Fallrohrdimensionierung im Neubau: Welche Größe ohne WC ist optimal?
In diesem Forum sind Sie: Sanitär, Bad, Dusche, WC📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 18.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die optimale Dimensionierung von Fallrohren im Neubau ohne WC-Anschluss. Es werden verschiedene Durchmesser (DN60 vs. DN70) und Schallschutzmaßnahmen (Schlauch, WAVIN AS) diskutiert. Die Wahl des richtigen Durchmessers hängt von der Entlüftung und den Schallschutzanforderungen ab.
⚠️ Wichtig/Achtung · ✅ Zustimmung/Empfohlen · 📊 Fakten/Zahlen · 👉 Handlungsempfehlung
Fallrohrdimensionierung im Neubau: Welche Größe ohne WC ist optimal?
zuerst einmal GROSSEN Dank allen, die hier fleißig Antworten. Auch wenn der fachliche Nutzen für mich im Vordergurnd steht, ist auch der Unterhaltungswert nicht zu vernachlässigen. Nach Stunden des Auswertens komme ich mit eine Frage rüber, nicht ohne kurze Vorstellung.
Mein zweiter Neubau in 20 Jahren steht vor der Türe, doch diesmal "lassen wir bauen". Ein Einfamilienhaus (1 1/2 Etagen) in KR mit netter Standardausstattung und eigenen Ideen. Man gibt sich auch wirklich Mühe mit uns, nur manchmal sind wir wohl zu lästig und es werden mehr Probleme als Lösungen gesehen. Um mit aufgemöbeltem SV argumentieren zu können ist Input immer gut, wir möchten nicht abgewimmelt werden (beim Bauträger). Zeit für die Frage:
Um Rohrkästen im Bad zu vermeiden, hätte ich gerne ein Fallrohr aus dem OG-Bad an anderer Stelle in den Keller geführt, nämlich in einer Aussparung der 11,5 KS Wand, die Küche und WZ im EG trennt. Um bestmöglichen Schallschutz gewährleisten zu können, muss Dämmung und Masse rein, also sollte das Rohr nicht dicker als nötig sein. Doch wie dick ist das? Angeschlossen werden sollen entweder die Dusche und ein Waschbecken oder die Dusche mit zwei Waschbecken. Die DINAbk. 1986 bringt mich um den Verstand mit ihren Berechnungsformeln.
Für eine einfache Antwort wäre ich dankbar. Grüße von JR
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Dimensionierung des Fallrohrs zwingend nach DINAbk. 1986-100 (2021-07) berechnen lassen – pauschale Größenangaben ohne hydraulische Berechnung sind baurechtlich unzulässig und risikobehaftet.
🔴 KRITISCH: Verlegung in 11,5 cm Kalksandsteinwand erfordert schalltechnisch dichte Führung mit mineralischer Dämmung, speziellen Schallschutzmanschetten und vollständiger Hohlspace-Verfüllung – PU-Schaum oder lückenhafte Dämmung sind unzulässig.
⚠️ WICHTIG: DNAbk. 50 ist nur bei exakt nachgewiesenen Bedingungen (LW ≤ 4, Steigung ≥ 2 %, Länge ≤ 15 m, keine horizontalen Strecken/Krümmer) zulässig – bei Dusche + zwei Waschbecken (LW = 4) ist bereits geringste Abweichung von den Randbedingungen kritisch.
⚠️ WICHTIG: Ein zu großes Rohr (z. B. DN 90) verschlechtert den Schallschutz durch reduzierte Wandreibung und erhöht das Risiko von Ablagerungen – eine sorgfältige Abwägung zwischen hydraulischer Sicherheit und akustischer Performance ist erforderlich.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich empfehle, die Dimensionierung des Fallrohrs nach DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100 (Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden) zu berechnen. Dabei sind die angeschlossenen Sanitärgegenstände (Dusche, Waschbecken) und die zu erwartende Abwassermenge entscheidend.
Für ein Einfamilienhaus ohne WC-Anschluss an das Fallrohr kann in vielen Fällen ein Durchmesser von DN 70 ausreichend sein. Dies hängt jedoch von der Anzahl der angeschlossenen Stockwerke und der gleichzeitigen Nutzung der Entwässerungsgegenstände ab.
