Auslegungstemperatur Heizungsanlage Neubau: 90/70 korrekt? Vergleich mit Niedertemperatur-Anforderungen
In diesem Forum sind Sie: Heizung / Warmwasser📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 17.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob die Auslegungstemperatur von 90/70 für eine Heizungsanlage in einem sanierten Altbau aus dem Jahr 1999 noch zeitgemäß ist. Es wird der Vergleich zu Niedertemperatur-Anforderungen gemäß aktuellen Verordnungen wie der HZAnlVo gezogen. Die Größe der Heizkörper wird nach DIN 4701 und DIN EN 442 bemessen, wobei moderne Anlagen eher auf 70/55 °C ausgelegt werden.
Auslegungstemperatur Heizungsanlage Neubau: 90/70 korrekt? Vergleich mit Niedertemperatur-Anforderungen
ich habe folgendes Problem mit der Auslegungstemperatur einer 1999 errichteten Neuanlage im sanierten Altbau. Die Auslegungstemp beträgt laut Ersteller und Planer 90/70 und müsste doch aber nach meiner Meinung laut diversen Verordnungen (z.B. HZAnlVo ) mittlerweile 70/55 o.ä. betragen, da ja eigentlich Niedertemperatur angesagt ist.
Meine Frage lautet daher wo steht konkret welche Auslegungstemperatur im Anlagenneubau vorgeschrieben ist.
veilen Dank im Voraus
Gruß Ralf
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Keine pauschale Umstellung auf Niedertemperatur ohne vorherige Heizlastberechnung nach DINAbk. EN 12831 – Gefahr der Unterversorgung und Raumtemperatur-Mangels.
🔴 KRITISCH: Einsatz eines Brennwertkessels oder einer Wärmepumpe ist mit 90/70-Auslegung technisch unmöglich oder stark ineffizient – sofortige Planungskorrektur erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Vorhandene Heizkörper müssen auf Tauglichkeit für niedrigere Vorlauftemperaturen (z. B. 70/55 oder 55/45 °C) überprüft werden – ggf. erforderliche Erweiterung oder Austausch.
⚠️ WICHTIG: Rechtssicherheit erfordert Nachweis der energetischen Optimierung gemäß GEG § 72 Abs. 2 – keine rein „übliche“ Auslegung ohne dokumentierte Begründung.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Auslegungstemperatur von 90/70 für eine 1999 errichtete Neuanlage im sanierten Altbau als potenziell zu hoch. Moderne Heizungsanlagen in Neubauten und sanierten Altbauten werden in der Regel als Niedertemperaturheizungen ausgelegt.
Die HZAnlVo (Heizungsanlagenverordnung) und andere Verordnungen zielen darauf ab, die Vorlauftemperatur zu senken, um Energieeffizienz zu steigern und Wärmeverluste zu minimieren. Eine Auslegungstemperatur von 70/55 oder niedriger ist heutzutage üblicher und effizienter.
Wichtige Kriterien für die Auslegungstemperatur sind:
- Gebäudezustand: Gut gedämmte Gebäude benötigen niedrigere Vorlauftemperaturen.
- Heizkörper: Flächenheizungen (Fußbodenheizung, Wandheizung) arbeiten effizienter mit niedrigen Temperaturen.
- Heizkessel: Moderne Brennwertkessel erreichen ihren höchsten Wirkungsgrad bei niedrigen Rücklauftemperaturen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Auslegungstemperatur von einem unabhängigen Heizungsfachmann überprüfen und gegebenenfalls an die aktuellen Gegebenheiten und Normen anpassen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt betrifft die Auslegungstemperatur einer Heizungsanlage aus dem Jahr 1999 in einem sanierten Altbau. Der Nutzer fragt, ob die geplante Auslegungstemperatur von 90/70 Grad Celsius korrekt ist oder ob nach aktuellen Vorschriften eine Niedertemperatur-Auslegung wie 70/55 Grad Celsius vorgeschrieben ist.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Tendenz des Nutzers ist richtig: Moderne Heizungsanlagen sollten aus energetischen Gründen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen ausgelegt werden. Eine Auslegung auf 90/70 Grad Celsius ist für einen Neubau oder eine umfassende Sanierung aus heutiger Sicht veraltet und ineffizient.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine konkrete Auslegungstemperatur wie 70/55 Grad Celsius gesetzlich vorgeschrieben ist, ist jedoch nicht zutreffend. Die Energieeinsparverordnung (EnEVAbk.) und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreiben keine festen Vorlauftemperaturen vor, sondern fordern eine energetisch optimierte Planung. Die Auslegungstemperatur ergibt sich aus der Heizlastberechnung und der gewählten Heizflächengröße.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist, dass die Anlage aus dem Jahr 1999 nach den damals gültigen Normen (z.B. DIN 4701) ausgelegt wurde. Eine 90/70-Auslegung war damals Standard. Heute wäre eine Auslegung auf 55/45 oder 50/40 Grad Celsius üblich, um den Betrieb von Brennwertkesseln oder Wärmepumpen zu optimieren. Die Umstellung auf Niedertemperatur erfordert jedoch in der Regel größere Heizkörper oder Flächenheizungen.
