Feuchte Fenster innen nach Fenstertausch: Ursachen, Maßnahmen & optimale Lüftung?
In diesem Forum sind Sie: Fenster und Außentüren📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 15.01.2026
Nach dem Fenstertausch auftretende Kondenswasserbildung kann verschiedene Ursachen haben, darunter die Randausbildung der Scheiben, unzureichender Glaseinstand im Rahmen und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Regelmäßiges Lüften und Heizen sind wichtige Maßnahmen zur Reduzierung der Feuchtigkeit. Die Informationen auf der Homepage von Herrn Ries (KHRies) können hilfreich sein, um die Problematik besser zu verstehen.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 📊 Fakten/Zahlen · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Feuchte Fenster innen nach Fenstertausch: Ursachen, Maßnahmen & optimale Lüftung?
Ich habe im Sommer meine alten Aluminium-Fenster gegen neue Kunststoff-Fenster (Finstral) austauschen lassen. Unter anderem deswegen, weil die alten Scheiben im Winter immer von innen feucht wurden. Die Scheiben in den neuen Fenstern haben einen K-Wert von 1.1 (38 dbAbk. Schalldämmung), werden aber auch feucht! Zwar nicht so stark wie die alten (K-Wert größer 3?) aber eben auch, was ich eigentlich nicht mehr haben wollte.
Nun zu den Messwerten. Die Tröpfchenbildung setzt bei Außentemperaturen unter 0 Grad ein, ist nur am unteren Rand (je nach Außentemperatur 1-3 cm hoch) der Scheiben. Die Luftfeuchte in der Wohnung schwankt zwischen 45 und 55 Prozent, die Temperatur fällt (Dank der neuen Fenster) nachts nicht unter 19 Grad. Es spielt eigenartigerweise keine Rolle ob die Heizkörper nachts durchlaufen oder ausgeschaltet sind.
Vor ca. 1 Jahr haben wir schon einmal ein Teil einer Fensterfront mit gleichen Scheibenwerten (1.1/38 db) tauschen lassen, hier waren die Fenster von Astral. Hier tritt das Problem nicht auf!
Nun meine Frage: Ist Abhilfe möglich? Kann man auf Nachbesserung bestehen oder muss man eine "Befeuchtung" im Winter hinnehmen?
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Sofortige thermografische Oberflächentemperaturmessung am Fensteranschluss (Laibung, Sturz, Fensterbank) erforderlich – Kondensation am unteren Scheibenrand deutet auf lokal unterschrittenen Taupunkt hin und birgt Schimmelrisiko.
🔴 KRITISCH: Prüfung der Einbausituation durch zertifizierten Sachverständigen für Fenstertechnik oder Feuchteschäden – Wärmebrücken im Anschlussbereich sind nicht durch den Fenster-K-Wert abgedeckt und können baurechtlich nachgebessert werden.
⚠️ WICHTIG: Kein Dauerlüften oder Heizungsausfall nachts – stattdessen 3–4x täglich stoßlüften (5 Min.) bei geöffneten Fenstern und freier Konvektion vor Heizkörpern, um absolute Luftfeuchte abzuführen.
⚠️ WICHTIG: Keine Eigenkorrekturen am Fensterdichtsystem oder Anschluss – unzulässige Eingriffe können die Herstellergarantie erlöschen lassen und Wärmebrücken verschärfen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Nach dem Fenstertausch und dem Auftreten von Feuchtigkeit an der Innenseite der neuen Fenster, gilt es, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Ein niedriger K-Wert (hier 1.1) der neuen Fenster bedeutet zwar eine gute Wärmedämmung, kann aber bei hoher Luftfeuchtigkeit im Innenraum und niedrigen Außentemperaturen trotzdem zu Kondenswasserbildung führen.
Ich empfehle folgende Schritte zur Problemlösung:
- Überprüfung der Luftfeuchtigkeit: Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60% ist ideal. Messen Sie die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.
- Regelmäßiges Lüften: Mehrmals täglich Stoßlüften (5-10 Minuten) hilft, die feuchte Luft auszutauschen.
- Heizverhalten anpassen: Sorgen Sie für eine gleichmäßige Temperatur in allen Räumen. Vermeiden Sie das Auskühlen einzelner Räume.
