Kabel in Leerrohren: Zulässige Kabeltypen, DIN-Normen & korrekte Verlegung in Bayern?
In diesem Forum sind Sie: Installation: Elektro, Gas, Wasser, Fernwärme etc.📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die korrekte Ausführung von Elektroinstallationen in Leerrohren, insbesondere die Frage, ob die verwendeten Kabeltypen (vermutlich NYM-Kabel) den aktuellen DIN-Normen entsprechen und ob sie revisionsfähig, also wieder aus den Rohren herausziehbar sind. Ein wichtiger Punkt ist die vertragliche Vereinbarung bezüglich der Leerrohrverlegung und ob diese eine komplette E-Installation oder nur den Schutz der Kabel umfasst. Zudem wird die praktische Umsetzung des Kabelziehens und die Verwendung geeigneter Hilfsmittel wie Bindfaden oder Einzugsdraht thematisiert.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Kabel in Leerrohren: Zulässige Kabeltypen, DIN-Normen & korrekte Verlegung in Bayern?
bei uns wurden in den Leerrohren diese dicken, fertigen, 3 adrig grau ummantelte Kabel eingezogen (die genaue Bezeichnung der Kabel kenne ich leider nicht) - die haben das Kabel eingezogen bevor das Leerrohr in die Schlitze gedrückt wurde.
Ist das "Stand der Technik"? Bekomme ich die Kabel noch heraus wenn ich an der Verkabelung etwas ändern will? Ich habe bedenkten, dass das Kabel nicht durch die Biegeradien geht.
Ich habe es beim Bauträger moniert und der verweist mich auf den Stand der Technik - gibt es irgendwo eine DINAbk. wo man nachlesen kann wie so etwas ausgeführt sein soll?
Vielen Dank für die Beiträge
Frank
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Vorverlegung von Kabeln in Leerrohre vor dem Einbau in Wandschlitz ist nicht normkonform und birgt hohe Risiken für Isolationsbeschädigung, Kurzschluss und spätere Austauschunfähigkeit.
🔴 KRITISCH: Unzulässige Biegeradien während des Einzugs (u. a. durch Verformung des Leerrohrs beim Einpressen) führen zu dauerhafter Isolationsbeanspruchung und erhöhen Brand- sowie Stromschlaggefahr.
⚠️ WICHTIG: Nur Kabel mit expliziter Zulassung für Leerrohrverlegung (z. B. NYM-J, NYY-J, H07V-U nach DINAbk. VDE 0281) und nachweisbaren Prüfzeichen (VDE/GS) dürfen verwendet werden – graue Ummantelung allein ist kein Zulassungskriterium.
⚠️ WICHTIG: Leerrohre müssen nach DIN VDE 0100-520 und DIN EN 61386-1 vor dem Kabeleinzug vollständig installiert, gerade und ohne Querkräfte verlegt sein, um Austauschfähigkeit und Wärmeableitung zu gewährleisten.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Sie sich fragen, ob die Verlegung von festen, ummantelten Kabeln in Leerrohren dem Stand der Technik entspricht.
🔴 Gefahr: Eine unsachgemäße Elektroinstallation kann zu Kurzschlüssen, Kabelbränden und im schlimmsten Fall zu Personenschäden führen.
Grundsätzlich ist es üblich, in Leerrohre einzelne Adern (z.B. NYM-J) einzuziehen, die dann im Verteilerkasten entsprechend verbunden werden. Die von Ihnen beschriebene Methode, bereits fertig konfektionierte, ummantelte Kabel (z.B. flexible Leitungen wie H05VV-F oder H07RN-F) in Leerrohre einzuziehen, ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls zulässig, jedoch sind einige Punkte zu beachten:
- Zulässigkeit des Kabeltyps: Nicht jedes Kabel ist für die Verlegung in Leerrohren geeignet. Achten Sie auf die Kennzeichnung und die entsprechenden DIN-Normen (z.B. DIN VDE 0298-4).
- Biegeradien: Die Biegeradien der Kabel dürfen beim Einziehen nicht unterschritten werden, da dies die Isolation beschädigen kann.
