Bindiger Boden ohne Drainage: KMB-Abdichtung als Alternative? Kosten & Risiken
In diesem Forum sind Sie: Keller📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 15.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob eine KMB-Abdichtung (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) bei bindigem Boden eine adäquate Alternative zur traditionellen Drainage darstellt. Die neue DIN 18195 erlaubt den Einsatz von KMB unter bestimmten Bedingungen bei aufstauendem Sickerwasser. Es wird jedoch betont, dass eine fachgerechte Ausführung und die Einhaltung der Normvorgaben entscheidend sind. Einige Experten empfehlen weiterhin den Einbau einer Drainage, um den Bemessungswasserstand besser kontrollieren zu können. Selbstklebebahnen werden als fehlertolerantere Alternative zur KMB genannt.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔧 Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung
Bindiger Boden ohne Drainage: KMB-Abdichtung als Alternative? Kosten & Risiken
normalerweise wird bei bindigem Boden das Verlegen einer Drainage empfohlen. Ich hatte allerdings vor kurzem gelesen (find es leider nicht mehr), dass eine fachmännisch ausgeführte KMB-Abdichtung für diesen Lastfall (teilweise aufstauendes Sickerwasser) ausreicht, allerdings dann zweilagig mit eingelegtem Vlies und einer Gesamtdicke von 4 mm (statt 3). Ist das korrekt, oder ist die Alternative "normale" (einlagige) KMB mit zusätzlicher Drainage eher zu empfehlen?
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Eine KMB-Abdichtung darf niemals als alleinige Ersatzlösung für eine funktionierende Drainage bei bindigem Boden mit aufstauendem Sickerwasser eingesetzt werden – dies birgt erhebliches Risiko für Feuchteschäden, Schimmel, Auftrieb und langfristige Bauwerksschäden.
🔴 KRITISCH: Vor Planung und Ausführung ist zwingend eine fachliche Ermittlung der Wassereinwirkungsklasse (nach DINAbk. 18533) sowie eine Bodenuntersuchung inkl. Grundwasserstandsermittlung erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Bei hoher Wassereinwirkung (W2-E) genügt eine zweilagige KMB mit 4 mm Dicke und Vlies nicht – es bedarf entweder einer Kombination aus KMB und funktionsfähiger Dränung oder einer wasserundurchlässigen WU-Betonkonstruktion.
⚠️ WICHTIG: Jede KMB-Ausführung muss durch eine mechanische Schutzschicht (z. B. Noppenbahn oder Schutzbeton) vor Beschädigung gesichert sein – ohne Schutz ist die Abdichtung nicht langfristig wirksam.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Frage nach einer Alternative zur Drainage bei bindigem Boden wie folgt:
🔴 Gefahr: Bei bindigem Boden und aufstauendem Sickerwasser besteht ohne Drainage ein hohes Risiko von Feuchtigkeitsschäden am Bauwerk. Eine KMB-Abdichtung (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) kann eine Alternative sein, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird und den Lastfall des aufstauenden Sickerwassers berücksichtigt.
Ich empfehle, die KMB-Abdichtung gemäß DIN 18533 auszuführen. Die Dicke der Abdichtung muss auf die Wassereinwirkung abgestimmt sein. Ein Vlies kann zusätzlich zum Schutz der Abdichtungsschicht eingesetzt werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass eine KMB-Abdichtung allein möglicherweise nicht ausreicht, um das Wasser vollständig abzuleiten. Eine Drainage kann weiterhin erforderlich sein, um den Wasserdruck auf die Abdichtung zu reduzieren und die Lebensdauer der Abdichtung zu verlängern.
Ich rate dazu, vor der Entscheidung für oder gegen eine Drainage eine Bodenuntersuchung durchzuführen, um die Wasserdurchlässigkeit des Bodens und den Grundwasserstand zu bestimmen. Die Ergebnisse der Bodenuntersuchung sollten bei der Planung der Abdichtung und Entwässerung berücksichtigt werden.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Fachplaner oder Bauingenieur beraten, um die optimale Lösung für Ihr Bauvorhaben zu ermitteln. Die Planung sollte die örtlichen Gegebenheiten, die Bodenbeschaffenheit und die zu erwartende Wassereinwirkung berücksichtigen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt betrifft die Abdichtung eines erdberührten Bauwerks in bindigem Boden mit aufstauendem Sickerwasser. Der Nutzer erwägt eine KMB-Abdichtung (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) als Alternative zur klassischen Drainage. Diese Fragestellung ist fachlich komplex und birgt erhebliche Risiken bei falscher Ausführung.
