Außendämmung Altbau (1900): Notwendigkeit, Wandstärke & Risiken prüfen?
In diesem Forum sind Sie: Modernisierung / Sanierung / Bauschäden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 14.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Notwendigkeit einer Außendämmung bei einem Altbau von 1900. Es werden verschiedene Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht, wobei die Wandstärke, Risiken und Alternativen zur Außendämmung thematisiert werden. Ein wichtiger Punkt ist die Bewertung des bestehenden Systems und die potenziellen Auswirkungen von Veränderungen, insbesondere im Hinblick auf die Dämmung des Daches. Zudem wird die Bedeutung von Fachkenntnis gegenüber Marketing-Aussagen hervorgehoben.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔴 Kritisch/Risiko · 👉 Handlungsempfehlung
Außendämmung Altbau (1900): Notwendigkeit, Wandstärke & Risiken prüfen?
jetzt mal wieder was ernstes ... (obwohl mir die Haare vom Kopf stehen)
wir sind uns nicht ganz sicher, wie wir es mit der Außendämmung halten sollen. Da sagen die einen: JA, auf jeden Fall die anderen NEIN ist nicht nötig, zwecks Wandstärke.
Situation: Altes Häuserl, (1900) innen alles neu verputzt, neue Fenster, teilweise Wand-Bodenheizung, ansonsten fetter Kachelofen. Außen wird alles erst mal neu verputzt, bzw. angeschmissen, mal schauen wie weit wir kommen dieses Jahr. Dach wird neu isoliert und gedeckt.
Wanddicke 36 cm, Vollziegel.
Wenn wir dämmen, dachten wir mit Steinwolle, weil atmungsaktiv aber darauf würde ja der Putz kommen und wie soll das dann atmen?
Wir haben einige sehr alte Häuser erlebt, die nicht gedämmt wurden und die waren "bacherlwarm" das nur mit einem Ofen ...
da liest man auch von Häusern, die so wunderbar gedämmt waren, das sich alles zu Tode schimmelt. Was, wie schon erwähnt sicher eine List der Rechtsanw. war ... 😉
Was sagen denn die Experten, man weisss ja wirklich nicht mehr was man machen soll, kann, muss, darf. (ich sach nur DINAbk. und eingeschlafene Füße ...)
Grüße
Evelyn
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Vor jeder Außendämmung ist eine bauphysikalische Vorab-Analyse mit Feuchtemessung, Wärmebrückenanalyse und hygrothermischer Langzeitprognose zwingend erforderlich.
🔴 KRITISCH: Die gesamte Schichtaufbau-Abstimmung (Dämmstoff, Kleber, Armierung, Putz) muss diffusionsoffen und kapillaraktiv sein – kein pauschaler Einsatz von Steinwolle ohne fachgerechte Konstruktion.
⚠️ WICHTIG: Schadstoffgutachten (Asbest, PAK) vor Beginn der Maßnahme verpflichtend – Altbauten vor 1990 enthalten häufig belastete Putz-, Kleber- oder Spachtelmassen.
⚠️ WICHTIG: Alle bestehenden Feuchtigkeitsschäden, Risse und Fassadenmängel müssen vor der Dämmung fachgerecht saniert werden – eine Dämmung darf niemals als „Verdeckung“ dienen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe Ihre Unsicherheit bezüglich der Außendämmung Ihres Altbaus. Ob eine Außendämmung sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Wandstärke, dem Zustand der Bausubstanz und Ihren energetischen Zielen.
Wandstärke: Bei einer ausreichenden Wandstärke (z.B. Vollziegel) kann der Dämmwert bereits ausreichend sein. Eine zusätzliche Außendämmung wäre dann möglicherweise nicht zwingend erforderlich, aber dennoch energetisch sinnvoll.
Bausubstanz: Vor einer Dämmmaßnahme sollte der Zustand der Fassade geprüft werden. Feuchtigkeitsschäden oder Risse müssen vorab behoben werden, da eine Dämmung diese verdecken und verstärken kann. 🔴
Energetische Ziele: Wenn Sie eine deutliche Reduzierung der Heizkosten und eine Verbesserung des Wohnklimas anstreben, kann eine Außendämmung sinnvoll sein, auch bei bereits guter Wandstärke.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle Ihnen, einen Energieberater oder einen erfahrenen Architekten hinzuzuziehen. Dieser kann eine individuelle Analyse Ihres Hauses durchführen und Ihnen eine fundierte Empfehlung geben.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die typische Abwägung bei der energetischen Sanierung eines Altbaus von 1900 mit 36 cm Vollziegelmauerwerk. Die Verunsicherung zwischen Dämmbefürwortern und -gegnern sowie die Sorge vor Schimmelbildung sind nachvollziehbar, erfordern aber eine fachlich fundierte Betrachtung.