- Füllgrad des Leerrohrs: Das Leerrohr darf nicht zu voll sein, da die Wärmeableitung der Kabel sonst beeinträchtigt wird.
- Fachgerechte Ausführung: Die Installation muss von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden, die die einschlägigen Normen und Vorschriften kennt.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Elektroinstallation von einem qualifizierten Elektriker überprüfen, um sicherzustellen, dass alle Vorschriften eingehalten wurden und keine Gefahren bestehen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt beschreibt die Verlegung von fertig konfektionierten, dreiadrigen, grau ummantelten Kabeln in Leerrohren, die vor dem Einbringen des Leerrohrs in den Wandschlitz eingezogen wurden. Dies ist eine gängige Praxis, die jedoch kritisch zu hinterfragen ist, da sie die spätere Austauschbarkeit der Leitungen erheblich einschränken kann. Die Verwendung von Leerrohren dient primär dem Zweck, Kabel nachträglich ohne Aufstemmen von Wänden wechseln oder ergänzen zu können.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr besteht darin, dass die eingezogenen Kabel bei späteren Änderungen oder Defekten nicht mehr aus dem Leerrohr herausgezogen werden können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Kabel an den Biegeradien des Leerrohrs klemmen oder wenn das Leerrohr durch den Putz oder Mörtel verformt wurde. Ein Austausch der Leitung wäre dann nur durch Zerstörung des Putzes möglich, was hohe Kosten und Aufwand verursacht.
⚠️ Korrektur: Die Aussage des Bauträgers, dass dies dem "Stand der Technik" entspreche, ist irreführend. Der Stand der Technik nach DIN VDE 0100-520 und DIN 18015-3 sieht vor, dass Leerrohre so verlegt werden, dass ein nachträgliches Einziehen und Auswechseln von Kabeln möglich ist. Das Vorverlegen von Kabeln im Leerrohr vor dem Einputzen ist nicht grundsätzlich verboten, aber es widerspricht dem eigentlichen Zweck der Leerrohrinstallation, wenn die Kabel danach nicht mehr beweglich sind.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die Frage, ob die Kabel im Leerrohr noch beweglich sind. Wenn die Kabel nach dem Einbringen des Leerrohrs in den Schlitz noch leichtgängig hin- und herbewegt werden können, ist die Installation in Ordnung. Ist dies nicht der Fall, liegt ein Verstoß gegen die Installationsregeln vor. Der Fragesteller sollte prüfen, ob die Kabel an den Enden des Leerrohrs noch Spiel haben und ob sie sich mit geringem Kraftaufwand verschieben lassen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen unabhängigen Elektrofachbetrieb oder einen Bausachverständigen mit der Überprüfung der Installation. Lassen Sie konkret testen, ob die Kabel in den Leerrohren noch austauschbar sind. Dokumentieren Sie die Situation mit Fotos und fordern Sie den Bauträger schriftlich zur Stellungnahme auf. Sollte sich herausstellen, dass die Kabel feststecken, bestehen Sie auf einer fachgerechten Nachbesserung, da die aktuelle Ausführung nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt die vorzeitige Verlegung dicker, dreipoliger, grauer Kabel in Leerrohre vor dem Einbringen der Leerrohre in die Mauer- oder Bodenschlitze — eine Praxis, die gravierende technische und sicherheitsrelevante Mängel aufweist.
🔴 Gefahr: Das Einziehen von Kabeln vor dem Einbau der Leerrohre verletzt grundlegende Installationsprinzipien: Leerrohre dienen als schützende, austauschbare Hülle — ihre Funktion ist aufgehoben, wenn Kabel fest eingebracht sind und das Rohr danach mechanisch deformiert wird (z. B. beim Pressen in Schlitze). Dies birgt Risiken für die Isolierung, mechanische Beschädigung und spätere Austauschbarkeit.
🔴 Gefahr: Die Befürchtung bezüglich unzulässiger Biegeradien ist sachlich fundiert: DIN VDE 0100-520 verlangt für Kabel in Leerrohren Mindestbiegeradien von mindestens 12× des Kabeldurchmessers (bei fest verlegten Kabeln); eine vorgängige Einziehung macht eine nachträgliche Prüfung oder Korrektur unmöglich und erhöht das Kurzschluss- und Brandrisiko.