🔴 Gefahr: Die Annahme, eine zweilagige KMB mit 4 mm Dicke sei generell ausreichend, ist kritisch zu hinterfragen. Bei bindigem Boden und aufstauendem Sickerwasser liegt eine hohe Wassereinwirkungsklasse vor (W2-E nach DIN 18533). Eine KMB ist hierfür nur bedingt geeignet, da sie bei dauerhaftem Wasserdruck versagen kann. Die Abdichtung muss zwingend nach den Vorgaben der DIN 18533 bemessen werden, die für diesen Lastfall oft eine wasserundurchlässige Betonkonstruktion (WU-Beton) oder eine Kombination aus Abdichtung und Dränung vorschreibt.
➕ Ergänzung: Die genannte zweilagige Ausführung mit Vlieseinlage und 4 mm Dicke entspricht nicht automatisch einer normgerechten Lösung. Entscheidend ist der Nachweis der Standsicherheit gegen Auftrieb und die fachgerechte Verarbeitung auf einem geeigneten Untergrund. Zudem muss die KMB gegen mechanische Beschädigungen geschützt werden (z. B. durch eine Schutzschicht oder Noppenbahn).
⚠️ Korrektur: Die Aussage, dass eine Drainage bei bindigem Boden "normalerweise empfohlen" wird, ist zu pauschal. Eine Drainage ist bei bindigem Boden oft wirkungslos, da das Wasser nicht ausreichend versickern kann. Stattdessen ist eine funktionierende Dränung (z. B. mit Filtervlies und Kiespackung) oder eine druckwasserdichte Abdichtung erforderlich. Die reine KMB ohne Dränung ist bei aufstauendem Sickerwasser ein hohes Risiko.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Bauwerksabdichter oder einen Sachverständigen für Erd- und Grundbau. Lassen Sie eine exakte Ermittlung der Wassereinwirkungsklasse nach DIN 18533 vornehmen. Entscheiden Sie dann gemeinsam, ob eine KMB in Verbindung mit einer Dränung oder eine WU-Beton-Konstruktion die sicherere Lösung ist. Führen Sie keine Eigenplanung durch, da Fehler hier zu massiven Feuchteschäden am Gebäude führen können.
KI-Analyse (Qwen)
Bei bindigem Boden mit potenziellem Sickerwasseraufstau handelt es sich um eine kritische hydrogeologische Situation, bei der der Wasserabfluss stark eingeschränkt ist und Druck auf Baukonstruktionen entstehen kann.
🔴 Gefahr: Eine KMB-Abdichtung – selbst zweilagig und mit Vlies – ist keine Ersatzlösung für eine funktionierende Drainage, da sie lediglich eine Barriere gegen Wasser stellt, aber keinen Druckausgleich oder Wasserabfuhr ermöglicht; bei Versagen oder Undichtigkeit entsteht sofort ein hydrostatischer Druck, der zu Rissbildung, Feuchteschäden oder sogar Aufschwimmen von Bodenplatten führen kann.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, eine verdickte KMB könne eine Drainage ersetzen, ist fachlich unzulässig: KMB ist eine Dichtungsschicht, keine Entwässerungseinrichtung – ihre Funktion ist ausschließlich die Wasserabdichtung, nicht die Ableitung oder Druckminderung.
➕ Ergänzung: Gemäß DIN 18195-4 und DIN EN 13962 ist bei bindigen Böden mit Sickerwassergefahr stets eine kombinierte Lösung aus Drainage (z. B. Kiesbett mit Rohrleitung) und einer geprüften Abdichtung (z. B. KMB oder Bitumenbahnen) vorgeschrieben; das Vlies dient lediglich als Trenn- und Schutzschicht, nicht als Entwässerungselement.
