1. Bei der Sortenwahl sollte man auf wertvolle alte Sorten achten. Unsere Tomatensamen waren von einer rumänischen Bekannten, die Paprikasamen aus Früchten von einem rumänischen Wochenmarkt. Oft sind diese Sorten viel schmackhafter, als das was es an Saatgut zu kaufen gibt.
2. Nicht alle Gemüsearten sind Sandbodenfreunde. Gurken, Möhren, Zwiebeln (erstaunlicherweise) bevorzugen bindigere Böden. Man sollte sich auf solche Arten konzentrieren, denen der Boden zusagt oder die sich Sandboden gegenüber tolerant verhalten. Dazu gehört Knoblauch, Rote Beete, Erbsen, Knollenfenchel, Tomaten, Paprika, Zucchini und Kürbis.
3. Paprika, Kürbisse, Zucchini, Fenchel, Zwiebeln und Auberginen stehen jeweils in einem Trichter aus Erdreich. So lassen sie sich einerseits gut gießen, Wasser und aufgeschlossene Nährstoffe kommen direkt an die Wurzeln und der Erdboden bleibt länger feucht. Auch Regenfälle können besser ausgenutzt werden und das Mikroklima ist besser.
4. Düngen nach Beschau. Auf Sandboden werden die Nährstoffe durch das viele Gießen leicht ausgewaschen. Geht die Blattfarbe von dunkelgrün nach hellgrün helfen Hornspäne oder Kompostextrakt.
5. Beim vereinzeln verschiedener Gemüse muss nicht alles Herausgezogene auch auf den Kompost wandern. Viele Gemüsearten lassen sich nach dem Zupfen aus der Reihe neu aufpflanzen und wachsen oftmals besser als die verbliebenen Pflanzen (z.B. Rote Beete, Knollenfenchel). Humoser Sandboden hat auch Vorteile. Er erwärmt sich wegen des geringen Wassergehaltes und des hohen Humusgehaltes schnell. Stehende Nässe tritt nicht auf, sodass es selten zu Fäulnis kommt. Schnecken meiden den trockenen Oberboden. Mit der richtigen Bewässerung und ausreichenden Kompostgaben lassen sich gute Ernten erzielen. Tjards Wendebourg Gartenberater für CONNATUR