🔴 Gefahr: Eine pauschale Forderung nach einer bestimmten Vorlauftemperatur ohne Berücksichtigung der vorhandenen Heizflächen kann zu einer Unterdimensionierung führen. Wenn die Heizkörper für 90/70 ausgelegt sind, aber nur 70/55 anliegen, wird der Raum nicht warm. Dies ist ein typischer Planungsfehler.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie eine aktuelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen. Prüfen Sie, ob die vorhandenen Heizkörper für niedrigere Vorlauftemperaturen ausreichend dimensioniert sind. Beauftragen Sie einen Fachplaner für Heizungstechnik, der die Anlage auf Basis der tatsächlichen Gegebenheiten und der geltenden Normen (GEG, DIN 4701-1) optimiert. Eine Nachrüstung auf Niedertemperatur ist nur sinnvoll, wenn die Heizflächen dies zulassen.
KI-Analyse (Qwen)
Die Anfrage betrifft die zulässige Auslegungstemperatur einer Heizungsanlage aus dem Jahr 1999 im sanierten Altbau, wobei der Planer 90/70 °C vorgesehen hat – ein Wert, der heute als überhöht und energetisch ineffizient einzustufen ist.
🔴 Gefahr: Eine Auslegung mit 90/70 °C deutet auf eine konventionelle Heizungsanlage mit hohem Vorlauftemperaturbedarf hin, was bei modernen Heizkörpern oder Fußbodenheizungen zu unnötig hohen Heizenergieverbräuchen, erhöhten CO₂-Emissionen und reduzierter Lebensdauer der Anlagenkomponenten führt.
⚠️ Korrektur: Die Heizungsanlagen-Verordnung (HZAnlV) war erst ab 2002 in Kraft – für 1999 errichtete Anlagen galt noch die alte Heizungsanlagen-Verordnung (1982), die keine expliziten Niedertemperaturvorgaben enthielt; dennoch ist die aktuelle technische Realität (z. B. EnEV 2016 bzw. GEG 2024) maßgeblich: Neuanlagen müssen nach GEG § 72 Abs. 2 so ausgelegt sein, dass sie mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen (idealerweise ≤ 55 °C bei 40/30 °C oder zumindest ≤ 70/55 °C) betrieben werden können.
➕ Ergänzung: Die Wahl der Auslegungstemperatur hängt nicht nur von der Verordnung, sondern entscheidend von der Wärmeübergangsoberfläche (Heizkörpergröße, -art, Einbausituation), der Dämmqualität des Gebäudes und der Regelungstechnik ab – eine 90/70-Auslegung ist bei mangelhafter Wärmedämmung oder unzureichender Heizkörperdimensionierung oft ein Indikator für Planungsdefizite.
✅ Zustimmung: Ralfs Einschätzung, dass 70/55 °C oder niedriger heute der energetisch und technisch angemessene Standard ist, ist fachlich vollständig korrekt und entspricht dem Stand der Technik gemäß VDIAbk. 2023, DIN EN 12831-1 und GEG.
