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Mit Sanierung alte Häuser zukunftsfähig machen

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Mit Sanierung alte Häuser zukunftsfähig machen

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Foto / Logo von BauKIBauKI: Praxis-Betrachtung: Altbau-Sanierung zur Zukunftsfähigkeit

Praxis-Überblick: Was wird umgesetzt, Nutzen, Schwierigkeitsgrad

Die Sanierung eines Altbaus zur Zukunftsfähigkeit ist ein umfassendes Projekt, das verschiedene energetische Maßnahmen umfasst. Dazu gehören typischerweise die Dämmung des Daches, der Fassade und der Kellerdecke, der Austausch alter Heizungsanlagen gegen effizientere Systeme, der Einbau neuer Fenster und Türen sowie gegebenenfalls die Installation einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Der Nutzen einer solchen Sanierung ist vielfältig: Sie reduziert den Energieverbrauch und damit die Heizkosten, steigert den Wohnkomfort, erhöht den Wert der Immobilie und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

Der Schwierigkeitsgrad einer Altbausanierung kann je nach Umfang der Maßnahmen und dem Zustand des Gebäudes variieren. Einfache Maßnahmen wie der Austausch von Heizkörpern oder das Abdichten von Fenstern sind relativ unkompliziert und können auch von ambitionierten Heimwerkern durchgeführt werden. Umfangreichere Maßnahmen wie die Fassadendämmung oder der Einbau einer neuen Heizungsanlage erfordern jedoch in der Regel die Expertise von Fachbetrieben. Besondere Herausforderungen können sich bei der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude ergeben, da hier spezielle Auflagen zu beachten sind.

Die Umsetzung einer Altbausanierung ist ein komplexer Prozess, der sorgfältige Planung und Koordination erfordert. Es ist ratsam, sich im Vorfeld von einem Energieberater oder Architekten beraten zu lassen, um die optimalen Maßnahmen für das jeweilige Gebäude zu ermitteln und einen Sanierungsfahrplan zu erstellen. Auch die Beantragung von Fördermitteln sollte frühzeitig erfolgen, da diese oft an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Zudem ist es wichtig, die Arbeiten von qualifizierten Fachbetrieben ausführen zu lassen, um eine hohe Qualität und eine lange Lebensdauer der Sanierungsmaßnahmen zu gewährleisten.

Vorbereitung: Materialliste, Werkzeuge, Sicherheitshinweise

Materialliste (Beispielhafte Auswahl, je nach Sanierungsmaßnahme)

  • Dachdämmung: Dämmstoffe (Mineralwolle, Holzfaser, Polyurethan), Dampfbremsfolie, Unterspannbahn, Befestigungsmaterialien, Latten, Konterlatten.
  • Fassadendämmung: Dämmplatten (EPS, Mineralwolle, Holzfaser), Klebemörtel, Armierungsgewebe, Putzsystem, Fassadenfarbe, Befestigungselemente.
  • Heizungsaustausch: Neue Heizungsanlage (Brennwertkessel, Wärmepumpe, Pelletheizung), Heizkörper, Rohre, Ventile, Thermostate, Ausdehnungsgefäß.
  • Fensteraustausch: Neue Fenster (Kunststoff, Holz, Aluminium), Dichtbänder, Montageschaum, Befestigungsschrauben.

Werkzeuge (Beispielhafte Auswahl, je nach Sanierungsmaßnahme)

  • Allgemein: Zollstock, Wasserwaage, Bleistift, Cuttermesser, Schraubendreher, Hammer, Bohrmaschine, Akkuschrauber, Stichsäge, Schleifpapier.
  • Dachdämmung: Dämmstoffmesser, Tacker, Nagelpistole.
  • Fassadendämmung: Maurerkelle, Glättkelle, Spachtel, Richtscheit.
  • Heizungsaustausch: Rohrzange, Schraubenschlüssel, Entlüftungsschlüssel.
  • Fensteraustausch: Montiereisen, Fäustel, Schraubzwingen.

Sicherheitshinweise

Bei allen Sanierungsarbeiten sind die geltenden Sicherheitsvorschriften zu beachten. Tragen Sie immer geeignete Schutzkleidung, wie z.B. Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutzmaske. Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung der Arbeitsbereiche. Arbeiten Sie niemals unter Spannung stehenden elektrischen Leitungen. Bei Arbeiten in der Höhe ist ein Gerüst oder eine Leiter mit ausreichender Standsicherheit zu verwenden. Beachten Sie die Herstellerangaben der verwendeten Materialien und Werkzeuge.

Bei der Arbeit mit Dämmstoffen ist darauf zu achten, dass keine Fasern eingeatmet werden. Tragen Sie daher immer eine Atemschutzmaske und Handschuhe. Vermeiden Sie Hautkontakt mit den Dämmstoffen. Entsorgen Sie die Dämmstoffreste fachgerecht.

