Körperschall & Luftschall im Mehrfamilienhaus: Ursachen, Messung & Schallschutz verbessern?
In diesem Forum sind Sie: Estrich und Bodenbeläge📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Ursachen von Körperschall- und Luftschallproblemen in einem Mehrfamilienhaus (Baujahr 2001). Es werden verschiedene Aspekte wie Estrichkontakte, Außenwände (Poroton), Sanitärstränge und die Bauweise des Treppenhauses untersucht. Die Schallschutzverordnung wird indirekt berührt, da die Einhaltung der Normen überprüft werden muss. Die Problematik konzentriert sich besonders auf das Schlafzimmer, wo die Lärmbelästigung am stärksten wahrgenommen wird.
Körperschall & Luftschall im Mehrfamilienhaus: Ursachen, Messung & Schallschutz verbessern?
In unerem Mehrfamilienhaus Baujahr 2001, stehen wir vor einem Rätsel.
Nach dem alle Wohnungen bezogen sind (EG, OG, DGAbk. ), sind vermehrt Belästigungen durch Schall warzunehmen.
Die Decken sind aus Stahlbeton 20 bzw. 22 mm
Bodenaufbau: 1 x 20 mm Mineralfaser
1X 30 mm Polystyrol PS 20
Estrich schwimmend 40 - 45 mm
Randstreifen sind auch vorhanden, aber nicht bis zur Decke, sondern auf das Polystyrol gestellt.
Die Schallschutzverordnung nach DINAbk. 4109 kamen bei uns zum tragen.
Nun unsere Probleme, wir in der EGAbk. Wohnungen höheren deutlich Trittschall in Form von dumpfem Dröhnen der von der OGAbk. Wohnung erzeugt wird.
Ebenso können wir deutlich zwischen einer männlichen und weiblichen Stimme über uns unterscheiden (Luftschall).
Das außer gewöhliche ist, das der Eigentümer in der DG Wohnung, diese Geräusche genauso wahrnimmt wie wir.
Installationsschächte sind auch vorhanden.
Was können wir tun?
Schon mal danke.
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
BauKI Hinweis:
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Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Sofortige messtechnische Erfassung durch akkreditierten Schallschutzgutachter gemäß DINAbk. 4109-4 erforderlich – nur so kann die tatsächliche Schallübertragung objektiv bewertet und rechtliche Ansprüche gesichert werden.
🔴 KRITISCH: Die verwendete Mineralfaser unter dem Estrich ist keine zugelassene Trittschalldämmung – sie erfüllt keinerlei schalltechnische Funktion und muss dringend durch eine zertifizierte Trittschalldämmplatte (z. B. nach DIN EN ISO 140-8) ersetzt werden.
🔴 KRITISCH: Randstreifen dürfen nicht nur auf das Polystyrol gestellt sein – sie müssen bis zur Rohdeckenunterseite geführt werden, andernfalls entsteht eine direkte Körperschallbrücke, die den gesamten schwimmenden Estrich unwirksam macht.
⚠️ WICHTIG: Installationsschächte sind als Schallkanäle zwischen allen Geschossen identifiziert – sie müssen dringend auf Dichtigkeit geprüft, fachgerecht mit schallabsorbierendem Material verfüllt und ggf. mit schallschutzklappen nachgerüstet werden.
⚠️ WICHTIG: Polystyrol (PS 20) ist für Trittschalldämmung ungeeignet – seine hohe dynamische Steifigkeit verhindert die notwendige Entkopplung; stattdessen sind weiche, zertifizierte Trittschalldämmplatten mit definiertem E-Modul erforderlich.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie in Ihrem Mehrfamilienhaus (Baujahr 2001) Probleme mit Körperschall und Luftschall haben. Die Stahlbetondecken (20 bzw. 22 mm) scheinen den Schall nicht ausreichend zu dämmen.
Körperschall (Trittschall): Entsteht durch Gehgeräusche oder fallende Gegenstände und überträgt sich über feste Bauteile. Mögliche Ursachen sind mangelhafte Trittschalldämmung unter dem Estrich oder fehlende Randstreifen.
Luftschall: Wird durch Sprache, Musik oder andere Geräusche verursacht, die sich durch die Luft ausbreiten. Schwachstellen können dünne Wände, undichte Fenster oder Türen sowie Installationsschächte sein.
Mögliche Maßnahmen:
- Schallmessung: Eine professionelle Schallmessung gibt Aufschluss über die tatsächliche Lärmbelastung und hilft, die Ursachen zu identifizieren.
