ich habe vor einiger Zeit hier schon wertvolle Tipps bekommen und lebe nun also gerade auf der Baustelle (oder eher gesagt andersrum) mit meiner Aufdachdämmung.
Mir sind einige Punkte aufgefallen, zu denen ich gerne eine "außenstehende" Meinung hätte.
Ich bekomme momentan eine Aufsparrendämmung mit Bauder PIR SF 160 mm, das ganze wird auf der alten Schalung verlegt, die alte Dämmung (120 mm Mineralwolle) bleibt auch aus Schallschutzgründen drin, damit wird natürlich die Tauwasserberechnung relevant. Nun fällt mir auf, dass die Schalung (Fichte) mit einer Schalungsbahn bedeckt worden ist (Eternit Rofatop 135 fix mit einem sd-Wert von 0,02 m), die verklebten Anschlüsse an den Wänden und am Ortgang etc. sehen, soweit ich das beurteilen kann, gut aus. Darauf kommt dann die Dämmung und dann direkt Lattung und Konterlattung.
1. Meine erste Frage zielt auf die Taupunkberechnung. Es ist in der Berechnung von Aluminiumkaschierten PU-Platten ausgegangen worden. Nun ist es aber so, dass an der unteren Aluminiumkaschierung immer mal wieder ein Fetzchen fehlt (Spedition beim auf- / abladen (aufladen, abladen) bzw. kleinere Schäden beim Transport auf das Gerüst) - damit sind doch eigentlich die Werte aus der Berechnung quasi hinfällig? Der Dampf kommt von unten aus dem Zimmer, vorbei an der alten, lückenhaft verlegten Dampfbremse (PP- oder PE-Folie), durch die alte Dämmung, durch die ehemalige, nun aus ruhender Luft bestehende Hinterlüftung, durch die Schalung, durch die Schalungsbahn und das Loch in der Aluminium-Kaschierung in den PURAbk.-Kern - und kann von dort nicht mehr raus, weil ja oben auch eine Aluminium-Kaschierung und dann die "diffusionsoffene Spezialbahn" aus der Bauder-Folie kommt. Ist das zu vernachlässigen oder eine Sache, die mittel- / längerfristig zum echten Problem werden könnte?
2. Weshalb verbaut Bauder so eine diffusionsoffene Spezialbahn auf einer Alukaschierung, durch die doch eigentlich eh nichts durchkommen sollte? Habe ich hier einen Denkfehler drin?
3. Die Lattung ist durch die Dämmung hindurch mit langen Schrauben im Sparren verankert. Braucht es an den Stellen, wo die Schraube durch die Dämmung geht, nicht noch irgendeine Dichtung (sowas wie ein Nagelband o.ä.?
Liebe Grüße Andrea