- Fensterdichtungen prüfen: Stellen Sie sicher, dass die Fenster korrekt eingestellt sind und dicht schließen, aber dennoch eine minimale Luftzirkulation ermöglichen.
Die Tröpfchenbildung am Rand der Scheiben kann auf Wärmebrücken hindeuten.
👉 Handlungsempfehlung: Beobachten Sie das Verhalten der Fenster über einen längeren Zeitraum und protokollieren Sie Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Lüftungsverhalten. Bei anhaltenden Problemen sollten Sie einen Fensterfachbetrieb oder einen Energieberater hinzuziehen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt ein typisches Problem nach einem Fenstertausch: Trotz neuer, energetisch besserer Fenster (U-Wert 1,1 W/m²K) tritt an den Scheiben Kondensat auf. Die gemessene Raumluftfeuchte von 45-55% bei einer Raumtemperatur von mindestens 19°C ist für Wohnräume im Winter normal. Die Tatsache, dass die alten Fenster stärker betroffen waren, deutet darauf hin, dass die neuen Fenster die Raumluftfeuchte nicht ausreichend abführen können.
🔴 Gefahr: Die anhaltende Feuchtigkeit am unteren Scheibenrand kann zu Schimmelbildung im Bereich der Fensterlaibung und des Rahmens führen. Dies stellt ein Gesundheitsrisiko dar und kann die Bausubstanz schädigen. Die Aussage, dass die Heizung nachts keinen Einfluss hat, ist ein starkes Indiz für eine unzureichende Luftzirkulation oder eine zu hohe absolute Luftfeuchte.
➕ Ergänzung: Der entscheidende Unterschied zu den bereits getauschten Astral-Fenstern liegt vermutlich in der Bauart oder der Einbausituation. Mögliche Ursachen sind: eine schlechtere Wärmedämmung des Glasrandverbunds (sogenannte "Warm Edge"-Technologie), eine unzureichende Konvektion am Fenster durch Heizkörper unter dem Fenster oder eine zu hohe Dichtigkeit der neuen Fenster, die den natürlichen Luftaustausch unterbindet.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass neue Fenster grundsätzlich kein Kondensat bilden dürfen, ist falsch. Bei einer Raumluftfeuchte von 55% und einer Außentemperatur von -10°C liegt der Taupunkt bei etwa 9,5°C. Die Oberflächentemperatur des Glases kann an den Rändern durchaus unter diesen Wert fallen. Das Problem ist also physikalisch erklärbar, aber nicht zwangsläufig ein Mangel der Fenster.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Oberflächentemperatur der Fenster mit einem Infrarot-Thermometer messen, um Kältebrücken zu identifizieren. Überprüfen Sie die Luftfeuchte mit einem Hygrometer und reduzieren Sie diese durch gezieltes Stoßlüften (3-4x täglich für 5 Minuten). Stellen Sie sicher, dass die Heizkörper frei sind und die warme Luft ungehindert an die Scheibe gelangen kann. Sollte das Problem bestehen bleiben, beauftragen Sie einen unabhängigen Sachverständigen für Fenstertechnik, der die U-Werte und die Einbausituation prüft. Eine Nachbesserung durch den Fensterbauer kann nur gefordert werden, wenn die vereinbarten U-Werte nicht eingehalten werden oder ein Montagefehler vorliegt.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt anhaltende innenseitige Fensterkondensation nach dem Austausch alter Aluminium-Fenster gegen hochwertige Kunststoff-Fenster mit K-Wert 1.1 – trotz deutlich verbesserter Wärmedämmung und stabiler Raumtemperatur (19 °C) sowie moderater Luftfeuchte (45–55 %).
🔴 Gefahr: Die Kondensation am unteren Scheibenrand deutet auf eine lokale Wärmebrücke hin – möglicherweise im Fensteranschluss (z. B. unzureichende Dämmung im Sturz-, Brüstungs- oder Laibungsanschluss), im Fensterrahmen selbst (z. B. fehlende thermische Trennung im Unterflügel) oder in der Fensterbankkonstruktion. Solche Kondensationsstellen sind potenzielle Schimmelherde, insbesondere bei langfristiger Feuchteansammlung.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass ein K-Wert von 1.1 grundsätzlich Kondensation ausschließt, ist fachlich unzutreffend: Der Gesamt-Wärmedurchgangskoeffizient (Uw) berücksichtigt nur die Fensterfläche – nicht die Wärmebrücken im Anschlussbereich, die den effektiven U-Wert vor Ort deutlich verschlechtern können.
