Hausdrainage notwendig? Abdichtung, Kosten & Risiken bei Altbau-Fundamenten
In diesem Forum sind Sie: Keller📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 15.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Notwendigkeit einer Drainage bei einem Jahrhundertwendehaus mit bereits unterfangenen Fundamenten und Horizontalsperre. Es werden Alternativen zur Drainage, insbesondere die Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser, sowie die korrekte Ausführung von Ecken und Kanten bei der Abdichtung erörtert. Die Bodenbeschaffenheit (lehmiges Schwemmland) spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Hausdrainage notwendig? Abdichtung, Kosten & Risiken bei Altbau-Fundamenten
ich habe ein Jahrhundertwendehaus. Die Fundamente wurden von innen abschnittsweise unterfangen und mit einer Horizontalsperre versehen. Nun soll die Vertikalsperre von außen folgen. Dazu muss ca. 1,80 m bis zur Kellersohle aufgegraben werden. Das Grundwasser kommt (in meinem Brunnen gepeilt) nach ca. weiteren 4 Metern. Der Boden ist lehmig (Schwemmland eines Flusses), die Versickerungsfähigkeit ist sehr schlecht. Wasserführende Schichten sind nicht vorhanden. Das aufgehende Mauerwerk ab dem neuen Fundament ist Ziegelstein.
Brauche ich vor der Abdichtung eine drainierende Schicht (z.B. Filterstein)?
Oder bringe ich damit erst das Wasser ans Haus?
Wäre es nicht schlauer mit dem Originalboden zu verfüllen?
Eine Drainage ist doch das erste Opfer eines Rückstaus im Regenwasserkanal. Und Rückstauklappen sind doch nur was für das Gewissen.
Vielen Dank für Anregungen!
Gruß, David
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Sicherheitshinweise: Drainage nötig? Abdichtung, Kosten & Risiken
🔴 Gefahr: Unsachgemäße Ausführung der Vertikalsperre oder Drainage kann zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung im Keller führen.
🔴 Gefahr: Bei hohem Grundwasserstand kann das Aufgraben der Baugrube ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu einem Einsturz führen.
GoogleAI-Analyse: Drainage nötig? Abdichtung, Kosten & Risiken
Ich beurteile die Situation wie folgt: Bei einem Jahrhundertwendehaus mit unterfangenen Fundamenten und anstehender Vertikalsperre ist die Frage nach einer Drainage absolut berechtigt. Das Vorhandensein von Schwemmland und wasserführenden Schichten deutet auf eine hohe Grundwasserbelastung hin. 🔴
Eine Drainage kann sinnvoll sein, um das Mauerwerk vor Feuchtigkeit zu schützen und die Lebensdauer des Gebäudes zu verlängern. Allerdings sollte vorab geprüft werden, ob der Originalboden eine ausreichende Versickerungsfähigkeit besitzt. Ist dies nicht der Fall, kann eine Drainage das Problem sogar verschärfen, indem sie das Wasser staut. 🔴
Ich empfehle, die Notwendigkeit einer Drainage von einem erfahrenen Bauingenieur oder Geologen beurteilen zu lassen. Dieser kann die Bodenverhältnisse genau analysieren und eine fundierte Entscheidung treffen. Alternativ zur Drainage könnte auch eine Abdichtung des Kellers von außen in Kombination mit einer Ringdrainage in Betracht gezogen werden.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie eine detaillierte Baugrunduntersuchung durchführen, um die Bodenverhältnisse und den Grundwasserstand zu ermitteln. Klären Sie auch die Anbindung an den Regenwasserkanal und die Funktion der Rückstauklappen.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Drainage
- Ein System zur Ableitung von Wasser im Erdreich, um Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen. Sie besteht aus Drainagerohren, Filterkies und einem Kontrollschacht. Verwandte Begriffe: Perimeterdrainage, Ringdrainage, Flächendrainage.
- Vertikalsperre
- Eine Abdichtung des Mauerwerks gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit. Sie wird von außen aufgetragen und besteht aus Bitumen, Kunststoff oder mineralischen Dichtungsschlämmen. Verwandte Begriffe: Horizontalsperre, Abdichtung, Mauerwerkssanierung.
- Horizontalsperre
- Eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk. Sie wird nachträglich eingebracht, z.B. durch Injektion oder Mauersägeverfahren. Verwandte Begriffe: Vertikalsperre, Kapillarität, Mauerwerkstrockenlegung.
- Schwemmland
- Gebiet, das durch Ablagerungen von Flüssen entstanden ist. Böden sind oft sandig oder kiesig, mit hoher Wasserdurchlässigkeit. Verwandte Begriffe: Auenboden, Alluvialboden, Flussablagerung.
- Wasserführende Schicht
- Bodenschicht, die Grundwasser enthält und leitet. Besteht meist aus Sand oder Kies. Verwandte Begriffe: Grundwasserleiter, Aquifer, Grundwasserspiegel.