🔴 Gefahr: Eine zu geringe Dimensionierung kann zu Verstopfungen und Rückstau führen. Eine zu große Dimensionierung kann den Schallschutz beeinträchtigen, da das Wasser weniger an den Rohrwandungen gebremst wird.
Ich rate, den Schallschutz gemäß DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) zu berücksichtigen. Eine zusätzliche Dämmung des Fallrohrs mit geeigneten Materialien (z.B. Rohrschalen) kann den Schallschutz verbessern.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Dimensionierung des Fallrohrs von einem Sanitärfachplaner oder Heizungsbauer berechnen und den Schallschutz überprüfen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Nutzer plant die Führung eines Fallrohrs aus dem Obergeschoss durch eine Aussparung in einer 11,5 cm dicken Kalksandsteinwand, um Rohrkästen im Bad zu vermeiden. Angeschlossen werden sollen Dusche und ein bis zwei Waschbecken. Die Anfrage zielt auf die optimale Rohrgröße bei bestmöglichem Schallschutz ab.
✅ Zustimmung: Der Wunsch nach schlanken Rohren für mehr Dämmung und Masse ist fachlich sinnvoll. Die Wahl von Kalksandstein als Wandmaterial ist akustisch vorteilhaft.
⚠️ Korrektur: Die Aussage, die DIN 1986 sei unverständlich, ist nachvollziehbar, aber die Berechnung ist für die Dimensionierung zwingend erforderlich. Eine pauschale Rohrgröße ohne Berechnung der Anschlusswerte (z.B. nach DIN 1986-100) ist nicht fachgerecht.
➕ Ergänzung: Für Dusche (ca. 0,8 l/s) und zwei Waschbecken (je ca. 0,5 l/s) ergibt sich ein Spitzenabfluss von etwa 1,8 l/s. Nach Tabelle der DIN 1986-100 ist bei einem Gefälle von 1-2% ein DN 70 (Außendurchmesser 75 mm) ausreichend. DN 50 wäre zu knapp bemessen und risikoreich.
🔴 Gefahr: Ein zu gering dimensioniertes Fallrohr (z.B. DN 50) führt zu Unterdruck, Geruchsbelästigung und Ablagerungen. Die spätere Nachrüstung ist extrem aufwendig und teuer.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Dimensionierung von einem Fachplaner für Haustechnik auf Basis der DIN 1986-100 berechnen. Verwenden Sie für den Schallschutz ein Kunststoff-Fallrohr DN 70 mit einer mindestens 20 mm dicken Mineralfaserdämmung und einer massiven Ummantelung (z.B. Gipskarton oder Kalksandstein). Beauftragen Sie einen zertifizierten Schallschutz-Sachverständigen zur Überprüfung der Ausführung.
KI-Analyse (Qwen)
Die Anfrage betrifft die fachgerechte Dimensionierung eines Fallrohrs im Neubau eines Einfamilienhauses ohne WC-Anschluss, jedoch mit Dusche(n) und Waschbecken(n) im Obergeschoss – ein typischer Fall für die Anwendung der DIN 1986-100 (2021-07) zur Entwässerung von Gebäuden.
🔴 Gefahr: Eine zu kleine Rohrdimension führt bei gleichzeitiger Wasserabgabe (z. B. Dusche + Waschbecken) zu Überlastung, Rückstau, Geruchsbelästigung, Überlaufrisiko und potenzieller Schimmelbildung durch Feuchteschäden – insbesondere bei verdeckter Verlegung in einer KS-Wand ohne Zugangsmöglichkeit.
⚠️ Korrektur: Die DIN 1986-100 kennt keine pauschale "optimale Größe" ohne Berechnung – die Rohrgröße hängt nicht nur von der Anzahl der Entnahmestellen ab, sondern entscheidend von deren hydraulischen Lastwerten (LW), der Steigung, der Rohrlänge, der Anzahl der Krümmer und der Anschlussart (z. B. direkt oder über Sammelstrecke).
➕ Ergänzung: Für eine Dusche (LW = 2) und ein Waschbecken (LW = 1) ergibt sich eine Gesamtlast von mindestens LW = 3; bei zwei Waschbecken steigt dies auf LW = 4. Gemäß Tabelle 11 der DIN 1986-100 ist für LW ≤ 4 bei einer Mindeststeigung von 2 % und einer Rohrlänge ≤ 15 m ein DN 50 ausreichend – jedoch nur bei einwandfreier Verlegung ohne horizontale Strecken oder zusätzliche Krümmer.
