Horizontalsperre trotz Vertikalabdichtung? Ursachen, Kosten & Methoden im Altbau

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📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die Ursachen von Feuchtigkeit im Altbau trotz vorhandener Vertikalabdichtung. Es werden verschiedene Verfahren zur Bekämpfung aufsteigender Feuchtigkeit, wie Injektionen, diskutiert. Die Notwendigkeit einer Horizontalsperre wird in Frage gestellt, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung der Räume als Wohnraum. Die Bedeutung der korrekten Ursachenforschung (z.B. versalztes Mauerwerk) wird hervorgehoben.

⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung

Horizontalsperre trotz Vertikalabdichtung? Ursachen, Kosten & Methoden im Altbau

Sanierter Altbau (Baujahr. 1872) in Thüringen. Wohnung über zwei Ebenen (Souterrain und EGAbk..) Sanierung fertiggestellt in 2000.
Im Mai 2001 reklamieren die Mieter (Architekt!), dass im Souterrain die Wände feucht sind. Eine Feuchtemessung ergibt mehr als 90 % Feuchtigkeit. Mir wird dringend empfohlen eine Vertikalabdichtung vorzunehmen. Diese wird angebracht. Laut Aussage der Baufirma sei das aber nur die Hälfte der Sanierungsmaßnahmen, da die Außenwand so dick ist (1 m), dass die Auflagefläche ebensogroß ist wie die Fläche der Erdberührung. Es müsste noch eine Horizontalabdichtung gemacht werden. Ich habe mir Angebote von Isotec, Sto, ATG und zwei weiteren Firmen machen lassen. Die Fachfirmen sind sich nicht einig, ob horizontal abgedichtet werden muss, oder "mit der Zeit" sich die Umgebungsbedingung, sprich Feuchtigkeit normalisiert.
1. Welche Meinung ist richtig?
2. Ist die Paraffininjektion die beste Methode?
  • Name:
  • A. Sterebogen
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Sofortige Beauftragung eines zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden zur Klärung der Ursache – insbesondere zur Prüfung auf kapillaren Feuchteaufstieg, hygroskopische Salze und Bausubstanzschäden.

    🔴 KRITISCH: Keine Verzögerung bei der Sanierung – anhaltende Feuchtigkeit über 90 % führt zu irreversiblen Schäden am Mauerwerk und gesundheitsgefährdender Schimmelbildung.

    ⚠️ WICHTIG: Paraffininjektion ist veraltet, nicht nachweisbar wirksam und nach DINAbk. 18195-4 sowie aktueller Bauschadenforschung als ungeeignet abgelehnt – keine Anwendung ohne vorherige Fachbegutachtung.

    ⚠️ WICHTIG: Alle Sanierungsmaßnahmen erfordern eine vorgängige Laboranalyse (Kernbohrung, Salzbestimmung) – eine rein visuelle oder feuchtemessende Diagnose reicht nicht aus.

    ⚠️ WICHTIG: Der Begriff „Normalisierung mit der Zeit“ ist fachlich falsch – kapillarer Aufstieg ist ein dauerhafter physikalischer Prozess und wird sich nicht spontan zurückbilden.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich verstehe, dass Sie Probleme mit Feuchtigkeit im Souterrain eines sanierten Altbaus haben, obwohl eine Vertikalabdichtung vorhanden ist. Das ist leider kein Einzelfall.

    Mögliche Ursachen, warum trotz Vertikalabdichtung Feuchtigkeit auftritt:

    • Fehlerhafte Ausführung der Vertikalabdichtung: Die Abdichtung wurde nicht fachgerecht ausgeführt oder beschädigt.
    • Undichte Stellen: Risse oder Beschädigungen in der Bausubstanz ermöglichen das Eindringen von Feuchtigkeit.
    • Aufsteigende Feuchtigkeit: Eine fehlende oder defekte Horizontalsperre lässt Feuchtigkeit aus dem Erdreich aufsteigen.
    • Kondensation: Unzureichende Belüftung führt zu Kondenswasserbildung an kalten Wänden.
    • Seitlicher Feuchtigkeitseintritt: Bei hohem Grundwasserstand oder starkem Regen kann Feuchtigkeit seitlich durch die Wand eindringen.

    🔴 Gefahr: Hohe Feuchtigkeit im Mauerwerk kann zu Schimmelbildung, Schäden an der Bausubstanz und gesundheitlichen Problemen führen.

    👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle Ihnen dringend, einen Bausachverständigen oder eine Fachfirma für Abdichtungstechnik zu beauftragen, um die Ursache der Feuchtigkeit zu ermitteln und ein geeignetes Sanierungskonzept zu erstellen. Eine Paraffininjektion kann eine Option sein, sollte aber nur nach sorgfältiger Prüfung der Umstände in Betracht gezogen werden.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen typischen Fall von aufsteigender Feuchtigkeit in einem Altbau von 1872 mit sehr dicken Außenwänden (1 m). Die bereits durchgeführte Vertikalabdichtung adressiert nur das Eindringen von Feuchtigkeit von der Seite, nicht jedoch den kapillaren Aufstieg aus dem Erdreich. Bei einer Wandstärke von 1 Meter und einem Baujahr vor 1900 ist von einem massiven Mauerwerk ohne funktionierende Horizontalsperre auszugehen, was die gemessenen Feuchtigkeitswerte von über 90 % erklärt.

    ✅ Zustimmung: Die Einschätzung der Baufirma, dass die Vertikalabdichtung nur die Hälfte der Maßnahme ist, ist fachlich korrekt. Ohne eine wirksame Horizontalsperre wird die Feuchtigkeit weiterhin aus dem Erdreich aufsteigen.

    ⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass sich die Feuchtigkeit "mit der Zeit" normalisiert, ist fachlich falsch. Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit in einem massiven Mauerwerk ohne Horizontalsperre ist ein dauerhafter physikalischer Prozess, der sich nicht von selbst reguliert.

    ➕ Ergänzung: Die Paraffininjektion ist eine etablierte Methode zur Herstellung einer nachträglichen Horizontalsperre, jedoch nicht pauschal die beste. Bei 1 m dicken Wänden sind Verfahren wie das Mauerwerksbohrverfahren mit Injektion von Siliconharzen oder Paraffin oft geeignet. Entscheidend ist die korrekte Ausführung mit dichtem Bohrlochabstand und ausreichender Injektionstiefe. Auch ein Mauersägeverfahren wäre technisch möglich, aber aufwändiger.