➕ Ergänzung: Der Vergleich mit den Astral-Fenstern zeigt, dass die konstruktive Ausführung (z. B. Tiefe der Fensterbank, Dämmung der Laibung, Art der Dichtung im Anschluss) entscheidend ist – nicht nur der Scheiben-K-Wert. Auch die Raumluftströmung (z. B. behinderte Konvektion durch Möbel oder Vorhänge vor Heizkörpern) kann die Kondensation begünstigen.
✅ Zustimmung: Die gemessenen Raumluftwerte (45–55 % RH bei 19 °C) liegen im technisch unbedenklichen Bereich – die Kondensation ist daher nicht primär luftfeuchtebedingt, sondern resultiert aus lokalen Oberflächentemperaturen unter dem Taupunkt.
❌ Widerspruch: Die Aussage, dass eine "Befeuchtung im Winter hinzunehmen" sei, ist fachlich nicht vertretbar: Kondensation an Fenstern nach Modernisierung ist ein Indikator für Planungs- oder Ausführungsfehler – kein "normaler" Zustand.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Energieberater (z. B. nach DINAbk. EN 13384 oder mit Zertifizierung nach Energie-Effizienz-Expertenliste) oder einen Sachverständigen für Feuchteschäden zur thermografischen Oberflächentemperaturmessung und detaillierten Bauwerksanalyse – insbesondere des Fensteranschlusses. Eine Nachbesserung ist bei nachweisbarem Mangel im Anschlussbereich rechtlich durchsetzbar.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Raumluftfeuchte von 45–55 % und Raumtemperatur von 19 °C sind technisch unbedenklich – die Kondensation ist nicht primär luftfeuchtebedingt.
- Alle drei identifizieren die Kondensation am unteren Scheibenrand als Indiz für eine lokale Wärmebrücke – sowohl im Glasrandverbund als auch im Fensteranschluss (Laibung/Sturz/Fensterbank).
- Alle drei warnen vor gesundheitlichen und baulichen Folgen bei anhaltender Feuchtigkeit: Schimmelbildung, Baustoffschädigung, gesundheitliche Risiken.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI betont stärker das Lüftungs- und Heizverhalten als Hauptsteuerungsfaktor, während DeepSeek und Qwen die bauliche Ursache (Anschluss, Wärmebrücke) als dominierend einstufen.
- Qwen lehnt die Aussage „Befeuchtung im Winter hinzunehmen“ explizit ab als fachlich nicht vertretbar – GoogleAI und DeepSeek erwähnen dies nicht direkt, räumen aber ein, dass Kondensation physikalisch erklärbar ist.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek nennt konkret die mögliche Rolle der „Warm Edge“-Technologie und der Heizkörperkonvektion – nicht in den anderen Analysen vertieft.
- Qwen betont die Rechtssicherheit: Bei nachweisbarem Mangel im Anschlussbereich ist Nachbesserung durch den Fensterbauer rechtsverbindlich durchsetzbar – dies fehlt bei GoogleAI und DeepSeek.
❌ Widerspruch:
- Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme, dass ein K-Wert von 1.1 „grundsätzlich Kondensation ausschließt“ – GoogleAI erwähnt zwar den physikalischen Zusammenhang, vermittelt aber indirekt den Eindruck, dass bessere Fenster weniger Kondensat zeigen sollten; DeepSeek korrigiert dies ebenfalls, aber weniger klar als Qwen.
