ich habe kürzlich von meinem Bauträger die Statikunterlagen (und EnEVAbk.-Nachweis) bekommen.
Es geht um diesen Grundriss:
Mir stellen sich jetzt folgende Fragen:
1. Sollte ich mir von meinem Bauträger im Erker einen deckengleichen Unterzug gegen Aufpreis einsetzen lassen, um im Bereich U8 die Spannlängen der Hebel-Deckenelemente von 5,72 m auf ca. 4,2 m zu verkürzen?
Würde das im Hinblick auf das Schwingungsverhalten der Porenbeton-Decke etwas bringen?
Der Statiker war eher nicht so begeistert - er kam mir aber eher bequem vor und wiegelte ab ".. bei Einfamilienhaus gebe es eh keine Schallschutzanforderung" (da hat er natürlich recht!)
2. Dehnungsfugen Estrich (rot gestrichelt):
Würdet Ihr die Dehnungsfugen ähnlich setzen? Ich habe das jetzt mal so vorgesehen, weil ich davon ausging, dass eine einzige Estrichscheibe für den WZ/Küchenbereich (ca. 68 m²) doch zu Rissproblemen führen würde.
3. Was wäre am besten, um den Schall (v.a. Trittschall runter ins UGAbk.-Büro) zu kontrollieren?
Luftschall scheint eher nicht ein Problem zu werden. Es geht, um tiefe Frequenzen, die durch die rel. hohe Elastizität des Porenbetons durch Eigenschwingen angeregt werden.
In den Musterhäusern des Bauträgers werden deshalb meist nur Spannlängen bis ca. 4,5 m verbaut, und dann ist es für mein Empfinden auch OK. Ich kann es aber nicht für so große Längen einschätzen ...
4. Macht es Sinn, wenn zur Küche eh eine Dehnungsfuge gesetzt werden muss hier auch einen extra Heizkreislauf zu legen?
5. Sollte man auf die 2. Bewegungsfuge im WZ evtl. doch verzichten?
die Daten:
Porenbeton Deckenplatten 62,5 cm breit, 25 cm hoch, Rohdichte 0,55
Fußbodenaufbau:
4,0 cm PS 20 SE40 WLG 035
3,0 cm PST 30-2 WLG 040
6,0 cm AE 20-S60 H45
FLIESEN 45x45
Spannlängen der Hebel-Decken:
U1:4,25 m
U2:5,03 m
U8:5,72 m
U3:3,60 m
Außenwände: Porenbeton PPW2, Rohdichte 0,35, 36.5 cm stark
Innenwände: alle 24 cm, sonst wie Außenwände
unter alle Wände ca. 1 cm Gummischrot.
Vielen Dank im Voraus.