🔴 Gefahr: Eine 90/70-Auslegung erschwert oder verhindert den Einsatz moderner hocheffizienter Wärmeerzeuger wie Brennwertkessel oder Wärmepumpen, da diese bei hohen Vorlauftemperaturen deutlich ineffizienter arbeiten oder gar nicht betrieben werden können.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass die HZAnlV bereits 1999 für diese Anlage maßgeblich gewesen wäre, ist falsch – die Verordnung trat erst am 1. Januar 2002 in Kraft; für 1999 galt die Heizungsanlagen-Verordnung vom 12.02.1982, die keine Niedertemperaturvorgaben enthielt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Energieberater (z. B. nach DIN 18599 oder mit Energieeffizienz-Experten-Liste) oder einen SHK-Fachplaner mit einer umfassenden Heizlast- und Auslegungsprüfung – inkl. Überprüfung der Heizkörperdimensionierung, der Wärmedämmung und der Regelungstechnik – um eine energetisch optimale, zukunftsfähige und rechtssichere Anpassung der Auslegungstemperatur vorzunehmen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass 90/70 °C für eine Neuanlage im sanierten Altbau heute als veraltet, energetisch ineffizient und technisch nicht zukunftsfähig einzustufen ist.
- Alle betonen die zentrale Bedeutung einer aktuellen Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 als Grundlage für jede Neuauslegung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt 70/55 °C als „üblich und effizienter“, ohne die Variabilität durch Heizflächen und Dämmstandard zu betonen.
- DeepSeek betont stärker die fehlende gesetzliche Festlegung einer konkreten Temperatur – stattdessen wird auf die geltenden Normen (GEG, DIN 4701-1) und die Planungsabhängigkeit verwiesen.
- Qwen konkretisiert niedrigere Zielwerte (z. B. ≤ 55 °C Vorlauf bei 40/30 °C) und benennt die GEG-§ 72 Abs. 2 explizit als verbindliche Grundlage.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek weist explizit auf die Gefahr der Unterdimensionierung hin, falls neue Vorlauftemperaturen ohne Anpassung der Heizflächen vorgesehen werden – dies fehlt bei GoogleAI und wird bei Qwen nur indirekt über „Heizkörperdimensionierung“ angesprochen.
- Qwen korrigiert die historische Rechtslage präzise: HZAnlV trat erst 2002 in Kraft – also nicht für die ursprüngliche 1999-Anlage maßgeblich (❌ Widerspruch zu einer falschen Annahme, die bei GoogleAI nicht explizit, aber implizit enthalten sein könnte).
❌ Widerspruch:
- GoogleAI spricht von „Vorschriften“, die „Vorlauftemperatur senken wollen“, ohne zu differenzieren – während DeepSeek und Qwen klarstellen: Es gibt keine gesetzlich festgeschriebene Temperatur, sondern eine Pflicht zur energetisch optimierten Auslegung. Die sicherere Einschätzung (Vorsichtsprinzip) folgt DeepSeek/Qwen: keine pauschale Vorgabe, sondern dokumentierte Optimierung.
👉 Empfehlung: Die Handlungsempfehlung von DeepSeek (Heizlastberechnung + Heizflächenprüfung + Fachplanerbeauftragung) ist am praxisnahsten und sichersten – sie vermeidet sowohl Überdimensionierung als auch Unterversorgung und erfüllt die GEG-Anforderung an Planungsqualität.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Aktualität von 90/70 °C ✅ Alle drei KI-Modelle bewerten 90/70 °C als veraltet, ineffizient und nicht zukunftsfähig – insbesondere für Neuanlagen im sanierten Altbau. Rechtliche Verbindlichkeit einer bestimmten Temperatur ⚠️ Keine gesetzlich festgeschriebene Vorlauftemperatur; stattdessen verbindliche Pflicht zur energetisch optimierten Auslegung gemäß GEG § 72 Abs. 2 – bestätigt durch DeepSeek und Qwen, korrigiert GoogleAI implizit. Erforderliche Grundlage für Neuauslegung ✅ Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist unverzichtbare Voraussetzung – durch alle drei Modelle eindeutig bekräftigt. Einfluss der Heizflächen ⚠️ DeepSeek hebt die Risiken einer pauschalen Temperatursenkung ohne Heizkörperanpassung hervor; GoogleAI und Qwen erwähnen dies nur allgemein – Abwägung erforderlich. Technische Kompatibilität mit modernen Erzeugern ❌ Qwen und GoogleAI warnen klar vor Unverträglichkeit mit Brennwertkesseln/Wärmepumpen; DeepSeek erwähnt dies nicht explizit – die strengere, sicherere Einschätzung (Qwen/GoogleAI) gilt. 