Einleitung:
- Ich bin gerade dabei, das Dachgeschoss auszubauen und bräuchte Tipps, wie ich in meiner baulichen Situation den Fußboden (Holzbalkendecke) hinsichtlich Schallschutz am besten aufbaue. Habe natürlich auch im Forum gesucht und auch einige gute Threads zu der Thematik gefunden. Aber jede bauliche Situation ist anders, und so ist es auch in meinem Fall. Ich wäre daher erfreut, wenn der/die eine oder andere seine Meinung äußern würde ...
Situationsbeschreibung:
- Massivhaus Baujahr. 75 mit Holzbalkendecke zwischen EG und DGAbk.
- Dachneigung ca. 30 Grad
- Deckenhöhe in Raummitte ca. 2,15 Meter
- Große Gaupe mit 4 Fenstern, 5 Meter lang, dort Deckenhöhe zw. 2,3 und 3,0 Meter)
- kein Kniestock
- Drempel ca. 0,90 Meter hoch, beidseitig aus 12x12 cm Vollholz, durch den Spanplattenboden mit den EGAbk.-Deckenbalken verschraubt
- Grundfläche ca. 5x9 Meter (netto, ohne Drempel)
Bodenaufbau:
- 19 mm Spanplatte mit Schnellbauschrauben (!) direkt auf die Deckenbalken verschraubt
- Balkenlage ca. 10x18 cm, in ca. 60 cm Abstand
- Zwischen den Balken: 5 cm Luft; 5 cm Glaswolle unkaschiert; Zwischenboden aus 19 mm rauen Brettern lose verlegt auf Dachlatten, die Dachlatten sind seitlich an die Deckenbalken genagelt; 5 cm Luft;
- unter den Deckenbalken: Querlattung, daran Rigips bzw. Hemlocktanne-Profilholz als EG-Decke
Schall-Problem:
- Weil die Spanplatten derzeit noch mit Schnellbauschrauben (3,9x50 mm mit Schaft) direkt auf die Balken geschraubt sind, knarrt der Boden bei jedem Schritt. Ein Zimmermannsmeister riet mir, die Schnellbauschrauben zu ersetzen mit 6x60 mm Spax ohne Schaft. Habe damit auch schon begonnen und diese Bereiche knarren nun auch weniger. Ich habe allerdings weiterhin erhebliche Bedenken wegen Trittschall- und auch Luftschall-Übertragung (die jetzt 15-jährige Tochter soll das Zimmer beziehen, darunter ist unser Schlafzimmer ...)
Für den weiteren Aufbau gibt es nun 2 (Haupt-) Varianten:
[1] Einfachvariante: Diese Variante schlug mir ein Schreinermeister vor.
- Der neu verschraubte Spanplattenboden wird mit einer geeigneten Spachtelmasse möglichst plan gespachtelt
- Darauf kommt eine dünne Lage Trittschalldämmung (5 mm Kork oder Holzfasermatte o.ä.)
- Darauf eine Lage schwimmend verlegter OSBAbk.-Platten (16-19 mm)
- Darauf werden als Endbelag Kork-Platten geklebt (5 mm)
=>Dieser Aufbau würde ca. zusätzlich 30 mm an Höhe "kosten", dh. insgesamt mit den bestehenden Spanplatten ca. 50 mm. Aufgrund der niedrigen Deckenhöhe und der schon vorhandenen Treppe vom EG ins DG wäre dies auch das Maximum, das noch akzeptabel wäre. [2] Radikalvariante: Diese Variante würde ich in Erwägung ziehen, wenn ich halbwegs sicher wäre, dass die Schalldämmung danach erheblich besser ist, als bei der Einfachvariante.
- Aufsägen des Spanplattenbodens entlang dem Drempel, Entfernen der alten Spanplatten
- Herausnahme der 5 cm Glaswolle, Herausnahme der Zwischenbodenbretter
- alte Glaswolle direkt auf die darunterliegende Lattung/Gipskartondecke legen (Dämmung und Wiederverwertung)
- alte Spanplatten zurechtsägen und als neuen Zwischenboden verwenden (etwas mehr Masse und Wiederverwertung, die Zwischenboden-Holzbretter könnte ich zum Heizen verwenden)
- mit 8-10 cm geeigneter Dämmung den Raum bis Balken-Oberkannte auffüllen (?)
- Trittschalldämmung/Höhenausgleich auf die Balken legen (5-20 mm?)
- 20-35 mm Span- / OSB/MDF/HDF-Platte, evtl. 2-lagig (?)
- 5 mm Kork geklebt
=>Mit diesem Aufbau käme die Gesamthöhe auch nicht höher als 50 mm (siehe Variante-1). Finale:
- Eine Schüttdämmung kommt m.E. nicht in Frage: Zum einen Stelle ich es mir schwierig vor zu verhindern, dass die Schüttung unter/hinter den Drempel rieselt. Zum anderen sollte eine Schüttdämmung min. 3 cm über die Balkenlage reichen. Dann käme aber der Bodenaufbau zu hoch.
- Es gibt so viele verschiedene Dämmmaterialien und Systeme (Leichtbeton, Holzfaserstoffe, Zellulosestoffe, Mineralwolle, ...). Nur welcher Aufbau ist für meinen Fall der Beste? (der Preis ist erstmal zweitrangig).
- Mir ist schon klar, dass ich aus dieser "vermurksten" Situation nicht mehr das Optimum herausholen kann. Aber vielleicht gibt es ja eine 80-Prozent-Lösung?
- Was ich vermeiden will:
- Web-Link
Vielen Dank an Alle, die bis hierher durchgehalten haben und Danke insbesondere für Ihre Ideen und Meinungen.