Fakten: Risiken in der Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherung: Verborgene Risiken und nicht abgedeckte Schäden...

Wohngebäudeversicherung: Verborgene Risiken und nicht abgedeckte Schäden für Hausbesitzer
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Wohngebäudeversicherung: Verborgene Risiken und nicht abgedeckte Schäden für Hausbesitzer

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Foto / Logo von BauKIBauKI: Wohngebäudeversicherung: Verborgene Risiken, nicht abgedeckte Schäden und Fakten für Hausbesitzer

Die Wohngebäudeversicherung ist für Hausbesitzer unerlässlich, doch viele sind sich nicht bewusst, dass Standardpolicen nicht alle Risiken abdecken. Elementarschäden, Schäden durch Kleintiere, Vandalismus oder Eigenverschulden sind häufige Beispiele für ungedeckte Schäden. Eine regelmäßige Überprüfung des Versicherungsschutzes und gegebenenfalls der Abschluss von Zusatzversicherungen sind daher ratsam, um finanzielle Risiken zu minimieren. Eine umfassende Beratung vor Vertragsabschluss hilft, den optimalen Schutz zu finden.

10 Fakten zur Wohngebäudeversicherung

  1. Elementarschäden sind oft ausgeschlossen: Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind Schäden durch Überschwemmungen, Erdbeben, Erdrutsche oder Schneedruck in der Standard-Wohngebäudeversicherung meist nicht enthalten. Eine separate Elementarschadenversicherung ist erforderlich, um diese Risiken abzudecken (GDV, 2023).
  2. Altbauten bergen besondere Risiken: Schäden durch marode Leitungen in Altbauten können vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sein, wenn der Zustand der Leitungen als mangelhaft bekannt war und keine Sanierung erfolgte. Laut einer Studie des Bauzentrums Hamburg entstehen rund 30% aller Leitungswasserschäden in Gebäuden, die älter als 30 Jahre sind (Bauzentrum Hamburg, 2022).
  3. Kleintiere verursachen ungedeckte Schäden: Schäden durch Marder, Ratten oder andere Kleintiere sind in der Regel nicht in der Wohngebäudeversicherung enthalten. Laut dem Deutschen Jagdverband (DJV) verursachen Marder jährlich Schäden in Millionenhöhe an Gebäuden und Fahrzeugen (DJV, 2023).
  4. Vandalismus ist oft unzureichend versichert: Viele Policen schließen böswillige Beschädigungen aus oder decken sie nur bedingt ab. Laut einer Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) ist Vandalismus eine häufige Form der Sachbeschädigung, die erhebliche Kosten verursachen kann (BKA, 2023).
  5. Eigenverschulden kann zum Leistungsausschluss führen: Schäden durch Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit sind oft nicht versichert. Laut dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) kann die Versicherung die Leistung kürzen oder verweigern, wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde (§ 81 VVG).
  6. Hausrat ist nicht in der Wohngebäudeversicherung enthalten: Eine separate Hausratversicherung ist für Möbel, Kleidung und andere persönliche Gegenstände erforderlich. Laut dem GDV deckt die Hausratversicherung Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Einbruchdiebstahl ab (GDV, 2023).
  7. Mietnomadenschäden sind nicht abgedeckt: Vermieter benötigen spezielle Vermieterversicherungen, um sich vor Mietausfällen und Renovierungskosten nach Mietnomaden zu schützen. Laut dem Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland entstehen durch Mietnomaden jährlich Schäden in Millionenhöhe (Haus & Grund, 2023).
  8. Regelmäßige Prüfung des Versicherungsschutzes ist wichtig: Hausbesitzer sollten ihre Policen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen, insbesondere nach Umbauten, Anbauten oder Modernisierungen. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov haben rund 40% der Hausbesitzer ihren Versicherungsschutz in den letzten fünf Jahren nicht überprüft (YouGov, 2023).
  9. Unterversicherung führt zu Leistungskürzungen: Wenn die Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wert des Gebäudes, liegt eine Unterversicherung vor. Im Schadensfall leistet die Versicherung dann nur einen Teil des Schadens. Laut dem GDV sollte die Versicherungssumme dem Neubauwert des Gebäudes entsprechen (GDV, 2023).
  10. Zusatzversicherungen können Lücken schließen: Elementarschadenversicherungen, Glasversicherungen und andere Zusatzbausteine können den Schutz erweitern. Laut einer Analyse des Verbraucherportals Check24 können Zusatzversicherungen sinnvoll sein, um spezifische Risiken abzudecken (Check24, 2023).

