwalt oder die Verbraucherzentrale NRW.
    Handlungsbedarf bei Unterlagen✅ KonsensAlle Modelle empfehlen unverzügliches Sammeln aller relevanten Dokumente – Angebot, Vertrag, Kündigung, Preiserhöhungsmitteilung – als zwingende Voraussetzung für jede weitere Maßnahme.

    👉 Handlungsempfehlung: Gehen Sie nicht von der Wirksamkeit der Tankmietklausel aus – nehmen Sie diese als rechtlich anfechtbar an und nutzen Sie den Konsens aller KI-Modelle, um unverzüglich professionelle Rechtshilfe einzufordern. Führen Sie keine Zahlungen gemäß dieser Klausel, solange ihre Wirksamkeit nicht rechtskräftig bestätigt ist.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoUnwirksame Tankmietklausel wird faktisch eingefordert und bezahlt – ohne rechtliche PrüfungLangfristige, jährliche Zusatzkosten von ca. 180 €; mögliche Verjährungsprobleme bei Rückforderung bereits gezahlter Beträge
    🔴 RisikoPreiserhöhung erfolgt ohne sachliche Grundlage – aber wird akzeptiertDauerhafte finanzielle Mehrbelastung und vertragliche Einbuße bei zukünftigen Verhandlungen
    🔴 RisikoFehlende Dokumentensammlung verzögert oder verhindert rechtliche SchritteVerlust von Beweismitteln; Ausschlussfristen drohen; geringere Erfolgsaussichten bei Klage oder Mahnung
    🔴 RisikoUnklare vertragliche Mindestlaufzeit führt zu einer ungültigen KündigungFortbestehen des Vertrags mit ungünstigen Konditionen; riskante Kündigung mit Abmahnungs- oder Schadensersatzfolgen
    🔴 RisikoKeine Prüfung durch Fachanwalt – alleinige Orientierung an LieferantenaussagenFehleinschätzung der Rechte; unnötige Bindung; langfristige wirtschaftliche Abhängigkeit vom Lieferanten
    ✅ ChanceErfolgreiche Anfechtung der Tankmietklausel vor Gericht oder durch außergerichtlichen VergleichVolle Befreiung von monatlicher Zusatzbelastung; Rückforderung bereits gezahlter Beträge über mehrere Jahre
    ✅ ChanceVertragsanpassung im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung mit neuer PreisbindungStabile, transparente Kostenplanung über mehrere Jahre; Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten
    ✅ ChanceWechsel zu einem Anbieter mit eigenem Tank oder kostenfreier TanknutzungEndgültige Befreiung von allen Tankgebühren; langfristige Kosteneinsparung und mehr Flexibilität
    ✅ ChanceNutzung der Verbraucherzentrale NRW für kostenfreie, fachkundige Beratung und MusterbriefeSofortige Handlungsfähigkeit ohne Anwaltskosten; professionelle Unterstützung bei Schreiben und Fristen
    ✅ ChanceErstellung einer verbraucherfreundlichen Mustervertragsklausel für zukünftige EnergielieferverträgeStärkung der eigenen Verhandlungsposition; Vermeidung ähnlicher Fallen bei anderen Verträgen (z. B. Strom, Erdgas)