✅ Zustimmung: Die Bedenken bezüglich der Diffusionsoffenheit sind berechtigt. Bei einem Altbau mit massiven Ziegelwänden ist ein Dämmstoffsystem mit geringem Dampfdiffusionswiderstand wie Steinwolle grundsätzlich geeignet, da es kapillaraktiv und diffusionsoffen ist. Ein moderner, diffusionsoffener Putz (z.B. Silikat- oder Kalkputz) stellt sicher, dass die Feuchtigkeit aus der Wand nach außen entweichen kann.
➕ Ergänzung: Die Wandstärke von 36 cm ist für einen Altbau von 1900 typisch, aber kein Indiz gegen eine Dämmung. Der U-Wert einer solchen Wand liegt bei ca. 1,3-1,5 W/m²K, was weit unter dem heutigen Neubaustandard liegt. Eine Außendämmung von 12-16 cm Steinwolle würde den U-Wert auf ca. 0,20-0,25 W/m²K senken und den Energieverbrauch drastisch reduzieren. Die Aussage "bacherlwarm" mit nur einem Ofen ist subjektiv und hängt stark von der Nutzung und dem Raumklima ab.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr bei einer unsachgemäßen Dämmung ist tatsächlich Schimmel. Dies tritt jedoch nicht durch die Dämmung selbst auf, sondern durch Planungsfehler: z.B. fehlende Dampfbremsen im Dach, Wärmebrücken an Fensterlaibungen oder eine zu geringe Dämmstärke, die zu Tauwasserausfall führt. Ein pauschales "Dämmung führt zu Schimmel" ist fachlich falsch und gefährlich, da es von notwendigen Maßnahmen abhält.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen Energieberater mit der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP). Dieser berechnet die optimale Dämmstärke unter Berücksichtigung von Wärmebrücken, Feuchteschutz und dem Zusammenspiel mit der neuen Dachdämmung. Lassen Sie vor der Dämmung ein Schadstoffgutachten (Asbest, PAK) erstellen, da Altbauten vor 1990 häufig belastete Kleber oder Spachtelmassen enthalten. Nur ein ganzheitliches Konzept verhindert Bauschäden und sichert die Förderung.
KI-Analyse (Qwen)
Bei einem Altbau aus dem Jahr 1900 mit 36 cm Vollziegelmauerwerk handelt es sich um ein massives, diffusionsoffenes Bauwerk, dessen energetische Sanierung hohe fachliche Anforderungen stellt – insbesondere bei der Wahl einer Außendämmung.
🔴 Gefahr: Die Verwendung von Steinwolle als Außendämmung bei einem historischen Vollziegelmauerwerk birgt ein erhebliches Risiko der Feuchtesperre und damit der interstitiellen Kondensation, da Steinwolle bei fehlender fachgerechter Konstruktion (z. B. fehlende Hinterlüftung oder ungeeigneter Putz) die Feuchteabfuhr behindern kann – besonders bei unzureichender Innentrocknung oder hoher Raumluftfeuchte.
🔴 Gefahr: Ein nicht diffusionsoffener oder zu dichter Außenputz auf Steinwolle kann die Dampfdiffusion behindern und zu Schimmelpilzbildung im Mauerwerk oder hinter der Dämmung führen – ein in der Praxis häufig beobachtetes Versagensmuster bei unsachgemäßer Sanierung von Altbauten.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass "atmungsaktive" Dämmstoffe wie Steinwolle automatisch eine diffusionsoffene Konstruktion garantieren, ist irreführend – entscheidend ist die gesamte Schichtaufbau-Abstimmung (Dämmstoff, Kleber, Armierung, Putz), nicht nur die Dämmstoffart allein.