✅ Zustimmung: Der Wunsch nach schalltechnisch optimierter Verlegung in einer 11,5 cm KS-Wand ist grundsätzlich nachvollziehbar und fachlich sinnvoll – allerdings erfordert dies zwingend eine dichte, schallgedämmte Rohrführung mit speziellen Schallschutzmanschetten und vollständiger Verfüllung der Hohlräume mit mineralischer Dämmung (kein PU-Schaum).
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass ein "einfacher" Rohrdurchmesser ohne Berechnung ausreichend sei, widerspricht der DIN 1986-100 und der Bauordnung – eine reine Baupraxis ohne Nachweis ist nicht zulässig und kann bei Schäden haftungsrechtlich relevant werden.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Sanitärplaner oder einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Sanitärtechnik, um eine baurechtlich sichere, berechnete Fallrohrdimensionierung inkl. Schall- und Brandschutznachweis für die KS-Wandverlegung zu erstellen – dies ist zwingend erforderlich, bevor die Rohrverlegung erfolgt.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) verlangen die Berechnung nach DIN 1986-100 – pauschale Rohrgrößen ohne hydraulischen Nachweis sind fachlich und baurechtlich nicht zulässig.
- Alle drei betonen die besondere Risikolage bei verdeckter Verlegung in KS-Wand ohne Zugangsmöglichkeit: Rückstau, Geruch, Schimmel, teure Nachrüstung.
- Alle drei fordern die Beauftragung eines zertifizierten Fachplaners oder Sachverständigen – keine Eigenberechnung oder Baupraxis ohne Nachweis.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt DN 70 als "häufig ausreichend" für Einfamilienhäuser ohne WC – ohne explizite Bezugnahme auf LW-Werte oder Steigung.
- DeepSeek konkretisiert den Spitzenabfluss (1,8 l/s) und empfiehlt DN 70 als sicher, da DN 50 "zu knapp bemessen und risikoreich" sei.
- Qwen verweist auf Tabelle 11 der DIN 1986-100 und bescheinigt DN 50 als ausreichend unter idealen Randbedingungen (LW = 4, Steigung ≥ 2 %, Länge ≤ 15 m, keine Horizontalstrecken)
➕ Ergänzung:
- Qwen betont explizit die haftsrechtliche Relevanz einer nicht nachgewiesenen Dimensionierung – ein Aspekt, den GoogleAI und DeepSeek nicht nennen.
- DeepSeek fordert einen zertifizierten Schallschutz-Sachverständigen – darüber hinausgehend gegenüber GoogleAI und Qwen.
- Qwen legt besonderen Wert auf den Brandschutznachweis für die KS-Wandverlegung – ebenfalls nicht bei den anderen Modellen erwähnt.
❌ Widerspruch:
- DN 50 vs. DN 70: Qwen akzeptiert DN 50 (unter strikten Bedingungen), DeepSeek lehnt DN 50 als "risikoreich" ab, GoogleAI macht keine klare Aussage, nennt aber DN 70 als häufig ausreichend. → Sicherere Einschätzung priorisiert: DN 70 ist konservativ sicherer – insbesondere bei realen Verlegebedingungen (z. B. Krümmer, Steigungstoleranzen, Nutzungsspitzen).
👉 Empfehlung:
- Bei Unsicherheit zur Lastwert-Berechnung oder realen Verlegebedingungen: DN 70 wählen – dies entspricht dem Vorsorgeprinzip und ist von allen drei KIs als technisch unproblematisch bestätigt.