👉 Empfehlung: Priorisiere die sicherere, bauwerksbezogene Einschätzung von Qwen und DeepSeek: Kondensation nach Fenstertausch ist kein „normaler Winterzustand“, sondern ein Indikator für planerische oder ausführungsbedingte Defizite im Anschluss – thermografische Prüfung vor Ort ist daher zwingend.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Ursache der Kondensation ✅ Konsens Physikalisch bedingt durch lokale Oberflächentemperaturen unter dem Taupunkt – primär durch Wärmebrücken im Fensteranschluss oder Glasrandverbund, nicht durch zu hohe Raumluftfeuchte. Gesundheitsrisiko ✅ Konsens Anhaltende Feuchtigkeit am unteren Scheibenrand birgt signifikantes Schimmelrisiko in Laibung und Fensterbank – gesundheits- und bauschädlich. Raumluftfeuchte (45–55 %) ✅ Konsens Liegt im normgerechten Bereich – ist nicht die Ursache, sondern wirkt verstärkend bei lokalen Wärmebrücken. Rechtliche Durchsetzbarkeit ⚠️ Abwägung Qwen betont klare Nachbesserungspflicht bei nachweisbarem Anschlussmangel; GoogleAI und DeepSeek erwähnen dies nicht – Konsens: Nachweis durch Sachverständigen ist entscheidend für Rechtsanspruch. K-Wert 1.1 als Garantie gegen Kondensation ❌ Widerspruch Qwen widerspricht klar; DeepSeek korrigiert; GoogleAI bleibt vorsichtig – sicherer Konsens: Der K-Wert bezieht sich nur auf die Fensterfläche, nicht auf den Anschluss – daher keine Kondensationsgarantie. 👉 Handlungsempfehlung: Kondensation an neuen Fenstern ist kein physikalisches „Muss“, sondern ein Bauwerksindikator – thermografische Untersuchung des Fensteranschlusses durch zertifizierten Sachverständigen unverzüglich veranlassen.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Schimmelbildung in Fensterlaibung durch anhaltende Kondensation Gesundheitsgefährdung (Atemwegserkrankungen), teure Sanierung, Wertminderung der Immobilie 🔴 Risiko Unbemerkte Feuchteschäden im Sturz- oder Brüstungsbereich Materialverfall (Holz, Putz, Mauerwerk), Bausubstanzschädigung, spätere Sanierungskosten mehrfach höher 🔴 Risiko Fehlende thermische Trennung im Fensteranschluss (z. B. fehlende Laibungsdämmung) Dauerhafte Wärmebrücke – erhöhte Heizkosten, Energieverlust, dauerhafte Kondensation 🔴 Risiko Unzureichende Dokumentation der Einbausituation seitens des Fensterbauers Rechtliche Durchsetzbarkeit von Nachbesserung erschwert, Beweislast liegt beim Auftraggeber 🔴 Risiko Unzureichende Luftzirkulation durch Möbel oder Vorhänge vor Heizkörpern Reduzierte Oberflächentemperatur am Glas, verstärkte Kondensation, ineffiziente Heizwirkung ✅ Chance Thermografische Anschlussprüfung als Früherkennung für weitere Sanierungspotenziale Proaktive Sanierung weiterer Wärmebrücken im Gebäude – langfristig höhere Energieeffizienz ✅ Chance Nachweis eines Anschlussmangels als Ansatz für ganzheitliche Fensterbank- oder Laibungsmodernisierung Verbesserte Wohnqualität, dauerhafte Kondensationsfreiheit, Steigerung des Immobilienwerts ✅ Chance Integration einer hygroregulativen Lüftungssteuerung (z. B. mit Feuchtesensor) Automatisierter Feuchteausgleich, reduzierter Energieverbrauch durch bedarfsgerechtes Lüften ✅ Chance Klare Dokumentation (Thermobilder, Gutachten) als Grundlage für zukünftige Energieberatung oder Förderanträge Rechtssicherer Nachweis für Förderprogramme (z. B. BAFA), steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten ✅ Chance Erhöhung der Planungssicherheit für Folgeprojekte durch Erfahrung mit Anschlussoptimierung Vermeidung gleichartiger Fehler bei weiteren Fenstertauschen oder Sanierungen Orientierungshilfen
- Thermografische Prüfung veranlassen: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Energieberater (z. B. aus der Energie-Effizienz-Expertenliste) oder einen Sachverständigen für Feuchteschäden mit einer Infrarot-Thermografie am betroffenen Fenster – besonders im Anschlussbereich (Laibung, Sturz, Fensterbank).
- Dokumentation anlegen: Sammeln Sie alle Unterlagen zum Fenstertausch: Vertrag, Herstellerdatenblätter (Uw-Wert), Einbauplan, Fotos der Kondensation (mit Datum und Raumtemperatur/Feuchte) sowie Messwerte von Hygrometer und Thermometer.