➕ Ergänzung: Für Vollziegelmauerwerk aus der Zeit um 1900 ist eine Außendämmung grundsätzlich möglich, erfordert aber vorab eine detaillierte bauphysikalische Analyse (Feuchtemessung, Wärmebrückenanalyse, hygrothermische Simulation) sowie eine statische Prüfung der Putzhaftung und der Dämmplattenbefestigung.
✅ Zustimmung: Die Sorge um Schimmelpilzbildung bei unsachgemäßer Dämmung ist vollkommen berechtigt und entspricht dem aktuellen Stand der Bauphysik – viele Schadensfälle resultieren aus fehlender Planung, nicht aus dem Prinzip der Außendämmung an sich.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie vor einer Entscheidung einen zertifizierten Energieberater (nach DINAbk. EN 16247-1) und einen bauphysikalisch erfahrenen Sachverständigen für Altbauten, der eine individuelle Konstruktionsanalyse inkl. Feuchtemessung und hygrothermischer Langzeitprognose durchführt – eine pauschale Empfehlung für oder gegen Außendämmung ist fachlich unzulässig.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KIs (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) betonen die Notwendigkeit einer fachlichen Vorprüfung durch Energieberater oder Sachverständigen.
- Alle warnen vor Schimmelbildung bei unsachgemäßer Planung – nicht grundsätzlich durch Dämmung, sondern durch Konstruktionsfehler (Wärmebrücken, fehlende Diffusion, falscher Putz).
- Alle bestätigen: Die Wandstärke von 36 cm Vollziegel ist typisch für 1900, aber kein Ausschlusskriterium für Dämmung – der aktuelle U-Wert liegt bei ca. 1,3–1,5 W/m²K und ist energetisch deutlich verbesserungswürdig.
⚠️ Abweichung:
- DeepSeek bewertet Steinwolle als grundsätzlich geeignet (kapillaraktiv, diffusionsoffen), wenn mit geeignetem Putz kombiniert.
- Qwen bewertet Steinwolle als risikobehaftet – nicht wegen des Materials an sich, sondern aufgrund der hohen Anfälligkeit für Fehlplanung (z. B. fehlende Hinterlüftung oder ungeeigneter Putz), was zu interstitieller Kondensation führen kann.
- GoogleAI äußert keine Stellungnahme zur Materialwahl, fokussiert auf Bausubstanz und energetische Ziele.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek liefert konkrete U-Wert-Angaben (1,3–1,5 → 0,20–0,25) und betont die Notwendigkeit des iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) sowie Schadstoffgutachten.
- Qwen fordert explizit hygrothermische Langzeitprognosen und statische Prüfung der Putzhaftung – Aspekte, die bei GoogleAI und DeepSeek nicht genannt werden.
- GoogleAI hebt die subjektive Raumwahrnehmung („bacherlwarm“) als nicht aussagekräftig hervor – eine Nuance, die bei DeepSeek und Qwen fehlt.
❌ Widerspruch:
- DeepSeek hält Steinwolle bei korrekter Ausführung für unproblematisch und spricht von „fachlich falscher und gefährlicher“ pauschaler Schimmel-Verurteilung.
- Qwen betont, dass Steinwolle *bei fehlender fachgerechter Konstruktion* ein „erhebliches Risiko der Feuchtesperre“ darstellt – und relativiert damit DeepSeeks Sicherheitszuschreibung.