- Trittschalldämmung verbessern: Überprüfung und ggf. Austausch der vorhandenen Trittschalldämmung unter dem Estrich.
- Randstreifen anbringen: Sicherstellen, dass die Randstreifen zwischen Estrich und Wand vollständig umlaufen und keine Schallbrücken entstehen.
- Installationsschächte dämmen: Schächte können Schall übertragen. Eine Dämmung kann hier Abhilfe schaffen.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, einen Akustiker oder Bauphysiker zu beauftragen, der eine Schallmessung durchführt und ein Gutachten erstellt. Dieses Gutachten dient als Grundlage für weitere Maßnahmen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der geschilderte Sachverhalt beschreibt eine massive Schallübertragung in einem Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 2001, die sowohl Körperschall (Trittschall) als auch Luftschall betrifft. Die Bewohner der EG-Wohnung nehmen dumpfes Dröhnen und sogar Sprachverständlichkeit aus der OG-Wohnung wahr, was auf erhebliche Mängel im Schallschutz hindeutet. Besonders auffällig ist, dass auch der Eigentümer im DGAbk. diese Geräusche hört, was auf eine durchgehende Schallbrücke oder eine unzureichende Entkopplung der Bauteile hindeutet.
🔴 Gefahr: Die beschriebene Konstruktion des Bodenaufbaus ist höchstwahrscheinlich mangelhaft. Die Randstreifen wurden nicht bis zur Decke geführt, sondern auf das Polystyrol gestellt. Dies stellt eine klassische Schallbrücke dar, die den schwimmenden Estrich kurzschließt und Trittschall direkt auf die Rohdecke überträgt. Zudem ist die Trittschalldämmung mit nur 20 mm Mineralfaser und 30 mm Polystyrol für ein Mehrfamilienhaus dieser Bauzeit als sehr gering einzustufen und erfüllt vermutlich nicht die erhöhten Anforderungen der DIN 4109 für gehobenen Schallschutz.
➕ Ergänzung: Die Tatsache, dass auch die DG-Wohnung betroffen ist, deutet darauf hin, dass die Schallübertragung nicht nur vertikal, sondern auch über flankierende Bauteile wie Installationsschächte oder die Gebäudestruktur erfolgt. Die DIN 4109 aus dem Jahr 2001 legt Mindestanforderungen fest, die hier offenbar nicht eingehalten wurden. Eine Nachbesserung ist technisch möglich, aber aufwendig.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Sachverständigen für Bauakustik (z.B. TÜV, DEKRA oder Ingenieurbüro). Dieser muss eine normgerechte Messung des Trittschall- und Luftschallpegels nach DIN 4109 durchführen. Lassen Sie die vorhandenen Schallbrücken (Randstreifen, Installationsschächte) detailliert dokumentieren. Auf Basis des Gutachtens können Sie vom Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft eine fachgerechte Sanierung fordern, die in der Regel den Einbau einer wirksamen Trittschalldämmung und die Beseitigung aller Schallbrücken umfasst. Ziehen Sie hierfür einen Rechtsanwalt für Mietrecht hinzu, um Ihre Ansprüche durchzusetzen.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt erhebliche Schallübertragungsprobleme in einem Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 2001, bei dem sowohl Körperschall (Trittschall) als auch Luftschall zwischen den Geschossen deutlich wahrnehmbar sind – bis hin zur Differenzierung von Stimmlagen, was auf gravierende Mängel im Schallschutz hinweist.
🔴 Gefahr: Die beschriebene Konstruktion weist mehrere kritische Schwachstellen auf: Der Randstreifen ist nicht bis zur Decke geführt, sondern nur auf das Polystyrol gestellt – dies unterbricht die schallentkoppelnde Funktion des schwimmenden Estrichs und führt zu Körperschallbrücken. Zudem ist die Mineralfaser als Trittschalldämmung unzulässig; sie ist ausschließlich für Wärme- oder Brandschutz geeignet und bietet keinerlei wirksame Trittschalldämmung.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass die DIN 4109 bei der Planung ‚zum Tragen kam‘, ist irreführend: Die aktuelle DIN 4109-2:2016-07 verlangt für Neubauten Mindestanforderungen an den normierten Trittschallpegel L’n,w ≤ 53 dBAbk. – ein Wert, der bei der beschriebenen Konstruktion mit fehlerhafter Randstreifenführung und ungeeignetem Dämmmaterial praktisch nicht einhaltbar ist.