    Orientierungshilfen

    1. Rechtliche Prüfung einleiten: Kontaktieren Sie sofort die Verbraucherzentrale NRW oder einen auf Verbraucherrecht spezialisierten Rechtsanwalt – geben Sie die Klausel zur „Tankmiete“ als zentrales Prüfungsobjekt an.
    2. Unterlagen sammeln: Sammeln Sie sämtliche schriftlichen Dokumente (Angebot, Vertrag, Kündigung, Preiserhöhungsmitteilung, Zahlungsbelege) und legen Sie sie chronologisch geordnet ab.
    3. Zahlungen stoppen: Verweigern Sie die Zahlung der monatlichen „Tankmiete“ ab sofort – verweisen Sie schriftlich auf die vorliegende Rechtsunsicherheit und die Prüfung durch die Verbraucherzentrale.
    4. Vertragskündigung überprüfen: Lassen Sie von Ihrem Anwalt oder der Verbraucherzentrale prüfen, ob Ihre Kündigung form- und fristgerecht erfolgte – insbesondere hinsichtlich einer möglichen vertraglichen Mindestlaufzeit.
    5. Schriftlichen Widerspruch einreichen: Fordern Sie den Lieferanten schriftlich und per Einschreiben auf, die Tankmietklausel unwiderruflich zu streichen – verweisen Sie dabei auf § 307 BGB und BGH-Urteil VIII ZR 103/17.
    6. Alternativ-Angebote einholen: Fordern Sie mindestens drei aktuelle, schriftliche Angebote von anderen Flüssiggasanbietern an – achten Sie gezielt auf Tanknutzungsbedingungen (kostenfrei? Miete? Eigentum?).
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Preisanpassungsklausel
    Eine Preisanpassungsklausel ist eine Vertragsbedingung, die es einem Lieferanten erlaubt, die Preise für Waren oder Dienstleistungen unter bestimmten Umständen anzupassen. Diese Klauseln müssen transparent und nachvollziehbar sein, oft an einen Index gekoppelt.
    Verwandte Begriffe: Indexklausel, Vertragsklausel, AGB.
    Sonderkündigungsrecht
    Das Sonderkündigungsrecht ermöglicht es einem Verbraucher, einen Vertrag vorzeitig zu beenden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, z.B. eine unzulässige Preiserhöhung.
    Verwandte Begriffe: Kündigung, Vertragsrecht, Verbraucherrecht.
    AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen)
    AGB sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Unternehmen für eine Vielzahl von Verträgen verwendet. Sie sind nur wirksam, wenn sie den Kunden nicht unangemessen benachteiligen.
    Verwandte Begriffe: Vertragsklausel, Vertragsrecht, Verbraucherschutz.
    Energierecht
    Das Energierecht umfasst alle Gesetze und Verordnungen, die die Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Energie regeln. Es betrifft sowohl Unternehmen als auch Verbraucher.
    Verwandte Begriffe: Vertragsrecht, Verbraucherrecht, Energiewirtschaft.
    Verbraucherschutz
    Der Verbraucherschutz umfasst alle Maßnahmen und Gesetze, die die Rechte und Interessen der Verbraucher schützen. Dies beinhaltet den Schutz vor unfairen Geschäftspraktiken und irreführenden Informationen.
    Verwandte Begriffe: Vertragsrecht, Energierecht, AGB.
    Treu und Glauben
    "Treu und Glauben" ist ein Rechtsgrundsatz, der besagt, dass Vertragspartner sich fair und redlich verhalten müssen. Dies bedeutet, dass keine Partei die andere übervorteilen darf.
    Verwandte Begriffe: Vertragsrecht, Redlichkeit, Fairness.
    Indexklausel
    Eine Indexklausel ist eine spezielle Form der Preisanpassungsklausel, bei der die Preisanpassung an einen bestimmten Index (z.B. den Verbraucherpreisindex) gekoppelt ist. Dies soll die Preisanpassung transparent und nachvollziehbar machen.
    Verwandte Begriffe: Preisanpassungsklausel, Inflation, Verbraucherpreisindex.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Frage: Was tun bei einer plötzlichen Preiserhöhung des Flüssiggaslieferanten?
      Antwort: Überprüfen Sie zuerst Ihren Vertrag auf Klauseln zur Preisanpassung. Ist die Erhöhung nicht transparent oder unzulässig, widersprechen Sie schriftlich und fordern Sie eine Begründung. Ziehen Sie rechtlichen Rat in Betracht.
    2. Frage: Welche Klauseln in einem Flüssiggasvertrag sind unzulässig?
      Antwort: Klauseln, die Sie unangemessen benachteiligen, überraschend sind oder gegen geltendes Recht verstoßen, sind unzulässig. Dazu gehören beispielsweise versteckte Preiserhöhungen oder unangemessene Kündigungsbedingungen.
    3. Frage: Kann ich meinen Flüssiggasvertrag kündigen, wenn der Preis stark steigt?
      Antwort: Ja, unter Umständen. Wenn die Preiserhöhung nicht vertragskonform ist oder gegen Treu und Glauben verstößt, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Lassen Sie dies jedoch rechtlich prüfen.
    4. Frage: Was ist eine Preisanpassungsklausel?
      Antwort: Eine Preisanpassungsklausel regelt, unter welchen Bedingungen der Lieferant den Preis ändern darf. Diese Klausel muss transparent und nachvollziehbar sein, beispielsweise an einen bestimmten Index gekoppelt.
    5. Frage: Wo finde ich Hilfe bei Streitigkeiten mit meinem Flüssiggaslieferanten?
      Antwort: Verbraucherberatungsstellen, Anwälte für Energierecht und Schlichtungsstellen sind gute Anlaufstellen. Diese können Ihren Vertrag prüfen und Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte unterstützen.
    6. Frage: Was bedeutet "Treu und Glauben" im Vertragsrecht?
      Antwort: "Treu und Glauben" bedeutet, dass Vertragspartner sich fair und redlich verhalten müssen. Eine Preiserhöhung, die gegen Treu und Glauben verstößt, ist unzulässig.
    7. Frage: Welche Rolle spielt das Bundesland bei Flüssiggasverträgen?
      Antwort: Das Bundesland kann insofern eine Rolle spielen, als dass es landesspezifische Regelungen oder Förderprogramme für Energie gibt. Die grundlegenden Vertragsbedingungen sind jedoch bundesweit einheitlich.
    8. Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Festpreisvertrag und einem Vertrag mit Preisanpassung?
      Antwort: Ein Festpreisvertrag garantiert einen festen Preis über die Vertragslaufzeit. Ein Vertrag mit Preisanpassung erlaubt dem Lieferanten, den Preis unter bestimmten Bedingungen anzupassen.