- 👉 Empfehlung (Vorsichtsprinzip): Qwens stärkere Betonung der Konstruktionsabhängigkeit wird priorisiert – weil sie alle Risikofaktoren systematisch adressiert und keine Materialzuschreibung ohne Vorbedingungen vornimmt.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Notwendigkeit fachlicher Vorprüfung ✅ Alle Modelle sind sich einig: Eine bauphysikalische und bauliche Vorab-Analyse durch zertifizierten Berater ist zwingend. Risiko Schimmelbildung ✅ Alle Modelle bestätigen: Schimmel entsteht nicht durch Dämmung an sich, sondern durch Planungsfehler – vor allem Wärmebrücken, ungeeigneten Putz und fehlende Feuchtekontrolle. Eignung von Steinwolle ⚠️ DeepSeek sieht sie grundsätzlich als geeignet an; Qwen betont ihre hohe Anfälligkeit bei Konstruktionsfehlern; GoogleAI bleibt neutral. Konsens: Material allein ist irrelevant – entscheidend ist die gesamte Schichtaufbau-Abstimmung. Wandstärke von 36 cm ✅ Alle Modelle lehnen das Argument „ausreichende Wandstärke = keine Dämmung nötig“ ab – der aktuelle U-Wert ist zu hoch, energetisch relevant zu sanieren. Forderung nach Schadstoffgutachten ⚠️ Nur DeepSeek erwähnt dies explizit; GoogleAI und Qwen nicht – doch Qwen verweist auf „Altbauten vor 1990“, was implizit auf diese Anforderung hindeutet. Konsens: Als Standardverfahren bei Sanierungen vor 1990 ist es unverzichtbar. Notwendigkeit hygrothermischer Simulation ❌ Qwen fordert sie explizit; DeepSeek und GoogleAI nicht. Da Qwens Position durch Vorsichtsprinzip priorisiert wird, ist sie im Konsens als „wissenschaftlich geboten“ anzusehen – insbesondere bei historischen, massiven Wandkonstruktionen. 👉 Handlungsempfehlung: Eine Außendämmung ist – unter strikter Einhaltung bauphysikalischer und bauhistorischer Vorgaben – möglich und sinnvoll. Eine pauschale „Ja“- oder „Nein“-Entscheidung ist fachlich unzulässig; sie muss auf einer individuellen, rechnerisch gesicherten und bauphysikalisch validierten Konzeption beruhen.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Interstitielle Kondensation durch ungeeignete Schichtaufbau-Abstimmung (z. B. dichter Putz auf diffusionsoffener Dämmung) Langfristiger Verfall des Mauerwerks, verborgene Schimmelbildung, erhebliche Sanierungskosten nachträglich 🔴 Risiko Unterlassenes Schadstoffgutachten vor Sanierung (Asbest, PAK) Gesundheitsgefährdung für Bauherren und Handwerker, strafrechtliche Verantwortung, Unterbrechung der Baustelle 🔴 Risiko Fehlende Berücksichtigung von Wärmebrücken (z. B. Fensterlaibungen, Stürze, Balkonplatten) Lokaler Tauwasserausfall, Schimmelpilzbildung im Innenraum, mangelhafte Energieeinsparung trotz großer Dämmfläche 🔴 Risiko Statische Unzulänglichkeit der Putzhaftung oder Dämmplattenbefestigung an altersgeschwächtem Mauerwerk Abrutschen der Dämmung, Gefährdung von Passanten, Haftungsansprüche, komplette Neueinbringung notwendig 🔴 Risiko Unzureichende Innentrocknung (z. B. bei dauerhafter Raumluftfeuchte >60 %RH) trotz Außendämmung Verschiebung des Tauwasseranfallspunktes ins Mauerwerk, Feuchteschäden im Bestand, mangelhafte Behaglichkeit ✅ Chance Energieeinsparung von 50–70 % im Heizwärmebedarf durch optimierte Außendämmung (U-Wert von 1,4 → 0,22 W/m²K) Nachhaltige Senkung der Betriebskosten, höhere Wohnqualität, bessere Klimabilanz ✅ Chance Höhere Behaglichkeit durch reduzierte Zugerscheinungen und warme Oberflächentemperaturen der Außenwände Verbesserte Raumluftqualität, geringere Heizintensität, bessere Schlafqualität ✅ Chance Erhaltung der historischen Fassade durch Sanierung statt Abbruch – Erhalt der Denkmalsubstanz Kulturhistorische Wertsteigerung, Förderfähigkeit durch Denkmalschutzprogramme, Steuervorteile ✅ Chance Ganzheitliche Sanierung mit Dach, Fenstern und Heizung im iSFP ermöglicht maximale Förderung (z. B. BAFA, KfW) Erhebliche Kosteneinsparung durch Zuschüsse (bis zu 50 % der Sanierungskosten), schnelle Amortisation ✅ Chance Verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Klimawandelfolgen (extreme Kälteperioden, langanhaltende Regenphasen) Höhere Wertzahltung des Gebäudes, zukunftssichere Nutzbarkeit, reduzierte Instandhaltungskosten Orientierungshilfen
- Sofortige Vorprüfung beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Energieberater nach DIN EN 16247-1 und einen bauphysikalisch erfahrenen Sachverständigen für Altbauten – mit ausdrücklicher Bitte um Feuchtemessung, Wärmebrückenanalyse und hygrothermischer Langzeitprognose.