- Rückstauklappe
- Eine Vorrichtung, die verhindert, dass Abwasser aus der Kanalisation zurück in das Gebäude fließt. Sie schließt automatisch bei Rückstau. Verwandte Begriffe: Rückstausicherung, Abwasserrückstau, Kanalisation.
- Baugrunduntersuchung
- Eine Untersuchung des Bodens, um seine Eigenschaften und Tragfähigkeit zu ermitteln. Sie umfasst Bohrungen, Bodenproben und Laboranalysen. Verwandte Begriffe: Bodengutachten, Geotechnik, Baugrundrisiko.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist eine Drainage und wozu dient sie?
Eine Drainage ist ein System zur Ableitung von Wasser im Erdreich. Sie dient dazu, Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen, indem sie das Grundwasser oder Oberflächenwasser ableitet, bevor es in das Mauerwerk eindringen kann. Drainagen bestehen in der Regel aus Drainagerohren, die in Kies oder Schotter eingebettet sind. - Wann ist eine Drainage notwendig?
Eine Drainage ist notwendig, wenn ein Gebäude in einem Gebiet mit hohem Grundwasserstand steht oder wenn der Boden eine geringe Versickerungsfähigkeit aufweist. Auch bei Hanglagen oder bei Gebäuden mit Kellern kann eine Drainage sinnvoll sein, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. - Welche Arten von Drainagen gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Drainagen, darunter die Perimeterdrainage, die das Gebäude ringförmig umschließt, und die Flächendrainage, die unterhalb einer Fläche verlegt wird. Die Wahl der geeigneten Drainage hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab. - Was ist eine Vertikalsperre?
Eine Vertikalsperre ist eine Abdichtung des Mauerwerks gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit. Sie wird in der Regel von außen auf das Mauerwerk aufgebracht und verhindert, dass Wasser in das Mauerwerk eindringen kann. - Was ist eine Horizontalsperre?
Eine Horizontalsperre ist eine Abdichtung des Mauerwerks gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Sie wird in der Regel nachträglich in das Mauerwerk eingebracht und verhindert, dass Wasser kapillar aufsteigen kann. - Was ist Schwemmland?
Schwemmland ist ein Gebiet, das durch Ablagerungen von Flüssen oder Bächen entstanden ist. Es besteht in der Regel aus sandigen oder kiesigen Böden, die eine hohe Wasserdurchlässigkeit aufweisen können, aber auch zu Setzungen neigen können. - Was sind wasserführende Schichten?
Wasserführende Schichten sind Bodenschichten, die Grundwasser enthalten und dieses leiten können. Sie bestehen in der Regel aus sandigen oder kiesigen Böden. Die Tiefe und Mächtigkeit der wasserführenden Schichten kann je nach Region unterschiedlich sein. - Was ist ein Rückstau und wie kann man sich davor schützen?
Ein Rückstau tritt auf, wenn Abwasser oder Regenwasser aufgrund von Verstopfungen oder Überlastungen in der Kanalisation zurück in das Gebäude gedrückt wird. Um sich davor zu schützen, können Rückstauklappen in die Abwasserleitungen eingebaut werden.
🔗 Verwandte Themen
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Informationen zu Materialien und Techniken für die Abdichtung von Kellern. - Nachträgliche Horizontalsperre einbauen
Methoden und Kosten für das Einbringen einer Horizontalsperre. - Grundwasserprobleme im Altbau
Ursachen und Lösungen für Feuchtigkeitsschäden durch Grundwasser. - Drainage richtig planen und verlegen
Anleitung zur Planung und Ausführung einer Drainage. - Rückstausicherung im Haus
Informationen zu Rückstauklappen und anderen Schutzmaßnahmen.
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Drainage vs. Abdichtung: Notwendigkeit bei Altbau-Fundamenten
Nein
Wenn überhaupt Dränung. Voraussetzung für das weglassen der Dränung ist natürlich eine ordnungsgemäße Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser. Aber wie wollen Sie die Ecken und Kanten dicht bekommen? -
Problemstellen: Abdichtung von Ecken bei Altbau-Drainage
Ja die Ecken sind ein Problem ...
Ja die Ecken sind ein Problem aber sicher nicht das einzige. Ich habe mal im Forum nach Drainage / Dränung gesucht und versucht mich schlau zu lesen. Ganz schön verwirrend!
Deshalb hier noch zwei Fragen:- Wie macht man das nun mit den Außen- und Innenecken (Außenecken, Innenecken)?
- Abdichten gegen stauendes Sickerwasser heißt doch eigentlich Bitumenbahnen verlegen, oder?
- Muss ich die wirklich an der Bodenplatte nochmal mit einer Klemmleiste befestigen?
- Wenn ich auf die Bitumenbahn, getrennt durch eine PE-Folie als Gleitlager, Styrodur als Perimeterdämmung aufbringe, was schützt dann das Styrodur beim Verfüllen? Noppenbahnen haben ja immer einen Draineffekt, den ich ja gerade nicht haben möchte, bedeutet dies doch aufstauendes Sickerwasser zu fördern.