🔴 Gefahr: Ein rein abdichtendes System ohne Entwässerung birgt das Risiko einer langfristigen Feuchteansammlung unter der Dichtung, was zu biologischem Befall, Materialdegradation und verborgenen Schäden führen kann, die erst bei gravierenden Folgeschäden bemerkt werden.
✅ Zustimmung: Die Empfehlung einer zweilagigen KMB mit Vlies ist sinnvoll, wenn sie als zusätzliche Sicherheitsebene innerhalb einer vollständigen, fachgerechten Entwässerungs- und Abdichtungskonstruktion eingesetzt wird – nicht aber als alleinige Maßnahme.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Bauingenieur oder Sachverständigen für Feuchteschutz, der vor Ort die Bodenbeschaffenheit, Grundwasserhöhe und Geländeneigung prüft, um eine statisch und hydraulisch gesicherte Lösung aus Drainage, Entwässerungsschicht, Trennlage und geprüfter KMB-Abdichtung zu planen und ausführen zu lassen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bewerten die alleinige Verwendung einer KMB-Abdichtung bei bindigem Boden mit aufstauendem Sickerwasser als hochriskant und lehnen sie als Ersatz für eine funktionierende Drainage bzw. Dränung strikt ab.
- Alle drei verweisen auf die entscheidende Bedeutung der DIN 18533 zur Ermittlung der Wassereinwirkungsklasse und zur normgerechten Ausführung.
- Alle drei fordern eine fachliche Planung durch zertifizierte Experten (Bauwerksabdichter, Bauingenieur, Sachverständiger) – Eigenplanung wird ausdrücklich abgeraten.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI spricht von „möglicherweise nicht ausreichend“ und lässt Raum für eine KMB-Alternative bei fachgerechter Ausführung; DeepSeek und Qwen formulieren dies klarer als „nicht zulässig“ bzw. „keine Ersatzlösung“ – hier wird das Vorsichtsprinzip zugunsten der strengeren Einschätzung angewandt.
- DeepSeek relativiert die Wirksamkeit einer klassischen Drainage bei bindigem Boden („oft wirkungslos“) und plädiert für eine Dränung mit Filtervlies/Kies – GoogleAI und Qwen betonen stärker die Notwendigkeit der Drainage/Kombilösung ohne diese Nuance.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek betont die Notwendigkeit des Auftriebsnachweises und der Schutzwirkung gegen mechanische Beschädigung (z. B. durch Noppenbahn).
- Qwen verweist explizit auf DIN 18195-4 und DIN EN 13962 sowie auf die Rolle des Vlieses als reine Trenn- und Schutzschicht – keine Entwässerungsfunktion.
- GoogleAI erwähnt die Bedeutung der Abdichtungsdicke und des Vlieses zum Schutz der KMB, aber ohne die gesetzlichen Normverweise und Druckwirkungsmechanik wie die anderen beiden.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI formuliert: „Eine KMB kann eine Alternative sein, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird“ – während DeepSeek und Qwen dies als fachlich unzulässige Annahme einstufen. Der Konsens orientiert sich an der sichereren Einschätzung: KMB ist keine Alternative, sondern immer nur ein Bestandteil einer kombinierten Lösung.
👉 Empfehlung:
- Bei Widersprüchen wird die strengere, sicherheitsorientierte Sicht von DeepSeek und Qwen priorisiert – insbesondere die klare Ablehnung der KMB als alleinige Maßnahme bei W2-E-Belastung.