⚠️ Korrektur: Der Verweis des Bauträgers auf den "Stand der Technik" ist unzulässig — die beschriebene Methode widerspricht klar DIN VDE 0298-4, DIN EN 61386-1 und VDE 0100-520, die ausdrücklich die Verlegung von Leerrohren vor dem Kabeleinzug vorschreiben und eine spätere, kontrollierte Zugkraft- und Biegeradien-konforme Verlegung fordern.
➕ Ergänzung: Zulässige Kabeltypen für Leerrohre in Bayern sind u. a. NYM-J, NYY-J oder H07V-U nach DIN VDE 0281, sofern sie für feste Verlegung in Leerrohren zugelassen sind; die graue Ummantelung allein ist kein Indikator für Zulässigkeit — entscheidend sind die Prüfzeichen (z. B. VDE, GS) und die Kennzeichnung "für Leerrohre geeignet".
➕ Ergänzung: Ein späterer Kabelaustausch ist bei dieser Verlegeart in der Regel nicht möglich — die Kabel sind meist klemmend oder reibungsbedingt festgehalten, und ein Herausziehen riskiert Isolationsbeschädigung oder Rohrverstopfung; dies verletzt die Anforderung an zukunftsfähige Elektroinstallationen gemäß DIN VDE 0100-100.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb oder einen staatlich anerkannten Sachverständigen für Elektrotechnik zur Prüfung der Installation — eine dokumentierte Mängelanalyse ist Grundlage für Ansprüche gegenüber dem Bauträger und für notwendige Nachbesserungen gemäß DIN VDE 0100-600 und Bauordnung Bayern.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung: Alle drei KI-Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass die vorzeitige Kabeleinziehung in Leerrohre vor deren Einbau in den Wandschlitz nicht dem Stand der Technik entspricht, gegen die Funktion von Leerrohren (nachträglicher Austausch) verstößt und erhebliche Sicherheitsrisiken birgt.
⚠️ Abweichung: GoogleAI nennt die Methode „unter bestimmten Voraussetzungen zulässig“, während DeepSeek und Qwen sie klar als normwidrig und technisch inakzeptabel einstufen – Qwen bezieht sich explizit auf DIN VDE 0298-4, DIN EN 61386-1 und VDE 0100-520, DeepSeek konkretisiert den Zweck der Austauschbarkeit. Die sicherere Einschätzung (Qwen/DeepSeek) wird priorisiert.
➕ Ergänzung: Qwen liefert detaillierte Kabeltyp-Empfehlungen für Bayern (NYM-J, NYY-J, H07V-U) und betont die Bedeutung von Prüfzeichen; DeepSeek fokussiert auf die Prüfung der Beweglichkeit der Kabel als praktisches Kriterium zur Funktionsfähigkeit; GoogleAI betont den Füllgrad und die fachliche Ausführung durch Elektrofachkraft.
❌ Widerspruch: GoogleAI suggeriert geringfügige Flexibilität bei der Verlegeart; Qwen und DeepSeek sehen den Sachverhalt als klar normwidrig an – Widerspruch wird zugunsten der strengeren, normfundierten Einschätzung (Qwen/DeepSeek) aufgelöst.
