Wir suchen nach einer bezahlbaren und machbaren Lösung, die die Baumängel zumindest insoweit beseitigt, dass man sorgenfrei in dem Haus leben kann. Wir wollen den Keller nur als Abstellraum, Wasch- und Heizungskeller (Waschkeller, Heizungskeller) nutzen und würden dazu passende Einschränkungen in Kauf nehmen. Eine vollständige Beseitigung der Ursachen scheint uns inzwischen unmöglich zu sein. Auch ist ein einfaches Verschieben der Probleme in andere Räume (wie bislang geschehen) nicht in unserem Sinne da es nur Geld kostet und letztlich nicht weiter hilft!
Nun aber zu unserem Fall: Auf Grund verschiedener Untersuchungen, Sanierungsversuchen und Erkenntnissen aus der Langzeitbeobachtung gehen wir von folgenden 2 Problemen aus:
- Bei hohem Grundwasserstand dringt das Wasser (drückendes Sickerwasser) durch die Bodenplatte in den Keller ein . Wir beobachten eine gleichbleibende Wassermenge (ca. 20 l / Tag) über längere Zeiträume. Es gibt aber auch Monate ohne Wassereintritt.
- Bei Starkregen und schon durchnässtem Boden dringt Wasser auch durch die Wände oberhalb der Horizontalsperre in den Keller ein (ca. 1-2 x / Jahr). Die Menge kann dann sehr hoch sein, lässt aber nach dem Regenereignis auch rasch wieder nach. Das durch die Wände eindringende Wasser tritt an verschiedenen Wandbereichen auf, die zu den unterschiedlichsten Sanierungszuständen und teilweise auch zu den unzugänglichen Wänden gehören.
Chronologie:
- ca. 1995: Der Vorbesitzer hatte (wie wir im Nachhinein erfahren haben) einen Teil der zugänglichen Außenwände neu abdichten lassen. Die Ausführung ist nach Aussage eines Sachverständigen für den Lastfall nichtstauendes Sickerwasser OK, natürlich nicht für drückendes Wasser.
- 2005/2009: In einem anderen Bereich haben wir eine Neuabdichtung selbst durchführen lassen. Jedoch gibt es auch Abschnitte die noch dem Ursprungszustand entsprechen. Außerdem sind nicht alle Wände von außen zugänglich.
- 2009: Eine vorhandene Drainage wurde in unserem Auftrag untersucht, gespült und teilweise umgebaut (u.a. neuer begehbarer Schacht). Allerdings ist die ursprünglich vorgesehene bzw. erstellte Drainage nicht bekannt und konnte auch nicht gänzlich nachvollzogen werden. Der Baugrund scheint teilweise felsig zu sein. Inwieweit diese Felsen auch im Bereich der Bodenplatte vorhanden sind, wissen wir natürlich nicht!
- 2009: Bei zwei Durchlässen in der Bodenplatte wurden Undichtigkeiten festgestellt, die Durchlässe wurden von einer Fachfirma neu abgedichtet (2-Komponenten PURAbk.-Injektionsharz). Diese Abdichtung hat mehr als 5 Jahre gehalten, nun beginnt auch dort wieder der Wassereintritt (allerdings bislang in geringem Umfang).
- 2012: Die Drainage wurde nochmals gespült und an einer Stelle korrigiert.
- Seit 2012: Nach der Sanierung von 2009 hatte sich der Wassereintritt in einen anderen Kellerbereich verlagert der eigentlich keine Bodendurchlässe besitzt. Um dort nach der Ursache zu forschen, haben wir Stück für Stück rundherum den Estrich auf ca. 10 cm Breite beseitigt. In dieser Rinne sammelt sich nun das eintretende Wasser wobei wir beobachtet zu haben glauben, dass das Wasser jeweils von innen (unter dem restlichen Estrich hervor) in die Rinne läuft. Nur an einigen wenigen Mauerwerksfugen scheint Feuchtigkeit auch unterhalb der Horizontalsperre direkt durch die Wand einzutreten.
Wie schon geschrieben, haben wir in den letzten 10 Jahren verschiedenste Sachverständige und Fachfirmen beschäftigt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg und gutem Gefühl. Wir suchen noch nach der machbaren und bezahlbaren Lösung die auch vielleicht das Problem nicht gänzlich löst aber für längere Zeit beherrschbar macht. Wir sind deshalb für Hinweise auf Sanierungsmöglichkeiten oder kompetente Fachfirmen dankbar.
Vielen Dank schon mal.