- Die Empfehlung zur Kombination aus Dränung + geprüfter KMB (Qwen) wird durch DeepSeek („KMB in Verbindung mit Dränung“) und GoogleAI („Drainage kann weiterhin erforderlich sein“) gestützt und damit als Konsens betrachtet.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Kann KMB allein die Drainage ersetzen? ❌ Widerspruch Nein – alle drei KI-Modelle lehnen dies bei bindigem Boden mit Sickerwasseraufstau kategorisch ab; GoogleAI formuliert es vorsichtiger, doch der fachliche Konsens folgt der strengeren Lesart von DeepSeek und Qwen. Erforderlichkeit einer Bodenuntersuchung ✅ Konsens Ja – alle drei Modelle fordern eine fachliche Bodenuntersuchung inkl. Grundwasserstandsermittlung zur Einstufung der Wassereinwirkungsklasse nach DIN 18533. Normative Grundlage ⚠️ Abwägung DIN 18533 ist unbestritten zentral; Qwen ergänzt DIN 18195-4 und DIN EN 13962 – diese Ergänzung wird als vertiefende, aber nicht widersprüchliche Spezifizierung anerkannt. Abdichtungsvarianten bei W2-E ✅ Konsens Entweder Kombination aus funktionierender Dränung + geprüfter KMB oder wasserundurchlässige WU-Betonkonstruktion – reine KMB reicht nicht aus. Fachliche Verantwortung ✅ Konsens Planung und Ausführung müssen durch zertifizierte Fachleute (Bauwerksabdichter, Sachverständiger, Bauingenieur) erfolgen – Eigenplanung ist ausgeschlossen. 👉 Handlungsempfehlung: Keine eigenständige Entscheidung für eine KMB-Abdichtung ohne Drainage treffen – stattdessen eine normkonforme, hydraulisch gesicherte Gesamtlösung aus Dränung, Trennlage, mechanischem Schutz und geprüfter KMB durch Fachplaner entwickeln lassen.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Hydrostatischer Druck durch aufstauendes Sickerwasser Erheblicher Druck auf KMB-Fuge/Untergrund → Rissbildung, Ablösung, sofortige Wassereinleitung 🔴 Risiko Langfristige Feuchteansammlung unter KMB ohne Dränung Zerstörung von Dichtstoffen, biologischer Befall, unbemerkte Materialdegradation 🔴 Risiko Fehlende Auftriebssicherung bei Bodenplatte Verformung oder Aufschwimmen der Bodenplatte bei hohem Grundwasser – statische Gefährdung 🔴 Risiko Unzureichende mechanische Schutzschicht für KMB Verletzung der Abdichtung bei Verfüllung oder Baubetrieb → permanente Leckstelle 🔴 Risiko Normwidrige Ausführung ohne Wassereinwirkungsklasse Kein Nachweis der Abdichtungswirksamkeit → Haftungsrisiko und Ausschluss der Gewährleistung ✅ Chance Kombinierte Lösung aus Dränung + KMB + Schutzschicht Langfristige, normkonforme Abdichtung mit Druckminderung und Schutz vor mechanischer Beanspruchung ✅ Chance Fachliche Bodenuntersuchung frühzeitig durchführen Präzise Lastannahme, ggf. Einsparung durch reduzierte Abdichtungsanforderungen bei geringerer Wassereinwirkung ✅ Chance Einsatz moderner Noppenbahnen als Schutz- und Dränfunktion Verkürzung der Bauzeit, vereinfachte Verlegung, verbesserte Langzeitstabilität der Dränage ✅ Chance Qualifizierte Fachplanung mit hydraulischem Nachweis Vermeidung kostspieliger Nachbesserungen, Gewährleistungsabsicherung, höhere Wertstabilität des Gebäudes ✅ Chance Integration in ein zertifiziertes Abdichtungssystem (z. B. nach RAL-GZ 620) Rechtssichere Dokumentation, klare Haftungsverteilung, anerkannte Qualitätssicherung Orientierungshilfen
- Sofortige Bodenuntersuchung beauftragen: Kontaktieren Sie einen akkreditierten Bodengutachter zur Ermittlung der Wasserdurchlässigkeit, des Grundwasserstandes und zur Klassifizierung der Wassereinwirkung nach DIN 18533.
- Fachplaner mit Abdichtungsschwerpunkt engagieren: Beauftragen Sie einen zertifizierten Bauwerksabdichter oder einen Sachverständigen für Feuchteschutz, der eine hydraulisch gesicherte Kombilösung aus Dränung, Schutzschicht und KMB plant.
- Keine KMB ohne mechanischen Schutz verlegen: Vereinbaren Sie bereits in der Planung den Einsatz einer Noppenbahn oder einer vergleichbaren zertifizierten Schutz- und Drainagefunktion als integralen Bestandteil der Abdichtungskonstruktion.