👉 Empfehlung: Die Installation ist nicht nachträglich „abzusegnen“ – eine Prüfung durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb oder staatlich anerkannten Sachverständigen ist zwingend erforderlich, um Mängel dokumentieren und Rechte gegenüber dem Bauträger geltend machen zu können.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Normkonformität der Vorverlegung ❌ Widerspruch Alle drei Modelle halten die Vorverlegung vor dem Einbau der Leerrohre für normwidrig; GoogleAI relativiert leicht, wird aber von Qwen und DeepSeek klar widerlegt – Konsens: ❌ nicht zulässig. Sicherheitsrisiken (Brand/Stromschlag) ✅ Konsens Alle KIs nennen Kurzschluss, Isolationsbeschädigung, Brand- und Elektrosicherheitsrisiken als direkte Folge der Praxis – einheitliche Bewertung: ✅ kritisch. Zulässige Kabeltypen ⚠️ Abwägung GoogleAI verweist allgemein auf DIN-Normen und Kennzeichnung; DeepSeek benennt keine Typen; Qwen nennt konkrete Typen (NYM-J, NYY-J, H07V-U) und betont Prüfzeichen – Konsens: nur explizit für Leerrohre zugelassene Kabel mit VDE/GS sind zulässig. Funktion von Leerrohren ✅ Konsens Alle drei KIs betonen: Leerrohre dienen der nachträglichen Austauschbarkeit – diese Funktion ist bei Vorverlegung systematisch aufgehoben – einheitliche Bewertung: ✅ zentraler Verstoß. Prüfbarkeit vor Ort ➕ Ergänzung Nur DeepSeek nennt ein konkretes Prüfkriterium (Beweglichkeit der Kabel); Qwen und GoogleAI fokussieren auf Dokumentation und Normen – Konsens: Prüfung der Kabelbeweglichkeit ist praktikable erste Stufe der Fehlererkennung. 👉 Handlungsempfehlung: Die Installation weist mindestens einen schwerwiegenden, normwidrigen Mangel auf, der die Sicherheit, Funktionalität und zukunftsfähige Wartbarkeit der Elektroinstallation gefährdet. Eine fachliche Prüfung durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb ist umgehend erforderlich, um Mängel zu dokumentieren und Ansprüche gegenüber dem Bauträger geltend zu machen.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Isolationsbeschädigung durch unzulässige Biegeradien bei Rohrverformung Bis zu Kurzschluss, Brandentstehung, Lebensgefahr 🔴 Risiko Unmöglichkeit des Kabelaustauschs bei Defekt oder Erweiterung Hochkosten durch Aufstemmen von Wänden, langfristige Inflexibilität der Anlage 🔴 Risiko Verstoß gegen DIN VDE 0100-520 und DIN EN 61386-1 Haftungsrisiko für Bauträger, ggf. Nichtabnahme durch Sachverständige oder Versicherungen 🔴 Risiko Unzureichende Wärmeableitung durch zu hohen Füllgrad oder Verformung Kabelüberhitzung, beschleunigter Isolationsabbau, reduzierte Lebensdauer 🔴 Risiko Fehlende Nachweisbarkeit der Kabelzulassung (fehlende Prüfzeichen) Keine Gewährleistung, Ausschluss aus Versicherungsschutz im Schadensfall ✅ Chance Frühzeitige Mängelentdeckung durch unabhängige Prüfung Sicherstellung normkonformer Nachbesserung vor Fertigstellung – Kosteneinsparung ✅ Chance Geordnete Dokumentation als Grundlage für Bauträgeransprüche Rechtssichere Durchsetzung von Nachbesserung oder Minderung ✅ Chance Überprüfung und Optimierung der gesamten Elektroplanung Verbesserung der zukunftsfähigen Infrastruktur (z. B. für Ladestationen, Smart Home) ✅ Chance Nutzung der Prüfung als Qualitätskontrolle für weitere Gewerke Frühzeitige Erkennung ähnlicher Verlegefehler in anderen Bereichen (z. B. Datenleitungen) ✅ Chance Aufbau einer langfristigen Beziehung zu einem vertrauenswürdigen Elektrofachbetrieb Fachkompetente Begleitung bei künftigen Umbauten oder Erweiterungen Orientierungshilfen
- Unverzügliche Fachprüfung beauftragen: Kontaktieren Sie noch heute einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb oder einen staatlich anerkannten Sachverständigen für Elektrotechnik – nicht den vom Bauträger benannten Betrieb.
- Mängel vor Ort dokumentieren: Machen Sie Fotos der Leerrohr-Enden, notieren Sie die Kabelbezeichnung (z. B. „H05VV-F 3×2,5 mm²“) und testen Sie mit leichtem Zug, ob die Kabel noch beweglich sind – dokumentieren Sie das Ergebnis schriftlich.
- Rechtliche Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle verfügbaren Unterlagen – Bauvertrag, Elektroplan, Leistungsbeschreibung des Bauträgers, Hinweise zur „Stand der Technik“ – zur Vorbereitung der schriftlichen Stellungnahme.
