Ein Fertigteilhaus wurde mit Binderdach gebaut. Nach einigen Monaten bildeten sich bis zu 1 cm große Risse an den Innenwänden im Obergeschoss zum Dach. Offensichtlich verziehen sich die Untergurte des Binderdachs. Der Bauleiter schreibt dazu:
Die Binderuntergurte (= Decke ) liegen nur auf den Außenwänden auf und hängen sonst frei. Eine Biegung sollen die Verstrebungen der Binder verhindern. Soweit die Theorie. Die Binder bestehen aus KVH (Konstruktionsvollholz/Nadelholz ). Dieses neigt i. Vm. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsänderungen zum "Quellen" und "Schwinden" . Um die Biegung, die Ihre Risse verursacht, zu unterbinden ist von uns schlicht und ergreifend ein weiterer mechanischer Festpunkt mittels Schlüsselschraube auf den Innenwänden vorgesehen.
Die haben also Balken auf die Untergurte gelegt und mit Schlüsselschrauben mit viel Kraft durch die Untergurte in die Innenwände des OGAbk. festgeschraubt.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die Risse waren zu. Dafür wurden die Innenwände um 1 cm angehoben. Es haben sich also nicht die Untergurte bewegt, sondern die Innenwände wurden angehoben.
Nun gibt es ja für das Haus statische Berechnungen. Dazu meine Frage: Hat sich die Statik der Innenwände verändert? Wenn die also die Schrauben wieder rausdrehen sollten, halten dann die Innenwände trotzdem? Oder müssten die Befestigungen der Wände geprüft werden?
Und Zusatzfrage: Was könnte man mit dem Dach machen?
Vielen Dank für die Mühe.