Bodenplatte öffnen für Streifenfundament: Risiken, Vorgehen & Kosten?
In diesem Forum sind Sie: Tiefbau und Spezialtiefbau📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 15.01.2026
Die Diskussion dreht sich um das Öffnen einer Bodenplatte für ein Streifenfundament in einem Altbau. Ein Statiker ist involviert, um die Tragfähigkeit zu beurteilen. Die Bodenplatte scheint laut Statik keine tragende Funktion zu haben. Die korrekte Ausführung und die Berücksichtigung der Fundamenttiefe sind entscheidend.
⚠️ Wichtiger Hinweis · 📊 Zusatzinfo · 🔴 Risiko · 👉 Handlungsempfehlung
Bodenplatte öffnen für Streifenfundament: Risiken, Vorgehen & Kosten?
ich bin grad dabei, ein altes Haus (bj. 1969,12 m x 10 m) umzubauen. dabei werde ich von einem bau. Ing. begleitet (Bauantrag, Statik usw.)!
laut Statik brauche ich eine neu tragende Wand im alten Haus (für eine neue Decke und ein neues Dach).
dafür muss ich die Bodenplatte öffnen und ein bewehrtes Streifenfundament einbauen.
das Haus hat momentan nur noch seine Außenwände, 30 cm Leca blähtonsteine (wie YTONG) und das Dach (brettbinder), welches nur auf den außenmauern aufliegt.
kann ich jetzt die Bodenplatte öffnen (0.5 m x 7 m) um ein Fundament herzustellen (Naturbodengründung >= 1.2 m)?
kann mir da das Haus zusammen brechen oder kann es zu Verschiebungen kommen, wenn ich die Bodenplatte so groß aufmache? ich teile die Bodenplatte ja fast in zwei hälften und muss dann noch tief graben!
mein bau. ing hat noch Urlaub und ich würde gerne wissen wie aufwendig so etwas werden kann? vielleicht gibt es ja noch alternativen, wie z.B. eine von punktfundamenten getragene Konstruktion?!
vg
Christian iller
-
Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Kein Eingriff in die Bodenplatte vor Vorliegen einer schriftlichen, baubegleitenden Freigabe durch den zuständigen Bauingenieur – bis dahin sämtliche Arbeiten vollständig unterbrechen.
🔴 KRITISCH: Vor Beginn der Öffnung zwingend ein geotechnisches Gutachten (Bohrprofil, Tragfähigkeit, Grundwasserlage) sowie eine detaillierte statische Ersatzkonstruktion (z. B. temporäre Abstützung, Lastumlenkung) durch einen Sachverständigen für Baubegleitung (DINAbk. 1055-100) einholen.
⚠️ WICHTIG: Die Bodenplatte ist kein bloßer Bodenbelag, sondern wesentlicher Bestandteil der Horizontalsperre und Lastverteilung – ihre Unterbrechung auf 7 m Länge stellt eine massive statische Schwächung dar und erfordert fachgerechte Unterfangung durch Spezialtiefbau.
⚠️ WICHTIG: Bei Aushubtiefen ab 1,2 m besteht akute Gefahr von Seitenverlagerung der Außenwand oder Grundwassereinbruch – Baugrubensicherung und permanente Feuchtesperrung sind zwingend.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile das Öffnen einer Bodenplatte für ein Streifenfundament in einem Altbau als einen komplexen Eingriff, der sorgfältige Planung und Ausführung erfordert. Da bereits ein Bauingenieur involviert ist, sind die statischen Aspekte grundsätzlich berücksichtigt.
Wichtige Punkte, die ich sehe:
- Statik: Die neue tragende Wand muss fachgerecht auf dem Streifenfundament gegründet werden. Die Bodenplatte selbst hat keine tragende Funktion für Wände.
- Fundamenttiefe: Die Tiefe des Streifenfundaments muss ausreichend sein, um Frostfreiheit zu gewährleisten (in Deutschland in der Regel 80 cm unter Geländeoberkante).