- Schriftliche Stellungnahme einfordern: Fordern Sie den Bauträger per Einschreiben mit Rückschein auf, die Abweichung von DIN VDE 0100-520 und DIN EN 61386-1 zu erklären und eine fachgerechte Nachbesserung anzubieten.
- Prüfung der Kabelzulassung vornehmen lassen: Der beauftragte Fachbetrieb soll die Kabel anhand ihrer Kennzeichnung (Prüfzeichen, Typenbezeichnung, Normhinweise) auf Zulässigkeit für Leerrohrverlegung überprüfen – graue Ummantelung allein ist keine Zulassung.
- Austauschfähigkeit als Prüfkriterium nutzen: Verlangen Sie im Prüfbericht ausdrücklich die Bewertung, ob eine nachträgliche Kabeländerung oder -ergänzung technisch möglich ist – dies ist ein zentrales Kriterium für die Funktionsfähigkeit.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Leerrohr
- Ein Leerrohr ist ein Schutzrohr, das zur Aufnahme von elektrischen Leitungen dient. Es schützt die Leitungen vor Beschädigungen und ermöglicht ein einfaches Auswechseln oder Nachziehen der Leitungen.
Verwandte Begriffe: Kabelkanal, Elektroinstallationsrohr, Schutzrohr - NYM-J Kabel
- NYM-J Kabel sind gängige Installationskabel für die Verlegung in Gebäuden. Sie bestehen aus mehreren isolierten Adern, die von einem gemeinsamen Mantel umgeben sind.
Verwandte Begriffe: Installationsleitung, Mantelleitung, Stromkabel - DIN VDE 0298-4
- DIN VDE 0298-4 ist eine Norm, die sich mit der Verwendung von Kabeln und isolierten Leitungen für Starkstromanlagen befasst. Sie enthält wichtige Informationen zur Auswahl, Verlegung und Belastbarkeit von Kabeln.
Verwandte Begriffe: VDE-Bestimmungen, Elektroinstallation, Kabelnorm - Biegeradius
- Der Biegeradius ist der Radius, mit dem ein Kabel oder eine Leitung gebogen werden darf, ohne dass die Isolation beschädigt wird. Die Herstellerangaben zum minimal zulässigen Biegeradius sind unbedingt zu beachten.
Verwandte Begriffe: Kabelverlegung, Kabelinstallation, Knickschutz - Elektrofachkraft
- Eine Elektrofachkraft ist eine Person, die aufgrund ihrer Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie ihrer Kenntnis der einschlägigen Normen die ihr übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.
Verwandte Begriffe: Elektriker, Elektroinstallateur, Fachkraft für Elektrotechnik - Kurzschluss
- Ein Kurzschluss ist eine ungewollte, niederohmige Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Potenzialen in einem Stromkreis. Er führt zu einem hohen Stromfluss und kann zu Schäden an Geräten und Leitungen führen.
Verwandte Begriffe: Überstrom, Fehlerstrom, Stromausfall - Kabelbrand
- Ein Kabelbrand ist ein Brand, der durch eine Überlastung oder Beschädigung von elektrischen Leitungen verursacht wird. Er kann sich schnell ausbreiten und zu einem Gebäudebrand führen.
Verwandte Begriffe: Brandursache, Feuer, Brandschutz
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Kabeltypen dürfen in Leerrohre verlegt werden?
Es dürfen Kabel verlegt werden, die für die Verlegung in Rohren geeignet sind und den entsprechenden DIN-Normen entsprechen. Häufig werden NYM-J Kabel oder flexible Leitungen wie H05VV-F oder H07RN-F verwendet. Die Auswahl hängt von der spezifischen Anwendung und den Umgebungsbedingungen ab. - Was ist beim Biegeradius von Kabeln zu beachten?
Der Biegeradius von Kabeln darf nicht unterschritten werden, da dies die Isolation beschädigen und zu Kurzschlüssen führen kann. Die Herstellerangaben zum minimal zulässigen Biegeradius sind unbedingt zu beachten. - Wie viel Platz muss in einem Leerrohr frei bleiben?