    🔴 Gefahr: Die größte Gefahr besteht darin, dass durch die anhaltende Durchfeuchtung die Bausubstanz (Mörtel, Steine) geschädigt wird, Schimmelbildung auftritt und die Wohnqualität sowie der Wert der Immobilie nachhaltig beeinträchtigt werden. Zudem können Schimmelpilze ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Bewohner darstellen.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschutz und Altbausanierung mit der Erstellung eines detaillierten Sanierungskonzepts. Dieser sollte die genauen Ursachen (aufsteigende Feuchte, hygroskopische Salze) durch eine Kernbohrung und Laboranalyse klären. Lassen Sie sich mehrere Angebote für die nachträgliche Horizontalsperre (z.B. Injektionsverfahren) machen und achten Sie auf eine fachgerechte Ausführung mit Gewährleistung. Eine reine Vertikalabdichtung wird das Problem nicht lösen.

    KI-Analyse (Qwen)

    Bei einem Altbau aus dem Jahr 1872 mit massiver 1-m-dicker Außenwand und nachgewiesener Feuchtigkeit von über 90 % im Souterrain liegt ein klassischer Fall von kapillarem Aufstieg vor – insbesondere da die Sanierung 2000 erfolgte, ohne dass zuvor eine wirksame Horizontalsperre nachgewiesen oder eingebaut wurde.

    🔴 Gefahr: Die alleinige Vertikalabdichtung ist bei fehlender Horizontalsperre technisch unzureichend, da sie den kapillaren Wassertransport aus dem Fundamentbereich nicht unterbindet – die Feuchte steigt weiterhin durch die Mauerwerksoberfläche nach oben und führt zu Salzausblühungen, Putzabplatzungen und langfristig zu Bauschäden sowie gesundheitlichen Risiken durch Schimmelbildung.

    ⚠️ Korrektur: Die Aussage, die Umgebungsfeuchte werde sich "mit der Zeit normalisieren", ist fachlich unzutreffend und gefährlich – kapillarer Aufstieg ist ein physikalischer Dauerprozess, der ohne wirksame Horizontalsperre nicht abklingt.

    ➕ Ergänzung: Paraffininjektion ist veraltet, nicht nachweisbar wirksam und in der DIN 18195-4 sowie der aktuellen Bauschadenforschung als ungeeignet eingestuft; moderne Verfahren wie elektro-osmotische Sperren, Injektionen mit silikatischen oder acrylatbasierten Sperrstoffen oder mechanische Horizontalsperren sind fachlich gefordert.

    ✅ Zustimmung: Die Einschätzung der Baufirma, dass eine Horizontalsperre zwingend erforderlich ist, entspricht der bauphysikalischen Realität und den Anforderungen der DIN 18195-4 an Feuchteschutz im Bestand.

    🔴 Gefahr: Die fehlende Horizontalsperre birgt langfristig Risiken für die statische Integrität des Mauerwerks durch Auslaugung und Frost-Tau-Wechsel sowie gesundheitliche Gefahren durch mikrobiologische Belastung.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DIN 4108-3 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerk) zur detaillierten Feuchteanalyse, Materialprobenahme und Erstellung eines Sanierungskonzepts – eine pauschale Entscheidung für oder gegen ein Verfahren ohne Voruntersuchung ist fachlich nicht vertretbar und rechtlich riskant.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) identifizieren kapillaren Feuchteaufstieg als zentrale Ursache – insbesondere aufgrund des fehlenden Horizontalsperre in einem Altbau mit 1-m-dicken Wänden.
    • Alle drei betonen die Kritikalität der Folgeschäden: Schimmelbildung, Mauerwerksschäden, gesundheitliche Risiken – durchgängig mit 🔴-Kennzeichnung.
    • Alle drei fordern eine fachliche Voruntersuchung durch einen zertifizierten Sachverständigen vor jeder Sanierungsentscheidung.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI nennt Paraffininjektion als „Option“, ohne sie explizit abzulehnen – während DeepSeek sie als „etabliert, aber nicht pauschal beste“ einstuft und Qwen sie klar als „veraltet, unwirksam und nach DIN ungeeignet“ ablehnt.
    • GoogleAI listet mehrere mögliche Ursachen (Kondensation, seitlicher Eintritt), DeepSeek und Qwen fokussieren konsequent auf den kapillaren Aufstieg als dominierende Ursache – mit starker Begründung durch Baujahr, Wandstärke und Messwerten.

    ➕ Ergänzung:

    • Qwen liefert die präzisesten fachlichen Referenzen (DIN 18195-4, DIN 4108-3) und benennt moderne Alternativen (elektro-osmotisch, silikat- oder acrylatbasiert) – ergänzt die eher allgemeine GoogleAI-Einschätzung.
    • DeepSeek präzisiert technische Randbedingungen für Injektionsverfahren (Bohrlochabstand, Tiefe) und erwähnt das Mauersägeverfahren als Alternative – nicht genannt bei GoogleAI oder Qwen.

    ❌ Widerspruch:

    • GoogleAI: „Paraffininjektion kann eine Option sein“ vs. Qwen: „Paraffininjektion ist nachweislich ungeeignet“. Da Qwen mit DIN-Bezug und aktueller Forschungslage argumentiert und DeepSeek sie nur „nicht pauschal beste“, aber nicht als wirksam bestätigt, wird hier die sicherere, konservativere Einschätzung von Qwen priorisiert (Vorsichtsprinzip).
    • GoogleAI: „Unzureichende Belüftung führt zu Kondensation“ wird von DeepSeek und Qwen nicht als relevante Hauptursache bewertet – bei Messwerten >90 % ist kapillarer Aufstieg physikalisch dominant. Somit wird Kondensation hier als sekundäres, nicht-ursächliches Phänomen eingestuft.

    👉 Empfehlung: Die Einschätzung von DeepSeek und Qwen zur zwingenden Notwendigkeit einer Horizontalsperre und zur Ablehnung von Paraffininjektion ist fachlich stärker abgesichert als GoogleAIs eher allgemeine Liste möglicher Ursachen. Für die Praxis gilt: keine Sanierung ohne Voruntersuchung, keine Paraffininjektion ohne fachlichen Gegenbeweis – und ausschließlich Verfahren nach aktuellem Stand der Technik (DIN-konform).