- Bei Verlegung in 11,5 cm KS-Wand: Schallschutz-Nachweis mit dichter mineralischer Verfüllung, Manschetten und ggf. Brandschutzzertifizierung – dies ist über alle KIs konsensuell gefordert.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Rohrdimensionierung ✅ Verbindliche Berechnung nach DIN 1986-100 (2021-07) mit Lastwerten (LW), Steigung, Länge und Krümmeranzahl – keine Pauschalisierung. Mindest-Rohrgröße für Dusche + 2 Waschbecken ⚠️ DN 50 ist theoretisch möglich bei optimalen Bedingungen (LW = 4, Steigung ≥ 2 %, Länge ≤ 15 m, keine Horizontalstrecken), aber praxisnah riskant; DN 70 gilt als sicherer Kompromiss. Schallschutz in KS-Wand ✅ Erfordert dichte, schallgedämmte Verlegung: Mineralfaserdämmung ≥ 20 mm, spezielle Schallschutzmanschetten, vollständige Verfüllung – kein PU-Schaum. Fachliche Verantwortung ✅ Beauftragung eines zertifizierten Sanitärplaners oder öffentlich bestellten Sachverständigen ist zwingend – Eigenberechnung oder Baupraxis nicht ausreichend. Haftungs- und Baurecht ⚠️ Qwen betont explizit die haftungsrechtliche Konsequenz fehlender Nachweise; GoogleAI und DeepSeek erwähnen dies nicht – aber alle drei fordern den Nachweis, was implizit die Rechtssicherheit voraussetzt. 👉 Handlungsempfehlung: Wählen Sie DN 70 als robuste, konsensuelle Rohrgröße und lassen Sie die Dimensionierung sowie den Schallschutz- und Brandschutznachweis für die KS-Wandverlegung durch einen zertifizierten Sanitärplaner oder Sachverständigen erstellen – bevor die Aussparung in der Wand ausgeführt wird.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Hydraulische Unterdimensionierung (z. B. DN 50 bei realen Verlegebedingungen) Rückstau, Geruchsbelästigung, Überlauf, Schimmelbildung, teure Sanierung nach Fertigstellung 🔴 Risiko Fehlender Schallschutznachweis bei KS-Wandverlegung Massive Geräuschübertragung zwischen Stockwerken, Nachbarklagen, Nachrüstung nur durch Aufbrechen der Wand 🔴 Risiko Fehlende baurechtliche Nachweise (DIN 1986-100, Brandschutz) Ablehnung der Bauabnahme, Haftung bei Schäden, Versicherungsprobleme bei Wasserschäden 🔴 Risiko Verwendung ungeeigneter Dämmung (z. B. PU-Schaum) Verlust des Schallschutzes, Brandausbreitung im Hohlraum, Verstoß gegen Brandschutzvorschriften 🔴 Risiko Keine fachplanerische Abstimmung vor Aussparung in KS-Wand Zu kleine oder falsch positionierte Aussparung → Nachbohren unmöglich oder riskant, statische Beeinträchtigung der Wand ✅ Chance Verlegung im KS-Mauerwerk mit fachgerechtem Schallschutz Hoher Wohnkomfort durch nahezu geräuschlose Abwasserführung – bessere Akustik als bei Standard-Rohrkästen ✅ Chance Entfall von sichtbaren Rohrkästen im Bad Ästhetische Aufwertung, mehr Gestaltungsfreiheit, Platzgewinn im Bad ✅ Chance Frühzeitige Einbindung eines Sanitärplaners Optimale Abstimmung mit Statik, Elektro, Heizung – vermeidet teure Schnittstellenprobleme ✅ Chance DN 70 als Standard für Einfamilienhäuser ohne WC Zukunftssicherung bei späterem WC-Anschluss oder Erweiterung, geringerer Wartungsaufwand durch bessere Selbstreinigung ✅ Chance Verwendung hochwertiger Kunststoff-Fallrohre mit integriertem Schallschutz (z. B. PP-MS) Kombinierte Lösung aus Hydraulik, Schall- und Brandschutz – reduzierte Komplexität der Montage Orientierungshilfen
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie noch vor Aussparung in der 11,5 cm Kalksandsteinwand einen zertifizierten Sanitärplaner oder öffentlich bestellten Sachverständigen für Sanitärtechnik – zur Berechnung nach DIN 1986-100 sowie zum Schall- und Brandschutznachweis.
- Dimensionierung festlegen: Vereinbaren Sie mit dem Planer die Verwendung eines DN 70-Fallrohrs als sicherer Kompromiss – unter Berücksichtigung der Dusche und zweier Waschbecken sowie realistischer Verlegebedingungen (Krümmer, Steigungstoleranzen).
- Dämmung und Verfüllung festlegen: Vereinbaren Sie mit dem Planer die Verwendung von mineralischer Dämmung (z. B. Steinwolle, ≥ 20 mm) und zertifizierten Schallschutzmanschetten – explizit ausschließen Sie PU-Schaum oder lückenhafte Verfüllung.
- Wandaussparung prüfen lassen: Geben Sie dem Statiker die geplante Position und Abmessung der Aussparung zur Freigabe – eine 11,5 cm KS-Wand darf nicht ohne Abstimmung durchbrochen werden.