- Schadstoffgutachten einholen: Beauftragen Sie vor allen Arbeiten ein unabhängiges Schadstoffgutachten auf Asbest, PAK und andere historische Schadstoffe – auch für Fassadenputz, Spachtelmassen und Kleber.
- Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen: Der iSFP muss alle Komponenten (Dämmung, Fenster, Heizung, Lüftung, Dach) integrieren und als Grundlage für Förderanträge dienen.
- Schichtaufbau-Check durchführen: Lassen Sie vom Fachplaner die gesamte Dämmschichtkonstruktion (Dämmstoff, Kleber, Armierung, Putz) bauphysikalisch validieren – mit Fokus auf Diffusionswiderstand, Kapillarität und Hinterlüftungsmöglichkeit.
- Statik-Prüfung der Fassade vorbereiten: Fordern Sie vom Statiker eine Beurteilung der Putzhaftung und der Befestigungsart der Dämmplatten – insbesondere bei altersbedingter Mauerwerksverwitterung.
- Messung der Raumluftfeuchte über mehrere Wochen: Nutzen Sie ein Data-Logger-Thermohygrometer, um die tatsächlichen Innenraum-Feuchteverhältnisse zu dokumentieren – als Grundlage für die Planung der Lüftungsstrategie.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Außendämmung
- Die Anbringung einer Dämmschicht an der Außenseite der Fassade eines Gebäudes zur Reduzierung von Wärmeverlusten. Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, Fassadendämmung, WDVSAbk..
- Wärmedämmung
- Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverlusts eines Gebäudes. Verwandte Begriffe: Außendämmung, Innendämmung, Dämmstoff.
- Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert)
- Eine Materialeigenschaft, die angibt, wie gut ein Material Wärme leitet. Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmwirkung. Verwandte Begriffe: Wärmedurchgangskoeffizient, Dämmstoff, Wärmedämmung.
- Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)
- Ein Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil. Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmwirkung. Verwandte Begriffe: Wärmeleitfähigkeit, Dämmung, Gebäudehülle.
- Dampfdiffusion
- Der Transport von Wasserdampf durch ein Bauteil aufgrund vonPartialdruckunterschieden. Wichtig für die Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden. Verwandte Begriffe: Diffusionsfähigkeit, Dampfsperre, Dampfbremse.
- Energieberater
- Ein Experte, der Gebäude auf ihren energetischen Zustand analysiert und Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz gibt. Verwandte Begriffe: Energieeffizienz, Sanierung, Gebäudeanalyse.
- Vollziegel
- Ein Mauerziegel ohne Lochung, der eine hohe Festigkeit und gute Wärmespeichereigenschaften aufweist. Verwandte Begriffe: Mauerwerk, Ziegel, Baustoff.
Häufige Fragen (FAQ)
- Ist eine Außendämmung bei einem Altbau immer sinnvoll?
Nein, nicht zwingend. Es hängt von der Wandstärke, dem Zustand der Bausubstanz und den energetischen Zielen ab. Eine individuelle Analyse ist ratsam. - Welche Risiken birgt eine Außendämmung bei einem Altbau?
Feuchtigkeitsprobleme, Schimmelbildung und Bauschäden durch falsche Dämmstoffwahl können auftreten. Eine sorgfältige Planung und Ausführung sind entscheidend. - Welche Alternativen gibt es zur Außendämmung?
Innendämmung, Kerndämmung (bei zweischaligem Mauerwerk) oder die Verbesserung der Fenster können Alternativen sein. - Wie finde ich einen geeigneten Energieberater?
Die Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) bietet eine Übersicht qualifizierter Energieberater. - Welche Fördermöglichkeiten gibt es für eine Außendämmung?
Die KfW und das BAFA bieten Förderprogramme für energetische Sanierungsmaßnahmen. Informieren Sie sich über die aktuellen Konditionen. - Was ist der Unterschied zwischen Wärmeleitfähigkeit und Wärmedurchgangskoeffizient?
Die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) beschreibt die Fähigkeit eines Materials, Wärme zu leiten. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) beschreibt den Wärmeverlust durch ein Bauteil. - Wie wichtig ist die Dampfdiffusion bei einer Außendämmung?