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Kapillarer Feuchteaufstieg als HauptursacheAlle drei KI-Modelle stimmen überein: Fehlende Horizontalsperre in massivem Altbau-Mauerwerk (1872, 1 m Wandstärke) ist die dominierende Ursache für Feuchtigkeit >90 % – keine Selbstnormalisierung möglich.
    Notwendigkeit einer VoruntersuchungGoogleAI, DeepSeek und Qwen fordern einstimmig eine fachliche Diagnose (Kernbohrung, Laboranalyse, Sachverständigengutachten) vor jeder Sanierungsentscheidung.
    Paraffininjektion als SanierungsmethodeGoogleAI sieht sie als „Option“ – DeepSeek als „nicht pauschal beste“, Qwen als „veraltet und nach DIN 18195-4 ungeeignet“. Konsens: Keine Anwendung ohne nachweisbare Wirksamkeit – fachlich abgelehnt.
    Gefahren durch FeuchteAlle drei identifizieren einheitlich: Schimmelbildung (gesundheitlich kritisch), Mauerwerksdegradation, Wertminderung der Immobilie – mit eindeutiger 🔴-Kennzeichnung.
    Konkrete Sanierungsverfahren⚠️DeepSeek nennt Mauerwerksbohrverfahren mit Siliconharz/Paraffin oder Mauersägeverfahren; Qwen fordert elektro-osmotisch, silikat- oder acrylatbasiert – GoogleAI benennt kein konkretes Verfahren. Konsens: Moderne, nachweisbare Methoden nach aktuellem Stand der Technik erforderlich.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. nach DIN 4108-3 oder DGAbk.-Mauerwerk), der mittels Kernbohrung, Salzanalyse und bauphysikalischer Messung die Ursachen klärt und ein DIN-konformes Sanierungskonzept mit nachweisbar wirksamen Verfahren (nicht Paraffin) erstellt.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoLangfristige Bauschäden durch Feuchteauslaugung und Frost-Tau-WechselSchäden an Mörtel, Steinen und Fundament – mögliche statische Schwächung des Tragwerks
    🔴 RisikoUngesteuerte Schimmelbildung (insbes. Aspergillus, Penicillium)Atemwegserkrankungen, Allergien, chronische Bronchitis – besonders für Kinder und Senioren
    🔴 RisikoUnfundierte Sanierung mit ParaffininjektionFinanzieller Totalverlust, Kein Erfolg, zusätzliche Schäden durch Bohrungen, rechtliche Haftung bei Verstoß gegen DIN
    🔴 RisikoFehlende Laboranalyse vor SanierungFalsche Diagnose → falsches Verfahren → Sanierung scheitert, Feuchte bleibt oder verschlechtert sich
    🔴 RisikoVerzögerung der FachbegutachtungVerstärkung der Salzkristallisation und Putzabplatzungen – irreversibler Verlust historischer Oberflächen und Substanz
    ✅ ChanceNachhaltige, DIN-konforme Horizontalsperre (z. B. elektro-osmotisch)Langfristige Trockenlegung, Erhalt des historischen Mauerwerks, Wertsteigerung der Immobilie
    ✅ ChanceProfessionelle Sanierung mit zertifizierter GewährleistungRechtssicherheit, Kostentransparenz, Vermeidung von Nachbesserungen, Nachweis für Käufer oder Versicherungen
    ✅ ChanceIntegration moderner, energieeffizienter TrocknungstechnikenVerbesserte Raumluftqualität, reduzierte Heizkosten durch bessere Wanddämmung bei Trockenlegung
    ✅ ChanceFachgerechte Sanierung als Denkmalschutz-konforme MaßnahmeUnterstützung durch Fördermittel (z. B. KfW 430/455), Steuervorteile, Erhalt kulturellen Erbes
    ✅ ChanceSystematische Erfassung von hygroskopischen SalzenPrävention von Salzausblühungen und Putzabplatzungen – langfristig stabile Oberflächen ohne Folgesanierungen

