Unser Architekt mahnt uns schon zum zweiten Mal (kommentarlos) an, seine Restraten zu zahlen, obwohl noch zahlreiche Mängel zu beseitigen sind.
Wir weisen ihn täglich mit Faxbrief auf Mängel hin, die mdl. auf der Baustelle seitens seines Bruders (der ist der Bauleiter) auch bestätigt werden und dennoch tut er nun so, als sei nie etwas gewesen und mahnt einfach fröhlich drauf los.
Angeblich weiß "rechts nicht, was links macht" ...
Wie ist die Lage? Müssen wir diese Teilraten aus dem Werkvertrag zahlen und sind erst ganz am Schluss berechtigt, etwas einzubehalten oder sollte nicht genau der Teil der Rate gekürzt werden, den es auch betrifft?
Es sind nicht unerhebliche Mängel (mittlerweile zusammengefasst eine Liste von 5 DINAbk.-A4-Seiten) ..., u.a. :
- gebrochener Sturz im EGAbk. (dort ist Auslass f. Balkon vorgesehen)
- Dämmung Dach fehlerhaft, Folie kaputt, Regen im Bau
- Wände vertauscht/zu lang/zu kurz (wir bauen mit Liapor)
- Innentreppe in sich verdreht
.- ...
Wieso meldet er sich nicht, wieso beseitigt er die Mängel nicht.
Außerdem liegt teilweise unser ganzer Bau tagelang still, da er sagt, der Estrichleger hat keine Zeit oder der Trockenbauer hat kein Material oder die Ziegel vom Dach kämen nicht ... - nach aktiver Recherche unsererseits stellte sich nun aber heraus, dass diese nur deshalb nicht weitermachen, da sie vom Architekt ihr Geld noch nicht hätten.
Sollen wir den Vorschlag machen, in Vorleistung zu treten, damit es weitergeht?
Weiterhin fragen wir uns, was wir tun können, wenn der Architekt einfach, wie gesagt, nicht reagiert.
Dies ist wirklich die Wahrheit. Wir haben heute eigentlich laut Projektplan Endreinigungstermin! Fakt ist, dass nur der Rohbau (ohne Dach) steht. Es liegt kein neuer Projektzeitenplan vor!
Er hat noch nie gesagt, dass der alte nicht gilt oder nicht mehr richtig ist.
Egal, mit was wir drohen - er reagiert einfach nicht.
Am Montag haben wir nun einen Rechtsanwaltstermin und außerdem gehen wir mit einem Sachverständigen über den Bau, um den aktuellen Stand festzuhalten. Aber wir wollten das Innenverhältnis ja eigentlich nicht "versauen". Nur, wenn er nie reagiert und macht, was er will, wissen wir irgendwann nicht weiter.
Im übrigen haben wir auch planerische Mängel zu verzeichnen, z.B. hat er uns eine Wendeltreppe vom Balkon in den Garten geplant, die nun nicht genehmigt ist. Und der Kniestock im 1. OGAbk. ist laut Plan 102 cm hoch und nun beim Nachmessen kamen wir auf nur 90 cm! Wie hoch ist dieser "Mangel" zu bewerten?
Könnte noch stundenlang weiterschreiben, aber ich würde mich dann verzetteln, es ist alles so verworren.
Hauptfrage ist, wie gesagt, darf ich die Zwischenraten kürzen oder bin ich dann tatsächlich in Verzug?
Er droht, nicht weiterzumachen, wenn wir nicht sofort zahlen.
Ehrlich gesagt, wäre uns das mittlerweile sogar recht - können wir einen Aufhebungsvertrag schließen und den Rest alleine stemmen?
Fragen über Fragen.
Vielen Dank im Voraus schon mal!