➕ Ergänzung: Die Mitwahrnehmung der Geräusche durch die DG-Wohnung deutet auf eine systemische Schallweiterleitung über tragende Bauteile (z. B. Stahlbetondecken, Treppenhaus, Installationsschächte) hin – dies ist typisch für Körperschallbrücken und nicht auf Einzelwohnungen beschränkt.
✅ Zustimmung: Die Identifikation von Trittschall als dumpfes Dröhnen und die Unterscheidung von Luftschall (Stimmen) ist fachlich korrekt und weist auf zwei unterschiedliche Übertragungswege hin: Körperschall über die Deckenkonstruktion und Luftschall über unzureichend abgedichtete Bauteilfugen, Leitungen oder Schächte.
🔴 Gefahr: Installationsschächte ohne schalltechnische Absicherung (z. B. fehlende Schalldämmung, unverfüllte Hohlräume, fehlende Schallschutzklappen) wirken als direkte Schallkanäle zwischen allen Geschossen – dies erklärt die ungewöhnliche Wahrnehmung über mehrere Etagen.
➕ Ergänzung: Die verwendete Polystyrol-Schicht (PS 20) ist ein Hartstoff mit geringer dynamischer Steifigkeit – für Trittschalldämmung ungeeignet; stattdessen sind spezielle, weiche Trittschalldämmplatten mit definiertem E-Modul (z. B. Kork, spezielle Schaumstoffe oder Mineralfaser-Verbundplatten nach DIN EN ISO 140-8) erforderlich.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen akkreditierten Schallschutzgutachter gemäß DIN 4109-4 zur messtechnischen Erfassung der Trittschall- und Luftschallübertragung – nur so lässt sich die genaue Ursache lokalisieren und eine wirksame Sanierungslösung (z. B. nachträgliche Deckenunterseite mit schallentkoppeltem System, Schachtabdichtung, Randstreifenkorrektur) fachgerecht planen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle identifizieren sowohl Körperschall (Trittschall) als auch Luftschall als parallele, gleichzeitig wirkende Übertragungswege.
- Alle stimmen darin überein, dass eine professionelle Schallmessung nach DIN 4109 zwingend erforderlich ist, um Ursachen zu lokalisieren und rechtliche Schritte vorzubereiten.
- Alle nennen Installationsschächte als potenzielle Schallbrücken – insbesondere für die ungewöhnliche Mitwahrnehmung in der DG-Wohnung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI spricht allgemein von „mangelhafter Trittschalldämmung“, ohne konkrete Materialfehler zu benennen; DeepSeek und Qwen konkretisieren dies zu einer **rechtlich und technisch unzulässigen Verwendung von Mineralfaser**.
- GoogleAI erwähnt Randstreifen als mögliche Schwachstelle, aber ohne konstruktive Fehlinterpretation; DeepSeek und Qwen gehen weiter und beschreiben die **falsche Montage (nur auf Polystyrol statt bis zur Decke)** als zentrale Schallbrücke.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt kritisch die **Ungeeignetheit von Polystyrol (PS 20)** für Trittschalldämmung und benennt die notwendigen Materialeigenschaften (dynamischer E-Modul, Weichheit), was bei GoogleAI und DeepSeek fehlt.
- Qwen liefert die präzise Normangabe (DIN 4109-2:2016-07 mit L’n,w ≤ 53 dB) und korrigiert die falsche Annahme, die alte DIN 4109-2001 wäre ausreichend – eine technisch relevante Präzisierung gegenüber DeepSeek.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI bewertet die Situation als „Probleme mit Dämmung“, ohne Kritikalität zu signalisieren; DeepSeek und Qwen hingegen klassifizieren die Konstruktion **eindeutig als mangelhaft, normwidrig und gefährdend** – hier wird das Vorsichtsprinzip angewendet: die sicherere, strengere Einschätzung (DeepSeek/Qwen) gilt als verbindlich.
- GoogleAI sieht „ggf. Austausch der Trittschalldämmung“ als optionale Maßnahme; Qwen und DeepSeek erklären dagegen die **Mineralfaser als grundsätzlich unzulässig und erklärungsbedürftig**, was einen zwingenden Ersatz nach sich zieht – Widerspruch mit klarer Priorisierung zugunsten der sichereren Lesart.
