"Der größte Solargewinn fällt in der Übergangszeit an, wenn die Sonne noch bzw. wieder relativ hoch steht. "
Daraus folgt der Hinweis:
"- Balkone und Vordächer über Südfenstern erhöhen den Heizbedarf markant. "
1. Unsere bisherige Hausplanung geht davon aus, das wir u.a. extra einen Gitterrostbalkon (ca. 1 m breit) entlang der Südseite einplanen, um die darunterliegenden großen Südfenster insbesondere in der Sommerzeit zu beschatten. (Die optimale Balkonbreite dafür wollte ich gerade irgendwie berechnen.)
2. Wir planen auch einen ca. 1 m breiten Dachüberstand auf der Südseite, um ebenfalls die großen Südfenster im EGAbk. während des Sommers zu beschatten. Als Alternative zum Dachüberstand diskutiere ich gerade die Möglichkeit, dort eine PV-Anlage zur Beschattung einzusetzen (siehe 2. Link)
Sollen wir jetzt blind den MINERGIE Ratschlägen folgen und uns Südbalkon und Dachvorsprung ersparen (wäre ja auch wesentlich billiger)?
Als "Maßnahmen gegen die Raumüberhitzung" empfiehlt der MINERGIE-Standard:
.- In besonnten Räumen muss genügend Masse eingebaut werden, um die Sonnenwärme zu speichern (besonders wichtig bei Leichtbauten!).
.- In den besonnten Räumen nur wärmedurchlässige Beläge verwenden (keine Spannteppiche!), damit die Wärme ungehindert in die Gebäudemasse eindringen kann.
.- Wärmeabgabe mit Heizkörpern oder mit einer selbstregulierenden Niedrigsttemperatur-Bodenheizung (vgl. 2.3.2).
Wir planen ansonsten ein Massivhaus (Poroton oder Gasbeton) mit Niedertemperatur-Bodenheizung (hoffentlich selbstregulierend + solarunterstützt) und Fliesen als Belag fast im ganzen Haus außer in den Schlafzimmern mit Kork.
Würde das schon reichen, um eine sommerliche Überhitzung zu vermeiden?