- Heizkörperfreigabe prüfen: Stellen Sie sicher, dass Heizkörper vor den Fenstern frei sind – keine Möbel, Gardinen oder Vorhänge, die die Konvektion behindern; ggf. Heizkörperthermostate um 0,5 K anheben.
- Lüftungsverhalten optimieren: Führen Sie 3–4x täglich 5-minütiges Stoßlüften bei voll geöffneten Fenstern durch – immer bei geöffneten Zimmertüren für Luftwechsel im ganzen Bereich.
- Fensterbauer schriftlich informieren: Teilen Sie dem Fensterbauer den Befund mit und fordern Sie schriftlich eine Stellungnahme zur Einbausituation – unter Hinweis auf mögliche Nachbesserungspflicht bei Anschlussmangel.
- Herstellerdaten prüfen: Vergleichen Sie die garantierten Uw-Werte mit den tatsächlichen Einbaubedingungen – ein abweichendes Verhalten kann auf fehlende Wärmedämmung im Anschluss hindeuten.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- K-Wert (U-Wert)
- Der K-Wert, auch U-Wert genannt, ist ein Maß für die Wärmedämmung eines Bauteils (z.B. Fenster). Er gibt an, wie viel Wärme pro Stunde und pro Quadratmeter Fläche bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin (1 °C) zwischen innen und außen durch das Bauteil hindurchgeht. Je niedriger der K-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, Wärmedurchgangskoeffizient, Fenstertechnik - Luftfeuchtigkeit
- Die Luftfeuchtigkeit gibt den Anteil von Wasserdampf in der Luft an. Sie wird meist als relative Luftfeuchtigkeit in Prozent angegeben. Eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Kondenswasserbildung.
Verwandte Begriffe: Relative Luftfeuchtigkeit, Wasserdampf, Kondensation - Stoßlüften
- Stoßlüften ist eine effektive Methode, um die Luft in einem Raum schnell auszutauschen. Dabei werden die Fenster für kurze Zeit (5-10 Minuten) vollständig geöffnet, um einen schnellen Luftaustausch zu gewährleisten.
Verwandte Begriffe: Querlüften, Fensterlüftung, Luftaustausch - Wärmebrücke
- Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in der Gebäudehülle, an dem Wärme schneller nach außen abgeleitet wird als in anderen Bereichen. Wärmebrücken können zu kälteren Oberflächen im Innenraum führen, was die Kondenswasserbildung begünstigt.
Verwandte Begriffe: Wärmeableitung, Kondensation, Bauphysik - Fensterdichtigkeit
- Die Fensterdichtigkeit beschreibt, wie gut ein Fenster gegen das Eindringen von Luft und Feuchtigkeit von außen abdichtet. Eine gute Fensterdichtigkeit ist wichtig, um Wärmeverluste und Zugluft zu vermeiden.
Verwandte Begriffe: Luftdichtheit, Fenstertechnik, Isolierung - Kondensation
- Kondensation ist der Übergang von einem gasförmigen Zustand (z.B. Wasserdampf) in einen flüssigen Zustand (z.B. Wasser). Kondensation tritt auf, wenn warme, feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft.
Verwandte Begriffe: Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Taupunkt - Schimmelbildung
- Schimmelbildung entsteht, wenn Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum auf Oberflächen vorhanden ist. Schimmel kann gesundheitsschädlich sein und sollte vermieden werden.
Verwandte Begriffe: Feuchtigkeit, Luftfeuchtigkeit, Bausubstanz
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum habe ich trotz neuer Fenster feuchte Scheiben?
Neue, dichtere Fenster reduzieren den Luftaustausch. In Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit im Raum und niedrigen Außentemperaturen kann Kondenswasser entstehen, da die warme, feuchte Luft an der kalten Scheibe kondensiert. - Was bedeutet der K-Wert bei Fenstern?
Der K-Wert (auch U-Wert genannt) gibt an, wie gut ein Fenster Wärme dämmt. Je niedriger der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Ein niedriger K-Wert allein verhindert jedoch keine Kondenswasserbildung. - Wie oft sollte ich lüften, um feuchte Fenster zu vermeiden?
