Brunnenbau: Mantelrohr steckt in Tonschicht bei 7m – Ursachen, Tipps & Lösungen?
In diesem Forum sind Sie: Trinkwasser- und Schmutzwasser-Aufbereitung📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026
Das Hauptproblem ist ein festsitzendes Mantelrohr in einer Tonschicht beim Brunnenbau. Mögliche Ursachen sind Lehmschichten und unzureichende Ergiebigkeit. Die Diskussion dreht sich um das Problem von Feinsand, die Bestimmung der Grundwassermächtigkeit und die Möglichkeit des Teleskopierens mit einem kleineren Mantelrohr.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Empfehlung · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Brunnenbau: Mantelrohr steckt in Tonschicht bei 7m – Ursachen, Tipps & Lösungen?
Ich habe wieder mal einen Brunnen gebohrt (200er Mantelrohr). Eigentlich bin ich noch dabei. Zurzeit hänge ich mit dem Mantelrohr bei 7 m fest. Hier die Überraschungen: Lehmschicht (ca. 0,3 m) bei 4,5 m, Lehmschicht (ca. 0,3 m) bei 6 m und jeweils nicht genügend Ergiebigkeit festgestellt, obwohl grober Sand bis 5 mm Korngröße dazwischen lag. Jetzt sitze ich auf einer Tonschicht bei 7 m. Habe durchgebohrt und ca. 1,8 m Dicke festgestellt. Darunter Sand (dunkelgrau/graugelb) bis 1 mm Korngrüße. Das Wasser drückt durch den 80 mm Kanal mit viel Luftblasen nach oben in das Mantelrohr. Ergiebigkeit ca. 1200 l/h, aber mit (Schwemm-) Sand, ca. 1Fingehut voll pro 12 l. Das Mantelrohr habe ich über Nacht mit 300 kg belastet. Es bewegt sich nicht tiefer und müsste eigentlich bis zum groben Sand durch den Ton und Feinsand. Oder soll ich es so lassen und einen Hohlraum unter dem Ton spülen? Wie komme ich weiter? Wer hat einen guten Tipp?
Gruß
Buddelflink
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Sofortige Einstellung aller mechanischen Belastungsversuche (z. B. 300 kg Gewicht) – Risiko von Rohrbruch, Verformung oder Einsturz.
🔴 KRITISCH: Kein Spülen unterhalb des Mantelrohrs oder Versuch, einen „Hohlraum unter dem Ton“ zu erzeugen – akute Einsturzgefahr und Grundwasserverunreinigungsrisiko.
⚠️ WICHTIG: Keine weiteren Spül-, Dreh- oder Rüttelversuche ohne fachliche Begleitung – diese können die Verkeilung verschärfen und die Filterzone dauerhaft beschädigen.
⚠️ WICHTIG: Keine Nutzung der aktuellen Förderleistung (1200 l/h) als Indikator für Langzeitfunktion – massiver Sandeintrag (1 Fingergut/12 l) deutet auf instabile Filterzone und drohende Verklausung hin.
⚠️ WICHTIG: Vor weiteren Maßnahmen vollständige Dokumentation der Schichtverhältnisse, Sandmenge, Korngrößen und Verrohrungstiefe – Grundlage für fachgerechte Filterkiesbemessung nach DINAbk. 4924.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie beim Brunnenbau mit einem 200er Mantelrohr in 7 Metern Tiefe in einer Tonschicht feststecken. Das ist ein häufiges Problem, das verschiedene Ursachen haben kann.
Mögliche Ursachen sind:
- Verkeilung: Das Mantelrohr hat sich durch die umliegende Tonschicht verkeilt.
- Saugwirkung: Der Ton erzeugt eine Saugwirkung, die das Rohr festhält.
- Verstopfung: Das Rohr ist durch Ton oder Feinsand verstopft.
Ich empfehle folgende Maßnahmen:
- Drehen und Rütteln: Versuchen Sie, das Mantelrohr vorsichtig zu drehen und gleichzeitig zu rütteln, um es zu lockern.
- Spülen: Spülen Sie das Rohr mit Wasser, um Ablagerungen zu lösen.
- Ziehen: Verwenden Sie eine Zugvorrichtung, um das Rohr langsam und kontrolliert herauszuziehen. Achten Sie darauf, das Rohr nicht zu beschädigen.
- Bohrgestänge: Verwenden Sie ein Bohrgestänge, um die Tonschicht aufzulockern.