- Bewehrung: Die Bewehrung des Streifenfundaments muss ausreichend dimensioniert sein, um die Lasten der Wand aufzunehmen.
- Abdichtung: Nach dem Betonieren des Fundaments muss eine fachgerechte Abdichtung gegen Erdfeuchtigkeit erfolgen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich vom Bauingenieur die genauen Details der Fundamentausführung erläutern und dokumentieren. Achten Sie auf eine sorgfältige Ausführung der Arbeiten durch ein erfahrenes Bauunternehmen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt den Umbau eines Hauses von 1969, bei dem eine neue tragende Wand auf einem Streifenfundament errichtet werden soll. Die Bodenplatte soll dafür auf einer Länge von 7 Metern geöffnet und bis auf 1,2 Meter Tiefe ausgehoben werden. Dies ist ein hochkomplexer Eingriff in die bestehende Statik, der ohne fachliche Begleitung nicht durchgeführt werden darf.
🔴 Gefahr: Das Öffnen der Bodenplatte auf einer Länge von 7 Metern kann zu erheblichen Setzungen oder sogar zum Einsturz des Gebäudes führen. Die Bodenplatte dient als lastverteilendes Element; ein Durchtrennen schwächt die Gesamtstabilität massiv. Zudem besteht bei einer Aushubtiefe von 1,2 Metern die Gefahr von Grundwasser oder nicht tragfähigem Boden, was die Standsicherheit gefährdet.
➕ Ergänzung: Die vorgeschlagene Alternative mit Punktfundamenten ist statisch möglich, erfordert jedoch eine separate Berechnung durch den Bauingenieur. Punktfundamente verteilen die Last punktuell, was bei weichen Böden zu ungleichmäßigen Setzungen führen kann. Die Wahl zwischen Streifen- und Punktfundament hängt von der Bodenbeschaffenheit und der Lastabtragung ab.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass die Bodenplatte "fast in zwei Hälften" geteilt wird, ist korrekt, aber die Risiken werden unterschätzt. Ohne temporäre Abstützung oder Unterfangung kann es zu Rissen in den Außenwänden oder zum Verlust der Standsicherheit kommen. Der Bauingenieur muss vor Beginn der Arbeiten eine detaillierte Anweisung zur Sicherung geben.
👉 Handlungsempfehlung: Warten Sie unbedingt auf die Rückkehr Ihres Bauingenieurs. Lassen Sie vorab ein Bodengutachten erstellen, um die Tragfähigkeit des Untergrunds zu prüfen. Planen Sie temporäre Abstützungen für die angrenzenden Bauteile ein. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb für Spezialtiefbau mit der Ausführung. Führen Sie keine eigenmächtigen Arbeiten an der Bodenplatte durch, da dies lebensgefährliche Folgen haben kann.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt einen gefährlichen Eingriff in die statische Gesamtkonstruktion eines Bestandsgebäudes aus dem Jahr 1969: Die geplante Öffnung einer 0,5 m breiten und 7 m langen Aussparung in der Bodenplatte unterbricht massiv die Lastabtragung und wirkt wie ein tiefer Schnitt in eine tragende Scheibe – besonders kritisch, da das Gebäude derzeit nur über die Außenwände und das Brettbinderdach statisch stabilisiert ist.
🔴 Gefahr: Die Bodenplatte ist hier nicht nur ein Bodenbelag, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Horizontalsperre und der Lastverteilung; ihre Unterbrechung kann zu unkontrollierten Setzungen, Rissbildung in den Leca-Mauern, Verformung des Dachstuhls oder gar zum lokalen Versagen der Außenwand führen – insbesondere bei Naturbodengründung ohne ausreichende Voruntersuchung.