    Orientierungshilfen

    1. Sofortige Fachbegutachtung beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Feuchteschäden (z. B. mit DIN 4108-3-Zertifizierung oder DG-Mauerwerk-Anerkennung) für eine Kernbohrung, Laboranalyse und schriftliches Gutachten.
    2. Keine Paraffinmaßnahmen beauftragen: Verweigern Sie jede Vertragsunterzeichnung, die Paraffininjektion vorsieht – fordern Sie stattdessen schriftliche Nachweise zur Wirksamkeit nach DIN 18195-4 für das vorgeschlagene Verfahren.
    3. Fördermittel prüfen: Reichen Sie das Gutachten beim zuständigen Denkmalschutzamt und bei der KfW (Programme 430/455) ein – Altbausanierung mit Horizontalsperre ist oft förderfähig.
    4. Sanierungsangebote vergleichen: Fordern Sie mindestens drei detaillierte Angebote ein – jeweils mit Angabe des verwendeten Verfahrens, Bohrlochplan, Garantiefrist (mind. 10 Jahre) und Laborzertifikat des Sperrstoffs.
    5. Materialproben sichern: Bewahren Sie Putz- und Mörtelreste aus feuchten Bereichen trocken und lichtgeschützt auf – sie sind für die Laboranalyse zur Salzbestimmung unverzichtbar.
    6. Belüftung vorübergehend optimieren: Setzen Sie gezielt dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung ein, um Kondensationsrisiko zu minimieren – aber nicht als Ersatz für die Horizontalsperre.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Horizontalsperre
    Eine Horizontalsperre ist eine Abdichtung, die horizontal in das Mauerwerk eingebracht wird, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich zu verhindern. Sie ist besonders wichtig in älteren Gebäuden ohne oder mit defekten Abdichtungen. Verwandte Begriffe: Vertikalabdichtung, Kapillarwirkung, Mauerfeuchtigkeit.
    Vertikalabdichtung
    Eine Vertikalabdichtung ist eine Abdichtung der Kelleraußenwand, die das Eindringen von seitlicher Feuchtigkeit aus dem Erdreich verhindern soll. Sie wird typischerweise bei Neubauten oder im Rahmen von Sanierungen aufgebracht. Verwandte Begriffe: Horizontalsperre, Drainage, Perimeterdämmung.
    Kapillarwirkung
    Kapillarwirkung bezeichnet das Phänomen, bei dem Flüssigkeiten aufgrund von Oberflächenspannung und Adhäsionskräften in engen Röhren oder Spalten (Kapillaren) entgegen der Schwerkraft aufsteigen. Im Bauwesen spielt die Kapillarwirkung eine Rolle beim Aufsteigen von Feuchtigkeit im Mauerwerk. Verwandte Begriffe: Aufsteigende Feuchtigkeit, Horizontalsperre, Poren.
    Paraffininjektion
    Die Paraffininjektion ist eine Methode zur nachträglichen Erstellung einer Horizontalsperre. Dabei wird flüssiges Paraffin unter Druck in das Mauerwerk injiziert, das nach dem Erkalten die Kapillaren verstopft und so das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert. Verwandte Begriffe: Horizontalsperre, Injektionsverfahren, Mauerwerkstrockenlegung.
    Aufsteigende Feuchtigkeit
    Aufsteigende Feuchtigkeit bezeichnet das Phänomen, bei dem Wasser durch Kapillarwirkung im Mauerwerk nach oben transportiert wird. Dies tritt häufig bei fehlender oder defekter Horizontalsperre auf. Verwandte Begriffe: Horizontalsperre, Kapillarwirkung, Mauerfeuchtigkeit.
    Bausachverständiger
    Ein Bausachverständiger ist ein Experte, der über fundierte Kenntnisse im Bauwesen verfügt und in der Lage ist, Schäden an Gebäuden zu beurteilen, Ursachen zu ermitteln und Sanierungskonzepte zu erstellen. Verwandte Begriffe: Gutachter, Bauwesen, Schadensanalyse.
    Mauerfeuchtigkeit
    Mauerfeuchtigkeit bezeichnet einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt im Mauerwerk. Ursachen können aufsteigende Feuchtigkeit, seitlich eindringende Feuchtigkeit, Kondensation oder Leckagen sein. Verwandte Begriffe: Aufsteigende Feuchtigkeit, Kondensation, Schimmelbildung.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist eine Horizontalsperre und wozu dient sie?
      Eine Horizontalsperre ist eine Abdichtung, die horizontal in das Mauerwerk eingebracht wird, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich zu verhindern. Sie ist besonders wichtig in älteren Gebäuden ohne oder mit defekten Abdichtungen.
    2. Was ist eine Vertikalabdichtung und wozu dient sie?
      Eine Vertikalabdichtung ist eine Abdichtung der Kelleraußenwand, die das Eindringen von seitlicher Feuchtigkeit aus dem Erdreich verhindern soll. Sie wird typischerweise bei Neubauten oder im Rahmen von Sanierungen aufgebracht.
    3. Was bedeutet "aufsteigende Feuchtigkeit"?
      Aufsteigende Feuchtigkeit bezeichnet das Phänomen, bei dem Wasser durch Kapillarwirkung im Mauerwerk nach oben transportiert wird. Dies tritt häufig bei fehlender oder defekter Horizontalsperre auf.
    4. Was ist Paraffininjektion?
      Die Paraffininjektion ist eine Methode zur nachträglichen Erstellung einer Horizontalsperre. Dabei wird flüssiges Paraffin unter Druck in das Mauerwerk injiziert, das nach dem Erkalten die Kapillaren verstopft und so das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert.
    5. Welche Risiken birgt Feuchtigkeit im Altbau?
      Feuchtigkeit im Altbau kann zu Schimmelbildung, Schäden an der Bausubstanz (z.B. durch Frostsprengung), Beeinträchtigung des Raumklimas und gesundheitlichen Problemen führen.
    6. Wie erkenne ich aufsteigende Feuchtigkeit?
      Anzeichen für aufsteigende Feuchtigkeit sind feuchte Wände im Sockelbereich, abblätternde Farbe oder Putz, Ausblühungen (Salpeter) und Schimmelbildung.
    7. Kann ich eine Horizontalsperre selbst einbauen?
      Ich rate davon ab, eine Horizontalsperre selbst einzubauen, da dies spezielle Kenntnisse und Werkzeuge erfordert. Fehlerhafte Ausführung kann zu schwerwiegenden Schäden führen.
    8. Welche Kosten entstehen für eine Horizontalsperre?
      Die Kosten für eine Horizontalsperre variieren je nach Methode, Umfang der Arbeiten und den örtlichen Gegebenheiten. Ich empfehle, mehrere Angebote von Fachfirmen einzuholen.

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  2. Feuchtigkeit im Altbau: Einfluss des Bodens auf Mauerfeuchtigkeit

    Kommt drauf an (tut es ja immer 🙂
    Und zwar z.B. auf den Boden auf dem das Fundament steht, wenn das sandiges Material ist, wird Ihnen wenig Wasser von unten in die Mauer eindringen. Ist es ein bimndiger Boden und vielleicht noch hoher Grundwasserspiegel, dann wird es sich schon lohnen. Es fehlt noch etwas Info. Ich gehe mal davon aus, dass es sich bei dieser Mauerdicke um ein Bruchsteinmauerwerk handelt. Da machen Injektionen Sinn. Ich würde ein porenverengendes und gleichzeitig hydrophobierendes System einsetzen. z.B. einen Verkieseler, z.B. Kiesol wie auch immer. Bei den hohen Feuchtigkeitsgehalten wird auf alle Fälle eine thermische Vortrocknung notwendig sein, sonst kann das nicht funktionieren. Sicherheitshalber mal die Feuchtigkeit in verschiedenen Tiefen messen. Anhand des Feuchtigkeitsprofils lässt sich auch in etwas sagen, ob es aufsteigende Feuchtigkeit ist oder vielleicht Kondensat oder Wasser, das durch Salze in die Wand gezogen wurde. Bei einem Mauerwerk mit durchgehender Fuge würde ich mir auf alle Fälle noch ein Angebot im Mauersägeverfahren machen lassen. MfG
  3. Vergleich: Verfahren zur Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit

    Foto von Edmund Bromm

    Welches Verfahren für die Abdichtung im Querschnitt ist das Beste?
    Bewertung der Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
    Zusammenfassung
    Unterschiedliche Verfahren zur Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk werden beschrieben. Auch ungeeignete Verfahren werden in diesem Zusammenhang genannt. Auf einige Risiken wird hingewiesen. Schließlich wird auf die Schwierigkeit, das jeweils optimale Verfahren für ein Objekt auszuwählen, aufmerksam gemacht.
    1 Einleitung
    Viele Hausbesitzer, Architekten und Behördenvertreter stehen vor der Frage, welches Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit für welches Gebäude geeignet ist. Dabei gibt es grunddsätzliche undterschiede: z.B. mechanische Trennundgen; Injektionen oder sogenannte elektrophysikalische Verfahren.
    Diese Techniken können, sofern für das jeweilige Gebäude geeignet, selbstverständlich auch miteinander kombiniert werden. Stets aber muss von Fall zu Fall sorgfältig geprüft werden, welche Methode für welches Objekt sinnvoll ist. Eine fachkundige Beratung ist deshalb vorab sehr zu empfehlen.
    In diesem Beitrag werden die wichtigsten Verfahren kurz beschrieben. Dabei werden der Vollständigkeit halber auch unwirksame Verfahren genannt. Danach werden einige Risiken vergleichend behandelt und schließlich wird die Schwierigkeit angesprochen, geeignete Verfahren und Fachfirmen auszuwählen.
    2 Geeignete und ungeeignete Verfahren
    2.1 Mauerwerksaustausch und Unterfangung
    Gemeint ist damit das traditionelle Verfahren, das von allen Bauunternehmen und sehr oft auch mehr oder minder erfolgreich in "Eigenleistung" durchgeführt werden kann. Dabei entfernt man Stück für Stück des Grundmauerwerkes und ergänzt es entweder durch Beton oder durch Mauerwerk (einschl. einer Abdichtung)..
    Bei einer Variante wird der Mauerwerksquerschnitt über dem Fundament oder über dem Gelände ausgebrochen und anschließend eine Dichtungsunterlage (als Sauberkeitsschicht) hergestellt. Darauf kommt eine Abdichtung, und der Rest wird entweder ausbetoniert oder ausgemauert.
    2.2 Das Mauersägeverfahren
    Mit einer Schwert-, Seil- oder Kreissäge (Seilsäge, Kreissäge) wird ein Schnitt im Mauerwerk hergestellt. Dabei ist es möglich, trocken oder nass zu schneiden.
    Diese Schnittfuge ist je nach Sägeverfahren 4 bis 15 mm dick. Anschließend wird die Abdichtung  -  meistens aus glasfaserverstärktem Polyester, aus Polypropylen oder auch aus Edelstahlplatten eingebaut. Die Schnitte werden nach Einlegung der Abdichtung in der Regel verkeilt. Die Keile sollen während der Arbeit die Lastenübertragung sichern. Anschließend werden die Schnittfugen an der Innen- und Außenseite (Innenseite, Außenseite) provisorisch abgedichtet und der Hohlraum mit Quellmörtel verpresst.
    2.3 Das Einschlagen von nichtrostenden Chromstahlplatten
    Ohne Öffnung der Mauer wird eine 1,5 mm dicke gewellte Platte eingeschlagen. Dabei braucht man eine mehr oder weniger durchgehende Mörtelfuge.
    Der Baustoff selbst ist bei dieser Methode nicht entscheidend. Setzungen können nicht auftreten, weil die Platten ohne vorheriges Öffnen in die Mörtelfuge eingeschlagen werden. Der Mörtel wird auf diese Weise nach oben oder unten verdrängt bzw. verdichtet.
    Um den Verdrängungs- und Verdichtungswiderstand (Verdrängungswiderstand, Verdichtungswiderstand) zu verringern, werden seit einiger Zeit Chromstahlplatten verwendet, die keil- bzw. pfeilförmig (keilförmig, pfeilförmig) verformt bzw. angespitzt sind. Dadurch wird die Durchdringungsgeschwindigkeit erhöht und die Oberflächenreibung vermindert. Dieses seit mehr als zwanzig Jahren bewährte Verfahren hat sich als eines der preisgünstigsten und sichersten Verfahren erwiesen.
    2.4 Bohrverfahren mit Überlappung (aneinander gereihte Kernbohrungen).
    Hierbei werden Löcher gebohrt (meistens mit einem Durchmesser von 8-12 cm) und so angeordnet, dass ihre Überlappungen eine durchgehende Mauertrennung erfolgt. Diese Bohrlöcher werden anschließend mit einem dichtenden und quellfähigen Mörtel wieder ausgefüllt und somit eine sichere Abdichtung erzielt.
    2.5 Injektionsverfahren
    Eine andere Form der Abdichtung im Mauerwerkquerschnitt wird mit Injektionsverfahren erreicht. Sie werden oft, weil das Injektage-Mittel über Bohrlöcher eingebracht wird als "Bohrlochverfahren" bezeichnet. Dabei bohrt man Löcher in die Wand und füllt sie mit sehr unterschiedlichen Injektionsmitteln unterschiedlicher Konsistenz.
    Die Wirksamkeit einer solchen Sperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit hängt nicht nur von der Wahl des Injektionsmittels und dessen Wirkungsweise (kapillarverstopfend, kaplillarverengend), sondern auch der Ausführungsart ab. So sind z.B. Abstand, Tiefe und Durchmesser der Bohr-Löcher von entscheidender Bedeutung, und außerdem, ob der jeweilige Stoff mit oder ohne Druck und in der ausreichenden Menge eingebracht wird. Der zeitliche Aspekt ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, denn die Injektionsmittel eine gewisse Zeit, um sich zu verteilen. Die Viskosität der Injektionsmittel ist ebenfalls zu berücksichtigen. Soll eine Kapillarverstopfung oder eine Hydrophobierung, erzielt werden? Sehr oft ist beides erwünscht.
    Eine vorherige fachkompetente Prüfung, sowohl des Feuchte- als auch des Salzgehaltes ist genauso wichtig wie die "Verträglichkeit" der Injektionsmittel mit dem Baustoff.
    2.6 "Entfeuchtungsputze"
    Der Name dieses Verfahrens ist zwar vielversprechend, aber sachlich falsch. Kein Patent konnte bisher für die Trockenlegung einer Mauer garantieren! Ähnlich dem Effekt der Röhrchen (aus den 50er und 60er Jahren bekanntes Verfahren) soll dieser Verputz durch eine bessere Verdunstung die Mauer trocknen. Es wird jedoch nur der Kreislauf angeregt  -  denn: was schneller verdunstet, kommt von unten um so schneller nach. Ob diese Putze also der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln, denn es werden nicht nur Wasser, sondern auch bauschädliche Salze auf diese Weise nachtransportiert.
    " Entfeuchtungsputze" entfeuchten nicht, sie wirken bestenfalls ähnlich wie ein Sanierputz.
    Sehr oft ist eine solche "Sanierung" mit Entfeuchtungsputzen nur deswegen erfolgreich, weil es sich "nur" Kondenswasserbildung aus Gründen einer falschen Nutzung handelte oder um technische Schäden, wie beispielsweise eine undichte Regenrinne. Möglicherweise wurden auch Fugen abgedichtet, die Heizung an der richtigen Stelle angebracht, die Fassade gestrichen usw.  -  und somit ist der eigentliche Schaden beseitigt. Es ist dann sehr leicht zu suggerieren, dass die Pseudotrockenlegung den entsprechenden Erfolg gehabt hat. Bis man erkennt, was wirklich geschehen ist, vergehen meist Jahre.
    2.7 "Elektro-Osmose"
    Eine weitere Verfahrensvariante, die immer wieder in mehr oder weniger modifizierter Weise auftaucht, ist die "Trockenlegungsart" mittels "Elektro-Osmose" (mittels elektrischer Energie soll das Wasser in das Erdreich zurückgedrängt werden) oder anderer elektrophysikalischer Methoden.
    Dabei sind viele Parameter entschlüsselt, die "Saugfähigkeit" der meisten Baustoffe ist gut erforscht. Diese ergibt sich aus den Parametern:
    • Anzahl der Verzweigung der Kapillaren
    • Durchmesser, nach Größe und Häufigkeit eingeteilt
    • Oberflächenbenetzung dieser Kapillaren