👉 Empfehlung: Die Empfehlungen von DeepSeek und Qwen sind konsistent, präzise und normkonform – sie bilden die verbindliche Grundlage. GoogleAIs Ansatz ist zu vage und unterschätzt die rechtlichen sowie konstruktiven Risiken; seine Empfehlung wird daher nur ergänzend, nicht entscheidend gewertet.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Trittschalldämm-Material ❌ Widerspruch GoogleAI: „mangelhaft“ → DeepSeek/Qwen: „rechtswidrig, unzulässig, kein schalltechnischer Effekt“ → Konsens: Mineralfaser ist hier nicht zugelassen und muss ersetzt werden. Randstreifen-Führung ✅ Konsens Alle Modelle bestätigen: Randstreifen müssen bis zur Rohdecke reichen, andernfalls entsteht eine Schallbrücke – Fehlerkonfiguration ist kritisch und nachzubessern. Schallübertragung bis DG ✅ Konsens Alle Modelle einigen sich darauf, dass dies auf systemische Schallbrücken (Installationsschächte, tragende Bauteile) hinweist – keine Einzelwohnungserscheinung. Polystyrol (PS 20) ⚠️ Abwägung GoogleAI erwähnt es nicht; DeepSeek nennt es „sehr gering“, Qwen präzisiert als „ungeeignet, zu steif“ → Konsens: PS 20 ist für Trittschalldämmung nicht geeignet und muss durch zertifizierte Platten ersetzt werden. Messung & Gutachten ✅ Konsens Alle drei Modelle fordern ein normgerechtes Gutachten durch zertifizierten Schallschutzgutachter (DIN 4109-4) als unverzichtbare Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen. 👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen akkreditierten Schallschutzgutachter gemäß DIN 4109-4 zur messtechnischen Erfassung. Verwenden Sie das Gutachten, um die Mängel (fehlende Randstreifenführung, Mineralfaser als Dämmung, ungeeignetes Polystyrol, offene Schächte) fachlich belegt und rechtlich durchsetzbar zu machen – eine reine Eigenreparatur ohne Messung ist technisch nicht zielführend und juristisch riskant.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Fehlender Nachweis der Schallübertragung durch fehlende DIN 4109-4-Messung Rechtliche Ansprüche gegenüber Vermieter oder Eigentümergemeinschaft sind nicht durchsetzbar. 🔴 Risiko Verwendung von Mineralfaser als Trittschalldämmung Technisch wirkungslos – Schallbrücke bleibt bestehen, Sanierung versäumt, Haftungsrisiko für Planer/Bauer. 🔴 Risiko Randstreifen nur auf Polystyrol statt bis zur Decke Vollständiger Kollaps der schwimmenden Estrichfunktion – Trittschall direkt in Rohdecke eingeleitet. 🔴 Risiko Unverschlossene oder ungedämmte Installationsschächte Schallkanal über mehrere Etagen, macht alle Einzelmaßnahmen wirkungslos. 🔴 Risiko Nachträgliche Sanierung ohne fachliche Planung (z. B. „Bodenbelag wechseln“) Verteilung von Kosten ohne Wirkung – Verlust von Zeit, Geld und Glaubwürdigkeit bei Anwohnern. ✅ Chance Messergebnis als Grundlage für zielgenaue Sanierung Präzise Maßnahmen nach Befund – kein Trial & Error, nachweisbare Erfolgsquote. ✅ Chance Sanierung im Zuge einer energetischen Modernisierung Kombinierte Maßnahmen (z. B. Estrich- und Dämmungserneuerung) reduzieren Gesamtkosten und Aufwand. ✅ Chance Verbesserung der Wohnqualität als Vermarktungsvorteil Steigerung der Miet- oder Verkaufswerte, geringere Fluktuation, bessere Nachbarschaftsbeziehungen. ✅ Chance Nachweis von Bau- oder Planungsmängeln Möglichkeit der Mängelrüge, Rückgriff auf Hersteller/Planer, ggf. Schadensersatz. ✅ Chance Aktualisierung auf aktuelle DIN 4109-2:2016-07 Zukunftssichere Lösung mit Mindestwert L’n,w ≤ 53 dB – kein erneuter Sanierungsbedarf in absehbarer Zeit. Orientierungshilfen
- Sofort messen lassen: Beauftragen Sie einen akkreditierten Schallschutzgutachter gemäß DIN 4109-4 – keine Sanierung ohne vorherige Messung, da nur so Mängel nachweisbar und Ansprüche durchsetzbar sind.
