Baujahr 1962
Satteldach mit ca. 40 ° Dachneigung und 170 m²
Das Dach ist teilausgebaut mit einer Gaube auf der einen und zwei Dachflächenfenstern auf der anderen Seite, der Spitzbogen dient als Lagerraum
Der Dachstuhl hat 14 cm Sparrendicke und ist noch OK.
Ich habe mich schon etwas schlau gemacht und eine Vollsparrendämmung favorisiert, wobei mir das Problem mit der Dampfbremse, die von außen um die Sparren herumgelegt werden muss schon etwas unheimlich war. Gestern war dann unser Architekt da und hat sich eher für eine Aufsparrendämmung ausgesprochen, da die Dampfbremse dann einfach von außen auf die Sparren gelegt und relativ einfach am Mauerwerk abgedichtet werden könne. Klang ziemlich überzeugend, umso mehr wundere ich mich, dass die Aufsparrendämmung bei Ihnen eher schlecht wegkommt und ich frage mich warum.
Ich sehe momentan folgende Vorteile der Aufsparren- gegenüber der Vollsparrendämmung:
- Führung der Dampfbremse einfacher, da sie nicht um die Sparren herumgeführt werden muss, dadurch ist auch Anschluss an Traufe und Ortgang einfacher
- Homogene Dämmschicht ohne Sparren als Kältebrücken
- Die Giebelwand wird von oben gedämmt, sodass sich bei einer eventuellen Außenwanddämmung eine Lückenlose Dämmschicht ergibt.
Als Nachteile sehe ich:
- Vollsparrendämmung braucht nicht komplett Diffusionsdicht zu sein und leitet eventuelle Feuchtigkeit von Spitzbogen ab (stimmt das, oder macht das gar nichts aus?)
- Es bleiben freie 'Schächte' zwischen den Sparren in denen die Wärme der Wohnräume in den Spitzbogen abfließt (der ist zwar gedämmt, aber die Wärme gehört trotzdem in die Wohnräume)
- Die Aufbauhöhe des Daches erhöht sich, sodass z.B. meine Frau nicht mehr aus den Dachflächenfenstern gucken könnte
So, hoffentlich hat jemand Lust diesen Roman zu lesen, aber ich habe mich über dieses Thema schon stundenlang die verschiedensten Suchfunktionen benutzt und blicke immer noch nicht durch.
Frank