habe (vielleicht ein Problem) mit meiner Heizungsanlage, vielleicht kann jemand Rat geben:
Wir sind im vergangnene Jahr in unseren Neubau eingezogen. Wir haben eine recht offene Bauweise, d.h. Wohn-Esszimmer, sowie die Küche sind im UG offen, das Treppenhaus ist innenliegend, d.h. in's OGAbk. sowie ins KG trennt keine Tür. Abgesehen davon, dass ich den Eindruck habe, dass der Heizungsbauer zu wenig Heizkörper installiert hat (wir haben aber zum Glück noch einen Kaminofen) habe ich noch Fragen bzgl. der Funktion der Heizung. Bei uns wurde ein Brennwertgerät Thermo Condens der Fa. Weißhaupt verbaut. Leider kennt sich der Heizungsbauer (leider wahr, aber O-Ton) damit nicht aus, da es die erste Anlage war, die er von von diesem Typ installiert hat. Ich habe aber inzwischen einen Techniker der Herstellerfirma kommen lassen und denke mal, dass die Bedienung des Gerätes jetzt klar ist. Einige Einstellungsparameter sind mir aber nicht klar, daher meine Fragen:
- Das Gerät ist mit einem Raumtemperaturfühler ausgestattet, welcher laut Bedienungsanleitung in einem sog. Referenzraum (Wohnraum o.ä.) installiert sein soll. Das ist bei mir nicht der Fall, das Ding ist im Heizungsraum montiert. Ich habe dem damit Abhilfe geschaffen, indem ich den Einfluss des RT-Fühlers auf die Heizung ausgeschaltet habe. Gehe ich richtig in der Annahme, dass nun die Steuerung der Anlage anhand der Außentemperatur und der eingestellten Heizkurve und die Innentemperaturregelung über die Thermostatventile der Heizkörper erfolgt? Ohnehin soll doch das Verfahren mit RT-Fühler auch nicht das gelbe vom Ei sein, da sich doch sonst alle anderen Räume hieran orientieren?
- Ich Stelle fest dass z.Z. (bei uns hat es Außen rd. 10 Grad) die Anlage mit einer relativ geringen Vorlauftemperatur (40 Grad) fährt, die Rücklauftemperatur aber nur 2-3 Grad darunter liegt. Ist das normal? Bei geringeren Außentemperaturen ist der Unterschied größer. Ich nehme aber an, dass das OK ist und Ergebnis des Zusammenspielt der AT und der Heizkurve ist. Liege ich richtig?
- Die Anlage ist darüber hinaus immer am arbeiten. Ich denke aber mal, dass sie so "schlau" ist und immer nur soviel Wasser erwärtm, wie gerade nötig ist und nicht Gas unnötig verpulvert. Der Gasverbrauch liegt im übrigen so bei 6-8 cm pro Tag, bei einer zu beheizenden Fläche von rd. 90 m² (allerdings sind dann bei Heizungsstellung "3" nur gute 19 Grad). Ist das OK?
- Die Anlage bietet die Möglichkeit eine min. und max. Vorlauftemperatur einzustellen. Ist das sinnvoll?
- Noch eine ganz lapidare Frage: Wenn die Thermostatventile ganz aufgedreht sind: Heißt das, dass sie gar nicht schließen, unabhängig, welche Raumtemperatur herrscht?
- Gibt es irgendeine Norm, wie warm es in den einzelnen Räumen werden muss, die der Heizungsbauer einhalten muss (im Bauertrag wurde diesbezüglich nichts separates vereinbart - Formulierung war: Heizkörper nach Bedarf). Wie hoch ist nun dieser "Bedarf"?
- Gibt es es eine Faustregel, wie viele Heizkörper (s. Einleitung) pro m² Wohnfläche zu installieren sind? Wer macht ggf. ein Gutachten, mit dem ich gegen den Heizungsbauer vorgehen kann?
Also, das war's, ich hoffe jemand kann mir Antworten geben, ich bedanke mich jedenfalls jetzt schon mal.