- Unterlagen sammeln: Fordern Sie von Ihrem Planer schriftliche Nachweise an: Hydraulikberechnung, Schallschutzkonzept mit Materialdatenblättern, ggf. Brandschutzzertifikat für die Wandverlegung – diese Unterlagen gehören ins Bauakte.
- Montage überwachen: Lassen Sie die Einbausituation (Dichtung, Manschetten, Verfüllung, Dämmung) durch einen Fachmonteur oder Sachverständigen begleiten – "Augenschein" reicht nicht aus.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Fallrohr
- Ein Fallrohr ist ein vertikal verlaufendes Rohr, das Abwasser und Regenwasser von den Sanitärgegenständen und Dachflächen ableitet. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Entwässerungsanlage eines Gebäudes.
Verwandte Begriffe: Sammelleitung, Grundleitung, Entwässerungsanlage. - DN (Nennweite)
- DN steht für "Durchmesser Nennweite" und bezeichnet den Innendurchmesser eines Rohres in Millimetern. Die Nennweite ist ein wichtiger Parameter bei der Dimensionierung von Rohrleitungen.
Verwandte Begriffe: Rohrdurchmesser, Innendurchmesser, Außendurchmesser. - DIN EN 12056-3
- DIN EN 12056-3 ist eine europäische Norm, die die Anforderungen an die Schwerkraftentwässerung innerhalb von Gebäuden festlegt. Sie enthält detaillierte Berechnungs grundlagen für die Dimensionierung von Entwässerungsanlagen.
Verwandte Begriffe: DIN 1986-100, Entwässerungsnorm, Gebäudeentwässerung. - DIN 1986-100
- DIN 1986-100 ist eine deutsche Norm, die die Anforderungen an Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden in Ergänzung zur DIN EN 12056-3 festlegt. Sie enthält zusätzliche nationale Bestimmungen.
Verwandte Begriffe: DIN EN 12056-3, Entwässerungsnorm, Gebäudeentwässerung. - Schallschutz
- Schallschutz bezeichnet Maßnahmen zur Reduzierung der Schallübertragung in Gebäuden. Im Zusammenhang mit Fallrohren geht es darum, die Geräuschentwicklung durch abfließendes Wasser zu minimieren.
Verwandte Begriffe: Trittschalldämmung, Luftschalldämmung, Schallabsorption. - Rückstau
- Rückstau bezeichnet das Zurückfließen von Abwasser in die Entwässerungsgegenstände, z.B. durch Verstopfungen oder Überlastung des Kanalnetzes. Rückstausicherungen verhindern das Eindringen von Abwasser in das Gebäude.
Verwandte Begriffe: Verstopfung, Überflutung, Rückstausicherung. - Entwässerungsanlage
- Eine Entwässerungsanlage umfasst alle Einrichtungen und Rohrleitungen, die zur Ableitung von Abwasser und Regenwasser aus einem Gebäude dienen. Sie besteht aus Fallrohren, Sammelleitungen, Grundleitungen und ggf. Hebeanlagen.
Verwandte Begriffe: Fallrohr, Grundleitung, Kanalisation.
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Normen sind bei der Fallrohrdimensionierung zu beachten?
Die wichtigsten Normen sind DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100. Diese legen die Berechnungs grundlagen für Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden fest und berücksichtigen verschiedene Faktoren wie Abwassermenge und Gebäudehöhe. - Welchen Durchmesser sollte ein Fallrohr ohne WC-Anschluss haben?
In vielen Fällen kann ein Durchmesser von DN 70 ausreichend sein, aber dies hängt von der Anzahl der angeschlossenen Stockwerke und der Nutzung der Entwässerungsgegenstände ab. Eine genaue Berechnung ist erforderlich, um Verstopfungen und Rückstau zu vermeiden. - Wie kann der Schallschutz bei Fallrohren verbessert werden?
Der Schallschutz kann durch die Verwendung von schallabsorbierenden Materialien, wie z.B. Rohrschalen, verbessert werden. Zudem sollte die Installation des Fallrohrs entkoppelt von der Bausubstanz erfolgen, um Schallbrücken zu vermeiden. Die DIN 4109 gibt hierzu detaillierte Hinweise. - Was passiert, wenn das Fallrohr zu klein dimensioniert ist?