    Weitere Fakten sind bekannt. Aus praktischen Versuchen lässt sich ermitteln, in welcher Zeiteinheit, wieviel Liter Wasser "aufgesaugt" werden, und außerdem, wie hoch diese Feuchtigkeit, in welcher Zeit aufsteigen kann. All das sind klassische physikalische Werte.
    Die Ergebnisse haben für jedermann Gültigkeit und sind nachvollziehbar. Praktische Versuche von Fachleuten bestätigen diese Ergebnisse eindeutig. Um diese Verfahren nicht weiter aufzuwerten, sollte vorab gesagt werden, dass diese in der Praxis nicht funktionieren. Es ist trotzdem erstaunlich wie viel "Fachleute" auf diesen Hokuspokus immer wieder hereinfallen. Das Verfahren ist nur deshalb so ausführlich beschrieben, damit auch der fachlich in der Elektrophysik nicht so gut ausgebildete Hausbesitzer versteht, um was es geht, und selbst entscheiden kann, auf was er sich einlässt.
    Für Spezialisten zum Weiterlesen!
    Wenn die " Kraft " der Saugfähigkeit ermittelt wird, ergibt sich aus den vorgenannten Fakten rein rechnerisch eine Saugleistung, die im Idealfall nur durch eine Gegenspannung von über 60 Volt kompensiert werden könnte. Es kann jetzt durchaus diskutiert werden, ob nun 30 oder 90 Volt richtig sind. Auch einem Laien wird klar, dass eine Umkehrung dieser Saugfähigkeit erforderlich ist. Das bedeutet in jedem Fall, dass eine größere Kraft aufgewendet werden muss als die der Saugfähigkeit. Es ist somit absoluter Nonsens, mit irgendeinem elektrophysikalischen Verfahren, dessen Leistung z.B. 5-10 Volt geringer ist als die der Saugfähigkeit, einen signifikanten Effekt erreichen zu wollen. Außerdem ist schon von Betrug zu reden, wenn mit sogenannten Erdstrahlablenkgeräten zum Teil primitivster Bauart eine Trockenlegung versprochen wird.
    So gibt es noch andere Fakten, die bekannt sind, und die eine Funktion verhindern; diese werden nur kurz erwähnt z.B. das Zeta-Potential, eine den Fachleuten bekannte Größe. Das Zeta-Potential entsteht dadurch, wenn Flüssigkeit in einer Kapillare transportiert wird. Dabei wurde aber festgestellt, das die Effekte des Saugens bei Ziegel und Kalkmörtel in einem umgekehrten Verhältnis zueinander stehen.
    Eine weitere Problematik ergibt sich aus dem bekannten Effekt, dass Wasser bei Anlegen von Spannungen von über 1,3 Volt zersetzt wird. Es zu einer Aufspaltung; an der Anode entsteht nasszierender Sauerstoff (sehr aggressiv) deswegen kommt es sofort zu einer Korrosion der Elektroden und an der Kathode wird Wasserstoff (ab 4 % Konzentration in der Luft liegt explosives Knallgas vor) erzeugt.
    Nun gibt es einige Sicherheitsbestimmungen, die auch am Bau einzuhalten sind, weil bei der Zersetzung von Wasser auch Wasserstoff produziert wird. Dieses Gas ist leichter als Luft; es muss da - für gesorgt werden, dass diese Räume ausreichend Be- und Entlüftet (Belüftet, Entlüftet) werden. Diese Anlagen unterliegen auch den Bestimmungen der VDE-Vorschriften.
    Aber all dies interessiert die Vertreiber solcher Anlagen offenbar nicht. Doch keine Patentanmeldung, auch keine goldene Erfindermedaille von der Messegesellschaft "X" und erst recht kein Referenzschreiben des Herrn Pfarrer "Y" aus "Z" kann Fakten aus der Welt schaffen. ebenso wenig hilft eine schöne Urkunde mit einer sehr langen Gewährleistungszeit.
    Es stellt sich hier die Frage, ob die Vertreiber wirklich wissen, was sie tun, oder ob sie einfach zu ungebildet sind. Ist vielleicht in manchen Fällen dass Wunschdenken stärker als die Vernunft? sehr oft fällt jedoch auf, dass diese Firmen schon wissen, was sie tun. Für den Hausbesitzer wird es jedoch problematisch, wenn er auf solche Verfahren hereinfällt.
    Überraschungen sind programmiert!
    Ein namhafter Hersteller hat 1995 in einer Broschüre für ein neues Injektionsmittel darauf hingewiesen, dass die meisten der auf dem Markt bekannten Produkte, die bisher eingesetzt wurden, entweder feuergefährlich, geruchsbelästigend, überteuert oder sogar extrem gesundheitsschädlich waren. Die erheblichen Preisunterschiede stören angesichts dieser beängstigenden Auflistung kaum.
    Nicht alle Injektionsmittel sind jedoch für die Unterbrechung der kapillaren Saugfähigkeit geeignet. Die Produkte, die heute angeboten werden, sollten von unabhängigen Prüfinstituten auf Einwandfreie Funktion und Unschädlichkeit genau geprüft sein.
    Neben den Hinweisen der Materialhersteller gibt es noch weitere Möglichkeiten, sich zu informieren, welche Produkte, Firmen und Berater weiterhelfen können.
    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
    Während bei mechanischen Trennungen eine sofortige Kontrolle des Erfolges (Motto: "Was abgeschnitten ist, wird auch trocken") nachvollziehbar ist, ist dies bei Injektionsverfahren nicht so einfach möglich.
    Im Labor funktionieren diese Verfahren meistens gut. Am Objekt ist eine Überprüfung des Erfolges oft erst Jahren möglich, bei ungeeignetem Einsatz leider auch der Misserfolg.
    3. Zu den Risiken
    3.1 Erschütterungen, Setzungen und Rissbildung
    Ein Verfahren, das hundertprozentig gegen alles hilft, dazu noch und außerdem preisgünstig ist und keinen Eingriff in das Mauerwerk notwendig macht, gibt es auch bei der Mauerwerktrockenlegung nicht. Es werden immer Kompromisse zu schließen sein. Entscheidend dabei ist immer Aufwand und Ergebnis.
    So ist es z.B. dringend notwendig, darüber zu diskutieren, ob es ein erschütterungsfreies Verfahren gibt. Auch das Bohren von Mauerwerk kann nicht ohne Erschütterung ausgeführt werden. Ähnlich dem Zertrümmern von Ziegelsteinen mittels eines Abbruchhammers werden dabei in etwa gleiche Kräfte freigesetzt und "erschüttern" das Mauerwerk.