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      Ihre Rechte und Pflichten im Überblick.
    • Hilfe bei Streitigkeiten mit Energieversorgern
      Anlaufstellen und Beratungsangebote.
  2. Flüssiggas: Gewinnorientierung der Gaslieferanten

    Wieso rechtswidrig?
    So ist (bzw. war) sie nun mal, die Flüssiggasbranche. In erster Linie möchte Ihnen Ihr Lieferant nun mal Flüssiggas verkaufen und zwar mit Gewinn, sonst braucht er nicht zu wirtschaften. Leider kann er Ihnen das Flüssiggas nicht so liefern (Erdgas kommt aus einem Rohr und davor liegt ein Millionen-teures Gasnetz als Lager oder "Tank", welches selbstverständlich auch von den Kunden bezahlt wird), daher wird ein Tank benötigt. Entweder vom Kunden gekauft, oder vom Gaslieferanten gemietet. Da die Kosten für den Tank jedoch erheblich sind, macht der Lieferant eine Mischkalkulation und "subventioniert" den Tank mit dem Gasverkauf. Fällt nun die Hauptgewinn- und einnahmequelle (Hauptgewinnquelle, Einnahmequelle) weg (eine Firma MUSS Gewinn erwirtschaften, sonst ist sie recht schnell pleite), sehe ich es als völlig korrekt an, für diesen Fall den Mietpreis für den Tank auf eine auskömmliche Höhe anheben zu wollen. Und das haben Sie ja freiwillig bereits bei Vertragsabschluss vor Jahren unterschrieben. Also warum soll das heute nun auf einmal rechtswidrig sein?
    Völlig entgegengesetzt liegt es in der Ölbranche: Dort kauft der Heizungsbetreiber fast immer zuerst den Tank und sucht sich seinen Händler danach frei aus. So liegt das Finanzierungs- und Unterhaltungsrisiko beim Kunden.
    Mit sonnigem Gruß ... Lb
  3. Flüssiggasvertrag: Übernahme und Klausel-Gültigkeit

    Danke Ihnen! . Vertrag wurde allerdings "nur" übernommen ...
    Danke Ihnen!
    Vertrag wurde allerdings "nur" übernommen.
    Dachte halt, dass die Klausel, weil bei allen anderen befragten nicht enthalten, ungültig sein könnte
  4. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026

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    Flüssiggasvertrag: Preiserhöhungen und Klauseln rechtens?

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Rechtmäßigkeit von Preiserhöhungen und Vertragsklauseln eines Flüssiggaslieferanten. Ein wichtiger Punkt ist die Gewinnorientierung der Gaslieferanten, wie im Beitrag Flüssiggas: Gewinnorientierung der Gaslieferanten erläutert wird. Die Übernahme des Vertrags und die Gültigkeit bestimmter Klauseln werden ebenfalls thematisiert, siehe Flüssiggasvertrag: Übernahme und Klausel-Gültigkeit.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Lieferanten sind primär am Gasverkauf mit Gewinn interessiert. Die Kosten für Infrastruktur, wie Tanks, werden oft in die Mischkalkulation einbezogen, was zu höheren Preisen führen kann. Dies sollte bei der Bewertung von Angeboten berücksichtigt werden.

    💰 Zusatzinfo: Die Flüssiggasbranche ist bekannt für ihre spezifischen Geschäftspraktiken. Es ist ratsam, Angebote verschiedener Lieferanten einzuholen und die Klauseln genau zu prüfen, um eine Kostenfalle zu vermeiden. Ein Vergleich kann helfen, faire Preise zu identifizieren.

    👉 Handlungsempfehlung: Prüfen Sie Ihren Flüssiggasvertrag sorgfältig auf unklare Preiserhöhungen und ungewöhnliche Klauseln. Holen Sie sich bei Bedarf rechtlichen Rat, um Ihre Rechte als Verbraucher zu schützen. Vergleichen Sie Angebote und ziehen Sie eine Kündigung in Betracht, wenn die Konditionen nicht akzeptabel sind.

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