Das Leerrohr darf nicht zu voll sein, da die Wärmeableitung der Kabel sonst beeinträchtigt wird. Es gibt Tabellen und Berechnungen, die den maximal zulässigen Füllgrad von Leerrohren in Abhängigkeit vom Kabeltyp und der Anzahl der Kabel angeben. - Was bedeutet die DIN VDE 0298-4?
Die DIN VDE 0298-4 ist eine Norm, die sich mit der Verwendung von Kabeln und isolierten Leitungen für Starkstromanlagen befasst. Sie enthält wichtige Informationen zur Auswahl, Verlegung und Belastbarkeit von Kabeln. - Warum ist eine fachgerechte Elektroinstallation so wichtig?
Eine fachgerechte Elektroinstallation ist wichtig, um die Sicherheit von Personen und Sachwerten zu gewährleisten. Fehlerhafte Installationen können zu Kurzschlüssen, Kabelbränden und Stromschlägen führen. Daher sollte die Installation immer von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden. - Was tun bei Unsicherheiten bezüglich der Elektroinstallation?
Bei Unsicherheiten bezüglich der Elektroinstallation sollte immer eine qualifizierte Elektrofachkraft hinzugezogen werden. Diese kann die Installation überprüfen, Mängel feststellen und beheben. - Welche Konsequenzen hat eine unsachgemäße Elektroinstallation?
Eine unsachgemäße Elektroinstallation kann schwerwiegende Konsequenzen haben, wie z.B. Kurzschlüsse, Kabelbrände, Stromschläge und im schlimmsten Fall Personenschäden. Zudem kann es zu Problemen mit der Gebäudeversicherung kommen. - Muss eine Elektroinstallation dokumentiert werden?
Ja, eine Elektroinstallation muss dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst in der Regel einen Stromlaufplan, eine Beschreibung der Installation und eine Liste der verwendeten Materialien. Die Dokumentation dient als Nachweis für die fachgerechte Ausführung der Installation.
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Leerrohr-Vereinbarung: Aufpreis für komplette Elektroinstallation?
Was wurde denn im Vertrag
vereinbart? Denn nur das zählt. Leerrohre für eine KOMPLETTE E-Installation dürfte deutlich Aufpreis sein.
Wirklich Leerrohr oder verlegt der Elektriker einfach nur aus "Schutz"gründen im Leerrohr. Dann haben Sie kein Nachteil und sogarnoch an "Schutz" gewonnen.
Lediglich Telefon, Netzwerk, Antennenkabel würde ich in Leerrohre verlegen lassen, und zwar so, dass es auch später änderbar ist.
Wollen Sie wirklich Elektro-Leitungen in 20 Jahren tauschen?
Dann sollten Sie lieber EIB-System nehmen. Das wäre dann flexibler. Aber dürfte auch mehr kosten. -
🔴 Bauschaden: Falsche Leerrohr-Verkabelung – Keine Rückzahlung?
Leerrohr meiner Meinung nach falsch ausgeführt
Das Problem ist, das ich für die elektro Verkabelung in Leerrohr ordentlich Geld bezahlt habe - das wäre ja auch OK.
Aber in unserem Fall ist es so, das diese dicken grauummantelten Kabel (3 adrig) zum Einsatz kommen - diese bekommt man aber nicht mehr herausgezogen - dafür möchte ich logischer Weise auch kein Geld bezahlen - und hier liegt im Moment der Streitpunkt - die Frage ist gibt es eine DINAbk.-Vorschrift, welche besagt, was für ein Kabel bzw. welche Kabel eingezogen werden müssen?
Mein Bauunternehmer will mir erzählen, dass das Stand der Technik ist - ich habe aber schon mal ein Haus gebaut und da wurde jedes Kabel einzeln eingezogen (rot, blau, grün) - auf diese Weise ist dann auch noch Platz für zusätzliche Kabel was bei mir nicht der Fall ist.
Hab ich da eine Chance, wenn ich die Position so nicht bezahle und einen Bauschaden einklage?