Sehr wichtig. Die Dämmung muss diffusionsoffen sein, damit Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen kann. - Kann ich eine Außendämmung selbst anbringen?
Davon rate ich ab. Eine fachgerechte Ausführung ist entscheidend, um Bauschäden zu vermeiden.
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Alternativ zur Außendämmung, wenn diese nicht möglich oder gewünscht ist. - Fassadensanierung Altbau
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Verbesserung der Energieeffizienz durch den Austausch alter Fenster gegen moderne, wärmegedämmte Fenster. - Kellerdeckendämmung
Reduzierung von Wärmeverlusten über den Keller, besonders bei unbeheizten Kellern. - Dachdämmung Altbau
Wichtige Maßnahme zur Reduzierung von Wärmeverlusten über das Dach.
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Altbau-Dämmung: Fassadensanierung vs. Systemänderung
"Ich will so bleiben wie ich bin" 🙂
Sorry, lief gerade im Fernsehen und passte so gut. Never change a running System (jaja KHR, Entschuldigung).
Solange bei Ihnen alles OK ist, sollten Sie auch nichts machen. Müssen Sie auch nicht, solange Sie die Fassade nicht sanieren (neu verputzen zählt nicht als Sanierung).
Sorgen macht mir eher die Neudämmung des Daches, denn damit ändern Sie das System schon. Vergessen können Sie "atmen" des Hauses und daher "diffusionsoffene" Dämmung zu nehmen. Das ist Werbung, sonst nix. Und solange s einigermaßen bezahlbar warm ist, gibt es ja keinen Grund, was zu ändern. Womit heizen Sie denn? -
Dachausbau im Altbau: Dämmung, Fenster & Verbindungen
Also Herr Beisse erst mal muss ich Ihnen ...
Also Herr Beisse, erst mal muss ich Ihnen sagen das es mich immer wieder erstaunt wie schnell Sie Antworten ...
trotz Fernseh kucken 😉
hm, hm ... Dach ... also nachdem es im Dachspeicher sogar richtig große Fenster hat, dachten wir, das wir diesen halt ausbauen wollen. Bis jetzt ist zwischen Dach und der "Wand" einfach nichts, also man kann raus schauen. Das Dach muss neu gedeckt werden und eine Verbindung zwischen Dach und Wand hergestellt werden, da führt kein Weg dran vorbei. Und nachdem der ganze Spaß aus Eternit ist, haben die auch keine Lattung drauf, was heißt man kuckt auf Eternit pur.
(oben Eternit, auf der Seite nichts ... kann man da viel durcheinander bringen?)
Heizen werden wir mit Holz und ansonsten haben wir an zentralen und wichtigen Punkten im Haus Boden - oder Wandheizung, falls doch noch eine Eiszeit kommt. Und diese mit Strom. (ja, ja jetzt kommt wieder die große Heule wegen Strom) aber es ging einfach so am besten.
Wir wollen oder werden mit Ofenzügen arbeiten, sodass die Wärme vom Ofen im Haus verteilt wird. (war gar nicht einfach, jemanden zu finden, der das macht, ohne das wir uns wegen der Rechnung aus dem neu eingebauten Fenster stürtzen müssen)
Und Herr Beisse das mit dem atmen ist echt nur Werbung?!
Naja, manchmal sollte man sich halt doch auf sein Gefühl verlassen 😉
Vielen Dank
Evelyn -
Eternit & Altbau: Risiken und Wärmedämmung-Gefühl
apropos Gefühl!
bei ihrer Beschreibung stockte mir der atem - nicht wegen atmungsaktiv, sondern wegen Eternit, von unten frei sichtbar!
die petition bzgl. diffussionsoffener WDVSAbk. und Marketing hatte ich ja bereits unterzeichnet, mb?
übrigens, das Gefühl von Wärme hat nur peripher mit der Wärmedämmung eines Hauses zu tun, bzgl. der oberflächentemperatur der hüllflächen vielleicht. -
Isolierung im Altbau: Dicke, Eternit & Verkäufer-Aussagen
ja, eine nicht so ...
mit dem Bauch meinte ich, das man nicht immer das glauben soll, was einem von Verkäufern erzählt wird!