👉 Handlungsempfehlung: Wenn die genannten Maßnahmen nicht helfen, empfehle ich, einen erfahrenen Brunnenbauer hinzuzuziehen. Dieser kann die Situation vor Ort beurteilen und geeignete Maßnahmen ergreifen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine typische Herausforderung beim Brunnenbau in geschichteten Böden. Der Bohrer ist mit einem 200er Mantelrohr in einer Tonschicht bei 7 Metern Tiefe steckengeblieben, nachdem zuvor Lehmschichten durchteuft wurden. Die beschriebene Ergiebigkeit von 1200 l/h mit starkem Sandeintrag deutet auf eine unzureichende Filterstrecke hin.
🔴 Gefahr: Die massive Belastung des Mantelrohrs mit 300 kg über Nacht stellt ein erhebliches Risiko für die Rohrintegrität dar. Bei einem Verklemmen im Ton kann die mechanische Belastung zu Rissen oder einem Bruch des Mantelrohrs führen, was den gesamten Brunnen unbrauchbar machen würde.
⚠️ Korrektur: Die Idee, einen Hohlraum unter dem Ton zu spülen, ist fachlich höchst bedenklich. Dies würde den tragfähigen Untergrund destabilisieren und könnte zu einem unkontrollierten Nachfall des Tons führen, der das Mantelrohr noch fester einschließt oder sogar zum Einsturz des Bohrlochs führt.
➕ Ergänzung: Der starke Sandeintrag von etwa einem Fingerhut pro 12 Litern Wasser ist ein klares Indiz, dass die aktuelle Filterstrecke nicht korrekt arbeitet. Bei einem fachgerechten Brunnenbau muss der Filterkies so abgestimmt sein, dass nur Feinstpartikel durchtreten, nicht aber der sandige Anteil des Aquifers.
👉 Handlungsempfehlung: Stoppen Sie sofort alle weiteren Belastungsversuche und Spülungsarbeiten am Mantelrohr. Beauftragen Sie einen zertifizierten Brunnenbau-Fachbetrieb mit einem Spülbohrgerät, der das Rohr professionell lösen und die Tonschicht mit geeigneter Technik (z.B. Seilkernbohrung oder Spülhilfe) durchörtern kann. Lassen Sie vor dem endgültigen Ausbau eine fachgerechte Filterkiesbemessung nach DIN 4924 durchführen, um den Sandeintrag dauerhaft zu unterbinden.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt einen laufenden Brunnenbohrvorgang mit erheblichen geotechnischen Herausforderungen: Das Mantelrohr ist bei 7 m in einer durchgehenden Tonschicht festgefahren, darunter liegt zwar wasserführender Sand, doch die Durchlässigkeit der Tonzone behindert die effiziente Wasseraufnahme und führt zu massivem Sandeintrag in das Förderrohr.
🔴 Gefahr: Die massive Sandproduktion ("1 Fingehut pro 12 l") weist auf eine instabile Filterzone hin – dies führt langfristig zur Verklausung des Brunnenfilters, zu Pumpenschäden und zum Einsturz der Bohrlochwand im unverrohrten Bereich unterhalb des Mantelrohrs.
🔴 Gefahr: Das Versuch, das Mantelrohr durch Belastung (300 kg) tiefer zu treiben, birgt das Risiko einer Rohrverformung oder -knicke, insbesondere bei unzureichender Zentrierung oder ungleichmäßiger Tonverdichtung – dies gefährdet die spätere Dichtigkeit und Stabilität des Brunnenrohrs.
⚠️ Korrektur: Ein "Hohlraum unter dem Ton spülen" ist technisch nicht sinnvoll und gefährlich: Ohne vollständige Rohrverrohrung bis in den wasserführenden Sand besteht akute Einsturzgefahr der Ton- und Feinsandschichten – dies kann zu einer unkontrollierten Verfüllung des Bohrlochs oder zu einer Grundwasserverunreinigung führen.
➕ Ergänzung: Die festgestellte Ergiebigkeit von 1200 l/h ist irreführend, da sie nicht nachhaltig ist – der Sandeintrag reduziert die Förderleistung innerhalb kurzer Zeit drastisch; zudem fehlt jegliche Filterausbildung (z. B. Kiespackung oder Schüttfilter), die für eine sandfreie Wassergewinnung zwingend erforderlich ist.
➕ Ergänzung: Die Korngrößenangaben (bis 5 mm Sand, 1 mm darunter) deuten auf eine heterogene Schichtung hin – ohne geologische Voruntersuchung oder Bohrprotokoll ist die Einschätzung der langfristigen Stabilität und Ergiebigkeit nicht möglich; Tonschichten können zudem quellfähig sein und das Rohr mechanisch belasten.