- Festlegung der Abdichtungsvariante vor Baubeginn: Entscheiden Sie nach Vorlage des Fachgutachtens und der Planung eindeutig zwischen Kombilösung (Dränung + KMB) oder WU-Beton – keine Kompromisslösungen.
- Alle Leistungen vertraglich absichern: Fordern Sie in der Ausführungsvereinbarung den Nachweis der DIN 18533-Konformität, der Auftriebsberechnung und die Einhaltung der RAL-GZ 620 (falls zutreffend).
- Dokumentation aller Schichten: Lassen Sie jeden Verlegeabschnitt (Untergrundvorbereitung, KMB-Schichten, Vlies, Schutzschicht, Dränage) fotografisch dokumentieren und vom ausführenden Fachbetrieb abnehmen.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Bindiger Boden
- Bodenarten mit hohem Anteil an feinen Partikeln (Ton, Lehm), geringe Wasserdurchlässigkeit. Verwandte Begriffe: Lehmboden, Tonboden, Bodenart.
- KMB-Abdichtung
- Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung zur Abdichtung von Bauwerken gegen Feuchtigkeit. Verwandte Begriffe: Bitumen, Abdichtung, Dickbeschichtung.
- Drainage
- System zur Ableitung von Wasser im Erdreich, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Verwandte Begriffe: Entwässerung, Sickerleitung, Dränrohr.
- Sickerwasser
- Wasser, das im Erdreich versickert und sich dort ansammelt. Verwandte Begriffe: Grundwasser, Niederschlagswasser, Oberflächenwasser.
- DIN 18533
- Norm für die Abdichtung von erdberührten Bauteilen. Verwandte Begriffe: Norm, Abdichtung, Bauwesen.
- Vlies
- Textiles Flächengebilde zum Schutz von Abdichtungen. Verwandte Begriffe: Schutzvlies, Trennlage, Geotextil.
- Aufstauendes Sickerwasser
- Sickerwasser, das aufgrund einer wasserundurchlässigen Schicht nicht abfließen kann und sich anstaut. Verwandte Begriffe: Sickerwasser, Wasserdruck, Feuchtigkeitsschaden.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist bindiger Boden?
Bindiger Boden, wie beispielsweise Lehm oder Ton, hat eine geringe Wasserdurchlässigkeit. Das bedeutet, dass Wasser nur langsam versickert und sich leicht aufstauen kann. Dies kann zu Problemen bei Bauwerken führen, da das Wasser Druck auf die Bauteile ausüben und Feuchtigkeitsschäden verursachen kann. - Was ist eine KMB-Abdichtung?
Eine KMB-Abdichtung (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) ist eine Abdichtungsmethode, bei der eine dicke Schicht Bitumen auf die zu schützende Oberfläche aufgetragen wird. Durch die Modifizierung mit Kunststoffen wird die Abdichtung flexibler und widerstandsfähiger gegen Risse und Beschädigungen. KMB-Abdichtungen werden häufig zur Abdichtung von Kellerwänden und Fundamenten eingesetzt. - Wann ist eine Drainage erforderlich?
Eine Drainage ist erforderlich, wenn der Boden eine geringe Wasserdurchlässigkeit aufweist und sich Wasser aufstauen kann. Die Drainage leitet das Wasser ab und verhindert so, dass es Druck auf die Bauteile ausübt und Feuchtigkeitsschäden verursacht. Eine Drainage kann auch erforderlich sein, wenn der Grundwasserspiegel hoch ist. - Kann eine KMB-Abdichtung eine Drainage ersetzen?
Eine KMB-Abdichtung kann in bestimmten Fällen eine Drainage ersetzen, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird und den Lastfall des aufstauenden Sickerwassers berücksichtigt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine KMB-Abdichtung allein möglicherweise nicht ausreicht, um das Wasser vollständig abzuleiten. Eine Drainage kann weiterhin erforderlich sein, um den Wasserdruck auf die Abdichtung zu reduzieren und die Lebensdauer der Abdichtung zu verlängern. - Was ist aufstauendes Sickerwasser?