👉 Handlungsempfehlung: Eine Neuauslegung mit 90/70 °C ist nicht zulässig, sofern keine dokumentierte, normkonforme Heizlastberechnung und technische Begründung vorliegt. Stattdessen ist eine auf die Gebäude- und Anlagensituation zugeschnittene Niedertemperatur-Auslegung (z. B. 70/55 °C oder darunter) unter Einbeziehung der Heizflächen- und Regelungstechnik zwingend erforderlich.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Konstruktive Unterversorgung bei pauschaler Temperatursenkung ohne Heizflächenanpassung Heizung erreicht Raumtemperatur nicht – dauerhafte Komforteinbußen, Kondensationsgefahr, Schimmelrisiko 🔴 Risiko Fehlende GEG-Konformität bei fehlender energetischer Optimierung Unzulässigkeit der Anlage, Bußgelder, Nachbesserungspflicht bei behördlicher Prüfung oder Verkauf 🔴 Risiko Unverträglichkeit mit Brennwertkessel oder Wärmepumpe Technische Ausschlussmöglichkeit moderner Erzeuger – höhere Energiekosten, verpasste Förderung, CO₂-Minderung unmöglich 🔴 Risiko Verkürzte Lebensdauer von Armaturen und Pumpen durch hohe Vorlauftemperaturen Früherer Austausch, erhöhte Wartungskosten, Leckagerisiko 🔴 Risiko Fehlende Regelungstechnik für Niedertemperaturbetrieb Ineffiziente Temperaturregelung, unnötige Energieverschwendung, hohe Heizkosten trotz Sanierung ✅ Chance Möglichkeit des Einsatzes einer Wärmepumpe mit Vorlauftemperatur ≤ 55 °C Massive Reduktion fossiler Energie, bis zu 90 % Förderung durch BAFA/KfW, langfristige Kostenersparnis ✅ Chance Senkung der Heizkosten durch optimierten Brennwertkesselbetrieb Jährliche Energieeinsparung von 15–30 %, schnelle Amortisation bei Modernisierung ✅ Chance Verbesserte Raumkomfortqualität durch geringere Oberflächentemperaturen und bessere Wärmeverteilung Gesundheitsvorteile (weniger Staub, geringere Lufttrockenheit), höhere Wohnqualität ✅ Chance Erhöhte Verkaufswertsteigerung durch nachweisbar moderne, effiziente Heiztechnik Marktprämie bis zu 5 % beim Verkauf, bessere Bewertung durch Energieausweis ✅ Chance Integration intelligenter Regelung und digitale Heizungsüberwachung Vorbeugende Wartung, Echtzeit-Verbrauchsmonitoring, Automatisierung nach Nutzungsprofil Orientierungshilfen
- Heizlastberechnung beauftragen: Lassen Sie unverzüglich eine normkonforme Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen zertifizierten SHK-Fachplaner durchführen – Basis für jede Auslegungsentscheidung.
- Heizflächen prüfen: Überprüfen Sie vor Ort, ob die vorhandenen Heizkörper oder Flächenheizungen für eine Auslegung mit ≤ 70/55 °C ausreichend dimensioniert sind – bei Zweifel: Vorab-Gutachten durch Heizkörperhersteller oder Fachplaner einholen.
- Vorlauftemperaturziel festlegen: Vereinbaren Sie mit dem Planer ein konkretes Auslegungsziel (z. B. 55/45 °C) und dokumentieren Sie die Begründung für das GEG-Verfahren (GEG § 72 Abs. 2), inkl. Wärmedämmung, Regelung und Wärmeerzeugerwahl.
- Wärmeerzeuger festlegen: Entscheiden Sie vor der Auslegung, ob ein Brennwertkessel oder eine Wärmepumpe eingesetzt werden soll – dies diktiert die maximal zulässige Vorlauftemperatur und beeinflusst die Heizflächenanpassung.
- Regelungstechnik anpassen: Planen Sie eine moderne, witterungsgeführte Regelung mit Vorlauftemperaturbegrenzung, Heizkurve und Raumfühler – keine reine Kesselfühler-Regelung.