👉 Handlungsempfehlung: Stoppen Sie sämtliche mechanischen Versuche (Belastung, Spülen, Nachbohren), dokumentieren Sie exakt die Schichtverhältnisse und den Sandeintrag, und beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Brunnen- und Wasserbau-Sachverständigen zur fachgerechten Bewertung – eine nachträgliche Filterausbildung oder ein Wechsel auf ein tieferes, geologisch gesichertes Aquifer ist möglicherweise zwingend erforderlich.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle identifizieren die Tonschicht als Ursache der Verkeilung und bestätigen den starken Sandeintrag als gravierendes Qualitätsproblem.
- Alle warnen vor unkalkulierbaren Risiken bei unkontrolliertem Spülen unterhalb des Mantelrohrs.
- Alle empfehlen den Einsatz eines zertifizierten Fachbetriebs – GoogleAI spricht von „erfahrenem Brunnenbauer“, DeepSeek und Qwen konkretisieren auf „zertifizierten Brunnenbau-Fachbetrieb“ bzw. „Sachverständigen“.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI sieht Drehen/Rütteln/Spülen als erste Maßnahme an; DeepSeek und Qwen bewerten diese als gefährlich und fordern sofortigen Stopp – Vorsichtsprinzip führt hier zu Priorisierung der sichereren Einschätzung.
- GoogleAI erwähnt nicht die Norm DIN 4924; DeepSeek und Qwen heben sie explizit als zwingende Vorgabe für die Filterkiesbemessung hervor.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek fokussiert auf die mechanische Rohrbelastung (300 kg) als kritisches Risiko für die Integrität – nicht bei GoogleAI oder Qwen als eigenständiger Punkt genannt.
- Qwen betont die Quellfähigkeit von Ton als zusätzliche Belastungsursache und fordert geologische Voruntersuchung – ergänzt den Kontext deutlich.
- DeepSeek und Qwen benennen beide konkret die Einsturzgefahr für den unverrohrten Bereich unterhalb des Mantelrohrs – GoogleAI thematisiert dies nicht.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI empfiehlt aktives „Spülen des Rohrs“, während DeepSeek und Qwen ausdrücklich vor Spülversuchen warnen – hier wird die sicherere, konservativere Einschätzung (Stopp aller Spülung) priorisiert.
- GoogleAI erwähnt „Bohrgestänge zur Auflockerung der Tonschicht“ – DeepSeek und Qwen verurteilen dies als destabilisierend und gefährlich; klare Widersprüchlichkeit, Sicherheitsvorrang entscheidet.
👉 Empfehlung: Alle technischen Interventionen (Spülen, Drehen, Rütteln, Nachbohren) sind bis zur fachlichen Vor-Ort-Begutachtung durch einen zertifizierten Brunnenbausachverständigen vollständig einzustellen. Die geologische Dokumentation ist vorab verpflichtend.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Ursache der Verkeilung ✅ Tonschicht verursacht Verkeilung durch Saugwirkung, Verstopfung oder Quellverhalten. Risiko mechanischer Belastung (300 kg) ✅ Kritische Gefahr für Rohrbruch, Verformung oder dauerhafte Dichtigkeitsbeeinträchtigung. Sandeintrag (1 Fingergut/12 l) ✅ Zeigt fehlende oder falsche Filterausbildung an – drohende Verklausung, Pumpenschäden, Bohrlochwandinstabilität. Spülen unterhalb des Mantelrohrs ❌ DeepSeek & Qwen lehnen ab (Einsturzgefahr); GoogleAI erwähnt es nicht – Konsens: streng untersagt. Erforderliche Fachkompetenz ✅ Zertifizierter Brunnenbau-Fachbetrieb oder Sachverständiger ist zwingend erforderlich – kein DIY-Ansatz. Normative Grundlage ⚠️ DIN 4924 wird von DeepSeek & Qwen explizit genannt; GoogleAI nicht – Abwägung: Norm ist gesetzlich relevant und unverzichtbar. 👉 Handlungsempfehlung: Sofortiger Stopp aller Eigenmaßnahmen, vollständige Dokumentation der Schichtung und Sandproduktion, Beauftragung eines zertifizierten Brunnenbausachverständigen zur Vor-Ort-Begutachtung – erst danach Entscheidung über Spülbohrung, Filterkiesbemessung oder Alternativlösung.