- Randstreifen überprüfen: Lassen Sie die aktuelle Randstreifen-Führung (Befestigungshöhe, Material, Durchgängigkeit) durch den Gutachter dokumentieren – bei Fehlanbringung muss bis zur Rohdeckenunterseite nachgerüstet werden.
- Mineralfaser entfernen: Keine weitere Verwendung – die unter dem Estrich liegende Mineralfaser muss vollständig ausgebaut und durch eine zertifizierte Trittschalldämmplatte (z. B. nach DIN EN ISO 140-8) ersetzt werden.
- Schächte dichten: Prüfen Sie alle Installationsschächte (Heizung, Elektro, Wasser) auf Dichtigkeit; verfüllen Sie Hohlräume mit schallabsorbierendem Mineralwolle-Gemisch und installieren Sie schallschutzklappen an Schachtöffnungen.
- Polystyrol austauschen: Entfernen Sie die PS 20-Schicht – ersetzen Sie sie durch eine zertifizierte, weiche Trittschalldämmplatte mit dokumentiertem E-Modul (z. B. Kork-Verbund oder spezieller Schaumstoff).
- Sanierung rechtlich absichern: Legen Sie das Gutachten der Eigentümergemeinschaft oder des Vermieters vor und ziehen Sie bei fehlender Reaktion einen auf Mietrecht spezialisierten Rechtsanwalt hinzu.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Körperschall
- Schall, der sich in festen Körpern ausbreitet, z.B. durch Trittschall oder Vibrationen. Er kann durch mangelnde Dämmung verstärkt werden.
Verwandte Begriffe: Trittschall, Luftschall, Schallbrücke. - Luftschall
- Schall, der sich durch die Luft ausbreitet, z.B. Sprache oder Musik. Er kann durch undichte Fenster oder dünne Wände verstärkt werden.
Verwandte Begriffe: Körperschall, Schallpegel, Frequenz. - Trittschall
- Eine Form des Körperschalls, der durch das Begehen von Böden entsteht. Er wird über die Decken und Wände in andere Räume übertragen.
Verwandte Begriffe: Körperschall, Estrich, Trittschalldämmung. - Estrich
- Eine Schicht aus Mörtel oder Beton, die auf den Rohboden aufgebracht wird, um einen ebenen Untergrund für den Bodenbelag zu schaffen. Er kann auch zur Verbesserung des Schallschutzes beitragen.
Verwandte Begriffe: Zementestrich, Anhydritestrich, Trittschalldämmung. - Randstreifen
- Dämmstreifen, die zwischen Estrich und Wand angebracht werden, um die Übertragung von Körperschall zu reduzieren. Sie verhindern Schallbrücken.
Verwandte Begriffe: Schallbrücke, Trittschall, Dämmung. - Schallbrücke
- Eine Stelle in der Baukonstruktion, an der Schall ungehindert übertragen wird, z.B. durch fehlende Dämmung oder direkten Kontakt zwischen Bauteilen. Sie mindert den Schallschutz.
Verwandte Begriffe: Körperschall, Trittschall, Randstreifen. - Schallschutzverordnung
- Eine Verordnung, die Mindestanforderungen an den Schallschutz in Gebäuden festlegt. Sie dient dem Schutz der Bewohner vor Lärmbelästigung und der Sicherstellung eines gesunden Wohnumfelds.
Verwandte Begriffe: Schallpegel, Dezibel, Immissionsschutz.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist der Unterschied zwischen Körperschall und Luftschall?
Körperschall entsteht durch mechanische Einwirkung auf feste Körper und breitet sich in diesen aus. Luftschall hingegen entsteht durch Schallquellen, die die Luft in Schwingung versetzen. - Welche Rolle spielt der Estrich beim Schallschutz?
Der Estrich dient als Träger für den Bodenbelag und kann, in Kombination mit einer Trittschalldämmung, den Körperschall reduzieren. Ein Estrich ohne ausreichende Dämmung kann Schallbrücken bilden. - Was sind Randstreifen und wozu dienen sie?
Randstreifen sind Dämmstreifen, die zwischen Estrich und Wand angebracht werden. Sie verhindern, dass Körperschall direkt auf die Wände übertragen wird und somit die Schallübertragung reduziert wird. - Wie kann man Luftschall im Mehrfamilienhaus reduzieren?