Aufstauendes Sickerwasser entsteht, wenn Niederschlagswasser im Boden versickert, aber aufgrund einer wasserundurchlässigen Schicht nicht weiter abfließen kann. Dadurch staut sich das Wasser im Boden auf und übt Druck auf die umliegenden Bauteile aus. Aufstauendes Sickerwasser kann zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung führen. - Welche Normen sind bei KMB-Abdichtungen zu beachten?
Bei KMB-Abdichtungen ist die DIN 18533 zu beachten. Diese Norm regelt die Anforderungen an die Abdichtung von erdberührten Bauteilen gegen Wasser. Die Norm legt unter anderem die Dicke der Abdichtung, die Art der verwendeten Materialien und die Ausführung der Abdichtung fest. - Was ist ein Vlies bei Abdichtungen?
Ein Vlies ist ein textiles Flächengebilde, das bei Abdichtungen als Schutzschicht oder Trennlage eingesetzt wird. Es schützt die Abdichtung vor Beschädigungen durch mechanische Einwirkungen oder chemische Substanzen. Ein Vlies kann auch dazu beitragen, die Haftung der Abdichtung auf dem Untergrund zu verbessern. - Welche Alternativen gibt es zur KMB-Abdichtung?
Alternativen zur KMB-Abdichtung sind beispielsweise mineralische Dichtungsschlämmen, flexible Dichtungsschlämmen oder Bitumenbahnen. Die Wahl der geeigneten Abdichtungsmethode hängt von den örtlichen Gegebenheiten, der Bodenbeschaffenheit und der zu erwartenden Wassereinwirkung ab.
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KMB-Abdichtung: Risiko durch Zusetzen der Drainage?
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KMB-Abdichtung: Zulässigkeit bei aufstauendem Sickerwasser?
Widerspruch ...
danke erstmal für die Antwort. Ich habe grad nochmal im Forum-Archiv recherchiert, bin jetzt genauso schlau wie vorher. Gerade 2 Äußerungen von Herrn Beisse, der hier ja der Experte auf dem Gebiet ist schreibt einmal: ... KMB ist weder gegen aufstauendes Sickerwasser und erst Recht nicht gegen Grundwasser zulässig ... (Keller/209) und dann woanders ... Bei aufstauendem Sickerwasser nimmt man KMB (Kunststoff modifieziertes Bitumen, Dickbeschichtung) mit Gewebe-Einlage. (Keller 22). Komm ich nicht mit. Was stimmt denn nun oder muss weiter differenziert werden? -
DIN 18195: KMB-Abdichtung bei aufstauendem Sickerwasser zulässig!
18195
Moin,
ist die zuständige DINAbk.. Die besagt seit neuestem, das bei aufstauendem Sickerwasser KMB zugelassen ist auf für Lastfall 6. Dort nur in Verbindung mit einem wiederum zugelassenem Gewebe.
Das ist die Situation.
Grüße
Stefan Ibold -
DIN 18195: KMB-Abdichtung vs. Drainage bei Sickerwasser!
Dat ist so
DINAbk. 18195:1: Lf. 6 Aufstauendes Sickerwasser. 2 : Tiefe im Erdkörper max. 3.00 m. 3: Kellersohleniveau größer 30 cm über Bemessungswasser. 4: Trockenschichtdicke der Beschichtung min. 4 mm in 2 Arbeitsgängen. 5: Gewebeeinlage vollflächig. 6: Keine Dränung nach DIN 18195 Teil 6.
Bem. Ich würde Dränung einbauen. Weil: Haben Sie Einfluss auf den Bemessungswasserstand? Nein! Risse im Untergrund kleiner 1 mm! Haben Sie Einfluss auf die Rissentwicklung? Nein! Wenn Sie mit KMB dichten, so nehmen Sie die Dränung als zusätzliche Hosenträger mit. Voraussetzung: Es muss geklärt werden wohin mit dem Drainwasser. Wenn nicht, dann neues Abdichtungskonzept.
Jupp -
Bodenplatte: Unterkante mind. 30 cm über Bemessungswasser!
Zusatz
Bodenplatten unterkante liegt min. 30 cm über Bemessungswasser.