- Förderung prüfen: Informieren Sie sich bei BAFA und KfW über Förderbedingungen – viele Programme fordern explizit eine Niedertemperatur-Auslegung (≤ 55 °C) für Wärmepumpen oder Brennwerttechnik.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Auslegungstemperatur
- Die Auslegungstemperatur einer Heizungsanlage bezeichnet die maximalen Vorlauf- und Rücklauftemperaturen, für die die Anlage dimensioniert ist, um einen Raum unter definierten Bedingungen (z.B. tiefste Außentemperatur) auf die gewünschte Innentemperatur zu beheizen. Sie wird in Grad Celsius angegeben und ist ein wichtiger Parameter für die Planung und den Betrieb von Heizungsanlagen.
Verwandte Begriffe: Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, Heizkurve. - Niedertemperaturheizung
- Eine Niedertemperaturheizung ist ein Heizsystem, das mit einer niedrigen Vorlauftemperatur (in der Regel unter 55 °C) arbeitet. Diese Systeme sind besonders effizient in Kombination mit modernen Heizkesseln und Flächenheizungen.
Verwandte Begriffe: Fußbodenheizung, Wärmepumpe, Brennwertkessel. - HZAnlVo
- Die Heizungsanlagenverordnung (HZAnlVo) ist eine deutsche Verordnung, die Anforderungen an den Betrieb von Heizungsanlagen stellt, um Energieeffizienz und Umweltschutz zu fördern. Sie enthält unter anderem Regelungen zur Wartung, Inspektion und Optimierung von Heizungsanlagen.
Verwandte Begriffe: Energieeinsparverordnung (EnEV), Gebäudeenergiegesetz (GEG), Heizkostenverordnung. - Vorlauftemperatur
- Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das vom Wärmeerzeuger (z.B. Heizkessel) zu den Heizkörpern oder Flächenheizungen transportiert wird. Sie ist ein wichtiger Parameter für die Wärmeabgabe und den Komfort in den beheizten Räumen.
Verwandte Begriffe: Rücklauftemperatur, Auslegungstemperatur, Heizkurve. - Rücklauftemperatur
- Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das von den Heizkörpern oder Flächenheizungen zurück zum Wärmeerzeuger (z.B. Heizkessel) fließt. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Effizienz der Wärmeübertragung und den Betrieb des Heizsystems.
Verwandte Begriffe: Vorlauftemperatur, Auslegungstemperatur, Heizkurve. - Brennwertkessel
- Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel, der die im Abgas enthaltene Wärme nutzt, um das Heizwasser vorzuwärmen. Dadurch wird der Wirkungsgrad des Kessels deutlich erhöht und der Energieverbrauch reduziert.
Verwandte Begriffe: Heizwert, Wirkungsgrad, Abgaswärme. - Flächenheizung
- Eine Flächenheizung ist ein Heizsystem, bei dem die Wärme über große Flächen (z.B. Fußboden, Wand, Decke) abgegeben wird. Diese Systeme ermöglichen eine gleichmäßige Wärmeverteilung und einen hohen Komfort bei niedrigen Vorlauftemperaturen.
Verwandte Begriffe: Fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenheizung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was bedeutet Auslegungstemperatur bei einer Heizungsanlage?
Die Auslegungstemperatur bezeichnet die Vorlauf- und Rücklauftemperatur des Heizwassers, für die die Heizungsanlage dimensioniert ist. Sie ist ein wichtiger Faktor für die Effizienz und den Betrieb der Anlage. - Warum sind niedrige Auslegungstemperaturen heutzutage üblich?
Niedrige Auslegungstemperaturen ermöglichen den Einsatz von effizienteren Heizkesseln (z.B. Brennwertkesseln) und reduzieren Wärmeverluste im System. Dies führt zu einem geringeren Energieverbrauch und niedrigeren Heizkosten. - Welche Rolle spielt die Heizungsanlagenverordnung (HZAnlVo) bei der Auslegungstemperatur?
Die HZAnlVo gibt Richtlinien und Grenzwerte für den Betrieb von Heizungsanlagen vor, um Energieeffizienz zu fördern. Sie kann indirekt Einfluss auf die Wahl der Auslegungstemperatur haben, indem sie Anreize für den Einsatz von Niedertemperaturheizungen schafft. - Was sind die Vorteile einer Niedertemperaturheizung?
Niedertemperaturheizungen arbeiten effizienter, da sie geringere Wärmeverluste haben und besser mit modernen Heizkesseln harmonieren. Sie sind auch besser geeignet für Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen. - Kann eine zu hohe Auslegungstemperatur Probleme verursachen?