Schritt-für-Schritt: Nummerierte Schritte, Prüfung, Zeitbedarf

  1. Bestandsaufnahme und Planung: Erstellung eines Energieausweises, Analyse des energetischen Zustands des Gebäudes, Festlegung der Sanierungsziele, Auswahl der geeigneten Maßnahmen, Einholung von Angeboten, Beantragung von Fördermitteln. Prüfung: Sind alle relevanten Daten erfasst? Sind die Sanierungsziele realistisch? Sind die Angebote vergleichbar? Zeitbedarf: 2-4 Wochen.
  2. Dachdämmung: Entfernung der alten Dacheindeckung, Anbringen der Unterspannbahn, Verlegung der Dämmstoffe, Anbringen der Dampfbremsfolie, Verlegung der Konterlattung und Lattung, Eindeckung des Daches. Prüfung: Ist die Unterspannbahn dicht? Sind die Dämmstoffe lückenlos verlegt? Ist die Dampfbremsfolie korrekt angebracht? Zeitbedarf: 1-2 Wochen (je nach Dachfläche).
  3. Fassadendämmung: Vorbereitung des Untergrunds, Anbringen der Dämmplatten, Aufbringen des Klebemörtels, Einbetten des Armierungsgewebes, Aufbringen des Putzsystems, Anstrich der Fassade. Prüfung: Sind die Dämmplatten eben und fest verklebt? Ist das Armierungsgewebe vollständig eingebettet? Ist das Putzsystem rissfrei? Zeitbedarf: 2-3 Wochen (je nach Fassadenfläche).
  4. Heizungsaustausch: Demontage der alten Heizungsanlage, Installation der neuen Heizungsanlage, Anschluss an das Heizungsnetz, Inbetriebnahme und Einregulierung. Prüfung: Sind alle Anschlüsse dicht? Funktioniert die Heizungsanlage einwandfrei? Ist die Heizleistung ausreichend? Zeitbedarf: 1-3 Tage.
  5. Fensteraustausch: Demontage der alten Fenster, Vorbereitung der Fensteröffnungen, Einsetzen der neuen Fenster, Abdichten der Fugen, Montage der Fensterbänke. Prüfung: Sind die Fenster dicht? Lassen sie sich leicht öffnen und schließen? Sind die Fensterbänke korrekt montiert? Zeitbedarf: 1-2 Tage pro Fenster.

Qualitätskontrolle: Prüfpunkte, Soll-Werte

Qualitätskontrolle Sanierung
Schritt Aktion Prüfung
Dachdämmung: Dämmstoffstärke Messen der Dämmstoffstärke Soll-Wert: Entsprechend der EnEV-Anforderungen bzw. den Vorgaben des Energieberaters. Abweichungen dokumentieren und ggf. korrigieren.
Dachdämmung: Dichtigkeit der Dampfbremse Visuelle Inspektion und ggf. Blower-Door-Test Soll-Wert: Keine Beschädigungen, Überlappungen ausreichend, Anschlüsse sauber ausgeführt. Blower-Door-Test: Erreichen des geforderten n50-Wertes.
Fassadendämmung: Ebenheit der Oberfläche Messen mit Richtscheit Soll-Wert: Keine Unebenheiten > 5mm pro Meter. Größere Unebenheiten ausgleichen, bevor der Oberputz aufgetragen wird.
Fassadendämmung: Haftung der Dämmplatten Stichprobenartige Prüfung der Haftzugfestigkeit Soll-Wert: Entsprechend den Herstellerangaben des Klebemörtels. Bei unzureichender Haftung Ursache ermitteln und ggf. Platten neu verkleben.
Heizungsaustausch: Vorlauftemperatur Messen der Vorlauftemperatur Soll-Wert: Entsprechend den Berechnungen des Heizungsbauers bzw. den Vorgaben der Heizungsregelung. Abweichungen dokumentieren und Heizung ggf. neu einstellen.
Heizungsaustausch: Dichtigkeit der Rohrleitungen Druckprüfung Soll-Wert: Kein Druckabfall innerhalb der Prüfzeit. Undichtigkeiten beseitigen.
Fensteraustausch: Dichtigkeit der Fensterfugen Visuelle Inspektion und ggf. Blower-Door-Test Soll-Wert: Keine Zugluft, Dichtbänder korrekt angebracht, Fugen sauber verschlossen. Blower-Door-Test: Erreichen des geforderten n50-Wertes.
Fensteraustausch: Funktion der Fensterbeschläge Prüfung der Öffnungs- und Schließfunktion Soll-Wert: Fenster lassen sich leicht öffnen und schließen, alle Funktionen (Drehen, Kippen) sind gegeben. Beschläge ggf. nachjustieren.

Wartung & Troubleshooting: Wartungsintervalle, typische Probleme

Wartungsintervalle

  • Heizungsanlage: Jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb. Überprüfung der Abgaswerte, Reinigung des Brenners, Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen.
  • Lüftungsanlage: Regelmäßiger Filterwechsel (alle 3-6 Monate), Reinigung der Lüftungskanäle (alle 5-10 Jahre).
  • Fenster: Jährliche Kontrolle der Dichtungen und Beschläge, ggf. Nachjustierung der Beschläge.
  • Fassade: Regelmäßige Inspektion auf Risse und Beschädigungen, ggf. Ausbesserung von Putzschäden.

Typische Probleme und deren Behebung

  • Schimmelbildung: Ursache ermitteln (z.B. unzureichende Lüftung, Wärmebrücken), Schimmel entfernen, Ursache beseitigen, ggf. Dämmung verbessern.
  • Zugluft: Undichte Fenster oder Türen abdichten, Dichtungen erneuern, Rollladenkästen dämmen.
  • Hohe Heizkosten: Heizungsanlage überprüfen und ggf. optimieren, Heizkörper entlüften, Thermostate richtig einstellen, Dämmung verbessern.
  • Kondenswasserbildung an Fenstern: Ursache ermitteln (z.B. hohe Luftfeuchtigkeit, schlechte Dämmung), regelmäßig lüften, Dämmung verbessern, ggf. Fenster austauschen.
  • Risse in der Fassade: Ursache ermitteln (z.B. Setzungen, Spannungen), Risse sanieren, Fassade neu verputzen.

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