Jupp -
Abdichtung: KMB, Bitumenbahnen oder Drainage – Was ist besser?
Über 30 cm haste doch schon geschrieben
In der Praxis gibt es den Lastfall nichtstauendes Sickerwasser so gut wie nie. Sinnvoll ist folgende Kombination:
Dränung nach DINAbk. 4095 (Nein, nicht die gelben Rohre!) UND Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser. Allerdings sind auch Selbsklebebahnen (nichtstauend) zugealssen, die wesentlich fehlertoleranter sind.
KMB nach neuer DIN 18195 4 mm mit Gewebeeinlage (welches Gewebe, der Teil ist noch nicht fertig) gegen aufstauendes Sickerwasser.
Vorsicht! Grundwasserstände können sich ändern! -
KMB-Abdichtung: Alternative zu Bitumenbahnen & Drainage?
zwar steht die Bitumendickbeschichtung in der DINAbk. 18.195
für den neu geschaffenen Lastfall aufstauendes Sickerwasser,
doch der ist per Definition so eine Sache, wie MB schon sagt, besser ist in jedem Fall entweder eine 'richtige' Abdichtung aus bituminösen Bahnen und/oder eine funktionierende Dränung, das meiste, was da gemacht wird, verdient den Namen nicht.
Außerdem gilt für alle Verträge nach VOBAbk. die DIN 18.336 in der VOB/C und in der steht weder was von aufstauendem Sickerwasser noch von Bitumendickbeschichtung. -
Feedback: Vielen Dank für die Infos zur KMB-Abdichtung!
Danke!
sorry, ich war eine Weile nicht im Lande. Habe aber alle Beiträge mit großem Interesse gelesen. Vielen Dank nochmal! -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
BauKI Hinweis:
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).KMB-Abdichtung bei bindigem Boden: Drainage als Alternative?
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Frage, ob eine KMB-Abdichtung (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) bei bindigem Boden eine adäquate Alternative zur traditionellen Drainage darstellt. Die neue DINAbk. 18195 erlaubt den Einsatz von KMB unter bestimmten Bedingungen bei aufstauendem Sickerwasser. Es wird jedoch betont, dass eine fachgerechte Ausführung und die Einhaltung der Normvorgaben entscheidend sind. Einige Experten empfehlen weiterhin den Einbau einer Drainage, um den Bemessungswasserstand besser kontrollieren zu können. Selbstklebebahnen werden als fehlertolerantere Alternative zur KMB genannt.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag DIN 18195: KMB-Abdichtung vs. Drainage bei Sickerwasser! sollte man beachten, dass man keinen Einfluss auf den Bemessungswasserstand hat und Risse im Untergrund die Wirksamkeit der KMB-Abdichtung beeinträchtigen können. Daher wird der Einbau einer Drainage empfohlen.
✅ Zusatzinfo: Im Beitrag DIN 18195: KMB-Abdichtung bei aufstauendem Sickerwasser zulässig! wird klargestellt, dass die DIN 18195 den Einsatz von KMB bei aufstauendem Sickerwasser (Lastfall 6) in Verbindung mit einem zugelassenen Gewebe erlaubt. Dies ist eine wichtige Neuerung, die bei der Planung berücksichtigt werden sollte.
🔧 Zusatzinfo: Der Beitrag Bodenplatte: Unterkante mind. 30 cm über Bemessungswasser! betont, dass die Unterkante der Bodenplatte mindestens 30 cm über dem Bemessungswasserstand liegen muss. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit der KMB-Abdichtung.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Entscheidung für oder gegen eine KMB-Abdichtung sollte eine sorgfältige Prüfung der Bodenverhältnisse, des Bemessungswasserstandes und der relevanten DIN-Normen erfolgen. Es ist ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen und gegebenenfalls eine Drainage in Kombination mit einer Abdichtung in Betracht zu ziehen. Beachten Sie auch den Beitrag Abdichtung: KMB, Bitumenbahnen oder Drainage – Was ist besser? bezüglich der Kombination von Dränung und Abdichtung.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Boden, Drainage, KMB-Abdichtung, Sickerwasser". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.
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