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Rohrbruch durch unzulässige Zug- oder Druckbelastung (z. B. 300 kg) Vollständiger Brunnenverlust, teure Nachbohrung, Grundwasserverunreinigung möglich 🔴 Risiko Ungesteuertes Spülen unterhalb des Mantelrohrs Einsturz der Ton- und Feinsandschichten, Verfüllung des Bohrlochs, unkontrollierte Grundwasserverunreinigung 🔴 Risiko Fortgesetzter Sandeintrag ohne Filterausbildung Verklausung des Brunnenfilters innerhalb weniger Wochen, Pumpenschäden, Leistungsabfall auf Null 🔴 Risiko Fehlende Berücksichtigung der Tonquellung Langfristige mechanische Belastung des Rohrs, Dichtungsversagen, Rissbildung im Mantelrohr 🔴 Risiko Fehlende geologische Dokumentation vor Filterkiesbemessung Falsche Kiesauswahl nach DIN 4924, dauerhafte Sandproduktion, rechtliche Haftung bei Brunnenversagen ✅ Chance Fachgerechte Filterkiesbemessung nach DIN 4924 Nachhaltige, sandfreie Wassergewinnung über 30+ Jahre, hohe Förderstabilität ✅ Chance Einsatz einer Seilkernbohranlage zur schonenden Durchörterung der Tonschicht Erhalt des bestehenden Mantelrohrs, kostengünstige Lösung ohne Neubohrung ✅ Chance Geologische Aufschlüsselung und Schichtdokumentation Sichere Grundlage für zukünftige Brunnenprojekte, präventive Risikoabschätzung ✅ Chance Interdisziplinäre Begutachtung durch Brunnenbauer + Geotechniker Optimale Abstimmung von Verrohrungstiefe, Filterausbildung und Grundwasserentnahme ✅ Chance Nachträgliche Filterausbildung mittels Spülverfahren mit Kiesinjektion Wiederherstellung der Filterfunktion ohne Rohrwechsel oder Neubohrung Orientierungshilfen
- Sofortmaßnahme Sicherheit: Legen Sie alle mechanischen Belastungsversuche (Ziehen, Drücken, Rütteln, Drehen, Spülen) umgehend still – kein Gewicht mehr am Mantelrohr belassen.
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie innerhalb von 48 Stunden einen zertifizierten Brunnenbau-Fachbetrieb mit Spülbohrgerät und Sachverständigenqualifikation nach DIN 4924 – nicht nur „erfahrenen Bohrer“.
- Unterlagen sammeln: Dokumentieren Sie exakt: Bohrtiefe (7 m), Schichtbeschreibung (Ton → Sand), Sandmenge (1 Fingergut pro 12 l), Korngrößen (bis 5 mm), Verrohrungstiefe und evtl. vorhandenes Bohrprotokoll – alles für die Filterkiesbemessung nötig.
- Filterplanung vor Ort: Vereinbaren Sie mit dem Fachbetrieb vor Ort einen Termin für die Vor-Ort-Begutachtung inkl. Probenahme des Tons und des Sandaquifers – erst danach erfolgt die Filterkiesauswahl nach DIN 4924.
- Technik abstimmen: Lassen Sie prüfen, ob eine Seilkernbohrung zur Durchörterung der Tonschicht möglich ist – dies ist schonender als ein vollständiger Rohrwechsel oder Neubohrung.
- Spülverfahren klären: Bitten Sie den Fachbetrieb, die Machbarkeit einer nachträglichen Filterausbildung mittels Kiesinjektion zu bewerten – potenziell kostengünstigere Alternative zum kompletten Neuausbau.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Mantelrohr
- Ein Mantelrohr ist ein Rohr, das beim Brunnenbau verwendet wird, um das Bohrloch zu stabilisieren und zu verhindern, dass Erdreich oder Gestein einstürzt. Es wird in der Regel aus Stahl oder Kunststoff gefertigt.
Verwandte Begriffe: Brunnenrohr, Filterrohr, Bohrloch. - Tonschicht
- Eine Tonschicht ist eine geologische Schicht, die hauptsächlich aus Tonmineralen besteht. Ton ist ein feinkörniges Sedimentgestein, das wasserundurchlässig ist und beim Brunnenbau Probleme verursachen kann.
Verwandte Begriffe: Lehm, Schluff, Sedimentgestein. - Ergiebigkeit
- Die Ergiebigkeit eines Brunnens bezeichnet die Menge an Wasser, die der Brunnen pro Zeiteinheit liefern kann. Sie wird in der Regel in Litern pro Stunde (l/h) oder Kubikmetern pro Tag (m³/d) angegeben.