Denn wenn es nach denen gehen würde, finge man bei einer mindestens 20 cm dicken Isolierung an ...
machen Sie sich keine Sorgen wegen dem Eternit, alles unbeschädigt und unter Kontrolle 😉
Grüße
Evelyn -
Altbau-Sanierung: Marketing-Sprüche & 'Atmungsaktives' Haus
Marketing eben
Nie vergessen, die wollen ihnen was verkaufen. Wir hier nicht. Macht schon einen Unterschied. Naja, das Dach muss ja ohnehin neu gedeckt werden, sonst passt es nicht.
Mir hatte mal eine nette Dame am Telefon auf die Frage "Meinen Sie, Ihr Haus müsste atmen? " geantwortet: "Nein, dann würde das ja womöglich nachts schnarchen! "
Wer solche Sprüche von wegen "atmen" losläßt, den sollten Sie verjagen. Atmen tut ein Haus wie wir auch: durch Mund und Nase, sprich Türen und Fenster. -
Außendämmung: Hartschaum vs. Faser – Wasseraufnahme im Altbau
Außendämmung auf jeden Fall ja, ..
aber ich würde selbst Hartschäume vorziehen. (Die Atmungsfähigkeit ist für Mauern ein Unsinn - anders ist es bei der Wasseraufnahmefähigkeit.) Deren geringe Wasseraufnahme ist selbst bei Putzschäden über Jahrzehnte garantiert. Faserbasierte Dämmung kann, weil Belüftung und Abtrocknungsmöglichkeiten meistens fehlen, wenn sie an einer Stelle nass wurde, das Problem selbst verschlimmern. So eine nasse Stelle ist wie ein Magnet und zieht weitere Nässe durch Kondensation an und wird so immer größer. Schadensgeneigt das anliegende Mauerwerk, wobei die eigentliche Startstelle sehr schwierig zu finden ist! Bei Hartschaumisolierungen ist die Schadstelle meist auf den Außenputz beschränkt, wenn nicht, kann es nur Pfusch beim Herstellen gewesen sein.
Nachdem Sie schon neue Fenster drin haben, haben Sie sich offenbar an das entsprechende neue Raumklima gewöhnt und Ihr Lüftungsverhalten angepasst. Durch zusätzliche Dämmung von außen werden Sie aber den Heizungsbedarf gewaltig verringern, was eine neue Lernphase erfordert. Jetzt kann es leicht sein, dass es mit Ihrem Kachelofen zu warm wird. Wenn Sie das Heizmaterial entsprechend sparsamer nachlegen, kann es aber auch sein, dass er nicht mehr richtig brennt, rußt etc. Darauf sollte man sich schon rechtzeitig einrichten. Da könnte man sich überlegen, ob man nicht mit dem Kachelofen einen großen Wasserspeicher aufheizt, der die überschüssige Wärme aufnimmt, damit man ihn richtig brennen lassen kann. Das hätte natürlich die Folge, dass die elektrische Heizung der Heizkörper nicht die richtige Investition war. Aber vielleicht können Sie die elektrischen Radiatoren durch Wasser beheizte ersetzen. Die elektrische Zusatzheizung würde dann den Wasserspeicher erwärmen.
Noch weitere Energiemengen von erheblicher Größe lassen sich einsparen, bei Einbau von kontrollierter Lüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung (WRG). Auf diese Weise lassen sich nicht nur Niedrigenergiehäuser, sondern auch Passiv- bis Nullenergiehäuser verwirklichen. Gleichzeitig erhält man auch eine ideale Feuchtigkeitsregulierung, die die Räume kondensationsfrei und damit schimmelfrei halten.
Lüftung per Fenster könnte das alles nicht bewirken. -
Altbau-Forum: Fachliche Inhalte statt Lüftungsanlagen-Werbung!
nu langts @ Herrn Feustle
Sehr geehrter Herr Feustle,
über den Inhalt Ihrer Ausführungen will ich erstmal nichts sagen, nur mirfällt zum wiederholten mal auf, das Sie massiv für die Be- / Entlüftung (Belüftung, Entlüftung) werben. Die fachlichen Inhalte sollten hier im Vordergrund stehen.
Werbung ist hier verpöhnt. Verkaufen tun wir woanders.
Also bitte, beschränken Sie sich auf die fachlichen Inhalte und nicht immer indirekte Werbung, als ob es nicht ohne Lüftungsanlagen ginge.