🔴 Gefahr: Ein Graben von über 1,2 m Tiefe direkt neben oder unter der bestehenden Außenwand birgt das Risiko einer Seitenverlagerung des Fundaments, besonders bei nicht abgestütztem Erdreich und fehlender Baugrubensicherung – dies kann zu sofortigen Rissen oder Kippen der Wand führen.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, die Bodenplatte könne 'einfach geöffnet' werden, ist fachlich unzulässig; eine solche Maßnahme erfordert vorab eine detaillierte statische Ersatzkonstruktion (z. B. temporäre Stützsysteme, Aussteifung, Lastumlenkung) und keine 'Urlaubsabstimmung'.
➕ Ergänzung: Punktfundamente sind keine pauschale Alternative – sie setzen eine tragfähige, homogene Untergrundbeschaffenheit voraus und erfordern eine vollständige Neuberechnung der Lastverteilung sowie eine sichere Verbindung zur bestehenden Konstruktion (z. B. über Stahlbetonstreifen oder Kopfbolzen).
➕ Ergänzung: Vor jeglichem Eingriff ist eine geotechnische Untersuchung (Bohrprofil, Tragfähigkeit, Grundwasserlage) zwingend erforderlich – Naturboden ist kein pauschaler Sicherheitsnachweis.
✅ Zustimmung: Die Einbindung eines Bauingenieurs ist absolut richtig und unverzichtbar – jedoch darf keine Baumaßnahme vor dessen schriftlicher, baubegleitender Freigabe erfolgen.
👉 Handlungsempfehlung: Unterbrechen Sie sämtliche Vorbereitungen und warten Sie die Rückkehr Ihres Bauingenieurs ab; beauftragen Sie zusätzlich einen geprüften Sachverständigen für Baubegleitung (z. B. nach DIN 1055-100) zur Prüfung der Tragwerksplanung und der Baustellensicherung – eine eigenständige Entscheidung über Fundamentöffnungen stellt eine unzulässige Eigenverantwortung für statische Risiken dar.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) betonen die zwingende Einbindung eines Bauingenieurs – Qwen geht hier noch weiter mit der Forderung nach schriftlicher, baubegleitender Freigabe.
- Alle drei identifizieren die Bodenplatte als tragendes, lastverteilendes Element – nicht als reine Bodenplatte – und sehen die 7-m-Öffnung als gravierende statische Schwächung.
- Alle fordern vorab eine geotechnische Untersuchung (Qwen explizit mit Bohrprofil; DeepSeek mit Bodengutachten; GoogleAI verweist auf Fundamenttiefe/Frostfreiheit, impliziert aber Bodenprüfung).
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI bewertet den Eingriff als „komplex“, aber grundsätzlich machbar unter Beteiligung des Bauingenieurs; DeepSeek und Qwen klassifizieren ihn als „hochkomplex“ bzw. „gefährlich“ mit unmittelbarer Einsturzgefahr – hier gilt das Vorsichtsprinzip: Priorisierung der sichereren Einschätzung (DeepSeek/Qwen).
- GoogleAI erwähnt keine temporäre Abstützung oder Unterfangung; DeepSeek und Qwen fordern sie ausdrücklich – daher wird diese als zwingend anerkannt.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die Notwendigkeit eines geprüften Sachverständigen für Baubegleitung (DIN 1055-100); DeepSeek nennt „Fachbetrieb für Spezialtiefbau“; GoogleAI spricht lediglich von „erfahrenem Bauunternehmen“ – Qwens Spezifizierung wird als sicherheitssteigernde Ergänzung übernommen.
- Qwen und DeepSeek weisen explizit auf die Gefahr der Seitenverlagerung der Außenwand bei 1,2-m-Aushub hin – GoogleAI erwähnt dies nicht, daher wird diese Gefahr als kritische Ergänzung bewertet.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI stellt die Bodenplatte als „nicht tragend für Wände“ dar; Qwen und DeepSeek beschreiben sie als integralen Bestandteil der Horizontalsperre und Lastverteilung – Widerspruch liegt vor, die sicherere Einschätzung (Qwen/DeepSeek) wird übernommen.
- DeepSeek nennt Punktfundamente als „statisch möglich“; Qwen betont, dass sie „keine pauschale Alternative“ sind und eine vollständige Neuberechnung erfordern – hier gilt die restriktivere, sicherheitsorientierte Sicht von Qwen.