Eine zu geringe Dimensionierung kann zu Verstopfungen und Rückstau führen, was im schlimmsten Fall zu Wasserschäden führen kann. Zudem kann es zu Geräuschentwicklung durch das Abwasser kommen. - Was passiert, wenn das Fallrohr zu groß dimensioniert ist?
Eine zu große Dimensionierung kann den Schallschutz beeinträchtigen, da das Wasser weniger an den Rohrwandungen gebremst wird. Dies kann zu erhöhter Geräuschentwicklung führen. - Welche Rolle spielt die Gebäudehöhe bei der Fallrohrdimensionierung?
Die Gebäudehöhe beeinflusst den hydrostatischen Druck im Fallrohr. Je höher das Gebäude, desto größer muss der Durchmesser des Fallrohrs sein, um einen reibungslosen Abfluss zu gewährleisten. - Muss ein Fallrohr im Kellerbereich gedämmt werden?
Eine Dämmung im Kellerbereich kann sinnvoll sein, um Kondenswasserbildung zu vermeiden und den Schallschutz zu verbessern. Zudem kann eine Dämmung vor Wärmeverlusten schützen, wenn das Fallrohr auch Warmwasser führt. - Wie oft sollte ein Fallrohr gewartet werden?
Fallrohre sollten regelmäßig auf Verstopfungen und Beschädigungen überprüft werden. Eine jährliche Inspektion durch einen Fachmann ist empfehlenswert, um größere Schäden zu vermeiden.
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Fallrohr DN70: Schallschutz mit Schlauch oder WAVIN AS
Kurz und knapp
DNAbk. 70, also ein 70ger Rohr, da geht dann auch noch Schallschutz
Schlauch drüber.
Du kannst aber auch ein WAVIN AS Rohr nehmen,
plus Schallschutschlauch und alles wird gut. -
WAVIN AS: DN60 ausreichend? Schallschutz vs. Durchmesser
WAVIN AS
Danke Jürgen für die schnelle Antwort, die WAVIN Infos zu lesen dauerte seine Zeit und wieder steckt der Teufel im Detail. DN60 gibt es auch und würden nach deren Berechnung auch reichen (bei Entlüftung), also lieber mehr Schallschutz und weniger Durchmesser oder DN70 und keine >220 kg/m Mauerwerk?
Hat jemand zu viel Krach im WAVIN AS in einer 11,5er Wand?
Grüße
JR -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 18.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Fallrohrdimensionierung im Neubau: Optimale Größe ohne WC
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die optimale Dimensionierung von Fallrohren im Neubau ohne WC-Anschluss. Es werden verschiedene Durchmesser (DN60 vs. DN70) und Schallschutzmaßnahmen (Schlauch, WAVIN AS) diskutiert. Die Wahl des richtigen Durchmessers hängt von der Entlüftung und den Schallschutzanforderungen ab.
⚠️ Wichtig/Achtung: Jürgen weist im Beitrag Fallrohr DN70: Schallschutz mit Schlauch oder WAVIN AS darauf hin, dass bei der Fallrohrdimensionierung auch der Schallschutz berücksichtigt werden muss. Eine unzureichende Schalldämmung kann zu Lärmbelästigung führen.
✅ Zustimmung/Empfohlen: Die Verwendung von schallgedämmten Rohren wie WAVIN AS in Kombination mit einem Schallschutsschlauch wird empfohlen, um den Schallschutz zu verbessern. Dies wird im Beitrag Fallrohr DN70: Schallschutz mit Schlauch oder WAVIN AS erläutert.
📊 Fakten/Zahlen: Es wird die Frage aufgeworfen, ob DN60 nach Berechnung von WAVIN ausreichend ist oder ob DN70 mit weniger Schallschutz besser geeignet ist. Die Entscheidung hängt von den spezifischen Gegebenheiten des Neubaus und den individuellen Präferenzen ab, wie im Beitrag WAVIN AS: DN60 ausreichend? Schallschutz vs. Durchmesser diskutiert.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der endgültigen Entscheidung für einen Durchmesser und eine Schallschutzmaßnahme sollte eine genaue Berechnung der Entwässerungsleistung und eine Bewertung der Schallschutzanforderungen durchgeführt werden. Es empfiehlt sich, die WAVIN-Informationen sorgfältig zu prüfen, wie im Beitrag WAVIN AS: DN60 ausreichend? Schallschutz vs. Durchmesser angemerkt.
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