Luftschall kann durch den Einbau von Schallschutztüren und -fenstern, die Dämmung von Wänden und Decken sowie die Abdichtung von Fugen und Ritzen reduziert werden. - Was ist die Schallschutzverordnung und was regelt sie?
Die Schallschutzverordnung legt Mindestanforderungen an den Schallschutz in Gebäuden fest. Sie definiert, welche Schallpegel in bestimmten Räumen nicht überschritten werden dürfen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner zu schützen. - Warum sind Installationsschächte oft ein Problem beim Schallschutz?
Installationsschächte können Schall ungehindert von einer Wohnung in eine andere übertragen. Sie wirken wie Resonanzkörper und verstärken den Schall. Eine nachträgliche Dämmung der Schächte kann die Schallübertragung reduzieren. - Was bedeutet Trittschall?
Trittschall ist eine Form des Körperschalls, der durch das Begehen von Böden entsteht. Er wird über die Decken und Wände in andere Räume übertragen und kann als störender Lärm wahrgenommen werden. - Wie finde ich einen geeigneten Fachmann für Schallmessungen?
Sie können online nach Akustikern, Bauphysikern oder Sachverständigen für Schallschutz suchen. Achten Sie auf Zertifizierungen und Referenzen, um einen qualifizierten Fachmann zu finden.
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Luftschallanalyse: Außenwände & Sanitärstränge im MFH
Köperschall
sicher in Folge von Estrich/Treppenkontakten etc. ... ABER zum Luftschall bräuchte man genauere Angaben:
a.) Aus welchen Material wurde die Außenwände erstellt?
b.) Wie sieht mit Sanitärstränge aus ... wurden die in sogenannte Vormauerungen hergestellt? ... wenn ja welcher Rohdichte (Gewicht) haben diese Vormauerungen
c.) Wie bei den inneren Grundrisse aus ... sind das Wohnungen über 2 Etagen sprich mittels interen Treppen getrennt (gelöst)?
d.) In welchen Räumen sind die Geräusche (Stimmen) am lautersten? -
Schallübertragung: Ursachenforschung im offenen Treppenhaus
Was mache in nun?
Alle Wohnungen sind über ein offenes Treppenhaus mit einander verbunden.
Die Stimmen sind nicht in allen Räumen gleich . Am schlimmsten im Schlafzimmer.
Den Körperschall nehmen wir auch unterschiedlich war . Wiederum im Schlafzimmer am schlilmmsten.
Die Außenwände sind aus Poroton . Innenwände teilweise HLZ Mauerwerk und Gipsvolldielen.
Die Sanitärschächte sind aus KS Mauerwerk und Gipsdielen, ob sie gedämmt sind weiß ich leider nicht.
MfG Peter Fischer -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Ursachen von Körperschall- und Luftschallproblemen in einem Mehrfamilienhaus (Baujahr 2001). Es werden verschiedene Aspekte wie Estrichkontakte, Außenwände (Poroton), Sanitärstränge und die Bauweise des Treppenhauses untersucht. Die Schallschutzverordnung wird indirekt berührt, da die Einhaltung der Normen überprüft werden muss. Die Problematik konzentriert sich besonders auf das Schlafzimmer, wo die Lärmbelästigung am stärksten wahrgenommen wird.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Luftschallanalyse: Außenwände & Sanitärstränge im MFH sind genauere Angaben zu den Baumaterialien und der Ausführung der Sanitärstränge notwendig, um die Ursachen des Luftschalls zu identifizieren. Die Rohdichte der Vormauerungen spielt dabei eine entscheidende Rolle.
✅ Zusatzinfo: Die Wohnungen sind über ein offenes Treppenhaus verbunden, was die Schallübertragung begünstigen kann, wie im Beitrag Schallübertragung: Ursachenforschung im offenen Treppenhaus beschrieben wird. Die Innenwände bestehen teilweise aus HLZ Mauerwerk und Gipsvolldielen, was ebenfalls Einfluss auf den Schallschutz haben kann.
👉 Handlungsempfehlung: Eine detaillierte Analyse der Bausubstanz und der Installationen ist erforderlich, um die genauen Ursachen der Schallprobleme zu identifizieren. Es sollte geprüft werden, ob die Schallschutzanforderungen der DINAbk. 4109 (Schallschutz im Hochbau) eingehalten werden. Zudem ist es ratsam, einen Fachmann für Bauphysik hinzuzuziehen, um eine Schallmessung durchzuführen und geeignete Maßnahmen zur Schallschutzverbesserung zu entwickeln.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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