Ja, eine zu hohe Auslegungstemperatur kann zu unnötigen Wärmeverlusten, einem höheren Energieverbrauch und einer geringeren Lebensdauer der Heizungsanlage führen. - Wie finde ich einen qualifizierten Heizungsfachmann für die Überprüfung der Auslegungstemperatur?
Suchen Sie nach zertifizierten Heizungsfachbetrieben in Ihrer Region und achten Sie auf Referenzen und Bewertungen. Fragen Sie nach Erfahrung mit Niedertemperaturheizungen und energieeffizienten Systemen. - Welche Alternativen gibt es zu einer konventionellen Heizungsanlage mit hoher Auslegungstemperatur?
Alternativen sind beispielsweise Brennwertkessel, Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und Blockheizkraftwerke. Diese Systeme arbeiten in der Regel mit niedrigeren Vorlauftemperaturen und sind energieeffizienter. - Was ist der Unterschied zwischen Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur?
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das vom Heizkessel zu den Heizkörpern oder Flächenheizungen fließt. Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Wassers, das vom Heizkörper oder der Flächenheizung zurück zum Heizkessel fließt.
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Die Größe eines Heizkörpers
bemisst sich bekanntlich nach dem Wärmebedarf eines jeden Raumes nach der DINAbk. 4701. Die Leistung moderner Heizflächen wird seit 1997 nach der europäischen Norm DIN EN 442 ermittelt, mit einer Normvorlauf- / Rücklauftemperatur von 75/65 °C bei einer Raumlufttemperatur von 20 °C.
Analog dazu wird eine Heizungsanlage nach diesen Parametern ausgelegt. Üblich ist heute aber eher 70/55 °, besser noch im Neubau 55/45 °C (so die überwiegende Anzahl der Herstellertabellen). Aber das würde ja eine Vergrößerung der Heizflächen und damit eine Verteuerung des Heizungsgewerks nach sich ziehen. Und dafür will ja kaum einer bezahlen ... wenn auch das Raumklima durch die größeren Strahlungsflächen viel angenehmer wäre.
Für uns kommt im Neubau sowieso nur noch ein Klimaboden (auch Fußboden"Heizung") genannt, oder eine Wand"Heizung" in Frage: Niedrigste Wassertemperaturen zum Einsatz erneuerbarer Energien.
Fazit: Vorgeschrieben ist nichts. Aber in Analogie zu den aufgeführten Normen wäre eine 90/70 °-Anlage nicht mehr "Stand der Technik", also erhebliche Energieverschwendung und demnach mit Mängeln behaftet und zu rügen.
Mit sonnigem Gruß ... Lb -
Bestätigung: Info zur Auslegungstemperatur Heizungsanlage
Danke
Danke erst mal für die Info, Ralf. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Auslegungstemperatur Heizungsanlage Neubau: 90/70 korrekt?
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob die Auslegungstemperatur von 90/70 für eine Heizungsanlage in einem sanierten Altbau aus dem Jahr 1999 noch zeitgemäß ist. Es wird der Vergleich zu Niedertemperatur-Anforderungen gemäß aktuellen Verordnungen wie der HZAnlVo gezogen. Die Größe der Heizkörper wird nach DINAbk. 4701 und DIN EN 442 bemessen, wobei moderne Anlagen eher auf 70/55 °C ausgelegt werden.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Leistung moderner Heizflächen wird seit 1997 nach DIN EN 442 ermittelt, wie im Beitrag Heizkörpergröße: Wärmebedarf nach DIN 4701/EN 442 erläutert wird. Dies hat Auswirkungen auf die Auslegung der gesamten Heizungsanlage.
✅ Zusatzinfo: Die Auslegungstemperatur einer Heizungsanlage im Neubau sollte idealerweise den Niedertemperatur-Anforderungen entsprechen, um die Energieeffizienz zu maximieren. Eine Anpassung an 70/55 °C oder niedriger ist oft sinnvoll.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Auslegungstemperatur Ihrer Heizungsanlage im Neubau und vergleichen Sie diese mit den aktuellen Niedertemperatur-Anforderungen. Beachten Sie dabei die Informationen aus dem Beitrag Heizkörpergröße: Wärmebedarf nach DIN 4701/EN 442 zur korrekten Dimensionierung der Heizflächen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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