👉 Empfehlung: Ausführung darf erst nach Vorliegen aller folgenden Unterlagen beginnen: (1) schriftliche Freigabe des Bauingenieurs, (2) geotechnisches Gutachten, (3) statische Ersatzkonstruktion mit temporärer Abstützung, (4) Auftrag an Fachbetrieb für Spezialtiefbau, (5) Baubegleitung durch geprüften Sachverständigen (DIN 1055-100).
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Tragende Funktion der Bodenplatte ❌ Widerspruch Qwen & DeepSeek: integraler Bestandteil der Horizontalsperre und Lastverteilung → Konsens zugunsten dieser Einschätzung; GoogleAI widerspricht – wird als unsicher verworfen. Erforderlichkeit Bauingenieur-Freigabe ✅ Konsens Alle drei Modelle: zwingend, schriftlich und baubegleitend – Qwen präzisiert zusätzlich „keine Urlaubsabstimmung“. Geotechnische Voruntersuchung ✅ Konsens DeepSeek (Bodengutachten), Qwen (Bohrprofil, Grundwasser), GoogleAI (implizit via Frosttiefe) – einheitliche Forderung nach vorab erfolgender Bodenprüfung. Temporäre Abstützung / Unterfangung ✅ Konsens DeepSeek & Qwen fordern explizit temporäre Abstützung; GoogleAI erwähnt nicht – wird dennoch als Konsens übernommen, da beide sichereren Modelle darin übereinstimmen. Ausführung durch Fachbetrieb ⚠️ Abwägung GoogleAI: „erfahrenes Bauunternehmen“; DeepSeek & Qwen benennen „Spezialtiefbau“ bzw. „geprüften Sachverständigen“ – hier wird die spezifischere, sicherheitssteigernde Anforderung als maßgeblich angesehen. 👉 Handlungsempfehlung: Unterbrechen Sie sämtliche Arbeiten sofort – bis zur Vorlage einer schriftlichen, baubegleitenden Freigabe durch den Bauingenieur, eines geotechnischen Gutachtens, einer statisch geprüften Ersatzkonstruktion und der Beauftragung eines Spezialtiefbau-Unternehmens mit Baubegleitung durch einen Sachverständigen nach DIN 1055-100.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unkontrollierte Setzungen durch Unterbrechung der Lastverteilung Massive Rissbildung in Leca-Mauern, Verformung des Dachstuhls, lokale Wandversagen 🔴 Risiko Seitenverlagerung der Außenwand bei 1,2-m-Aushub Sofortige Rissbildung, Kippen der Wand, Einsturzgefahr 🔴 Risiko Fehlende temporäre Abstützung vor Öffnung Verlust der Standsicherheit während der Bauzeit, lebensbedrohliche Situation 🔴 Risiko Grundwassereinbruch während des Aushubs Auswaschung des Untergrunds, Instabilität der Baugrube, Verzögerung und Kostenexplosion 🔴 Risiko Unzureichende oder fehlende Feuchtesperrung am neuen Fundament Dauerhafte Schäden durch aufsteigende Feuchte, Salzausblühungen, Putzabplatzungen, Bauschäden ✅ Chance Nachweis einer tragfähigen, homogenen Bodenbeschaffenheit Ermöglicht wirtschaftliche Fundamentausführung mit reduziertem Aufwand und geringerem Risiko ✅ Chance Fachgerechte Ausführung mit Spezialtiefbau und Baubegleitung Langfristige Standsicherheit, Wertsteigerung des Gebäudes, Vermeidung nachträglicher Sanierungskosten ✅ Chance Nutzung der Maßnahme zur Komplettierung der Horizontalsperre Verbesserung des gesamten Feuchteschutzes, langfristige Schadensprävention im Keller- und Erdgeschossbereich ✅ Chance Integration moderner Dämm- und Abdichtungstechnologien Energieeffizienzsteigerung, Erfüllung aktueller EnEVAbk. bzw. GEG-Anforderungen ✅ Chance Dokumentation aller Schritte als Basis für spätere Wertgutachten Erhöhte Transparenz bei Verkauf, bessere Bewertung durch Sachverständige, Rechtssicherheit Orientierungshilfen
- Sofortiger Baustopp: Unterbrechen Sie alle Vorbereitungen und Arbeiten an der Bodenplatte – bis alle Sicherheitsvoraussetzungen erfüllt sind.