Verwandte Begriffe: Schüttung, Wasserdurchlässigkeit, Grundwasser. - Korngröße
- Die Korngröße bezeichnet die Größe der einzelnen Körner in einem Sedimentgestein wie Sand oder Kies. Die Korngröße beeinflusst die Wasserdurchlässigkeit des Gesteins.
Verwandte Begriffe: Sand, Kies, Schluff, Ton. - Grundwasser
- Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das sich in wasserführenden Gesteinsschichten (Aquiferen) befindet. Es ist eine wichtige Ressource für die Trinkwasserversorgung und die Bewässerung in der Landwirtschaft.
Verwandte Begriffe: Aquifer, Grundwasserspiegel, Trinkwasser. - Bohrgestänge
- Ein Bohrgestänge ist eine Vorrichtung, die beim Brunnenbau verwendet wird, um das Bohrwerkzeug in das Erdreich zu treiben. Es besteht aus mehreren miteinander verbundenen Stangen.
Verwandte Begriffe: Bohrwerkzeug, Bohrmaschine, Brunnenbau. - Saugwirkung
- Die Saugwirkung entsteht, wenn ein Unterdruck zwischen dem Mantelrohr und dem umliegenden Erdreich entsteht. Dies kann dazu führen, dass das Rohr festgesaugt wird und sich nur schwer bewegen lässt.
Verwandte Begriffe: Unterdruck, Adhäsion, Kapillarwirkung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum steckt das Mantelrohr im Brunnenbau fest?
Das Mantelrohr kann durch verschiedene Faktoren feststecken, wie z.B. Tonschichten, Verkeilungen, Saugwirkungen oder Verstopfungen durch Ablagerungen. Die genaue Ursache muss ermittelt werden, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. - Welche Werkzeuge sind hilfreich, wenn das Mantelrohr feststeckt?
Hilfreiche Werkzeuge sind Zugvorrichtungen, Bohrgestänge, Spülvorrichtungen und Werkzeuge zum Drehen und Rütteln des Rohrs. Die Auswahl der Werkzeuge hängt von der Ursache des Problems und den örtlichen Gegebenheiten ab. - Wie kann man verhindern, dass das Mantelrohr feststeckt?
Um zu verhindern, dass das Mantelrohr feststeckt, sollte man den Untergrund sorgfältig prüfen, geeignete Bohrtechniken anwenden und das Rohr regelmäßig spülen, um Ablagerungen zu vermeiden. - Was ist eine Tonschicht und warum ist sie problematisch beim Brunnenbau?
Eine Tonschicht ist eine Schicht aus feinkörnigem, wasserundurchlässigem Material. Sie ist problematisch, weil sie das Eindringen von Wasser behindert und das Mantelrohr durch Saugwirkung oder Verkeilung festhalten kann. - Wie wichtig ist die Korngröße des Sandes beim Brunnenbau?
Die Korngröße des Sandes ist entscheidend für die Ergiebigkeit des Brunnens. Feiner Sand kann die Filter verstopfen, während grober Sand eine gute Wasserdurchlässigkeit gewährleistet. - Was bedeutet Ergiebigkeit beim Brunnenbau?
Die Ergiebigkeit bezeichnet die Menge an Wasser, die ein Brunnen pro Zeiteinheit liefern kann. Sie hängt von der Beschaffenheit des Grundwasserleiters und der Bauweise des Brunnens ab. - Was tun, wenn Luftblasen im geförderten Wasser auftreten?
Luftblasen im geförderten Wasser können auf eine Undichtigkeit im Brunnen oder der Pumpe hinweisen. Die Ursache sollte umgehend behoben werden, um die Funktion des Brunnens nicht zu beeinträchtigen. - Wann sollte man einen Brunnenbauexperten hinzuziehen?
Ein Brunnenbauexperte sollte hinzugezogen werden, wenn man mit dem Brunnenbau überfordert ist, das Mantelrohr feststeckt oder andere unvorhergesehene Probleme auftreten.
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Brunnenbau: Grundwasseranstieg & Feinsand-Problematik
gespanntes Grundwasser
wichtig wäre zu wissen, wie hoch es ansteigt. Dem Fördern von Feinsand können Sie durch eine entsprechende Wahl der (feineren) Filterschlitze entgegenwirken. Ob da unten jemals Grobsand kommt ist nicht sicher. Der Bodenaufbau hört sich nicht unbedingt nach Terrasenkiesen an - wo sitzen Sie denn mit Ihrem Brunnen?