Danke Frank -
Leerrohre: Revisionsfähigkeit vertraglich vereinbart?
ganz einfach!
wenn revisionierbare leerohre vereinbart waren, dann sind die zu liefern.
wenn nicht - dann nicht. -
NYM-Kabel im Leerrohr: Test zum Herausziehen nach Verlegung
Wenn das schon dieses ominöse Kabel
eingezogen wurde (dürfte sich übrigens NYM schimpfen), dann versuch doch einfach mal, die beiden Enden einer Leitung abzuklemmen und es wieder aus dem Rohr rauszuziehen.
Dazu vielleicht nicht unbedingt ein einfaches Stück, sondern ruhig ein eher verwinkeltes Teilstück wählen.
MfG -
Kabel einziehen: Bindfaden/Fädeldraht für erneutes Einziehen!
Aber vorher bitte ...
Aber vorher bitte ans Ende einen festen Bindfaden oder Fädeldraht anbinden.
es soll nämlich auch Leitungen geben, die raus aber nicht wieder rein gehen 😉
Viel Spaß beim Fädeln wünscht
Gernot -
Materialtipp: Heuballenbindeschnur als Einzugsdraht für Leerrohre
Als "Einzugsdraht"
kann man auch die "Heuballenbindeschnur" aus dem Landwirtschaftlichen Bedarf verweden. Gibt es in ca. 1.000 m Rolle in versch. Stärken. Und kostet relativ wenig und lässt sich später auch noch im Garten etc. verwenden.
Eher geht die Schnur vom Kabel ab, als dass diese "reißt". Ich habe damit alle meine Leerrohre ausgestattet. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die korrekte Ausführung von Elektroinstallationen in Leerrohren, insbesondere die Frage, ob die verwendeten Kabeltypen (vermutlich NYM-Kabel) den aktuellen DINAbk.-Normen entsprechen und ob sie revisionsfähig, also wieder aus den Rohren herausziehbar sind. Ein wichtiger Punkt ist die vertragliche Vereinbarung bezüglich der Leerrohrverlegung und ob diese eine komplette E-Installation oder nur den Schutz der Kabel umfasst. Zudem wird die praktische Umsetzung des Kabelziehens und die Verwendung geeigneter Hilfsmittel wie Bindfaden oder Einzugsdraht thematisiert.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag 🔴 Bauschaden: Falsche Leerrohr-Verkabelung – Keine Rückzahlung? wird ein potenzieller Bauschaden thematisiert, wenn die Verkabelung nicht den Erwartungen entspricht und eine Rückzahlung gefordert wird. Es ist entscheidend, die vertraglichen Vereinbarungen genau zu prüfen und gegebenenfalls einen Fachmann hinzuzuziehen.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Materialtipp: Heuballenbindeschnur als Einzugsdraht für Leerrohre gibt einen praktischen Tipp zur Verwendung von Heuballenbindeschnur als kostengünstigen und stabilen Einzugsdraht für Leerrohre. Dies kann die Installation erleichtern und das Risiko von Beschädigungen minimieren.
🔧 Praktische Umsetzung: Der Beitrag NYM-Kabel im Leerrohr: Test zum Herausziehen nach Verlegung schlägt vor, die Revisionsfähigkeit der Kabel zu testen, indem man versucht, sie nach der Verlegung wieder aus dem Rohr zu ziehen. Dies sollte an einem verwinkelten Teilstück erfolgen, um die Realbedingungen zu simulieren. Vor dem Herausziehen sollte gemäß Kabel einziehen: Bindfaden/Fädeldraht für erneutes Einziehen! ein Bindfaden oder Fädeldraht befestigt werden, um das erneute Einziehen zu gewährleisten.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie Ihre vertraglichen Vereinbarungen bezüglich der Elektroinstallation und der verwendeten Kabeltypen. Stellen Sie sicher, dass die Installation den aktuellen DIN-Normen entspricht und die Kabel revisionsfähig sind. Testen Sie gegebenenfalls die Revisionsfähigkeit der Kabel und verwenden Sie geeignete Hilfsmittel wie Bindfaden oder Einzugsdraht. Bei Unklarheiten oder Streitigkeiten mit dem Bauträger sollten Sie einen Fachmann oder Rechtsbeistand konsultieren.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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