wir haben ein Haus aus dem Jahr '67. Es ist vor ca. 15 Jahren mal eine Zwischensparrendämmung angebracht worden. Wie damals üblich (recht dünne) Mineralfaserbahnen mit innerer Dampfsperre durch Alufolie zwischen die Sparren "getackert". Von innen ist eine Vertäfelung davor angebracht.
Der Dachboden ist nur mäßig nutzbar, da im Sommer sehr warm (bei 30 Grad außen bis zu ca. 30 Grad innen) und im Winter sehr kalt (bei minus 10 Grad innen unter 12 Grad).
Aus diesem Grund wollen wir die Dämmung verbessern. Unsere Idee: Dachziegeln gleich mit erneuern und alles von außen machen lassen, sodass die Vertäfelung innen nicht abgerissen werden muss.
Jedoch werden uns je nach Handwerker 3 unterschiedliche Lösungen als das "Optimum" angepriesen:
1.) Nur die Zwischensparrendämmung um 80 mm "aufdicken" (per Konterhölzer auf den Sparren), keine Aufsparrendämmung => billigste Lösung
2.) Zwischensparrendämmung soweit möglich vergrößern (ca. 40 mm) und zusätzlich Aufsparrendämmung (80 bis 120 mm)
3.) Nur Aufsparrendämmung (120 mm)
Bzgl. Aufsparrendämmung gibt es dann noch die Alternativen:
- PURAbk. etc.
- Holzfaserdämmplatten
Ein Handwerker hat uns Holzfaserdämmplatten empfohlen, weil diese "durch die größere Masse eine Amplitudenverschiebung" bzgl. Aufwärmung bieten (d.h. die Mittagshitze kommt erst abends an).
Weil ich bedenken habe, dass die derzeitige innere Dampfsperre überhaupt nicht ausreichend ist, tendiere ich eher zu einer Aufsparrendämmung. Die ist jedoch erheblich teurer, und zudem stellen sich dann die Fragen:
a) PUR etc. oder Holzfaserdämmplatten?
b) Mit Vergrößerung der Zwischensparrendämmung?
c) Was ist mit der geplanten Gaube, welche wahrscheinlich eine Dachneigung um die 10 Grad haben wird?
Meine Fragen:
A) Zwischen- oder Aufsparrendämmung (Zwischensparrendämmung, Aufsparrendämmung) oder eine Kombination?
B) Wenn Aufsparrendämmung, dann Holz oder PUR etc.?
C) Kann es vom Vorteil sein, wenn ich auf eine Vergrößerung der Zwischensparrendämmung verzichte und somit sich ein Luftraum zwischen alter und Aufsparrendämmung bilden kann (Wasserdampf von Innen kann sich dort "verteilen" oder so)?
D) Kann bei Holzfaserdämmplatten auf die Unterspannbahn verzichtet werden?
Wäre über jeden Tipp dankbar (möglichst schnell, muss nämlich bald reagieren).
Grüße,
M. Gerlich