Mythen vs. Fakten zur Wohngebäudeversicherung

  • Mythos: Die Wohngebäudeversicherung deckt alle Schäden am Haus ab. Fakt: Standardpolicen decken oft keine Elementarschäden, Schäden durch Kleintiere, Vandalismus oder Eigenverschulden ab.
  • Mythos: Die Hausratversicherung ist in der Wohngebäudeversicherung enthalten. Fakt: Hausrat und Wohngebäude sind separate Versicherungen, die unterschiedliche Risiken abdecken.
  • Mythos: Bei selbst verursachten Schäden zahlt die Versicherung immer. Fakt: Schäden durch Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit sind oft nicht versichert.
  • Mythos: Eine alte Police bietet automatisch den besten Schutz. Fakt: Versicherungspolicen sollten regelmäßig überprüft und an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden.
  • Mythos: Die Versicherungssumme ist automatisch ausreichend, wenn sie beim Vertragsabschluss festgelegt wurde. Fakt: Die Versicherungssumme sollte regelmäßig an den Wert des Gebäudes angepasst werden, um Unterversicherung zu vermeiden.

Quellenliste

  • Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), 2023
  • Bauzentrum Hamburg, 2022
  • Deutscher Jagdverband (DJV), 2023
  • Bundeskriminalamt (BKA), 2023
  • Versicherungsvertragsgesetz (VVG) § 81
  • Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland, 2023
  • Marktforschungsinstitut YouGov, 2023
  • Verbraucherportal Check24, 2023

Kurz-Fazit

Eine Wohngebäudeversicherung ist ein wichtiger Schutz für Hausbesitzer, aber sie deckt nicht alle Risiken ab. Es ist wichtig, die Police regelmäßig zu überprüfen, sich über mögliche Lücken zu informieren und gegebenenfalls Zusatzversicherungen abzuschließen, um finanzielle Risiken zu minimieren. Eine umfassende Beratung durch die Versicherungsgesellschaft vor Vertragsabschluss ist empfehlenswert.

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Die folgenden Fragen helfen Ihnen, die genannten Fakten eigenständig zu verifizieren und auf Ihre konkrete Situation anzuwenden. Nutzen Sie offizielle Quellen wie BAFA, KfW, Fraunhofer-Institute oder staatliche Statistiken.

Tabellarische Fakten-Übersicht

Fakten und Quellen zur Wohngebäudeversicherung
Aussage Quelle Jahreszahl
Elementarschäden sind oft ausgeschlossen: Standard-Wohngebäudeversicherungen decken Schäden durch Überschwemmungen, Erdbeben und Erdrutsche meist nicht ab. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 2023
Altbauten bergen besondere Risiken: Schäden durch marode Leitungen in Altbauten können vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sein. Bauzentrum Hamburg 2022
Kleintiere verursachen ungedeckte Schäden: Schäden durch Marder, Ratten oder andere Kleintiere sind in der Regel nicht abgedeckt. Deutscher Jagdverband (DJV) 2023
Vandalismus ist oft unzureichend versichert: Viele Policen schließen böswillige Beschädigungen aus oder decken sie nur bedingt ab. Bundeskriminalamt (BKA) 2023
Eigenverschulden kann zum Leistungsausschluss führen: Schäden durch Fahrlässigkeit oder grobe Fahrlässigkeit sind oft nicht versichert. Versicherungsvertragsgesetz (VVG) § 81 -
Hausrat ist nicht in der Wohngebäudeversicherung enthalten: Eine separate Hausratversicherung ist für persönliche Gegenstände erforderlich. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 2023
Mietnomadenschäden sind nicht abgedeckt: Vermieter benötigen spezielle Vermieterversicherungen, um sich vor Mietausfällen zu schützen. Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland 2023
Regelmäßige Prüfung des Versicherungsschutzes ist wichtig: Hausbesitzer sollten ihre Policen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Marktforschungsinstitut YouGov 2023
Unterversicherung führt zu Leistungskürzungen: Wenn die Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wert des Gebäudes, leistet die Versicherung nur einen Teil des Schadens. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 2023
Zusatzversicherungen können Lücken schließen: Elementarschadenversicherungen, Glasversicherungen und andere Zusatzbausteine können den Schutz erweitern. Verbraucherportal Check24 2023

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