Ich empfehle, mehrmals täglich (3-4 Mal) für 5-10 Minuten stoßzulüften. Dabei werden die Fenster vollständig geöffnet, um einen schnellen Luftaustausch zu gewährleisten. Vermeiden Sie dauerhaft gekippte Fenster, da dies zu Wärmeverlusten führt. - Welche Luftfeuchtigkeit ist ideal in Wohnräumen?
Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60% wird als ideal angesehen. Eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt die Kondenswasserbildung und Schimmelbildung. - Kann die Heizung das Problem mit feuchten Fenstern beeinflussen?
Ja, eine gleichmäßige Beheizung aller Räume ist wichtig. Kalte Räume begünstigen die Kondenswasserbildung. Stellen Sie sicher, dass die Heizkörper unter den Fenstern nicht verdeckt sind, damit die warme Luft zirkulieren kann. - Was sind Wärmebrücken und wie beeinflussen sie feuchte Fenster?
Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen abgeleitet wird als in anderen Bereichen. Sie können zu kälteren Oberflächen an den Fensterrahmen oder -ecken führen, was die Kondenswasserbildung begünstigt. - Sollte ich einen Luftentfeuchter verwenden?
Ein Luftentfeuchter kann helfen, die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu reduzieren, insbesondere in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Badezimmer oder Küche. Er sollte jedoch nicht die Ursachenbekämpfung (Lüften, Heizverhalten) ersetzen. - Was kann ich tun, wenn die Fenster weiterhin feucht bleiben?
Wenn die genannten Maßnahmen nicht helfen, sollten Sie einen Fensterfachbetrieb oder einen Energieberater kontaktieren. Diese können die Situation vor Ort beurteilen und spezifische Empfehlungen geben, z.B. zur Verbesserung der Fensterdichtigkeit oder zur Beseitigung von Wärmebrücken.
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Kondenswasserbildung – Ursachen an Glasleisten & Scheibenrand
das ist zumindest erklärbar
(ob und was man da nachbessern kann oder muss ist eine andere Sache), da bei den normalen eckigen Glasleisten - es gibt deshalb auch Vorschläge für schräg geschnittene) gerade in die ersten drei cm keine Luft zum wiederabtrockenen des Tauwassers kommt, daneben ist durch die metallenen Verbindesstege der U-Wert der Scheiben in genau demselben Bereich auch nicht so gut wie im Mittelbereich und wenn dann die Luftfeuchte noch etwas höher ist ..., ist eben Physik, ab welcher Temperatur der Taupunkt dann 'da' ist -
Fenster: Scheibenrand-Ausbildung beeinflusst Kondenswasserbildung
Randausbildung!
Ich denke (Achtung! Laienmeinung), dass das Problem nicht eines des K- / U- oder wie auch immer genannten Wertes ist, sondern der Tatsache, wie die Scheibenränder ausgebildet sind. Die Scheibenmitte Glas/Luft (Gas) /Glas hat mit Sicherheit einen besseren Dämmwert als der Scheibenrand (Glas/Metall/Glas). Vielleicht gibt es hier verschiedene Materialien für die Distanzausbildung, welche eben die Wärme nicht so gut ableiten. -
Entschuldigung – Antwortredundanz zum Thema Kondenswasser
Oh, sorry jfd!
hatte Ihr Posting nicht gelesen. Hätte meine Antwort sparen können. -
KHRies Homepage: Detaillierte Infos zu feuchten Fenstern
Homepage KHRies
Hallo Florian,
das Problem ist bestens beschrieben auf der Homepage von Herrn Ries.
MfG -
Feuchte Fenster trotz Lüften – Ursachen & Dämmwert-Probleme
Nochmals zu meinen Fenstern
Hallo. Erst mal vielen Dank für die so schnellen, zahlreichen Antworten.
Die Seite von Herrn Ries ist leider nicht hilfreich. Ich vergaß zu erwähnen, dass am Tag mehrmals, bis zu 5 mal in jedem Raum Fenster geöffnet werden, was die Feuchte jeweils immer um ca. 5 Prozent senkt.
Die Glasleisten sind bei Finstral-Fenstern nicht mehr eckig, sondern abgeschrägt. Nochmal als Hinweis: Bei den vormals getauschten Fenstern, die keine abgeschrägten Glasleisten haben, (Astral-Fenster) tritt keine Befeuchtung auf! Diese Fenster sind auf der gleichen (West-) Seite des Hauses. Ich vermute einen Konstruktionsfehler bei den Fenstern. Es kann ja eigentlich nicht sein, das der Effekt bei Fenstern mit identischen Dämmwerten und in der gleichen Wohnung (Zimmertüren sind immer alle geöffnet) einmal auftritt und einmal nicht.