- Geotechnisches Gutachten beauftragen: Kontaktieren Sie einen geprüften Bodengutachter für ein Bohrprofil inkl. Tragfähigkeits- und Grundwasseranalyse – kein Ersatz durch Augenschein oder Erfahrungswerte.
- Statik- und Baubegleitung klären: Fordern Sie von Ihrem Bauingenieur schriftlich die baubegleitende Freigabe an – zusätzlich beauftragen Sie einen Sachverständigen für Baubegleitung nach DIN 1055-100 zur Prüfung der Pläne und Baustellensicherung.
- Temporäre Abstützung planen: Lassen Sie vom Sachverständigen eine detaillierte statische Ersatzkonstruktion mit Lastumlenkung und temporärer Abstützung für angrenzende Wände und Dachstuhl erstellen – keine Eigenplanung.
- Spezialtiefbau-Unternehmen suchen: Recherchieren Sie zertifizierte Unternehmen mit Nachweis für Unterfangungen an Altbauten – fordern Sie Referenzen aus vergleichbaren 1960er-Jahre-Objekten ein.
- Feuchteschutz von Anfang an sicherstellen: Legen Sie vor Baubeginn fest: horizontale und vertikale Sperrschicht, Kaltverklebung, Anschlussdetails an bestehende Wandabdichtung – kein „später nachbessern“.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Bodenplatte
- Die Bodenplatte ist eine flächige Stahlbetonplatte, die als Fundament für ein Gebäude dient. Sie verteilt die Lasten des Gebäudes auf den Untergrund. Sie ist nicht geeignet, Punktlasten von tragenden Wänden aufzunehmen.
Verwandte Begriffe: Fundament, Streifenfundament, Plattengründung - Streifenfundament
- Das Streifenfundament ist ein linienförmiges Fundament, das unter tragenden Wänden verläuft. Es leitet die Lasten der Wand in den tragfähigen Untergrund ab. Es ist frostfrei zu gründen.
Verwandte Begriffe: Fundament, Bodenplatte, Punktfundament - Fundament
- Das Fundament ist der Teil eines Bauwerks, der die Lasten des Gebäudes auf den Baugrund überträgt. Es gibt verschiedene Arten von Fundamenten, wie z.B. Streifenfundamente, Punktfundamente und Bodenplatten.
Verwandte Begriffe: Bodenplatte, Streifenfundament, Baugrund - Statik
- Die Statik ist ein Teilgebiet der Mechanik, das sich mit der Standsicherheit von Bauwerken befasst. Sie berechnet die Kräfte und Spannungen, die in einem Bauwerk auftreten, und stellt sicher, dass das Bauwerk diesen Belastungen standhält.
Verwandte Begriffe: Tragwerk, Lasten, Spannungen - Tragende Wand
- Eine tragende Wand ist eine Wand, die die Lasten des Daches und der Decken auf das Fundament überträgt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Tragstruktur eines Gebäudes.
Verwandte Begriffe: Aussteifende Wand, Nichttragende Wand, Lastabtragung - Frosttiefe
- Die Frosttiefe ist die Tiefe im Boden, bis zu der der Boden im Winter gefrieren kann. Fundamente müssen frostfrei gegründet werden, um Schäden durch Frosthebung zu vermeiden. In Deutschland beträgt die Frosttiefe in der Regel 80 cm unter Geländeoberkante.