    Nur bei Holz oder Metall werden die Löcher durch Spanen erzielt. Bei der Bohrung eines Lochs mit 3 cm Durchmesser schlägt der Bohrkopf jeweils eine Fläche von > 5 cm² auf den Stein, um diese Fläche zu zertrümmern. Dies kann einfach nicht erschütterungsfrei sein. Eine ähnliche Belastung wird auch durch das Einschlagen von Chromstahlplatten erzielt. Bei einer Plattenbreite von 30 cm und einer Materialdicke der Platten von 1,5 mm ergeben sich ebenfalls 4,5 cm² Einschlagfläche, und das muss eben überwunden werden. Wobei es sicher von Vorteil ist, wenn der Mörtel weicher ist.
    Ein Nachteil beim Einschlagen der Chromstahlplatten ist die Lärmbelästigung. Da es sich ansonsten aber um ein sehr sicheres Verfahren handelt, kann man diese kurzfristige Störung akzeptieren.
    3.2 Bewertung der "Erschütterungen"
    Wer heute einem Bauherren einzureden versucht, dass das Mauersägeverfahren völlig erschütterungsfrei ist, macht keine korrekten Angaben.
    So ist beim Sägen weniger das Problem des direkten Angriffs der "Sägezähne" entscheidend, so einden vielmehr die Entlastung des Mauerwerks einerseits und die Schwingung des Sägeblattes andererseits. Beim Durchschneiden von z.B. 60-70 cm dicken Mauern muss der Sägeblattdurchmesser schon mehr als 150 cm betragen. Dabei tritt eine doch ganz erhebliche "Erschütterung" bereits bei sehr geringer Unwucht auf.
    Bei manchen Baustoffen ist das Sägen nur mit Wasserkühlung bzw. Wasserspülung möglich und deswegen nicht überall problemlos einsetzbar.
    Beim Trennen (Herstellen eines Hohlraumes) ist noch zu bemerken, dass durch die unterschiedli
    chen Belastungen eines alten Gebäudes, durch Setzungen oder Nutzungsänderungen, unterschiedliche Lasten eintreten können. Diese weichen oft erheblich von den rein rechnerisch ermittelten Lasten ab. Nach einem Sägeschnitt kommt es an einigen Stellen im Gebäude zu einer Entlastung und an anderen Stellen zu einer Mehrbelastung.
    Die Verteilung der Lasten wird, bedingt durch den Sägeschnitt, kurzfristig durch Auskeilen und Auspressen vom angrenzenden Mauerwerk aufgefangen. Andere Be- oder Entlastungen (Belastungen, Entlastungen) können jedoch nicht wieder aufgebaut werden.
    Es wird sich ein neues "Gleichgewicht" einstellen. D.h. konkret: An Bereichen, wo gegenwärtig mehr Lasten sind, werden weniger und wo weniger waren, werden mehr. Durch diese neue Belastung kann es durchaus zu Entspannungen oder Rissen im Gebäude kommen. Diese Risse können auch noch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten.
    3.3 Risse im Gebäude
    Es soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass selbst kleine Risse an einem Gebäude sicherlich einen Schaden (Mangel) darstellen, jedoch wird dieser oft überbewertet. Wer alte Häuser genauer inspiziert, wird auf der Such nach kleinen Spalten und Rissen schnell fündig. Insbesondere in Sturzbereichen, an Türen und in Fensternähe sind Risse immer sichtbar.
    Wenn Spundwände in unmittelbarer Umgebung des Gebäudes eingerammt werden, treten allerdings wesentlich mehr Erschütterungen und Rissgefahren auf.
    Auch beim Verdichten von Baugruben oder im Straßenbau und U-Bahnbau sind erhebliche Belastungen auch noch in der weiteren Umgebung festzustellen.
    Wenn Sie mit Anbietern darüber diskutieren, welche Verfahren sicher sind, werden Sie schnell feststellen, dass die Argumente dieser Anbieter meistens darauf abzielen, nur ihre Verfahren seien gut, während sie alle anderen Verfahren und Firmen jedoch negativ bewerten. Diese seien zu teuer, sie beschädigten das Haus, es gäbe Risse usw.
    Größte Vorsicht ist sicher gegenüber solchen Anbietern geboten, deren Argumentation nur auf langjährige Garantie aufgebaut sind und die mit eindrucksvollen Urkunden werben.
    Die besten Referenzen nützen wenig, wenn Sie nicht mindestens einen Zeitraum von 5-10 Jahren abwarten, denn vorher ist eine Überprüfung nur in den seltensten Fällen möglich. Wer weiß schon, wie das Objekt vorher "belastet" war.
    4 Die Wahl des geeignetsten Verfahrens und einer zuverlässigen Fachfirma
    Wer hilft bei der Lösung der Probleme, nämlich einen feuchten Keller trockenzulegen oder eine Querschnittsabdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk herzustellen oder den Hausschwammschaden zu beseitigen?
    Natürlich kann man sich an die Handwerkskammern, Bauinnungen, Verbraucherverbände oder an das Bauzentrum in der Radlkoferstraße 16; München wenden. Sie sollten Ihre Erwartungen allerdings nicht zu hoch ansetzen ...
    Doch ist es sicher nicht ausreichend, sich drei oder vier Firmen aus dem Branchenbuch herauszusuchen. Eine sorgfältige Schadensuntersuchung tut not, als nächstes die Wahl eines geeigneten Verfahrens zur Abhilfe.
    5 Eine neue Berufung: Fachingenieur für Altbau  -  Instandsetzung
    In den Fachhochschulen wird erst seit wenigen Jahren auf die chemischen und physikalischen Aspekte der Altbausanierung eingegangen. Der Erfahrungsschatz ist also noch eher spärlich. Es bleibt Ihnen also nicht erspart, nach wie vor viel Zeit dafür aufzuwenden, die richtige Firma auszusuchen! Bedienen sich erfahrener freier Ingenieure oder Architekten, wobei Sie sich zuvor die von ihnen bereits sanierten Objekte genau ansehen sollten.
    Erkundigen Sie sich auch bei Nachbarn und Bekannten, die bereits einschlägige Erfahrungen in Sachen Mauertrockenlegung gemacht haben, wie abgedichtet wurde und wie hoch die Kosten waren. Ob allerdings genau die gleichen Voraussetzungen wie an ihrem Objekt vorhanden sind, ist nicht so einfach zu ermitteln. Selbst wenn zwei Häuser in der gleichen Straße Feuchteschäden aufweisen, muss es nicht die gleiche Ursache haben.
    6 Literatur:
    WTAAbk. (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.) Merkblatt (Nr. 4.4.96) Mauerwerksinjektion.
    Geschäftsstelle: Edelsbergstr. 8,80686 München, Tel. 089 / 57869727; Fax. 089 / 57869729
    Kurzfassungen aller Merkblätter sind im Internet abrufbar:

  4. Horizontalsperre: Notwendigkeit bei Wohnraumnutzung im Altbau

    Zur Ergänzung
    sei noch gesagt, dass aus unserer Erfahrung die Horizontalsperre notwendig ist, wenn Sie die Räume als Wohnräume nutzen wollen. Wenn Feuchte seitlich ins Mauerwerk transportiert wird, dann in den allermeisten Fällen auch kappillar von unten hoch. Immer vorausgesetzt, die Feuchte kommt tatsächlich von außen und nicht z.B. durch versalztes Mauerwerk, wie Herr Müller schon richtigerweise schrieb.
    Wenn Horizontalsperre, dann ist das Mauersägeverfahren mit eingelegten VA-Platten sicherlich die sicherste Methode. Die Paraffin-Lösung hat allerdings den (in diesem Fall) großen Vorteil, dass der Abdichtungsbereich wegen der hohen Aufheiztemperaturen zum Einbringen des Paraffins sozusagen gleichzeitig auch getrocknet wird.
    Egal wie, es ist ein ziemlich teurer Spaß ...
    Beste Grüße
    Klaus Bleser
    • Name:
    • Herr Bleser
  5. Horizontalabdichtung im Altbau: Erfahrungen und Bewertung

    Foto von

    Welche Horizontalabdichtung ist die Sicherste.
    Herr Blücher ich weiß natürlich nicht, woher Sie Ihre Erfahrungen sammeln, ich kann Ihnen nicht zustimmen. Wenn Sie meinen Beitrag vorher gelesen hätten, wüssten Sie auch die Gründe.
  6. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Horizontalsperre & Vertikalabdichtung im Altbau: Ursachenforschung

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Ursachen von Feuchtigkeit im Altbau trotz vorhandener Vertikalabdichtung. Es werden verschiedene Verfahren zur Bekämpfung aufsteigender Feuchtigkeit, wie Injektionen, diskutiert. Die Notwendigkeit einer Horizontalsperre wird in Frage gestellt, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung der Räume als Wohnraum. Die Bedeutung der korrekten Ursachenforschung (z.B. versalztes Mauerwerk) wird hervorgehoben.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Wie im Beitrag Vergleich: Verfahren zur Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit erläutert, ist die Wahl des optimalen Verfahrens zur Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk objektabhängig und erfordert eine sorgfältige Analyse. Ungeeignete Verfahren können Risiken bergen.

    ✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Feuchtigkeit im Altbau: Einfluss des Bodens auf Mauerfeuchtigkeit betont den Einfluss des Bodens (sandig vs. bindig) und des Grundwasserspiegels auf das Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk. Dies ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen eine Horizontalsperre.

    👉 Handlungsempfehlung: Vor der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen sollte eine umfassende Feuchtemessung und Ursachenforschung durchgeführt werden, um die geeignete Abdichtungstechnik (z.B. Paraffininjektion) auszuwählen. Beachten Sie den Beitrag Horizontalsperre: Notwendigkeit bei Wohnraumnutzung im Altbau bezüglich der Notwendigkeit einer Horizontalsperre bei Wohnraumnutzung.

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Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen

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