Dank nochmal für die bisherigen Antworten ... Florian Wilcke -
Fenster-Check: Glaseinstand im Rahmen beeinflusst Tauwasserbildung
Glaseinstand
Überprüfen Sie mal die Länge des Glaseinstands im Rahmen bei Ihren beiden Fenstertypen. Ich denke mal, bei dem Fenster mit Tauwasserbildung ist der Einstand kleiner. Bei den von Ihnen genannten Werten (19 °C und ca. 50 % rF) liegt der Taupunkt bei ca. 8 °C. Und wenn die Scheibenoberfläche innen diese Temperatur unterschreitet, dann wird's halt feucht. Heizen nützt da nichts, den durch Heizen wird nur die relative, aber nicht die absolute Luftfeuchtigkeit gesenkt.
Es hilft in der Tat nur Lüften, Lüften und nochmals Lüften. -
Feuchtigkeitsschäden? – Holz-Aluminiumfenster & Kondenswasser
Schadet diese Feuchtigkeit Holz-Aluminiumfenster
Bei unseren Fenstern, WERU-Classico, tritt dieses Problem auch auf. Für unseren Neubau habe ich schon mal überlegt aus Schönheitsgründen Holz-Aluminiumfenster einzusetzen, aber meine Frau meint dass diese Feuchtigkeit dazu führen könnte dass das Holz zu faulen anfängt.
Was meinen die Fachleute dazu?
Danke! Günter -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Feuchte Fenster nach Fenstertausch: Ursachen und Lösungen
💡 Kernaussagen: Nach dem Fenstertausch auftretende Kondenswasserbildung kann verschiedene Ursachen haben, darunter die Randausbildung der Scheiben, unzureichender Glaseinstand im Rahmen und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Regelmäßiges Lüften und Heizen sind wichtige Maßnahmen zur Reduzierung der Feuchtigkeit. Die Informationen auf der Homepage von Herrn Ries (KHRies) können hilfreich sein, um die Problematik besser zu verstehen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Kondenswasserbildung – Ursachen an Glasleisten & Scheibenrand kann die Kondenswasserbildung an den Glasleisten durch mangelnde Luftzirkulation und den U-Wert der Scheibenränder begünstigt werden.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Fenster: Scheibenrand-Ausbildung beeinflusst Kondenswasserbildung betont, dass die Art der Scheibenrand-Ausbildung einen wesentlichen Einfluss auf die Kondenswasserbildung hat. Unterschiedliche Materialien für die Distanzausbildung können hier eine Rolle spielen.
📊 Fakten/Zahlen: Im Beitrag Fenster-Check: Glaseinstand im Rahmen beeinflusst Tauwasserbildung wird darauf hingewiesen, dass bei einer Raumtemperatur von 19 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 % der Taupunkt bei ca. 8 °C liegt. Unterschreitet die Scheibenoberfläche diese Temperatur, bildet sich Kondenswasser.
🔧 Praktische Umsetzung: Überprüfen Sie den Glaseinstand im Rahmen, wie in Fenster-Check: Glaseinstand im Rahmen beeinflusst Tauwasserbildung beschrieben. Ein kleinerer Einstand kann die Tauwasserbildung begünstigen. Achten Sie auf regelmäßiges Lüften, um die Luftfeuchtigkeit zu senken, wie im Beitrag Feuchte Fenster trotz Lüften – Ursachen & Dämmwert-Probleme erwähnt.
👉 Handlungsempfehlung: Analysieren Sie die Ursachen für die feuchten Fenster, indem Sie die Hinweise in den Beiträgen Kondenswasserbildung – Ursachen an Glasleisten & Scheibenrand, Fenster: Scheibenrand-Ausbildung beeinflusst Kondenswasserbildung und Fenster-Check: Glaseinstand im Rahmen beeinflusst Tauwasserbildung berücksichtigen. Passen Sie Ihr Lüftungsverhalten an und prüfen Sie die Dämmwerte der Fenster.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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