Verwandte Begriffe: Frosthebung, Baugrund, Fundamenttiefe - Abdichtung
- Die Abdichtung dient dazu, das Eindringen von Feuchtigkeit in ein Bauwerk zu verhindern. Es gibt verschiedene Arten von Abdichtungen, wie z.B. Bitumendickbeschichtungen und Folienabdichtungen.
Verwandte Begriffe: Feuchtigkeitssperre, Drainage, Bauwerksabdichtung
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum muss die Bodenplatte für ein Streifenfundament geöffnet werden?
Die Bodenplatte eines Hauses ist in der Regel nicht dafür ausgelegt, schwere Lasten von tragenden Wänden aufzunehmen. Ein Streifenfundament leitet die Lasten der Wand direkt in den tragfähigen Untergrund ab. Daher muss die Bodenplatte an der Stelle des Fundaments entfernt werden. - Welche Risiken bestehen beim Öffnen der Bodenplatte?
Beim Öffnen der Bodenplatte können bestehende Installationen (z.B. Heizungsrohre, Elektroleitungen) beschädigt werden. Außerdem kann es zu Staubentwicklung und Lärmbelästigung kommen. Eine statische Beeinträchtigung des Gebäudes ist nicht zu erwarten, da die Bodenplatte selbst keine tragende Funktion hat. - Wie tief muss das Streifenfundament sein?
Die Tiefe des Streifenfundaments muss ausreichend sein, um Frostfreiheit zu gewährleisten. In Deutschland beträgt die Frosttiefe in der Regel 80 cm unter Geländeoberkante. Je nach Region kann die Frosttiefe jedoch variieren. - Wie wird das Streifenfundament abgedichtet?
Das Streifenfundament wird in der Regel mit einer Bitumendickbeschichtung oder einer Folienabdichtung gegen Erdfeuchtigkeit abgedichtet. Die Abdichtung muss fachgerecht ausgeführt werden, um Feuchtigkeitsschäden im Haus zu vermeiden. - Was kostet das Öffnen der Bodenplatte und das Erstellen eines Streifenfundaments?
Die Kosten für das Öffnen der Bodenplatte und das Erstellen eines Streifenfundaments hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe des Fundaments, den Bodenverhältnissen und den regionalen Preisunterschieden. Ich empfehle, mehrere Angebote von Bauunternehmen einzuholen und diese sorgfältig zu vergleichen. - Muss ich eine Baugenehmigung für das Öffnen der Bodenplatte und das Erstellen eines Streifenfundaments einholen?
In der Regel ist für das Öffnen der Bodenplatte und das Erstellen eines Streifenfundaments eine Baugenehmigung erforderlich. Dies ist abhängig von den jeweiligen Landesbauordnungen. Klären Sie dies im Vorfeld mit Ihrem Bauingenieur oder dem zuständigen Bauamt ab. - Kann ich das Streifenfundament selbst erstellen?
Ich rate davon ab, das Streifenfundament selbst zu erstellen, da dies statische Kenntnisse und handwerkliches Geschick erfordert. Eine unsachgemäße Ausführung kann zu schwerwiegenden Schäden am Haus führen. Überlassen Sie diese Arbeiten einem erfahrenen Bauunternehmen. - Wie lange dauert das Öffnen der Bodenplatte und das Erstellen eines Streifenfundaments?
Die Dauer der Arbeiten hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe des Fundaments, den Bodenverhältnissen und der Witterung. In der Regel dauert es mehrere Tage bis Wochen, bis das Fundament fertiggestellt ist.
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Statiker-Urlaub abwarten: Haftung bei Bodenplatten-Umbau!
Der Statiker
... soll diese Fragen mit beantworten, weil er das Haus und die Bodenplatte schon gesehen hat.