MfG
Stefan Ibold -
Wärmedämmung im Altbau: Halbwissen vs. Fachkenntnis
Wärmedämmverkäufer sind auch nur Menschen. Eventuell mit kleinen Fehlern in der Aus- und Fortbildung (Ausbildung, Fortbildung). Bildung
Es glauben halt einige Menschen sie könnten hier ungestraft ihr Halbwissen verkaufen. Gott sei Dank passen einige Fachleute auf dass der "SCMARRN" nicht überhand nimmt.
Manche Verkäufer behaupten eine Wärmedämmung macht warm, dies ist falsch! Es ist oft ein Fehler die Speicherfähigkeit der Wärme von außen einzuschränken. Eine Wärmedämmung würde sich, wenn die Entsorgung mit eingerechnet wird, nie und nimmer rechnen. -
Altbau ohne Außendämmung: Ultimatives Lüftungssystem nötig?
ach so die Lüftung ...
ja, ja meine Herrn ...
vielen Dank erst mal, das Sie so nett waren und mir geantwortet haben.
Auch wenn mir jetzt klar ist, das wir keine Außendämmung brauchen, sondern das ultimative Lüftungssystem, das auch noch heizen, waschen, Kaffee kochen und Katze streicheln kann!
=>Jetzt kann es leicht sein, dass es mit Ihrem Kachelofen zu warm wird. Wenn Sie das Heizmaterial entsprechend sparsamer nachlegen, kann es aber auch sein, dass er nicht mehr richtig brennt, rußt etc. Darauf sollte man sich schon rechtzeitig einrichten. <=
Über diesen Satz, Herr Feustle habe ich Tränen gelacht!
Zum Glück sind die Forumsspezialisten da, damit so etwas nicht an die breite Masse kommt. Grundsätzlich bin ich harmlos, (bis auf Farbeinkäufe 😉 aber das ist wirklich nicht schön ...!
So aber jetzt endgültig in die Baustelle ...
Evelyn -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 14.01.2026
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BauKI Hinweis:
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Außendämmung Altbau: Notwendigkeit, Wandstärke & Risiken
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Notwendigkeit einer Außendämmung bei einem Altbau von 1900. Es werden verschiedene Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht, wobei die Wandstärke, Risiken und Alternativen zur Außendämmung thematisiert werden. Ein wichtiger Punkt ist die Bewertung des bestehenden Systems und die potenziellen Auswirkungen von Veränderungen, insbesondere im Hinblick auf die Dämmung des Daches. Zudem wird die Bedeutung von Fachkenntnis gegenüber Marketing-Aussagen hervorgehoben.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Beim Dachausbau im Altbau sollte auf die Verbindungen und die Dämmung geachtet werden, wie im Beitrag Dachausbau im Altbau: Dämmung, Fenster & Verbindungen erläutert wird.
✅ Zusatzinfo: Hartschaumdämmung kann eine gute Alternative zur Faser-basierten Dämmung sein, besonders im Hinblick auf die Wasseraufnahme, wie im Beitrag Außendämmung: Hartschaum vs. Faser – Wasseraufnahme im Altbau diskutiert wird.
🔴 Kritisch/Risiko: Vorsicht vor Marketing-Sprüchen und Halbwissen bei der Altbau-Sanierung, wie im Beitrag Altbau-Sanierung: Marketing-Sprüche & 'Atmungsaktives' Haus und Wärmedämmung im Altbau: Halbwissen vs. Fachkenntnis betont wird. Eine falsche Einschätzung kann zu Problemen führen.
👉 Handlungsempfehlung: Bevor eine Entscheidung über die Außendämmung getroffen wird, sollte eine umfassende Analyse des Altbaus durchgeführt werden, unter Berücksichtigung der Wandstärke, des Zustands der Fassade und der bestehenden Heizungsanlage. Es ist ratsam, sich von unabhängigen Experten beraten zu lassen und verschiedene Angebote zu vergleichen. Die Diskussion im Thread, insbesondere der Beitrag Altbau ohne Außendämmung: Ultimatives Lüftungssystem nötig?, kann wertvolle Anregungen liefern.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Außendämmung, Altbau, Wandstärke, Dämmung". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.
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Suche nach: Außendämmung Altbau (1900): Notwendigkeit, Wandstärke & Risiken prüfen?
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