Erst mal Danke!
Gruß,
David Roth -
Abdichtung Altbau: Dickbeschichtung statt komplizierter Drainage
Nicht so kompliziert denken
Wasser ist ehh da. Gegen aufstauendes Sickerwasser können Sie mit Schweißbahnen oder auch mit mind. 4 mm Dickbeschichtung inkl. Gewebeeinlage abdichten. Aber nicht gleich die Dämmung mit der letzten Schicht der Dickbeschichtung ankleben! Und denn eben Trennvlies, Noppenbahn oder was weiß ich. Da draint nix, das Wasser ist ehh da. Nur die Frag, wie die Bodenplatte abgedichtet ist und ob nicht drückendes Wasser vorliegt. -
Fundament-Details: Horizontalsperre und Bodenplatten-Aufbau
Bodenplatte
Hallo,
danke für die schnelle Reaktion.
Beim Unterfangen der Fundamente bzw. dem Einbringen der Horizontalsperre wurde imme ein etwa 50 cm großer Betonklotz, der ca. 35 cm in das gewachsene Erdreich geht und 10 cm innen und außen breiter ist als das aufgehende Mauerwerk (60 cm), gegossen. Auf diesen wurde dann eine Absperrbahn (Bezeichnung weiß ich nicht mehr, Rechnungen sind beim Finanzamt) gelegt. Diese steht außen und innen jeweils ca. 10 cm über. Anschließend wurde das Loch bis zum aufgehenden Mauerwerk zubetoniert.
Die Differenz von ca. 15 cm zwischen Kellersohle und Oberkante Betonklotz wurde mit Filterkies und einer Sauberkeitsschicht Beton aufgefüllt. Die Sauberkeitsschicht wurde mit einem Bitumenanstrich imprägniert / grundiert. Darauf kam eine Schweißbahn, die an der Wand ca. 30 cm hochgezogen wurde. Diese überlappt also mit der Absperrbahn auf dem Betonklotz. Nun wurde eine 12 cm Bodenplatte mit bewehrtem Sperrbeton gegossen. Angeben zur Bewehrung und der exakten Betonmischung habe ich im Augenblick (wg. Finanzamt) nicht vorliegen.
Vielleicht wundern Sie sich, warum wir nicht gleich von Außen und Innen aufgegraben haben. Ich habe mich für ein Abschnittsweisen Arbeiten von Innen entschieden, da beim Selbstbauer unvorhergesehene Pausen vorhergesehen werden müssen 🙂 und außerdem mein Haus an einer Seite an eine öffentliche Straße bzw. den Gehweg grenzt. Und diesen kann man nicht undefiniert sperren.
Und genauso möchte ich nun eine Seite nach der anderen Außen aufgraben und die Vertikalsperre einbringen. Dabei werde ich zunächst auf meinem Grundstück "üben", bevor ich die Straße aufbuddle.
Danke & Gruß,
David Roth -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Hausdrainage bei Altbau-Fundamenten: Abdichtung vs. Drainage
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Notwendigkeit einer Drainage bei einem Jahrhundertwendehaus mit bereits unterfangenen Fundamenten und Horizontalsperre. Es werden Alternativen zur Drainage, insbesondere die Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser, sowie die korrekte Ausführung von Ecken und Kanten bei der Abdichtung erörtert. Die Bodenbeschaffenheit (lehmiges Schwemmland) spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Problemstellen: Abdichtung von Ecken bei Altbau-Drainage sind die Ecken und Kanten eine besondere Herausforderung bei der Abdichtung von Altbau-Fundamenten. Eine sorgfältige Ausführung ist entscheidend, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
✅ Zusatzinfo: Als Alternative zur aufwendigen Drainage wird im Beitrag Abdichtung Altbau: Dickbeschichtung statt komplizierter Drainage die Abdichtung mit Schweißbahnen oder Dickbeschichtung (mind. 4 mm) inkl. Gewebeeinlage vorgeschlagen. Wichtig ist, die Dämmung nicht direkt mit der letzten Schicht der Dickbeschichtung zu verkleben.
🔧 Praktische Umsetzung: Der Beitrag Fundament-Details: Horizontalsperre und Bodenplatten-Aufbau beschreibt den Aufbau der Bodenplatte nach dem Unterfangen der Fundamente, inklusive Betonklotz, Absperrbahn und Bitumenanstrich. Diese Details sind wichtig für die Planung der Vertikalsperre und die Entscheidung für oder gegen eine Drainage.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Entscheidung für oder gegen eine Drainage sollte eine sorgfältige Prüfung der Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser erfolgen. Die korrekte Ausführung der Abdichtung, insbesondere an Ecken und Kanten, ist entscheidend. Alternativ kann eine Dickbeschichtung in Betracht gezogen werden. Es wird empfohlen, die Details zum Bodenplattenaufbau (Fundament-Details: Horizontalsperre und Bodenplatten-Aufbau) zu berücksichtigen.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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