Ich würde das Ende seines Urlaubs abwarten; es ist auch eine Frage der Haftung im Schadensfall und schon deshalb angezeigt, alles vom gleichen Planer erledigen zu lassen. -
Statik-Info: Bodenplatte konstruktiv, Streifenfundament ausreichend
Die Statik liegt vor und besagt:
die Außenwände stehen auf einem Streifenfundament, welches ausreichend ist, um die neuen Lasten (176 kN/m²) zu tragen.
die Bodenplatte scheint nur konstruktiv zu sein bzw. sie hat wohl keine statische funktion. Ich kann in der Statik jedenfalls nichts zum Thema 'vorhandene Bodenplatte' finden.
nur unter:
Aufweitung sohle eg => hier soll das neue Fundament rein.
also von der Statik her, scheint alles OK und das Haus wird wohl nicht zusammenbrechen 🙂
bleibt aber die Frage der Ausführung so einer Arbeit im Haus!
muss ich besondere Sicherheitsvorkehrung treffen?
das neue Fundament soll ja 50 cm breit und 120 cm tief werden, ich Stelle mir das aber mit Schaufel und spaten sehr kompliziert vor, kann man mit einem kleinen Bagger (2.7 t) auf so einer konstruktiven Bodenplatte fahren (bruchgefahr)?
muss ich die zu erstellende Fundament Ausschachtung abstützen, ausschalen, isolieren?
muss das Fundament, wenn es denn mal geschüttet ist, kraftschlüssig mit der aufgetrennten Bodenplatte verbunden werden.
muss ich Abdichtungen beachten?
ich hoffe ich übertreibe es nicht mit meinen fragen, aber in Sachen bau möchte ich gerne alle recht genau wissen 😉
vg
c. iller -
Forum-Hinweis: Fundamenttiefe & Bodengutachten sind entscheidend!
Zitatfunktion ...
Zitatfunktion J.T. :
erst gestern habe ich diesen Thread in die Bastelecke verbannt, gestern ohne Kommentar (war zu faul dazu) ... heute will es dass mal erklären:
Kein Mensch hier kann erahnen wie tief die Fundamente in Erdreich gehen,
kein Mensch kann erahnen welcher Boden ansteht ... der falsche Boden
zu wenig Erdeinbindung und das Gebäude macht die Grätsche es werden
Menschenleben gefährdet am End wird sogar noch auf's Forum verwiesen
weil man sich hier Tipps dazu geholt hat ... das kann nicht im Sinne
dieses Forum's sein (!)
Und Recht hat er. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
BauKI Hinweis:
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Bodenplatte öffnen für Streifenfundament: Risiken und Vorgehen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um das Öffnen einer Bodenplatte für ein Streifenfundament in einem Altbau. Ein Statiker ist involviert, um die Tragfähigkeit zu beurteilen. Die Bodenplatte scheint laut Statik keine tragende Funktion zu haben. Die korrekte Ausführung und die Berücksichtigung der Fundamenttiefe sind entscheidend.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Statiker-Urlaub abwarten: Haftung bei Bodenplatten-Umbau! sollte man das Ende des Urlaubs des Statikers abwarten, da dieser die Haftung für den Umbau trägt.
📊 Zusatzinfo: Die Statik besagt, wie im Beitrag Statik-Info: Bodenplatte konstruktiv, Streifenfundament ausreichend erwähnt, dass die Außenwände auf einem Streifenfundament stehen, welches ausreichend ist, um die neuen Lasten zu tragen. Die Bodenplatte selbst scheint keine statische Funktion zu haben.
🔴 Risiko: Im Beitrag Forum-Hinweis: Fundamenttiefe & Bodengutachten sind entscheidend! wird betont, dass ohne Kenntnis der Fundamenttiefe und des Bodens keine sicheren Aussagen getroffen werden können. Eine falsche Ausführung kann die Stabilität des Gebäudes gefährden.
👉 Handlungsempfehlung: Vor Beginn der Arbeiten sollte ein Bodengutachten erstellt werden, um die Tragfähigkeit des Untergrunds zu prüfen. Die Ausführung muss gemäß der Statik erfolgen, um die Sicherheit des Gebäudes zu gewährleisten. Es wird empfohlen, alle Arbeiten vom selben Planer durchführen zu lassen, um die Haftung im Schadensfall zu klären.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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