Wenn das Wasser z.B. bis 5 oder 6 m Tiefe ansteigt sollten Sie später aus dem Brunnen auch genug rausbekommen. Wenn nur eine geringe nutzbare Grundwassermächtigkeit da ist wird der Brunnen im Feinsand leicht leergepumpt. Nutzbar ist die Strecke zwischen Grundwasserdruckfläche (Anstieg des GW nach Durchbohren des Tons) bis zur Sohle des GW-Leiters (Sohle der Sandschicht). Es kommt also nicht nur auf die Mächtigkeit der Sandschicht an. -
Brunnenbau: Tonschicht – Wassersäule, Ergiebigkeit & Gasblasen
Weitere Info ...
Danke für die schnelle Antwort.
Bevor ich durch die Tonschicht gebohrt habe, konnte ich das Mantelrohr leer pumpen und den Grund sehen. Es hat sich dann sehr langsam gefüllt. Jetzt steigt das Wasser auf ca. 3 m Wassersäule. Bei Förderung von ca. 1200 l/h sinkt die Wassersäule auf ca. 1 m. Das erscheint mir zu wenig. Es sind starke Verwirbelungen im Mantelrohr zu sehen, und Gasblasen. Da sich immer etwas Ton auflöst, ist das Wasser auch ganz leicht milchig. Gibt es eine Möglichkeit dass Mantelrohr zu lösen, das es tiefer rutscht? Ich bin recht sicher, dass mit den noch vorhandenen 3 m Rohr eine bessere Lage im Grundwasserleiter erreicht werden könnte. Ich verwende eine 160 mm Schlammbüchse und im Problemfall einen 80 mm Bohrer. Der Brunnen liegt im sogenannten Rodgau, im Dreieck DA-OF-AB. Über der ersten Lehmschicht war grober (bis 5 mm), dann feiner Sand. Zwischen erster und zweiter Lehmschicht das Gleiche. Zwischen 2. Lehmschicht und Tonschicht nur ca. 50 cm grober Sand bis 5 mm Korngröße. Die Körnung war genau richtig aber leider keine Ergiebigkeit.
Gruß
Buddelflink -
Brunnenbau: Teleskopieren – Tiefbohren mit kleinerem Mantelrohr
teleskopieren
d.h. mit kleinerem Mantelrohr tiefer bohren. Da hat man weniger Mantelreibung. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Brunnenbau: Mantelrohr steckt in Tonschicht – Tipps & Lösungen
💡 Kernaussagen: Das Hauptproblem ist ein festsitzendes Mantelrohr in einer Tonschicht beim Brunnenbau. Mögliche Ursachen sind Lehmschichten und unzureichende Ergiebigkeit. Die Diskussion dreht sich um das Problem von Feinsand, die Bestimmung der Grundwassermächtigkeit und die Möglichkeit des Teleskopierens mit einem kleineren Mantelrohr.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag Brunnenbau: Tonschicht – Wassersäule, Ergiebigkeit & Gasblasen wird auf Verwirbelungen und Gasblasen im Mantelrohr hingewiesen, was auf Probleme mit der Wasserqualität oder der Dichtigkeit hindeuten könnte.
✅ Empfehlung: Der Beitrag Brunnenbau: Grundwasseranstieg & Feinsand-Problematik rät, die Filterschlitze entsprechend der Korngröße des Bodens (Feinsand) auszuwählen, um das Fördern von Feinsand zu minimieren. Es wird auch empfohlen, die Grundwassermächtigkeit zu prüfen, um die nutzbare Strecke des Brunnens zu bestimmen.
🔧 Praktische Umsetzung: Das Teleskopieren, wie im Beitrag Brunnenbau: Teleskopieren – Tiefbohren mit kleinerem Mantelrohr vorgeschlagen, kann eine Lösung sein, um die Mantelreibung zu verringern und tiefer zu bohren, falls das Mantelrohr in der Tonschicht feststeckt. Dies erfordert jedoch ein kleineres Mantelrohr.
👉 Handlungsempfehlung: Es sollte geprüft werden, wie hoch das Grundwasser ansteigt, um die Grundwassermächtigkeit zu bestimmen. Zudem sollte die Korngröße des Bodens berücksichtigt werden, um die passenden Filterschlitze auszuwählen. Das Teleskopieren kann als Option in Betracht gezogen werden, um tiefer zu bohren.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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